Author Archives: Lars

Mario Draghi – Retter oder Plünderer? Wende oder Strohfeuer? Der Tag danach…

Die Reaktionen an den Börsen sprachen gestern eine deutliche Sprache. Nach der Ankündigung Mario Draghis dass man den Euro in jedem Fall retten und erhalten will, und dem vollmundigen Spruch dass die Maßnahmen der EZB dazu reichen werden, hausierten die Börsen weltweit. Die Aktienkurse stiegen, die Indizes konnten sich daraufhin von ihren kritischen Marken lösen. Zuvor sah die allgemeine charttechnische Situation bei DAX, S&P und Co. extrem brenzlich aus. Die Indizes drohten abzukippen, ein massiver Kursrutsch lag in der Luft. Doch dann kam Super Mario… „Innerhalb unseres Mandats ist die EZB bereit, alles Erforderliche zu tun, um den Euro zu erhalten“, sagte er und schob noch einen Satz nach der die Märkte in Euphorie versetzte: „Und glauben Sie mir, das wird reichen.“ Dieser Satz hat die gewünschte Wirkung nicht verfehlt. Mario Draghi hat es geschafft ohne einen Euro Einsatz zu verhindern dass die Märkte zusammenbrechen – Dafür gebührt ihm – zumindest aus taktischer Sicht – wohl Respekt.

Die Meinungen von Wirtschaftsfachleuten und Politikern zu diesem Statement fallen jedoch sehr unterschiedlich aus. FDP-Finanzexperte Frank Schäffler zeigt sich im Handelsblatt erzürnt: Draghi sei „kein Retter, sondern ein Plünderer des Spargroschens der Bürger“. Auch die Neue Zürcher Zeitung äusserte sich eher skeptisch zu dem Auftritt Draghis: „Die Probleme der Euro-Zone seien primär nicht geldpolitischer Natur, und die EZB werde daran alleine wenig ändern können.“ Fazit: Draghi werde den Euro alleine nur in den Zerfall begleiten können.

Aus meiner persönlichen Sicht hätte eine solche Ankündigung in einem früheren Stadium der Krise weitaus mehr Sinn gemacht. Dann wäre vieles noch zu verhindern gewesen und weitaus weniger Geld bei unsäglichen Rettungsversuchen verbrannt worden. Heute stellt sich die Gesamtsituation nun weitaus kritischer dar als bspw. noch vor einem Jahr. Draghi ist letztlich aus heutiger Sicht nur noch der letzte verzweifelte Verteidiger eines gescheiterten Plans, vor ein paar Monaten hätte er noch der „große Retter“ des Euro werden können. Heute wirken solche Aussagen eher wie eine Verzweiflungstat.

Ich halte die Rede des EZB Chefs somit eher für eine weitere Beruhigungspille für die Märkte, die genauso wenig funktionieren wird wie alle anderen politischen Ankündigungen der letzten Monate, wenn nicht Taten und eine zügige Umsetzung folgen. Der (Reform-) Druck auf die Regierungen der angeschlagenen Südländer dürfte seit gestern somit wieder deutlich gesunken sein. Das ist aus meiner Sicht eine wirklich schlechte Entwicklung! Denn gerade dieser Punkt sollte nicht mehr in der Öffentlichkeit diskutiert werden, weil er wieder und wieder Unruhe in die Kapitalmärkte bringt. Durch die letzten Ankündigungen der EZB dass nun die Politik am Zuge sei bevor man etwas unternehmen werde waren die Fronten zuvor eigentlich geklärt. Doch dann kam Super Mario… und hat nicht zuletzt die Glaubwürdigkeit der EZB einmal mehr in Frage gestellt.

Man darf also heute durchaus gespannt sein welche Haltbarkeit die jüngsten Aussagen Draghis nun haben werden. Der gestrigen Euphorie wird wahrscheinlich schon heute etwas Ernüchterung folgen. Wenn sich die ersten schlauen Köpfe Gedanken darüber machen was denn eigentlich gestern passiert ist…!?!  Zudem stehen wir mal wieder vor einem Wochenende an dem viel passieren kann. Wie auch in den letzten Wochen rechne ich – insbesondere nach einem Tag wie gestern – mit Gewinnmitnahmen an den US Börsen. Aus rein charttechnischer Betrachtung war die gestrige Kurserholung, nach den starken Verkäufen zum Beginn dieser Woche, zudem nicht mehr als eine technische Gegenbewegung. Heute steht noch eine große POMO Sell Aktion Der FED auf dem Programm, die die Kurse zusätzlich belasten dürfte. Abschließend habe ich noch ein kleinen statistischen Hinweis für Sie …In den letzten 8 Handelswochen haben die Börsen am Montag immer mit einem deutlichen Minus eröffnet…!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen heute die richtigen Entscheidungen!

Aixtron, so schlecht wie befürchtet…

Gestern zeigten sich die Aixtron Anleger noch optimistisch…die Aktie konnte über vier Prozent im Vorfeld der Zahlen zulegen. Spekulationen darüber dass die Zahlen vielleicht doch besser ausfallen könnten als der Markt es befürchtet trieben wohl hauptsächlich kurzfristig orientierte Anleger in die Aktie. Heute veröffentlichte der auf Leuchtdioden-Anlagen spezialisierte Maschinenbauer die Daten zum abgelaufenen Quartal. Demnach konnte man beim Umsatz leicht auf 46,1 Millionen Euro zulegen  und auch der Verlust konnte im Vergleich zum vorangegangenen Quartal leicht um ca. 6 Prozent auf 11,6 Millionen Euro verringert werden. Zum Vergleich: Im Vorjahresquartal hatte Aixtron noch knapp 176 Millionen Euro umgesetzt und 38 Millionen Euro verdient! Der Einbruch ist also durchaus signifikant…

Zwar will der Konzernchef  Paul Hyland in der zweiten Jahreshälfte wieder in die Gewinnzone zurückkehren, das soll aber überwiegend durch entsprechende Einsparungen erreicht werden. Einen Verlust im Gesamtjahr konnte der Firmenlenker nun nicht mehr ausschließen. Damit ist die Katze nun erst einmal aus dem Sack. Die Befürchtungen des Marktes wurden bestätigt, die Aktie kann zum Handelsbeginn sogar zulegen. Angesichts der weiterhin hohen Unsicherheiten ist die Aixtron Aktie wohl kein Wert den man nun unbedingt im Depot haben muss. Auch charttechnisch hat sich das Bild in den letzten Wochen deutlich eingetrübt. Die langfristigen Aussichten für den LED Spezialisten bleiben aber weiterhin sehr gut. Ich persönlich werde mir die weitere Entwicklung in den nächsten zwei bis drei Monaten nach dem heutigen Anstieg erst einmal von der Seitenlinie ansehen…

 

Daimler solide, MAN patzt…und VW?

Nachdem Daimler die Zahlen zum abgelaufenen Quartal bereits vorgelegt hat ist heute VW an der Reihe. Das Zahlenwerk der Stuttgarter kann man als durchaus solide bezeichnen, so richtig begeistern wollen mich die Daten aber nicht. Der Markt hatte offenbar Schlimmeres erwartet und feierte die Daten von Daimler gestern mit einem kräftigen Anstieg der Aktie. Das lag aber wohl auch daran dass die Aktie zuvor kräftig verprügelt worden ist und eine Gegenbewegung längst überfällig war. Daimler hat im letzten Quartal einen Gewinneinbruch erlitten, hält aber an der Gesamtjahresprognose weiterhin fest. Die Bestätigung der Umsatz- und Gewinnziele für das Gesamtjahr war dann auch der treibende Faktor beim Aktienkurs, denn die im Vorfeld der Zahlen befürchtete Gewinnwarnung für das Gesamtjahr blieb somit aus.

Auch der Volkswagen AG traut der Markt weiterhin viel zu. Zwar musste die VW Tochter, MAN gestern einen deutlichen Rückgang des operativen Ergebnisses berichten, bei den PKW-Töchtern sollte es aber weiterhin gut laufen. Die Gesamtauslieferungen der VW Gruppe sollten um mindestens 8,1  Prozent auf 2,29 Millionen Fahrzeuge gesteigert worden sein. Das operative Ergebnis des Konzerns soll trotz hoher Investitionen um gut ein Prozent auf 3,2 Milliarden Euro gesteigert worden sein, wohingegen der Umsatz kräftig um 18 Prozent auf gut 47,5 Milliarden Euro zugelegt hat. Bei den tatsächlichen VW Zahlen wird es aber viel mehr auf den Gesamtjahresausblick ankommen. Ich gehe davon aus dass man sich seitens VW weiterhin vorsichtiger äussern wird was die Jahresziele anbelangt, am Ende werden diese aber wohl wieder übertroffen werden…

Insgesamt bleibt festzuhalten dass die makroökonomischen Bedingungen auch für die Premium Autobauer nun so langsam als herausfordernd bezeichnet werden können. Dennoch gehe ich immer noch davon aus dass die Top Autobauer dieser Welt Ihre Guidance für das laufende Jahr erfüllen werden. Letztlich wird auch der niedrige Euro Kurs und die deutlich zurück gegangenen Rohstoff- und Energiepreise einen wesentlichen Beitrag dazu leisten. Bei der VW Aktie wird es dann aber eigentlich erst ab dem dritten Quartals so richtig interessant, wenn auch die Porsche Daten mit in die Bilanz einfließen werden.

Deutsche Bank nach Gewinneinbruch weiter abwärts

Zu den größten Verlierern gehört heute einmal mehr die Aktie der Deutschen Bank. Wie ich schon am Montag vor den Zahlen geschrieben habe gehe ich davon aus dass sich die Aktie des deutschen Branchenprimus nun zügig dem letzten Tief bei 20,78 Euro nähern dürfte. Heute verliert der Titel nach der Börseneröffnung bereits weitere 3,3 Prozent und notiert bei 22,70 Euro. Die Schuldenkrise ebenso wie die schwäche des Euro haben der DB die Bilanz im zweiten Quartal kräftig verhagelt. Von April bis Juni verdiente das Geldhaus nur noch 700 Millionen Euro nach einem Gewinn von 1,2 Milliarden im Vorjahresquartal. Nicht berücksichtigt sind in dieser Rechnung entsprechende Rückstellungen die sich aus Strafzahlungen wegen des Libor Skandals ergeben würden. Somit kann sich dieses Ergebnis im Falle einer Verurteilung der Deutschen Bank auch noch einmal dramatisch nach unten verändern.

Das Ergebnis vor Steuern ging im zweiten Quartal von 1,8 auf nur noch eine Milliarde Euro zurück. Einzig positiver Aspekt war die Erhöhung der Kernkapitalquote  nach Core Tier1 um 0,2 Prozent auf nun 10,2 Prozent. Die neue Geschäftsleitung um Anshu Jain und Jürgen Fitschen gab für das Gesamtjahr aufgrund der weiteren Unsicherheiten aber keinen Ausblick auf das Gesamtjahr ab, was wohl auch für weitere Unsicherheit unter den Anlegern sorgen dürfte. Am kommenden Dienstag will die Deutsche Bank den Zwischenbericht veröffentlichen. Demnach ist für das erste Halbjahr wohl mit einem deutlichen Gewinneinbruch um bis zu 44 Prozent zu rechnen. Analysten erwarten ein Vorsteuergewinn von nur noch einer Milliarde Euro nach 1,8 Milliarden im Vorjahr. Bislang hatte man mit 1,4 Milliarden Euro gerechnet.

Ich bleibe somit bei meiner Einschätzung dass wir bei der Deutschen Bank Aktie noch tiefere Kurse zu erwarten haben. Ganz entscheidend für die weitere Kursentwicklung ist die Marke um die 22,- Euro, wird diese unterschritten geht es zügig zum Jahrestief. Und denken Sie immer daran der Re-Test eines Tiefs ist zwar ein guter Punkt für einen soliden Boden aber keinesfalls eine Garantie dafür dass die Kurse hier auch zwingend drehen müssen…!

Die Wacker Chemie Q2 Zahlen sind eher mau, die Solarkrise belastet weiterhin

Die Wacker Chemie AG hat heute nach der Vorlage der Quartalszahlen auch die Prognose für das Gesamtjahr gekappt. Der anhaltende Preisverfall in der Solarindustrie ebenso wie das schwächende Halbleitergeschäft haben auch das Ergebnis im letzten Quartal belastet. Im Vergleich zum Vorjahresquartal musste ein Umsatzrückgang von 7,8 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro verbucht werden. Für das Gesamtjahr rechnet die Konzernleitung nun mit einem etwas geringerem Umsatz von 4,9 Milliarden Euro nach zuvor 5 Milliarden Euro. Etwas dramatischer stellt sich allerdings die Situation beim operativem Ergebnis dar.

Dieses sank auf Jahressicht um 26 Prozent auf 240 Millionen Euro was zu einem deutlich geringerem Gewinn von nur noch 60,6 Millionen Euro führte. Im Vorjahr konnte der Spezialchemie-Konzern noch einen Gewinn von 143 Millionen Euro verbuchen. Weiterhin prognostizierte die Konzernführung dass das operative Ergebnis in diesem Jahr wohl deutlich unter dem des Vorjahres liegen werde. Die Finanz- und Schuldenkrise haben die Risiken deutlich erhöht, hieß es. Insgesamt waren die harten Fakten so von den meisten Analysten zwar erwartet worden, der schwächere Ausblick hingegen dürfte heute zunächst neuen Verkaufsdruck bei der Wacker Chemie Aktie aufkommen lassen. Rutscht die Aktie dabei unter die wichtige Marke von 50,- Euro sind Kursziele um die 46,- Euro sehr wahrscheinlich.

Apple enttäuscht und dürfte die US Börsen belasten

Gestern nach US Börsenschluss hat Apple Zahlen vorgelegt und zum ersten Mal seit sehr langer Zeit die Anleger enttäuscht.  Insbesondere die Verkaufszahlen des iPhone 4 trafen nicht die Erwartungen des Marktes. Analysten hatten im Vorfeld der Veröffentlichung mit 28 Millionen verkauften Exemplaren gerechnet während „nur“ 26 Millionen Exemplare über den Ladentisch wanderten. In den besten Quartalen wurden gar 37 Millionen iPhones verkauft. Auch beim Umsatz gehen die gigantischen Steigerungsraten der letzten Jahre nun allmählich etwas zurück, auch wenn diese immer noch sehr beachtlich sind. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum konnte der Konzern seinen Umsatz um 23 Prozent auf 35,0 Milliarden Dollar steigern. Der Gewinn verbesserte sich um 21 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar.

Die schwachen iPhone Verkaufszzahlen deutet drauf hin dass es nun langsam zu einer Marktsättigung in den bislang so erfolgreichen Absatzräumen gekommen ist. Zudem warten viele Applee Jünger nun auf das iPhone 5 , was den Verkauf des „alten“ iPhones sicherlich beeinträchtigt hat. Apple beschreitet künftig neue Wege und will auch verstärkt in China für die hauseigenen Produkte werben, dennoch muss das Unternehmen das Tempo bei der Entwicklung von Innovationen weiterhin hoch halten um nicht gegen starke Mitbewerber wie Samsung künftig Marktanteile zu verlieren. Insbesondere die Produkte der Südkoreaner scheinen inzwischen für viele Tech Freaks zu einer echten Alternative geworden zu sein. Gleiches gilt auch für den Tablet Markt. Die Verkäufe beim iPad haben sich im letzten Quartal mit 17 Millionen Exemplaren nahezu verdoppelt aber auch hier schläft die Konkurrenz bekanntlich nicht.

Insgesamt bleiben die Apple Zahlen damit natürlich weiterhin hervorragend. Wenn überhaupt kann man hier vom Jammern der Anleger auf sehr sehr hohem Niveau reden zumal man nicht vergessen sollte dass wir uns weltweit in einer äusserst angespannten wirtschaftlichen Situation befinden. Dennoch gibt die Apple Aktie nachbörslich um knapp 5 Prozent ab. So ist das eben wenn man ganz oben ist und die hohen Erwartungen mal nicht erfüllen kann. Der Erfolgsdruck dürften für die Apple Führung weiterhin sehr hoch bleiben, denn der Markt quittiert jede kleine Schwäche mit deutlichen Kursabschlägen. Spannend dürfte nun die weitere Entwicklung der Aktie heute und in den kommenden Tagen sein, denn der Einfluss der Kursentwicklung auf die gesamte US Börse ist nicht unerheblich…!

Commerzbank vs. Deutsche Bank – Tiefstände als Doppelboden?

Der Kursverlauf der Commerzbank Aktie hat schon etwas faszinierendes… Gestern ist die Aktie der zweitgrößten deutschen Privatbank auf ein neues Tief gefallen und drohte damit noch weiter abzukippen. Heute kann sich die Aktie wieder etwas erholen. Grundsätzlich bleibt aber bei den Anlegern wohl die Frage offen warum die CoBa Aktie in den letzten Wochen von keiner positiven Nachricht profitieren konnte (und die gab es aus meiner Sicht durchaus!), die schlechten Nachrichten aus dem Umfeld aber immer voll mit einpreist.

Gemeint ist hier insbesondere der Kursverlauf der Deutschen Bank Aktie in den letzten Tagen. Die Aktie des deutschen Branchenprimus steht unter Verdacht im Libor Skandal kräftig mitgemischt zu haben, der Aktienkurs ist darauf hin noch einmal kräftig eingebrochen. Wie man heute lesen kann rechnet man bei der DB mit einer Strafzahlung in diesem Zusammenhang in Höhe von 300 Millionen bis zu einer Milliarde US Dollar. Heute war zu lesen dass die Deutsche Bank trotz der Aufforderung durch die BaFin noch keine Rückstellungen hierfür gebildet hat, was weiterhin für hohe Unsicherheit unter den Anlegern sorgen dürfte. Auch aus charttechnischer Sicht wäre es durchaus im Bereich des Möglichen dass die Deutsche Bank Aktie demnächst noch eimal das Jahrestief bei 20,78 Euro testet. Diese Marken haben nicht selten eine extreme Anziehungskraft, da ein erfolgreicher Retest dann oftmals einen soliden Boden markiert.

Grundsätzlich muss man sich auch die Frage stellen warum die Aktie der Commerzbank an sogenannten starken Tagen weniger von dem positiven Umfeld profitieren kann als beispielsweise spanische oder italienische Banken und warum Kursgewinne bei der CoBa mit am schnellsten wieder abverkauft werden. Das Bankaktien generell nicht gerade „en voque“ sind wissen wir ja, dass die nachweislich angeschlagenen Branchenvertreter aus dem Süden aber besser performen als die Commerzbank, die bereits weitreichende Restrukturierungs-Maßnahmen eingeleitet hat, ist mir persönlich etwas fremd. Letztlich bleibt die Aktie auch weiterhin hochspekulativ. Mit dem Erreichen der Tiefstmarke gestern hat die CoBa Aktie nun aber eine realistische Chance den Boden ein zweites Mal gefunden zu haben. Von hier aus könnte nun eine technisch bedingte Gegenbewegung starten. Sollte diese wieder über die Marke von 1,18 Euro führen, stehen die Chancen für eine Fortführung der Bewegung in den Bereich um die 1,38 Euro nicht schlecht.

Moodys stuft Deutschland ab, SAP eröffnet die Berichtssaison, was liefern Daimler und VW?

Es hat schon einen gewissen Symbolcharakter wenn man in diesen Tagen die Bilder der brennenden Wälder in Südeuropa sieht. Die verheerenden Brände fressen sich durch Griechenland, Portugal, Spanien und Italien und hinterlassen eine Schneise der Verwüstung. Ähnlich ist die Situation inzwischen wieder an Europas Kapitalmärkten. Spanien zahlt trotz der europäischen 100 Milliarden Euro Rettungsaktion Rekordzinsen auf seine lang laufenden Staatsanleihen. Griechenland steht unmittelbar vor der Zahlungsunfähigkeit. Heute senkt Moody´s nun den Ausblick für das Top Rating Deutschland, Luxemburg und die Niederlande. Weitere werden wohl demnächst mit hoher Wahrscheinlichkeit folgen alleine um den Druck auf die Währungsunion weiterhin hoch zu halten.

Wie hier schon des öfteren geschrieben wurde werden durch die bisherigen Maßnahmen nicht etwa die schwachen Länder gestützt sondern viel mehr die starken nun mit in den Abwärtssog gerissen. Der Angriff auf Europa ist unverändert im Gange. Allerdings mache ich mir keine ernsthaften Sorgen darüber das Moody´s Rating irgend welche direkten Auswirkungen haben wird. Wie man an den Reaktionen der Märkte bei den letzten Abstufungen von Banken oder Ländern sehen konnte haben die Ratingagenturen sowohl ihre Macht als auch ihre Glaubwürdigkeit in den letzten Monaten weitestgehend verspielt. Länder abzustufen die auf Ihre Staatsanleihen Negativrenditen zahlen müssen, bzw. dafür noch Geld erhalten rundet das Bild des fehlenden Weitblicks bei den Agenturen für mich persönlich nur noch ab. Kurzum ich denke nach wie vor das man die Daseinsberechtigung von Ratingagenturen in ihrer jetzigen Form spätestens nach der Beendigung dieser Krise  noch einmal gründlich überprüfen sollten.

Die Vorgaben für den Markt sind heute grundsätzlich wieder etwas freundlicher, auch wenn es zum Handelsbeginn noch einmal etwas holprig werden kann. Nachdem die US Börsen sich im gestrigen Handelsverlauf weiter erholen konnten dürften auch in Europa die Aktienkurse heute wieder etwas anziehen. SAP hat wie erwartet gute Zahlen vorgelegt – die Berichtssaison ist somit auch in Deutschland offiziell eröffnet. Der Softwarekonzern steigerte seinen Gewinn im zweiten Quartal um 12 Prozent auf  661 Millionen Euro. Auch der Ausblick bleibt positiv, was noch wichtiger ist als das eigentliche Zahlenwerk.  Im Gesamtjahr 2012 will die Walldorfer Softwareschmiede den Kernumsatz um zehn bis zwölf Prozent steigern und ein Betriebsergebnis zwischen 5,05 und 5,25 Milliarden Euro erreichen. Langfristig plant SAP nun bis zum Jahr 2015 einen jährlichen Umsatz von über 20 Milliarden Euro an. Der Auftakt zur deutschen Berichtssaison ist damit erwartungsgemäß gelungen ist. Ich bin jetzt mal gespannt was die deutschen Autobauer so drauf haben…

Können Apple, SAP, Daimler, VW und Linde die Stimmung aufhellen?

Es gibt Tage wie heute die den Anlegern immer wieder hart zusetzen und natürlich auch die grundsätzliche Strategie in Frage stellen. Der DAX verlor heute in der Spitze über 4 Prozent an Wert, was zusammen mit den Abgaben am Freitag in Höhe von von 2 Prozent schon mal eine Hausnummer ist. Damit wurde der vorangegangene Anstieg weitestgehend wieder ausgelöscht. Die Korrektur dürfte dabei die wenigsten Anleger wirklich überrascht haben, viel mehr die Dynamik der aktuellen Bewegung macht etwas Sorge und natürlich der DAX Punktestand von zweitweise unter 6.400 Punkten. Somit stehen wir wieder einmal an einem sehr wichtigen Punkt an dem sich die weitere Entwicklung der Indizes in den kommenden Wochen entscheiden wird.

Und wieder einmal waren es die politischen Nachrichten die dazu geführt haben dass die Börse regelrecht abgestürzt ist. Die Hilfszusagen an Griechenland werden inzwischen unmissverständlich an Auflagen geknüpft. Kommt das Land also seinen Verpflichtungen nicht nach wird der Geldhahn zugedreht. Damit wäre dann auch eine Pleite Griechenlands unumgänglich. Der Markt preist dieses Ereignis heute (erneut!) ein und mann muss sich nun wohl ernsthaft die Frage stellen wie oft wir dieses Spielchen noch erdulden müssen. Die etwas unglücklichen Aussagen von Herrn Schäuble am Freitag bezüglich eines möglichen „Flächenbrandes“ fallen wohl auch unter diese Kategorie..

Wir haben es aber bei der Griechenland-Thematik ebenso wenig mit neuen Erkenntnissen zu tun wie bei der aktuelle Situation in Spanien. Griechenland muss wohl  früher oder später den Währungsraum verlassen und Spanien schnellstmöglich seine Hausaufgaben machen um nicht noch komplett unter den Schutzschirm schlüpfen zu müssen. Das wussten wir auch schon am Donnerstag als die Börsenwelt noch heil zu sein schien. Neu war allerdings das heute erlassene  Verbot von Leerverkäufen auf Finanztitel in Spanien und Italien. Diese Nachricht brachte die Märkte dann so richtig zu Absturz weil Marktteilnehmer dahinter vermuten dass die Situation der Banken in beiden Ländern inzwischen äusserst brenzlig ist.

Am Ende bleibt für heute die Erkenntnis dass uns die Euro Krise damit zwar weiterhin erhalten bleibt,, der aktuelle Aufwärtstrend aber noch nicht gebrochen wurde und somit auch weiterhin die Chance auf steigende Kurse besteht. Von einer möglichen Sommerrally möchte ich hier allerdings gerade nicht mehr schreiben… Heute sollte aber in jedem Falle noch abgewartet werden wie sich die US Indizes bis zum Handelsende verhalten bevor man jetzt panisch aus allen Aktienpositionen springt. In dieser Woche stehen zudem ein paar äusserst interessante Quartaslzahlen auf der Agenda, die das Potenzial haben den Markt positiv zu beeinflussen. Morgen beginnt der Zahlenreigen auch in Deutschland mit SAP, dann folgen unter anderem Daimler, VW und Linde. Wiedermal positive Impulse kann man wohl auch von Apple erwarten…

Für mich persönlich ist dies somit auch in den kommenden Tagen die beste Zeit etwas Urlaub von der Börse zu machen, was nicht heißen soll das ich nicht mehr investiert bin. Ich habe meine Positionen aber etwas reduziert um das schöne Wetter nun auch einigermaßen entspannt genießen zu können und mich dem ganzen Grundrauschen mal ein paar Tagen zu entziehen. Ich kann ihnen nur raten ebenfalls etwas Kraft zu tanken, denn die nächsten Tage werden wohl volatil bleiben…

Ist Gold in 2012 ein gutes Investment? – Ein paar harte Fakten…

Der Goldpreis pendelt seit Wochen in einer engen Trading-Range  und kann sich offensichtlich nicht so recht entscheiden in welche er diese nun verlassen will. Auch die Goldminenaktien bleiben weiterhin sehr schwach, bzw. geraten zusehends unter Druck. Die Rede von Ben Bernanke gestern hat der Preis des Edelmetalls erneut kurzzeitig unter Druck gebracht. Zwar hält sich die FED weiterhin auf Abruf bereit um gegebenenfalls in die Märkte einzugreifen, konkrete Maßnahmen seien aber momentan nicht geplant hieß es in dem Protokoll der halbjährlichen Sitzung. Das Ausbleiben eines weiteren QE3 Programms bleibt somit der größte „Belastungsfaktor“ für den Goldpreis. Fachleute sind sich inzwischen aber einig dass es nur noch eine Frage der Zeit sein dürfte wann Bernanke erneut seinen großen Geldbeutel öffnet. Bis dahin sollte man sich aber als Anleger mit den harten Fakten beschäftigen und keine vorschnellen Anlageentscheidungen treffen…Ein Gastkommentar von Sandro Valecchi

Zeit für eine Zwischenbilanz:  Goldpreis 2012: Spekulation oder Asset-Wert?

Nach dem ersten Halbjahr 2012  kann eine erste Zwischenbilanz gezogen werden, was das Goldpreisfixing und die weitere Wertentwicklung angeht. Im Handelsverlauf vom 11.07.2012 konnte für die Unze ein Tageshoch von 1.583,30 USD festgestellt werden, damit deutlich über dem 52 Wochentiefpreis von 1.479,50 USD einerseits, anderseits aber auch sehr weit entfernt vom 52 Wochen-Hoch in Höhe von 1.920,25 USD.
Die Analysen in Europa und den USA reagieren uneinheitlich. Die Verbreitung von alternativen Investmentprodukten wie Gold-ETF, die starke weltweite Nachfrage nach Goldbarren und die negativen Auswirkungen der steigenden Kosten sollen mit ursächlich für die Abwärtsbewegung im Edelmetallsektor sein. Einige Analysten setzten auf saisonale Trends, die oft zu einer Rallye bei Gold und Goldaktien von Mitte des Sommers bis in den Herbst führten, aber auch dies ist eher eine auf vergangenen Werten beruhende Spekulation – mehr nicht!

Laut einer Prognose anhand von Daten der Bank of America – Merrill Lynch (BofAML) ist der Goldpreis in den letzten 11 Jahren im Spätsommer im Schnitt um 14,5% gestiegen, während der S&P/TSX Gold Index sich mit einem durchschnittlichen Plus von 24,5% sogar noch besser entwickelte. Zur Begründung wiesen die Banker darauf hin, dass der wichtigste Faktor bei diesen alljährlichen Rallyes das Wiedererstarken der Schmucknachfrage in Indien und Asien sei, die aufgrund der Hochzeits- und Feiertagssaison entsteht.

Dagegen spricht in diesem Jahr allerdings dass in Indien ein Streit der schmuckverarbeitenden Industrie mit dem Staat wegen zu hoher Abgaben auf Golderwerb herrscht. In China setzt sich inzwischen ein anderer Anlagetrend durch. Chinesische Investoren fokussieren sich momentan eher auf Investments in US-Dollar. Der Goldkauf ist bei chinesischen Anlegern nicht mehr erste Wahl – Tendenz eher abwartend. Bei dieser Einschätzung ist jedoch auch zu beachten, dass das zweite Quartal in China traditionell eher schwach ausfällt. Die Ermittlung zugunsten eines langfristigen Trends, die chinesische Investoren wieder dazu bewegen sollte, ihr Geld in Gold anzulegen, ist somit rein spekulativ.

Noch im Mai 2012 hatte World Gold Council prognostiziert, dass China im laufenden Jahr beim Verbrauch die Schwelle von 1.000 Tonnen Gold überschreiten werde. Im Vorjahr 2011 lag der Verbrauch noch bei rund 770 Tonnen. Inzwischen hat sich der Optimismus gelegt. Die magische, erhoffte Schwelle von 1.000 Tonnen ist in weite Ferne gerückt, der Verbrauch von Gold in diesem Geschäftsjahr wird auf bestenfalls 870 Tonnen für das Reich der Mitte eingeschätzt. Tatsächlich halten sich die Wachstumsraten sowohl in der chinesischen Schmuckindustrie als auch bei Investoren von Goldbarren und Münzen in Grenzen. Erwartet wird, dass die Schmuckbranche 2012 in China etwa 550 Tonnen Gold nachfragen wird, immerhin ein Plus von 7,7 %. 2011 lag das Wachstum noch bei 13 %. Noch deutlicher fällt die Verlangsamung des Wachstums bei den Barren und Münzen ins aus. Hier betrug das Plus im Vorjahr 38 %. Für 2012 wird nun mit einem Anstieg um 24 % gerechnet (320 Tonnen).

Im Zentrum der Spekulation um die weitere Goldpreisentwicklung steht die Prognose von BofAML. Gold sei noch immer ein gutes Investment und BofAML halte deshalb an der (eigenen) Preisprognose auf Sicht von 12 Monaten von 2.000 USD pro Unze fest. Bislang lag der Durchschnittsgoldpreis 2012 bei 1.650 USD, wobei die Preisschwankung von 1,540 bis 1,784 USD je Unze reichte. Die Prognose für den durchschnittlichen Goldpreis im Jahr 2012 senkte die BofAML allerdings um 2% auf 1.710 USD pro Unze, während man den durchschnittlich für 2014 erwarteten Goldpreis um 5% auf 1.650 USD je Unze herauf setzte.

Die Realitäten sehen allerdings ganz anders aus, warnen viele Analysen in Europa und sehen einen Seitwärtstrend beim Gold. Hierfür gibt es mehrere gewichtige Gründe wie Kostendruck, Konkurrenz und Wettbewerb, das Marktniveau und der Verkaufsdruck der Banken:

Risikofaktor Kostendruck
Die industrielle Förderung von Gold ist teuer und muss refinanziert werden. Viele Minenbetreibergesellschaften und Bergbaufirmen haben in der letzten Zeit unter steigenden Kosten (Cash-Kosten) zu leiden, um ihre Minen zu errichten und die Förderung wirtschaftlich zu betreiben. Auch das hat dazu geführt, dass die Aktien dieses Sektors zuletzt stark unter Druck standen. Viele Investmentgesellschaften und Banken sind im Wege der Vorfinanzierung eingestiegen, der Kostendruck und die Renditeerwartungen sind demnach hoch. Goldcorp, der zweitgrößte Goldproduzent in Kanada, hat seine Produktionsprognose für das laufende Jahr senken müssen. Operative Probleme gibt es in den Minen Red Lake (Ontario) und Penasquito (Mexiko). Der Konzern geht nun nur noch von einem Goldausstoß von 2,35 bis 2,45 Mio. Unzen in diesem Jahr aus. Bislang hatte man bei Goldcorp mit einer Produktion von rund 2.6 Mio. Unzen des gelben Metalls gerechnet. Im zweiten Quartal ging der Ausstoß bereits leicht von 597.100 Unzen Gold im gleichen Zeitraum 2011 auf nun noch 578.600 Unzen zurück.

Risikofaktor Konkurrenz und Wettbewerb
Beide Faktoren drücken den Preis für Gold, denn nur Bergbaufirmen, die über eine relativ fixe Kostenstruktur und entsprechend Liquidität verfügen, müssen nicht unter Wert verkaufen, um in diesem Geschäft zu überleben. Einige Unternehmen bieten einen direkten Hebel auf den Goldpreis an;  Investoren und Anleger könnten den operativen und Investitionsrisiken eines Minenbetreibers ausgesetzt sein. Viele Anleger bevorzugen andere Assets, es gibt derzeit wieder einen starken Trend zu Immobilien und hochwertigen Kunstobjekten, Gold ist schon längst nicht mehr erste Wahl. Andere Geschäftsfelder, beispielsweise der neue Erdgas-Boom durch Fracking (Schiefergasförderung), sind für viele institutionelle Anleger und Großinvestoren im Moment wesentlich interessanter.

Risikofaktor Marktniveau und wichtige Marktindikatoren (Marktbewegungen) 
Diese sollten unbedingt beachtet werden. Dazu gehören auch die offiziellen Bestände der großen Edelmetall-ETFs (Exchange Traded Funds). Die Bestands-Veränderungen zu den Vorwochen legen beispielsweise den Schluss nahe, dass der Kursrückgang bei Gold und Silber in den letzten Tagen nicht von einer sinkenden physischen Goldnachfrage begleitet wurde, andern Entscheidungen Trusts und Vermögensverwaltungen war. Indikatoren können die Mittelzuflüsse in die Edelmetall-ETFs innerhalb eines bestimmten Zeitraumes sein.

Auch die Beobachtung des Markumfeldes ist wichtig. Viele Analysten warnen vor anhaltendem Gegenwind für weiteres Wachstum, da das Umfeld für zyklische Assets, darunter auch Industriemetalle, weiterhin schwierig bleibe. Das führt dazu, dass die BofAML davon ausgeht, dass die Buntmetallpreise im dritten Quartal fallen werden. Die Analysten gehen beispielsweise beim Kupferpreis von einem Rückgang auf 6.500 USD pro Tonne bzw. 2,94 USD pro Pfund aus.

Vorsicht ist geboten, wenn wichtige Indikatoren wie (mutmaßliche) Nachfrage und Marktsättigung gegeneinander ausgespielt werden.  Die anhaltende Krise der Eurozone könne angeblich dazu führen, dass die Nachfrage nach Gold bei Investoren und Zentralbanken weiter ansteigen würde. Von einer Marktsättigung ist hingegen fast nie der Rede. Viele Banken haben jedoch zwischenzeitlich ihre Goldbestände aufgestockt und eine Sättigung ist objektiv eingetreten. Zwar habe die Zentralbank Kasachstans jetzt ihre Absicht bekanntgegeben, in diesem Jahr 24,5 Tonnen Gold kaufen zu wollen, um den Anteil an den Währungsreserven von 15 auf 20% anzuheben. Dies hat allerdings keine Auswirkungen auf das Goldpreisfixing, weil die Regierung in Kasachstan bereits erklärt hat, nur Gold aus eigener, heimischer Förderung aufzukaufen. Interessenten für Gold sollten daher solche Nachrichten ganz genau überprüfen.

Auch das Marktniveau in China als den bedeutendsten Wettbewerber im Goldmarkt lässt sich nur schwer einschätzen. Im ersten Quartal hat sich der Verbrauch dort zwar von 232 Tonnen auf 255 Tonnen Gold erhöht. Wenn man die Schätzungen der Analysten zugrunde legt, wird sich dies jedoch nicht auf das Gesamtjahr hochrechnen lassen.

Trotz der Finanzkrise ist die weltweite Nachfrage nach Gold im ersten Quartal 2012 gesunken. Die Goldverkäufe seien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5 % auf 1.097,6 Tonnen zurückgegangen, teilte der Branchenverband World Gold Council (WGC) mit. Demnach gab es den Rückgang trotz Nachfrage in China und Indien. Generell überwog die rückläufige Nachfrage bei Zentralbanken, Schmuckherstellern und Industrie einen Anstieg bei Investitionen in Gold, das in Krisenzeiten als „Fluchtwährung“ dient. Der durchschnittliche Goldpreis zog laut WGC im ersten Quartal um 22 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an. Weltweit wurde in den ersten drei Monaten des Jahres Gold in einem geschätzten Wert von 59,7 Milliarden Dollar (46,8 Milliarden Euro) verkauft.

Risikofaktor Verkaufsdruck der Banken und das Verhalten der Fonds
Es geht um sogenannte Leerverkäufe. Leerverkauf (Blankoverkauf, engl. short sale) ist ein Begriff aus dem Bank- und Finanzwesen, der den Verkauf von Waren oder Finanzinstrumenten (insbesondere Devisen, Wertpapiere) beschreibt, über die der Verkäufer zum Verkaufszeitpunkt NICHT verfügt. Um seine künftige Lieferverpflichtung erfüllen zu können, muss er sich bis zum Erfüllungszeitpunkt durch den Kauf der Waren oder Finanzinstrumente eindecken. Ein Trader sagte verärgert, die Federal Reserve (Fed) treibt ein böses Spiel mit ihren Leerverkäufen. Die Fed treibe damit den Goldpreis rauf oder runter, in dem sie das Knöpfchen im richtigen Moment drückt.

Eine Legaldefinition des Begriffs Leerverkauf gibt es nicht. Zivilrechtlich unterliegen Leerverkäufe dem Kaufvertragsrecht, das die Möglichkeit eines Leerverkaufs auch nach deutschem Recht zulässt. Selbst am Kassamarkt ausgeführte Leerverkäufe sind laut der Gesetzesbegründung zur Börsengesetznovelle 1989 grundsätzlich den Börsentermingeschäften zuzuordnen. Grund ist, dass einem Bankkunden bei einem Leerverkauf ein Marktpreisrisiko entsteht, das für ein Börsentermingeschäft typisch ist. Kein Börsentermingeschäft liegt vor, wenn der Leerverkäufer aus einem anderen Termingeschäft einen zukünftigen Lieferanspruch auf die leer verkaufte Wertpapiergattung hat und sich die Papiere bis dahin leiht, da dann das für ein Termingeschäft übliche Risiko nicht entsteht. Der Anleger muss sich beim Goldkauf darüber im Klaren sein, das sich das Preisfixing kurzfristig und erheblich ändern kann, ohne das der Anleger irgendetwas gegen – ihm unsichtbare – Leerverkäufe unternehmen kann.

Skeptischer sind aktuell auch die Hedge-Fonds – sie haben ihre Wetten auf einen höheren Goldpreis reduziert. Das Edelmetall hat den Großteil der diesjährigen Kursgewinne wieder abgegeben, nachdem sich abzeichnete, dass die Weltwirtschaft wohl das erneute Abrutschen in die Rezession vermeiden kann.Damit entsteht ein Verkaufs- und Vertriebsdruck bei den Banken. „Angesichts der Tatsache, dass die nordamerikanischen Edelmetallproduzenten am unteren Ende des Sechsjahreswerts des Verhältnisses von Kurs zu Netto-Asset-Wert gehandelt werden, erscheinen die Aktien des Sektors unterbewertet“, vermelden einige Banken, um das Goldgeschäft weiter anzuheizen. „Neue Käufer sollen auf den Goldmarkt kommen“, meint BofAML, mit dem Wunsch zu einer „multiplen Neubewertung des Sektors.“

Nach Meinung der Analysten in den USA sollte Gold auch beim derzeit hohen Preisniveau gekauft werden, nach Ansicht der Experten und Marktbeobachter in Europa sollten die Korrekturen beim Goldpreis genutzt werden, meint Robert Hartmann (Pro-Aurum). Das ist kein Wertungswiderspruch. Gold -Korrekturen gehören zum Bullenmarkt. In dem nun schon seit 11 Jahren andauernden Bullenmarkt hat es in jedem Jahr Korrekturen gegeben. Diese haben sich teils sogar im zweistelligen Bereich bewegt, bis auch schon 30 % in US-Dollar.

Fazit: Sollte man einen Einstieg in Gold nutzen wollen, dürfen weitere, eigene liquide Mittel nicht fehlen, um das Verlustrisiko eines übereilten Verkaufs zu vermeiden. Niemand kann mit Gewissheit sagen, wo das untere Limit beim Goldpreis liegen dürfte. Gold verleitet sehr leicht zur übertriebenen Euphorie, weshalb eine objektive Rekapitulation der Preisentwicklung des Goldes in den letzten 12 Monaten erforderlich und geboten ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass das gelbe Edelmetall weiterhin in seinem Seitwärtstrend gefangen bleibt, ist allerdings aus Sicht vieler unabhängiger Analysten in Europa sehr hoch.

Starke Zahlen bei JP Morgan und Wells Fargo – Können Commerzbank und Deutsche Bank mithalten?

Die Vorgaben für den heutigen Handelstag sind weiterhin positiv, nachdem auch die US Börsen am Freitag kräftig angezogen haben. Damit stiegen die US Indizes erneut über wichtige charttechnische Marken an, bzw. verteidigten diese wichtigen Zonen, was man durchaus als sehr bullishes Zeichen deuten kann. Wie bereits in unserem Artikel vom Freitag angedeutet gibt es nun mehrere Faktoren die für den baldigen Beginn einer Sommerrally sprechen würden. Neben den saisonalen Faktoren und üblichen Zyklen in US Wahljahren steht natürlich die aktuelle US Berichtssaison nun wieder verstärkt im Fokus der Anleger. Bislang verlief die Berichtssaison ohne größere Störfeuer. Die Ergebnisse waren unterm Strich besser als erwartet.

Auffällig war auch, dass insbesondere die US Finanzwerte am Freitag kräftig zulegen konnten. JP Morgan Chase erwirtschaftete trotz des Handelsskandals in dem das Investmenthaus kürzlich 4,4 Milliarden Dollar, und damit doppelt soviel wie ohnehin schon erwartet (!), verbrannt hat immer noch einen satten Gewinn von 5 Milliarden Dollar. Der Rückgang des Quartalsgewinns beträgt gerade einmal sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Natürlich wurde dieses Ergebnis auch durch diverse Bilanztricks erreicht, aber das ist ja bei Bankbilanzen keine Seltenheit! Dennoch, diese gelieferten Ergebnisse von JPM und Wells Fargo unterstützt auch meine hier vor Wochen aufgestellte These dass insbesondere die Finanztitel in den letzten Monaten nahezu unverschämt viel Geld verdient haben und möglicherweise einmal mehr die großen Gewinner in dem Spiel um das ganz große Geld sind. Die Aktie von JP Morgan gewann nach der Veröffentlichung der Quartaslzahlen fast 6 Prozent hinzu, die Bank of America 4,55 Prozent und die Citigroup 5,42 Prozent.

Heute wird die Citigroup ihre Bücher öffnen und man darf durchaus gespannt sein ob das Bankhaus an die Erfolge der letzten Quartale anschließen kann. Die Schätzungen der Analysten liegen bei 0,89 Dollar Gewinn je Aktie, die Flüsterschätzungen des Marktes nur einen Cent darunter. Am Mittwoch ist dann die Bank of America an der Reihe. Auch hier werden durchaus kräftige Steigerungen beim Ergebnis erwartet….Insgesamt dürften also Bankaktien von dem freundlichen Umfeld in den kommenden Tagen profitieren.

Auch für die beiden großen deutschen Bankhäuser, Deutsche Bank und Commerzbank sind die Grundvoraussetzungen für einen Anstieg der Aktien damit –  zumindest theoretisch – gegeben. Allerdings kämpfen beide Aktien inzwischen mit wichtigen charttechnischen Marken und der deutsche Branchenprimus mit wirklich schlechten Nachrichten. Presseberichten zufolge ist die Deutsche Bank auch in den Libor Skandal verwickelt. Das Geldhaus will nun als Kronzeuge bei den Ermittlungen auftreten um sich ggf. Strafmilderung zu verschaffen. Der Aktienchart der Deutschen Bank sieht inzwischen gar nicht mehr gut aus. Kräftige Abschläge haben den Titel in der vergangenen Woche bis auf 25,40 Euro abrutschen lassen. Wird nun auch noch die Marke von 24,90 Euro unterschritten drohen weitere Verkäufe bis in den Bereich um die 24,- bzw. 22,- Euro. Zur Erinnerung: Das Jahrestief lag bei 20,78 Euro, und könnte ebenfalls noch einmal getestet werden…

Die Commerzbank hingegen will nach einem Bericht in der „Wirtschaftswoche“ bald weiter Personal abbauen. Auch der Aufsichtsrat soll verkleinert werden. Der Commerzbank Chef Martin Blessing hatte Ende Juni weitere Schritte beim Konzernumbau angekündigt. „Wir müssen die Risiken konsequent reduzieren und uns auf das Geschäft konzentrieren, das nachhaltig profitabel ist“, erklärte er damals. Grundsätzlich bleibt die eingeschlagene Strategie damit aus meiner Sicht richtig und auch der geplante Stellenabbau nur konsequent, auch wenn die Berichte darüber nicht vom Unternehmen bestätigt wurden. Aus charttechnischer Sicht kämpft die Commerzbank Aktie weiterhin mit der Marke von 1,24 Euro, die zuvor als Unterstützung fungiert hat. Kann diese Marke demnächst überschritten werden ist der nächste Widerstand bei 1,38 Euro zu finden und wäre das nächste Ziel.

Am Ende müssen aber beide Unternehmen bei der nächsten Vorlage der Quartalszahlen überzeugen, ebenso wie die amerikanischen Kollegen. Denn in einem solchen Markt wie wir ihn aktuell vorfinden zählen nur noch die harten Fakten! Weiterhin gute Daten aus den USA sollten aber dabei helfen können die Aktienkurse der Deutschen Bank und Commerzbank auf diesem Niveau zumindest zu unterstützen.

 

Über saisonale Muster, Börsenkalender und das Warten auf die Sommerrally…

Heute erscheint unser Newsletter etwas früher da ich mir für das Wochenende so einiges vorgenommen habe. Grundsätzlich gibt es ja auch nicht viel Neues zu berichten. Die Analyse von Einzelaktien ist im Moment wenig sinnvoll, somit möchte ich meinen und Ihren Blick heute etwas mehr auf das große Gesamtbild richten.

Eigentlich ist der Juli, zumindest statistisch gesehen, eher ein guter Börsenmonat, eigentlich sprechen mehrere saisonale Faktoren dafür dass wir bald eine stärkere Kursbewegung nach oben sehen sollten. Und eigentlich ist in diesem Jahr doch alles irgendwie anders – oder? Fakt ist, die Stimmung ist so schlecht wie schon lange nicht mehr. Das Sentiment hat sich in den letzten Tagen, seit der kurzzeitigen Euphorie über die Beschlüsse des EU Gipfels, schon wieder merklich eingetrübt. Ein Hauptgrund dafür dürfte die Enttäuschung der Anleger über das Ausbleiben weiterer geldpolitischer Maßnahmen der EZB und der FED gewesen sein. So ist das eben in einem von Liquidität getriebenem Markt…wenn die „Droge“ frisches Geld ausbleibt bekommen Anleger schlagartig Entzugserscheinungen und fühlen sich nicht mehr wohl mit Ihren Aktien, die dann umgehend verkauft werden. Allerdings wurden die Ankündigungen der beiden Notenbanken, vorerst keine weiterführenden Schritte einzuleiten, nach meinen Beobachtungen vom Markt noch relativ gut aufgenommen.

Schlechtere Konjunkturdaten und eine eher durchwachsene US Berichtssaison lassen grundsätzlich nicht viel Gutes für die kommenden Wochen erwarten. Zumindest ist das der Tenor in den einschlägigen Medien. Allerdings hat der Markt auch hier bereits im Vorfeld der Veröffentlichungen der Bilanzdaten einiges an negativen Nachrichten eingepreist sodass es durchaus Raum für positive Überraschungen gibt. Hinzu kommt noch dass die Konjunkturdaten aus meiner Sicht gar nicht mal so schlecht sind. Insbesondere in den USA zeichnet sich allmählich eine fundamentale Erholung am Immobilienmarkt ab, während in Europa gerade die Blase der letzten Jahrzehnte zu Platzen beginnt. Der US Arbeitsmarkt ist lange nicht mehr so angeschlagen wie in den letzten Monaten, auch wenn die Erholung hier weiterhin nur sehr mühsam gelingt. Grundsätzlich zeigen aber beide Haupt-Belastungsfaktoren für die US Wirtschaft weiterhin deutliche Erholungstendenzen.

 

 

Der eigentliche Punkt auf den ich heute aber hinaus will sind die normal üblichen saisonalen Muster in dieser Jahreszeit, wie schon in der Überschrift angekündigt, und in obigem Chart dargestellt. Hierzu sollte man beachten dass wir uns in einem US Wahljahr befinden. Wahljahre waren schon immer Ausnahmejahre in denen die Aktienindizes einige Monate vor diesem politischen Ereignis deutlich angezogen haben. Vergleicht man die Entwicklung des Dow Jones innerhalb der letzten 104 Jahre, insbesondere in Wahljahren, fällt auf dass es überwiegend im Juli zum Start einer Rally gekommen ist, die die Indizes bis zum Jahresende beflügelt hat. Im Folgejahr, nach der Wahl musste man traditionell dann aber mit einer schwächeren Börse rechnen. Eine Besonderheit bei dieser statistischen Erhebung gab es in sogenannten 2er Wahljahren, Also wenn die US Präsidentschaftswahl auf eine Jahreszahl mit einer 2 am Ende traf..

 

 

Wie man deutlich sehen kann verlief der Anstieg der Indizes in den 2er Wahljahren deutlich dynamischer und fand bereits Anfang September sein Ende. Für den Rest des Jahres war dann an den Börsen für langfristig orientierte Anleger nicht mehr viel zu verdienen. Auch hier schloss sich im Folgejahr meistens eine deutliche Schwäche an. Die spannende Frage an dieser Stelle dürfte also sein ob wir auch in diesem Ausnahmejahr eine ähnliche Bewegung an den Märkten sehen werden. Natürlich ist mir sehr wohl bewusst dass es sich bei diesen Aufzeichnungen um rein statistische Ergebnisse handelt. Aber wenn ich eines in den letzten Jahren gelernt habe ist es dass sich Börsenereignisse in einer gewissen Regelmäßigkeit wiederholen…! Letztlich solle dies aber auch nur ein Beispiel dafür sein wie man sich selber etwas disziplinieren kann und somit den Blick auf das Wesentliche, bei all den Wirren die uns umgeben, nicht verliert.

Ich persönlich führe seit Jahren einen Börsenkalender in dem ich mir immer wiederkehrende Ereignisse eintrage, ebenso wie Start und Zielzonen gewisser Schwünge die an den Börsen immer wieder, mit teilweise erschreckender Präzision, auftauchen. Ich kann nur jedem empfehlen dies auch zu tun, und sich besondere Ereignisse in einen entsprechenden Kalender einzutragen. Denn gerade in Phasen völliger Orientierungslosigkeit wie dieser, können einem solche Aufzeichnungen durchaus sehr helfen. Dabei gibt es natürlich wöchentliche, monatliche und jährlich wiederkehrende Zyklen und Ereignisse. Auch Termine die jedes Quartal wiederkehren gehören in einen solchen Kalender, wie z.B. der Hexensabbat. Für mich ist ein Blick in meine Aufzeichnungen somit ein wesentlicher Bestandteil meiner täglichen Arbeit. Es hilft mir den Überblick über anstehende Termine und den Weitblick auf das große Ganze zu behalten, insbesondere zu Beginn einer Berichtssaison. Bei der Fülle an Informationen die man als Trader jeden Tag in sich aufnehmen muss kann man so vermeiden dass man etwas wichtiges übersieht, bzw. weiß immer wo man hinsehen muss.

Mein Kalender ist seit zwei Tagen nun wieder in der Zone „mögliche Sommerrally“ angekommen. Natürlich heißt dies nicht das wir nun auch einen entsprechend deutlichen Kursanstieg in den Indizes sehen werden, und momentan muss man sich auch ernsthaft die Frage stellen woher dieser nun kommen sollte, aber die Wahrscheinlichkeit dafür sehe ich, nicht zuletzt wegen meiner Aufzeichnungen, dennoch als durchaus gegeben an. Denn immer wenn die Stimmung am schlechtesten ist, und das ist sie ohne Frage, dann geschieht an den Börsen etwas völlig unerwartetes. Alleine dieser Faktor wäre schon Grund genug darauf zu bauen dass nun wieder genau dass geschehen wird was die breite Masse eben nicht erwartet. Der Weg des maximalen Schmerzes eben für die breite Masse der Anleger, die in den letzten Wochen völlig entnervt aus Ihren Aktienpositionen ausgestiegen sind, und dann dem starken Anstieg hinterherlaufen müssen.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen…Es ist ein Anhaltspunkt, nicht mehr und nicht weniger! Fakt bleibt das wir inzwischen geradezu lächerliche Bewertungen bei einigen Aktien vorfinden. Wir sind zusätzlich nun voll in der Urlaubssaison, die traditionell von sehr dünnen Umsätzen begleitet wird. Genau dass ist der beste Nährboden für die „Big Boys“, Anleger per Stopp-Loss-Fishing aus Ihren Positionen zu treiben, bevor Sie den Markt dann wieder massiv  nach oben ziehen. Die Kursbewegungen der letzten Wochen deuten darauf hin das im Moment genau dieses Spiel gespielt wird. Wie lange es dauert bis bis dieser Prozess angeschlossen ist, oder ob ich mit meiner These überhaupt recht habe, bleibt natürlich noch abzuwarten.

Ich wollte Ihnen mit dem heutigen Investors Inside Börsen Newsletter aufzeigen dass es eben trotz aller Weltuntergangsstimmung, oder vielleicht gerade deswegen, durchaus berechtigte Argumente gibt die für einen baldigen Anstieg der Aktienindizes sprechen. Der Großteil der Analysten geht davon aus das wir eher schwächere Sommermonate sehen werden und hat größtenteils seine erwarteten Kursziele für einzelne Aktien bereits drastisch reduziert. Die Presse geht im Allgemeinen davon aus dass die (Finanz-) Welt sowieso demnächst im Chaos versinkt, der Euro nicht mehr zu retten ist und Europa zerfällt. Auch hier gibt es durchaus zwei Möglichkeiten der Betrachtung. Ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone beispielsweise birgt nach meinem Dafürhalten deutliche Chancen für beide Seiten, und für die Börsen, aber das ist ein anderes Thema…

Ich bleibe somit weiterhin positiv bei so viel Negativem und hoffe Ihnen ein wenig bei Ihrer Entscheidungsfindung für Ihre Anlagestrategie in den Sommermonaten geholfen zu haben. Nun wünsche ich Ihnen erst einmal ein angenehmes Wochenende und für die kommende Woche die richtigen Entscheidungen! Denken Sie mal über einen persönlichen Börsenkalender nach…! Für den täglichen Gebrauch empfehle ich Ihnen an dieser Stelle gerne unseren Realtime Börsenkalender, der in einem nachrichtengetriebenem Markt wie diesem geradezu Gold wert ist.

Viele Grüße

Ihr Lars Röhrig

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