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Barrick Gold, Goldcorp und Newmont drehen – Dax vor einer Korrektur?

Es tut sich mal wieder etwas am Aktienmarkt und vielleicht ist dies sogar eine ganz entscheidende Phase auf die ich hier nun kurz mit ein paar losen Gedanken hinweisen möchte…

Man musste kein großer Hellseher sein um die Veränderung im Goldminen-Sektor in den vergangenen Wochen zu bemerken. Sie erinnern sich, ich hatte erstmalig Ende November auf diese Möglichkeit hingewiesen. So wie es momentan aussieht, scheint das dargestellte Szenario nun auch einzutreten. Gemeint ist, dass die Goldminen-Aktien dem Goldpreis vorweg laufen und dieser dann in den nächsten Wochen oder Monaten folgen sollte.  Dies wäre somit das genau umgekehrte Szenario zu dem vorangegangenen Abverkauf in dem Sektor. Damals verloren die Goldminen-Aktien bereits deutlich an Dynamik, während der Goldpreis selber noch eine ganze Weile, bis auf die Hochstände, angestiegen ist…

Bereits am Freitag hat sich angedeutet, dass bei den Goldminen nun einiges in Bewegung kommt. Heute erfolgte die Betätigung meiner Vermutung, die ich u.a in unserem Börsen Useletter kürzlich mehrfach thematisiert habe. Am besten beobachten lässt sich diese Veränderung im Markt wohl anhand des Market Vectors Gold Miners ETF, GDX der zuvor deutlich an Wert verloren hatte. Trotz eines wieder einmal plötzlich stagnierenden Goldpreises zieht der ETF weiter an. Ebenso wie die genannten Aktien von Barrick Gold, Goldcorp und Newmont Mining, die inzwischen eine schöne Umkehrformation ausgebildet haben.

Dennoch möchte ich mich hier nun keinesfalls zu weit aus dem Fenster lehnen, da wir alle in letzter Zeit – gerade beim Goldpreis – teilweise sehr merkwürdige und spontane Richtungswechsel erlebt haben…. Ich bin entsprechend positioniert und lasse das Ganze laufen bis mich der Markt eines Besseren belehrt und hoffe der ein oder andere unter Ihnen ist meinen Ausführungen zu diesem Thema gefolgt. Erwähnen möchte aber trotzdem noch einen anderen möglichen Aspekt, auf den Sie in den kommenden Tagen verstärkt achten sollten…

Gespielt habe ich dieses Szenario auch mit dem Hintergedanken, dass hier ein echter Stimmungswandel an den Märkten eintreten könnte. Soll heißen, ich bin gleichzeitig davon ausgegangen, dass der Ausbruch des Goldpreises nach oben mit einem Marktkorrektur einher gehen könnte!?! Nun ist der Goldpreis nicht nach oben ausgebrochen, aber die Goldminen zeigen besagte Tendenz, was man durchaus als „Vorlaufindikator“ betrachten kann. Gleichzeitig hat der DAX heute folgendes Chartbild generiert…

DAX Chart Trendwende

Spekuliert habe ich somit heute auf eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation (rot) als Top der letzten Bewegung. Tatsächlich könnte man die heutige Bewegung aber wohl eher als Doppel-Top (blau) bezeichnen. Die Nackenlinie (schwarz) wurde durchstoßen und hat ein Verkaufssignal generiert, das allerdings noch bestätigt werden muss. Da dies alles auf dem Niveau der derzeitigen All-Time-Highs im Dax passiert, ist es meiner Meinung nach zumindest erwähnenswert. Die spannende Frage ist nun also ob wir hier den Beginn einer Trendwende erleben oder lediglich eine weitere kleinere Korrektur, die demnächst umgehen wieder gekauft wird. Das Ziel dieser Chartformation läge bei ca. 9653 Punkten. Erst darunter müsste man sich wohl ernsthaft mit dem Gedanken auseinander setzen…

Wie oben schon erwähnt sind dies nur ein paar lose Gedanken meinerseits zum Markt und haben keinen Anspruch auf Unfehlbarkeit 🙂 Ich möchte Sie lediglich darauf hinweisen, dass hier etwas größeres im Gange sein könnte! Eine genauere Beobachtung in den kommenden Tagen kann also nicht schaden. Wie zuletzt immer wieder passiert, kann sich diese Formation bereits morgen schon wieder in Luft auflösen indem die Bullen alles überrennen was sich ihnen in den Weg stellt… das würde meine Überlegungen zu Goldmine-Aktien allerdings nicht beeinflussen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen erholsamen Abend!

Was ist eine Spekulationsblase?

Ein Video, dass ich schon vor längerer Zeit im Netz gefunden habe. Die Machart fand ich ganz witzig und der Zeitpunkt der Veröffentlichung auf diesem Blog ist natürlich nicht so ganz zufällig gewählt, da der DAX nun zielstrebig auf die runde 10.000 Punkte Marke zusteuert. Damit will ich aber nicht zwingend sagen, dass wir uns in einer solchen Blase befinden. Denn letztlich sind die gezahlten Preise für eine Anlageklasse fast schon nebensächlich. Entscheidend ist einzig und alleine ob die Mehrzahl der Anleger der Meinung ist dass diese Anlageklasse günstig oder eben auch teuer ist…



 

Momentan scheinen viele Anleger und auch Fachleute davon auszugehen, dass der Aktienmarkt insgesamt zumindest noch nicht zu teuer sind. Zwar auch nicht mehr günstig aber eben noch nicht zu teuer, ist das Fazit, das man überall lesen kann. Allerdings gibt es erste Anzeichen dafür, dass sich diese weit verbreitete Sichtweise zumindest in Teilbereichen nun ändert. Was dann passieren kann wissen wir und konnte man zuletzt auch eindrucksvoll im US-Retail-Sektor beobachten…. Der Punkt ist also an dieser Stelle eher, den Markt nicht als Ganzes zu betrachten sondern sich die Teilbereiche rauszusuchen die noch wirklich günstig sind.

Wie wird man Profitrader, oder… Über den Traum vom schnellen Geld

Sehr geehrter Herr Röhrig,

seit einiger Zeit verfolge ich Ihre Website sowie Ihren Newsletter und muß sagen, Ihre Ausführungen gefallen mir, da Sie meines Erachtens gut recherchiert wurden und von deutlicher Sachkenntnis zeugen.

Heute las ich folgendes Zitat von Ihnen: Ich selber bin seit 20 Jahren an der Börse aktiv und lebe seit nunmehr fast 10 Jahren ausschließlich von den Erträgen aus dieser Tätigkeit, die gleichzeitig immer mein Hobby war – und noch ist.
Meine Motivation ist ganz ähnlich ausgeprägt, daher hat mich dieser Satz besonders angesprochen. Ich selbst beschäftige mich allerdings erst seit ca. 1 Jahr intensiver mit der Börse – der Wunsch dies zu tun ist hingegen schon einige Jahre alt.

Da auch ich zukünftig möglichst von den Erträgen aus dieser Tätigkeit leben will, frage ich mich, ob ich wohl auch 10 Jahre benötige, um dieses Ziel zu erreichen. Vielleicht können Sie hier helfen, indem Sie mir ggfs. Tipps geben können, wie man aus Ihrer Erfahrung heraus das Thema strategisch und sinnvoll angehen sollte. Sicher können Sie sagen, welche Fehler man vermeiden sollte und wie man möglichst effektiv zum Ziel kommen kann.

Ist es z. Bsp. sinnvoll, die unendliche Fachliteratur zu studieren?, sicher sollte man sich mit der Charttechnik befassen, oder?, welche Hilfsmittel gibt es hierzu?, welche Informationsquellen sind sinnvoll und bezahlbar?, gibt es sinnvolle Schulungen zur Thematik etc.? Wieviel Zeit haben Sie bisher investiert?

Jedenfalls würde es mich freuen, wenn Sie mir hierzu einige Gedanken, Tipps ggfs. Empfehlungen weitergeben könnten, die mich weiterführen und möglicherweise die Zeit bis zum Erfolg verkürzen helfen könnten.

Mit bestem Dank im Voraus

Mit freundlichen Grüßen

Thomas K.

 

Hallo Thomas,

Ich beantworte Deinen Brief gerne in der im Internet üblichen „Du“- Form und hoffe das ist in Ordnung…. Zunächst einmal vielen Dank für Deinen Leserbrief, der sicherlich ein paar Fragen enthält, die viele anderen Leser auf Investors Inside auch interessieren. Danke auch für die Anregung hier eine neue Kategorie „Leserbriefe“ einzuführen, der ich gerne nachgekommen bin.

Letztlich ist die (Wunsch-) Vorstellung eines Lebens als Trader für einige Menschen sehr reizvoll, auch wenn ich an mancher Stelle diesen Traum wohl etwas entzaubern muss. Trading ist vor allem harte Arbeit und es ist in der Regel nicht so dass man ein paar Knöpfchen drückt und damit dann immer Geld verdient, geschweige denn schnell reicht wird…!

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K+S, Potash, Mosaic – Rebound oder nur ein kurzes Aufflackern?

Kali und Salz muss heute einen Gewinneinbruch für das Gesamtjahr 2013 verkünden – So richtig überrascht sein dürfte davon aber wohl niemand! Die anhaltenden Querelen um den Kali-Streit zwischen Belaruskali und Uralkali hatten zuletzt deutlich auf die weltweiten Kali-Preise gedrückt, was zur Folge hatte, dass K+S nun ein Konzernergebnis knapp unterhalb der Marke von 400 Millionen Euro erwartet wird.

Letztlich wurde die zuletzt im November 2013 aufgegebene Prognose damit erneut bekräftigt, weswegen sich die Kursausschläge nach unten auch einigermaßen in Grenzen halten sollten. Im Gegenteil – die Aktie konnte zuletzt stark ansteigen und das Ergebnis dürfte all jene Analysten die hier zuletzt Katastrophen heraufbeschworen haben, durchaus nachdenklich stimmen. Kursziele von 12,- bis 16,- Euro sollten wir bei der Aktie also nicht mehr sehen! Die Unsicherheiten sind mit der heutigen Nachricht raus und die Fakten liegen auf dem Tisch.

K+S Aktie Chart 6 Monate

Man darf also gespannt sein wie sich die K+S Aktie, die sich seit dem Absturz im August 2013 mit nunmehr komfortablen 45 Prozent Gewinn im Investors Inside Depot befindet, heute entwickeln wird. Aus charttechnischer Sicht ist der Weg seit gestern frei bis zum offenen Gap über 26,50 Euro… Wie einige Leser hier wissen, bin ich ein echter Freund von geschlossenen Gaps und erwarte nun das genau das in Kürze auch geschieht. Danach muss man weiter sehen wie sich die Situation in Russland und damit auch die Kali-Preise entwickeln.

Ich möchte Sie heute – aus gegebenem Anlass – auch noch einmal auf den Mitbewerber Potash aufmerksam machen, dessen Aktie kürzlich ebenfalls nach oben ausgebrochen ist. Mein Fazit in dem letzten Artikel vom 16.12.2013 lautete dazu:

Zu den momentanen Euro/Dollar Wechselkursen erscheint mir somit der kanadische Marktführer Potash Corp. eine interessante Alternative oder Ergänzung zu sein um auf einem Rebound in der Branche zu setzen, falls sich die Gerüchte um eine neue Kali-Allianz in Russland bestätigen. Potash produziert im Gegensatz zu K+S deutlich günstiger und hat kürzlich ein umfangreiches Sparprogramm ausgerufen. Zudem will das Unternehmen auch in Zukunft eine stattliche Rendite von 4,4 Prozent in Form der Dividende ausschütten, was die Wartezeit etwas versüßt. Insgesamt scheint hier das Chance-Risiko-Verhältnis für Anleger somit etwas günstiger zu sein als bei den deutschen Kollegen. Dennoch werde ich in jedem Falle auch weiterhin an meiner K+S Position festhalten.

Auch hier gehe ich davon aus, dass das offene Gap bei 36,-  Dollar demnächst wieder geschlossen werden könnte und die Bodenbildung damit abgeschlossen ist. Ähnliches kann man bei „The Mosaik Company“ beobachten. Der Sektor bleibt einer der spannendsten Rebound Spekulationen des Jahres 2014…

Die Aktien des Tages: Südzucker, Dialog Semiconductor und Apple

Zwei Aktien die ich hier im Trading Update vom 09. Dezember besprochen habe machen heute von sich reden. Die Vorzeichen sind dabei zwar grundsätzlich unterschiedlich, der Effekt bzw. die Reaktion des Marktes aber gleich. Darauf kommt es ja letztlich beim Handel mit Aktien an…!

Südzucker hat heute Zahlen vorgelegt, die grundsätzlich eher nicht unbedingt Jubelstürme auslösen würden. Aber…. die Erwartungen des Marktes waren im Vorfeld so extrem negativ, dass es gelungen ist positiv zu überraschen. Das Betriebsergebnis brach im letzten Quartal, mangels Nachfrage und wegen gestiegener Rohstoffpreise, um 29 Prozent ein. Immerhin wurden aber 181 Millionen Euro erwirtschaftet, Analysten hatten mit nur knapp 150 Millionen Euro gerechnet.

Nicht nur die bloßen Zahlen dürften hier aber den Beobachter interessieren, sondern viel mehr die Tatsache, dass es dem Unternehmen, trotz eines rekordverdächtig niedrigen Zuckerpreises und einer schlechten Zuckerrüben-Ernte, gelungen ist, den Umsatzrückgang auf sieben Prozent zu beschränken. Die zuletzt leicht gesunkene Prognose wurde erneut bestätigt. Aus rein charttechnischer Betrachtung hat die Südzucker Aktie heute ein Kaufsignal generiert. Kurse oberhalb von 21,65 Euro machen den Weg für eine weitere Erholung des Titels frei. Beobachten!

Dialog Semiconductor konnte die Anleger heute einmal mehr positiv überraschen. Nachdem das Unternehmen bereits kurz zuvor die Prognose für das Gesamtjahr auf 866 Millionen Euro erhöht hatte, erwartet man nun bereits einen Gesamtjahresumsatz in Höhe von 903 Millionen Euro. Grund für diese Annahme war die zuletzt noch einmal stark gestiegene Nachfrage nach Tablets und Smartphones. Alleine im letzten Quartal wurden somit, statt der bisher erwarteten 310 Millionen Euro, nun knapp 352 Millionen Euro erlöst. Ein Zuwachs von satten 31 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal!

Apple Aktie Chart 6 Monate

Nachdem der Dialog Kunde Samsung zuletzt eher schwächere Zahlen präsentiert hat, darf man sich also durchaus die Frage stellen welches Unternehmen aus der Kunden-Palette des Chip-Herstellers wohl im Weihnachtsgeschäft dominiert hat!!! … Wie bereits in unserem Aktienbrief vom letzten Wochenende geschrieben, könnte heute also der richtige Tag sein um nicht nur Dialog Aktien zu kaufen, sondern sich auch die Apple Aktie (siehe Chart) wieder etwas näher anzusehen!

Deutsche Bank – Stark!

Bereits in der letzten Woche kündigte sich an, was heute offenbar passieren wird. Die Deutsche Bank Aktie hatte mit dem Überschreiten der Marke von 36,65 Euro am Freitag, erstmalig seit langer Zeit, ein neues Kaufsignal generiert. Damit befindet sich der Titel nun exakt an der oberen Begrenzung des seit Monaten bestehenden Keilformation. Nun muss also noch die letzte Hürde bei ca. 37,80 Euro herausgenommen werden, dann wäre der Weg bis zur 40,- Euro Marke frei. Ein erster Test dieses wichtigen Widerstandes ist heute bereits im frühen Handel erfolgt. Ein weiterer dürfte spätestens zur US Börseneröffnung folgen! Wie entscheidend dieser Marke tatsächlich ist, können Sie dem folgenden Chart entnehmen…

Deutsche Bank Aktie Chart Ausbruch

Geholfen hat bei dieser Kursentwicklung heute sicherlich die Nachricht über eine weitere Lockerung der Kapitalregeln für Banken. Der Baseler Ausschluss für Bankenaufsicht hatte gestern bekannt gegeben, dass man künftig eine etwas weniger strenge Definition für die sogenannte Leverage Ratio vereinbaren wolle. Das sogenannte Leverage Ratio misst das Verhältnis des „sicheren“ Kapitals einer Bank im Verhältnis zum Gesamtvermögen. Mit der neuen Regelung wird nun deutlich Druck von den Banken bei der Erfüllung der Basel Vorgaben genommen. Eine Kreditvergabe – auch an die Privatwirtschaft (!) sollte künftig deutlich erleichtert werden.

Die Aktie der Deutschen Bank hat deutliches Nachholpotenzial. Nicht nur in Anbetracht der Kursentwicklung einiger Mitbewerber in den letzten Wochen, sondern auch fundamental betrachtet, gehört der deutsche Branchenprimus weiterhin zu den günstigsten Banktitel dieses Planeten. Wenn es nun gelingt den charttechnischen Ausbruch zu vollziehen, sollte der Bewertungsabschlag zu Commerzbank, UBS, Bank of America und Co. schnell aufgeholt werden. Die DB Aktie ist einer unserer Favoriten für das Börsenjahr 2014.

Barrick Gold, Goldcorp, Newmont Mining – Der Goldpreis zeigt Lebenszeichen…

Eine der spannendsten Wochen des Jahres dürften wir aktuell bei der Entwicklung des Goldpreises erleben. Denn, die Universalwährung zeigt seit einigen Tagen ernsthafte Lebenszeichen und mit Ihr auch die Minenaktien wie bspw. Barrick Gold, Goldcorp, Newmont Mining, um nur die drei größten Player hier zu nennen. Mit der aktuellen Annäherung an die wichtige Marke von 1.250,- Dollar je Feinunze Gold besteht nun wieder durchaus Anlass zur Hoffnung dass die Bodenbildung bei den Edelmetallen im vollen Gange ist. Mehr als eine mögliche Bodenbildung möchte ich hier aber noch nicht ausrufen, denn spätestens seit dem Gold-Flash-Crash der letzten Woche wissen wir wie schnell der Wind wieder drehen kann, bzw. wie massiv einige Adressen offenbar immer noch an niedrigen Notierungen interessiert sind…

Als antizyklischer Investor sollte man nun aber genau beobachten wie sich einige Sektoren in den ersten Tagen des Jahres verhalten und vor allem wie das Stimmungsbild einer Anlageklasse aktuell ist. Wie Sie als regelmäßige Investors Inside Leser wissen beobachten wir hier die Entwicklung der Edelmetalle seit knapp fünf Wochen sehr intensiv. Und ich glaube sagen zu können, dass die Stimmung im Moment nirgendwo mieser ist als Gold und Silber. Hier könnte somit eine entsprechend hohe Chance auf antizyklische Gewinne lauern. Denn, der Markt hat – wie so oft – eben eigene Gesetzte denen er folgt, und das nicht selten gerade dann wenn keiner mehr so richtig hinsieht…!

Chart Gold 3 Monate

Nahezu jeder Analyst dieser Welt geht in den kommenden Monaten von weiterhin schwachen Goldnotierungen aus, teilweise werden inzwischen sogar Kurse weit unter 1.000,- Dollar je Feinunze ausgerufen. Aus rein fundamentaler Betrachtung ist diese Annahme ja auch gar nicht mal falsch, denn verschiedenste Faktoren sprechen einfach gegen einen Goldpreisanstieg. Aber es gibt auch durchaus Argumente für einen baldigen Anstieg des Goldpreises, die vom Markt bisher überwiegend ignoriert werden. Auf einzelne Faktoren bei dieser Betrachtung möchte ich hier nun gar nicht zum wiederholten Male eingehen, sondern Ihnen heute einfach heute noch einmal den seit Monaten hier diskutierten Gold-Chart zeigen. Gold hat einen neuen Trendkanal…

Wie man deutlich sehen kann befinden wir uns übergeordnet weiterhin in einem Abwärtstrend (blau). Dabei hat der Goldpreis, innerhalb dieser Bewegung,  zuletzt aber wieder nach oben gedreht und nun einen neuen Trendkanal ausgebildet (grün) der die Notierungen kurzfristig wieder über die psychologisch wichtige Marke von 1.250,-  Dollar je Feinunze führen sollte. Spannend wird dann der weitere Verlauf sein. Gelingt es die Hürde bei ca. 1.255,- Dollar und danach den blauen Trendkanal nach oben zu verlassen, wären deutlich höhere Notierungen die Folge. Die Bodenbildung wäre dann in Form eines „Rounding Bottom“ möglicherweise abgeschlossen. Insbesondere die Aktien der Gold- und Silberminen-Betreiber werden dann überproportional davon profitieren können. Einige Aktien aus diesem Sektor zeigen bereits jetzt ernsthafte Anzeichen einer Stabilisierung, bzw. Trendwende. Gold und Silberminen gehören für mich somit unbedingt auf die Intensiv-Watchlist.

Alcoa patzt – Achtung Turbulenzen voraus!

Viele Marktteilnehmer sind im Vorfeld der gestern Abend veröffentlichten Quartalszahlen von Alcoa fest davon ausgegangen dass das Unternehmen in diesem Quartal eine deutliche Verbesserung beim Ergebnis präsentieren kann. Wieder einmal wurden diese Optimisten eines Besseren belehrt… Der Aluminium-Riese unter der Leitung des ehemaligen Siemens Chefs Klaus Kleinfeld musste im vierten Quartal nun einen Verlust in Höhe von 2,3 Milliarden Dollar ausweisen und toppte damit wohl auch noch die schlimmsten Befürchtungen der Pessimisten. Zum Vergleich… im Vorjahresquartal konnte Alcoa noch einen Gewinn in Höhe von 242 Millionen US Dollar ausweisen!

Hauptgrund für das deutlich schlechtere Ergebnis waren auch hier Umstrukturierungsmaßnahmen die bei dem Unternehmen nun deutliche Spuren in der Bilanz hinterlassen. Aufgrund des weiterhin sehr niedrigen Preises für Aluminium auf dem Weltmarkt, mussten Werksschließungen und Entlassungen von Mitarbeitern vorgenommen werden. Auch hier sind es einmal mehr die chinesischen Anbieter, die die Preise, trotz insgesamt hoher Nachfrage, kaputt machen. Eine Aussicht auf kurzfristige Verbesserung dieser Situation ist nicht gegeben.

Durch die Werksschließungen und die Neubewertung von einzelnen Unternehmensteilen mussten nun alleine 1,7 Milliarden Dollar an Wertberichtigungen in der Bilanz vorgenommen werden. Der Umsatz ging im Berichtszeitraum ebenfalls um knapp fünf Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar zurück. Insgesamt kann man also wohl festhalten dass der Start in die neue Berichtssaison ziemlich verpatzt wurde… Die Alcoa Aktie verliert nachbörslich 4,3 Prozent und man darf gespannt sein welche Auswirkungen diese Daten auf einige andere Sektoren (Stahl) an der Wall Street, spätestens heute Nachmittag zur US Börseneröffnung, haben werden.

Aber… Die Alcoa Aktie konnte sich zuletzt kräftig erholen und ist aus charttechnischer Sicht nach oben ausgebrochen. Mit dem heutigen Rücksetzer dürfte dieser Ausbruch wohl aber zumindest kurzfristig angezweifelt werden… Grundsätzlich hat sich der Konzern aber nun von diversen Altlasten befreit und sollte in Zukunft wieder besser Ergebnisse vorweisen können. Diese Vision könnte den Aktienkurs, nach einer kurzen Schrecksekunde, weiter steigen lassen. Die „wahre“ Reaktion des Marktes auf die Quartalszahlen muss also noch abgewartet werden!

Jetzt wieder Vorsicht bei Nordex, HHLA, SMA-, Trina-, Canadian-, Jinko Solar und Yingli

Nordex rockt und keiner weiß so richtig warum… Wenn es keine positiven Nachrichten gibt, dann machen wir uns halt welche, wird sich der Vorstand gedacht haben, als er heute die Nachricht lancierte, dass Nordex ein Übernahmekandidat sein könnte. Die Aussage ist bislang keineswegs mit harten Fakten unterlegt, aber der Markt feiert die Aktie als gäbe es ein konkretes Übernahme-Angebot. Nach der äusserst missglückten Kapitalerhöhung ist es dem Vorstand also nun doch noch gelungen die Trendwende nach oben wieder einzuleiten! Die Eskapaden am Aktienmarkt werden damit immer deutlicher. Nicht nur bei Nordex kann man solche Bewegungen beobachten, sondern auch beim Mitbewerber Vestas schlagen die Phantasie-Wogen inzwischen doch recht deutlich nach oben. Ich würde hier nun allmählich auch einmal über Gewinnmitnahmen nachdenken!

Ein weiteres gutes Beispiel ist die HHLA Aktie, die heute deutlich von einer Empfehlung der Analysten von Mainfirst profitieren kann, während die Mehrheit der Analysten eher von weiter sinkenden Notierungen ausgeht. Grundsätzlich würde ich ebenfalls eher von sinkenden Aktienkursen ausgehen, da die Aktie zum einen, nach wie vor, recht ambitioniert bewertet ist, und zum anderen das Frachtaufkommen auch in diesem Jahr eher rückläufig sein sollten, bzw. keine großen Steigerungen zu erwarten sind. Auch hier ist der heutige Anstieg der Aktie also eher mit einer gesunden Skepsis zu betrachten…

Richtigen Spaß haben weiterhin die Anleger, die vor kurzem noch einmal in die chinesischen Solarwerte investiert haben. Sie erinnern sich – ich hatte zuletzt mehrfach darüber berichtet, dass es hier kurzfristig gute Investition-Möglichkeiten geben könnte. Seit dem Jahreswechsel konnte die gesamte Branche kräftig anziehen und hat den Gesamtmarkt deutlich hinter sich gelassen. Allerdings würde ich auch hier nun wieder etwas vorsichtiger werden, da eigentlich alle nennenswerten Aktien aus dem Sektor nun an charttechnische Hürden stoßen. Eine zwischenzeitliche Korrektur der starken Gewinne ist somit sehr wahrscheinlich. Mittelfristig dürfte der Aufwärtstrend aber dann, nach den Gewinnmitnahmen, wieder aufgenommen werden.

Über Tapering, Sektorrotation, Dr. Copper und den richtigen Einstieg in die richtigen Märkte für 2014

Heute habe ich leider keine Zeit um einen neuen Artikel hier zu veröffentlichen, deswegen schicke ich Ihnen einen kleinen Auszug aus unserem kostenlosen Investors Inside Newsletter vom 15.12.2013…mit unveränderter Gültigkeit!

„…Kurzfristig kann es also in der kommenden Woche und bis in die zweiten Dezember-Hälfte oder sogar bis Mitte Januar noch einmal durchaus etwas volatil werden. Diese Annahme hat ihren Grund neben dem oben genannten auch, wegen des noch offenen Verfallstages und der nun immer dünner werdenden Umsätze. Stärkere Kursausschläge bei einzelnen Aktien sind in den kommenden drei Wochen, auch rein saisonal bedingt, grundsätzlich zu erwarten. Was zum einen ein Risiko für noch investierte Anleger darstellt ist auf der anderen Seite die Chance für noch nicht oder nicht ausreichend investierte Anleger nun endlich einen Fuss in diesen Markt zu bekommen. Aber Vorsicht vor übereilten Handlungen..!

Kurzfristig:

Einen Ausverkauf der Börse muss man also auch in den kommenden Wochen nicht zwingend befürchten, da selbst eine kurzfristige Rückführung der Liquiditätsschwemme sehr behutsam um eher langfristig erfolgen wird. Viel mehr wäre nun ein weiterer kontrollierter Rückgang der Indizes und Aktien bis auf attraktive Einstiegs-Niveaus zu wünschen. Die Marke von 9.000 DAX-Punkten scheint hier im Moment eine tragende Rolle zu spielen. Sollte diese aber in den kommenden Handelswochen unterschritten werden, wäre ein weiterer Rückgang bis auf das Niveau um die 8.770 Punkte oder gar 8.578 Punkte durchaus möglich, bis wahrscheinlich. Achten Sie deshalb genau auf die Unterstützung bei 8.986 Punkten. Ein Unterschritten wäre ein erstes deutliches Warnzeichen!

Ich beschäftige mich in dieser Zeit somit intensiv mit der Analyse von Aktien um dann gut für den Einstieg nach dem Abstieg gerüstet zu sein. Hierzu gehören auch Aktien die in diesem Jahr teilweise gar nicht so recht vom Fleck gekommen sind, da nun immer mehr erkennbar wird dass aktuell, sowohl in Europa als auch in den USA, eine Sektorrotation in diese schwachen Sektoren stattfindet. In der letzten Woche habe ich mich u.a. etwas intensiver mit den Aktien von Nordex, Klöckner & Co. sowie Dialog Semiconductor auseinander gesetzt, die ich allesamt für grundsätzlich interessant halte, aber unter ganz unterschiedlichen Vorzeichen. Die Dialog Aktie bleibt, nicht zuletzt wegen der Kooperation von Apple mit China Mobile, einer meiner absoluten Favoriten für das kommende Börsenjahr…

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Gewinner-Aktien 2014 – Was ist der Neujahrs – oder Januar-Effekt?

Und los gehts…mit Vollgas in ein neues Börsenjahr. Bereits am Montag deutete sich das an was man allgemein als den Januar-Effekt an den Börsen bezeichnet… Schwächere Aktien des alten Jahres werden verstärkt gekauft und somit auf eine Erholung dieser Sektoren im kommenden Börsenjahr gesetzt. Der Grund für diese offenbar starke Performance liegt aber auch in der Tatsache begründet, dass zuvor von den großen Fonds genau diese Aktien verstärkt abgestoßen wurden, damit man zum Jahresende möglichst wenig „Nieten“ im Portfolio aufweisen muss. Diese werden nun teilweise in den ersten Tagen des neuen Jahres wieder zurück gekauft, was die Kurse treibt.

Nicht selten geschieht dann genau das was keiner mehr so richtig für möglich gehalten hat. Die Underperformer zeigen tatsächlich ernsthafte Lebenszeichen. Sprich die Kurserholung geht weiter, da es zu einer Art Initialzündung kommt, auf die der Markt lange gewartet hat. Auch aus charttechnischer Sicht verändert sich das Bild schlagartig wieder zum Positiven, was wiederum neue Hoffnungen auf eine Fortsetzung der Bewegung freisetzt. Kurzum, die Hausse nährt die Hausse. Soweit zur alten Börsen-Theorie…

Welche Sektoren nun aber tatsächlich vor einer Trendwende stehen, lässt sich meistens erst Tage oder gar Wochen später feststellen. Das Tragische dabei ist somit, dass man sich entweder bereits im Vorfeld hier engagieren muss, um die volle Breite der Erholung mitzumachen, oder aber dann etwas später zu teilweise wieder deutlich höheren Kursen. Das Risiko ist in beiden Fällen nicht unerheblich.

Dennoch bietet diese Phase an den Finanzmärkten alljährlich sehr hohe Chancen, die man nicht einfach so verstreichen lassen sollte. Ich hatte Ihnen ja bereits im letzten Newsletter, wie auch hier im Blog, ein paar Sektoren vorgestellt auf die man nun besonderes Augenmerk legen sollte. Dazu gehört -allen voran- der gesamte Gold- und Silberminen-Sektor, sowie Stahlaktien, Kohle und Uran. Rohstoffaktien sind ebenfalls grundsätzlich interessant, auch wenn ich eher davon ausgehe dass diese erst in der zweiten Jahreshälfte 2014 so richtig durchstarten. Der Solarsektor sollte trotz der guten Performance im Jahr 2013 noch Nachholpotenzial haben, etc. Insgesamt bleibt das Thema Energie auch im kommenden Börsenjahr interessant.

Natürlich ist die Entwicklung der letzten Jahre keine Garantie dafür dass diese Umschichtungen auch in diesem Jahr wieder stattfinden werden, aber sich eine persönliche Intensiv-Watchlist mit möglichen Kandidaten anzulegen, sollte nicht schaden. Filtern Sie die starken Performer der ersten Tage des Jahres, sowohl bei den Sektoren als auch bei Einzeltiteln heraus. Es könnte sich lohnen!

Dax Ausblick 2014 – 10.000 Punkte und eine Korrektur

„Prognosen sind schwierig – insbesondere wenn sie die Zukunft betreffen “ Die obigen Worte soll der dänische Physiker Niels Bohr (1885 – 1962) in einer Rede während eines Kopenhagener Seminars zum Thema Quantenphysik geäußert haben. Dieses beliebte Bonmot wird aber auch Mark Twain, Karl Valentin und Winston Churchill zugeschrieben, und immer mal wieder gerne im Zusammenhang mit dem Ausblick auf das kommende Börsenjahr in Zusammenhang gebracht.

Prognosen sind schwierig und bisweilen sogar sinnlos, denn niemand kennt die Zukunft und selten gelingt es sogar den Fachleuten die Kursziele für DAX & Co. im kommenden Jahr exakt zu bestimmen. Auch im abgelaufenen Börsenjahr lagen die Analysten verschiedenster Geldinstitute wieder reihenweise kräftig mit Ihren Vorhersagen daneben. Allerdings gab es auch hier ein paar löbliche Ausnahmen, die aber eher bei der kleinen Gruppe der privaten Analysten zu finden sind!

Anleger fragen sich nun wieder einmal reihenweise wie es im kommenden Jahr an der Börse weitergehen wird. Auf der Suche nach Orientierung wird teilweise händeringend nach dem ein oder anderen „heißen Tipp“ eines selbsternannten Börsengurus, einer Börsenzeitung oder in verschiedenen Börsendiensten gesucht… Die Suchmaschinen-Ergebnisse zu diesem Thema sprechen gegen Ende eines Börsenjahres regelmäßig wahre Bände…!

Und natürlich stelle auch ich mich – in dieser eher ruhigen Zeit zwischen den Jahren – immer wieder intensiv dieser entscheidenden Frage. Wie könnte das nächste Börsenjahr verlaufen und warum? Wie hoch sind die Wahrscheinlichkeiten im Fall A oder B? Welche Faktoren spielen eine wesentliche Rolle? Welche Sektoren werden in 2014 von den Marktteilnehmern gespielt, welche wurden schon zu sehr in die Höhe getrieben und werden aller Voraussicht nach korrigieren? Wie entwickeln sich einige Währungen oder Währungspaare zueinander und die Zinsen in den unterschiedlichen Notenbank-Gebieten, usw.?

Das Tapering der FED und das weitere Verhalten der EZB und anderer Notenbanken spielen auch im Börsenjahr 2014 eine wesentliche Rolle – soviel steht fest! Allerdings haben sich die Vorzeichen inzwischen etwas geändert. Auch die Zinsen werden nicht dauerhaft auf diesen Niveaus verharren können, wenn man deutlich negative Auswirkungen auf die Wirtschaft vermeiden will. Die Euro Krise wird erfolgreich totgeschwiegen, die Frage ist wie lange noch? Auch die unterschiedlichsten Wirtschaftsdaten aus den USA dürften zuletzt teilweise doch etwas geschönt dargestellt worden sein. Zudem befinden wir uns nach dem vierjährigen US-Präsidentschaftszyklus im kommenden Jahr in einem sogenannten „Zwischenwahljahr“ das traditionell das Schwächste ist.

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