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Talanx Börsengang – Signalwirkung für Rheinmetall und Hess?

Heute ist es endlich soweit…die Talanx Aktien werden zum ersten Mal an der Börse gehandelt. Dabei war der Weg bis hier hin alles andere als einfach für das Unternehmen. Insgesamt wurden 25,5 Millionen Aktien zum Preis von 18,30 Euro ausgegeben, somit liegt der Ausgabepreis eher am unteren Ende der ursprünglich geplanten Preisspanne zwischen 17,30 Euro und 20,30 Euro. Marktexperten hatten dem IPO im Vorfeld noch einen deutlich höheren Ausgabepreis zugetraut, doch die allgemeine Unsicherheit an den Kapitalmärkten ebenso wie die mehrfach verschobenen Börsengänge einiger Unternehmen haben hier wohl Ihre Spuren hinterlassen. Auch für Talanx ist es bereits der zweite Anlauf für den Sprung aufs Parkett.

Erst Mitte Juli wurde der ursprünglich geplante Termin kurzfristig abgesagt. Damals wollte das Unternehmen noch rund 700 Millionen Euro durch den Börsengang einnehmen. Inzwischen hat man dieses Ziel verworfen und ist deutlich bescheidener geworden. Durch den Börsengang erlöst Talanx rund 476 Millionen Euro. Inklusive der Greenshoe-Option würde der Konzern zusätzlich etwa 50 Millionen Euro einnehmen. Damit wäre das neue Ziel von 500 Millionen Euro erreicht. Der Streubesitz beträgt liegt dann etwa bei 11,2 Prozent. Talanx wird ab heute unter der WKN TLX100 gehandelt.

Der heutige Börsengang, ebenso wie die Entwicklung der Aktie in den kommenden Tagen, dürfte Signalwirkung haben. Einige Unternehmen, darunter auch Rheinmetall Tochter Kolbenschmidt Pierburg haben ihre Pläne an die Börse zu gehen erst einmal auf Eis gelegt, da das Umfeld zu schwach ist. Sollte der Börsengang von Talanx gelingen sind die Chancen darauf dass sich auch andere Unternehmen nun wieder trauen werden zumindest besser als bisher. Vielleicht klappts ja dann auch endlich mit der Automobilsparte von Rheinmetall. Nach meiner Erfahrung ist es besser einen Börsengang auch in einem ungünstigen Börsenumfeld wie geplant durchzuziehen und nicht sogar mehrfach zu verschieben. Das dürfte auch bei Rheinmetall am Ende einen ordentlichen Betrag gekostet haben. Wir werden sehen…!

Wacker Chemie Aktie – jetzt kaufen?

Endlich ist die Wacker Chemie Aktie heute unter die runde Marke von 50,- Euro gerutscht. Nicht dass ich irgendwie gehässig wäre oder Sie diese Aussage nun falsch auslegen sollten, nein es geht mir viel mehr darum dass dieser Test schon seit längerem anstand. Immer wieder drehte die Aktie kurz vor dem Erreichen dieses Ziels wieder nach oben ab. Offensichtlich gab es aber  auch schon seit längerem  „unsichtbare Kräfte“ die es gut verstanden haben zu verhindern dass sich der Aktienkurs allzu weit von dieser Marke nach oben absetzen würde. Somit ist dieses Ziel nun endlich abgearbeitet worden, einige größere Stopp-Loss Orders wurden in der Folge ausgeführt und nun kann der eigentlich spannende Teil beginnen.

Aus charttechnischer Sicht sah die Wacker Chemie Aktie bereits seit längerem gar nicht mal so schlecht aus, wenn man mal den Kursrutsch von 170,- auf  unter 60,- Euro ausser Acht lässt und sich nur auf den Kursverlauf des letzten halben Jahres konzentriert. Seit Monaten deutet der Chart auf eine Bodenbildung zwischen 50,- und 57,- Euro hin. Die 200-Tage Linie ist seitdem deutlich nach unten gekommen und erscheint mir nun  bei ca. 61,- Euro wieder in erreichbarer Nähe zu sein. Die Aktie ist auf dem aktuellen Niveau deutlich überverkauft und zudem am unteren Bollinger Band angekommen. Aus meiner Sicht wird damit die Luft nach unten immer dünner… zudem die Wacker Chemie Aktie heute unter Buchwert notieren dürfte.

Wie ich Ihnen schon mehrfach hier im Blog geschrieben habe sehe ich auch keinen wirklichen Grund für ein deutliches Abgleiten des Titel. Wacker Chemie ist und bleibt ein breit aufgestelltes Spezialchemie Unternehmen. Ein paar Analysten sind der Meinung dass wir noch Kurse um die 47,- bis 48,- Euro sehen könnten, was ich an dieser Stelle auch gar nicht ausschließen möchte. Noch immer leidet auch Wacker Chemie, wie so einige anderen Anbieter auch, vorrangig unter rückläufigen Preisen beim Polysilizium. Während der Lieferpreis für 9N Polysilizium im August bei 27,80 US-Dollar lag, betrug er auf dem Spotmarkt 21,90 Dollar. Der Preis für 6N bis 8N Polysilizium notierte bei 22,70 Dollar, während sich der Spotmarktpreis auf 20,10 Dollar belief. Momentan beraten sich somit nahezu alle großen Hersteller darüber die Produktion in dem Segment zu reduzieren um die Preise zu stabilisieren.

Zum Ausgleich dieser momentan noch unbefriedigenden Situation hat die Wacker Chemie AG inzwischen den Ausbau anderer Geschäftsaktvitäten voran getrieben. So wurde kürzlich bekannt, dass das Unternehmen ein neues Werk zur Herstellung von Bindemitteln für die Bau- und Papierindustrie in Südkorea baut. Damit soll die stetig steigende Nachfrage nach Farben, Klebstoffen und Beschichtungen um ca. 40.000 Tonnen bedient werden. Auch die Expansion nach USA wurde vorangetrieben. Im US-Bundesstaat Tennessee wird nun ein neuer Produktionsstandort aufgebaut um sich von dem derzeit schwächlenden Europa Geschäft für die Zukunft unabhängiger zu machen.

Zuletzt hatten ein großes deutsches Anlegermagazine zum Verkauf der Aktie geraten, was kurzzeitig noch einmal Abgabedruck bei der Aktie erzeugt hat. Genauso schnell wie die Aktie heute unter die Marke von 50,- Euro abgetauscht ist kann auch wieder eine Gegenbewegung erfolgen. Momentan betrachte ich diese Bewegung eher als letzten ultimativen Test nach unten. Natürlich kann ich ihnen auch nicht versprechen dass wir demnächst wieder höhere Kurse sehen werden, aber die Erfahrung hat mich gelehrt dass Kursbewegungen dieser Art nicht selten am Ende eines Trends zu finden sind. Das Risiko nach unten würde ich bei maximal 10 Prozent sehen. Ich kann nur jedem interessierten Anleger raten sich mal etwas näher mit der Wacker Chemie AG zu beschäftigen. In vielen Bereichen ist das Unternehmen führend wie z.B. auch beim Material für thermoplastische Einkapselungen von Solarzellen zur Verhinderung von potenzialinduzierten Degradation 😉

DAX…wenn dann jetzt ! VW, Conti, Dürr, K+S, BMW, Salzgitter und Rheinmetall im Fokus

Die Krisenangst ist wieder da, was wohl auch angesichts der teilweise wieder zunehmend dramatisch dargestellten Nachrichten aus Europa kein Wunder ist. In Spanien und Griechenland sind die Menschen erneut gegen die Sparauflagen auf die Straße gegangen. In Deutschland und den USA trüben sich die Konjunkturdaten weiter ein. Und China hält sich mit „befreienden“ Konjunkturprogrammen ebenfalls weiterhin zurück. Woher sollten also nun die nächsten positiven Impulse an den Börsen kommen, zumal wir uns immer weiter auf den Wahltermin in den USA und das Erreichen der sogenannten Fiscal Cliff zu bewegen? Insgesamt ist die Stimmung also direkt nach den beruhigenden Ankündigungen der Notenbanken wieder schnell gekippt und die Sorgen überwiegen einmal mehr.

Die eigentlich spannende Frage ist in diesem Zusammenhang nun also wie schnell sich dieses Mal ein Gewöhnungseffekt bei den Anlegern einstellen kann und wie lange es dauern wird dass auch die positiven Meldungen (ja, die gibt es!) wieder gehört werden…Eine mögliche Befreiung aus dieser Situation lässt leider weiterhin auf sich warten. Spanien konnte sich immer noch nicht durchringen den längst überfälligen Antrag auf Hilfe zu stellen. Die Renditen für die Staatsanleihen des Landes erreichen darauf hin schon bald wieder ein ungesundes Niveau. Die EZB kann und will nicht eingreifen, solange der Antrag nicht vorliegt, also alles wie gehabt. Irgendwann wird sich eine der beiden Seiten wohl bewegen müssen, um ein erneutes Chaos an den Kapitalmärkten zu vermeiden. Dieses Machtspielchen kann sich aber wohl noch etwas hinziehen..!

Auch die teilweise etwas eigenartige Wahrnehmung mancher Marktteilnehmer in der aktuellen Börsenphase darf man durchaus bemerkenswert finden, denn diese liefert nicht selten ein deutlich verzerrtes Bild. Während einige „Fachleute“ sich gerne selber auf die Schulter klopfen und in Ihren Blogs und Foren darüber auslassen wie toll Sie die letzte Börsenphase gemeistert haben und wie treffsicher Sie mit ihren Prognosen gewesen sind (da der DAX ja lediglich leicht konsolidiert hat und/oder Gold gestiegen ist!) sieht die traurige Wahrheit in den Depots so mancher Anleger doch etwas anders aus. Denn, einzelne Aktien haben im Gegensatz zu unser aller liebstem Leitindex inzwischen nicht nur die Gewinne seit den Notenbank- Exzessen wieder vollständig abgegeben, sondern noch einiges darüber hinaus. Auf gut deutsch: Was hilft mir ein leicht korrigierter Dax wenn ich das Depot voller deutscher Standardwerte habe, die offensichtlich ein Eigenleben führen..!

Auch ich hätte in der zweiten Wochenhälfte eher mit verstärktem Window Dressing und wieder anziehenden Kursen gerechnet. Diese Annahme war offensichtlich falsch, was aber nicht heißen soll dass sich dadurch meine grundlegende Strategie geändert hat. Nachdem ich meine Aktienquote zuvor etwas reduziert haben wurde nun in die Schwäche hinein wieder aufgebaut. Dabei sind mir unter anderem nun noch die Dürr Aktien (toller Trendfolger), Anteilsscheine von K+S (ja ich habe meine Meinung geändert!) sowie erste Rückkauf  Positionen bei Continental und VW (muss sein!) etc. ins Depot gefallen. Weitere Kandidaten wie BMW, Rheinmetall oder Salzgitter sind noch nicht ganz da wo ich sie gerne hätte. Ich werde Sie sowohl im Blog als auch über den kostenlosen Newsletter aber auf dem Laufenden halten. Schauen Sie dazu auch bitte gelegentlich auf unseren Live Ticker auf Investors Inside.

Nun aber der aktuelle DAX Chart, der durchaus zur Vorsicht mahnt, aber auch deutliche Chancen bietet!

 

 

Es ist unschwer zu erkennen in welcher Situation wir uns hier aktuell befinden. Mit dem Kursrutsch am Freitag wurde das letzte signifikante Hoch aus dem März diesen Jahres von oben (fast) getestet. Dies liegt bei 7.198 Punkten. Der DAX hat zudem am Freitag in der Nähe der unteren Begrenzung des mittelfristigen Aufwärtstrends aufgesetzt. Ansich ein guter Zeitpunkt um eventuell neue Long Engagements einzugehen und auf eine Rückkehr in den Trendkanal zu setzten. Aber eben auch mit deutlichen Risiken verbunden. Im Falle eines Trendbruchs nach unten würden wir wohl sehr schnell eine neue Abwärtswelle sehen, die den wenigsten von uns recht sein kann. Im S&P 500 sieht der Chat exakt genau so aus, allerdings ist hier noch etwas Luft zwischen der Trendlinie und dem letzte Hochpunkt aus dem März.

Hinzu kommt noch eine Beobachtung die ich gemacht habe und auf die ich Sie heute gerne hinweise. Am Freitag war in der letzten Minute des Xetra Handels die Hölle los. Große Verkaufsorders kamen in den Markt und versuchten den Deutschen Leitindex in letzte Sekunde noch zum Absturz bzw. Bruch des Aufwärtstrends zu bewegen. Das Ergebnis können Sie deutlich in den Charts nahezu aller namhaften Aktien erkennen. Für mich zumindest ein deutliches Warnzeichen, auch wenn das sogar etwas Gutes bedeuten könnte. Denn nicht selten werden solche Marken noch mit einem finalen Rutsch erreicht und somit viele Stopps abgefischt, bevor der Trend dann wieder nach oben dreht.

In der letzten Woche waren die Bewegungen in den meisten Aktien zudem davon geprägt dass hier die zuvor überkaufte Situation nunmehr nahtlos in eine überverkaufte gewechselt hat. Die Abgaben fielen sehr kontrolliert (und gewollt?) aus, von Panik oder dergleichen also keine Spur. Aus charttechnischer Sicht haben wir nun in nahezu allen von mir beobachteten Setups eine hervorragende Ausgangssituation für einen wieder nach oben drehenden Markt. Wie Sie sehen können bin ich also im Moment etwas hin- und her gerissen. Mein Ratio sagt mir dass die Kurse, die ich in der letzten Woche zum Einstieg genutzt habe, unter mittelfristigen Gesichtspunkten hervorragend gewählt sind. Nahezu alle Aktien die sich jetzt in meinem Depot befinden haben wichtige Charttechnische Unterstützungen erreicht, Gaps geschlossen, oder befinden sich in einem intakten Trendkanal. Wenn da nicht die Möglichkeit wäre dass die Bären nun die Oberhand gewinnen könnten, würde ich mich einfach zurücklehnen und das Ganze laufen lassen.

Ich kann Ihnen also in dieser Woche nicht wirklich Mut machen sich stark in eine Richtung zu exponieren. Es ist eine Ausgangslage die ich als 50 : 50 bezeichnen würde. Für mich spricht vieles für wieder steigende Kurse, zudem wir am Montag mit etwas Glück den “ First Of Month Jumper Trade “ erwarten können. Zudem haben wir am 1, 2, 3, und 4. Oktober wieder POMO Buy Operations der Federal Reserve Bank auf dem Kalender, bis dann am 5. Oktober erstmalig wieder ein größere Verkauf ansteht. Diese Faktoren sollten den Markt in den nächsten Tagen stützen. Saisonal betrachtet waren die ersten Handelstage in einem neuen Monat überwiegend positiv. Die eigentliche Entscheidung könnte also noch ein paar Tage verschoben werden.

Ich wünsche Ihnen somit insbesondere für die nächsten Tage die richtigen Entscheidungen!

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

 

P.S. Ich habe mich im Blog in der letzten Woche wieder etwas verstärkt mit der Charttechnik bei der Commerzbank unter dem Titel „The Good, the Bad and the Ugly“ beschäftigt. Ebenso wie mit einem Trade auf die jüngsten Geschäftszahlen bei der Research in Motion Aktie und den Aktien der deutschen Autobauer  Das könnte Sie interessieren…In der kommeden Woche werde ich versuchen möglichst viele charttechnische Updates zu den Depotwerten für Sie zu veröffentlichen. Vorab verweise ich Sie gerne schon mal auf einen älteren Artikel vom 17. August über die Rheinmetall Aktie und einige andere, der immer noch aktuell ist. Zur K+S Aktie habe ich meine Meinung inzwischen revidiert. Hier haben zuletzt einige Analysten für gute Stimmung gesorgt und die Aktie zeigt seit Tagen ausserordentliche Stärke. Wer Lust hat schaut sich auch mal die Facebook Aktie etwas genauer an…!

Commerzbank – The Good, the Bad and the Ugly…

Eine erneut – fast schon tragische – Woche liegt hinter den Commerzbank Aktionären. Nachdem zunächst alles danach aussah als könnte das zweitgrößte deutsche Bankhaus die Kurve nun endlich genommen haben, stürzte das Papier umgehend wieder ab. Die spannende Frage ist nun wie es hier weiter gehen könnte. Dazu heute ein kurzer Blick in die Charttechnik. Natürlich ist mir an dieser Stelle völlig bewusst das charttechnische Betrachtungen, insbesondere bei einer Commerzbank Aktie, die permanent durch Nachrichten beeinflusst wird, eher eine untergeordnete Aussagekraft haben. Dennoch möchte ich hier den Versuch unternehmen den Blick, trotz all dem medialen Getöse, weiterhin auf das Wesentliche zu richten.

The Good

 

Deutlich zu sehen ist, oder besser war, der Ausbruch aus dem mittelfristigen Abwärtstrend im Drei-Jahres-Chart der Commerzbank Aktie. Deutlich zu sehen ist auch dass die Aktie weiterhin an der Bodenbildung arbeitet. Zudem habe ich Ihnen hier einmal mein bereits seit längerem bestehendes und ganz persönliches Kursziel eingezeichnet, dass ich für den Fall eines Ausbruchs nach oben (Über 2,20 Euro) als realistisch angesehen hätte. Zum einen verläuft hier der langfristige Abwärtstrend der Aktie, der irgendwann zumindest getestet werden dürfte, und zum anderen sehen Sie das deutliche Gap, dass es noch zu schließen gilt. Weitere kurzfristige Gaps auf der Oberseite hat der letzte Kursrutsch hinterlassen, sodass grundsätzlich eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht dass diese demnächst wieder geschlossen werden. Soweit zur grauen Theorie…

The Bad

 

Der Ausbruch aus dem mittelfristigenAbwärtstrend ist zwar geglückt, wie wir alle wissen, aber leider hat die Aktie dann im Anschluss umgehend auf der Hacke kehrt gemacht. Die hier eingezeichnete Unterstützung (zwischen 1,47 und 1,48 Euro) hätte eigentlich nicht mehr unterschritten werden dürfen. Die hier eingezeichneten Fibonacci Retracements wurden nahezu perfekt abgearbeitet, sodass ein weitere Anstieg im Anschluss an diese Bewegung geradezu mustergültig gewesen wäre. Aber dann kam wiedermal alles anders…

The Ugly

 

Gestern nun kippte der Aktienkurs der Commerzbank unter die wichtige Marke von 1,40 Euro, was sicherlich dazu geführt hat, dass spätestens hier einige Stopp Loss Orders ausgeführt wurden. Hier liegt auch das 61,80 Retracement, dass auch meiner Sicht den letzte Halt bieten dürfte, bevor die Aktie dann endgültig komplett abtaucht. Noch ist sicherlich nicht alles verloren, auch wenn die Entwicklung der Aktie durchaus als enttäuschend bezeichnet werden kann. Gelingt hier die Trendwende, und kann die Aktie wieder über das Level von 1,48 Euro in den kommenden Tagen ansteigen, dann ist alles in Butter. Ein erstes wichtiges Ziel für heute wäre dabei ein Schlusskurs über 1,43 Euro! Fällt die CoBa Aktie hingegen nachhaltig unter die Marke von 1,40 Euro dann wäre zunächst 1,29 Euro und später dann 1,22 Euro das Ziel.

Grundsätzlich habe ich mir persönlich allerdings in den letzten Tagen –  wie offensichtlich viele andere Anleger auch – die „Vertrauensfrage“ gestellt. Nachdem nicht nur von medialer Seite weiterhin und permanent Querschüsse kommen, sondern auch Commerzbank Chef Martin Blessing, aus meiner Sicht nicht gerade ein Meister der positiven Suggestion ist, muss man sich fragen ob ein Investment in die Commerzbank wirklich ein Investment ist oder eher ein Glücksspiel. Ich für meinen Teil habe meine Konsequenzen aus den letzten Pressekonferenzen der Commerzbank gezogen in denen Herr Blessing einen zweiten Schuldenschnitt für Griechenland herbeiredet. Commerzbank Analysten sehen das offenbar anders. Ich werde den Teil, den ich wie geplant zu 1,65 Euro verkauft habe, nicht wieder in die Commerzbank Aktie stecken. Natürlich bleibt meine Grundposition in der Aktie bestehen, dazu ist die Story einfach zu interessant, den Rest lege ich vielleicht mal vertrauensvoll in die Hände von Herrn Jain und Herrn Fitschen…

Börsentermine: Der DAX zwischen Rosh Hashanah und Yom Kippur…!

Der gestrige Handelstag hatte es mal wieder in sich. Die von vielen Marktteilnehmern lange herbei gesehnte Korrektur führte den Dax zunächst weit unter die Marke von 7.300 Punkten im Dax, was ansich durchaus gesund ist. In einzelnen Aktien hingegen sahen die Kursverläufe bereits seit Tagen nicht mehr ganz so erbaulich aus. Treppenähnlich ging es stetig weiter nach unten. Letztlich sind damit in den meisten Aktien alle Kursgewinne, die zuvor durch die Maßnahmen der Notenbanken initiiert wurden, wieder abgebaut worden. Ich hatte Sie ja bereits darauf aufmerksam gemacht dass die noch offeneren Gaps bei einigen Aktien mit hoher Wahrscheinlichkeit noch geschlossen werden müssen, bevor der Markt dann im Anschluss nachhaltig weiter steigen kann. Ob dieser Zeitpunkt bereits gekommen ist lässt sich allerdings derzeit nur schwer abschätzen.

Gestern haben wir nun den ersten Tag seit längerem erlebt an dem die Bullen wieder überzeugen konnten. Der Tag nach Yom Kippur, was den meisten Anlegern nichts sagen dürfte. Eine alte Börsenweisheit besagt dass man zwischen den beiden jüdischen Feiertagen Rosh Hashanah und  Yom Kippur besser nicht im Aktienmarkt investiert sein sollte, da dieser Zeitraum traditionell einer der schwächsten des Jahres ist. Wie wahr diese Theorie ist, werden Sie feststellen wenn Sie einen Blick in den Kalender werfen, und die beiden Daten mit dem Beginn und dem Ende der Schwäche am Aktienmarkt vergleichen. Dies dürfte also auch die Auflösung des Rätsels, bzw. der akuten Schwäche der letzten Tage gewesen sein. Neben der wirklich grottenschlechten Nachrichtenlage – natürlich!  Beide Feiertage sind auf jeden Fall Termine die man in seinem Börsenkalender haben sollte. Aber Achtung, beide Feiertage sind jedes Jahr an unterschiedlichen Tagen.

Es ist also sehr gut möglich dass die Schwäche der vergangenen Tage auf dieses Phänomen zurück zu führen war. Eine Bestätigung der erneut bullishen Tendenz muss heute noch abgewartet werden. Gelingt es dem S&P 500 wieder nachhaltig über 1.450 Punkte zu gehen, und kann der DAX sich heute zumindest wieder an die 7.400 Punkte Marke annähern, stehen die Chancen nicht schlecht dass der Aktienmarkt auch in der kommenden Woche wieder etwas freundlicher tendieren wird. … Am Ende wird sich die unbegrenzte Liquidität der Notenbanken sowieso mit hoher Wahrscheinlichkeit durchsetzen…auch wenn das noch ein bisschen dauen kann!

An alle BlackBerry Fans und Research in Motion Aktionäre…es gibt noch Hoffnung ;-)

 

Keep on loving the Blackberry 😉  Das rockt und ich persönlich finde dieses Video eine sehr geile Idee. Ob es dem Aktienkurs helfen wird werden wir in Kürze sehen. Morgen nach Handelsschluss wird Research in Motion die Daten zum letzten Quartal liefern. Man munkelt dass diese eventuell besser ausfällen könnten als bislang befürchtet….

Kursrückgang bei VW, BMW, Daimler, Porsche und Continental…die Gründe!

Es war wohl nur eine Frage der Zeit bis Goldman Sachs Analyst Stefan Burgstaller seine eigens heraus gegebenen, und äusserst ambitionierten, Kursziele für den Automobilsektor nach unten korrigieren würde. Das schwache europäische Wirtschaftsklima führe zu einem schwierigeren Preisumfeld, hieß es in der gestrigen Studie des Analysten. Zudem nehme kurzfristig der Kostendruck stärker als erwartet zu. Ach!

Nun ja, natürlich bleibt das Umfeld für die Autobauer in den nächsten Monaten schwierig, bzw. wird wohl schwieriger als bisher. Das hatte ich Ihnen ja bereits vor Wochen hier im Blog prophezeit. Die Zahlen zum dritten Quartal könnten negative Überraschungen beinhalten…wir werden sehen. Erste Meldungen wie die von Daimler heute bestätigen diese Annahme. Nachdem der Automobilbauer zuletzt ein deutliches Sparprogramm angekündigt hatte sollen nun Kürzungen bei der Produktion im Daimler Stammwerk in Sindelfingen vorgenommen werden. Insbesondere die Produktion der E Klasse und die S Klasse Reihe sollen davon betroffen sein. Dieter Zetsche hat zudem bereits vorsorglich angekündigt, dass der Rekordgewinn aus dem letzten Jahr in diesem wohl nicht erreicht werden kann…!

Goldman Sachs hat nun die Kursziele für alle Autobauer „überarbeitet“ Im Einzelnen lauten diese wie folgt: Volkswagen bleibt auf der Conviction Buy Liste, das Kursziel wird von zuvor 300,- Euro auf nun 280,- Euro reduziert. Die BMW Aktie erhält weiterhin das Rating „buy“, das Kursziel wird ebenfalls von zuvor 118,- Euro auf 107,- Euro zurück genommen. Hier verwies Burgstaller noch einmal auf die geplanten Investitionen der Bayern, die das Ergebnis entsprechend belasten sollten. Bei Daimler wurde das Kursziel auf 90,- Euro reduziert. Zuvor hat der Analyst dem Autobauer 98,- Euro zugebilligt. Das Porsche Kursziel wurde von 74,- auf 68,- Euro reduziert, und resultiert aus der Kurszielsenkung bei VW. Alles in allem also nach wie vor Kursziele mit denen investierte Anleger aus heutiger Sicht wahrscheinlich sehr gut leben könnten.

Die Continental Aktie verliert heute überproportional mehr als vier Prozent, nachdem bekannt wurde dass der Schaeffler Konzern plant insgesamt 20 Millionen Continental Aktien an institutionelle Investoren abzugeben. Das ist zwar erste einmal nicht ungewöhnlich und zu diesem Zeitpunkt auch naheliegend, dennoch wird der FreeFloat der Conti Aktie dadurch nun deutlich erhöht. Die Zeit der großen Kurssprünge könnte damit nun erst einmal vorbei sein. Erst gestern ist Conti in den DAX aufgestiegen. Die Aktie konnte im Vorfeld dieses Ereignisses deutlich zulegen. Es ist zudem nicht gerade selten der Fall dass eine Aktie nach einem Indexaufstieg erst einmal deutlich nachgibt. Indexfonds haben sich entsprechend schon im Vorfeld positioniert und die Spekulanten nehmen nun ihre Gewinne mit. Dieser Vorgang kann also durchaus noch ein paar Tage anhalten…

Insgesamt bleibe ich weiterhin positiv für die Branche, auch wenn es hier im Oktober nochmal etwas holprig werden dürfte. Ich denke nicht dass die Analyse von Herrn Burgstaller für den heutigen Kursverlauf der Branche verantwortlich zeichnet. Viel mehr sind die Nachrichten von Daimler wohl vorrangig dafür verantwortlich. Es wird aber wohl nicht lange dauern bis sich auch Herr Dudenhöffer nun erneut zu Wort meldet…!

Trading Update Commerzbank, Porsche, K+S und Bauer

Die Aktie der letzten Woche war für mich persönlich die Porsche Aktie, die kräftig davon profitieren konnte dass die erste Klage von Investoren gegen die Holding abgewiesen wurde. Die Klagerisiken geben die Fachleute heute immer noch mit weit über 6 Milliarden Euro an, (teilweise bis zu 8 Milliarden, je nach Betrachtungsweise). Diese wurden in den vergangenen Monaten auch voll im Porsche Aktienkurs eingepreist. Sollten andere Klagen nun auch scheitern würde ein entsprechender Bewertungsaufschlag bei der SE fällig. Selbst im Falle dass am Ende der Verhandlungen ein Vergleich erzielt würde, wäre aus meiner Sicht hier ein weiterer Aufschlag von mindestens 50 Prozent auf den aktuellen Aktienkurs dann gerechtfertigt. Aber das kann noch etwas dauern…! Hinzu kommt natürlich noch die Phantasie durch den VW Anteil. Ich habe mir die Aktie am Wochenende noch einmal sehr genau angesehen…Lesen Sie dazu mehr >hier<

Ein Beispiel für eine Aktie bei der es besser sein könnte noch etwas abzuwarten ist die Aktie des Düngemittelherstellers Kali und Salz. Die K+S Aktie konnte sich bereits seit Wochen nicht nennenswert in irgend eine Richtung bewegen. Auch die Kursausschläge in der letzten Woche bewegten sich eher im Cent-Bereich. Hier war also nicht viel zu verdienen. Ich habe am Dienstag folgenden Artikel auf Investors Inside dazu veröffentlicht, den Sie bitte unbedingt lesen sollten. Aus charttechnischer Sicht ist diese Erklärung zum „Verhalten“ dieser Aktie einleuchtend. Zum Vergrößern des Charts bitte klicken!

 

 

Am Freitag kam zudem in der letzten Handelsstunde noch einmal deutliche Druck bei der K+S Aktie auf. In der Xetra Schlussauktion wurden insgesamt 770.000 Aktien in den Markt gekippt. Ein ungewöhnlich hohes Volumen! Soll heißen, der leichte, und sehr mühsame Anstieg, den wir nun in den letzten Tagen gesehen haben könnte sich als Bärenflagge erweisen. Wenn in den kommenden Tagen das letzet Tief bei 38,30 Euro und anschließend auch die glatte Marke von 38,- Euro unterschritten wird, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Eintreffen des von mir geschilderten Szenarios deutlich. Richtig kritisch dürfte es unter 37,50 Euro werden. Die anschließende Kursbewegung kann dann durchaus sehr dynamisch ablaufen.

In den kommenden Tagen ist es somit ganz entscheidend welche Aktien man im Depot hat. Die Gewinner der letzten Wochen werden gekauft, die Verlierer verkauft. Manchmal ist Börse doch so einfach! Aus meiner persönlichen Sicht macht es somit durchaus Sinn jetzt die Anzahl der offenen Positionen kurzzeitig etwas zu reduzieren. Soll heißen die Aktien die zuletzt gar nicht gelaufen sind eher zu verkaufen und die Positionen die sich gut entwickelt haben in den kommenden Wochen weiter überzugewichten. Damit reduzieren Sie zum einen die Anzahl der Aktien auf die Sie „aufpassen“ müssen und zum anderen erhöhen Sie die Chance noch am Quartalsendspurt teilhaben zu können. Der Rücksetzer der letzten Woche bietet zudem nun gute Möglichkeiten dies zu tun.

Spannend ist aus meiner persönlichen Sicht natürlich auch die Frage wo der Markt die Commerzbank Aktie einsortieren wird. Auf Jahressicht gehörte die Aktie der zweitgrößten deutschen Bank sicherlich nicht zu den Gewinnern. Kurzfristig betrachtet hingegen schon. Sowohl die Eindeckungskäufe in Höhe von über 16 Millionen Stück gegen 13:00 Uhr als auch die überzeugende Schlussauktion mit weiteren 13,7 Millionen gekauften Aktien, lassen mich aber eher davon ausgehen dass institutionelle Investoren nun verstärkt auf eine Fortsetzung der jüngsten Rally spekulieren werden. Etwas ärgerlich finde ich inzwischen die immer wiederkehrenden Negativprognosen von Herrn Blessing, die nicht gerade förderlich für einen weiteren Anstieg sind, bzw. immer wieder für Verunsicherung unter den Anlegern sorgen. Aber dazu habe ich mich ja bereits in der letzten Woche geäussert…

 

P.S. noch ein kleiner Hinweis zum Schluss: Caterpillar hat am Freitag Zahlen gemeldet. Danach hat der baumaschinenhersteller in dem „schwachen“ Umfeld beim Umsatz um 13 Prozent zulegen können. Insbesondere die Nachfrage auf dem nordamerikanischen Markt und der Absatz in Asien haben sich kräftig erholt. Während die Region Asien/Pazifik mit einem Plus von 27 Prozent aufwarten konnte, erreichte das Unternehmen in Nordamerika eine Verbesserung um 24 Prozent. Schauen Sie sich doch die Bauer AG Aktie noch einmal näher an 😉

Achten Sie auf Bankaktien, Rohstoffe und den Transportsektor

Der Markt ist nach den Ankündigungen der EZB, der FED und jetzt auch der Bank of Japan weiterhin im überkauften Bereich. Diese Situation wird nun nach und nach wieder abgebaut. Somit muss man die aktuelle Schwäche grundsätzlich als durchaus gesunde Konsolidierung betrachten, Solange die wichtigen Marken beim Dax S&P 500 und Co. nicht unterschritten werden ist also nach wie vor alles in Butter. Die kritischen Bereiche sehe ich nach wie vor zunächst bei 7.185 Punkten im DAX und 1.425 Punkten für den S&P.

Ab diesen Niveaus könnte die Stimmung beginnen zu kippen. Auffällig war in der abgelaufenen Woche insbesondere die Schwäche bei den Finanzwerten und auch bei den Rohstoffen. Das lag natürlich auch daran dass hier zuvor die größten Gewinne verbucht werden konnten. Das somit die Konsolidierung etwas deutliche ausfällt als in anderen Sektoren ist normal. Die beiden Sektoren stehen bei mir weiterhin unter intensiver Beobachtung. Ein weiterer Anstieg der Indizes kann wahrscheinlich nur gelingen wenn Banken und Rohstoffe zu einer weiteren Rally ansetzen, nachdem diese Konsolidierung abgeschlossen ist.

Der Transportsektor hat ebenfalls geschwächelt, und das obwohl wir im Baltic Dry Index einen echten Sprung nach oben gesehen haben. Die schwachen FedEx Zahlen haben hier auf die Stimmung gedrückt ebenso wie schwächere Konjunkturdaten aus China. Deswegen bleibt aber auch die Beobachtung dieses Sektors extrem wichtig denn hier wird am ehesten signalisiert ob wir eine breite Erholung der weltweiten Handelsaktivitäten sehen werden. Für die Quartalszahlen zum nun bald abgelaufenen dritten Quartal rechne ich persönlich noch einmal mit schlechteren oder zumindest gemischten Ergebnissen aus dem Transportsektor. In den kommenden Quartalen sollte es dann wieder etwas freundlicher aussehen und somit der Ausblick der Unternehmen bereits jetzt schon verhalten optimistisch ausfallen.

Insgesamt bleibt auch das Sentiment für Aktien weiterhin negativ, was in diesem Falle bullish zu werten ist. Selten gab es eine Börsenphase in der der DAX um 1000 Punkte zugelegt hat und an der gleichzeitig so wenige Marktteilnehmer teilhaben konnten. Der Investitionsdruck der institutionellen Investoren bleibt extrem hoch, bzw. nimmt täglich weiter zu. Die Price Action ist weiterhin ganz klar freundlich für weiter steigende Kurse. Sämtliche Pullbacks wurden, auch in der abgelaufenen Börsenwoche, umgehend wieder gekauft. Man muss somit davon ausgehen dass sich dieses Verhalten auch zum Monats- und Quartalsende weiter fortsetzen wird. Wie schon erwähnt befinden wir uns bereits jetzt wieder in der Zeit des Window Dressing..

Das Window Dressing hat bereits begonnen !

Am großen Verfallstag für Futures und Optionen, oder auch Hexensabbat, war nach längerer Pause mal wieder richtig Bewegung in den Kursen. Während sich die europäischen Indizes sehr gut gehalten haben und der Dax, wohl zur Überraschung einiger Marktteilnehmer, kräftig im Plus aus dem Handel ging, verzeichneten die US Indizes im späten Handel dann doch noch leichte Verluste. Zunächst sah auch jenseits des Atlantik alles danach aus als ob es zu größeren Shorteindeckungen kommen könnte. Diese wiederum hätten die Indizes antreiben, und neue Höchststände produzieren sollen. Zumindest war dies auch mein bevorzugtes Szenario… Die Bullen haben es somit fürs Erste verpasst den Sack endgültig zu zu machen und die noch verbleibenen Bären endgültig aus ihren Positionen zu drängen. Sehen Sie selbst..

 

Natürlich ist dieser Verlauf keineswegs dramatisch und natürlich sind auch Gewinnmitnahmen an einem Freitag Nachmittag in den USA alles andere als ungewöhnlich. Dazu sollte man vielleicht auch noch erwähnen dass sich die Kursverluste in den einzelnen Aktien durchaus in Grenzen gehalten haben. Aber…ich habe die Kursverläufe einiger Aktien und Sektoren gestern intensiv beobachtet, mir die Eindeckungskäufe gegen 13:30 Uhr in Deutschland angesehen, ebenso wie die Schlussauktionen und die anschließenden Umsätze in den USA, und komme zu folgendem Fazit: Die Umschichtungen von institutionellen Investoren zum Quartalsende, das sogenannte Window Dressing, dürfte bereits in vollem Gange sein.

Üblicherweise werden solche Umschichtungen erst in den letzten Handelstagen des September vorgenommen, dieses mal offenbar bereits etwas früher. Das dürfte aber auch daran liegen dass viele Investoren bislang gar nicht investiert waren und nun dringend anfangen müssen Käufe zu tätigen um überhaupt eine nennenswerte Investitionsqoute vorweisen zu können. Ein Vorgang der mit weiter steigenden Indizes noch deutlich zunehmen sollte. Zudem werden bei bereits investierten Fondsmanagern die Aktien die über das Gesamtjahr eine schlechte Performance ausgewiesen haben aus den Depots verbannt und die starken Aktien hinein gekauft, um die Verlierer/Gewinner Bilanz des jeweiligen Fonds optisch aufzupolieren. Wir kennen dieses Spiel ja bereits..!

Die besten Beispiele dafür waren einmal mehr die Aktien von Volkswagen, ebenso wie natürlich weiterhin die Apple Aktie, die zudem vom Verkaufsstart des neuen IPhone 5 profitieren konnte. Es gibt viele weitere Beispiele, die ich hier im einzelnen natürlich nicht alle aufzählen kann, dies aber zumindest teilweise in den kommenden Berichten nachholen werde.

Wichtig ist es natürlich diese Tendenz rechtzeitig zu erkennen und entsprechend schnell umzusetzen, auch wenn es sich nur um wenige verbleibende Tage bis zum Monatsende handelt. Zusammenfassend kann ich aber sagen dass ich selten so viele so interessante Setups gesehen habe. Viele Charts weisen eindeutige Bullenflaggen auf die im Falle einer Initialzündung schnell zu deutlich höheren Kursen führen sollten.

Kursexplosion bei Porsche – Das war erst der Anfang, wenn…

Was Sie hier sehen ist der 2 Jahres Chart der Porsche Aktie. In der vergangenen Woche gelang es der Aktie der Porsche SE nun (endlich!) aus dem langfristigen Abwärtstrend nach oben auszubrechen. Zuvor hatte sich bereits angedeutet dass eine entsprechend starke Kursbewegung demnächst zu erwarten ist, da die Aktie sich immer weiter der Spitze des Dreiecks zwischen den Trendlinien genähert hat. Dabei war aber bis vor Kurzem noch keinesfalls klar in welche Richtung die Aktie ausbrechen würde. Lediglich die Trading Range für die kommenden Wochen konnte mit Kursen zwischen 40,- und 45,- Euro definiert werden. Der jetzt erfolgte Ausbruch aus einem 2 Jahre andauernden Trend ist somit auch ein entsprechend starkes bullishes Signal.

 

 

Der nun erfolgte Ausbruch über die wichtige Marke bei 47,50 Euro dürfte nun die endgültige Entscheidung gebracht haben. Der Weg zur nächsten Zielmarke bei 51,20 Euro ist damit frei. Zuletzt gelang es der Porsche Aktie aber mehrfach nicht diesen Bereich nachhaltig zu überwinden. Die Nachrichtenlage zu der ersten abgewiesenen Klage gegen Porsche, wegen der gescheiterten VW Übernahme, lässt Anleger nun hoffen dass auch die kommenden Klagen von US Hedgefonds dementsprechend positiv ausfallen werden. Sollte sich abzeichnen dass dem so ist, so würde der Titel wohl noch einmal einen deutlichen Schub nach oben erfahren. Auch auf der langfristigen Ebene sieht der Chart jetzt äusserst vielversprechend aus:

 

 

Analysten haben nach dem Richterspruch nun reihenweise Ihre Kursziele angehoben. So sieht beispielsweise die SocGen das neue Kursziel nun bei 58,- Euro. Ich persönlich würde sogar noch etwas weiter gehen, bzw. bin immer davon ausgegangen dass im Falle eines für Porsche positiven Ausgangs der Klagen Kursziele von mindestens 75,- Euro je Aktie wieder möglich sind. Sollte dann in dieser Zeit auch der VW Aktienkurs weiter zulegen können, ist hier auch noch mehr drin. Kurse um die 86,- Euro halte ich also grundsätzlich irgendwann wieder für denkbar. Dazu bedarf es aber natürlich einer sich wieder erholenden Weltwirtschaft, weiterhin wohlwollenden Richtern und etwas Zeit…!

Zunächst sollte man sich wohl als Anleger erst einmal auf den weiteren Anstieg der Aktie konzentrieren. Wie im Chart oben zu erkennen ist liegen die wichtigen Hürden nun bei 51,20 bzw. 59,- und 60,50 Euro (hier sehe ich den ersten „echten“ Zielbereich!) sowie 70,- Euro. Das Hoch der letzten Jahre, seit Ausbruch der Krise, lag bei ca. 76,30 Euro. Der Boden sollte aus charttechnischer Sicht nun bei ca. 44,50 Euro drin sein, die Aktie also nicht mehr unter diesen Bereich fallen. Eine entsprechende Absicherung offener Positionen unterhalb dieser marke halte ich jetzt für sinnvoll. Zum Vergrößern bitte einfach auf den Chart klicken…

Commerzbank – Wenig hilfreich Herr Blessing…!

Die Commerzbank Aktie war in den letzten Tagen auf einem guten Weg auch die entscheidende Marke bei 1,65 Euro zu überwinden. Wie schon mehrfach geschrieben würde ich persönlich damit dann die Bodenbildung bei der Aktie als abgeschlossen betrachten. Doch dann kam mal wieder alles etwas anders, wie so oft an der Börse. Firmenchef Martin Blessing löste mit seinen jüngsten Aussagen einen Kursrutsch bei der CoBa Aktie aus, der den Titel zunächst bis auf 1,52 Euro in die Tiefe führte. Dabei sind den Anlegern wohl gleich mehrere Aussagen des Commerzbank Chefs sauer aufgestoßen. Zum einen war davon die Rede dass die kommenden Jahre für Banken herausfordernd bleiben werden. Die Profitabilität der Geldhäuser dürfte deutlich unter der der vergangenen Jahre liegen, hieß es. Nun, das ist wohl angesichts der neuen Eigenkapitalregelungen, erhöhter Risikovorsorge, Stellenabbau und Sparmaßnahmen naheliegend. Also bis hier hin nichts Neues. Nicht umsonst steht der Aktienkurs der Commerzbank gerade bei 1,55 und nicht bei 6,- oder gar 20,- Euro!

Noch etwas deutlicher wurde Martin Blessing bei der Betrachtung des Themas Europa, insbesondere Griechenlands. „Wir werden am Schluss nochmal einen Schuldenschnitt in Griechenland sehen, an dem sich alle Gläubiger beteiligen werden“, sagte Blessing. Also auch die Commerzbank, obwohl die griechischen Risiken der Bank in den letzten Monaten deutlich zurück gefahren wurden. Diese Aussage dürfte die Börsen insgesamt etwas beunruhigt haben. Ein zweiter Schuldenschnitt wäre wohl gleichbedeutend mit einer Pleite des Landes. Er würde es dem Land aber im Anschluss ermöglichen, endlich den extrem hohen Schuldenberg soweit zu reduzieren, dass eine echte Perspektive für das Land im Euroraum wieder möglich ist.

Warum Martin Blessing nun gerade diesen Zeitpunkt gewählt hat solche Aussagen zu treffen darf man sich aber durchaus fragen. Weder ist Griechenland aktuell wirklich im Kreuzfeuer der Presse, noch bestand aus meiner Sicht eine dringende Notwendigkeit dafür dies genau zu dem Zeitpunkt (vor dem großen Verfallstag!) zu sagen, an dem die eigene Aktie im Begriff ist das Tal der Tränen zu durchschreiten. Die Griechen bemühen sich weiterhin redlich den Forderungen der Geberländer nachzukommen. Erste Erfolge lassen sich auch durchaus nachweisen, wie erst heute wieder mit der Einführung der Rente mit 67 Jahren. Es gibt weiteren Optimierungsbedarf, das ist klar. Insbesondere bei der Verabschiedung alter Denkmuster und verkrusteter Strukturen kann man wohl auch nicht erwarten dass dies von heute auf morgen möglich ist…!

Inzwischen dürfte jedem Commerzbank Aktionär das Risiko seiner Anlage sehr wohl bewusst sein. Möglicherweise hat Herr Blessing mit seinem Statement recht, möglicherweise wird es genau so kommen, aber an dieser Stelle waren die Aussagen aus meiner Sicht wenig hilfreich. Vielleicht ging es dem Firmenchef  darum die möglichen Stellenstreichungen im Privatkundengeschäft möglichst gut zu verpacken, und zu begründen. Vielleicht war die gestrige Rede aber auch schon eine kleine Einstimmung auf die Vorstellung der neun Strategie der CoBa am 08. November. Letztlich ist das alles Spekulation und bringt uns nicht weiter. Der Aktienkurs der Commerzbank hat sich wieder etwas von dem Schock erholt. Am heutigen Hexensabbat sollten wir gegen Mittag bereits erste Tendenzen erkennen können ob eine Rückeroberung der wichtigen Marke von 1,565 Euro respektive 1,60 Euro möglich ist.

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