Author Archives: Lars

TradingUpdate Phoenix Solar, VW Vz., Klöckner & Co., HeidelbergCement

Eine ganze Reihe von Anlegern rechnet inzwischen schon wieder mit baldigen Gewinnmitnahmen am Aktienmarkt und kurzfristig fallenden Kursen. Das wird dann wohl auch der Grund sein warum genau das nicht eintreten wird. Immer wieder werden charttechnische Ausbrüche begleitet von Pessimismus, und je größer der Pessimismus ist desto höher ist die Wahrscheinlichkeit das die Kurse weiter steigen werden. Auch am Devisenmarkt ist dieses Phänomen gerade wieder schön zu beobachten. In den vergangenen Tagen hatten sich Anleger wieder massiv mit PUT Optionen auf einen fallenden Euro positioniert, die heute bereits wieder zu einem ordentlichen Teil aufgelöst werden mussten, um nicht zu weit in den Verlust zu laufen.

Ebenfalls ist der DAX ist nicht wie von vielen erhofft auf 6.335 Punkte zurückgefallen, was die Akteure nun langsam in Zugzwang bringen könnte. Schließlich „droht“ nun eine Jahresend- oder zumindest Herbstrally die es nicht zu verpassen gilt. Zuletzt war die Investitionsquote von Institutionellen und Privatanlegern sehr gering, sodass man davon ausgehen kann, dass eine Menge Kapital bislang an der Seitenlinie auf seinen Einsatz gewartet hat. Bei weiter steigenden Börsen werden also einige Fonds etc. gezwungen sein nun endlich zu investieren, was die Kurse ebenfalls weiter antreiben sollte. Hinzu kommt, dass der Bund Future und auch der Goldpreis gerade im Begriff sind weiter nachzugeben, was ebenfalls auf Kapitalumschichtungen hindeutet.

Noch ist es zu früh von einem echten Trend zu sprechen, aber die Anzeichen sind da. Fallen bei Gold und Anleihen demnächst charttechnisch relevante Marken dürfte dies den aktuellen Ausbruch der Aktienmärkte endgültig bestätigen. Heute wurde mein erstes Kursziel für den Dax, nach dem Ausbruch, mit der runden Marke von 6.600 Zählern erreicht. Auch für den morgigen Handelstag bin ich optimistisch, da keine großartigen Konjunkturdaten auf dem Programm stehen, die die aktuelle Rallye ernsthaft ins Wanken bringen können. Am Nachmittag muss man dann, wie Freitags üblich, mit leichten Gewinnmitnahmen in den USA rechnen.

In den kommenden Tagen werde ich dann hier einige TradingUpdates zu den einzelnen Positionen, sowie den Ausblick auf die kommende Börsenwoche veröffentlichen. Vorab sei verraten, dass die Aktie von Phoenix Solar natürlich heute ausgestoppt wurde..hier werden wir aber zu einem späteren Zeitpunkt wieder einsteigen. Die VW Vorzugsaktie hingegen ist heute erfreulicher Weise endlich über den Widerstand bei 92,50 Euro ausgebrochen, und sollte nun bis wenigstens 96,50 Euro zulegen können. Bei Klöckner & Co. bahnt sich ebenfalls ein baldiger Ausbruch nach oben an, und HeidelberCement konnte heute in der Xetra Schlussauktion ein neues Hoch markieren. Die genannten Aktien sollten nun genauestens beobachtet werden.

Bei allem theoretischen Optimismus, sollte man weiterhin vorsichtig bleiben. Die Märkte sind weiterhin extrem nervös und reagieren auf Nachrichten gelegentlich irrational. Folgen Sie konsequent Ihrer Stopp-Strategie! In der Investors Inside Newsletter Ausgabe von gestern habe ich ihnen ja geschrieben, wo das Setzen der Stoppkurse  nun sinnvoll sein dürfte.

Goldman Sachs schickt Centrotherm & Roth und Rau in den Keller

Die Analysten des Investmenthauses Goldman Sachs haben gesprochen, und schicken damit die Aktien der beiden Solaranlagenbauer Centrotherm und Roth und Rau in den Keller. Die Kursziele wurden auf 35,- und 22,- Euro gesenkt. Seitens GS sprach man von einem solaren Wendepunkt im kommenden Jahr und verwies dabei auf den erwartet schwächeren Absatzmarkt in Europa im kommenden Jahr. Die expansive Ausrichtung der beiden Unternehmen, insbesondere in die Zukunftsmärkte wurde bei der Analyse offenbar nicht berücksichtigt. Beide Unternehmen scheinen bereits seit längerem erkannt zu haben, dass der europäische Markt etwas „instabil“ geworden ist, und haben die Weichen nach Nordamerika und in die Emerging Markets dementsprechend gestellt.

Wie auch immer, der heutige Kursverlauf der beiden Aktien erscheint völlig übertrieben zu sein. Bereits seit Wochen wird der Absatzmarkt Europa in den Kursen eingepreist. Wir haben uns vor ein paar Tagen für die Aktie von Roth und Rau entschieden, weil wir hier mittelfristig die größeren Kurschancen sehen, und bleiben dabei. Die Aktie erscheint auch charttechnisch momentan extrem ausgebombt zu sein. Selbst das verringerte Kursziel von 22,- Euro würde noch einen Kursgewinn von 40% ermöglichen, das durchschnittliche Analystenziel liegt gar bei 27,- Euro. Ähnlich wie bei Phönix Solar vor ein paar Tagen oder Porsche heute Morgen haben wir uns kurzfristig zu einer Erweiterung unserer Position entscheiden. Die heutigen Kurse sind nach unserer Meinung Nachkauf- bzw. Neueinstiegskurse. Die Märkte sind gerade extrem nervös und reagieren teilweise völlig irrational, aber das ist natürlich nur meine Meinung…

Skandal um Teldafax

Die heutigen Nachricht über Teldafax passen gerade sehr gut zu meinem Thema den Strom- und Gasanbieter gelegentlich zu überprüfen. Der größte konzernunabhängige Stromanbieter und Sponsor von Bayer Leverkusen, Teldafax steckt offenbar, bereits seit längerem, in ernstzunehmenden finanziellen Schwierigkeiten. laut den derzeitigen Vorständen sind die Missstände bereits seit ca. eineinhalb Jahren bekannt. Man sei in regelmäßigem Kontakt mit Wirtschaftsprüfern und bemühe sich um einen Fortbestand des Unternehmens, hieß es weiter. Inzwischen ist der ehemalige Vorstandvorsitzende Michael Josten in Haft. Er war 2007 wegen Untreue in 176 Fällen und Gläubigerbegünstigung zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden, ohne dass dies der Öffentlichkeit bisher bekannt war.

Grund für die Schieflage sei das Geschäftsmodell an sich mit dem man Stromkontingente zu Festpreisen erworben, diese aber teilweise unter dem Einkaufspreis an Kunden weitergegeben habe. Weiß nicht jedes Kleinkind, dass das nicht funktionieren kann? Natürlich spricht nichts gegen eine gesunde Mischkalkulation wie sie auch gewisse Einzelhändler seit Jahren sehr erfolgreich betreiben, aber soviel Blauäugigkeit verwundert dann doch ein wenig. Ziel war es offenbar mit diesen günstigen Konditionen, innerhalb einer gewissen Zeit, einen möglichst großen Kundenstamm zu sammeln. Denn nur dank immer neuer Kunden, die Vorauszahlung von bis zu 1 000 Euro leisteten, konnte Teldafax überhaupt den Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten. Dies hat den Beigeschmack eines klassischen Schneeballsystems, wie man sie vom grauen Kapitalmarkt kennt.

Die ganze Geschichte kochte nun hoch, und dürfte das Vertrauen in das Unternehmen nachhaltig erschüttern. Ob hier also das Schlimmste noch abgewendet werden kann ist zumindest fraglich. Verbraucherschützer sind alarmiert. Das Fazit lautet: Nicht immer ist der billigste Anbieter der beste. Das wussten wir ja schon! Dennoch kann es nicht schaden regelmäßig zu überprüfen ob man sich in guten Händen befindet. Das gilt nicht nur für faire Strompreise sondern seit einiger Zeit auch für Gasanbieter. Einsparungen von mehreren hundert Euro sind fast immer drin – auch beim Wechsel zu einem soliden Anbieter! Ich rate trotz dieser heutigen Meldung, oder gerade auch deswegen sich über die marktüblichen Preise zu informieren und ggf. noch vor Jahresfrist zu wechseln. Hier finden Sie ein paar Möglichkeiten sich ein unverbindliches Angebot einzuholen.

Wenn Sie sich nicht mit dem Thema befassen wollen, aber dennoch immer den für Sie optimalen Preis erhalten wollen könnte das neuartige Konzept von Kofler Energies Club eventuell etwas für Sie sein.!

Trading-Position bei Pfleiderer

Pfleiderer, der Weltmarktführer für Holzwerkstoffe und Laminatböden leidet wie kaum ein anderes Unternehmen unter den Folgen der Immobilienkrise. Auf dem US Markt bleiben die Preise weiterhin kräftig unter Druck, in Europa hingegen scheint die Nachfrage nach Pfleiderer Produkten wieder etwas anzuziehen.. Die Halbjahresbilanz von Pfleiderer sah übel aus, kürzlich musste sogar das Werk in Gschwend geschlossen werden. Die hohen Verbindlichkeiten und steigenden Rohstoffkosten machten neue Einsparungen notwendig. Alles in allem also keine besonders guten Nachrichten für die Pfleiderer Aktionäre. Dennoch haben wir uns heute zum Kauf einer ersten Position entschieden.

Der Aktienkurs ist seit Monaten auf Talfahrt und befindet sich aktuell wieder in der Nähe des Jahrestiefs. Hier gelang es der Aktie bereits einmal sich wieder zu stabilisieren und bis auf 5,40 Euro nach oben abzudrehen. Alle schlechten Nachrichten dürften nun wohl eingepreist sein, und die Chance auf einen erneuten Rebound steht nicht schlecht. Gerade die Schließung des Gschwendner-Werkes könnte nun mittelfristig die befreiende Entlastung für das Unternehmen bringen. Betrachtet man die Fundamentaldaten besteht nun durchaus die berechtigte Hoffnung, dass im Zuge einer weiteren Erholung der Börsen auch die Pfleiderer Aktie wieder etwas davon profitieren kann. Den fairen Wert der Aktie würden wir momentan bei ca. 5,- Euro sehen. Immerhin ein Kurspotenzial von über 40%. Achtung: Nur für Hardcore-Spekulanten!

Deutsche Bank – Postbank Poker und Charttechnischer Ausbruch?

Seit Tagen dümpelt die Aktie der Deutschen Bank immer wieder zwischen 40 und 42,- Euro hin und her, und verdaut die Unsicherheiten bezüglich der kürzlich erfolgten Kapitalerhöhung. Heute scheint sie Aktie nun endlich aus dieser Trading-Range ausbrechen zu wollen. Mit dem Überschreiten der Marke von 42,50 Euro dürfte nun neue Dynamik in den Titel kommen. Gelingt der Ausbruch wäre 46,- Euro das nächste Ziel, danach die runde Marke von 50,- Euro. Erst gestern hatte das Investmenthaus Goldman Sachs sein Kursziel für die Deutsche Bank gesenkt, allerdings auf 49,- Euro, was immer noch einem Zuwachs von fast 18% entsprechen würde. Zuvor hatte GS dem deutschen Bankenprimus noch 52,- je Aktie zugetraut.

Zuletzt hatte auch die Übernahme der Postbank für Unsicherheiten bei den Anlegern gesorgt. Die Führungsetage der Postbank springt dem Großaktionär nun zur Seite und empfielt den freien Aktionären, das Übernahmeangebot zu 25 Euro je Aktie anzunehmen. Die Höhe des Angebots hält man für finanziell angemessen. Aktionärsschützer bezeichneten das Angebot hingegen als „relativ niedrig“ und raten den Anlegern weiter abzuwarten. Ob diese Rechnung allerdings aufgehen wird bleibt fraglich.

Wie die Deutsche Bank erst kürzlich mitgeteilt hat, ist das Institut inzwischen deutlich über der wettbewerbsrechtlich wichtige Schwelle von 30 Prozent an der Postbank beteiligt, und somit von einem möglicherweise teureren Pflichtangebot zu einem späteren Zeitpunkt befreit. Die Deutsche Post hält 39,5 Prozent der Anteile, ca. 30 Prozent befinden sich im Streubesitz. Im Februar 2012 wird die Deutsche Bank dann die restlichen Anteilsscheine an der Postbank zu  45 Euro je Aktie übernehmen, und damit alleiniger Großaktionär des Unternehmens sein. Wer also auf einen Squeeze Out setzen will muss noch viel Geduld mitbringen.

Die Chinesen treten auf die Zinsbremse…und nun?

Aus unserem Newsletter von heute morgen: Wie man sehen kann blieben die Maßnahmen der chinesischen Zentralbank gestern nicht ohne Wirkung. Ich habe aber gestern bewusst keinen Newsletter raus geschickt, weil es an solchen Tagen erst einmal ratsam ist in Ruhe zu analysieren, was eigentlich passiert ist, und welche Auswirkungen dies nun auf meine Strategie und die eingegangenen Depot-Positionen haben wird. Erst am Montag signalisierten uns die US Indizes eine Bestätigung des Ausbruchs nach oben, um dann am Dienstag nach der Meldung aus China und noch ein paar schlechter als erwartet ausgefallenen Unternehmensdaten, sofort auf crashartigen Verkaufsdruck umzuschalten. Normalerweise wäre dies ein relativ klarer Hinweis auf ein Fehlsignal gewesen, welches eine deutliche Korrektur an den Aktienmärkten zur Folge haben kann. Nach einem anfänglichen mulmigem Gefühl habe ich mich wieder etwas sortiert, und bin der Auffassung, dass weiterhin alles nach Plan laufen kann.

Natürlich fällt es auch mir nicht immer unbedingt leicht solche Tage einfach weg zustecken, gerade wenn man eine Porsche Aktie im Depot hat die an einem einzigen Handelstag fast 10 Prozent an Wert verliert. Diese Panik ist aber sinnbildlich für die Gesamtstimmung unter den Anlegern im Moment. Bei Porsche ist genau genommen nichts passiert, außer, dass die Aktie in den letzten Wochen wunderbar zulegen konnte, und sich wieder über der 40,- Euro Marke etabliert hatte. Sowohl die besagte Nachricht einer verzögerten Verschmelzung mit dem VW Konzern, die Kapitalerhöhung, als auch die angedrohte Klagewelle waren lange schon bekannt. Bekanntlich wird ja nicht alles so heiß gegessen wie es gekocht wird – oder etwa doch? Kurzum, die Marktreaktion auf diese Meldungen sehe ich als hoffnungslos überzogen an.

Hier werden einige Faktoren die durchaus positiv zu sehen sind von der breiten Anlegerschar offenbar ausgeblendet. Allem voran wohl die gegenseitigen Beteiligungen der beiden Konzerne VW und Porsche..Lesen Sie hierzu auch die Zusammenfassung der Pressekonferenz von gestern. Ich werde heute konsequenter Weise meine Position bei Porsche weiter ausbauen, und setze zumindest auf eine technische Gegenreaktion. Aber nun zurück zum Markt…die chinesische Notenbank hat gestern beschlossen, den Leitzins anzuheben, um die äußerst stark wachsende Wirtschaft etwas zu bremsen und einer Blasenbildung entgegenzuwirken, was durchaus zu begrüßen ist. Die damit einhergehenden Befürchtungen, dass durch diesen Zinsschritt um 0,25 Prozent die Weltkonjunktur abgewürgt werden könnte halte ich persönlich für komplett übertrieben. Dennoch reichte diese Nachricht aus um die sensiblen Finanzmärkte deutlich unter Druck zu bringen. Wie soll man sich nun weiter verhalten?

Charttechnisch ist noch nicht viel verloren, Der Dow Jones rauschte gestern wieder unter die 11.000er Marke, was sicherlich nicht gut war, der S&P 500 konnte sich über 1.165 Punkten halten und notiert heute bereits wieder leicht positiv. Der Dax hat sich ebenfalls wieder gefangen, und zeigte auch gestern erstaunliche Stärke. Sollten diese leicht positiven Impulse heute gehalten, oder gar noch ausgebaut werden können, ist alles wieder offen. Der Kursanstieg in Richtung 6.600 Punkte könnte somit nach diesem Rücksetzer wieder aufgenommen werden. erst ein Unterschreiten der 6.335 Punkte Marke im Dax müsste negativ gewertet werden. Davon sind wir aber noch weit entfernt.

Auch wenn es erst einmal holprig bleiben dürfte, einen Schlusskurs heute oder morgen wieder über 6.500 Punkten sehe ich als machbar an, ebenso wie im S&P 500 die 1.172 Punkte, und natürlich wieder 11.000 Punkte oder mehr im Dow, womit dann wieder ein solider Grundseiten für den weiteren Anstieg gelegt wäre. Merken Sie sich die Tiefstkurse Ihre Aktien von gestern, diese könnten dann später als eine gute Basis für das Setzen von sinnvollen Stoppkursen dienen.

Yahoo kann nicht wirklich überzeugen

Yahoo enttäuscht mit leicht rückläufigem Umsatz, kann aber beim Ergebnis deutlich zulegen. Im dritten Quartal hat das Internet-Urgestein zwar seinen Gewinn dank des Verkaufs einer Tochterfirma, Einsparungen und der Suchmaschinen-Kooperation mit Microsoft mehr als verdoppelt. Doch das eigentliche Geschäft hängt den Erwartungen hinterher. Weiterhin macht der allmächtige Rivale Google dem Unternehmen das Leben schwer. Der Umsatz von Yahoo stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur um laue 2 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar nach 1,2 Mrd Euro im Vorjahreszeitraum.

Online- Werbung bleibt  auch für Yahoo die wichtigste Einnahmequelle. Der Internetkonzern konnte seinen Gewinn aber in erster Linie nur durch den Verkaufserlös des Stellenportals HotJobs um ca. 113 Prozent auf 396 Millionen Dollar steigern. Die Zusammenarbeit mit Microsoft bei der Internetsuche trug ebenfalls einen ordentlichen Teil zum Gewinnsprung bei, wobei der große Partner hier deutlich in Vorleistung ging. Die Anleger ließen sich von den Zahlen dennoch beeindrucken und ließen die Aktie nachbörslich etwas steigen. Mittelfristig dürfte hier erst wieder durch Übernahmespekulationen richtig Phantasie in den Kurs kommen.

Rivale AOL will laut US Medienberichten zusammen mit einer Investorengruppe ein Kaufangebot für Yahoo vorlegen, oder sich gar selbst von Yahoo schlucken zu lassen. Dadurch soll die Werbemacht im Internet gebündelt werden um sich gegen einen immer stärker werdenden Gegner namens Google zu wappnen. Selbst ein Zusammenschluss der beiden Unternehmen dürfte aber nicht wirklich am Geschäft des Internetriesen kratzen können Der Suchmaschinenprimus erzielte zuletzt einen Umsatz von 7,3 Milliarden Dollar einen Gewinn von unterm Strich knapp 2,2 Milliarden Dollar. Hier steht der Sieger des Wettkampfes bereits seit Jahren wohl fest..

Kapitalerhöhung bei der Solarhybrid AG

Bei der Solarhybrid AG hat mit dem heutigen Tage eine Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechst stattgefunden, die vollständig durch die Vorstände und Altgesellschafftern gezeichnet worden ist. Mit der heutigen Kapitalmaßnahme wird das Eigenkapital der Firma deutlich auf 25 Prozent gestärkt und die nötigen Mittel zur weiteren Finanzierung des Wachstums, insbesondere im Segment Distribution der Solarstrom-Unit zur Verfügung gestellt. In diesem Fall ist die Kapitalerhöhung für das junge Unternehmen wohl zu begrüßen und das Engagement des Vorstandes und der Gründungsgesellschafter als echter Vertrauensbeweis in die eigene Firma zu sehen. In der heutigen AdHoc Meldung heißt es wörtlich:

Der Vorstand der Solarhybrid AG hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 14.09.2010 beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft aus genehmigtem Kapital von EUR 4.500.000 um EUR 390.000 auf EUR 4.890.000 durch Ausgabe von 390.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 und mit voller Gewinnanteilberechtigung ab dem 1. Januar 2010 gegen Bareinlagen und unter Ausschluss des Bezugsrechts zu erhöhen. Der Bezugspreis wurde zum Zeitpunkt der Beschlüsse auf 10,50 Euro festgesetzt. Die neuen Aktien wurden vollständig durch den Vorstand und die Gründungsaktionäre gezeichnet. Damit fließen der Gesellschaft durch die Kapitalerhöhung, die durch die Silvia Quandt & Cie. AG durchgeführt wurde, ca. EUR 4,1 Mio. zu.

Wir bleiben auf jeden Fall vorerst bei dieser spannenden Story investiert!

YRC Worldwide – wie gehts jetzt weiter?

Mit einem Kursgewinn von über 20 Prozent meldete sich gestern die Aktie von YRC Worldwide zurück. Nachdem sich der Aktienkurs seit der Ankündigung des Reverse-Splits nahezu halbiert hatte scheint sich nun wieder abzuzeichnen, dass das Schlimmste für die Aktionäre überstanden ist. Das Tief lag bei 3,65 Dollar je Aktie nach Splitt. Aktuell notiert der Titel knapp unter der Marke von 4,50 Dollar. Die Umsätze haben im gestrigen Handel wieder deutlich zugenommen, gestern wurden etwas über zehn Prozent aller ausstehenden Aktien umgesetzt. Grund für das wieder erwachte Interesse an dem Unternehmen waren die gestern veröffentlichten Zahlen zum abgelaufenem dritten Quartal.

Sowohl das Frachtvolumen als auch die Rohertragsmarge pro transportierter Tonne konnten erneut gesteigert werden. Das Ebitda wird nun bei 42 bis 46 Millionen Dollar erwartet, was nochmal einer deutlichen Verbesserung gegenüber dem vorangegangenen Quartal entspricht. Der Umsatz hingegen blieb leicht hinter den Erwartungen zurück und lag mit 1,13 bis 1,14 Milliarden Dollar etwas unter dem Vorjahresniveau von 1,2 Milliarden Dollar. Das operative Ergebnis bleibt vorerst negativ mit minus 18 bis 22 Millionen Dollar. In Q2 musste noch ein operativer Verlust von 35 Millionen Dollar ausgewiesen werden. Die endgültigen Zahlen für das dritte Quartal werden nun am 05. November veröffentlicht.

Charttechnisch befindet sich die YRCW Aktie nun genau an der oberen Begrenzung des mittelfristigen Abwärtstrends. Gelingt es nun nach oben auszubrechen, und auch noch die charttechnischen Hürden bei 4,90 und 5,- Dollar zu überwinden dürfte die nächsten mittelfristigen Kursziele bei ca. 8,40, später 11,- Dollar zu finden sein. Ich gehe nach wie vor davon aus, dass dieser Ausbruch gelingen kann. Das Unternehmen scheint wieder auf einem guten Weg zu sein. Auch die anstehende Einigung mit der Gewerkschaft Teamster könnte die Aktie weiter anfeuern, denn die dadurch möglichen jährlichen Einsparungen des Unternehmens belaufen sich auf ca. 350 Millionen Dollar, oder 7,30 Dollar je Aktie (nach Split). Was das für den Aktienkurs dann heißen kann muss man nicht extra erläutern…Gelingt die Einigung, gehe ich von weiteren deutlichen Kurssteigerungen aus, gelingt diese nicht, wird es wohl erst einmal nichts mit den schönen Gewinnen 😉 Der Titel bleibt hoch volatil, und eignet sich nur für Trader mit guten Nerven…

Lanxess – einen Kauf wert?

Anbei eine Analyse von Martin Brosy. böersenpoint.de. zur Lanxess Aktie…Das durch die Finanzkrise gebeutelte Unternehmen Lanxess konnte man Ende 2008 für 10,97 Euro je Anteilsschein in Frankfurt erwerben. Mittlerweile notiert die Aktie des Spezialchemieunternehmens bei 46,92 Euro. Peter Lynch würde Lanxess als four-bagger bezeichnen. Wie es um Lanxess steht und welches Potential das Unternehmen bietet möchten wir hier einmal näher beleuchten.

Das im MDAX gelistete Papier profitiert von den guten Marktbedingungen für Industriechemikalien. Die Nachfrage nach den Produkten von Lanxess steigt gerade in der Automobilindustrie enorm an. Der Konzern aus Leverkusen ist nämlich Marktführer im Bereich synthetischer Hochleistungs-Kautschuks. Diese werden zu energieeffizienten Reifen weiter verarbeitet. Das Segment wächst im Durchschnitt jährlich um 9 Prozent. Beste Voraussetzungen für ein weiteres Steigen der Aktie.

Das hat Lanxess natürlich längst erkannt und baut seine Produktionskapazitäten in Deutschland, Brasilien und den USA deutlich aus. Außerdem ist ein Werk in Asien geplant. Aktuell wird die Machbarkeitsstudie erstellt und in spätestens 5 Monaten wird die Entscheidung verkündet. Diese strategischen Investitionen dürften Lanxess langfristig neue Gewinne bescheren. Nach Unternehmensangaben investiert der Konzern im Gesamtjahr 2010 rund 450 bis 470 Millionen Euro.

Kritisch wird’s bei den Zielen bis zum Jahr 2015 von Lanxess. Diese sind nicht nur ehrgeizig sondern mit großer Wahrscheinlichkeit schon im Aktienkurs enthalten. Das Unternehmen will sein operatives Ergebnis um 80 Prozent steigern und kleine bis mittlere Zukäufe tätigen. Damit will das Unternehmen überproportional schnell wachsen. Außerdem sollen alle Geschäftsbereiche ein durchschnittliches EBITDA Wachstum von mindestens 5 Prozent erreichen. Den Fokus legt Lanxess ganz klar auf die BRIC-Staaten.

Das Lanxess auf einen sehr guten Weg ist bestätigt der Halbjahresbericht 2010. Im ersten Halbjahr konnten Umsatzerlöse in Höhe von 3.441 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Das Konzernergebnis konnte gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 deutlich verbessert werden, dieses stieg von 3 Millionen Euro auf 235 Millionen Euro an. Die Eigenkapitalquote konnte auch leicht zulegen, sie beträgt 29,5 Prozent. Zurzeit beschäftigt das international agierende Unternehmen 14.419 Mitarbeiter.

Das Unternehmen ist sehr interessant und sicherlich eine kleine Investition Wert. Ich habe nur ein Problem mit den ganzen guten Fakten, denn diese sind eben schon im Aktienkurs enthalten. Diese können nur noch übertroffen werden wenn das Unternehmen die Prognosen anhebt. Bei der Menge an klugen Investitionen halte ich das auch für möglich. Die Frage ist aber auch inwieweit die Automobilindustrie weiter wächst. Nachdem Max Otte zu einen entfernen aus dieser Branche geraten hat ist das natürlich sehr schwer zu beurteilen. Aktuell laufen die Autotitel ganz gut. Die Entscheidung liegt bei jedem selbst, aber eine kleine Position halte ich für klug. James Knight, Analyst bei Barclays hält ein Kursziel für 55,70 Euro für realistisch. Dem schließe ich mich an.

Martin veranstaltet u.a. regelmäßig auf seinem Blog ein Börsenspiel 😉

Wann findet das Kapital aus Anleihen und Gold nun seinen Weg in den Aktienmarkt?

Der Ausbruch des Dax nach oben ist wie erwartet geglückt. Nach der starken letzten Woche ist der Ausblick auf die kommende Handelswoche umso spannender. Kann der DAX nun weiter zulegen und kurzfristig die Marke von 6.600 Punkten überschreiten? Wird sich anschließend die Rally fortsetzen und uns einen goldenen Herbst bescheren? Oder kommt es gar kurzfristig zu einer erneuten Korrektur, in der der DAX in den alten Seitwärtstrend zurückfällt? Das sind wohl momentan die brennendsten Fragen die sich Trader und Anleger stellen. Natürlich können auch wir hier keine eindeutige Antwort liefern, aber es gibt gewisse Wahrscheinlichkeiten, die nun eintreten könnten…

Allem voran könnte mit einem nachhaltigen Ausbruch der Aktienmärkte wieder etwas mehr Normalität an die Weltmärkte zurückkehren, sprich seit Jahrzehnten immer wiederkehrende wirtschaftliche Muster und Zusammenhänge sollten wieder etwas mehr Beachtung finden. Zuletzt konnte man ja den Eindruck gewinnen, dass irgendwie gar nichts mehr zueinander passt. Gold scheint ins unermessliche steigen zu wollen, obwohl dies bei genauerer Betrachtung eben für uns Europäer gar nicht so ist, betrachten man den Goldpreis in Euro.

Auch andere Rohstoffe spielten in den letzten Monaten etwas verrückt, und sollten sich nun wieder beruhigen, bzw. die teilweise entstandenen Spekulationsblasen sollten sich allmählich auflösen. Die gigantischen Summen, die sich momentan noch im Anleihenmarkt befinden, der aber keine nennenswerte Rendite liefert werden allmählich ihren Weg zurück in die Aktienmärkte finden, und die Kurse von Qualitätsunternehmen zusätzlich beflügeln. Welche dies nach unserer Meinung sind können Sie regelmäßig in unserem kostenlosen Newsletter erfahren.

Insbesondere für die deutsche Wirtschaft scheinen nun wieder alle Ampeln auf grün gesprungen zu sein. Die Arbeitslosigkeit erreicht immer tiefere Stände, oder drücken wir es noch positiver aus, die Beschäftigung in unserem Land steuert wieder auf Raten zu die es zur Zeit des Wirtschaftswunders zum letzten Male gegeben hat, und das knapp zwei Jahre nach der größten Wirtschaftskrise des neuen Jahrtausends. Der Maschinenbau und die Automobilindustrie feuern ungeahnte wirtschaftliche Erfolge. „Made in Germany“ ist offenbar beliebter denn je.

Momentan sieht es somit auch beim DAX charttechnisch hervorragend aus. Der gelungene Sprung über den neuen bisherigen Jahreshöchststand hat den Weg für weitere Kursgewinne nun endgültig freigemacht. Die nächsten Widerstände liegen erst im Bereich von rund 6.630 und 6.750 Punkten. Da sind also durchaus noch weitere Kursgewinne und eine schöne Herbstrally möglich. Die Chancen auf einen neuen Jahreshöchststand in der kommenden Woche stehen also gar nicht so schlecht. Natürlich ist auch ein nochmaliger Test der 6.300 bis 6.335 Punkte Range möglich. Hier wurde beim Ausbruch ein kleines Gap gerissen, was allerdings anhand der vier Anläufe vorher nicht über zu bewerten ist. Viel tiefer sollte es also erst einmal nicht mehr gehen.

Interessant ist auch die charttechnische Situation in den USA…Nach dem Ausbruch über 11.000 Punkte dürfte sich der amerikanische Leitindex nun in Richtung des Jahreshochs bei 11258 aufmachen. Hier kann es dann durchaus noch einmal zu einer kleineren Zwischenkorrektur kommen, die aber nicht mehr nennenswert unter die 11.000 Punkte Marke führen sollte. Im Anschluss an diese Korrektur besteht die Chance auf das baldige erreichen der Marken von 11.700 Punkten sowie 12.400 – 12.500 Punkten. Für den S&P 500 bleiben die 1.150 Punkte der Boden mit Kursziel 1.184 und 1.200 Punkte fürs Erste.

Natürlich zitiere ich hier in erster Linie mein Wunschszenario, würde aber dem Eintreffen dieses Szenarios persönlich eine gute 80% Chance zubilligen. Wir befinden uns nun in einer sehr entscheidenden Phase an den Börsen, in denen die Weichen für die kommenden Wochen oder gar Monate gestellt werden könnten. Der DAX sollte jetzt nach unserem Ideal-Szenario nicht mehr nachhaltig unter 6.420 fallen. Alle Positionen in unserem Depot bleiben unverändert, Stopp Kurse wurden entsprechend platziert. Achten Sie darauf die Stopps nicht zu eng zu setzen, denn die Schwankungsbreite einzelner Aktienkurse dürfte erst einmal noch relativ hoch bleiben. Auch die üblichen Gewinnmitnahmen zum Anfang der heute beginnenden Folgewoche sollten dabei mit einkalkuliert werden..

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