Ist Manz Automation teuer, Phoenix Solar hingegen zu günstig?

Ich wurde immer wieder gefragt warum ich die Aktie von Manz Automation nicht in meine Analysen der Solarbranche mit einbeziehe, deswegen möchte ich hier nun nach langer Zeit auch zu diesem Titel etwas schreiben. Die Manz Aktie habe ich immer auf meiner Watchlist gehabt und da ist sie noch. Der Grund warum ich über diese nicht schreibe, war schlicht und ergreifend der, dass ich den Titel immer für zu teuer gehalten habe. Im Vergleich zu den Branchenkollegen erscheinen mir die Aktien auch heute noch überbewertet zu sein. Seit über zwei Jahren schlummert die Aktie also in meiner Watchlist und ich warte auf Kurse um die 40,- Euro, oder aber auf ein entsprechendes Quartalsergebnis oder sonst eine Meldung die mich eines Besseren belehrt.

Manz ist eine interessante Aktie, ohne Frage, aber ich bin der Ansicht, dass es interessantere Titel gibt. Thats it! Natürlich ist mir durchaus bewusst, dass ich bei der Warterei bereits ein paar mal ordentliche Kursgewinne verpasst habe, grundsätzlich spielt das aber für mich eine eher untergeordnete Rolle. Auch ist mir bewusst das Goldman Sachs die Aktie gerade wiedermal zum Kauf empfohlen hat mit Kursziel 70,- Euro. So ist das halt mit Meinungen, entweder man hat eine oder eben nicht…

Bei Phoenix Solar handelt es sich um einen ganz anderen Titel aus der Solarbranche. Hier sehe ich immer noch eine deutliche Unterbewertung.  Zum Jahresbeginn notierte die Aktie noch bei 44,- Euro, heute ungefähr bei der Hälfte. Trotz abgesenkter Solar-Förderung in Deutschland hat Phoenix Solar im dritten Quartal Umsatz und Ertrag steigern können. Der Gewinn je Aktie hat sich auf 0,31 Euro rund verdoppelt, während der Umsatz um 6,2 Prozent auf 95,3 Millionen Euro erhöht wurde. Diese Entwicklung war auf ein deutlich erhöhtes Auslandsgeschäft zurückzuführen. Die Gesamtumsatzerlöse verteilen sich mit 56,5 Prozent auf das Segment Komponenten & Systeme und mit 43,5 Prozent auf das Segment Kraftwerke.

Trotz des Nachfragerückgangs auf dem heimischen Markt steigerte Phoenix Solar das abgesetzte Modulvolumen um knapp 20 Prozent auf 47 Megawatt Spitzenleistung. Dennoch kommt die Aktie nicht aus dem Knick, Anleger mussten weiter heftige Kursverluste  in Kauf nehmen. Ich halte Kursen um die 23,- Euro nach wie vor für echte Schnäppchenkurse, auch wenn es eine theoretische Möglichkeit gibt, dass die Aktie noch bis 21,- Euro nachgeben kann. Zieht man hier die klassischen Bewertungskriterien zu rate, dürfte Phoenix Solar zusammen mit Solarhybrid einer der günstigsten Titel am Markt sein. Wir werden in den nächsten Tagen eine erste Position bei Phoenix Solar kaufen.

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