Author Archives: Lars

Trading Update Commerzbank, Deutsche Bank, Jungheinrich, Stada, Vestas, Molycorp, VW uvm.

Aus meiner persönlichen Sicht war die abgelaufene Handelswoche ein deutlicher Erfolg. Sowohl unsere Trading Position bei Jungheinrich hat sich weiterhin stabil durch alle Turbulenzen gehalten als auch Stada ist planmäßig nach oben ausgebrochen. Mit 16 und knapp 5 Prozent Plus liegen die beiden Positionen bereits in der Komfortzone. Ein kleiner Hinweis an dieser Stelle, auch bei der Bauer Aktie deutet sich in Kürze ein ähnliches Setup an wie bei Stada… Noch besser sieht es bei unseren spekulativen Tading Tipp aus. Die Vestas Aktie die ich hier vor zwei Wochen vorgestellt habe, notiert seitdem satte 41,8 Prozent im Plus, der Trend ist absolut intakt. Nach dem deutlichen Rücksetzer des Seltene Erden Produzenten Molycorp habe ich auch hier eine erste Position aufgebaut die bereits 19 Prozent im grünen Bereich liegt. Ich hoffe Sie konnten an diesen Entwicklungen teilhaben.

Alle anderen Werte haben sich ebenfalls erwartungsgemäß entwickelt. Bankaktien wie die der Deutschen Bank gehörten zu den großen Wochengewinnern. Auch die Commerzbank Aktie arbeitet erneut an einem Ausbruch nach oben. Die 38 Tage Linie spielt dabei offensichtlich eine tragende Rolle und hat zuletzt mehrfach als Boden fungiert. Der Knoten bei der zweitgrößten deutschen Privatbank könnte nun mit der Rede von Mario Draghi am kommenden Donnerstag endgültig platzen. Denn unbegrenzte Anleihekäufe der Euro Krisenstaaten würden viele Unsicherheiten bei der Aktie beseitigen. Zudem arbeitet die Konzernführung weiterhin mit Hochdruck daran die Bank weiter zu verschlanken und künftig effizienter und weniger anfällig zu machen. Sicherlich werden dies Änderungen kurzfristig keine Wunder bewirken, aber die eingeschlagene Richtung stimmt.

Gold- und Silberaktien gehörten ebenfalls zu den großen Gewinnern der abgelaufenen Woche. Sehen sie sich die Charts von Barrick Gold, Goldcorp, Kinross, Iamgold, Hecla Mining & Co. etwas genauer an. Hier wurde bei nahezu allen Werten ein Ausbruch aus den seit Monaten bestehendenTrendformationen nach oben geschafft. Ich habe Ihnen exemplarisch für die Branche mal den Chart des GDX oben eingefügt. Ob dieser Ausbruch gehalten werden kann, oder die Aktien noch einmal in Ihre Trend zurück fallen werden, kann noch nicht mit Sicherheit gesagt werden. Zusammenfassend bleibt aber festzuhalten dass es deutlich schlechtere Setups gibt und das Risiko nach unten momentan überschaubar zu sein scheint. Der Kursverlauf bei den Aktien aus diesem Sektor hat zudem Signalwirkung – der Markt spekuliert offensichtlich weiterhin auf eine baldige Intervention der Notenbanken. Und somit kommen wir zu den letzten beiden Sektoren den ich heute gerne besprechen möchte…

Rohstoffaktien, sollten eigentlich auch von einer möglichen Lockerung der Geldpolitik profitieren können. Die Flutung des Marktes mit frischem Geld hat traditionell zur Folge dass Rohstoffaktien im Allgemeinen, ebenso wie Gold- und Silber Aktien im Speziellen, deutlich zulegen können. Bislang ist aber bei Rohstoffwerten eher das Gegenteil der Fall (siehe Chart 1 Year Performance weiter unten), was man durchaus noch als Kontraindikation betrachten kann. Allerdings muss man dazu sagen dass im Gegensatz zu Gold die Rohstoffpreise zuletzt deutlich unter Druck waren, was wiederum bereits im letzten Quartal auf die Gewinnmarken der großen Rohstoffkonzerne gedrückt hat. Fachleute gehen aber davon aus dass wir bis zum Jahresende noch eine kräftige Erholung bei den meisten Rohstoffwerten sehen werden. Ich sehe das genau so, ohne jetzt auf die einzelnen Faktoren bei der Preisentwicklung eingehen zu wollen. Zudem sind einige Rohstoffwerte historisch günstig bewertet und bieten eine ausgezeichnete Dividendenrendite. Allerdings zeigt der Trend noch nach unten, eine Bodenbildung sollte unbedingt abgewartet werden. Wer also auf  diesen Sektor und eine Jahresendrally – ausgelöst durch die Maßnahmen der Notenbanken – setzen möchte der sollte sich bald entsprechend positionieren. Ich werde in Kürze hierzu eine Aktien Analyse auf Investors Inside veröffentlichen..

Zur Überraschung vieler Marktteilnehmer sind Automobilaktien  in der letzten Woche kräftig unter die Räder gekommen. Im letzten Newsletter hatten ich Sie ja darüber informiert dass ich mit einer kurzfristigen Schwäche rechne. Auch dieser Trend könnte noch ein paar Tage anhalten, bevor er dreht. Aus rein charttechnischer Betrachtung wäre eine weitere Korrektur um die 5 bis 10 Prozent durchaus noch möglich. Dann allerdings sehe ich mit Blick auf das Jahresende 2012 wieder hervorragende Einstiegsgelegenheiten in dem Sektor. Daimler unter 37,- Euro, BMW unter 55,- und VW Vz bei ca. 132,- Euro wären für mich nun erste Zielmarken um über einen Neueinstieg nachzudenken.

Wird Mario Draghi liefern was er versprochen hat?

Die vergangene Handelswoche war mal wieder eher unspektakulär. Große Kursbewegungen blieben aus, und auch der Rücksetzer vom Donnerstag erwies sich einmal mehr als kurzes Intermezzo der Bären, die weiterhin nicht überzeugen können bzw. trotz der immer noch sehr dünnen Börsenumsätze eine weitere Chance verpasst haben das Bild zu drehen. Ben Bernankes Rede am Freitag brachte das erwartete Ergebnis – nämlich gar keines. Und das war am Ende auch gut so, denn eine konkrete Ankündigung für Anleihekäufe oder ähnliches hätte wahrscheinlich sogar mit einer „Sell the News“ Reaktion des Marktes geendet. Meine Erwartung dahingehend dass wir eher eine Bestätigung der bisherigen Aussagen der FED sehen werden, und damit die Hoffnung der Marktteilnehmer weiterhin aufrecht erhalten wird, hat sich somit bestätigt. Der Markt geht nach der Rede Benankes nun fest davon aus dass ein weiters QE3 Programm noch im September beschlossen wird…!

Am kommenden Donnerstag wird Mario Draghi seinen vollmundigen Worten „alles zu tun“ auch Taten folgen lassen müssen. Der Markt erwartet das sich der EZB Chef auch gegen den Widerstand Weidmanns und der Bundesbank dazu entschlossen haben könnte erste konkrete Details zu seinem Anleihekaufprogramm bekannt zu geben. Ich gehe davon aus dass zumindest mögliche Varianten vorgestellt werden, wenn diese auch noch an die ESM Entscheidung des deutschen Bundesverfassungsgerichtes gebunden sein dürften. Im Gegensatz zur Rede Bernankes ist das Enttäuschungspotenzial bei einer Verfehlung dieser Erwartungen aber auch deutlich höher. Denn letztlich hängt nicht nur Europa sondern auch die US Wirtschaft und der Rest der Welt an der Zukunft und Stabilität Europas. Mario Draghi dürfte sich dieser Verantwortung durchaus bewusst ist. Nicht zuletzt die Absage der Teilnahme an dem Notenbänker Treffen in Jackson Hole, wegen eines überhöhten Arbeitspensums, lässt darauf schließen dass hier nun auch an konkreten Umsetzungen zur Stabilisierung der Situation in Europa gearbeitet wird.


Für die kommende Woche erwarte ich zudem dass wir nun endlich eine deutliche Zunahme der Handelsaktivitäten an den Börsen sehen werden. Viele Marktteilnehmer sind aus Ihrem wohlverdienten Urlaub zurückgekehrt und dürften Ihre Tätigkeit bald wieder aufnehmen. Die Volatilität könnte also kurzfristig noch einmal etwas zunehmen. Am Montag wird in den USA der Labor Day gefeiert, die Börsen bleiben somit traditionell geschlossen. Gerade die positive Reaktion des US Marktes am Freitag – nach der Rede Bernankes – und vor allem vor dem langen Wochenende in Amerika, spricht weiterhin für steigende Aktienkurse am Anfang der Woche. Marktteilnehmer die immer noch an der Seitenlinie stehen, ebenso wie die Halter von Short-Positionen werden spätestens nach der Rede Draghis am Donnerstag extrem nervös werden, wenn der EZB Chef liefert was er versprochen hat.

Aus meiner persönlichen Sicht war die abgelaufene Handelswoche ein deutlicher Erfolg. Sowohl unsere Trading Position bei Jungheinrich hat sich weiterhin stabil durch alle Turbulenzen gehalten als auch Stada ist planmäßig nach oben ausgebrochen. Mit 16 und knapp 5 Prozent Plus liegen die beiden Positionen bereits in der Komfortzone. Ein kleiner Hinweis an dieser Stelle, auch bei der Bauer Aktie deutet sich in Kürze ein ähnliches Setup an wie bei Stada… Noch besser sieht es bei unseren spekulativen Tading Tipp aus. Die Vestas Aktie die ich hier vor zwei Wochen vorgestellt habe, notiert seitdem satte 41,8 Prozent im Plus, der Trend ist absolut intakt. Nach dem deutlichen Rücksetzer des Seltene Erden Produzenten Molycorp habe ich auch hier eine erste Position aufgebaut die bereits 19 Prozent im grünen Bereich liegt. Ich hoffe Sie konnten an diesen Entwicklungen teilhaben.

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In diesem Sinne, es bleibt gerade in den kommenden Wochen ganz entscheidend wann man in welchem Sektor investiert ist. Ich werde Sie wie immer bei der Auswahl unterstützen und Sie natürlich auch auf Investors Inside regelmäßig über die wichtigsten Veränderungen auf dem Laufenden halten. Für den DAX hat sich in den letzten 8 Tagen nichts zu meiner Einschätzung von letzter Woche geändert. Somit gibt es hier auch nichts Neues zu berichten. Zunächst einmal wünsche ich Ihnen somit noch ein schönes Rest-Wochenende und einen guten Start in die kommende Handelswoche.

Stada vor Kurssprung?

Die internationalen Börsen wirken im Moment ein wenig als hätte man ihnen Schlaftabletten verabreicht. Wenig Schwung und deutlich geringere Umsätze als erwartet. Auch der neue Schwung durch die Rückkehr der Marktteilnehmer in den USA aus ihrem wohlverdienten Urlaub ist bislang ausgeblieben. Gestern war der Tag mit dem zweitgeringsten Börsenumsatz des laufenden Jahres. Wie ich Ihnen bereits am Wochenende in unserem Newsletter geschrieben habe eiert der DAX erwartungsgemäß um die runde Marke von 7.000 Punkten herum und kann sich nicht für eine klare Richtung entscheiden. Kurzum, alle Welt wartet nur noch auf Ben Bernanke und sein Statement zu einem möglichen QE3 Programm in Jackson Hole. Wir müssen uns wohl darauf einstellen dass sich bis dahin nicht mehr allzu viel bewegen wird. Dennoch gibt es auch heute wieder ein paar interessante Setups bei einzelnen Aktien auf die ich gerne hinweisen möchte.

Anfangen möchte ich heute mit der Stada Aktie, die zuletzt ordentlich verprügelt worden ist. Ob diese Kursbewegung fundamental gerechtfertigt ist oder nicht sei einmal dahin gestellt. Ich möchte mich heute lediglich auf die Charttechnik konzentrieren. Und da deutet alles auf einen baldigen Bounce hin. Der MACD ist unmittelbar davor ein kräftiges Kaufsignal zu generieren. Der Slow Stochastics Indikator hat bereits gedreht. Es würde mich also nicht wundern wenn wir in dieser Woche noch einen kräftigen Kurssprung bei der Stadt Aktie sehen, eventuell sogar schon heute Nachmittag, vorausgesetzt die Schwäche im DAX wird auch heute wieder gekauft.

Nicht vergessen sollte man natürlich dass sich die Stada Aktie bereits seit Mitte 2010 in einem langfristigen Abwärtstrend befindet. Das mögliche Potenzial der Aktie erscheint somit vorläufig etwas begrenzt zu sein. Bis 25,90 Euro wäre aber theoretisch Platz nach oben, was einem ordentlichen Anstieg von über 20 Prozent bezogen auf die heutigen Kurse bedeuten würde. Eine massive Hürde warte auf die Aktie bei 22,70 Euro, in Form der 200 Tage Linie. Diese muss überwunden werden, dann sind kurzfristig wieder Kurse von 24,- oder  mehr zu erwarten.

Trading Update Commerzbank, Porsche, Jungheinrich und Vestas

Die internationalen Finanzmärkte dürften im Vorfeld der FED Jahrestagung in Jackson Hole volatil bleiben. Zudem ist heute die erste Woche seit Beginn der Sommerpause an der die meisten US Trader wieder aus dem Urlaub zurück sind und somit ab heute wieder aktiv in den Markt eingreifen werden. Es ist also davon auszugehen dass die Börsenumsätze ab heute wieder zunehmen werden. Die spannende Frage ist also nun ob diese „neuen“ Marktteilnehmer nun auf die laufende Rallye aufspringen werden oder aber auf eine Gegenbewegung setzen. Nachdem wir in den vergangenen Tagen bereits eine Konsolidierung gesehen haben sehe ich persönlich eine leicht erhöhte Wahrscheinlichkeit dafür dass dieser Rücksetzer von den Nachzüglern nun genutzt wird um kurzfristig auf das Ereignis Jackson Hole zu spekulieren. Dennoch dürfte damit nun auch die Phase eingeläutet werden in der man etwas vorsichtiger werden muss und seine Aktionpositionen genau auswählen. bzw. entsprechend eng absichern sollte.

Meine Favoriten für die kommenden Woche bleiben die gleichen wie vor 8 Tagen. Die Jungheinrich Aktie beispielsweise hat sich auch in der allgemeinen Marktschwäche sehr stark präsentiert. Der Rücksetzer auf 24,50 Euro sollte noch einmal eine gute Einstiegsgelegenheit gewesen sein, bevor die Aktie den Weg in Richtung 30,- Euro antreten kann. Die Situation bei der Commerzbank Aktie ist ebenfalls unverändert spannend. Hier könnte der lang ersehnte Ausbruch bzw. der Abschluss der Bodenbildung in Kürze anstehen. Der Windanlagenbauer Vestas reduziert weiteres Personal um bald wieder in die Gewinnzone zurück zu kehren. Ich hatte ihnen die Aktie kürzlich unter spekulativen Gesichtspunkten vorgestellt. Die Chancen für eine nachhaltige Trendwende stehen hier ebenfalls gut, wenn man etwas Geduld mitbringen kann. Kurzum, es gibt in jeder Börsenphase interessante Setups, unabhängig von der vorherrschenden Windrichtung.

Mein Spielplan für die kommende Woche bleibt somit im Wesentlichen die bestehenden Positionen laufen zu lassen und eng abzusichern, dabei die Stopps täglich zu überprüfen und anzupassen. Bankaktien, Gold- und Silberproduzenten gegebenenfalls weiter aufzustocken und bei den zyklischen Werten, die in der letzten Woche deutlich nahgegeben haben, kurzfristig auf einen Rebound zu setzen. Die Porsche Aktie erscheint mir dabei immer noch eine der interessantesten Wetten im Automobilsektor zu sein. Gelingt hier der Ausbruch über die Marke von 44,- Euro dürften die zuletzt von Analysten wieder angehobenen Kursziele im Bereich um die 54,- bis zum Jahresende noch erreichbar sein. Wie schon eingangs geschrieben sollte aber nicht vergessen werden die neuen Positionen eng abzusichern, denn spätestens im Bereich um die 7.200 Punkte im Dax, die durchaus in dieser Woche erreicht werden können, sollte man wohl etwas Risiko kurzfristig wieder etwas reduzieren.

Showdown in Jackson Hole…?

In der letzten Woche schrieb ich Ihnen: „Die Gefahr dass es sich bei dem Sprung über 7.000 Punkte im Dax um einen sogenannten „Fakeout“ handelt, also ein Fehlsignal, ist ebenso gegeben wie im amerikanischen S&P 500 Index, der gerade an seinen Jahreshöchstständen bei 1.420 Punkten kratzt. Hier lauern nun erst einmal massive Widerstände die es zu überwinden gilt. Das sollte zumindest nicht vergessen werden, denn nicht selten werden solch entscheidende Marken nicht im ersten Anlauf überwunden, oder zumindest noch mehrfach getestet, bevor es weiter nach oben gehen kann. Dennoch hat der DAX nun, aus charttechnischer Sicht, kurzfristig durchaus noch das Potenzial bis zu den Marken Von 7.090 und 7.150 Punkten hoch zu laufen.“

Die 7.090 Punkte Marke wurde kurzfristig übersprungen (das Hoch lag bei 7.105 Punkten) bevor es dann zu ersten Gewinnmitnahmen kam. Nachdem die FED noch am Mittwoch alle Hoffnungen auf eine baldige Geldspritze bzw. weitere geldpolitische Maßnahmen aufrecht erhalten hat lief am Donnerstag die Nachricht über den Ticker dass sich der Präsident der regionalen Notenbank von St. Louis, James Bullard “nicht sicher” sei ob die FED wirklich in Kürze konkret handeln wird. Alleine diese Aussage brachte die Börsen sofort wieder deutlich unter Druck. Wenn der Präsident einer regionalen Notenbank, der zudem bei FED Entscheidungen im Moment gar nicht stimmberechtigt ist, vor laufenden Kameras derartiges von sich gibt, dann hat das für die Weltwirtschaft absolut keinen Mehrwert und dient offensichtlich einzig und alleine dem eigenen Darstellungsdrang.

Unabhängig davon dass ich der Meinung bin dass der Mann recht haben könnte, denn die zuletzt gelieferten Konjunkturdaten aus den USA waren einfach zu gut um einen weiteren Eingriff der FED zu rechtfertigen, bin ich nicht der Auffassung dass solche Äusserungen besonders hilfreich sind. Wie ich in den letzten Ausgaben unseres Börsen Newsletters schon mehrfach geschrieben habe sind die Anzeichen für eine konjunkturelle Verbesserung der US Wirtschaft unverkennbar, der Immobilienmarkt hat die Talsohle durchschritten und auch der US Arbeitsmarkt erholt sich seit einigen Wochen wieder, wenn auch nur sehr schleppend. Wenn die FED zum jetzigen Zeitpunkt ein erneutes Quantitative Easing Programm auflegen sollte, dann könnte ich mir viel eher vorstellen dass dies im Zuge einer konzertierten Aktion der Notenbanken Deutschlands, Japans, Englands und der USA, usw. erfolgen kann. Was auch immer dann der Auslöser für eine solche Aktion dann sein mag…!

Der DAX ist inzwischen um über  18% in nur zweieinhalb Monaten zugelegt. Die Korrektur der letzten Woche sollte also nicht weiter verwundern, bzw. die aktuelle Konsolidierung ist durchaus als gesund zu bezeichnen. Wie man in dem Chart oben erkennen kann gelang es dem DAX bereits am Freitag aber wieder den negativen Trend zu durchbrechen. Auch die positiven Signale vom US Aktienmarkt dürften dafür sorgen dass wir am Montag nun wieder den Aufwärtstrend aufnehmen werden. Erste Kursziele liegen bei 7.033 bis 7.050 Punkten. Gelingt dann auch wieder der Ausbruch über die Marke bei 7.060 Punkte dürfte das letzte Hoch bei 7.105 Punkten erneut in Angriff genommen werden, bevor es dann in Richtung der Jahreshochs bei knapp 7.200 Punkten gehen kann. Wie bereits in der letzten Woche geschrieben erwarte ich erst in diesem Bereich die eigentliche Entscheidung über den weiteren Weg der Börsen bis zum Jahresende.

Aber auch das negative Szenario sollte aber nicht vergessen werden…Grundsätzlich sehe ich den DAX im Moment bei spätestens 6.800 Punkten gut unterstützt. Spätestens ab diesem Niveau erwarte ich aufkommendes Kaufinteresse seitens der institutionellen Anleger, die ihre  kurzfristigen Short-Positionen eindecken und Long-Positionen eingehen werden. Hält diese Marke hingegen nicht muss man sich erneut auf deutlich tiefere Kurse bei Aktien bis Ende September oder Mitte Oktober einstellen. In einzelnen Aktien konnte man in der abgelaufenen Woche bereits erfahren wie sich eine solche Korrektur anfühlen kann. Während der DAX sich immer noch relativ stabil gehalten hat fielen die Kursabschläge bei einzelnen Aktien teilweise recht deutlich aus. Insbesondere zyklische Werte haben gegen Ende der Woche kräftig korrigiert, während Bankaktien weiterhin relative Stärke beweisen. Rohstoffwerte sind wie im letzten Newsletter angekündigt weiter unter die Räder gekommen. Wohingegen die Gold- und Silberaktien erwartungsgemäß weiter zulegen konnten. Alle dieser genannten Trends dürften noch mindestens eine weitere Woche bestehen bleiben. Kräftige Verkäufe sind noch nicht zu fürchten, allerdings wird die Luft nun im Hinblick auf die FED Jahrestagung in Jackson Hole am 30.08.2012 nun wieder etwas dünner….

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Jungheinrich – Einstiegschance für Nachzügler

Bei der Jungheinrich Aktie sehen wir heute einen mustergültigen Rücksetzer auf die letzten Höchststände von Mitte Juni diesen Jahres. Fundamental betrachtet spricht nicht viel für eine solche Kursbewegung, die ich somit eher mit leichten Gewinnmitnahmen erklären würde. Das Unternehmen konnte zuletzt in allen Bereichen weiter zulegen und präsentierte eine blitzsaubere Halbjahresbilanz. Zudem verfügt das Unternehmen über ein solides Auftragspolster für die zweite Jahreshälfte 2012 und hat seine Wachstumsprognose bei Auftragseingang und Umsatz für das Gesamtjahr leicht angehoben. das Eigenkapital je Aktie betrug zum 30.06.2012 ordentliche 21,99 Euro je Aktie…

Da im heutigen Xetra Handel nicht eimal 30.000 Aktien umgesetzt wurden würde ich diese Bewegung auch nicht allzu ernst nehmen. Viel mehr sieht der Intraday Chart für mich so aus als ob hier zum heutigen Handelsbeginn ganz gezielt eine Stopp-Loss-Welle losgetreten wurde. Erfahrungsgemäß werden solche Kursbewegungen bis zum Handelsende dann wieder nahezu komplett ausgebügelt. Aus charttechnischer Sicht befindet sich die Jungheinrich Aktie weiterhin in einem sehr soliden und gesunden Aufwärtstrend mit Kursziel 28,10 Euro. Die aktuelle Unterstützung liegt bei 23,80 Euro. Der heutige Abschlag mit über vier Prozent fällt dabei etwas „aus dem Rahmen“ und sollte für Anleger die den Rebound der Aktie im ersten Zug verpasst haben, ebenso wie für kurzfristig orientierte Trader, eher eine interessante Einstiegsgelegenheit darstellen.

Commerzbank – Die beste Ausbruchs-Chance seit Langem

Heute präsentiert sich die Commerzbank Aktie, neben vielen anderen Bankaktien, mal wieder von Ihrer besten Seite. Mit dem Anstieg auf 1,29 Euro bringt sich der Titel somit erneut in Stellung für einen möglichen Ausbruch nach oben. Man muss ja inzwischen vorsichtig sein mit solchen Aussagen, aber der Chart der Commerzbank Aktie sieht seit heute zumindest wieder deutlich vielversprechender aus als noch vor wenigen Tagen. Denn: mit dem Sprung über die 1,28 Euro ist auch die 38 Tage-Linie erfolgreich überwunden worden. Zudem ist im kurzfristigen Chart deutlich zu erkennen dass die CoBa Aktie eine sogenannte „Cup an Handle“- Formation vollendet hat. Geht die Aktie morgen über die Marke bei 1,31 Euro hinaus wäre das errechnet Ziel dieser Chartformation somit bei knapp über 1,40 Euro zu finden.

Gelingt es also heute auch den US Indizes freundlich zu schließen ist nun zu erwarten dass morgen die nächste Hürde bei 1,31 Euro bereits zum Handelsbeginn genommen werden kann. Bei weiterhin freundlichem Börsenumfeld für den Rest der Woche kann die Aktie dann mindestens bis in den Bereich 1,38 bis 1,40 Euro hochlaufen. Auch die 200 Tage-Linie bei ca. 1.52 Euro gerät dann fast schon wieder in greifbarer Nähe. Hier läge dann auch das kurzfristige Kursziel für die CoBa Aktie um die Bodenbildung endgültig abzuschließen. Allerdings muss man dazu erwähnen dass die US Indizes heute ihre Jahreshöchststände getestet haben. Diese im ersten Anlauf zu überwinden dürfte schwer werden…eher ist nun erst einmal von einer Konsolidierung auf diesem Niveau auszugehen.

Insgesamt bleibt für heute aber festzuhalten dass Bankaktien weltweit offensichtlich wieder interessant für Anleger sind und bereits seit Tagen relative Stärke aufweisen. Sehen Sie sich dazu auch die Charts der amerikanischen und europäischen Branchenvertreter heute einmal etwas genauer an. Ich will noch nicht von einem echten Sektorenwechsel reden, aber die Zeichen sind deutlich. Die Commerzbank gehörte in den letzten Wochen leider immer wieder zu den schwächsten Aktien aus diesem Segment. Deswegen dürfte sich die Aktie diesem schwachen Trend wohl nur entziehen können wenn der Sektor insgesamt weiter anzieht. Dennoch, die Chancen für einen Ausbruch standen wohl schon lange nicht mehr so gut wie heute. Achten Sie deshalb in den kommenden Tagen verstärkt auf die Bankaktien und nicht ausschließlich auf die Entwicklung der Indizes!

TradingUpdate Commerzbank, Jungheinrich, Porsche, VW, Klöckner, Metro, TUI, Vestas uvm…

Nach einer krankheitsbedingten Zwangspause in dieser Woche möchte ich mich abschließend dennoch kurz zum aktuellen Marktgeschehen äussern, da die nun erreichte Marke von 7.000 Punkten im Dax einen ganz wesentlichen Punkt markiert. Wie ich Ihnen in unserem letzten Newsletter geschrieben habe bin ich fest davon ausgegangen dass dieses Ereignis in der laufenden Handelswoche eintreten wird. Grund für diese Annahme war vor allem auch der heutige, kleine Verfallstag für Optionen und Futures. Sieht man sich die aktuell größten Positionen der Stillhalter an, war es naheliegend dass diese Runde Marke als Basis zur Abrechnung der heutigen Kontrakte dienen könnte. Damit ist die nun immerhin zwei Wochen andauernde Seitwärtsbewegung im DAX vorläufig beendet. Die spannende Frage dürfte jetzt also sein was ab Montag nach dem Verfallstag passieren wird.

Die Gefahr dass es sich bei dem Sprung über 7.000 Punkte im Dax um einen sogenannten „Fakeout“ handelt, also ein Fehlsignal, ist ebenso gegeben wie im amerikanischen S&P 500 Index, der gerade an seinen Jahreshöchstständen bei 1.420 Punkten kratzt. Hier lauern nun erst einmal massive Widerstände die es zu überwinden gilt. Das sollte zumindest nicht vergessen werden, denn nicht selten werden solch entscheidende Marken nicht im ersten Anlauf überwunden, oder zumindest noch mehrfach getestet bevor es weiter nach oben gehen kann. Dennoch hat der DAX nun, aus charttechnischer Sicht, durchaus das Potenzial noch bis zu den Marken Von 7.090 und 7.150 Punkten hoch zu laufen. Grundsätzlich besteht oberhalb dieser Marke sogar Potenzial bis an das bisherige Jahreshoch bei 7.190 Punkten. Um diese Marken noch zu erreichen wäre es nun wichtig dass die aktuelle Bewegung am Montag noch einmal bestätigt wird, indem wir weiter steigende Kurse sehen. Spätestens ab Dienstag wissen wir dann also wohin uns die weitere Reise kurzfristig führen wird.

Grundsätzlich bleibt die Tendenz aber weiterhin positiv. Ab 7.200 Punkten im Dax sollte man dann aber kurzfristig wieder deutlich vorsichtiger werden. Zum einen läuft der „saisonale Faktor“ spätestens gegen Ende August langsam aus. Soll heißen, ich erwarte einen durchaus schwierigen September, eventuell sogar noch eine durchwachsene erste Hälfte des Monats Oktober. Zum anderen kann man bereits jetzt wieder deutlich feststellen dass unser aller Freund, die politische Sommerpause, langsam ihr Ende findet. Damit erhöht sich auch das Risiko politischer Turbulenzen an den Kapitalmärkten wieder deutlich. Bereits jetzt bringen sich wieder diverse Politiker in Stellung bzw. meinen offensichtlich dass man sich am schnellsten durch halb durchdachtes Geschwafel wieder etwas mehr ins Licht der Öffentlichkeit rücken kann. Die Diskussion um den Führungsstil unserer Kanzlerin ist da nur eines von vielen Beispielen… (Anmerkung der Redaktion: Diese Kanzlerin hat wenigstens einen Führungsstil!)

Ich möchte heute kurz auf ein paar Einzelwerte zu sprechen kommen, zu meinen weiteren Erwartungen den Gesamtmarkt betreffend habe ich ja in der Vergangenheit mehrfach alles wissenswerte gesagt: Die Jungheinrich Aktie, die ich ihnen in der vergangenen Woche vorgestellt habe, hat erwartungsgemäß den Weg Richtung Norden angetreten. Aktuell notiert der Titel bei ca. 24,70 Euro und somt knappe 16 Prozent über unserem Kaufkurs, was ich als ordentliche Rendite innerhalb von wenigen Tagen ansehen würde. Gelingt es nun die Hürde bei 25,- Euro zu überschreiten dürfte auch noch das Kursziel bei 27,- respektive 28,40 Euro erreicht werden. Die Commerzbank Aktie hat sich inzwischen, nach dem erneuten Schwächeanfall, deutlich erholt. Somit befinden wir uns erneut in der gleichen Ausgangslage wie vor der Veröffentlichung des Halbjahresberichts. Die 38 Tage Linie könnte in Kürze endlich überwunden werden. Die Bankaktie hat, verglichen mit der Kursentwicklung bei anderen europäischen Bankentiteln, dann mindestens einen Nachholbedarf von ca. 30 Prozent. Mein kurzfristiges Kursziel von 1,54 Euro bleibt somit bestehen.

Vorsichtig hingegen wäre ich momentan bei folgenden Werten: Bayer beispielsweise ist ordentlich gelaufen und meiner Meinung nach reif für eine Korrektur, mindestens bis in den Bereich um die 57,- Euro. Bei Rheinmetall bleibe ich bei meiner Einschätzung dass die Aktie in jedem Falle dieses Jahr noch das Gap bei 34,60 Euro schließen wird bevor der Titel nachhaltig steigen kann. Insgesamt bleibt die Nachrichtenlage um den Rüstungskonzern eher gemischt. Auch ein Abtauchen unter die Unterstützung bei 32,50 Euro ist durchaus noch einmal vorstellbar. Nicht allzu euphorisch bin ich ebenfalls bei der K+S Aktie. Auch hier wartet noch ein kräftiges Gap von Anfang Juli auf Schließung. Im Zuge einer baldigen Korrektur im Dax halte ich somit das Erreichen der Marke von 32,80 Euro durchaus noch einmal für denkbar. Wacker Chemie scheint allmählich einen Boden gefunden zu haben, kurzfristig sind hier aber wohl keine deutlichen Kurssteigerungen zu erwarten. Aus meiner Sicht sollte demnächst noch einmal ein Test der Unterstützung bei 50,- Euro anstehen.

Gut gelaufen, und damit eher Kandidaten für baldige Gewinnmitnahmen sind die Aktien von Metro, die weiterhin ein eher bescheidenes Kurspotenzial bieten solange sich die Situation des Unternehmen nicht grundlegend ändert. Zu dieser Kategorie würde ich auch die ThyssenKrupp Aktie zählen, ebenso wie die beiden Energieversorger E.ON und RWE. Es wird Sie als langjährige Leser des Investors Inside Börsenbriefes vielleicht etwas überraschen, aber ich habe meine kurzfristige Sicht auf die Autobauer ebenfalls den aktuellenUmständen angepasst. Alle Aktien von VW, BMW und Daimler bleiben für mich hervorragende Investments. Allerdings gehe ich nicht davon aus dass hier in naher Zukunft noch deutliche Steigerungen des Aktienkurses möglich sein werden. Die Rekordzahlen der letzten Quartale konnten die Kurse nicht in die erwarteten Regionen katapultieren. Im dritten Quartal gehe ich momentan von einer leichten Abschwächung der Dynamik aus, was sich wiederum mit hoher Wahrscheinlichkeit dann in den Aktienkursen widerspiegeln wird.

Die Ausnahme bleibt aus meiner Sicht die Porsche Aktie. Hier wurde seit Monaten alles schlechte teilweise mehrfach eingepreist. Zuletzt erlebte die Aktie einen deutlichen Rücksetzer nachdem bekannt wurde dass ein US Gericht den Antrag auf Abweisung der Klage einiger Hedge Fonds gegen Porsche wegen der gescheiterten VW Übernahme abgelehnt hatte. Porsche ging in Berufung letztlich ist also nichts passiert, der Aktienkurs gab aber erneut kräftig nach. Ich bleibe bei meiner Einschätzung dass das Risiko einer vollumfänglichen Verurteilung Porsches eher gering ist. Alleine der Wert der VW Stammaktien und das damit verbundene mehrheitliche Stimmrecht bei VW ist deutlich mehr wert als die aktuelle Marktkapitalisierung der Porsche SE. Letztlich bleibt die Porsche Aktie, nun nachdem das Automobilgeschäft in den Volkswagen Konzern integriert wurde, eine heiße Wette auf einen positiven Ausgang der Klagen und der Schaffung entsprechender Synergieeffekte im VW Konzern. Mein persönliches Kursziel für Anleger mit Geduld liegt nicht unter 76,- Euro je Aktie.

Fazit: Unter der Voraussetzung dass es gelingen kann die Kurse in den kommenden zwei Wochen noch weiter nach oben zu treiben ist es meiner Meinung nach sehr entscheidend mit welchen Werten man an dieser Phase des vermutlich vorläufig letzten Anstieges des laufenden Quartals teilhaben möchte. Wie ich Ihnen schon in der letzten Woche geschrieben habe geraten die gut gelaufenen Aktien von hochkapitalisierten Gesellschaften bereits seit Tagen ins Stocken während kleinere Nachzügler Aktien noch kurzfristig deutliches Potenzial bieten. Gute Beispiele dafür sind neben Jungheinrich auch Aktien wie Klöckner & Co., Gildemeister, TUI, SAF und Aixtron, um nur ein paar zu nennen. Eine Bauer Aktie ist auf dem aktuellen Kursniveau, unabhängig von der grundsätzlichen Börsenrichtung, für mich persönlich immer einen Kauf wert. Wer es spekulativer mag sieht sich beispielsweise mal die verprügelte Vestas Aktie oder Veolia etwas genauer an. Goldminenaktien wie die von Barrick Gold sind jetzt wieder extrem interessant, während alle großen Rohstoffaktien weiterhin schwach bleiben dürften.

Es würde zu weit führen zu allen von mir beobachteten Titeln hier ein kurzes Update zu schreiben. Ich hoffe Ihnen jedoch mit dieser knappen Übersicht etwas bei Ihren Anlageentscheidungen geholfen zu haben. Und denken Sie bitte immer daran: Man muss dem Trend folgen so lange er läuft. Wenn die Musik dann aber aufhört zu spielen ist es Zeit die Party zügig zu verlassen! In diesem Sinne wünsche ich Ihnen stets die richtigen Entscheidungen und ein erholsames Wochenende.

Grünes Geld – investieren in ökologische Geldanlagen

Immer mehr Menschen suchen nach Sicherheit bei der Anlage Ihres Geldes. Wie wir alle aber inzwischen wissen gibt es diese Sicherheit bei keiner Anlageklasse mehr. Der Anleihemarkt hat durchaus seine Tücken und die Kursschwankungen am Aktienmarkt sind nicht jedermanns Sache. Rohstoffe oder Devisen sind teilweise noch größeren Schwankungen ausgesetzt, etc. Um so interessanter kann es sein sich nach Alternativen umzusehen, die zum einen einen längeren Anlagehorizont erfordern, zum anderen aber auch auf Renditen hoffen lassen, die relativ unabhängig von dem aktuellen Geschehen an den Kapitalmärkten sind. Zudem enthalten die meisten Anlageprojekte oftmals noch eine soziale Komponente oder bessern die persönliche CO2 Bilanz auf. Auch das sind sicherlich erwähnenswerte Komponenten!

Gemeint ist hier natürlich, wie der Titel schon ahnen lässt, die Investition in Nachhaltigkeit durch den Anbau oder die Nutzung von natürlichen Rohstoffen wie Holz, Wasser, Sonne, Wind, etc. Wie bei anderen Geldanlagen auch gilt es aber auch hier zu vergleichen und sich vor der Investition genau zu informieren welchem Anbieter man sein Geld anvertrauen kann. Eine schöne Seite die ich hier zum Thema Geld anlegen in grüne Investments gefunden habe möchte ich Ihnen heute kurz vorstellen. Grünesgeld24 befasst sich intensiv mit dem Thema und stellt verschiedene Möglichkeiten der grünen Geldanlage, sowie hilfreiche Hintergrundinformationen zur Verfügung. Wer also an diesem nicht so sonnigen Wochenende noch ein wenig Zeit für sein langfristigen Vermögensaufbau mit Umweltfonds investieren möchte, sollte dort vorbeischauen.

Die Commerzbank wird solide…

In den letzten Tagen habe ich im Zusammenhang mit der Rheinmetall Aktie und dem geplanten Leopard Panzer Deal von Krauss Maffei mit Saudi Arabien mal wieder das Wörtchen „Moral“ ins Spiel gebracht. Natürlich ist mir völlig klar dass dieses kleine und unscheinbare Wort in der heutigen Finanzwelt nicht mehr viel verloren hat. Es wäre eine Illusion davon auszugehen dass Unternehmen, und hier insbesondere die Banken, sich ihrer moralischen Verantwortung bewusst werden, habe ich noch vor kurzem gedacht. Heute werde ich offensichtlich eines Besseren belehrt. Laut einem Bericht im Spiegel Online hat die Commerzbank sämtliche Spekulationen mit Nahrungsmitteln komplett eingestellt und wird diese auch in Zukunft nicht mehr aufnehmen. Die zweitgrößte deutsche Bank hat alle Agrarprodukte aus dem Rohstoff-Fonds ComStage ETF CB Commodity EW Index TR herausgenommen, teilte die Verbraucherorganisation Foodwatch heute mit. Ich unterstelle dabei einfach mal dass nicht nur wirtschaftliche, sondern auch moralische Überlegungen hinter einem solchen Schritt stecken.

Ehrlich gesagt ist mir kein vergleichbarer Fall aus der Bankenwelt bekannt. Dieses fast schon historische Ereignis ist somit aus meiner persönlichen Sicht auch unbedingt erwähnenswert. Die Banken stehen seit Jahren in der Kritik durch diese Spekulationen immer wieder für deutlich steigende Preise bei Agrarrohstoffen zu sorgen und den Hunger in den Entwicklungsländern damit noch zu verschlimmern. Die CoBa hat sich nun entschieden diesen Geschäftszweig aufzugeben. Ich sehe es als einen weiteren und sehr bedeutenden Schritt der Bank auf dem Wege zu einem soliden Finanzunternehmen. Man kann an dieser Stelle nur hoffen dass der Ausstieg der Commerzbank aus dem Nahrungsmittel-Geschäft auch bei anderen Banken Schule machen wird. Insbesondere die Deutsche Bank ist aufgefordert diesem Beispiel zu folgen. Der Branchenprimus „prüft“ schon seit längerem einen möglichen Ausstieg aus diesen Geschäften, bisher leider ohne Ergebnis.

Commerzbank – Der Tag der Entscheidung?

Die Commerzbank wird morgen ihre Halbjahresbilanz vorlegen. Die Eckdaten sind weitestgehend bekannt, da die vorläufigen Daten bereits Ende Juli bekannt gegeben wurden. Dennoch dürfte der morgige Handelstag für Commerzbank Aktionäre besonders spannend werden. Insbesondere der Ausblick auf das Gesamtjahr wird von vielen Analysten mit Spannung erwartet. Zuletzt konnte Martin Blessing mit einer erfreulichen Steigerung des harten Kernkapitals der Bank auf nunmehr 12 Prozent überzeugen. Damit erfüllt die CoBa die Kapitalanforderungen problemlos. Gelingt es dem Firmenlenker nun noch weitere positive Überraschungen drauf zu packen dürfte das auch dem Aktienkurs gut tun.

Seit Ende 2011 ist es Martin Blessing gelungen nicht nur die Kapitallücke von 5,3 Milliarden Euro zu schließen, sondern auch noch weiteres Kapital freizusetzen. In dem genannten Zeitraum wurden insgesamt 8, 1 Milliarden Euro Eigenkapital aufgebracht. Alleine diese Fakten sind sicherlich bemerkenswert genug. Die vorläufigen Zahlen zum zweiten Quartal haben Analysten hingegen enttäuscht. Das EBIT blieb mit 350 Millionen unter den Erwartungen von etwa 500 Millionen Euro. Man darf also gespannt sein ob nicht doch noch der ein oder andere Euro Gewinn in der Bilanz „gefunden“ wurde, womit sich das Ergebnis noch etwas freundlicher darstellen lässt.

Der Chart der Commerzbank Aktie sieht seit heute zumindest wieder vielversprechend aus. Heute konnte der Titel bereits wie erwartet über der wichtigen Marke von 1,28 Euro Handel beenden. Mit dem Sprung über die Marke ist auch die 38 Tage-Linie erfolgreich überwunden worden. Aus charttechnischer Sicht ist nun zu erwarten dass morgen die nächste Hürde bei 1,31 Euro ebenfalls genommen werden kann. Bei guten Nachrichten und einem entsprechenden Ausblick  sollte die Aktie dann mindestens bis in den Bereich 1,38 bis 1,40 Euro hochlaufen. Die 200 Tage-Linie bei ca. 1.54 Euro gerät dadurch fast schon wieder in greifbarer Nähe. Hier läge dann auch das kurzfristige Kursziel um die Bodenbildung bei der CoBa Aktie endgültig abzuschließen. Es könnte also ein großer Tag für CoBa Aktionäre werden…!

Vergessene Aktien – Trading-Tipp Jungheinrich AG

Auch wenn in den letzten Wochen die hochkapitalisierten Werte besser gelaufen sind lohnt ein Blick in die zweite Reihe. Geht man davon aus dass sich die Weltkonjunktur in der zweiten Jahreshälfte wieder erholen wird, könnten insbesondere manche Nachzügler-Aktien bereits heute für einen Einstieg sehr interessant sein. Ein klassisches Beispiel hierfür ist nach meinem Dafürhalten die Aktie der Jungheinrich AG. In den ersten Monaten des Jahres hat das Unternehmen den Auftragseingang um 7 Prozent auf 754 Millionen Euro gesteigert. Der Umsatz wuchs in diesem Zeitraum ebenfalls um 11 Prozent auf 698 Millionen Euro. Insgesamt geht der Konzern somit weiterhin von einem Auftragseingang in Höhe von 2,1 Milliarden Euro für das Gesamtjahr aus. Das Ergebnis des Vorjahres soll damit erneut erreicht, oder gar übertroffen werden.

Jungheinrich wird am 09. August sein Zahlenwerk für das abgelaufene Quartal präsentieren. Analysten rechnen damit dass diese gut ausfallen werden und die bisherige Prognose nach oben angepasst werden dürfte. Mit einer Marktkapitalisierung von 340 Millionen Euro, einem KGV von 7,04 für das Jahr 2012 und einem Buchwert je Aktie der über dem aktuellen Kursniveau liegt, würde ich das Chance/Risiko Verhältnis bei der Aktie zudem als äusserst günstig einstufen. Die Aktie befindet sich seit Anfang Mai (noch) in einem intakten Abwärtstrend, der aber nach der Vorlage guter Zahlen schnell verlassen werden dürfte. Die 38-Tage Linie befindet sich bei ca. 22.50 Euro, die 200 Tage Linie knapp unter der 23,- Euro Marke.

Ein Anstieg der Aktie über diese beiden Linien würde somit weiteres deutliches Kurspotenzial freisetzen. Ein erstes Kursziel sehe ich bei 25,- Euro. In einem weiterhin freundlichen Börsenumfeld sollte das letzte Hoch bei 26,60 Euro wieder erreichbar sein. Analysten gehen durchschnittlich von einem Kursziel in Höhe von 29,50 Euro aus. Die Jungheinrich Aktie ist aus meiner Sicht vor der Veröffentlichung der Zahlen einen genaueren Blick wert. Sowohl der Slow Stochastik Indikator als auch der MACD deuten auf ein baldiges Kaufsignal hin, Die Umsätze in der Aktie haben in den letzten Tagen deutlich zugenommen..!

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