Ist Gold in 2012 ein gutes Investment? – Ein paar harte Fakten…

Der Goldpreis pendelt seit Wochen in einer engen Trading-Range  und kann sich offensichtlich nicht so recht entscheiden in welche er diese nun verlassen will. Auch die Goldminenaktien bleiben weiterhin sehr schwach, bzw. geraten zusehends unter Druck. Die Rede von Ben Bernanke gestern hat der Preis des Edelmetalls erneut kurzzeitig unter Druck gebracht. Zwar hält sich die FED weiterhin auf Abruf bereit um gegebenenfalls in die Märkte einzugreifen, konkrete Maßnahmen seien aber momentan nicht geplant hieß es in dem Protokoll der halbjährlichen Sitzung. Das Ausbleiben eines weiteren QE3 Programms bleibt somit der größte „Belastungsfaktor“ für den Goldpreis. Fachleute sind sich inzwischen aber einig dass es nur noch eine Frage der Zeit sein dürfte wann Bernanke erneut seinen großen Geldbeutel öffnet. Bis dahin sollte man sich aber als Anleger mit den harten Fakten beschäftigen und keine vorschnellen Anlageentscheidungen treffen…Ein Gastkommentar von Sandro Valecchi

Zeit für eine Zwischenbilanz:  Goldpreis 2012: Spekulation oder Asset-Wert?

Nach dem ersten Halbjahr 2012  kann eine erste Zwischenbilanz gezogen werden, was das Goldpreisfixing und die weitere Wertentwicklung angeht. Im Handelsverlauf vom 11.07.2012 konnte für die Unze ein Tageshoch von 1.583,30 USD festgestellt werden, damit deutlich über dem 52 Wochentiefpreis von 1.479,50 USD einerseits, anderseits aber auch sehr weit entfernt vom 52 Wochen-Hoch in Höhe von 1.920,25 USD.
Die Analysen in Europa und den USA reagieren uneinheitlich. Die Verbreitung von alternativen Investmentprodukten wie Gold-ETF, die starke weltweite Nachfrage nach Goldbarren und die negativen Auswirkungen der steigenden Kosten sollen mit ursächlich für die Abwärtsbewegung im Edelmetallsektor sein. Einige Analysten setzten auf saisonale Trends, die oft zu einer Rallye bei Gold und Goldaktien von Mitte des Sommers bis in den Herbst führten, aber auch dies ist eher eine auf vergangenen Werten beruhende Spekulation – mehr nicht!

Laut einer Prognose anhand von Daten der Bank of America – Merrill Lynch (BofAML) ist der Goldpreis in den letzten 11 Jahren im Spätsommer im Schnitt um 14,5% gestiegen, während der S&P/TSX Gold Index sich mit einem durchschnittlichen Plus von 24,5% sogar noch besser entwickelte. Zur Begründung wiesen die Banker darauf hin, dass der wichtigste Faktor bei diesen alljährlichen Rallyes das Wiedererstarken der Schmucknachfrage in Indien und Asien sei, die aufgrund der Hochzeits- und Feiertagssaison entsteht.

Dagegen spricht in diesem Jahr allerdings dass in Indien ein Streit der schmuckverarbeitenden Industrie mit dem Staat wegen zu hoher Abgaben auf Golderwerb herrscht. In China setzt sich inzwischen ein anderer Anlagetrend durch. Chinesische Investoren fokussieren sich momentan eher auf Investments in US-Dollar. Der Goldkauf ist bei chinesischen Anlegern nicht mehr erste Wahl – Tendenz eher abwartend. Bei dieser Einschätzung ist jedoch auch zu beachten, dass das zweite Quartal in China traditionell eher schwach ausfällt. Die Ermittlung zugunsten eines langfristigen Trends, die chinesische Investoren wieder dazu bewegen sollte, ihr Geld in Gold anzulegen, ist somit rein spekulativ.

Noch im Mai 2012 hatte World Gold Council prognostiziert, dass China im laufenden Jahr beim Verbrauch die Schwelle von 1.000 Tonnen Gold überschreiten werde. Im Vorjahr 2011 lag der Verbrauch noch bei rund 770 Tonnen. Inzwischen hat sich der Optimismus gelegt. Die magische, erhoffte Schwelle von 1.000 Tonnen ist in weite Ferne gerückt, der Verbrauch von Gold in diesem Geschäftsjahr wird auf bestenfalls 870 Tonnen für das Reich der Mitte eingeschätzt. Tatsächlich halten sich die Wachstumsraten sowohl in der chinesischen Schmuckindustrie als auch bei Investoren von Goldbarren und Münzen in Grenzen. Erwartet wird, dass die Schmuckbranche 2012 in China etwa 550 Tonnen Gold nachfragen wird, immerhin ein Plus von 7,7 %. 2011 lag das Wachstum noch bei 13 %. Noch deutlicher fällt die Verlangsamung des Wachstums bei den Barren und Münzen ins aus. Hier betrug das Plus im Vorjahr 38 %. Für 2012 wird nun mit einem Anstieg um 24 % gerechnet (320 Tonnen).

Im Zentrum der Spekulation um die weitere Goldpreisentwicklung steht die Prognose von BofAML. Gold sei noch immer ein gutes Investment und BofAML halte deshalb an der (eigenen) Preisprognose auf Sicht von 12 Monaten von 2.000 USD pro Unze fest. Bislang lag der Durchschnittsgoldpreis 2012 bei 1.650 USD, wobei die Preisschwankung von 1,540 bis 1,784 USD je Unze reichte. Die Prognose für den durchschnittlichen Goldpreis im Jahr 2012 senkte die BofAML allerdings um 2% auf 1.710 USD pro Unze, während man den durchschnittlich für 2014 erwarteten Goldpreis um 5% auf 1.650 USD je Unze herauf setzte.

Die Realitäten sehen allerdings ganz anders aus, warnen viele Analysen in Europa und sehen einen Seitwärtstrend beim Gold. Hierfür gibt es mehrere gewichtige Gründe wie Kostendruck, Konkurrenz und Wettbewerb, das Marktniveau und der Verkaufsdruck der Banken:

Risikofaktor Kostendruck
Die industrielle Förderung von Gold ist teuer und muss refinanziert werden. Viele Minenbetreibergesellschaften und Bergbaufirmen haben in der letzten Zeit unter steigenden Kosten (Cash-Kosten) zu leiden, um ihre Minen zu errichten und die Förderung wirtschaftlich zu betreiben. Auch das hat dazu geführt, dass die Aktien dieses Sektors zuletzt stark unter Druck standen. Viele Investmentgesellschaften und Banken sind im Wege der Vorfinanzierung eingestiegen, der Kostendruck und die Renditeerwartungen sind demnach hoch. Goldcorp, der zweitgrößte Goldproduzent in Kanada, hat seine Produktionsprognose für das laufende Jahr senken müssen. Operative Probleme gibt es in den Minen Red Lake (Ontario) und Penasquito (Mexiko). Der Konzern geht nun nur noch von einem Goldausstoß von 2,35 bis 2,45 Mio. Unzen in diesem Jahr aus. Bislang hatte man bei Goldcorp mit einer Produktion von rund 2.6 Mio. Unzen des gelben Metalls gerechnet. Im zweiten Quartal ging der Ausstoß bereits leicht von 597.100 Unzen Gold im gleichen Zeitraum 2011 auf nun noch 578.600 Unzen zurück.

Risikofaktor Konkurrenz und Wettbewerb
Beide Faktoren drücken den Preis für Gold, denn nur Bergbaufirmen, die über eine relativ fixe Kostenstruktur und entsprechend Liquidität verfügen, müssen nicht unter Wert verkaufen, um in diesem Geschäft zu überleben. Einige Unternehmen bieten einen direkten Hebel auf den Goldpreis an;  Investoren und Anleger könnten den operativen und Investitionsrisiken eines Minenbetreibers ausgesetzt sein. Viele Anleger bevorzugen andere Assets, es gibt derzeit wieder einen starken Trend zu Immobilien und hochwertigen Kunstobjekten, Gold ist schon längst nicht mehr erste Wahl. Andere Geschäftsfelder, beispielsweise der neue Erdgas-Boom durch Fracking (Schiefergasförderung), sind für viele institutionelle Anleger und Großinvestoren im Moment wesentlich interessanter.

Risikofaktor Marktniveau und wichtige Marktindikatoren (Marktbewegungen) 
Diese sollten unbedingt beachtet werden. Dazu gehören auch die offiziellen Bestände der großen Edelmetall-ETFs (Exchange Traded Funds). Die Bestands-Veränderungen zu den Vorwochen legen beispielsweise den Schluss nahe, dass der Kursrückgang bei Gold und Silber in den letzten Tagen nicht von einer sinkenden physischen Goldnachfrage begleitet wurde, andern Entscheidungen Trusts und Vermögensverwaltungen war. Indikatoren können die Mittelzuflüsse in die Edelmetall-ETFs innerhalb eines bestimmten Zeitraumes sein.

Auch die Beobachtung des Markumfeldes ist wichtig. Viele Analysten warnen vor anhaltendem Gegenwind für weiteres Wachstum, da das Umfeld für zyklische Assets, darunter auch Industriemetalle, weiterhin schwierig bleibe. Das führt dazu, dass die BofAML davon ausgeht, dass die Buntmetallpreise im dritten Quartal fallen werden. Die Analysten gehen beispielsweise beim Kupferpreis von einem Rückgang auf 6.500 USD pro Tonne bzw. 2,94 USD pro Pfund aus.

Vorsicht ist geboten, wenn wichtige Indikatoren wie (mutmaßliche) Nachfrage und Marktsättigung gegeneinander ausgespielt werden.  Die anhaltende Krise der Eurozone könne angeblich dazu führen, dass die Nachfrage nach Gold bei Investoren und Zentralbanken weiter ansteigen würde. Von einer Marktsättigung ist hingegen fast nie der Rede. Viele Banken haben jedoch zwischenzeitlich ihre Goldbestände aufgestockt und eine Sättigung ist objektiv eingetreten. Zwar habe die Zentralbank Kasachstans jetzt ihre Absicht bekanntgegeben, in diesem Jahr 24,5 Tonnen Gold kaufen zu wollen, um den Anteil an den Währungsreserven von 15 auf 20% anzuheben. Dies hat allerdings keine Auswirkungen auf das Goldpreisfixing, weil die Regierung in Kasachstan bereits erklärt hat, nur Gold aus eigener, heimischer Förderung aufzukaufen. Interessenten für Gold sollten daher solche Nachrichten ganz genau überprüfen.

Auch das Marktniveau in China als den bedeutendsten Wettbewerber im Goldmarkt lässt sich nur schwer einschätzen. Im ersten Quartal hat sich der Verbrauch dort zwar von 232 Tonnen auf 255 Tonnen Gold erhöht. Wenn man die Schätzungen der Analysten zugrunde legt, wird sich dies jedoch nicht auf das Gesamtjahr hochrechnen lassen.

Trotz der Finanzkrise ist die weltweite Nachfrage nach Gold im ersten Quartal 2012 gesunken. Die Goldverkäufe seien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5 % auf 1.097,6 Tonnen zurückgegangen, teilte der Branchenverband World Gold Council (WGC) mit. Demnach gab es den Rückgang trotz Nachfrage in China und Indien. Generell überwog die rückläufige Nachfrage bei Zentralbanken, Schmuckherstellern und Industrie einen Anstieg bei Investitionen in Gold, das in Krisenzeiten als „Fluchtwährung“ dient. Der durchschnittliche Goldpreis zog laut WGC im ersten Quartal um 22 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an. Weltweit wurde in den ersten drei Monaten des Jahres Gold in einem geschätzten Wert von 59,7 Milliarden Dollar (46,8 Milliarden Euro) verkauft.

Risikofaktor Verkaufsdruck der Banken und das Verhalten der Fonds
Es geht um sogenannte Leerverkäufe. Leerverkauf (Blankoverkauf, engl. short sale) ist ein Begriff aus dem Bank- und Finanzwesen, der den Verkauf von Waren oder Finanzinstrumenten (insbesondere Devisen, Wertpapiere) beschreibt, über die der Verkäufer zum Verkaufszeitpunkt NICHT verfügt. Um seine künftige Lieferverpflichtung erfüllen zu können, muss er sich bis zum Erfüllungszeitpunkt durch den Kauf der Waren oder Finanzinstrumente eindecken. Ein Trader sagte verärgert, die Federal Reserve (Fed) treibt ein böses Spiel mit ihren Leerverkäufen. Die Fed treibe damit den Goldpreis rauf oder runter, in dem sie das Knöpfchen im richtigen Moment drückt.

Eine Legaldefinition des Begriffs Leerverkauf gibt es nicht. Zivilrechtlich unterliegen Leerverkäufe dem Kaufvertragsrecht, das die Möglichkeit eines Leerverkaufs auch nach deutschem Recht zulässt. Selbst am Kassamarkt ausgeführte Leerverkäufe sind laut der Gesetzesbegründung zur Börsengesetznovelle 1989 grundsätzlich den Börsentermingeschäften zuzuordnen. Grund ist, dass einem Bankkunden bei einem Leerverkauf ein Marktpreisrisiko entsteht, das für ein Börsentermingeschäft typisch ist. Kein Börsentermingeschäft liegt vor, wenn der Leerverkäufer aus einem anderen Termingeschäft einen zukünftigen Lieferanspruch auf die leer verkaufte Wertpapiergattung hat und sich die Papiere bis dahin leiht, da dann das für ein Termingeschäft übliche Risiko nicht entsteht. Der Anleger muss sich beim Goldkauf darüber im Klaren sein, das sich das Preisfixing kurzfristig und erheblich ändern kann, ohne das der Anleger irgendetwas gegen – ihm unsichtbare – Leerverkäufe unternehmen kann.

Skeptischer sind aktuell auch die Hedge-Fonds – sie haben ihre Wetten auf einen höheren Goldpreis reduziert. Das Edelmetall hat den Großteil der diesjährigen Kursgewinne wieder abgegeben, nachdem sich abzeichnete, dass die Weltwirtschaft wohl das erneute Abrutschen in die Rezession vermeiden kann.Damit entsteht ein Verkaufs- und Vertriebsdruck bei den Banken. „Angesichts der Tatsache, dass die nordamerikanischen Edelmetallproduzenten am unteren Ende des Sechsjahreswerts des Verhältnisses von Kurs zu Netto-Asset-Wert gehandelt werden, erscheinen die Aktien des Sektors unterbewertet“, vermelden einige Banken, um das Goldgeschäft weiter anzuheizen. „Neue Käufer sollen auf den Goldmarkt kommen“, meint BofAML, mit dem Wunsch zu einer „multiplen Neubewertung des Sektors.“

Nach Meinung der Analysten in den USA sollte Gold auch beim derzeit hohen Preisniveau gekauft werden, nach Ansicht der Experten und Marktbeobachter in Europa sollten die Korrekturen beim Goldpreis genutzt werden, meint Robert Hartmann (Pro-Aurum). Das ist kein Wertungswiderspruch. Gold -Korrekturen gehören zum Bullenmarkt. In dem nun schon seit 11 Jahren andauernden Bullenmarkt hat es in jedem Jahr Korrekturen gegeben. Diese haben sich teils sogar im zweistelligen Bereich bewegt, bis auch schon 30 % in US-Dollar.

Fazit: Sollte man einen Einstieg in Gold nutzen wollen, dürfen weitere, eigene liquide Mittel nicht fehlen, um das Verlustrisiko eines übereilten Verkaufs zu vermeiden. Niemand kann mit Gewissheit sagen, wo das untere Limit beim Goldpreis liegen dürfte. Gold verleitet sehr leicht zur übertriebenen Euphorie, weshalb eine objektive Rekapitulation der Preisentwicklung des Goldes in den letzten 12 Monaten erforderlich und geboten ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass das gelbe Edelmetall weiterhin in seinem Seitwärtstrend gefangen bleibt, ist allerdings aus Sicht vieler unabhängiger Analysten in Europa sehr hoch.

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17 Comments

  1. Mark said:

    @Thomas
    Ja Strafzölle für Overnight-Money könnten ein Grund sein. Mir ist da aber noch ein anderer Gedanke gekommen: Was wenn die Investoren mit einem Ausscheiden D’s aus dem Euro rechnen. Vielleicht würden die Staatsanleihen, dann in DEM umgetauscht die Bankguthaben der Ausländer aber nicht?!

  2. Thomas said:

    Hallo Lars, erst mal ein schönes Wochenende!

    Newmont Mining, in die ich bis vor kurzem noch mit einem kleinen Posten investiert war, berichtete heute ebenfalls und ist dementsprechend gerade mit 6% in den Miesen. Es ist halt doch etwas anderes, auf einen Haufen Erde mit Gold zu sitzen als einen Barren Gold im Tresor liegen zu haben.

    Moral von der Geschicht?

    Würde ich meinen derzeitigen Plänen folgen, würde ich wohl in der Reihe Silver Wheaton (Hecla ist auch für mich eine gute Alternative), Xetra Gold und einem Silber ETC in den nächsten 3 Monaten wieder in die Edelmetalle gehen (= wegen meines Depots/wegen des Exposure etc., nicht wegen der Markttechnik). Ich bin inzwischen jedoch unsicher, ob ich so weiter mache, wie bisher.

    Ich habe mir jetzt wochenlang Samsung Electronics angekuckt, denke mir, Samsung magst Du schon, da gab’s noch Nokia und kein iPhone, wunderschöner Aufwärtstrend, warum nicht mal so was … Wäre ein klarer Strategiebruch, ich würde zum „Trendfolgeschaf“, da ich bisher eher klassisch antizyklisch investiere (was lange schmerzhaft sein kann).

    Da es hier um die Frage Gold gutes Investment geht noch folgendes: Ich habe tatsächlich meine beiden Posten Edelmetalle aufgelöst, um Minenaktien zu kaufen. Die einzige Idee: Naja, Silver Wheaton is Silber, des ne Dividende zahlt. Danach viel mir auf, dass speziell Barrick (daher meine vorangehende Frage an Dich) sich in einem kräftigen Abwärtstrend befand und in den letzten Jahren einfach nicht wie Gold selbst lief. Daraufhin habe ich alle 3 Silberminen wieder verkauft so dass, könnte man sagen, jetzt plötzlich meine ganzen Edelmetalle in dem Thailand ETF stecken — prozyklisch und nicht mit den Regeln meines Depots im Einklang. Das ganze hat NICHTS mit einer konkreten Marktmeinung von mir zu Gold oder Silber zun. Ich habe hinreichend viel Phantasie mir vorstellen zu können, dass Silber in den nächsten Monaten nach 10 US$ abrutscht und bis zum Antritt meiner Rente auch dort bleibt. So was hatten wir schon. 100 US$ nächstes Jahr sind natürlich auch möglich.

    Nur, Thailand und Samsung, ich mag beides, kenne beides, und beides befindet sich in einem Aufwärtstrend. Warum sollte ich daneben stehen und zugucken …

    Gib mir mal nen Rat.

    • Lars said:

      Hallo Thomas, Du weißt ja wie das mit Ratschlägen so ist…da das in den Bereich Anlageberatung fallen würde kann ich Dir natürlich keinen konkreten Rat geben 😉 Ich persönlich finde Samsung bereits seit längerem wieder extrem attraktiv und eine echte Alternative zu einer gehypten Apple Aktie. Die Quartalszahlen haben einmal mehr gezeigt dass Apples Marktführerschaft keinesfalls für alle Zukunft gesichert ist. Gib dieser Entwicklung noch zwei Quartale dann sieht die Welt vielleicht schon wieder ganz anders aus. 52 Millionen abgesetzte Galaxy-Smartphones, Umsatzsteigerung von 21 Prozent auf 28 Milliarden Euro und ein Überschuss von 3,7 Milliarden Euro in einem Quartal sprechen eine deutliche Sprache! Fachleute schätzen das Samsung den Marktanteil in den letzten 12 Monaten verdoppelt hat. Lange Rede kurzer Sinn was will man mehr als eine Wachstumsstory a la Apple 2.0 ??

      Im Thema Thailand bin ich ehrlich gesagt zu wenig drin, der Trend sieht aber weiterhin gut aus. Und bei Gold scheint es im Moment bei der Produzenten Probleme zu geben. Alle großen fördern weniger, die Kosten hingegen steigen. Das ist erst einmal nicht gut, insbesondere die Kostenseite. Die geringe Förderqoute könnte oder soll zu einer Verknappung führen und den Goldpreis stabilisieren. Das wäre zumindest nicht das erste Mal in der Geschichte. Auch wenn der Trend deutlich abwärts gerichtet ist könnten nun die richtigen Einstiegskurse bald gekommen sein. Kommt QE3 dann wird man das auch bei den Minenwerten bald im Chart sehen können 😉

  3. Thomas said:

    Hallo Lars, kurze Frage: Die Zahlen heute von Barrick: Was ist da los?

    • Lars said:

      Hallo Thomas, Barrick hat schlicht und ergreifend schlechte Zahlen zum letzten Quartal geliefert…die Kosten höher, der Output geringer. Nun will man ineffiziente Unternehmensteile auf Eis legen um dem entgegen zu treten. Der Markt war zunächst geschockt, den späteren Kursverlauf sehe ich allerdings sehr positiv. Mal schaun ob jetzt alles Negative endlich aus dem Kurs raus ist..

  4. Thomas said:

    Hallo Lars, noch eins, um es abzurunden:

    „Blase bei den Emerging Markets Bonds? Glaube … eher nicht. Lege mal den Chart von DE000A0RFFT0 über den von Gold … und dann denken wir uns zusammen, es kommt tatächlich die Deflation und nicht die Inflation …“

    Da ist noch die Frage offen, ob denn nun die Deflation, sofern sie kommen sollte, denn nun in EUR, USD oder Rubel, Won, Baht, Kip, Zloty, (Yuan?), oder Türkischer Lira ausbricht.

    Der DE000A0RFFT0 ist ein … ETF auf Emerging Markets Anleihen … ***die auf USD lauten***. Per se ein Grund, warum er gerade jetzt in EUR so gut läuft. Nur, ist nun der USD oder der EUR mehr deflationsgefährdet? Bei näherer Betrachtung dann wohl doch eher der EUR (noch gefährdeter auf DM lautende Anleihen)? Wenn die Betrachtung richtig ist, müsste man JETZT in EUR Anleihen (möglichs mit positivem Coupon)gehen — am besten in Bundesanleihen. Und scheinbar bin ich ja nicht der einzige mit dem Gedanken.
    Gut, aber Deflationsgefahren beim USD sind auch nicht gerade niedrig. Bei derzeitiger Marktlage gerade der DE000A0RFFT0 also ein heißer Tip (ein Nebeneffekt: Schüttet monatlich aus, Ausschüttungsrendite [in USD] ca. 4,5-6%).

    Ich denke aber – mittelfristig – über eine Umschichtung von DE000A0RFFT0 in entweder IE00B4613386 oder DE000A1JB4Q0 nach. Der Unterschied? *Local bonds* … das sind dann Anleihen, die de facto in THB, Won oder Rubel denominiert sind. Ich finde das eine kniffelige Frage: Lieber ne Indische Staatsanleihe, die in US$ ausbezahlt oder eine Türkische, die in Lira die Coupons bedient? Oder ne Thailändische in THB (wo kann man die nur kaufen?)?

    Gegenwärtig fühle ich mich in DE000A0RFFT0 „pudelwohl“.

    Moral von der Gschicht? Wenn die Deflationsgefahr in EUR die größte ist … sollte man in EUR gehen! Nicht in USD, CHF, NOK oder sonst was. EUR = unterbewertet. Wenn nicht, droht auch keine Deflation –> Gold, Silber etc.

    Noch was zum Schmuunzeln zum Abschluss:

    DE000A1JUU12 Ein zeitgemäßer Fond Namens „BERENBERG HARTWAEHRUNGSANLEIHEN“. Schön, läuft gerade, zeitgemäß, gut. Ne ‚Hartwährung‘ ist nach der Fondsgesellschaft eine Währung, die nicht auf EUR lautet und, verkürzt gesagt, eine Währung eines Staates, der Maastricht Kriterien einhält. Also so was wie Lichtenstein, Jersey, die Isle of Man, die Kapverdischen Inseln, der Vatikan (sorry, fällt raus, ham den Euro), Norwegen, Neuseeland etc.

    Denkst Du, man kann mit „Hartwährungen“ echtes Geld verdienen? Mit dem CHF-gehedgten … bin ich schon auf die Schnauze gefallen und würde sagen, erfahrungsgemäß: NEIN! Hartwährungen ist was für Weicheier.

    • Lars said:

      Hallo Thomas, ich komme im Moment leider nicht dazu so umfangreiche Kommentare zu beantworten, werde mir aber gerne ab Montag die Zeit nehmen wenn es rein passt. viele Grüße Lars

  5. Thomas said:

    @Mark: „Warum Anleihekäufer negative Zinsen akzeptieren ist mir allerdings schleierhaft.“

    Das ging die letzten Tage durch die Tagespresse, konkret z.B.:

    http://www.tagesgeld.info/news/news/04759-bund-emittiert-wieder-staatspapiere-mit-negativer-rendite/

    Ich habe mir überlegt – die EZB ist ja kurz davor, „Strafzölle“ für das über Nacht Parken von Bankengeldern zu erheben – bei der nächsten Verhandlung mit unserer Bank über die Hypothek zu vereinbaren, dass die Bank selbst für die nächsten 10 Jahre die Tilgung, sagen wir 2%, übernimmt und uns diese Hypothek für 0% Zins zur Verfügung gestellt wird. Ist doch ein faires Angebot! Immerhin, die eventuellen Strafzölle der EZB kämen ja dadurch zustande, dass sich die Banken untereinander nicht mehr trauen. Warum also sollte ich meiner Bank trauen? Umgekehrt kann die Bank ja mir trauen und die Anleihe hat ja zudem noch einen Pfand – unser Häusle in DE.

    Also: Bei den Nachrichten bin ich durchaus optimistisch die nächste Hypothek mit unserer Bank für einen Hypothekenzins von Minus 2% vereinbaren zu können 😉

  6. Thomas said:

    Hallo Lars,

    Danke für die Frage. Die kurze Antwort wäre: Ein kleiner Posten FR0011067529.

    … das ist ein synthetisch replizierender ETF von Lyxor auf den MSCI Thailand. Ich mag synthetische nicht, fand aber keine andere, kostengünstige Lösung. Die Fondsalternativen, gut scheinen mir die von Raifeisen und Fidelity zu sein, sind zu teuer.

    Gestatte mir dennoch eine längere Antwort – auch unter dem Aspekt Gold:

    Vor dem Hintergrund dass wir (Wohn-) Eigentum sowohl in Bangkok als auch im Isan haben: Ich hatte mal auf Sansiri (TH0577010R15 bzw. http://www.sansiri.com/th/main/) geboten. Bei meinem „Kleinanleger-Broker“, ComDirekt, geschah aber über eine Woche lang nichts mit meinem Gebot an der Münchner Börse …
    … soll heißen
    a) Ich habe keine Ahnung, wie ich vernünftig mit thailändischen EINZEL-Aktien (über Comdirect) handeln könnte und
    b) Sansiri ist kein Tip – aber so etwas würde mir liegen/ich mir ins Depot legen (denke auch, dass eine Reihe von Banken, Krung Thep, Thai Famers etc. solide sein sollten).

    Gold und Thailand: Ich habe Anfang der Woche alle 3 Minienaktien plus den Posten Griechischer Zocker wieder verkauft. Der Grund sollte Dich interessieren: Ich hatte mir den Chart angesehen und dachte:

    ***Bist Du eigentlich nur doof?***

    Ungebrochener Abwärtstrend (den hat Gold, physisch, zumindest nicht … ist ne waagrechte 200 Tagelinie bei kleiner werdendem Trading range)! Was sucht Deine Kohle in einem ungebrochenem Abwärtstrend (die OPAP, GRS419003009, [und mit Einschränkung auch die Silver Wheaton] möchte ich ausnehmen – OPOA sieht technisch einfach besser aus als Asian Bamboo und Kinghero)??? Und da ich seit ca. 2009 verwundert (es gab zwischenzeitlich, nach der Asien Krise und dem Tsunami, ja noch ein brennendes/angezündetes Bangkok und ein überflutetes Bangkok)zugucke, wie sich der thailändische Aktienmarkt vervierfacht hat… Stimmt mit meiner Wahrnehmung Thailand von vor 6 Jahren und heute im übrigen überein! Die Autobahnen in Nordostthailand (Isan) sind besser als in West-Deutschland …

    Kennst Du einen Grund, warum es mit Thailand nicht so weiter gehen sollte?

    Verlängert Werkbank Japans, Nähe zu China, im Süden Malaysia, Singapore, Indonesia, selbst in der Volksrepublik Lao ist der Boom ausgebrochen (eigene Anschauung, diesen März) und wenn erst mal Myanmar …

    Kurz gesagt: Ich war meines antizyklischen Investierstiels überdrüssig und stieg nach (versäumten) 300% in 4 Jahren halt in Thailand ein. Will da wieder raus, wenn’s unter die 200 Tageslinie gehen sollte…

    Zu Anleihen (und/vs. Gold physisch): Ja, ich sehe das sehr ähnlich wie Du. Man sehe sich nur mal den Bund Future an, frage sich, ob der demnächst die 150 reißt … und ob denn nun alle „bekloppt“ geworden sind… Dazu aber mal ein Tip – ernsthaft: Ich bin, Du wirst das wissen, in Emerging Markets Bond sehr stark engagiert, zur Zeit, lass mich rechnen, über 50% des Depots sind Emerging Markets Anleihen. Nach längerer Wartezeit laufen die gerade wie geschnitten Brot. Meine Bitte/mein Tip: Sieh Dir bitte mal ZZ1 und ZZ2 (AT0000989090 und AT0000831425)an!!! Da geht jetzt ordentlich die Post ab. Bitte berücksichtigen: Das sind die Top-Emerging-Markets-Fonds der beiden letzten Dekaden und Ausschüttungsrendite von ca. 8-10%. Bei ZZ2 – rein gefühlt – sollte es ab jetzt noch mal 20% nach oben gehen können. Beide sind aber schlecht zu traden (sehr geringe Umsätze an den Börsen Hamburg und Berlin).

    Mein „liebstes Baby“ im Depot ist aber DE000A0RFFT0, ein ETF der sich auch besser traden läßt.

    Blase bei den Emerging Markets Bonds? Glaube … eher nicht. Lege mal den Chart von DE000A0RFFT0 über den von Gold … und dann denken wir uns zusammen, es kommt tatächlich die Deflation und nicht die Inflation …

    Gold, Silber … obschon Edelmetallfreak habe ich, hier und heute, gar nichts. Ich denke … Gold kann sich einfach nicht entscheiden, die Trading range wird aber enger und enger. Wird wohl demnächst ausbrechen. Nur ob nach oben oder unten? Ich wartes es einfach ab, was passiert. Bei Gold 1750 US$ werde ich wohl in Silber, sprich Silver Wheaton, gehen … Bei Gold unter 1400 … habe und hatte ich kein Silber 🙂 🙂 🙂

    So, hoffe, dass das nicht zu lang war. Aber vielleicht bekommst Du so ein paar Anregungen aus dem nicht-Einzelaktien-Bereich.

  7. Mark said:

    Lars hat recht. Je nach dem wie man die Lage einschätzt also eher Inflations- oder Deflationstendenz ist Gold oder Geld resp. Anleihen die bessere Wahl. Obwohl eine Unze Gold immer eine Unze Gold sein wird, kann sich doch der Wert recht unterschiedlich entwickeln. Dabei sollte man immer auch auf den realen Wert schauen. Gerade bei sehr langfristigen Betrachtungen.
    Warum Anleihekäufer negative Zinsen akzeptieren ist mir allerdings schleierhaft.

  8. Thomas said:

    @Lars: Des Problem is: Was willst Du denn mit einem 2500 Jahre alten Maßanzug? Naja, für ne Unze Gold bekommst Du heute auch was sehr nettes vom indischen Schneider in Bangkok — todsicher 🙂
    @Lena: Ich weiß nicht wie alt oder jung Du bist. In den 80iger/90iger Jahren fiel das Gold von irgendwo 400 bis 250 USD. In Zeiten der dot.com.bubble hätte man Dir einen Vogel gezeigt, wenn Du in Gold investiert hättest, es sei denn Gold.com – das hätte evtl. in der Zeit Rendite erbracht. Aus der Zeit stammt der Spruch, dass Gold keine Dividende bezahlt. Langfristig, olle Ägyter bis heute ein wunderbares Instrument, um Werte zu bewahren (siehe altägytischen Maßanzug für Lars über 2500 Jahre) – aber langfristig sind wir alle tod. Ich will sagen, dass der Seitwärts verlauf des Goldes ja was mit Deflationsängste zu tun haben kann. Wenn Investoren dem deutschen Steuerzahler Geld mit negativem Coupon abkaufen, muss man sich ja ernsthaft fragen, warum diese Investoren nicht einfach Gold ganz ohne Coupon kaufen.

    Hallo Sandro,

    „Manche Ökonomen glauben, dass Frauen in China…“. Mir scheinen die Ökonomen noch schwergewichtigere Probleme als dieses zu haben.
    Meine Frau ist nicht Chinesin aber Thailänderin. Gold, Gummistiefel (in Thailand eher Sandalen), ihre Gucci Tasche und meine Rolex haben aber immer noch sehr unterscheidbare Funktionen. Gold ist ein (traditionelles) Wertaufbewahrungmittel, sowohl als Sparbuch als auch als Pfand (für Anleihen, covered bonds) geeignet. Mit Sandalen geht man ins Reisfeld und die Gucci und die Rolex würde ich unter Konsum (Kategorie Luxus), so was wie McDonalds, Nestlé oder Kinghero (ISIN DE000A0XFMW8) abtun wollen. Ja klar, 1 Mrd potentielle Verbraucher — und 1 Mrd Produzenten von Müll. Da gibt es irgendwann „Grenzen des Wachstums“. Anders ausgedrückt: China war ein heißer Tip in ca. 2006. Ich hab mir gestern thailändische Aktien gekauft. Gold und insbesondere Silber folgt im nächsten Monat.

    • Lars said:

      „Wenn Investoren dem deutschen Steuerzahler Geld mit negativem Coupon abkaufen, muss man sich ja ernsthaft fragen, warum diese Investoren nicht einfach Gold ganz ohne Coupon kaufen.“ Da ist was dran ich zumindest würde lieber das Gold nehmen als dem Staat mein sauer Erspartes zu schenken und mich dann noch den Risiken eine bald gallopierenden Inflation auszusetzen. Offensichtlich erwartet die Mehrheit aber eine Deflation und da wäre Gold jetzt nicht unbedingt das richtige Mittel der Wahl…Die Warnungen des IWF muss man durchaus sehr ernst nehmen. Für mich wäre es eher eine Vertrauensfrage…Gold kann ich anfassen und habe immer einen Gegenwert an Kaufkraft, bei Staatsanleihen o.ä. bin ich mir im Punkt „Werterhalt“ nicht so sicher, auch bei deutschen.

      Darf ich Dich fragen welche thailändischen Aktien Du so im Auge/Depot hast? Ich habe früher mal an der Börse in Bangkok gehandelt, immer wenn ich dort für längere Zeit war, und interessiere mich immer noch für den Markt…

  9. Sandro Valecchi said:

    Hallo liebe Lena:

    Manche Ökonomen glauben, dass Frauen in China lieber mit Pastiktüte und Gummistiefeln herumlaufen, aber glücklich mit ein paar Goldunzen sind. Das ist lebensfremd.

    Luxus und Teilhabe am neuen Wohlstand statt Gold: China 2012

    Vor allem dank der neuen Mittelschicht in China herrscht „Goldgräberstimmung“ unter den Produzenten für das Luxussegment von edlen Uhren, noblen Schuhen, teurem Schmuck und Taschen. Analysten überschlagen sich mit Blick auf die Luxus-Branche beinahe vor Zuversicht.

    Der Weltmarkt für Luxusgüter wird in China um 25 % zulegen (Europa um 7 %). Erstmals könnten die Umsätze der Region Greater China, wozu Hongkong, Macau und Taiwan zählen, das Volumen Japans übertreffen. Damit wäre die Volksrepublik – ein kommunistischer Staat – auf Platz 3 jener Länder, in denen die meisten Luxusartikel gekauft werden. Dabei wird es nicht bleiben. Goldman Sachs prognostiziert, dass sich der Weltmarkt bis 2025 mehr als verdoppeln werde. Um 600 Millionen neue Kunden werde er bis dahin reicher sein, allein 200 Millionen davon seien Chinesen. Bereits 2015 soll das Reich der Mitte vor den USA und Europa die globale Nummer 1 im Geschäft mit Edlem und Teurem sein. Und bis zum Jahr 2020 soll Chinas Anteil nach Ansicht des asiatischen Brokerhauses CLSA auf 44 % ansteigen – von der Werkbank der Welt zur Weltmacht des Luxus.
    Mit Luxusprodukten erkauft sich Chinas schnell wachsende Mittel- und Oberschicht (das sind jene, die ein Jahreseinkommen von mindestens 30.000 US-Dollar haben) neue Individualität und sozialen Status. Der steigt traditionell, je mehr teure Geschenke man von Auslandsreisen mitbringt. Das treibt die Chinesen in die noblen europäischen Shoppingadressen. Auch in China selbst hat sich die europäische Luxusindustrie längst etabliert und verzeichnet enorme Wachstumsraten. Hermès etwa ist seit 1997 vor Ort, betreibt heute 19 eigene Geschäfte und verzeichnete zuletzt ein jährliches Umsatzplus von 100 %.

    China konsumiert zusätzlich Güter im Volumen von 500 Milliarden USD pro Jahr:

    Prada unterhält in China 15 Boutiquen, in Italien sind es nur neun. Dolce & Gabbana hat 26 Läden, will auf 41 aufstocken. Montblanc eröffnete unlängst den größten aller 400 Shops weltweit im Citic Building an Shanghais Nanjing Road. Auf 66 flächendeckende Adressen allein in China bringt es Giorgio Armani. Die diversen Labels des Mailänder Modekönigs gelten als die begehrtesten im Land. Das bescherte ihm im vergangenen Jahr 36 % Umsatzwachstum in China. Anders als Prada widersteht Armani seit Jahren den Lockrufen der Börse – bei 600 Millionen Euro liquiden Mitteln hat er sie im Gegensatz zur verschuldeten Konkurrenz auch nicht nötig. China Mobile ist bereits heute mit 650 Mio. Kunden der größte globale Mobilfunk-Konzern.

    Nicht alle Menschen macht Gold glücklich aber viele Anleger haben viel zu hoch eingekauft, teilweise bei der Marke 1.700 oder 1.800. Die ärgern sich freilich über den Verlust und hoffen auf einen Anstieg des Goldpreises.
    Sandro Valecchi

  10. Lena said:

    Obwohl der Goldpreis sehr schwer zu prognostizieren ist, verliert Gold nicht an Attraktivität als sichere Anlage. Ich denke, der Goldpreis wird bald weiter steigen, sicher mit bestimmten Korrekturen. Das Anlegen in Gold lohnt sich sowieso. Man soll aber die anzulegende Summe vorsichtig bestimmen.

  11. Thomas said:

    Gold 2000 US$
    Silber 100 US$

    in 2013. Sicher. Is nur die Frage, was’n US$ in 2013 wert ist.

    Mit ner Unze Gold konnte man schon bei die ollen Ägypter nen Maßanzug kaufen. Heute auch noch.

    • Lars said:

      Naja Thomas, nach meiner Erfahrung ist an der Börse und auch bei Gold und Silber nichts sicher! 😉 Aber mir sollte es Recht sein wenn es denn so kommt. In Euro sieht die ganze Rechnung bei Gold ja gar nicht mal so schlecht aus. Gold war für Europäer der sichere Hafen und bleibt es auch bis zur Lösung der Krise…Danach fahre ich zu den ollen Ägyptern und bestell mir ein paar Maßanzüge…

  12. Pingback: Kleine Presseschau vom 18. Juli 2012 | Die Börsenblogger

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