Author Archives: Lars

K+S Aktie – Na endlich!

Ich habe selten eine Aktie gesehen, die sich so sehr dagegen „gewehrt“ hat ein noch offenes Gap zu schließen. Heute dürfte es aber endlich soweit sein. Zunächst dreht die Aktie nach einer schwächeren Eröffnung wieder unglaubliche 15 Cents vor dem Ziel bei 32,80 Euro ab und verharrt seitdem eisern über dieser Marke. Die Rede ist natürlich von der Kali und Salz Aktie, über die ich schon mehrfach in diesem Zusammenhang ( > hier <) im Blog berichtet hatte. Das offene Gap habe ich Ihnen hier noch einmal eingezeichnet, damit sie das ganze besser nachvollziehen können. Zudem weise ich auch noch einmal darauf hin dass durch das Schließen der Kurslücke dann auch die inverse Schulter Kopf Schulter Formation endgültig aktiv werden könnte. Es besteht also nach meine Dafürhalten eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit dafür, das wir den Boden bei der K+S Aktie nun bald gesehen haben und diese aktuelle Chartformation einen soliden Boden für die Zukunft darstellen wird.

 

 

K+S hat zuletzt etwas maue Zahlen geliefert, (mehr dazu > hier <) auch der Ausblick auf die kommenden Quartale fiel eher verhalten aus. Eine etwas schwächere Nachfrage und niedrigere Kalipreise belasten zwar das Konzernergebnis nicht ernsthaft, offenbar aber wohl die Stimmung der Anleger. Dennoch bleibt die Aktie des Rohstoffproduzenten gerade auf diesem reduzierten Niveau ein extrem interessantes Investment. K+S zahlt seit Jahren eine attraktive Dividendenrendite, die nun auf ca. 4% steigen sollte. Insbesondere längerfristig orientierte Investoren dürften sich über diese Einstiegskurse freuen, ebenso wie offensichtlich die Führungskräfte des Unternehmens. Gestern kaufte Vorstandsmitglied Dr. Thomas Nöcken bereits seine zweite Tranche von 3.000 Aktien für knappe 100.000,- Euro, nachdem er schon im Mai 4.500 Stücke für rund 162.000,- Euro erworben hatte. Ein Tick zu früh, aber das spielt langfristig betrachtet sicherlich große keine Rolle.

Das offene Gap betrachte ich jetzt schon als geschlossen, auch wenn genau genommen ein paar Cent gefehlt haben, aber auf die paar Cents kommt es ja wie schon gesagt nicht an! Andere Marktteilnehmer scheinen das ähnlich zu sehen, denn seit heute kommen hier wieder größerer Kaufpreis rein.

Salzgitter mit Verlust – wie gehts hier weiter?

Was ich gestern schon angedeutet habe ist heute Wirklichkeit geworden. Die Salzgitter Zahlen sind für mich wirklich eine herbe Enttäuschung. Ohne die Beteiligung an Aurubis wären diese wohl noch deutlich schlechter ausgefallen. Somit muss ich meine gestrige Aussage zum KGV der Firma heute revidieren. Dieser ist nicht extrem hoch sondern nun wohl vorübergehend nicht mehr vorhanden. Salzgitter rechnet für das Gesamtjahr nun nur noch mit einem „in etwa“ ausgeglichenen Vorsteuerergebnis. Nach neun Monaten konnte die Salzgitter AG 8 Milliarden Euro umsetzen, was einer ordentlichen Steigerung um 9 Prozent entspricht. Das EBIT betrug hingegen minus 42,6 Milionen Euro, nachdem der Stahlkonzern im Vorjahreszeitraum noch  169,1 Millionen Euro verdient hat.

Auch das Konzern-Ergebnis nach Steuern war mit minus 48,2 Millionen Euro negativ. Als Grund für diesen deutlichen Rückgang gab das Unternehmen die weiterhin schwache Stahlkonjunktur in Europa, niedrige Stahlpreise und hohe Einkaufspreise für Rohstoffe an. Zwar haben die heute veröffentlichten Daten in etwa den zuvor schon bekannt gegebenen Daten nahezu entsprochen Analysten hatten aber mit einem geringeren Verlust gerechnet. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es dann doch noch: Mit einer Eigenkapitalquote von 43 Prozent sowie 573 Millionen Euro Nettofinanzposition bleibt die finanzielle Situation des Unternehmens weiterhin solide. Dennoch sehe ich hier persönlich im Moment wenig Phantasie für steigende Kurse…

Wacker Chemie baut um – weniger Solar, mehr Chemie

Die Wacker Chemie AG baut um – weg von Solar hin zur Chemie. Damit wird das Münchner Spezialchemieunternehmen der aktuellen Situation in den verschiedenen Märkten gerecht. Denn vor allem die hohen Lagerbestände in der Solarindustrie haben das Geschäft des Unternehmens mit Polysilizium zuletzt weiter belastet. Die Preise für Solarsilizium sind um 40 Prozent eingebrochen, nicht viel besser gestaltet sich die aktuelle Situation im Segment Halbleiter, bei den Wafern. Wacker hat nun erste Schritte eingeleitet um hier massiv gegen zu steuern. So wurde beispielsweise im Stammwerk in Burghausen Kurzarbeit angekündigt und die Expansionspläne in den USA zunächst zeitlich nach hinten verlegt. Aber auch die grundsätzliche Ausrichtung des Konzerns für die Zukunft wird aktuell deutlich überarbeitet…

Gestern wurde bekannt, das die Münchner nun verstärkt auf den strategischen Ausbau ihrer Präsenz in den wichtigen Zukunftsmärkten Mittel- und Südamerika setzen wollen. Hierzu werden verschiedene Forschungs- und Entwicklungszentren in der Region ausgebaut. Der Schritt ist nachvollziehbar, denn in den vergangenen fünf Jahren konnte der Umsatz der Wacker Chemie AG in diesen Regionen regelmäßig um 15 Prozent jährlich gesteigert werden. Die geplanten Kosten für diesen Ausbau werden sich im überschaubaren Rahmen von zunächst nur 1,2 Millionen Euro bewegen. Schwerpunkt des Ausbaus sind die Labore in Mexico und Brasilien für polymere Dispersionspulver, die zum Beispiel in Trockenmörteln für Betonanwendungen, Fliesenkleber oder Dichtungsschlämmen zum Einsatz kommen.

Die Wacker Chemie AG und damit auch die Aktie hat aus meiner Sicht in erster Linie ein Imageproblem. Zu Unrecht wird das Unternehmen immer wieder als Solarunternehmen wahrgenommen und auch in den Medien so dargestellt. Das ist schlicht und ergreifend aber nicht richtig. Denn Wacker Chemie ist ein traditionsreiches Chemieunternehmen. Das reine Chemiegeschäft, das immerhin etwas mehr als die Hälfte des Umsatzes beisteuert, hat sich auch im dritten Quartal erneut positiv entwickelt. Das operative Ergebnis in dieser Sparte konnte sogar um knapp 20 Prozent gesteigert werden. Somit ist es wohl auch naheliegend dass sich Wacker Chemie nun wieder mehr auf seine Basics besinnt. Dennoch wird wohl noch etwas Zeit vergehen bis der Wandel des Unternehmens, zurück zu den Wurzeln, auch in den Köpfen der Anleger angekommen ist. Die nun eingeschlagene Neuausrichtung des Konzerns sollte sich mittelfristig auszahlen.

 

 

Ich habe mir heute mal wieder den Chart etwas näher angesehen. Nachdem nun seit mehreren Tagen die Marke von 42,- gehalten hat scheint sich hier ein solider Boden bei der Aktie zu etablieren. Zudem wurde der langfristige, ebenso wie der kurzfristige Abwärtstrend mit dieses Seitwärtsbewegung nun „überschritten“, was grundsätzlich eine starke Bewegung nach oben aus rein technischer Sicht möglich macht. Natürlich ist diese Bewegung bislang alles andere als wirklich überzeugend, aber nach meinem Dafürhalten zumindest erwähnenswert. Die Stochastik hat zudem bereits wieder in den positiven Bereich gedreht, ebenso wie der MACD. Aus meiner Sicht überwiegen hier somit nun die positiven Signale…

Solarworld – wie lange noch?

Es ist und bleibt ein Fass ohne Boden! Der deutsche Branchenprimus Solarworld hat heute seinen Zahlen für das abgelaufene Quartal vorgelegt. Um es kurz zu machen, unterm Strich stand ein kräftiger Verlust in Höhe von 68,7 Millionen Euro nach „nur“ 11 Millionen Euro im Jahr zuvor. Der Umsatz sackte weiter deutlich auf 128,8 Millionen Euro ab, was einem Rückgang um 41 Prozent entspricht.. Das EBIT lag bei einem Minus von knapp 46 Millionen Euro nach einem Plus von 19,2 Millionen Euro vor einem Jahr. Konzernchef Frank Asbeck erwartet auch für das Gesamtjahr nun „deutlich“ weniger Umsatz und Gewinn, bzw einen hohe operativen Verlust. Zwar will der Konzernchef nun weiter gegensteuern indem er auf die Kostenbremse tritt, ob dieses Sparprogramm allerdings die nötigen Verbesserungen bringen wird um operativ wieder auf eine schwarze Null zu kommen, darf aber zumindest bezweifelt werden. Der Weg des einstigen Highflyers scheint damit weiterhin vorgezeichnet zu sein. Ich persönlich lasse auf jeden Fall weiterhin die Finger von der Aktie!

Bauer AG mit gutem Quartal und besserem Ausblick

Der Tiefbauspezialist Bauer aus Schrobenhausen hat ein gutes drittes Quartal hingelegt und hält weiterhin an seinen Jahreszielen fest. Beim Umsatz konnte der Konzern in den letzten drei Monaten eine Steigerung auf 328 Millionen Euro verbuchen. Der Umsatz nach 9 Monaten steigt damit auf 1.063 Millionen Euro. Das operative Ergebnis ging von 51,5 auf 45,2 Millionen Euro zurück. Unterm Strich verblieb ein Gewinn von 9 Millionen Euro, was einer Steigerung auf Jahresbasis von 8 Prozent entspricht. Der Baumaschinenhersteller und Tiefbohrspezialist schreibt damit nach neun Monaten wieder schwarze Zahlen. Für das Gesamtjahr erwartet die Bauer AG nun einen Gewinn zwischen 25 und 30 Millionen Euro.

Dank eines gut gefüllten Auftragsbuchs blickt der Konzern zudem mit Zuversicht ins kommende Jahr, hieß es in der heutigen Pressemitteilung. Der Konzern will sein Ergebnis im kommenden Jahr 2013 wieder deutlich verbessern. Der Auftragsbestand ist in dem genannten Zeitraum um 4,7 Prozent auf 775 Mio Millionen Euro gestiegen. Die Bauer AG wird derzeit mit 276 Millionen Euro an der Börse bewertet und notiert deutlich unter Buchwert.

Finaler „Shake Out“? – K+S, Leoni, E.ON, RWE und Salzgitter im Fokus

Heute rappelt es mal wieder kräftig im Karton. Nachdem nun E.ON seine Zahlen vorgelegt hat und diese einen deutliche Kursrutsch von knapp 10 Prozent bei dem Versorger auslösten, konnte sich auch der zweite große Energieversorger RWE diesem negativen Trend nicht entziehen. Auch die RWE Aktie notiert heute mit einem Minus von bislang 4 Prozent. Sie erinnern sich sicherlich an unseren Artikel von gestern zu diesem Thema, den Sie > hier < noch einmal nachlesen können. Hinzu kommt heute noch die überaus schwache Performance der Kali und Salz Aktie, die – ebenfalls nach enttäuschenden Zahlen – deutlich unter Druck ist. Der Düngemittel- und Salzproduzent hat im dritten Quartal weniger Gewinn erzielt als im Vorjahr. Der Gewinn ist um 14 Prozent auf 156,7 Millionen Euro gefallen, der Umsatz kletterte hingegen um sieben Prozent auf 916,6 Mio. Euro.

Bei Leoni gibt es eigentlich auch nichts Neues zu berichten. Ausser das die neuesten Zahlen aus meiner Sicht erneut bestätigen, dass es sich hier um ein hervorragend aufgestelltes Unternehmen handelt, dass auch in der Krise gutes Geld verdient. Von der aktuellen Börsenbewertung will ich hier ja gar nicht mehr schreiben…in den letzten neun Monaten lag der Umsatz mit 2,89 Mrd. Euro um 4,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Das EBIT verbesserte sich auf 197,2 Mio. Euro, nach 183,6 Mio. und das um Einmaleffekte bereinigte EBIT lag mit 181,5 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 202,1 Mio. Euro. Unter dem Strich verblieb ein Gewinn von 130,5 Mio. Euro, nach 115,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Und das trotz der massiven Anbsatzprobleme der südländischen Autohersteller wie Peugeot, Renault und Co!

Das Problem bei solchen nicht unbedingt nachvollziehbaren Kursbewegungen ist nicht selten die Berichterstattung in den Medien. Während also von medialer Seite aus verschiedensten Richtungen seit längerem z.B. auf Leoni eingeprügelt wird, wurde die Salzgitter Aktie zuletzt immer wieder gepusht. Ich persönlich habe hier ein völlig anderes Bild. Das Umfeld für Salzgitter ist nicht gerade rosig, die jüngsten Nachrichten aus China eher beunruhigend (Strafzölle!), die Bewertung auf KGV Basis dramatisch hoch, etc. Bei Leoni hingegen haben wir eine völlig gegensätzliche Situation…extrem günstige Bewertung, gutes Geschäftsmodell (Marktführer!) breit aufgestellt und solide Zahlen, etc. Ich möchte das gar nicht im Einzelnen hier erneut aufdröseln…denn es gibt so viele weiter Beispiele, wie z.B. Rheinmetall und Hochtief. Mein Rat an dieser Stelle ist aber: „Machen Sie sich Ihre eigenen Gedanken, analysieren Sie die Fakten und treffen Sie eine Entscheidung, unabhängig von dem medialen Rummel“ Die Salzgitter Aktie fängt gerade an zu rutschen…

Die deutlichen Abschläge bei den drei DAX Schwergewichten E.ON, RWE und K+S hinterlassen heute tiefe Spuren bei der heutigen DAX-Performance. Der Leitindex hat heute im frühen Handel somit erneut die wichtige Unterstützung bei 7.100 Punkten getestet. Offensichtlich befinden wir uns nun in einer Börsenphase in der viele Anleger entnervt das Handtuch werfen, denn die heutigen Reaktionen bei den oben genannten Aktie darf ich persönlich zumindest als übertrieben empfinden. Eigentlich wurde heute jeweils nur das bestätigt was der Markt bereits seit längerem befürchtet hatte. Leoni hat mich gar positiv überrascht. Sieht man sich die Aktienkurse der letzten drei Monate an, wird deutlich dass hier bereits seit längerem schon schlechte Nachrichten eingepreist wurden.

Die spannende Frage ist nun also ob es sich bei der heutigen Kursbewegung um den sogenannten finalen Sell-Off gehandelt hat und man antizyklisch agieren sollte?  Die Antwort könnte bereits heute Nachmittag in den USA folgen, denn die US Indizes befinden sich mal wieder an einem sehr entscheidenden Punkt! Die Nervosität an den Märkten steigt heute mal wieder deutlich spürbar.

E.ON und RWE – wenig Erfreuliches…aber bald ist es soweit!

Die Aktien der beiden großen Energieversorger E.ON und RWE gehören schon seit längerem nicht mehr unbedingt zu ersten Wahl unter Dividendenjägern. Nach wie vor belasten die Folgen der Energiewende die Ergebnisse der beiden Konzerne, ebenso wie die weiterhin bestehenden Volumen- und Margenrisiken. Dementsprechend befinden sich die jüngsten Schätzungen der Konzernleitungen, für das kommende Geschäftsjahr 2013, inzwischen auch eher am unteren Ende der zuvor prognostizierten Umsatz- und Gewinnziele. Auch die Dividendenzahlung in gewohnter Höhe kann somit aus meiner persönlichen Sicht für die kommenden Jahre keinesfalls als gesichert angesehen werden.

Beide Konzernchefs treiben parallel zu dieser negativen Entwicklung die Neuausrichtung für die Zukunft weiter voran. Unternehmensteile werden veräußert, Sparprogramme eingeleitet und kostspielige Neuengagements, wie das britische Atom-Join-Venture Horizon, auf Eis gelegt. Nicht gerade vertrauensbildende Maßnahmen, die auf eine deutliche Expansion der Energiekonzerne in naher Zukunft schließen lassen. Kein Wunder also dass sich auch die Analysten in letzter Zeit wieder deutlich verhaltener zu den beiden Aktien äußern! Auch aus charttechnischer Sicht kann ich im Moment nicht viel gutes oder hoffnungsvolles entdecken…aber!

 

 

 

Oben sehen Sie den E.ON Chart der letzten dreieinhalb Jahre und unten den RWE Chart in einer noch etwas längeren Perspektive. Beide Aktienkurse sind weiterhin klar abwärts gerichtet. Beide Aktien dürften nach meiner Auffassung zumindest die untere Begrenzung des kurzfristigen Trends innerhalb der Abwärtsbewegung noch einmal testen. Würden sie gar darunter fallen drohen weitere und deutliche Abschläge. Im Falle E.ON hieße dies, dass man als Trader durchaus auf eine Gegenbewegung setzen kann, jedoch frühestens bei Kursen um die 15,50 Euro. Bei der RWE Aktie sollte man wohl auf Einstiegskurse um die 28,50 Euro warten, um auf eine Fortführung des mittelfristigen Trends zu setzen. In beiden Fällen ist es aber empfehlenswert die eingegangene Position dann knapp unterhalb der Einstiegskurse entsprechend eng abzusichern!

Grundsätzlich bleibe ich bei meiner Meinung das es wirklich interessantere Aktien am Markt gibt. Bereits zu Beginn der ganzen Misere im Februar 2011 habe ich immer wieder darauf hingewiesen. Damals stand die RWE Aktie noch bei über 50,- Euro. Das zwischenzeitliche Aufwärtspotenzial im Juni 2011 wurde dann > hier < besprochen. Nun dürften die Aktien bald wieder fast da sein, wo wir damals zur Gegenbewegung ansetzten. Ein erneuter Trade auf der Long-Seite wird somit aus meiner Sicht an den genannten Marken wieder interessant. Wer einen entsprechend langen Atem mitbringt kann dort sogar langfristige Positionen eröffnen, denn die schlimmsten Nachrichten dürften nun allmählich eingepreist sein. Behalten Sie die Versorger im Auge!

Commerzbank – Punktlandung!

Sie erinnern sich – ich hatte Ihnen in der letzten Woche folgenden Chart geschickt, (zum Öffnen bitte hier klicken) und darauf hingewiesen das sich bei genau 1,303 Euro eine gute Trading Chance bei der Commerzbank Aktie ergeben sollte, um auf eine Gegenbewegung zu setzen. Dieses Kursziel wurde nun punktgenau abgearbeitet. Danach fing die Aktie sofort an zu steigen und notiert inzwischen wieder über 1,35 Euro. Heute sieht der Chart nun so aus:

Deutlich zu sehen ist der Kreuzwiderstand an dem sie Aktie nun nach oben gedreht hat. Damit können wir heute einen klaren Abwärtstrend-Kanal definieren in dem sich die Aktie befindet. Hier sollte also wie erwartet zunächst einmal eine Trendwende einsetzen, die dann sogar wieder bis an die obere Begrenzung des Trendkanals führen kann. Das Kursziel läge somit mittelfristig irgendwo im Bereich um die 1,56 Euro. Zunächst sollte aber natürlich erst einmal abgewartet werden ob sich diese Betrachtung der aktuellen Situation auch bewahrheitet. Sprich die Aktie sollte die Marke von 1,30 Euro nicht mehr nachhaltig unterschreiten. Ein Minimalziel für die notwendige Bestätigung dieser Theorie wäre somit in dieser Woche bei 1,40 Euro zu sehen. Ab hier würde die Aktie den seit Juni bestehenden Aufwärtstrend wieder aufnehmen und sich die Charttechnik damit wieder deutlich aufhellen.

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DAX – erstaunlich stark aber nicht unverwundbar. Die 7.000 Punkte müssen halten!

Am Ende einer eindrucksvollen Börsenwoche bleibt die Erkenntnis, dass die Bären das Ruder zunächst fest in der Hand halten. Das Risiko eines weiteren Abtauchens der US Indizes ist, aus den zuvor >hier< genannten Gründen, nicht zu unterschätzen. Der DAX hat sich hingegen vergleichsweise gut geschlagen. Hier könnte so mancher Aktienkurs nun bereits einen ersten Boden gefunden haben. Darauf verlassen möchte ich mich in dieser angespannten Situation hingegen nicht. Wenn die amerikanischen Aktien noch einmal deutlich korrigieren sollten, bleiben auch wir sicherlich nicht davon verschont. Ganz entscheidend ist aus meiner Sicht ob es dem DAX in der kommenden Woche gelingen kann sich wieder über der wichtigen Unterstürzung bei 7.198 Punkten zu etablieren. Dann wäre die Bewegung der letzten Woche nicht mehr als eine massive Bärenfalle gewesen. Sowohl saisonale als auch fundamentale Gründe würden eher für einen starken Jahresausklang sprechen, der in Kürze starten sollte!

 

Hierzu darf der DAX aber keinesfalls deutlich unter die 7.000er Marke fallen, wie man in dem aktuellen Chart erkennen kann! Genauer gesagt, sehe ich den Bereich um die 6.965 Punkte momentan als „kriegsentscheidend“ an. Die Börsen bleiben leider weiterhin politisch getrieben und somit unberechenbar. Nur der Fokus hat sich gerade etwas verlagert. Zwar ist auch Griechenland und der nächste Schuldenschnitt ein Thema, das Hauptaugenmerk der Anleger liegt aber nun auf den USA. Gelingt es Präsident Obama nun kurzfristig einen einigermaßen erträglichen Konsens mit den Republikanern zu finden und den Sturz über die Fiskalklippe zu verhindern, wird das Pendel auch wieder ganz schnell und heftig in die Gegenrichtung ausschlagen…! Man darf also durchaus gespannt sein wie gesprächsbereit sich die Republikaner in den nächsten Tagen tatsächlich zeigen werden. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre darf man hier aber nicht zu optimistisch sein. Andererseits dürfte auch den Republikanern nun klar geworden sein, dass Ihre bisherige Politik bei der Mehrzahl der Wähler nicht angekommen ist. Somit bleibt zu hoffen dass sie ihr Land dieses mal nicht sehenden Auges in den Abgrund reißen werden…!

Alles wird immer teurer – steuern Sie rechtzeitig dagegen!

Das Jahr neigt sich langsam wieder einmal dem Ende zu und wie jedes Jahr gilt auch in diesem die laufenden Kosten für das kommende Jahr wieder zu überprüfen. Vieles hat sich getan und vieles hat sich erneut verändert – aus Verbrauchersicht mal wieder zum Negativen. Ein Blick auf die Preise an den Zapfsäulen verrät, das insbesondere die Energiepreise in diesem Jahr erneut deutlich zugelegt haben. Der Liter Diesel kostete gestern an meiner Tankstelle des Vertrauens sagenhafte 1,52 Euro. Autofahren in Deutschland ist somit zum echten Luxus geworden.

Nachdem gerade bei den Energiepreisen aber keine Wende zum Positiven abzusehen ist, bleibt einem als Verbrauchen nichts anderes übrig als die steigenden Kosten für Energie wie Strom, Gas, ebenso wie die des Internetanschlusses etc. regelmäßig zu überprüfen. Weiteres Einsparpotenzial gibt es regelmäßig auch im Versicherungsbereich. So kann beispielsweise ein Wechsel der privaten Krankenversicherung eine jährliche Ersparnis von über 3.000,- Euro bringen, oder der Wechsel des Gasanbieters satte 1.500,- Euro jährlich. Mit diesen gesparten Beträgen lässt sich dann auch ein weiterer Anstieg der Preise an den Tankstellen etwas entspannter betrachten.

Bei einigen Themen ist es wichtig dass gewisse Termine und Fristen eingehalten werden. Deswegen habe ich mir in meinem Kalender einen jährlich wiederkehrenden Termin gelegt, der mich daran erinnert rechtzeitig mit der Überprüfung meiner laufenden Kosten zu beginnen – und der war heute! Bei der Überprüfung meiner jährlichen Gaskosten konnte ich bereits vor 2 Jahren knapp 1.500,- Euro jährlich einsparen, im letzten Jahr noch einmal 200,- Euro. Mal sehen was dieses Mal möglich ist. Für den Fall dass Sie daran interessiert sind Ihre Kosten zu überprüfen und ggf. deutlich zu senken, habe ich Ihnen, liebe Investors Inside Leser, hier mal die besten Links zum Thema zusammengestellt. Und nun wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Sparen!

Gasanbieter vergleichen:  www.toptarif.de/gaspreise/vergleich/

Stromanbieter vergleichen: www.eprimo.de/strompreise

private Krankenversicherung vergleichen: vergleiche-deine-versicherung.de

Internet/DSL Verträge vergleichen: www.toptarif.de/dsl

Noch ein Hinweis zum Schluss: Gute Tarife zeichnen sich durch kurze Vertragslaufzeiten, überschaubare Kündigungs­fristen, einen soliden Anbieter und umfangreiche Preis­garantien aus. Bei Tarifen mit eingeschränkten Preisgarantien, welche in der Regel Änderungen bei staatlichen Steuern und Abgaben nicht abdecken, sollte zumindest die EEG-Umlage für 2013 bereits im Preis enthalten sein. Anbieter wie Teldafax oder auch Flexstrom (siehe >hier<) sollten wohl eher gemieden werden. Nicht immer ist das billigste Angebot auch das beste!

Gewinnmitnahmen aus Angst der Amerikaner vor zu hohen Steuern…Apple im Fokus

Barack Obama ist der neue/alte Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und das ist auch meiner persönlichen Sicht gut so, denn die Alternative, Mitt Romney hätte wohl, nach einer eventuell kurzen und euphorischen Phase an der Börse, viel neue Unsicherheit mit sich gebracht. Genau das ist es aber wohl was die Welt nun so gar nicht braucht und die Finanzmärkte schon erst recht nicht. Denn die Börse hasst nichts mehr als Unsicherheiten. Fachleute waren sich bereits im Vorfeld der US Präsidentschaftswahlen einig: Mitt Romney von den ultrakonservativen Republikanern täte der Welt in dieser Zeit der wirtschaftlichen Probleme mit seiner harten Linie nicht gut. Zudem er eher ein waschechter Amerikaner zu sein scheint, der ähnlich wie George W. Bush nur selten über den amerikanischen Tellerrand hinaus geschaut hat. Für Europa und die Lösung der aktuellen Probleme dürfte Obama somit die deutlich bessere Wahl sein.

Etwas überraschend war für mich hingegen wie deutlich der Vorsprung Obamas am Ende der Wahlnacht doch gegenüber dem Herausforderer gewesen ist. An dieser Stelle auch noch meinen Herzlichen Glückwunsch an Barrack Obama und das amerikanische Volk, dass es zu verhindern wusste dass eine lange und zähe Auszählung von Stimmen und Wahlmännern erst nach Wochen die tatsächliche Entscheidung bringt. Denn dieses Szenario wurde nicht nur von mir im Vorfeld befürchtet. Die Folgen für die Börsen wären wohl verheerend gewesen..!

 

 

Kurzzeitig setzten die Märkte also am Mittwoch früh zunächst zu einer Rallye an und feierten das deutliche Wahlergebnis, bevor dann leider EZB Chef Mario Draghi diese am Nachmittag jäh beendete. Im Fokus der Rede Draghis standen insbesondere die „schlechten“ Konjunkturdaten aus Deutschland. Die aus meiner Sicht zwar alles andere als wirklich schlecht sind, aber eben auch nicht mehr so gut wie gewohnt. Der rettende Anker in der europäischen Krise droht zu rutschen – zumindest nahmen die Marktteilnehmer die Äußerungen Draghis zunächst so auf. Was dann folgte war eine typische Lawine an Verkäufen, Gewinnmitnahmen und ausgeführten Stopp-Loss Orders. Am Ende dieser Bewegung rutscht der DAX kurzzeitig deutlich unter die wichtige Marke von 7.100 Punkten, konnte sich aber bis zum Wochenende dann wieder etwas erholen. Der S&P 500 testete den aus meiner Sicht alles entscheidenden Bereich (roter Kreis)

Hinzu kommt noch dass die Amerikaner nun sofort wieder auf das nächste Thema umgeschaltet haben – die fikale Klippe, die es unbedingt zu umschiffen gilt, weil dem Land sonst griechenlandähnliche Zustände drohen. Das sogenannte „Fiscal Cliff“ beschreibt unter anderem auch die die Möglichkeit dass Steuererleichterungen zum Jahreswechsel wegfallen werden, sollte nicht eine kurzfristige Lösung in Zusammenarbeit mit den Republikanern gefunden werden. Präsident Bush hatte während seiner Amtszeit die Dividendenbesteuerung und die Besteuerung von Kapitalerträgen auf nur 15% gedrückt. Diese Steuererleichterung war jedoch befristet und läuft zum Jahresende aus. Dreimal dürfen Sie raten was die direkte Konsequenz daraus ist? Amerikaner verkaufen Ihre Aktien und nehmen nun Gewinne für günstige 15 Prozent Steuern mit, bevor Sie im kommenden Jahr eventuell das doppelte oder gar dreifache an den Staat zahlen müssen.

Die aktuelle Schwäche in den US Indizes dürfte also nicht zuletzt von dieser Angst geprägt sein. Insbesondere trifft dies nun Aktien die zuvor kräftig gelaufen sind. Die Gewinne sind dort entsprechend hoch und die Versuchung der Anleger umso größer. Das beste Beispiel dafür liefert in meinen Augen immer noch die Apple Aktie, über die ich auch in dieser Woche berichtet habe. Lesen Sie dazu bitte > hier< weiter. Apple ist und bleibt ein Top Unternehmen, auch wenn die momentanen Schwierigkeiten nicht zu unterschätzen sind. Die letzte Chartanalyse zu dem Wert hat nach wie vor Gültigkeit. Zudem habe ich Ihnen eine neue und sehr wichtige Linie in den Chart eingezeichnet die Sie unter der Rubrik „Chart der Woche“ sehen können. Auf dieser Linie dürfte die weitere Entwicklung bei Apple entschieden werden! Ich habe somit nun bei meinem Handel sowohl mit der Apple Aktie die Richtung kurzzeitig von short auf long gewechselt.

SMA Solar…nicht so schlecht wie der Markt befürchtet hatte

Heute möchte ich noch kurz ein paar Worte über die Aktie von SMA Solar verlieren, zu denen ich gestern aus zeitlichen Gründen nicht mehr gekommen bin. Das vorgelegte Zahlenwerk des Wechselrichter Herstellers war zusammenfassend deutlich besser als es die kürzlich ausgegebene Gewinnwarnung erwarten ließ. Zwar kämpft das Unternehmen weiterhin mit anhaltendem Preisverfall jedoch kann man festhalten dass SMA Solar immer noch Geld verdient. Die Erlöse sind auf Jahressicht im letzten Quartal von 477 auf 363 Millionen Euro zurückgegangen. Der operative Gewinn hat sich mit 32,2 Millionen Euro von zuvor 74,6 Millionen Euro gar halbiert. Auf Basis des reduzierten Ausblicks hält Firmenchef Pierre-Pascal Urbon aber an seiner zuvor ausgegebenen Ergebnisprognose fest. Im laufenden Jahr soll der Umsatz zwischen 1,3 und 1,5 Milliarden und das Ebit zwischen 100 und 150 Millionen Euro liegen, was einer Ebit-Marge von 8-10 Prozent entspricht.

Die Aktie konnte von der eigentlich guten Nachricht gestern in dem allgemein schwachen Börsenumfeld nur kurzzeitig profitieren. Auch heute wurde das von mir ausgegebene Kursziel von 15,80 Euro erneut getestet, sodass sich hier nun ein solider Boden bei der Aktie bilden könnte. Zudem tauchen auf diesem Niveau immer wieder größere Kauforders auf, die einen weiteren Absturz verhindern. Sollten sich die momentanen Unsicherheiten an der Börse in den kommenden Tagen wieder legen, oder steht gar eine technische Gegenbewegung auf dem Programm, rechne ich persönlich damit dass auch die SMA Solar Aktie dann davon profitieren kann. Der Weltmarktführer dürfte inzwischen deutlich unter seinem fairen Wert notieren und wird an der Börse nur noch mit 565 Millionen Euro bewertet. Aber Achtung! Diese Aktie eignet sich nur für spekulative Naturen, die auf eine kurze technische Gegenreaktion bis in den Bereich von maximal 21,60 Euro setzen wollen.

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