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5 Gründe warum Apple hätte Tesla kaufen sollen

Wohlgemerkt HÄTTE kaufen sollen… weil der Elektroauto-Pionier heute vier bis fünfmal soviel kostet wie noch vor einem Jahr. Im Falle einer Komplettübernahme zum jetzigen Zeitpunkt müsste Apple wohl auch noch eine ordentliche Schippe drauflegen, sprich noch einmal 30 bis 50 Prozent on Top. Die Frage ist also, was wäre wenn Apple Tesla vor dem ganzen Hype gekauft hätte? Ohne jeglichen Zweifel wäre die der Deal des Jahrzehnts für Apple gewesen und niemand hätte auch nur ansatzweise an Tim Cook´s Kreativität oder Kompetenz gezweifelt, wie es heute teilweise der Fall ist. Die Gründe warum auch ich persönlich schon seit längerem der Meinung bin, dass dies der richtige Schritt gewesen wäre um die vielen Milliarden in Apples Kasse sinnvoll einzusetzen, sind vielschichtig.

Das ganze Thema einer Übernahme Teslas durch Apple ist ansich auch nicht neu. Man darf zumindest einigermaßen verwundert darüber sein, dass diese Spekulationen in diesen Tagen wieder so medial hochgekocht werden. Schließlich fand das besagte Treffen zwischen dem Apple M & A-Chef und Elon Musk bereits vor fast einem Jahr statt! Passiert ist seitdem nichts – zumindest nichts Offizielles. Der Sportwagenhersteller Tesla wird heute nach Börsenschluss in den USA die jüngsten Zahlen präsentieren und auch die  Analysten sind im Vorfeld dieser Veranstaltung durchaus geteilter Meinung darüber, ob dies ein guter Tag für Tesla Aktionäre wird.

Warum also gerade jetzt so intensiv über etwas diskutiert wird, was dem aufmerksamen Beobachter schon lange klar sein sollte, lässt sich nur erahnen, bzw. darüber spekulieren. Möglicherweise soll hier eine durchaus wahrscheinliche, operative Verlangsamung bei Tesla nicht unbedingt im Fokus stehen, sondern viel mehr die mögliche Fallhöhe der Aktie durch Übernahmephantasien begrenzt werden. Heute Abend wissen wir mehr…!

Die Gründe die für eine Übernahme gesprochen hätten, als diese noch „bezahlbar“ war, sind wie erwähnt durchaus vorhanden:

1. Einstieg in einen Multi-Milliarden-Markt

Da wäre wohl vor allem die Eroberung eines komplett neue Geschäftsfeldes gewesen. Die Vernetzung der Mobilität mittels der vorhandenen Smartphone-Technologien, die dann auch im Auto vollumfänglich genutzt werden könnten. Ein Milliardenmarkt, der nicht nur bei Tesla zum Einsatz kommen würde sondern langfristig auch bei anderen Automobilherstellern lizensiert werden könnte. Die Apple Aktie würde wahrscheinlich schon alleine aus diesem Grund heute deutlich höher stehen.

2. Ein neuer Visionär muss her

Da wäre ein Tesla-Chef gewesen, der ebenso wie sein großes Vorbild, Steve Jobs, große Visionen hat und diese auch konsequent umsetzt. Elon Musk wird nicht ohne Grund als der neue Steve Jobs gefeiert. Durch eine Übernahme Teslas hätte man diesen, für Apple so wertvollen Mann, sicherlich in irgend einer Form langfristig an das Unternehmen binden können.  Zusätzlich würden sich die führenden Köpfe der beiden Unternehmen hervorragend ergänzen. Tim Cook gilt als meisterlicher Organisator und Drahtzieher, während der charismatische Visionär Elon Musk als Galionsfigur alles darstellt was den Geist Apples immer ausgemacht hat und auch weiterhin ausmachen sollte.

3. Know How Transfer für kleines Geld

Man hätte mit dem hohen Cash Bestand den Apple besaß, und immer noch besitzt, ein komplett neuen Zukunftsmarkt erschließen können. Vor einem Jahr wer diese Investition wohl noch aus der Portokasse zu bestreiten gewesen. Heute sieht das leider schon ganz anders aus. Nicht zu vergessen das Know-how zum Thema Batterietechnik und Akku-Entwicklung dass man hiermit äusserst günstig hätte kaufen können und das auch oder gerade in den iPhones irgendwann Anwendung finden könnte. In Sachen Mobile-Payment hätte man zusätzlich wohl auch von den Erfahrungen Elon Musks profitieren können, der PayPal einst aufgebaut hat.

4. Die Konkurrenz schläft nicht

Ein weiterer und ganz wesentlicher Punkt in dieser Argumentationskette ist aus meiner Sicht schlicht und ergreifend der, dass man eine solche Erweiterung der Geschäftstätigkeit unbedingt machen sollte, bevor es ein anderer tut. Gerade im Hinblick auf die immer stärker werdenden Konkurrenz, sei es Samsung oder Google, wäre dies der nächste logische Schritt gewesen, den Tim Cook aber leider nicht bereit war zu gehen. Nun muss man eventuell gar befürchten das irgendwann ein kostspieliger Bieterwettkampf um Tesla entstehen kann, bei dem sogar der ein oder andere zahlungskräftige Autobauer mitbietet.

5. Eine starke Vetriebs-Allianz

Apple hätte mit dem Kauf von Tesla auf einen Schlag nicht nur eine deutlich bessere Bilanz in Sachen Umweltfreundlichkeit, und damit ein noch besseres Image, sondern auch ein weltweites Vertriebssystem, das es erlauben würde die Tesla/Apple-Produkte weltweit schneller und effizienter an den Mann/die Frau zu bringen. Zudem hätte Apple sein Know How in der Massenproduktion bei Tesla einbringen können, was sicherlich von Vorteil gewesen wäre.

Der ein oder andere unter Ihnen wird ohne Zweifel noch weitere Gründe finden, die dafür gesprochen hätten das Apple Tesla übernimmt. Letztlich ist es aber müßig darüber zu diskutieren was hätte sein können. Die spannende Frage ist nun eher warum wurde dieser Schritt nicht gegangen wurde als die Zeit dafür noch günstig war? Aus meiner persönlichen Sicht hätte es keine bessere Akquisition geben können um die vielen Milliarden in der Apple-Kriegskasse sinnvoll einzusetzen. Apple war aber offenbar der Meinung das die eigenen Aktien die bessere Invention sind.

Ist eine Übernahme Teslas aus heutiger Sicht somit noch wahrscheinlich? Ich denke ehrlich gesagt nicht, da das Objekt der Begierde inzwischen einfach zu teuer ist. Um die aktuelle Marktkapitalisierung als reiner Elektromobil-Hersteller zu rechtfertigen müsste Tesla wohl irgendwann zehnmal so viele Autos verkaufen wie heute. Ist das realistisch? Vielleicht, aber nicht in den nächsten zwei bis drei Jahren. Dennoch bleibt das Unternehmen für Apple in vielerlei Hinsicht „The Perfect Match“ und ich halte es nicht für ausgeschlossen das irgendwann doch noch das zusammen geht was zusammen gehört. In einer anderen Zeit, zu einem anderen Preis und vielleicht mit einem eignen Produkt – dem iCar

Commerzbank – Sell The News geht weiter

Ich bin ganz sicher nicht der Einzige, der das Doppeltop bei der Commerzbank Aktie „entdeckt“ hat und sicherlich muss man schon etwas blind oder überoptimistisch sein um dieses Warnzeichen nicht ernst zu nehmen, bzw. zu erkennen. Vor ein paar Tagen habe ich hier bereits kurz darauf hingewiesen, dass ich kurzfristig eher mit einer „Sell The News Reaktion“ nach den Quartalszahlen rechne, als mit weiter deutlich steigenden Kursen. Die Commerzbank Aktie ist einfach, für das was am Ende unten raus kommt viel zu gut gelaufen, auch wenn die Restrukturierungs-Bemühungen von Blessing und seinen Mannen grundsätzlich anerkennenswert sind.

Commerzbank Aktie mit möglichem Doppeltop und neuem Kursziel, Chartanalyse

Es schadet also grundsätzlich nicht, wenn hier nun wieder etwas heiße Luft abgelassen wird bis die Bemühungen des Vorstandes richtig Früchte tragen. Wichtig für die kurzfristige Entwicklung des Aktienkurses dürfte nun die hier eingezeichnete grüne Linie sein. Ein Unterschritten wäre ein weiteres und deutliches Warnzeichen, das mit hoher Wahrscheinlichkeit zunächst einen Test der blauen Unterstützungslinie zur Folge haben dürfte. Anschließend stellt sich dann die Frage, ob die Aktie in den hier eingezeichneten Keil verbleiben kann, oder ob mit dem Doppeltop eine mustergültige Korrektur eingeleitet wurde, die bis zum 50er Fibonacci Retracement führt. Ich persönlich halte diese Variante für durchaus wahrscheinlich.

Nordex – erneut gescheitert. Jetzt wird es brenzlig!

Die Nordex Aktie schafft einfach nicht mehr den Sprung aus dem Tal der Tränen. Nachdem Anfang November ein neues Verlaufshoch oberhalb der 14,- Euro Marke markiert werden konnte, gelang es den Bullen seitdem nicht mehr auch nur ansatzweise an die alten Erfolge anzuknüpfen. Daran konnte auch der große Optimismus einiger Börsenmagazine nichts ändern. Das seitdem offene Down-Gap (roter Kreis) wurde nicht mehr geschlossen, was grundsätzlich deutlich negativ zu werten ist. Im Januar ist die Nordex Aktie bereits wieder am 23,60er Fibonacci Retracement nach unten abgeprallt und auch gestern konnte das 38,20er Retracement-Level nicht mehr nachhaltig überschritten werden. Der Titel ist – trotz guter Vorgaben und wiederholt kolpoltierter Übernahmegerüchte – erneut an der mittelfristigen Abwärtstrendlinie gescheitert…

Nordex Aktie Chart Analyse mit Trend und offenem Gap

Diese Ausgangslage würde ich grundsätzlich als bedenklich einstufen, da aus der aktuellen Abwärtsbewegung durchaus auch eine SKS Formation im Chart entstehen könnte, die die Aktie dann noch einmal in deutlich tiefere Regionen führt. Zunächst sollte nun erneut die Unterstützung bei 9,33 Euro, bzw. das nächste Retracement (50%) angesteuert werden. Hält dieser Bereich nicht, dann kann es auch ganz schnell in Richtung der nächsten Retracement Linie bei 8,27 Euro, oder aber der „echten“ Unterstützung bei 7,66 Euro gehen. Achten Sie also unbedingt in den kommenden Tagen auf die genannten Marken, bzw. eine Mögliche Rückeroberung der Abwärtstrend-Linie! Erst ein deutliches Überschreiten dieser Linie, auf Tagesschluss-Basis, würde die charttechnische Situation wieder etwas entschärfen.

Lanxess – Der Weg des maximalen Schmerzes

Während ich dem Gesamtmarkt in dieser Woche eher nur eine mäßige Performance zubilligen würde, gibt es natürlich Ausnahmen die beachtenswert sind. Die Lanxess Aktie ist eine davon. Deswegen hier nun kurz der Blick auf den aktuellen Chart, an einem ansonsten eher langweiligen Börsentag:

Lanxess Aktie Chart Analyse

Zuletzt hatte ich darüber berichtet dass hier das offene Gap (roter Kreis) noch geschlossen wieder muss, bevor es dann anschließend deutlich aufwärts mit der Aktie gehen sollte. Dieser Gap Close kam dann auch umgehend unter hohen Umsätzen, die Unterstützungslinie wurde noch einmal getestet und seitdem kennt die Aktie nur noch eine Richtung. Wie so oft stellt eine solche Bewegung den Weg des maximalen Schmerzes dar. Denn für Anleger die Ihre Positionen zu eng abgesichert hatten bedeutet eine schneller Kurswechsel wie dieser, dass die Positionen  ausgestoppt wurden. Die zu diesem Zeitpunkt deutlich gestiegenen Umsätze verraten dass genau dies die Absicht einiger Marktteilnehmer gewesen dürfte. Ein Schelm wer böses dabei denkt, dass kurz danach der Wechsel des Chefpostens bekannt gegeben wurde…!

Für Neueinsteiger hingegen war es genau der richtige Zeitpunkt in die Aktie zu investieren. Heute macht sich die Lanxess Aktie auf  das letzte Hoch aus dem November 2013 zu überschreiten. Ob dies bereits im ersten Anlauf gelingen wird kann erst heute Abend bzw. eigentlich erst morgen abschließend beurteilt werden. Die Chance dafür ist jedenfalls gegeben. Ich persönlich kann mir nun ebenso einen leichten Rücksetzer vorstellen, der dann den Henkel einer Tassenformation darstellt.

Letztlich scheint der weitere Weg für die Aktie nun aber relativ klar zu sein. Ich hoffe somit Sie sind der Kurzanalyse vom 22.01.14  und unserem TradingUpdate gefolgt und haben das Geschehen intensiv beobachtet und die richtigen Schlüsse daraus gezogen! Gelingt nun der Ausbruch nach oben liegen die nächsten Ziele bei 55,- Euro dann 59,- Euro und schließlich 62,40 Euro. Anleger die bereits investiert sind denken eventuell über eine Aufstockung der Position nach…!

DAX zwischen Valentins Korrektur, Presidents Day und der Faschings Rallye. Gold weiter long

Es dürfte uns erneut eine sehr spannende, und vielleicht entscheidende, Woche erwarten. Denn, sowohl die weiterhin positive Stimmung am Aktienmarkt als auch die Entwicklung beim Goldpreis und in den Emerging Markets steht im Fokus vieler Anleger. Der DAX konnte auch in der abgelaufenen Börsenwoche wieder deutlich zulegen, während sich bespw. die Aktienmärkte in Japan eher negativ entwickelt haben. Der Goldpreis hat nun endlich den Sprung aus der zähen Bodenbildungs-Phase nach oben geschafft, wie es zu erwarten war, und die US Aktienmärkte zeigen sich – trotz sehr gemischter Konjunkturdaten – weiterhin beeindruckt von der Fiskalpolitik ihrer Notenbank. Dennoch  gibt es durchaus auch ein paar Dinge die man in den kommenden Tagen beachten sollte um sich nicht zu leichtsinnig einem vermeintlich immer nur steigenden Aktienmarkt hinzugeben.

Aus rein saisonaler Betrachtung in „normalen“ Börsenjahren, befinden wir uns ab heute erst einmal in einer schwächeren Phase, die beginnend mit der „Valentins Korrektur“, die nun starten sollte, bis Ende des Monats anhält, bevor wir dann eine Faschings Rallye sehen könnten.  Mit dem heutigen Presidents Day  in den USA bleiben die Börsen geschlossen. Kurze Börsenwochen sind grundsätzlich immer mit etwas Vorsicht zu genießen und zeichnen sich nicht selten durch hohe Volatilität aus. Der starke Anstieg der letzten Tage könnte also erst einmal vom Markt verdaut werden, bevor sich dann entscheidet wohin die weitere Reise gehen wird. Zumal sich die US Berichtssaison nun wieder ihrem Ende nähert und neue Impulse demnächst eher Mangelware sein dürften.

Ich hatten Ihnen kürzlich drei mögliche Szenarien für den DAX aufgezeichnet, die allesamt eine hohe Wahrscheinlichkeit hatten oder noch haben. Die Entscheidung über den künftigen Weg wird – aller Voraussicht nach – in dieser Woche fallen. Es ist also nicht unbedingt an der Zeit sich bereits am Anfang dieser Woche zu weit aus dem Fernster zu lehnen, denn noch ist hier alles möglich! Der einzige Trade den ich momentan als sinnvoll ansehe ist somit weiterhin auf die Erholung des Gold-und Silberpreises zu setzen, wenn Sie die entsprechende Geduld mitbringen können. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine erfolgreiche Börsenwoche und die richtigen Entscheidungen…!

Apple Aktie bald Richtung 765 Dollar?

Da hat wohl gestern irgend etwas mit der Verlinkung nicht geklappt…ich bitte um Entschuldigung! Die Apple Aktie konnte sich zuletzt von dem deutlichen Rücksetzer, nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen, erholen. Nicht nur dass der Markt offensichtlich realisiert hat dass die Reaktion übertrieben gewesen ist, sondern auch verschiedene andere Faktoren haben dazu geführt, dass neues vertrauen in den Titel entstanden ist. So wurde vor Kurzem bspw. bekannt gegeben, dass man weiter Aktien im Wert von 14 Milliarden Dollar zurückgekauft hat und sich somit auch der Gewinn je Aktie weiter erhöht. Zudem hat Konzernlenker Cook angekündigt dass die Apple-Fangemeinde in diesem Jahr noch mit ein paar sehr innovativen Produkten beglückt wird. Laut Presseberichten soll im April eine neue Version des Apple TV herauskommen, ausserdem rechnet man nun fest damit, dass auch die iWatch dieses Jahr Realität werden soll.

Davon unabhängig verkauft sich die neue iPhone Generation, den jüngsten Statistiken der Marktforschungsfirma ITC zufolge, ausgesprochen gut. Demnach liegt der Anteil am Gesamtmarkt nun bei stolzen 17, 6 Prozent, was einer deutlichen Steigerung zum letzten Quartal entspricht. Hier war Apple auf „nur“ 13,1 Prozent im Smartphone-Markt gekommen. Das Android Betriebssystem beansprucht für sich immer noch stolze 80 Prozent, allerdings ist zu bedenken dass ein durchschnittliches Android Smartphone knapp unter 300,- Dollar kosten, während die iOS Geräte von Apple immer noch bei ca. 650,- Dollar liegen. Kurz zusammengefasst: Insgesamt bleibt damit sowohl der Trend für Apple als auch die Nachrichtenlage weiterhin positiv und lässt höhere Kurse zu.

Apple Chart mit möglicher Cup Formation

Ich möchte heute aber mal wieder eher über den Apple Chart schreiben: Wie Sie deutlich sehen können hat der jüngste Anstieg bei der Aktie zu einem sehr interessanten und aussichtsreichen Chartbild geführt. Gelingt es nun den Anstieg weiter fort zu setzen und sowohl das gerissene Gap bei 550,- Dollar zu schließen, als auch die letzten Hochstände bei 575,- Dollar wieder raus zu nehmen, wäre eine große Cup and Handle  Formation vollendet. Wahrscheinlich ist eine solch starke Bewegung nicht von heute auf morgen zu erwarten, aber man sollte dieses Szenario im Auge behalten. Erste Hürden warten nun bei ca. 540,- Dollar, 546,- Dollar, sowie der Kreuzwiderstand bei ca. 560,- Dollar.

Das mögliche Kursziel das aus einem Anstieg der Apple Aktie über 575,- Dollar entstehen würde darf man eigentlich gar nicht öffentlich nennen, weil man dann vielleicht für verrückt erklärt wird, ich tue es aber dennoch. Ausgehend vom Tiefpunkt des großen Rücksetzers im Jahr 2013 bei 385,- Dollar ist das charttechnische Ziel dieser Bewegung dann bei 765,- Dollar, was weitere 230,- Dollar Gewinn pro Aktie ab diesem Niveau bedeuten würde…. Nicht heute, nicht morgen und wohl auch nicht übermorgen, aber auf Sicht von ein paar Monaten. Ich habe schon schlechtere Setups gesehen! Die Apple Aktie sollte man spätestens jetzt auf die Intensiv-Watchlist nehmen, ebenso wie ein paar Aktien, die im Windschatten Apples normalerweise nach oben laufen. Dialog Semiconductor ist sicherlich eine davon…!

ThyssenKrupp – Das Rentenpapier

Es ist schon unglaublich – seit Monaten schaue ich mir an, wie eine schlechte Nachricht nach der anderen den Markt erreicht  – und Nichts passiert. ThyssenKrupp ist offenbar zum Rentenpapier mutiert, das man bedenkenlos im Depot halten kann, egal was kommt. Inzwischen notiert das Papier, trotz des Milliardengrabs in Nord- und Südamerika, trotz Kapitalerhöhung(en?), trotz dem gestern gemeldeten Rückkauf von zuvor hastig verkauften Unternehmensteilen und trotz wirklich schlechter Quartalszahlen am laufenden Band, bei 20,- Euro. Besser könnte aus meiner Sicht nicht zum Ausdruck gebracht werden welch seltsame Blüten der momentane Aktienmarkt hervorbringt.

Auch das heute veröffentlichte Zahlenwerk zum ersten Quartal lässt wenig Spielraum für echten Optimismus. Ich fasse kurz zusammen… Unterm Strich verblieb ein Minus in Höhe von 69 Millionen Euro, trotz einer leichten Verbesserung beim EBITDA (468 Mio.) nach zuvor 371 Millionen Euro. Der Umsatz lag mit 9.109 Milliarden ebenfalls leicht unter dem Vorjahreswert von 9.189 Milliarden Euro.

Die kürzlich erfolgte Kapitalerhöhung sorgte bei dem hochverschuldeten Stahlkonzern aber wieder für etwas Entspannung in der Bilanz. Das Eigenkapital konnte nun auf 3,3 Milliarden Euro angehoben werden, was das Gearing des Konzerns von 200 auf 136 verbesserte. Damit liegt ThyssenKrupp zumindest wieder unter der kritischen Marke von 150 und dürfte somit wenige Refinanzierungs-Probleme haben. Auch die Nettoschulden konnten von 5 auf 4,5 Milliarden Euro zurückgefahren werden, weil Großkunden für einige Großaufträge bereits Anzahlungen leisteten.

Der Hauptgrund für das erneut negative Ergebnis lag – neben den weiterhin schwachen Stahlpreisen – nicht zuletzt im Rückkauf der zuvor an die finnischen Outokumpu veräusserten Werk in Terni und  dem Spezialwerkstoffhersteller VDM. Auch dieses Geschäft darf man wohl mit einem großen Fragezeichen versehen. In den Medien wird der Schritt als große Rettungsaktion für die Finnen dargestellt… Ich persönlich würde hier eher vermuten, dass nun nach und nach massive Fehlentscheidungen des vorigen Managements wieder korrigiert werden…!

Wie auch immer… sicherlich gibt es auch ein paar positive Veränderungen zu berichten. Letztlich hat aber für alle Fehlentscheidungen unter Cromme der Aktionär gerade stehen müssen, und niemand kann heute mit Gewissheit sagen das dieser Prozess nun abgeschlossen ist. Cromme ist nun weg und das ist sicherlich die beste Nachricht seit Langem. Eine Aktie die den überwiegenden Teil ihres Daseins schlechter performt hat als der DAX, und bei der noch so viele Fragezeichen im Raum stehen, gehört meiner Meinung nach dennoch nicht zwingend in das Depot.

Allerdings wurden hier zuletzt auch alte verkrustete Strukturen aufgebrochen, die grundsätzlich hoffen lassen, dass man das Unternehmen künftig etwas solider aufstellt. Anerkennenswert ist sicherlich auch die relative Stärke der Aktie, die mich in den letzten Monaten immer wieder beeindruckt hat. Die ThyssenKrupp Aktie bleibt somit für mich eher ein „Rentenpapier“, für Anleger die einen gaaaaanz langen Atem haben und darauf hoffen, dass sich der Stahlmarkt irgendwann nachhaltig erholen wird. Dennoch, es gibt so viele interessante Aktien am Markt, die weniger problembehaftet sind…!

Commerzbank, ABB, Drägerwerk und Aurubis im Fokus

Commerzbank spart sich ins Plus

Die Commerzbank hat heute die Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 vorgelegt und konnte die Erwartungen des Marktes damit schlagen. Das operative Ergebnis lag im Berichtszeitraum bei 725 Millionen Euro, Im Jahr 2012 wurden allerdings noch 1.170 Millionen Euro verdient. Die viel beachtete Eigenkapitalrendite bei 9,5 Prozent. Risiken wurden weiter reduziert, die Risikovorsorge wurde von 1.660 Millionen auf nunmehr 1.747 Millionen Euro erhöht. Insgesamt also ein für CoBa Verhältnisse solides Ergebnis, das der Markt heute vorbörslich mit einem weiteren Plus von 2,3 Prozent auf 13,70 Euro quittiert. Man darf allerdings gespannt sein wie sich die CoBa Aktie in den nächsten Tagen weiter entwickeln wird, da knapp über diesem Kursniveau einige charttechnische Hürden warten. Eine enge Gewinnabsicherung dürfte jetzt durchaus Sinn machen.

ABB schwächelt

Der Energie- und Automationstechnikkonzern ABB hat sein Umsatzziel für das laufende Jahr gesenkt. Wegen schwacher Nachfrage und immer noch schleppender Konjunktur hat das schweizer Unternehmen seine Wachstumsprognose von zuvor 5,5 bis 8,5 Prozent jährlichem Wachstum nun auf 4 bis 5 Prozent deutlich reduziert. Die Ziele für die operative Marge wurden zwar aufrecht erhalten, können aber laut Firmenchef Ulrich Spiesshofer nur euch entsprechende Sparmaßnahmen erreicht werden.  Im Jahr 2013 konnte der Umsatz noch um 6 Prozent auf 41,8 Milliarden Dollar gesteigert werden. Für 2014 sollte man sich aber wohl nicht allzu viel erwarten.

Drägerwerk – wie befürchtet aber etwas besser als erwartet

Der Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller Drägerwerk leidet- wie andere Konzerne auch – unter dem starken Euro. Im Geschäftsjahr 2013 ist der operative Gewinn somit um satte 13 Prozent auf 200 Millionen Euro zurück gegangen. Der Umsatz hingegen blieb mit 2,4 Milliarden Euro auf hohem Niveau. Die Marge lag bei 8,5 Prozent. Die Drägerwerk Aktie dürfte sich heute, in einem ansonsten eher schwachen Umfeld, nach den „soliden“ Zahlen gut behaupten.

Aurubis – noch schlechter als erwartet

Das kann man von der Aurubis Aktie heute wohl eher nicht erwarten. Denn Europas größte Kupferhütte ist – bedingt durch Produktionsprobleme – im ersten Quartal deutlich in den negativen Bereich gerutscht. Das Ergebnis implodierte regelrecht von 148 auf nur noch 4 Millionen Euro während der Umsatz um satte 17 Prozent einbrach. Am Ende bleib ein Verlust in Höhe von 52 Millionen Euro übrig. Da hilft auch ein von der Geschäftsleitung immer wieder betont positiver Ausblick auf das Gesamtjahr langsam nicht mehr. Woher der Optimismus kommt ist angesichts des aktuellen Kupfer Charts ebenso unverständlich!

Fußball-WM 2014: Spillover-Effekt und Investmentchancen

Nach dem Spiel ist meistens vor dem Spiel, außer wenn es sich bei dem Spiel um das Finale einer Fußballweltmeisterschaft handelt. Spielerisch sind WM-Endspiele oft eine Enttäuschung, wegen der hohen Erwartungen und nicht zuletzt der hohen Summen, die für beide Seiten auf dem Spiel stehen, und wenn die letzten Takte von „We are the Champions“  und die Hupkonzerte der Autokorsos verklungen sind, macht sich oft eine Art Antiklimax breit. Ist die nächste Fußballparty wirklich erst in vier Jahren?
Und doch ist es bereits dreieinhalb Jahre her, dass die südafrikanischen Fans die Welt um die Vuvuzela bereichert haben, und bis die fahnenschwenkenden Horden in Brasilien einfallen, dauert es nicht einmal mehr sechs Monate. Vier Wochen lang wird die Welt verrückt spielen, Politiker unbeliebte Entscheidungen durchdrücken, weil eh niemand Nachrichten schaut, und der Einzelhandel sich angesichts des plötzlich explodierenden Bedarfs an Plasmafernsehern und Grillwürstchen die Hände reiben. Den größten Profit wird zweifelsohne die FIFA einstreichen – allein 1,6 Milliarden Euro für Übertragungsrechte flossen 2010 in die Taschen des Weltfußballverbandes, ganz zu schweigen von Einnahmen aus Lizenzrechten wie etwa für Merchandising-Artikel und Marketing-Rechten für Großsponsoren – doch wer profitiert eigentlich noch wirtschaftlich von einem sportlichen Großereignis dieser Klasse?

Aus Sicht der gastgebenden Länder fällt die Bilanz eher nüchtern aus. In Deutschland hatte die Bundesregierung Anfang 2006 noch voller Euphorie einen neuen Wirtschaftsboom prophezeit, doch ein Jahr später musste das Institut für Wirtschaftsforschung gestehen, dass die WM im eigenen Land für „keine nennenswerten konjunkturellen Impulse“ gesorgt hat.Die Millionen Touristen, die zusätzlich zum normalen Fremdenverkehr erwartet worden waren, waren ausgeblieben – zwar reisten viele extra zu den Spielen an, doch es ist schwierig zu berechnen, in wieweit der sogenannte „Verdrängungseffekt“ greift – also wieviele reguläre Touristen sich wegen der WM in Erwartung großer Massen und hoher Preise lieber für ein anderes Ziel entscheiden.

Dennoch gibt es zweifelsfrei bestimmte Branchen, die von einer Fußball-WM mehr profitieren als andere. So gehören zum Beispiel Sportartikel-Hersteller wie Adidas, Nike oder Puma alle Jahre wieder zu den großen Abräumern einer WM. Allerdings dürften im Hause Nike wohl die Sektkorken geknallt haben, als die ewigen Wackelkandidaten der englischen Nationalelf sich im letzten Herbst in allerletzter Minute doch noch qualifizierten. 2008, als sie die EM-Endrunde knapp verpassten, berichtete der damalige Trikothersteller Umbro von heftigen Umsatzeinbrüchen. Schätzungen des britischen Einzelhandelsverbandes zufolge gingen der Wirtschaft in dem Jahr rund 600 Millionen Pfund (etwa 800 Millionen Euro) durch die Lappen, auch wenn es generell sehr schwierig ist, die volkswirtschaftlichen Auswirkungen von Fußball-Weltmeisterschaften zu messen.

Bei der Suche nach Anlagemöglichkeiten ist man nie falsch beraten, das eigene Konsumverhalten und das Ihres sozialen Umfelds in Augenschein zu nehmen. Wenn Sie beim Public Viewing im Park beobachten, wie das Bier in Strömen in Plastikbecher fließt, dann können Sie davon ausgehen, dass für Brauerreikonzerne wie Anheuser-Busch InBev (Beck’s, Grolsch, Heineken uvm) das Geschäft blüht. Wenn der Nachwuchs Ihrer Nachbarn rund um die Uhr Zugang zu einem unerschöpflichen Vorrat an Vuvuzelas hat, die alle das Label „Made in China“ tragen, dann liegt die Vermutung nicht fern, dass die chinesische Wirtschaft sich noch lange weiter freut, auch wenn die chinesische Nationalmannschaft wieder einmal nach der Vorrunde nach Hause fährt.

Fakt ist, dass der sogenannte „Spillover-Effekt“, auch als Ausstrahlungseffekt bezeichnet, dafür sorgt, dass ein derartiges Großereignis sich auch auf Branchen auswirkt, die auf den ersten Blick nichts mit Fußball zu tun haben. Beobachten Sie Ihr Umfeld – wie der berühmte Investmentfondsmanager Peter Lynch einst sagte, „if you like the store, chances are you’ll like the stock“. So oder so, es wird in jedem Fall interessant sein zu beobachten, wie sich die genannten Werte in den nächsten Monaten entwickeln.

Der Handel mit Hebelprodukten beinhaltet ein hohes Risiko und kann u. U. zu Verlusten führen, die Ihre ursprünglichen Einlagen überschreiten. Stellen Sie darum sicher, dass Sie alle mit dem CFD Handel verbundenen Risiken verstanden haben und einschätzen können.

Aktienkultur – Von guten Beratern und aufgeklärten Anlegern

Anlage- oder Aktienkultur in Deutschland wird nicht gerade groß geschrieben. Noch immer ist des Deutschen liebstes Kind bei der Altersvorsorge, die eigengenutzte Immobilie, die Lebensversicherung oder schlichtweg das Sparbuch. Rendite wird vernachlässigt um sich vermeintliche Sicherheit zu erkaufen. Man kann es dem deutschen Michel nicht einmal verdenken, denn jedes mal wenn er sich endlich getraut hat und voller Elan in den aufregenden Aktienhandel eingestiegen ist, kam umgehend die Quittung. Das war 1987 so, im Jahr 2000 und auch als Lehman Brothers pleite ging und die aktuelle Krise ausgelöst hat. Auch jetzt – nach fünf Jahren Hausse – betrachtet der durchschnittliche Anleger die aktuelle Börsenphase weiterhin mit Argwohn. Inzwischen ist das wohl auch gerechtfertigt, denn die aktuelle Hausse könnte nun erst einmal an einem Punkt angelangt sein an dem es wieder deutlich turbulenter werden könnte.

Seit dem Ausbruch der letzten Finanzkrise unterliegt die gesamte Finanzbranche inzwischen weltweit einem stetigen Wandel. In den vergangenen Jahren wurden reihenweise Angestellte großer Banken entlassen, in einigen Teilen des Bankwesens hält dieser Prozess wohl auch noch etwas an. Die Banken müssen sich weiterhin gesund schrumpfen, um den an sie gestellten Anforderungen der Politik gerecht zu werden. Dennoch gibt es schon wieder erste erkennbare Chancen einer Stabilisierung und damit auch entsprechende Job-Angebote für qualifizierte Mitarbeiter in den großen Konzernen. Banken und Finanzkonzerne stellen wieder ein, war kürzlich zu lesen. Wobei dabei nun dankenswerter Weise etwas mehr auf „Qualität“ geachtet werden soll…!

Denn, das Anlegervertrauen in den Bankberater hat zuletzt stark gelitten. Eine Studie der Ruhr-Universität Bochum mit Unterstützung der Deutsche Post zufolge vertrauen immer weniger Investoren bei der klassischen Geldanlage ihrem persönlichen Bankberater. Dieser Studie zufolge sehen nicht einmal 30 Prozent der Aktionäre in Deutschland (und es sind ohnehin schon sehr wenige!) die Bankberatung als wichtige Informationsquelle für Ihre Anlageentscheidung. Im Jahre 2008 waren es immerhin noch knapp 40 Prozent.

Nicht ohne Grund, möchte man sagen, denn in den guten alten Zeiten wurde vertrieben was der Markt so her gegeben hat, und das nicht selten mit ernsthaften Folgen für gutgläubige Anleger. Angefangen von geschlossenen Immobilienfonds, die sich teilweise im grauen Markt getummelt haben, bis hin zu Steuersparmodellen, die oftmals nicht funktionierten weil sich u.a. die Steuergesetzgebung während der Laufzeit verändert hat, wurde alles an den Mann/die Frau gebracht. Im Aktiengeschäft wurde die Werbetrommel meistens erst dann so richtig angeschmissen, wenn sich der Markt mal wieder auf einem zyklischen Hoch befunden hat. Das Ergebnis für Anleger, die sich auf den fachkundigen Rat verlassen haben, kennen wir ja.

In Sachen Verbraucherschutz wurden inzwischen nun ein paar halbherzige Versuche unternommen die Kapitalanleger künftig vor solchen Verlusten zu bewahren. Die Beschlüsse reichen noch bei Weitem nicht aus, aber es besteht zumindest Hoffnung dass hier in Zukunft noch nachgebessert wird. Manche Banken stellen sich nun verstärkt wieder auf die Bedürfnisse Ihrer Kunden ein und versuchen verloren gegangenes Vertrauen zurück zu gewinnen. Die Lebensversicherungs-Branche ist zudem gezwungen sich neu zu erfinden, um trotz der derzeit mageren Renditen auf klassische Kapitallebensversicherungen auch in Zukunft noch im Geschäft zu bleiben.

Nicht alles war seit Lehman somit schlecht. Durch die Krise hat sich etwas bewegt, wenn auch bisher nur sehr zaghaft. Der beratende Bankmitarbeiter konnte oftmals nichts für das Scheitern einer Anlage, da die Prüfstelle der Bank die Produkte offensichtlich nicht ausreichend begutachtet, und/oder nicht hinreichend auf die möglichen Risiken hingewiesen hat. Dennoch waren sowohl die Kunden als auch diese Mitarbeiter die Leidtragenden. Somit bleibt am Ende die Hoffnung für alle Beteiligten darauf, dass mit einer neuen Generation von Kundenbetreuern, und in den in deutschen Geldhäusern selber, ein Umdenken stattfinden möge.

Wer sich in den kommenden Jahren der Herausforderung als Berater stellen möchte, sowohl Vertrauen in das angeschlagene Bankensystem zurück zu gewinnen, als auch Aktienkultur in die Köpfe deutscher Anleger zu bringen, der kann dieses Schritt immer noch wagen. Der Anleger hingegen ist dringend aufgefordert sich durch die unterschiedlichsten Quellen zu informieren und seine Geldgeschäfte wieder mehr in die eigenen Hände zu nehmen, bzw. Produkte künftig kritischer als bisher zu hinterfragen und sich eigenverantwortlich um seine Altersvorsorge zu kümmern. Ich selber versuche mit diesem Blog und mit dem Investors Inside Newsletter meinen Beitrag zu diesem großen Projekt zu leisten und bin überzeugt, dass auch wir hier in Deutschland einen Weg zu einer aufgeklärten Gesellschaft in Sachen Geldanlage finden werden.

DAX – Drei mögliche Szenarien

Der DAX konnte seine Serie der tieferen Tiefs und tieferen Hochs zuletzt durch eine kräftige Gegenbewegung unterbrechen, was viele Marktteilnehmer offenbar dazu veranlasst hat, ihre grundsätzliche Sichtweise auf eine möglicherweise weitergehenden Korrektur sofort wieder zu ändern. Ein paar Faktoren sprechen nun zwar dafür, dass wir erneut eine Trendwende sehen könnten, ich rate jedoch weiterhin eher zur Vorsicht, da es aus charttechnischer Sicht keinesfalls klar erscheint das die Märkte hier nun wieder nach oben drehen und die Rallye fortsetzen. Der Charakter des Marktes hat sich definitiv geändert!

Nicht jeder Dip wird mehr sofort und umgehend gekauft. Viele Aktien zeigen ernsthafte Schwäche, auch an stärkeren Börsentagen, und nicht zuletzt die getätigten Umsätze  und das „Verhalten“ einiger Aktien und auch Rohstoffe lassen darauf schließen, dass hier nun eine weitere Abwärtsbewegung von den großen Playern am Markt vorbereitet werden könnte. Wie schon in der letzten Woche im Blog geschrieben, könnte sich der starke Anstieg also als rein technische Gegenbewegung, oder sogenannter „Dead Cat Bounce“ entpuppen. Die US Arbeitsmarktdaten am Freitag waren deutlich schwächer als erwartet, was bei den Marktteilnehmern erneut die Hoffnung geweckt hat das die FED Ihre Tapering nun doch verlangsamen wird. Ob diese schlichte Annahme für einen dauerhaften Anstieg ausreicht, bleibt aber noch abzuwarten. Erste Erkenntnisse dazu könnten die Aussagen von Janet Yellen heute gegen 16:00Uhr ergeben!

Dax Chart Analyse Februar 2014 2

Ich habe Ihnen hier drei mögliche Szenarien, jeweils farblich abgegrenzt, in den aktuellen Dax Chart eingezeichnet, die ich grundsätzlich allesamt möglich für halte. Einer Variante räume ich grundsätzlich die höchste Wahrscheinlichkeit ein. Letztlich wird uns aber der Markt die Richtung weisen. Wichtig ist es aus meiner Sicht nun aber diese drei Möglichkeiten intensiv zu beobachten und ggf. dann die richtigen Schlüsse daraus konsequent abzuleiten und umzusetzen.

Die grüne Variante, Szenario 1

In der optimistischen Variante kommt es nun zu einem weiteren Anstieg des Dax der den Index nicht nur über das letzte Hoch bei 9.358 Punkten führt, sondern im Anschluss auch das offene Gap (roter Kreis) bei 9.404 Punkten schließt. Ein weiterer Anstieg bis in den Bereich zwischen 9.500 und 9.537 Punkten wären dann möglich, bevor ein kleiner Rücksetzer auf das 50er Fibonacci Retracement den Boden für einen Ausbruch nach oben legt. Allerdings wäre auch in diesem positiven Szenario erst ab Kursen über 9.600 Punkten wieder echte Entwarnung gegeben. Ein Erreichen der alten Höchststände und der runden 10.000er Marke erscheint dann sehr wahrscheinlich zu sein.

Die rote Variante, Szenario 2

Am 26.Januar hatte ich Sie zuletzt darauf hingewiesen dass die Formation in der Nähe der DAX-Hochstände eine Umkehrformation darstellt, was sich im Nachhinein auch als äusserst richtig erwiesen hat. Diese Formation stellt nun die Ausgangslage für die weiteren Beobachtungen dar und bildet den „Kopf“ einer möglichen großen Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Sollte der aktuelle Anstieg uns also nun bis in den Bereich um die 9.400 bis 9.450 Punkte zurück führen, anschließend aber wieder in sich zusammenfallen, wäre äusserste Vorsicht geboten. Dann könnte die SKS Formation bereits kurzfristig vollendet werden, was zudem bedeuten würde, dass wir ein großes Markttop gesehen hätten. Das Kursziel aus dieser Formation läge dann theoretisch bei ca. 8.200 bis 8.300 Punkten!

Die orange Variante, Szenario 3

Die Unsicherheiten in den Emerging Markets und das Warten auf die nächste große FED Sitzung werden den Markt weiterhin auf „Hold“ in einer volatilen Seitwärstrange halten. Eine echte Entscheidung fällt erst Ende Februar bzw. Anfang März. Zufällig fällt auch der neu entfachte Streit um die Schuldenobergrenze in den USA in diesen Zeitraum! In diesem Falle wäre spätestens nach dem aktuellen Anstieg, bis auf maximal 9.600 Punkte wieder mit deutlicher Schwäche zu rechnen. Die Entscheidung darüber ob sich diese Schwäche dann in einer großen SSKSS Top-Formation auflösen wird, oder nicht, fällt kurz darauf. Über 9.500 Punkten Entspannung, darunter eher deutliche Korrektur!

Warum schreibe ich Ihnen das heute? Weil ich nicht der Meinung bin, dass man es sich an dieser Stelle zu einfach machen sollte, da hier nach wie vor große Chancen bestehen aber auch große Gefahren lauern. Selbstverständlich kann man kurzfristig immer den unterschiedlichen Trends folgen, für die längerfristig orientierten Anleger unter Ihnen spielt es allerdings schon eine gewichtige Rolle ob der DAX in ein paar Wochen 1.000 Punkte tiefer steht oder nicht. Korrekturen in einzelnen Aktien von weiteren 20 bis 30 Prozent wären dann wohl die Folge. Die oben geschilderten Szenarien sollen also nur eine Art unverbindlicher Leitfaden für die kommenden Wochen sein, an dem man sich grob orientieren kann.

Gold und Silber – Ist das die Wende?

Gold bleibt auch weiterhin eine interessante Option für das Jahr 2014. Die Risikoaversion der meisten Marktteilnehmer dürfte kurzfristig wieder deutlich zugenommen haben. Denn, die Währungsturbulenzen in den Schwellenländern haben Ihre Wirkung bei den Anlegern nicht verfehlt. Investoren sind seit einigen Tagen wieder verstärkt auf der Suche nach Sicherheit und weniger nach Rendite in einem Bullenmarkt, der sich vorübergehend seinem Ende zuneigen könnte. Dieses Umdenken hat auch Spuren im Gold (und Silber) Chart hinterlassen, auf die ich heute aus gegebenem Anlass noch einmal kurz hinweisen möchte.

Wie Sie wissen, habe ich einen Teil meiner täglichen Beobachtungen bereits im November in diese Richtung verlagert und im Dezember dann erste aktive Käufe getätigt. Diese Positionen wurden über die letzten Wochen nun weiter ausgebaut, sodass sich für mich persönlich nun eine extrem spannende Zeit angebrochen ist. Ich hatte diese Möglichkeit ja schon mehrfach in unserem Börsen-Newsletter und im Blog thematisiert… Kurz zusammengefasst lautete mein Fazit: Die Edelmetalle werden aus meiner Sicht in diesem Jahr zu einer deutlichen Erholung ansetzten. So richtig sollte diese Erholung ab März einsetzen, wenn einige zyklische Faktoren hinzu kommen. Der Startschuss für diese Bewegung könnte nun aber bereits unmittelbar bevor stehen.

Gold Chart mittelfristig

Heute sehen wir Kurse über 1.274,-  Dollar je Feinunze, was bedeuten würde dass sich der Goldpreis wieder aus dem mittelfristigen (blau) in den langfristigen Abwärtstrend (schwarz) zurückgekämpft hat! Kann dieses Niveau gehalten bzw. verteidigt, oder in den kommenden Tagen gar ausgebaut werden, scheint sich die Trendwende nun zu bestätigen.Der erneute Test der Tiefstände bei 1.180,- Dollar dürfte dann einen soliden Doppelboden darstellen, der nun nicht mehr unterschritten wird.

Auch die Minen-Aktien wie Barrick Gold und Goldcorp präsentierten sich zuletzt wieder stark, ebenso wie der Silberpreis, der unmittelbar dabei den seit Monaten bestehenden Abwärtstrend nach oben zu verlassen. Sämtliche Signale müssen selbstverständlich erst einmal bestätigt werden. dennoch stehen die Chancen nun nicht schlecht, dass wir demnächst einen schnellen Anstieg in Richtung der 1.350,- Dollar Marke sehen werden. Sowohl aus der Sicht eines Anlegers, der physisches Gold uns Silber hält, als auch als Aktionär einer Gold- oder Silbermine scheint die Stunde der Wahrheit nun also immer näher zu rücken. Unbedingt intensiv beobachten!

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