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Lanxess – Ein deutlicher Warnschuss

Bei der Lanxess Aktie haben wir heute im frühen Handel einen deutlichen Warnschuss für die Bullen gesehen. Der schnelle Kursrücksetzer bis auf die Marke von 46,- Euro dürfte dabei wohl ich mit den jüngsten Analystenkommentaren zu erklären sein, grundsätzlich ist aber wohl eher die in der letzten Woche verletzten Trendlinie (rot) dafür verantwortlich dass sich der Abwärtstrend weiter beschleunigt hat. Die Umsätze in der Aktie haben zudem wieder deutlich zugenommen, was ebenfalls drauf hindeutet dass die Bewegung noch nicht abgeschlossen sein dürfte. Hier ist also grundsätzlich eine gesunde Skepsis angebracht, auch wenn der Titel den starken Abverkauf von heute Morgen zunächst wieder abfangen konnte.

Lanxess Chart aktuell

Mit dem Unterschreiten der roten Trennlinie hat die Aktie aus charttechnischer Sicht nun weiteres Abwärtspotenzial freigesetzt welches den Titel nun sehr wahrscheinlich bis in den Bereich der hier eingezeichneten blauen Linie führen dürfte. Diese verläuft derzeit bei ca. 44,- Euro, stellt aber nur eine eher untergeordnete Unterstützungslinie dar. Ein erneute Test des Tiefs von Anfang Juli diesen Jahres bei 42,45 Euro erscheint somit nun wahrscheinlicher geworden zu sein.

Der heutige Bounce von den Tiefständen könnte somit eher dem ungebremst positiven Börsenumfeld geschuldet sein, als eine nachhaltige Trendwende darstellen. Grundsätzlich bleiben die Aussichten damit für die Bullen auf der kurzfristigen Ebene eher trübe. Erst mit einem Anstieg über die Marke von 48,65 Euro würde sich an diesem Bild wieder etwas zum Positiven verändern.

E.ON und RWE – wenig Erfreuliches…aber bald ist es soweit!

Die Aktien der beiden großen Energieversorger E.ON und RWE gehören schon seit längerem nicht mehr unbedingt zu ersten Wahl unter Dividendenjägern. Nach wie vor belasten die Folgen der Energiewende die Ergebnisse der beiden Konzerne, ebenso wie die weiterhin bestehenden Volumen- und Margenrisiken. Dementsprechend befinden sich die jüngsten Schätzungen der Konzernleitungen, für das kommende Geschäftsjahr 2013, inzwischen auch eher am unteren Ende der zuvor prognostizierten Umsatz- und Gewinnziele. Auch die Dividendenzahlung in gewohnter Höhe kann somit aus meiner persönlichen Sicht für die kommenden Jahre keinesfalls als gesichert angesehen werden.

Beide Konzernchefs treiben parallel zu dieser negativen Entwicklung die Neuausrichtung für die Zukunft weiter voran. Unternehmensteile werden veräußert, Sparprogramme eingeleitet und kostspielige Neuengagements, wie das britische Atom-Join-Venture Horizon, auf Eis gelegt. Nicht gerade vertrauensbildende Maßnahmen, die auf eine deutliche Expansion der Energiekonzerne in naher Zukunft schließen lassen. Kein Wunder also dass sich auch die Analysten in letzter Zeit wieder deutlich verhaltener zu den beiden Aktien äußern! Auch aus charttechnischer Sicht kann ich im Moment nicht viel gutes oder hoffnungsvolles entdecken…aber!

 

 

 

Oben sehen Sie den E.ON Chart der letzten dreieinhalb Jahre und unten den RWE Chart in einer noch etwas längeren Perspektive. Beide Aktienkurse sind weiterhin klar abwärts gerichtet. Beide Aktien dürften nach meiner Auffassung zumindest die untere Begrenzung des kurzfristigen Trends innerhalb der Abwärtsbewegung noch einmal testen. Würden sie gar darunter fallen drohen weitere und deutliche Abschläge. Im Falle E.ON hieße dies, dass man als Trader durchaus auf eine Gegenbewegung setzen kann, jedoch frühestens bei Kursen um die 15,50 Euro. Bei der RWE Aktie sollte man wohl auf Einstiegskurse um die 28,50 Euro warten, um auf eine Fortführung des mittelfristigen Trends zu setzen. In beiden Fällen ist es aber empfehlenswert die eingegangene Position dann knapp unterhalb der Einstiegskurse entsprechend eng abzusichern!

Grundsätzlich bleibe ich bei meiner Meinung das es wirklich interessantere Aktien am Markt gibt. Bereits zu Beginn der ganzen Misere im Februar 2011 habe ich immer wieder darauf hingewiesen. Damals stand die RWE Aktie noch bei über 50,- Euro. Das zwischenzeitliche Aufwärtspotenzial im Juni 2011 wurde dann > hier < besprochen. Nun dürften die Aktien bald wieder fast da sein, wo wir damals zur Gegenbewegung ansetzten. Ein erneuter Trade auf der Long-Seite wird somit aus meiner Sicht an den genannten Marken wieder interessant. Wer einen entsprechend langen Atem mitbringt kann dort sogar langfristige Positionen eröffnen, denn die schlimmsten Nachrichten dürften nun allmählich eingepreist sein. Behalten Sie die Versorger im Auge!

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