Author Archives: Lars

Ist Manz Automation teuer, Phoenix Solar hingegen zu günstig?

Ich wurde immer wieder gefragt warum ich die Aktie von Manz Automation nicht in meine Analysen der Solarbranche mit einbeziehe, deswegen möchte ich hier nun nach langer Zeit auch zu diesem Titel etwas schreiben. Die Manz Aktie habe ich immer auf meiner Watchlist gehabt und da ist sie noch. Der Grund warum ich über diese nicht schreibe, war schlicht und ergreifend der, dass ich den Titel immer für zu teuer gehalten habe. Im Vergleich zu den Branchenkollegen erscheinen mir die Aktien auch heute noch überbewertet zu sein. Seit über zwei Jahren schlummert die Aktie also in meiner Watchlist und ich warte auf Kurse um die 40,- Euro, oder aber auf ein entsprechendes Quartalsergebnis oder sonst eine Meldung die mich eines Besseren belehrt.

Manz ist eine interessante Aktie, ohne Frage, aber ich bin der Ansicht, dass es interessantere Titel gibt. Thats it! Natürlich ist mir durchaus bewusst, dass ich bei der Warterei bereits ein paar mal ordentliche Kursgewinne verpasst habe, grundsätzlich spielt das aber für mich eine eher untergeordnete Rolle. Auch ist mir bewusst das Goldman Sachs die Aktie gerade wiedermal zum Kauf empfohlen hat mit Kursziel 70,- Euro. So ist das halt mit Meinungen, entweder man hat eine oder eben nicht…

Bei Phoenix Solar handelt es sich um einen ganz anderen Titel aus der Solarbranche. Hier sehe ich immer noch eine deutliche Unterbewertung.  Zum Jahresbeginn notierte die Aktie noch bei 44,- Euro, heute ungefähr bei der Hälfte. Trotz abgesenkter Solar-Förderung in Deutschland hat Phoenix Solar im dritten Quartal Umsatz und Ertrag steigern können. Der Gewinn je Aktie hat sich auf 0,31 Euro rund verdoppelt, während der Umsatz um 6,2 Prozent auf 95,3 Millionen Euro erhöht wurde. Diese Entwicklung war auf ein deutlich erhöhtes Auslandsgeschäft zurückzuführen. Die Gesamtumsatzerlöse verteilen sich mit 56,5 Prozent auf das Segment Komponenten & Systeme und mit 43,5 Prozent auf das Segment Kraftwerke.

Trotz des Nachfragerückgangs auf dem heimischen Markt steigerte Phoenix Solar das abgesetzte Modulvolumen um knapp 20 Prozent auf 47 Megawatt Spitzenleistung. Dennoch kommt die Aktie nicht aus dem Knick, Anleger mussten weiter heftige Kursverluste  in Kauf nehmen. Ich halte Kursen um die 23,- Euro nach wie vor für echte Schnäppchenkurse, auch wenn es eine theoretische Möglichkeit gibt, dass die Aktie noch bis 21,- Euro nachgeben kann. Zieht man hier die klassischen Bewertungskriterien zu rate, dürfte Phoenix Solar zusammen mit Solarhybrid einer der günstigsten Titel am Markt sein. Wir werden in den nächsten Tagen eine erste Position bei Phoenix Solar kaufen.

Q-Cells, Solarworld, Roth und Rau oder Yingli, Suntech, Trina Solar und LDK Solar?

Die deutsche Solarbranche kann sich heute ein wenig vom Schock der vergangenen Tage erholen. Sowohl Q-Cells als auch Solarworld, Roth und Rau sowie Centrotherm können heute wieder zulegen. Ob diese Bewegung nun von Dauer sein wird, oder ob es sich hierbei mehr um eine technische Gegenreaktion handelt müssen die nächsten Tage zeigen. Es ist sicherlich zu früh hier von einer nachhaltigen Wende zu sprechen, dennoch sollte man der Branche wohl in den nächsten Tagen etwas mehr Aufmerksamkeit schenken.

Die besten Chancen auf einen Rebound sehen wir weiterhin bei den beiden Maschinenbauern Roth und Rau sowie Centrotherm. Solarworld und Q-Cells leider extrem unter den allgemein schlechten Prognosen für das kommende Jahr. Natürlich besteht aber auch hier ein gewisses Aufholpotenzial, bedenkt man den vorangegangenen Abverkauf. Wir würden uns allerdings in deren Tätigkeitsfeld wohl eher zu den chinesischen Vertretern der Zunft hingezogen fühlen. Diese wurden in der letzten Woche ebenfalls massiv verkauft und bieten langfristig vielleicht sogar die bessere Alternative.

Allen voran sehen wir immer noch eine interessante Investmentchance bei Yingli Green, die inzwischen von fast 14,- Dollar auf knapp über 10 Dollar zurückgekommen sind. Auslöser für den letzten Kursrutsch gestern waren die schlechten Zahlen die Suntech Power geliefert hat. Diese wurden noch einmal mit einem Minus von fast 10% quittiert. Die Aktie befindet sich somit auf All-Time-Low bei ca. 7,50 Dollar. Zocker spekulieren kurzfristig auf eine Schließung des gestern gerissenen Gaps zwischen 8,- und 8,30 Dollar.

Trina Solar sehen wir ebenfalls als durchaus interessant an. Hier wurde sogar in den letzten beiden Handelstagen jeweils ein Down Gap generiert. Bei knapp unter 22,- Dollar könnte sich nun ein Boden ausbilden, und die Aktie im Falle, dass das Gap schnell wieder zugemacht wird bis 24,- Dollar ansteigen. Mittelfristig dürfte die Trina Solar Aktie wieder deutlich zulegen können. Kursziele von bis zu 30,- Dollar halte ich für möglich.

Einen guten Lauf hatten zuletzt auch Aktionäre von LDK Solar. Der Titel konnte sich von seinen monatelang anhaltenden Tiefstständen im Juli endlich lösen und ungebremst von 6,- bis auf 15,- Dollar ansteigen, bevor es dann zu einem deutlichen Rücksetzer kam. Inzwischen notiert die LDK Solar Aktie wieder bei knapp 11,- Euro und dürfte noch bis 10,- Dollar fallen, um die Performance der letzten Woche etwas zu „verdauen“. Auch hier könnte sich dann langfristig eine interessante Einstiegschance ergeben.

2011 wird das Jahr der Automobilaktien

Ich habe mich die letzten Tage bewusst mit meinen Prognosen etwas zurückgehalten, wahrscheinlich hätten mich einige dann wieder für ansatzweise verrückt erklärt oder mir zumindest vorgeworfen ein unverbesserlicher Perma-Bulle zu sein. Die allgemeine Stimmung war schlecht und die Lage in Europa erneut sehr bedrohlich für die Aktienmärkte, Die Chinesen drohen mit Zinserhöhungen und würgen die Konjunktur ab, der Euro fällt ins bodenlose,  es tobt ein Währungskrieg, und was ich nicht alles gelesen habe… Es ist wie immer die Meinungsmache der Medien beeinflusst Anleger und damit die Kurse. Gerade in diesen Phasen wünsche ich mir ein wenig mehr Eigenverantwortung bei den Anlegern, und nicht selten auch eine etwas objektivere Betrachtungsweise der Dinge.

Ich gehöre nicht unbedingt zu den Menschen die sich von der allgemeinen Meinung anstecken lassen, deswegen möchte ich nun doch einmal kurz meine Sichtweise der Dinge skizzieren. Die angespannte Lage in Irland wirft Ihre Schatten erneut auf die Euro-Region, und komischer Weise passiert dies zur selben Zeit da auf dem G 20 Gipfel beschlossen wird, dass man sich nicht auf einen weltweiten Währungskrieg einlassen will. Alle Beteiligten waren sich zum ersten mal seit langer Zeit einig , die neue große Harmonie! Tatsächlich ist die Irland-Krise in der jetzigen Zeit gar nicht mal so schlecht für Europa und dies insbesondere für den Export-Vize-Weltmeister Deutschland. Unsere Waren werden damit wieder deutlich attraktiver für Käufer aus dem Ausland, und genau das ist es um das neu erfundene Wirtschaftswunder in Deutschland weiterhin unter Feuer zu halten. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

Unter der Voraussetzung das die Politiker in Europa intelligent genug sind hier keinen erneuten Flächenbrand a la PIGS-Panik zu erzeugen, sind die Entwicklungen eigentlich ganz positiv, oder zumindest nicht so negativ wie uns das die Presse glauben machen will. Auch die drohende Zinsanhebung in China ist mittelfristig eher ein Segen als ein Fluch. China kämpft gerade gegen die massiv drohende Inflation ,und mit einer ähnlichen Immobilienblase, wie wir sie in Amerika kurz vor dem Zusammenbruch gesehen haben. Ein schwacher Yuan verursacht auch unter anderem über steigende Rohstoffpreise eine zusätzlich importierte Inflation. Ein probates Mittel um übermäßiges Wirtschaftswachstum zu bremsen ist also die Aufwertung der Währung, somit würden letztlich auch die Rohstoffe wieder günstiger werden, die heiße Luft kann aus dem Immobilienmarkt entweichen, und die Inflationsgefahr wäre zunächst eingedämmt.

Alles in allem bleibe ich trotz diese Störfeuer der Ansicht, dass wir noch eine schöne Jahresendrallye sehen könnten. Charttechnisch ist die Lage inzwischen sicherlich etwas angespannter als noch vor ein paar Tagen, dennoch ist noch nichts nachhaltiges passiert. Lediglich die Unterseite des Aufwärtstrends wurde im S%P 500 bei 1.173 Punkten getestet, der Dow Jones wollte die 11.000 nochmal sehen, und der DAX scheint sich momentan von den direkten Zusammenhängen mit den US Indizes komplett gelöst zu haben, und führt ein Eigenleben. Auch das ist ein weiteres Zeichen dafür, dass Deutschland zu den großen Gewinnern in Europa gehört und die USA immer mehr an Einfluss verlieren. Der DAX hat sich in diesem Jahr deutlich stärker entwickelt als alle anderen europäischen Indizes, und zieht den Neid der Nachbarn auf sich…

Es bleibt dabei…“Es werden keine Gefangenen gemacht„, die 7.000 Punkte im Dax halte ich in diesem Jahr noch für möglich, bis Ende Januar sogar 7.200 Punkte. Wir steuern auf ein weiteres spannendes Börsenjahr zu…ich habe bereits angefangen an der Jahresprognose für 2011 zu schreiben, die ich natürlich auch hier im Newsletter rechtzeitig veröffentlichen werde. Für dieses Jahr hatte ich im Dezember letzten Jahres einen Dax-Höchststand von 6.832 Punkten prognostiziert, diesen werden wir wohl demnächst erreichen. Für das kommende Jahr sei vorab soviel verraten, es wird ein außergewöhnliches Börsenjahr, und es wird das Jahr der Autobauer…

Noch ein abschließendes Wort zu den Solaraktien die immer weiter unter die Räder kommen. Wie in anderen Bereichen auch ist hier gezieltes Stock-Picking sehr wichtig. Nicht jedes Unternehmen auf dem „Solar“ steht wird auch dauerhaft erfolgreich sein, und seinen Aktionären schöne Gewinne bescheren. Lassen Sie sich nicht zu irgendwelchen unbedachten Handlungen hinreißen, und überlegen Sie sorgfältig bei welchem Unternehmen es, auf Sicht der kommenden 12 Monate, eine berechtigtes Gewinnpotenzial besteht. Wir haben uns im Investors Inside Blog in den letzten Tagen intensiv damit auseinandergesetzt und unsere Einstellung zu den einzelnen Aktien dort veröffentlicht.

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YRC Worldwide oder Conway?

Das neue Tradingvideo zum Unternehmen YRC-Worldwide inc. von meinem geschätzten Bloggerkollegen Martin Brosy ist online. Er behandelt in seinem Video den Güterverkehr und die allgemeine Marktlage. Neben YRC-Worldwide geht er kurz auch auf das direkte Konkurrenz-Unternehmen Con-Way ein. Mit viel Liebe zum Detail hat Martin Brosy von boersenpoint.de hier in mühevoller Kleinstarbeit die Fakten für leidgeplagte YRCW Aktionäre zusammengetragen, und mit seiner Einschätzung zu der Aktie ergänzt. Gerade nach dem Kursverlauf der letzten Tage finde ich das Video nicht nur aufschlussreich und unterhaltsam sondern viel mehr sehr ermutigend. Viel Spaß beim anschauen!

Allgemeine Informationen zum Unternehmen YRC-Worldwide

…Als nächstes betrachten wir das Unternehmen YRC-Worldwide. Bei YRC-Worldwide handelt es sich um ein im Fortune 500 gelistetes Transportunternehmen. Zu dem Konzern gehören unteranderem zum Beispiel YRC, YRC Reimer, YRC Glen Moore, New Penn, Holland und Reddaway. Der Konzern ist wie viele Transportunternehmen im Zuge der Finanzkrise ins Strudeln geraten, konnte allerding vor zwei Wochen ein umfassendes Restrukturierungsprogramm durchsetzen. Dadurch können jährlich etwa 350.000.000 US-Dollar bis zum Jahr 2015 eingespart werden. Als diese Meldung bekannt wurde reagierte der Aktienkurs aber eher verhalten. Das Unternehmen wurde in die Top 500 Fortune Liste aufgenommen und belegt Platz 396. In diesem Zusammenhang habe ich  ein paar weitere Unternehmen aus der Transport und Logistik Branche der Platzierung von YRC-Worldwide gegenübergestellt. Das der Aktienkurs des Unternehmens so dramatisch eingebrochen ist hat natürlich auch einen Grund. Das Unternehmen könnte eventuell insolvent werden. Was das für die Branche bedeutet oder für Speditionsunternehmen wie Con-Way möchte ich im folgendem kurz erläutern.

Im Januar 2010 gingen Experten davon aus, dass ein Konkurs von YRC-Worldwide die Frachtraten der Teilladungsunternehmen im ersten Jahr nach Konkursanmeldung um 5 Prozent steigen lassen könnte. Außerdem würden Mitbewerber deutliche Marktanteile hinzugewinnen. Gerade Con-Ways würde vom Konkurs profitieren. Mittlerweile scheint eine Insolvenz aber abgewendet, dank der Restrukturierungprogramme, Banken, Obligationäre und der Gewerkschaft „Teamsters“. Steuerrückerstattungen konnten ihren Beitrag zur Rettung des in Schieflage geratene Unternehmens beitragen.

Chartanalyse YRC-Worldwide

Kommen wir nun zur Chartanalyse.

Im Tageschart von YRC-Worldwide erkennt man am 30. September 2010 ein 17,5 Prozent Abwärts-Gap und einen Tag später bildet sich dann das nächste Abwärts-Gap heraus. Vom 11.10.2010 zum 12.10.2010 bildete sich dann das nächste Abwärts-Gap heraus. Ende Oktober/Anfang November entstand ein Aufwärts-Gap. Dieser Kurssprung ist vor allem dem durchgesetzten Restrukturierungsprogramm zu verdanken. Das zweite Gap wurde bereits geschlossen, ebenso wie das dritte und vierte Gap. Lediglich das erste Abwärts-Gap ist noch offen. Geht man jetzt von der Binsenweisheit aus, dass jedes Gap geschlossen wird müsste der Kurs von YRC-Worldwide mindestens den Kurs von 5,13 Euro erreichen. Im langfristigen Chart ist auf Wochenbasis ein größeres Abwärts-Gap zu erkennen. Um dieses zuschließen müsste der Kurs auf mindestens 150 Euro steigen. Zur Erinnerung, in Frankfurt notiert die Aktie bei 2,84 Euro. Als nächstes habe ich mir den sechs Monate-Tageschart angeschaut und ich tat mich anfangs sehr schwer eine Formation aus den Chart zu lesen. Dann ist es mir aber eingefallen, es handelt sich hier um eine M Formation (ein Keil würde auch passen, das ändert aber nichts an der Situation), welche durch einer W-Formation erweitert wird. Ab Mitte Juli 2010 baute sich über mehrere Wochen die M-Formation auf um dann Anfang Oktober in eine W-Formation über zu gehen. Sollte es sich tatsächlich um eine W-Formation handeln müsste sich der Kurs in den nächsten Wochen wieder Richtung 4-5 Euro entwickeln. Das könnte im Idealfall auch dazu führen, dass das Gap vom ersten Chart geschlossen wird. Kurzfristig kann man in den Chart auch noch die Widerstands- und Unterstützungslinien einzeichnen. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich selten eine Aktie so schwer einschätzen konnte, deshalb rate ich bei einem Investment in YRC-Worldwide einen Stopp-Kurs bei 2,47 Euro zu setzen. Dort befindet sich ungefähr die Unterstützungslinie. Schaut man sich nun die Indikatoren an, erkennt man beim Relative Strength Index ein Kaufsignal. Der MACD bewegt sich mit der Triggerlinie parallel gen Norden. Kritisch wird es bei den Bollinger Bändern. Sollte der Kurs das mittlere Bollinger Band durchbrechen kann dies als Kaufsignal bzw. Trendumkehr gewertet werden. Dafür müsste der Kurs die Marke von 4,41 Euro erreichen. Was er mit großer Sicherheit tun würde, wenn es sich um eine W-Formation handelt.

Fazit zum Unternehmen YRC-Worldwide

Aus charttechnischer Sicht halte ich für die nächsten Monate Kurse um die 5 Euro für gerechtfertigt. Im Zeitraum von einem Jahr halte ich Kurse um die 20 Euro für nicht unmöglich. Die Charttechnik versagt allerdings bei schlechten Nachrichten, aktuell gibt es Gerüchte um eine bevorstehende Kapitalerhöhung. Sollte sich dieses Gerücht bewahrheiten sehe ich allerdings auch deutlich niedrigere Kurse, zumindest Kurzfristig. Das YRC-Worldwide ein echt interessantes Unternehmen mit reichlich Substanz ist steht außer Frage. Bei einer Beurteilung des Unternehmens über 2012 hinaus bin ich etwas vorsichtig, denn viele Experten gehen bereits für 2012 von einer erneuten Krise aus. Deshalb möchte ich auch die Allgemeinen Lageinformationen zum Güterverkehr nicht kommentieren. Ich bedanke mich ganz herzlich für Ihre Aufmerksamkeit und würde mich freuen wenn ich Sie öfter auf boersenpoint.de begrüßen könnte.

Bis Dahin

Martin Brosy

..noch ein Wort zum Schluss von meiner Seite. Vielen Dank Martin für dieses sehr informative Video, die Zeit und die Mühe die Du hier investiert hast, um ein wenig Licht ins dunkel zu bringen! Hier ist ergänzend dazu noch der direkte Vergleich beider Unternehmen nach Zahlen noch einmal im Schnellüberblick. ich denke diese Daten erklären sich von selbst. Viele Grüße, Lars

Firma Umsatz Schulden Marktkapitalisierung

Conway 4,8 Mrd 770 Mil 1,8 Mrd

Aktienanzahl 47,5 million shares
Preis 33.26$

yrcw 4,4 Mrd 1,1 Mrd 150 Millionen

Aktienanzahl 46.5 million shares
Preis 3.81 $

Porsche gewinnt weitere Aktionärsklage

Der Sportwagenbauer Porsche hat heute einen weiteren Erfolg bezüglich der drohenden Sammelklagen erzielt. Demnach sind zwei Gruppen von Porsche-Aktionären mit einer Klage gescheitert, die Beschlüsse der Hauptversammlung des Sportwagenbauers von 2009 zu kippen. Das Oberlandesgericht Stuttgart wies am Mittwoch nach einer Berufungsverhandlung die Anfechtungsklage ab. Hauptpunkt der Klage waren die damals getroffenen Beschlüsse über die Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates nach der gescheiterten VW Übernahme, sowie die Vergütung der Kontrollorgane. Alleine der Verdienst des damaligen Konzernlenkers Wendelin Wiedeking soll sich in der Folge auf 77,4 Mio. Euro belaufen haben.

Die Aktionärsvertreter hatten reklamiert, dass die Aktionäre damals nur sehr unzureichend über die hoch komplizierten Absicherungsgeschäfte informiert worden zu seien. Das Gericht stellte fest, dass keinerlei Fehler bei den damals gefassten Beschlüssen gemacht worden sind, verwies aber auch darauf, dass weder die Höhe der Vergütungen noch das Vorgehen der Handelnden Bestandteil der Prüfung gewesen ist. Mit der Entscheidung folgte der Vorsitzende Richter Eberhard Stilz einem Urteil des Landgerichts Stuttgart vom Frühjahr. Die Revision zum deutschen Bundesgerichtshof wurde nicht zugelassen. Dagegen kann noch eine Nichtzulassungsbeschwerde eingereicht werden.

solarhybrid AG – gut im Geschäft

Die solarhybrid AG konnte in dieser Woche wieder mit zwei sehr interessanten Meldungen glänzen. Insgesamt kann uns damit sowohl die Generierung von Neuaufträgen als auch die zeitnahe Umsetzung der Projekte weiterhin überzeugen. Nachdem der Aktienkurs zuletzt wieder in Zuge des allgemeinen Ausverkaufs bei Solarwerten zurückgekommen ist, sehen wir hier langfristig eine interessante Einstiegschance. Hier die aktuellen Meldungen zu dem Unternehmen:  Zum einen erhielt das Unternehmen einen Auftrag über die schlüsselfertige Errichtung von Solarstrom-Kraftwerken in Italien mit einem Gesamtvolumen von 40 Mllionen Euro, zum anderen errichtet die solarhybrid AG die bislang größte Freiflächenanlage in Thüringen. Bis zum Jahresende soll diese bereits an s Netz gegangen sein.

Auftraggeber für das italienische Großprojekt ist die italienische Solesa SRL, ein Projektentwickler von Solarstrom-Kraftwerken. Die solarhybrid AG fungiert hier als Generalunternehmer, der Baubeginn soll noch in diesem Monat erfolgen. Die Fertigstellung der Anlage ist bis spätestens zum Ende des ersten Quartals 2011 geplant. Die Solarstrom-Kraftwerke mit einer Leistung von insgesamt 17,3 MW werden an zwei Standorten im Piemont in der Nähe von Turin erstellt.

Solaris 8, Thüringens größte Photovoltaik-Freiflächenanlage wird nach Fertigstellung eine Leistung von 7,5 Megawatt haben und soll noch in diesem Jahr ans Netz gehen, teilte der die Solarhybrid AG heute mit. Das Auftragsvolumen für den Generalunternehmer belaufe sich auf 15,7 Millionen Euro, hieß es weiter in der Meldung. Insgesamt würden die Module auf einer Gesamtfläche von etwa 20 Hektar installiert, und künftig sieben Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr liefern. Zudem wurde vom Unternehmen gemeldet, dass man Aufträge für drei weitere Photovoltaik-Freiflächenanlagen in Sachsen erhalten zu haben. Das Volumen für diese Aufträge liege bei weiteren neun Millionen Euro. Auch diese Photovoltaik-Anlagen sollen Solarhybrid zufolge noch in diesem Jahr ans Netz gehen.

TradingUpdate Kauf Centrotherm

In den vergangenen Tagen sind wir immer wider auf die angespannte Charttechnik einiger Solartitel näher eingegangen. Unter anderem haben wir hier die Aktie des Maschinenbauers Centrotherm Photovoltaics im näheren Blick. Gestern war es dann soweit, die wichtige Unterstützungsmarke bei 24,- Euro wurde kurzzeitig unterschritten und ermöglichte uns somit den ersten Kauf. Kurz darauf konnte der Kurs, trotz des wirklich lausigen Börsenumfeldes, bereits wieder deutlich anziehen. Heute morgen bekommt man noch einmal die Chance auf einen Einstieg bei Kursen knapp über dieser wichtigen Chartmarke. Ich gehe davon aus, dass Centrotherm den Boden allmählich gefunden haben sollte. Zuletzt wurden sehr solide Zahlen vermeldet. Erst gestern konnte wieder ein Großauftrag für das Unternehmen verkündet werden. Die FHR Anlagenbau GmbH, eine hundertprozentige Tochter der Centrotherm AG, gewann einen Auftrag über die Lieferung mehrerer Rolle-zu-Rolle-Beschichtungsanlagen an die Leipziger Solarion AG. FHR Anlagenbau ist ein führender Hersteller von Folienbeschichtungsanlagen im Photovoltaik Bereich.

Die aktuelle Charttechnik mahnt zur Vorsicht, die Unterstützung bei 24,- Euro sollte halten, andernfalls drohen weitaus tiefere Kursregionen. Aber genau solche charttechnisch wichtigen Marken bieten oftmals auch den optimalen Einstiegszeitpunkt in eine Aktie. Ähnlich wie beim Branchenkollegen Roth und Rau halten wir den Kursverlauf der letzten Tage für übertrieben. Die offensichtliche Sippenhaft mit Modulherstellern und Projektierern, etc. dürfte falsch sein. Solarbranche ist eben nicht gleich Solarbranche, was sich schon anhand der Firmengeschichten von Conergy oder Q-Cells erklärt… Es ist wie immer und in in jeder Branche, für Anleger gilt es die guten von den schlechten Unternehmen zu trennen, dieser herauszufiltern und zum richtigen Zeitpunkt zu investieren. Bei Centrotherm könnte nun so ein richtiger Zeitpunkt gekommen sein.

Analysten heben die Kursziele für Porsche und VW weiter an

Die Analysten der WestLB haben die Kursziele für Porsche und VW noch einmal nach oben überarbeitet. So wurde die Aktie des Sportwagenherstellers Porsche weiterhin mit „Buy“ eingestuft, und das Kursziel von 58,00 auf 65,00 Euro angehoben. Man habe die Prognosen für den Zuffenhausener Konzern nach den guten Ergebnissen von Volkswagen, die zu höheren Gewinnschätzungen geführt hätten, angehoben, hieß es in der Meldung. Man gehe davon aus, dass die circa 32-prozentige Beteiligung am VW Kontern mit ca. 80 Prozent wesentlich zum Vorsteuergewinn bei Porsche beitragen dürfte. Meine Rede, dieser Umstand ist offenbar in den letzten Wochen vor dem Ausbruch der Porsche Aktie nach oben von vielen Anlegern vernachlässigt worden. Die Leser unseres Newsletters haben wir rechtzeitig auf diese Diskrepanz hingewiesen. Inzwischen befinden wir uns mit der Position knapp 35 Prozent im Plus. Das soll es aber noch nicht gewesen sein. Unser nächstes Kursziel liegt nun bei 49,50 Euro, danach 54,20 Euro.

Ebenfalls noch einmal überarbeitet haben die Analysten der West LB die Kursziele für die VW Aktien. Das Kursziel für die Vorzugsaktien von Volkswagen wurden von 140,00 auf 150,00 Euro angehoben und die Einstufung auf „Buy“ belassen. Der faire Wert für die Stammaktien werde nun statt bei 124,00 bei 130,00 Euro gesehen. Begründet wurde diese weiterhin sehr freundliche Prognose damit, dass man für das Tochterunternehmen Audi weiterhin mit höheren Verkaufszahlen der margenstarken Modellreihen rechne, sowie einem steigenden Gewinn je Aktie der Porsche Holdings Salzburg und weiter kräftig anziehenden Absatzzahlen aller Marken in China. Die Analysten bezeichneten die VW Aktie wörtlich als den „Top Auto“-Wert. Auch dieser Aussage kann ich nur zustimmen. Beide Aktiengattungen des Volkswagen Konzerns bleiben für mich auch auf diesem Niveau ein Kauf. Mittelfristig dürfte hier noch einiges an Steigerungspotenzial schlummern. Das nächste Kursziel liegt nun vorerst bei 122,- Euro für die Vorzüge, respektive 110,- Euro für die Stämme.

Roth und Rau springt wieder an!

Die Aktie von Roth und Rau springt wieder an! Nach dem meiner Meinung nach völlig übertriebenem Kursverlauf der letzten Wochen scheinen sich die Anleger nun wieder eines Besseren zu besinnen, und kaufen die Aktie. Charttechnisch ist die Aktie für kurz- bis mittelfristig orientierte Anleger nun wieder sehr interessant. Nachdem die Aktie heute zunächst im Minus eröffnet hatte, notiert diese nach dem Intraday Rebound inzwischen in der Spitze mit 5 Prozent im Plus. Die Umsätze in der Aktie ziehen wieder deutlich an…

Gestern schrieb ich hierzu: „Bei Roth Und Rau gehe ich davon aus, das wir das Tief bereits gesehen haben. Der Abverkauf war nach meiner Ansicht völlig übertrieben, dementsprechend sehe ich hier kurzfristig auch die besten Chancen auf einen Rebound. Heute wurden die Zahlen zum dritten Quartal noch einmal bestätigt, und brachten keine wirklich neuen Erkenntnisse. Technologisch ist das Unternehmen immer noch hochinteressant. Man arbeitet bei Roth und Rau derzeit an einer neuen Generation von Produktionsanlagen für Silizium-Solarmodule, die sich durch höhere Zelleffizienz und besseres Temperaturverhalten auszeichnet. Kann die Aktie in den nächsten Tagen wieder über 14,30 Euro ansteigen dürften Anschlusskäufe folgen, der Boden sollte wie gesagt bei ca 12,80 Euro nun gefunden sein.“

Ausverkauf bei Nordex – Tradingchance

Nordex Aktionäre haben es nicht leicht in den letzten Wochen. Trotz des enormen Vertrauens in die Branche der Windanlagenhersteller und den langfristig positiven Aussichten kommen die Aktien aber weiterhin unter die Räder. Zuletzt hatte Nordex ganz ordentliche zahlen für das abgelaufene Quartal gemeldet. Im dritten Quartal konnte der Umsatz um ein Drittel auf 264 Millioen Euro gesteigert werden, beim Gewinn blieb der Konzern aber mit nur 8,5 Millionen Euro, nach 9,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum hinter den Schätzungen zurück.

Zahlreiche Analysten haben sich in den vergangenen Tagen zu der Nordex Aktie zu Wort gemeldet und diese herabgestuft sowie das Kursziel gesenkt. Milliardärin Susanne Klatten hingegen möchte Ihren Anteil an dem Windanlagenbauer weiter aufstocken. Bis zum 30.September kaufte Frau Klatten und Ihr Mann insgesamt 240.319 Aktien im Bereich von 6,67 und 6,75 Euro. Damit hält Klatten nun 24,67 Prozent an Nordex – knapp unter der Sperrminorität von 25 Prozent. Bis jetzt war das sicherlich kein Bombengeschäft. Auch Insider kaufen wieder verstärkt Nordex Aktien. So wurde vor kurzem bekannt, dass Thomas Richterich 10.000 Aktien zu knapp 5,70 erworben hat. Vertrauen scheint also bei den Insidern noch genügend vorhanden zu sein, nur eben bei den kleinen Aktionären nicht. Wer kann es Ihnen bei dem Kursverlauf verübeln?

Mit dem Bruch der Unterstützungszone zwischen 6,80 und 6,26 Euro vor einigen Tagen begann dann der endgültige Leidensweg für die Aktionäre. Inzwischen notiert der Titel bei 5,- Euro, nach einem erneut herben Verlust von knapp 8 Prozent alleine am heutigen Handelstag. Hier liegen auch die neuesten Kursprognosen der Analysten, und wiedermal bewahrheitet sich, dass solche Einschätzungen zu einer selbst erfüllenden Prophezeiung werden können, wenn nur genügend schlechte Stimmung für, oder besser gegen, eine Aktie gemacht wird.

Auch wir haben uns zuletzt skeptisch geäußert, was sich aber vorrangig auf die angeschlagene Charttechnik bezogen hat. Mittelfristig bleibt der Markt für Windkraft interessant. Ob sich Nordex langfristig allerdings gegen die Konkurrenz der großen Konzerne wie Siemens, General Electric und Co. durchsetzen kann bleibt abzuwarten. Kürzlich kam auch die Aktie des dänischen Windanlagenbauers Vestas Wind Systems ebenfalls unter die Räder und konnte sich davon bis heute nicht wirklich erholen. Dennoch kann es durchaus interessant sein, wenn alle zum Verkauf raten, bzw. das traurige Kursziel von 5,- Euro nun so schnell erreicht wurde, kurzfristig auf eine Gegenbewegung zu setzen..

Brauchen wir die Deutsche Rohstoff AG ?

Deutschland plant die Deutsche Rohstoff AG. Auch ThyssenKrupp-Chef Ekkehard Schulz hat sich hat sich heute öffentlich für eine Gründung einer «Deutschen Rohstoff AG» ausgesprochen. Zunächst war dieser Vorschlag von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle teilweise eher skeptisch aufgenommen worden. Mittelfristig dürfte eine solche Vereinigung von deutschen Unternehmen aber durchaus sehr sinnvoll sein, um sich von den Abhängigkeiten am Rohstoffmarkt etwas unabhängiger zu machen. Schulz nannte die Versorgungssicherung die «wichtigste Herausforderung in den kommenden Jahren» und fragte: «Warum sollen wir Afrika den Chinesen überlassen?».

Die Chinesen kaufen bereits seit längerem große Abbaugebiete für Rohstoffe, insbesondere in Afrika auf um den ständig steigenden Rohstoffhunger der Nation auch in Zukunft noch decken zu können. Es tobt ein Wirtschaftskrieg hinter den Kulissen. Der Kampf um die Rohstoffe wird sich wohl auch in der Zukunft weiter zuspitzen. Wer über die Ressourcen verfügt kann die Preise diktieren, und hat einen enormen politischen Einfluss. Zuletzt konnte man überall lesen, dass momentan einzig und (fast) alleine China über genügend Vorkommen an sogenannten „seltenen Erden“ verfügt, und die produzierenden Unternehmen dieser Welt immer mehr befürchten, dass dies mittelfristig zu einer Verknappung bzw. Produktionsstillstand, und damit einhergehenden Preissteigerungen führen könnte. China beherrscht den Weltmarkt für Seltene Erden zu etwa 97 Prozent. Gerade weil China als Exportweltmeister immer mehr Waren im eigenen Land produziert wird immer weniger dieser kostbaren Rohstoffe exportiert.

Das kann natürlich weder politisch noch wirtschaftlich gewünscht sein. Umso bemerkenswerter ist es, dass unsere Politiker diese Situation nicht nur erkannt haben, sondern mittelfristig auch etwas daran ändern wollen. Geht man noch etwas weiter müsste man eine solche Lösung auch auf andere Gebiete anwenden. Denn nicht nur Abbaugebiete für Rohstoffe werden von den Chinesen in den vergangenen Jahren massiv gekauft, sondern auch Agrarflächen. Alles was nur ansatzweise nach einem fruchtbaren Acker aussieht wird von China aufgekauft. Die Chinesen haben nämlich ein nicht ganz unentscheidendes Problem. Trotz ihres Reichtums an Rohstoffen fehlen landwirtschaftliche Anbauflächen um die 1,3 Milliarden Mäuler zu stopfen. China ist nicht nur der weltgrößte Exporteur von Waren, sondern auch der größte Importeur von Lebensmitteln.

Noch ist es also nicht so dramatisch eine gewisse Abhängigkeit von den Chinesen zu haben, da wir auf der anderen Seite etwas besitzen was die Chinesen dringend brauchen. Gelingt es China irgendwann autark zu werden, und genügend Lebensmittel für die eigene Versorgung zu produzieren gerät diese Symbiose aus dem Gleichgewicht und die Abhängigkeiten dürften dann auch verstärkt politisch eingesetzt werden. Um so mehr ist es ratsam sich rechtzeitig darauf einzustellen, und entsprechend gegen zu steuern. Das Projekt wird derzeit von der Bundesregierung und dem Bundesverband der Deutschen Industrie diskutiert, und es bleibt zu hoffen, dass die Tragweite eines solchen Projektes allen bewusst ist. Die Wirtschaft hat die Problematik erkannt , nun muss die Politik folgen.

Solarworld, Centrotherm, Roth & Rau, Q-Cells, Phoenix Solar – halten die Unterstützungen?

Der solare Ausverkauf der vergangenen Woche scheint für einige Titel noch nicht ganz zu Ende zu sein. Während sich die Aktie des Anlagenbauers Roth und Rau nach dem übertriebenem Ausverkauf etwas fangen konnte, scheint bei vielen anderen Werten aus der Solarbranche noch nicht so ganz entschieden zu sein, ob die letzten Unterstützungen halten werden, oder man sich als Anleger noch einen Stock tiefer positionieren sollte. Bei Solarworld wurden die von uns prognostizierten 8,50 Euro in der abgelaufenen Börsenwoche schnell erreicht. Bei 8,40 Euro konnte sich der Kurs vorerst fangen, die Aktie notiert momentan geringfügig über der Unterstützungsmarke von 8,50 Euro. Nun muss sich entscheiden, ob diese Marke halten wird. Wir halten ein weiteres Abrutschen für nicht ausgeschlossen, allerdings sollte sich die Aktie bei ca. 7,80 bis 8,- Euro endgültig fangen, sonst wird es wohl ganz bitter für die Solarworld Aktionäre.

Bei Centrotherm sieht das Bild ähnlich aus. Die Aktie verliert trotz zuletzt guter Nachrichten weiter an Boden. Es bleibt dabei, die 24,- Euro Marke spielt eine ganz entscheidende Rolle. Hier sollte der Kurs spätestens nachhaltig wieder nach oben drehen. Centrotherm bleibt für mich einer der interessantesten Werte aus dem deutschen Solarsektor, neben Roth&Rau. Es kann also durchaus Sinn machen sich mit einer entsprechenden Abstauberorder bei der Centrotherm Aktie zu positionieren.

Bei Roth Und Rau gehe ich davon aus, das wir das Tief bereits gesehen haben. Der Abverkauf war nach meiner Ansicht völlig übertrieben, dementsprechend sehe ich hier kurzfristig auch die besten Chancen auf einen Rebound. Heute wurden die Zahlen zum dritten Quartal noch einmal bestätigt, und brachten keine wirklich neuen Erkenntnisse. Technologisch ist das Unternehmen immer noch hochinteressant. Man arbeitet bei Roth und Rau derzeit an einer neuen Generation von Produktionsanlagen für Silizium-Solarmodule, die sich durch höhere Zelleffizienz und besseres Temperaturverhalten auszeichnet. Kann die Aktie in den nächsten Tagen wieder über 14,30 Euro ansteigen dürften Anschlusskäufe folgen, der Boden sollte wie gesagt bei ca 12,80 Euro nun gefunden sein.

Die Q-Cells Performance nach den eigentlich besser als erwarteten Zahlen dürfte wohl alle Anleger erneut enttäuscht haben. Letzte Woche habe ich in unserem Börsen Newsletter geschrieben: „Eine kurzfristige Erholung sollte bei der Aktie nach den heutigen Zahlen möglich sein, allerdings dürfte diese nicht allzu weit tragen. Bereits bei 3,50 Euro könnte schon wieder Schluss sein. Die Q-Cells Aktie bleibt für uns neben Conergy vorerst der Zockerwert der Branche.“ dem ist auch heute nicht viel hinzuzufügen.

Bei der Aktie von Phoenix Solar belasten weiterhin die negativen Ratings der Analysten, zuletzt hat die UniCredit die Aktie auf „sell“ herabgestuft mit Kursziel 21,- Euro.  Die Analysten begründen ihre Schritte bei Phoenix Solar mit den schwächer als erwartet ausgefallenen Drittquartalszahlen und dem vorsichtigen Ausblick für 2011. Im Besonderen zeigen sich die Experten besorgt über die asiatischen Modulzulieferer, die möglicherweise keinen Preissenkungen zustimmen könnten. Dies führe zu Risiken auf dem deutschen Kernmarkt, hieß es weiter in der Meldung. er Kurs fällt heute erneut unter 24,- Euro, charttechnisch liegt bei 21,60 Euro die letzte Unterstützung, 24,80 müssten wieder überwunden werden um den Chart etwas freundlicher aussehen zu lassen.

Inzwischen haben zahlreiche Analysten auf die wachsenden Befürchtungen um eine geringe Nachfrage und einem hohen Preisdruck der Solarbranche im kommenden Jahr reagiert, und ihre Einschätzungen zu Solarworld & Co. deutlich nach unten revidiert. Das gesamte Stimmungsumfeld bleibt damit negativ für Solaraktien. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen steuert die Branche offenbar auf ein schwieriges Jahr zu. Alle genannten Kursziele stellen für die einzelnen Aktien sehr wichtige Kursmarken dar, die entweder zum Einstieg genutzt werden können, oder aber die Punkte markieren, bei deren Unterschreiten man spätestens die Reißleine ziehen sollte. Je nachdem ob man bereits investiert ist, oder sich im Solarsektor neu engagieren möchte. Ich bin der Meinung, dass es grundsätzlich auf Sicht der nächsten 12 Monate interessantere Branchen gibt, langfristig belieben alternative Energien aber interessant, und man soll ja immer kaufen wenn die Stimmung am schlechtesten ist…weitere Artikel dazu

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