Deutsche Bank – Postbank Poker und Charttechnischer Ausbruch?

Seit Tagen dümpelt die Aktie der Deutschen Bank immer wieder zwischen 40 und 42,- Euro hin und her, und verdaut die Unsicherheiten bezüglich der kürzlich erfolgten Kapitalerhöhung. Heute scheint sie Aktie nun endlich aus dieser Trading-Range ausbrechen zu wollen. Mit dem Überschreiten der Marke von 42,50 Euro dürfte nun neue Dynamik in den Titel kommen. Gelingt der Ausbruch wäre 46,- Euro das nächste Ziel, danach die runde Marke von 50,- Euro. Erst gestern hatte das Investmenthaus Goldman Sachs sein Kursziel für die Deutsche Bank gesenkt, allerdings auf 49,- Euro, was immer noch einem Zuwachs von fast 18% entsprechen würde. Zuvor hatte GS dem deutschen Bankenprimus noch 52,- je Aktie zugetraut.

Zuletzt hatte auch die Übernahme der Postbank für Unsicherheiten bei den Anlegern gesorgt. Die Führungsetage der Postbank springt dem Großaktionär nun zur Seite und empfielt den freien Aktionären, das Übernahmeangebot zu 25 Euro je Aktie anzunehmen. Die Höhe des Angebots hält man für finanziell angemessen. Aktionärsschützer bezeichneten das Angebot hingegen als „relativ niedrig“ und raten den Anlegern weiter abzuwarten. Ob diese Rechnung allerdings aufgehen wird bleibt fraglich.

Wie die Deutsche Bank erst kürzlich mitgeteilt hat, ist das Institut inzwischen deutlich über der wettbewerbsrechtlich wichtige Schwelle von 30 Prozent an der Postbank beteiligt, und somit von einem möglicherweise teureren Pflichtangebot zu einem späteren Zeitpunkt befreit. Die Deutsche Post hält 39,5 Prozent der Anteile, ca. 30 Prozent befinden sich im Streubesitz. Im Februar 2012 wird die Deutsche Bank dann die restlichen Anteilsscheine an der Postbank zu  45 Euro je Aktie übernehmen, und damit alleiniger Großaktionär des Unternehmens sein. Wer also auf einen Squeeze Out setzen will muss noch viel Geduld mitbringen.

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