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Das Jahr 2013 auf Investors Inside und die richtige Strategie für 2014

Nur noch wenige Handelstage, dann wird auch dieses, durchaus anspruchsvolle und in vielerlei Hinsicht aussergewöhnliche, Börsenjahr beendet sein. Wie immer in dieser Zeit habe ich meine Aktivitäten nun auf das Wesentliche reduziert um neue Kraft und Energie für das kommende Jahr zu tanken. Stopps werden enger gezogen, einzelne Positionen aktiv verkauft oder noch schnell ein paar von den Aktien gekauft die im kommenden Jahr gut laufen sollten. Das Optimieren der Steuern gehört in jedem Falle natürlich auch dazu. Jetzt ist auch die richtige Zeit um dieses Börsenjahr noch einmal reflektieren zu lassen und Dinge, die noch unbedingt erledigt werden müssen, abzuarbeiten. Was ist gut gelaufen, was nicht so, bzw. was ist für das kommende Jahr verbesserungswürdig? Welche Fehler habe ich gemacht? Was habe ich daraus gelernt? Und mit welchen Positionen habe ich die größten Gewinne eingefahren? Welche Termine muss ich unbedingt in meinem persönlichen Börsenkalender ergänzen, etc.

Ich kann einmal mehr auf ein Jahr mit vielen teilweise ungewöhnlichen Prognosen und Analysen auf Investors Inside zurückblicken, die nahezu vollständig aufgegangen sind. Dabei waren zwar nicht alle hier vorgestellten Titel umgehend ein voller Erfolg, aber mit jeder dieser Aktien ließ sich gutes Geld verdienen, wenn man den Ein- und Ausstieg konsequent geplant hat. Einige Aktien erwiesen sich weiterhin als echte Dauerläufer, wie z.B. die deutschen Autobauer und die Zulieferindustrie, allen voran die Peugeot Aktie, die ich kürzlich nach 11,5 Monaten mit 230 Prozent Gewinn verkauft habe. Die Rückkehr der chinesischen Solarwerte in diesem Jahr war hingegen ebenso überraschend wie eindrucksvoll! Die Rally bei den Aktien aus der 3D-Drucker Branche hat inzwischen ähnliche Auswüchse angenommen wie der Anstieg der Tesla Aktie auf zuvor für unmöglich gehaltene Bewertungsniveaus, und auch der japanische Aktienmarkt war der „place to be“ für kräftige Kursgewinne.

Aber es gab natürlich auch ein paar Aktien oder ganze Sektoren bei denen die Position wieder mit kleinen Verlusten oder nur geringem Gewinn verkauft werden musste. Teilweise habe ich hier kürzlich einen Neueinstieg gewagt, da ich davon ausgehe, dass der ein oder andere Sektor im Börsenjahr 2014 ein überraschendes Comeback feiern könnte. Gold und Silber waren die großen Verlierer dieses Jahres, ebenso schwach liefen die Minenaktien, Rohstoffe und Rohstoffaktien. Neben der insgesamt nicht überzeugend starken Weltwirtschaft sorgten auch einzelne Ereignisse, wie bspw. der Kali Skandal, für deutliche Rückschläge in diesem Segment. Die Emerging Markets hinken der weltweiten Entwicklung inzwischen stark hinterher und auch aus China kommen inzwischen sehr unterschiedliche Signale. Das zarte Wachstum in Europa ist immer noch sehr anfällig für Rücksetzer oder ein Wiederaufflammen der Euro-Krise. Allesamt Entwicklungen die in 2014 unsere erhöhte Aufmersamkeit verdienen werden.

Im vergangenen Jahr war es aber auch – entgegen meiner normalerweise praktizierten Strategie – weniger sinnvoll gelegentlich die Investitionsquote zu reduzieren um wieder auf bessere Einstiegsmöglichkeiten zu warten. Swing-Trading hat im Ausnahme-Börsenjahr 2013 nicht so gut funktioniert wie sonst, weil die Kurse einfach nicht mehr zurück kommen wollten. Die Liquiditätsflut der Notenbanken hat letztlich einfach jegliche negativen Erwartungen der Anleger im Geld erstickt. Wie wir seit der letzten FED Sitzung wissen, wird sich auch an diesem Faktor aber nun kurzfristig etwas ändern…! Ich gehe also davon aus dass meine Swing-Trading-Strategie im kommenden Jahr wieder genau die richtige sein wird.

Das kommende Jahr wird – aller Voraussicht nach – deutlich anspruchsvoller werden als das Letzte. Ich rechne fest damit, dass es in diesem Jahr auch mal zu einer ernst zu nehmenden Korrektur an den Märkten kommen wird. Wieder einmal wird das große Geld dann in Sektoren hinein routieren, die heute noch keiner so richtig auf dem Radar hat. Wieder einmal wird es sehr wichtig sein diese Veränderungen im Marktverhalten frühzeitig zu erkennen. Erste Anzeichen dafür sind bereits heute erkennbar.

Ich werde Sie dabei auch in den kommenden 12 Monaten, wie gewohnt auf www.investorsinside.de und mit dem kostenlosen Newsletter unterstützen. Für heute bleibt mir nun aber nur, Ihnen und Ihren Familien ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest zu wünschen. Denn es muss auch mal Phasen im Leben eines Börsianers geben, an denen man sich ausschließlich mit den wirklich wichtigen Dingen im Leben beschäftigt! In Kürze melde ich mich dann bei Ihnen mit einem etwas genaueren Ausblick auf das kommende Börsenjahr und die interessanten Sektoren.

Vielen Dank für Ihr Interesse und das entgegengebrachte Vertrauen im letzten Jahr!

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

AK Steel, United States Steel, Salzgitter – Stahlaktien vor der Wende?

Bereits seit einigen Tagen bzw. Wochen beobachte ich intensiv den US Stahlmarkt und auch andere konjunktursensitive Branchen wie bspw. Kupfer. Erst kürzlich habe ich hier, wie Sie vielleicht wissen, über Aurubis und auch Salzgitter berichtet, die meiner Meinung nach ihren Boden nun gefunden haben sollten. Grund für diese Annahme sind die verschiedensten Beobachtungen gewesen, die man zuletzt machen konnte. Neben der aktuellen Entwicklung des Kupfer-Preises und der wieder deutlich gestiegenen Frachtraten für die Container-Schiffahrt ist auch der Stahlpreis selbst nun wieder im Begriff deutlich nach oben zu tendieren. Diese Entwicklung konnte man natürlich auch an den Aktien der beiden US Vertretern der Stahlbranche, AK Steel und United States Steel ablesen.

Gestern sind beide Titel nach oben ausgebrochen, was nun zu einer deutlichen Trendbeschleunigung führen könnte. Somit ist eine ähnliche Entwicklung für die europäische Stahlbranche in den kommenden Tagen nicht allzu unwahrscheinlich, wenn der Gesamtmarkt hier mitspielt. Zumindest ist ein wieder freundlichere Umfeld für Stahlaktien jetzt wieder vorstellbar, denn die Stahlbranche hat unter der Annahme einer wieder deutlich anziehenden Weltkonjunktur deutlichen Nachholbedarf. Dennoch bleibt auch hier die richtige Auswahl der Aktien entscheidend. Während die US Unternehmen beide sehr aussichtsreich erscheinen, würde ich persönlich von ThyssenKrupp eher die Finger lassen. Denn, hier erwarten uns Anleger wohl auch in 2014 noch ein paar unschöne Überraschungen…!

In diesem Sinne… schauen Sie sich die Stahlbranche mal wieder etwas genauer an. Die Kursbewegungen der letzten beiden Tage könnten auch nur dem heutigen Hexensabbat geschuldet sein, die grundsätzlich freundliche Tendenz dürfte sich aber in den kommenden Tagen weiter fortsetzen.

Aurubis und Salzgitter – Das wars jetzt!

In der Newsletter Ausgabe unseres kostenlosen Investors Inside Börsenbriefes habe ich die Aktie bereits als einen interessanten Rebound-Kandidaten für das Kalenderjahr 2014 angekündigt, aber auch darauf verwiesen, dass hier der richtige Zeitpunkt für den Einstieg noch nicht gekommen ist. Heute veröffentlichte Europas größte Kupferhütte die Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr und die waren erwartungsgemäß schlecht. Hier vorab ein kurzer Auszug aus unserem Newsletter:

„Worauf Sie mittelfristig achten sollten: Ebenso interessant sind beispielsweise die Aktien von Salzgitter und Aurubis, wie der Rohstoffsektor insgesamt, unter der Annahme einer weiteren Erholung der Weltkonjunktur in den kommenden Monaten. Aurubis hat sich in den letzten 12 Monaten in einigen Bereichen neu erfunden, was zunächst auf die Gewinne für dieses Jahr gedrückt hat, sich aber in den kommenden Jahren deutlich auszahlen dürfte. Die Stimmung beim Stahlkonzern Salzgitter, der einen maßgeblichen Teil von Aurubis besitzt, sollte bald ebenfalls auf dem absoluten Tiefpunkt angekommen sein.“

Aurubis Chart mit Fibo und Trends

Nicht das hier also heute etwas grundlegend Neues zu berichten gewesen wäre, da die Eckdaten für das heute veröffentlichte Zahlenwerk bereits seit Anfang November bekannt gewesen sind… Ausser dass die Dividende nun auch der aktuellen Gewinnsituation des Konzerns angepasst wird. Aber auch das dürfte keine echte Überraschung für die Anleger darstellen. Die Ausschüttung für das abgelaufene Geschäftsjahr wird der Kupferkonzern somit nun um 25 Cent auf 1,10 Euro kürzen, nachdem im Schlussquartal ein Vorsteuerverlust in Höhe von 19 Millionen Euro angefallen ist. Das Ergebnis für das Gesamtjahr hat unter dieser jüngsten Entwicklung deutlich gelitten und betrug nur noch 114 Mio. Euro, was etwas mehr als ein Drittel des Vorjahreswertes ist.

Die Aurubis Aktie befindet sich weiterhin in einem eher negativen Trend, der aber in Kürze sein Ende finden sollte. Mit dem Unterschreiten der hier eingezeichneten blauen Unterstützungslinie wurde nun neues Abwärtspotenzial bis zum 76,4er Fibonacci Retracement bei 40,52 Euro (sehr wahrscheinlich!) oder aber der hier eingezeichneten roten Aufwärtstrend Linie bei ca. 40,- Euro (wahrscheinlich!) freigesetzt. Den letzten Support liefert das Juli Tief bei 38,50 Euro, das aber aus meiner Sicht nicht mehr erreicht werden sollte. Der heutige tag könnte also eine gute Kaufmöglichkeit für eine Erstposition darstellen, wenn die genannten Marken noch abgearbeitet werden.

Chart Dr Copper

Helfen könnte kurzfristig, neben der wieder deutlich positiveren Aussichten auf das Geschäftsjahr 2013/2014, die Entwicklung des Kupferpreises. (s.o.) Der Chart zeigt die jüngste Entwicklung bei Dr. Copper. Kupfer ist und bleibt einer der besten Indikatoren für den wirklichen Zustand der Weltwirtschaft. Wie man deutlich sehen kann, steht auch hier nun eine Entscheidung an, die im Falle eines Ausbruchs nach oben durchaus ungeahntes Potenzial bei den Rohstoffwerten freisetzen könnte. Zudem signalisieren die jüngsten Konjunkturdaten aus China, ebenso wie die Entwicklung bei den Container-Frachtraten (Baltic Dry Index) nun erneut „echtes“ Wachtum in den Emerging Markets. Der Rohstoffsektor, Transport und China im Allgemeinen und Stahl und Kupfer im Speziellen sind damit grundsätzlich wieder aussichtsreiche Märkte für das kommende Jahr.

Kali Branche vor dem Rebound? – K+S oder doch lieber Potash?

Kurzes Trading Update zur Kali und Salz Aktie: Am Freitag erreichten neue Gerüchte den Kalisektor und beflügelten die K+S Aktie einmal mehr. Dem Gerücht zufolge soll die früheren Partnerschaft zwischen Uralkali und Belaruskali neu aufgelegt werden. Das neue/alte Handelskonsortium soll zu neuem Leben erwecket, und damit auch eine raschen Erholung der Kalipreise erreicht werden. Nachdem diese Nachricht den Markt erreichte, gelang der Kali und Salz Aktie beinahe der Ausbruch über die wichtige Marke von 21,- Euro bevor dann erneut Gewinnmitnahmen einsetzten. Aus charttechnischre Sicht befinden wir uns damit weiterhin im neutralen Bereich, bis eine der beiden Linien rot oder grün gebrochen wird..!

K+S Chart 5 Monate

Ich würde einem Ausbruch nach oben immer noch eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit attestieren als einem erneuten Rutsch unter die wichtige Unterstützung bei 19,40 Euro. Das 50er Fibonacci Retracement sollte nun einen soliden Boden darstellen, und damit die runde Marke von 19,- Euro auf Tagesschlussbasis nicht mehr unterschritten werden. Das offene Gap von Anfang November wurde inzwischen ebenfalls durch den letzten Kursrutsch geschlossen, was positiv zu werten ist. Auch die HedgeFonds, die hier zuletzt teilweise kräftig auf fallende Kurse gesetzt hatten, ziehen sich größtenteils immer weiter aus ihren Positionen zurück. Insgesamt deutet viele darauf hin das wir hier nun eine solide Bodenbildung sehen.

Wie regelmäßige Investors Inside Leser wissen habe ich mich bei der K+S Aktie bereits zu Kursen um die 17,- Euro mit einer Erstposition engagiert…. An dieser Stelle möchte ich aber nicht unerwähnt lassen, dass es durchaus sinnvoll sein kann in diesem Sektor etwas mehr zu diversifizieren, bevor man die K+S Position zu große werden lässt. Jedes der namhaften Unternehmen im Kali- Sektor bietet gewisse Vor- und Nachteile. Die Risikofaktoren bei Kali und Salz dürften aber inzwischen hinlänglich bekannt sein und müssen hier nicht noch einmal ausgeführt werden.

Zu den momentanen Euro/Dollar Wechselkursen erscheint mir somit der kanadische Marktführer Potash Corp. eine interessante Alternative oder Ergänzung zu sein um auf einem Rebound in der Branche zu setzen, falls sich die Gerüchte um eine neue Kali-Allianz in Russland bestätigen. Potash produziert im Gegensatz zu K+S deutlich günstiger und hat kürzlich ein umfangreiches Sparprogramm ausgerufen. Zudem will das Unternehmen auch in Zukunft eine stattliche Rendite von 4,4 Prozent in Form der Dividende ausschütten, was die Wartezeit etwas versüßt. Insgesamt scheint hier das Chance-Risiko-Verhältnis für Anleger somit etwas günstiger zu sein als bei den deutschen Kollegen. Dennoch werde ich in jedem Falle auch weiterhin an meiner K+S Position festhalten.

 

Evotec – Kommt jetzt der Rutsch bis 2,70 Euro?

Neben der Insolvenz von SAG Solarstrom und der allgemeinen Schwäche des Dax war wohl auch der Kursverlauf bei der Evotec Aktie eines der negativen Highlights dieser Woche. Wieder einmal zeigt sich, dass zum einen bei Biotechnologie Firmen grundsätzlich immer eine gewisse Skepsis angesagt ist und zum anderen, dass gerade wenn eine Aktie aus diesem Segment in „en vogue“ ist, die Antwort des Marktes nicht lange auf sich warten lässt. Evotec hat sowohl die Umsatzprognose als auch die Gewinnaussichten für das laufende Jahr, aufgrund einer nicht erfolgten Meilensteinzahlung vom Partner Janssen Pharmaceuticals und der damit verbundenen Wertberichtigung in Höhe von 22 Millionen Euro, nun deutlich eingedampft.

Der Kursverlauf ist natürlich sehr ärgerlich, gerade für die Aktionäre die zuletzt in die Aktie eingestiegen sind. Insbesondere auch, weil der Chef von Evotec, Dr. Werner Lanthaler erst kürzlich in einem Interview sehr vollmundig bis zu einer Milliarde Euro Gewinn in ca. 5 Jahren Aussicht gestellt hatte. Grund hierfür war dass das Unternehmen zusammen mit dem Pharma Riesen Roche an einem offensichtlich erfolgsversprechenden Mittel gegen Alzheimer forscht. Aus dieser Kooperation könnte Evotec dann im Erfolgsfalle, sprich bei Markteinführung des Medikamentes, eine Einmalzahlung in Höhe von 850 Mio. Euro erhalten sowie eine Umsatzbeteiligung in zweistelliger Prozenthöhe.

Sicherlich wäre dieses Szenario eines, das grundsätzlich eine Neubewertung des Unternehmens rechtfertigen würde. Allerdings kann gerade im Forschungsbereich in fünf Jahren sehr viel passieren, wie wir wissen. Die vom Vorstand in Aussicht gestellten Zahlungen in dieser Größenordnung sind also keineswegs in Stein gemeißelt!

Zuletzt wurde der Titel von einigen Börsenbriefen und Anlegermagazinen zum Kauf empfohlen, was mich annehmen lässt, dass hier nun vorangig die Kleinanleger wieder unter die Räder gekommen sind. DER AKTIONÄR hat kürzlich ein Kursziel von satten 8,- Euro bis Ende 2014 ausgerufen und ich bin wirklich sehr gespannt ob dieses Ziel jemals erreicht wird, denn dies würde eine Marktkapitalisierung von knapp 1,2 Milliarden Euro für Evotec bedeuten. Der operative Gewinn vor Wertberichtigungen für 2013 wird möglicherweise unter dem Niveau von 2012 liegen als die Firma noch 1,4 Millionen Euro erwirtschaftet hatte… Sieht man sich zudem den 10 Jahres Chart des Unternehmens an, fällt es grundsätzlich schwer zu glauben, dass die Aktie die Hürde zwischen 5,50 und 6,- Euro unter den momentanen Gegebenheiten meistern kann.

Die spannende Frage ist nun für mich also eher wie es mit dem Biotechnologie-Unternehmen, bzw. mit der Aktie in den kommenden Tagen und Wochen weiter gehen könnte. Charttechnisch ist der Titel nun deutlich angeschlagen. Seit Anfang November befindet sich die Aktie in einem intakten Abwärtstrend, der sich zuletzt noch einmal beschleunigt hat. Natürlich sind gelegentliche Zwischenerholungen nach dem starken Abverkauf grundsätzlich vorstellbar, die vorherrschende Richtung deutet aber nun eher auf den Test der 200-Tage-Linie, bei knapp 3,- Euro hin als auf einen Re-Test der 4,- Euro Marke.

Es könnte also auch hier noch deutlich zu früh sein um wieder in die Aktie einzusteigen. Mit dem Unterschreiten der Unterstützung bei 3,73 Euro wurde nun das Kursziel 2,96 Euro aktiviert. Bei 2,70 Euro liegt noch ein offenes Gap dass evtl. sogar noch geschlossen werden möchte, bevor es dann wieder aufwärts geht. Vorsicht!

Nordex Aktie – Der Weg scheint vorgezeichnet….

Kürzlich hatte ich vor der allgemeinen Euphorie bei der Nordex Aktie gewahrt, die charttechnisch im Moment alles andere als gut aussieht. Zwar wünschen sich hier einige Anleger und Börsenmagazine ganz andere Kursregionen, bekanntlich ist die Börse aber kein Wunschkonzert. Und man sollte nicht das Handeln was man sich wünscht sondern nur das was man sieht.! Selten habe ich in den letzten Wochen einen Chart gesehen der das wahrscheinliche Ziel der aktuellen Kursbewegung deutliche prognostiziert als den der Nordex Aktie…

Seit dem Hoch der Aktie über 14,- Euro, das sicherlich nicht zuletzt wegen der allgemeinen Aktien Euphorie des Jahres 2013 erreicht werden konnte, befindet sich die Aktie nun in einem ganz klaren Abwärtstrend, der sich nun noch einmal deutlich beschleunigt hat. Gestern wurde nun auch die Unterstützung bei 9,33 Euro sowie die bei der runden Marke von 9,- Euro nach unten durchschlagen.

Nordex Chart aktuell

Damit wurden die nächsten Kursziele bei 8,30 Euro (61,80 Fibonacci Retracement), 8,- Euro Unterstützungslinie aus dem August, und das aus meiner Sicht wahrscheinlichste Kursziel, das Verlaufshoch vor dem Kurssprung im August, bei 7,66 Euro aktiviert. Diese Marke liegt zudem nahe der langfristigen Aufwärtstrendlinie (rot), die wohl demnächst noch einmal getestet werden könnte. Rein vom zeitlichen Ablauf her treffen hier also spätestens gegen Weihnachten oder Ende des Monats einige Trendlinien aufeinander.

Insgesamt bleibt damit das Bild bei der Nordex Aktie bis auf Weiteres bärisch, auch wenn ich heute einen Re-Test der 9,- Euro Marke erwarte. Anleger sollten sich also nicht verleiten lassen hier zu früh in das fallende Messer zu greifen und eine vernünftige Bodenbildung abwarten. Das erschütterte Vertrauen durch die kürzlich spontan ausgerufene Kapitalerhöhung dürfte noch ein wenig an den Kursen des Windanlagenbauers nagen. Das eher schwächere Marktumfeld und die aktuellen Gewinnmitnahmen sorgen für zusätzlichen Druck auf die Gewinner des Jahres…!

Peugeot vor gigantischer Kapitalerhöhung?

Die Peugeot Aktie hat mir und den Investors Inside Lesern im vergangenen Jahr viel Freude bereitet. Nach dem Einstieg bei 4,35 Euro konnte sich die Aktie mehr als verdreifachen, bevor dann erstmals wieder etwas Schwäche auftrat. Seitdem befindet sich der Titel nun wieder in einem leicht abwärts gerichtetem Trend. In den letzten beiden Tagen kam hingegen verstärkt Druck bei der Aktie auf, der nicht nur dem allgemein eher schwächeren Umfeld geschuldet sein dürfte, sondern in erster Linie wohl dem heutigen Bericht über eine eventuell geplante Kapitalerhöhung bei Europas zweitgrößten Autobauer. Über die Größenordnung dieser Kapitalmaßnahme wird hingegen kräftig spekuliert. Von 3 bis 4 Milliarden Euro ist mancherorts die Rede, was sicherlich angesichts der aktuellen Marktkapitalisierung von 4,1 Milliarden Euro ein ordentlicher Schluck aus der Pulle wäre!

Dennoch, der angeschlagene Autobauer PSA Peugeot Citroen hat heute die Gerüchte über eine mögliche Kapitalerhöhung offiziell bestätigt. Genauer hieß es, man denke bei Peugeot nun darüber nach neue Aktien auszugeben. Zudem prüfe man momentan verschiedenste Industrieprojekte mit möglichen Partnern, es gebe aber noch keine konkreten und belastbaren Fakten… Nichts genaues weiß man also nicht!

Heute wurde ausserdem bekannt dass der französische Autobauer wegen Währungseffekten und dem stockenden Geschäft in Russland und Lateinamerika erneut 1,1 Milliarden Euro abschreiben muss. Das erhoffte Einsparpotenzial durch die Kooperation mit General Motors fällt deutlich geringer als erwartet, und auch die ursprünglich geplante Kleinwagen-Plattform der beiden Konzerne wird nicht umgesetzt. Alles in allem also eine Gemengelage die nicht unbedingt geeignet ist um steigende Aktienkurse zu produzieren.

Peugeot Chart 1 Jahr

Aus rein charttechnischer Sicht stellt sich die Lage nun wie folgt dar: Wie sie sehen können, wurde die (blaue) Unterstützung nun deutlich unterschritten und die Aktie nähert sich in einem sportlichen Tempo der roten Unterstützungslinie. Hier wird sich dann wohl entscheiden, ob der grundsätzlich freundliche Trend der letzten Monate anhalten kann, oder nicht. Aus meiner persönlichen Warte hat sich die Nachrichtenlage bei Peugeot inzwischen deutlich eingetrübt. Sollte es wirklich eine Kapitalerhöhung in der oben erwähnten Größenordnung geben dürfte das aktuelle Kursniveau wohl kaum mehr zu halten sein. Erste Kursziele liegen dann bei 9,38 Euro, 9,10 Euro und möglicherweise bei 8,50 Euro. Meine verbliebene Position wurde mit dem Unterschreiten der hier eingezeichneten grünen Linie verkauft und ich warte nun bis auf Weiteres erst einmal ab.

P.S. Bei 6,24 Euro liegt noch ein offenes Gap 😉 was aber wohl nicht mehr geschlossen werden dürfte… oder?

Metro schwächelt weiter und streicht die Dividende – Anleger feiern!

Metro Chef Olaf Koch streicht die Dividende für das laufende Jahr, nachdem der Einzelhandels-Konzern zwar für das Gesamtjahr ein leichtes Wachstum erwartet, die Gewinnsituation aber immer noch äusserst mau bleibt. Der operative Gewinn konnte im Rumpfgeschäftsjahr 2013 vor Sonderfaktoren von 706 auf 728 Millionen Euro gesteigert werden. Unterm Strich verblieb aber leider mit Minus 71 Millionen Euro ein deutlich höherer Verlust als im Vorjahreszeitraum in der Bilanz. Der Umsatz war ebenfalls mit 46,3 Milliarden Euro leicht rückläufig. Analysten, und wohl auch diverse Privatanleger, sind im Vorfeld dieser Zahlenveröffentlichung eher davon ausgegangen, dass hier nun ein leichter Gewinn in Höhe von knapp 30 Millionen Euro ausgewiesen werden könnte.

Die Enttäuschung über das heute gelieferte Zahlenwerk sollte somit erst einmal groß sein… Wenn nun auch noch die Dividendenzahlungen bis auf Weiteres ausfallen werden, muss man sich wohl die Frage stellen ob die Metro Aktie momentan im Depot verbleiben sollte? Die Aktie gehört grundsätzlich eher nicht zu den günstigen Titeln auf dem deutschen Kurszettel und die Vorschusslorbeeren der letzten Wochen waren offensichtlich auch nicht gerechtfertigt. Zwar verdienen die Bemühungen von Olaf Koch den Einzelhandels-Riesen wieder auf Kurs zu bringen durchaus Respekt, das Ergebnis ist aber immer noch alles andere als befriedigend für die Anteilseigner.

 Metro Chart 1 Jahr

Aus rein charttechnischer Betrachtung sollte die Aktie nun wohl den unteren Rand des aktuell etwas steiler verlaufenden Aufwärtstrends demnächst testen. Offensichtlich sehen das einige Anleger heute anders und feiern erneut eine kräftige Party, indem der Titel zu Handelsbeginn kräftig gekauft wird! Das kann ich persönlich absolut nicht mehr nachvollziehen, ich gebe es offen zu! Grundsätzlich ist das Streichen einer Dividende hier zwar begrüßenswert, da diese ansonsten aus der Substanz bezahlt werden müsste, dennoch stellt sich mir die Frage wann denn überhaupt mal wieder eine Dividende aus Gewinnen bezahlt werden kann… Auch fundamental betrachtet wäre nun eher ein erneutes Eintauchen in den seit Anfang März bestehenden, flacheren Trend wohl durchaus gerechtfertigt. Ich betrachte die heutige  Kursbewegung also durchaus mit einer gewissen Skepsis, und vielleicht sollten Sie das auch tun!?

Der Chart des Tages: Gold – Barrick Gold, Goldcorp, Newmont, Coeur Mining im Fokus

Zum Handelsschluss noch ganz kurz ein paar Anmerkungen zum Chart des Tages, der meiner Meinung nach ganz klar beim Goldpreis zu finden ist. Die meisten Marktteilnehmer dürften nicht mehr damit gerechnet haben, dass sich hier in absehbarer Zeit noch eine positive Kursbewegung ergeben könnte, und wie so oft passiert genau dann das Unglaubliche. Nachdem der steile Abwärtstrend (blau) bereits vor einigen Tagen verlassen wurde, bzw. in eine etwas flachere Formation übergegangen ist, konnte auch diese heute mit Schwung nach oben verlassen werden. Nicht dass ich nun allzu euphorisch werden würde, aber es ist durchaus bemerkenswert das dies gerade jetzt passiert, obwohl das sogenannte Tapering der FED unmittelbar bevor stehen soll. Auch der letzte US Arbeitsmarktbericht sollte eigentlich den Dollar deutlich stärken und somit für schwächere Notierungen beim Goldpreis sorgen…. Au contrair!

Goldpreisentwicklung kurzfristig

Nun gibt es so einige Theorien in den Medien zu dieser Kursbewegung die, angefangen von einer großen long Position COMEX Gold Futures von JP Morgan über eine extreme Nachfrage-Situation bei physischen Edelmetallen bis hin zu Eindeckungen der Notenbanken (insbesondere China) dazu geführt haben sollen. Letztlich ist das aber alles nur Schall und Rauch und sollte uns nicht interessieren. Denn den wahren Grund werden wir sowieso nicht erfahren. Viel wesentlicher ist es nun zu beobachten, ob diese Bewegung nun auch Bestand haben wird und Gold kurzfristig über die wichtige Marke von 1.268,- Dollar je Feinunze heben kann. Dann würde sich das Chartbild wieder etwas aufhellen, aber eben erst dann! Im weiteren Verlauf muss dann noch zügig wieder die 1.300er Marke angesteuert werden um wirklich eine Trendwende einzuleiten…

Wie auch immer… Insbesondere die Goldminen Aktien feiern heute eine ungeahnte Party, allen voran die Aktie von Barrick Gold, die bereits gestern zu einer kräftigen Erholungsbewegung angesetzt hat. Goldcorp. und Newmont Mining gehören ebenso zu den Tagesgewinnern wie auch einige kleinere Goldminenwerte. Der Silberpreis ist im Zuge dieses Kursanstieges wieder über die 20,- Dollar Marke geklettert und könnte nun einen neuen Anlauf auf den wichtigen Kreuzwiderstand bei ca. 21,40 USD versuchen. Einer der größten Profiteure ist somit heute auch die Aktie des Silberproduzenten Coeur Mining.

Sollte die Trendwende beim Gold nun also tatsächlich Bestand haben, werden wir das in den kommenden ein bis zwei Tagen sehen. Bis dahin sollte es ein wichtiger Indikator für Sie sein zu beobachten welche Aktie sich genau wie „verhält“. Welche Titel können am stärksten von dem Rebound profitieren etc. Denn es ist lange nicht mehr alles Gold was glänzt, bei den Minen-Aktien. Manche Produzenten haben massive Probleme und leiden deutlich mehr unter den dauerhaft niedrigen Preisen der vergangenen Wochen als andere. Einige dürften ernsthaft ums Überleben kämpfen wenn der Goldpreis nicht bald wieder deutlich anzieht, andere wiederum befinden sich immer noch in einer einigermaßen komfortablen Situation.

Ich habe die interessantesten Titel aus dem Sektor in mühevoller Kleinarbeit in den letzten Wochen aussortiert und kann Ihnen vorab verraten, dass es durchaus sinnvoll ist hier sehr selektiv vorzugehen. Barrick Gold und die genannte Coeur Mining gehören aber in jedem Fall für mich persönlich zu den Premium Aktien in diesem Sektor! Wer das Risiko streuen will ohne sich diese Mühe machen zu wollen der bleibt bei den einschlägigen ETFs GDX, GDXJ und SIL oder SLV.

Trading Update Südzucker, Nordex und Dialog Semiconductor

Nach einer einwöchigen Grippe-Pause melde ich mich heute bei Ihnen zurück und möchte zunächst kurz auf den Gesamtmarkt und die hier zuletzt besprochenen Aktien eingehen. Der Markt insgesamt macht einem eher bleischweren Eindruck – zumindest in Deutschland – und dürfte wohl noch etwas weiter konsolidieren, wenn heute keine neuen und starken Signale aus den USA folgen. Der deutlich besser als erwartete Arbeitsmarktbericht am Freitag hat die US-Börsen kurzzeitig beflügeln, was grundsätzlich bemerkenswert ist. Denn, offensichtlich werden nun wieder verstärkt die guten Nachrichten gefeiert und nicht mehr die schlechten, in froher Erwartung weiterer Finanzspritzen.

Geht man nach den Erfahrungen der letzten Monate, hätte der Markt also am Freitag eher abstürzen müssen, was er aber nicht getan hat! Es könnte also sehr gut sein, dass sich die Börsenteilnehmer nun langsam wieder auf die wahren Werte konzentrieren. Die damit verbundene Gefahr für DAX und Co. besteht aber nun auch darin, dass verstärkt Kapital aus den europäischen Indizes abgezogen und in den USA angelegt wird!

Unabhängig von diesem grundsätzlich möglichen Sinneswandel an den Märkten, entwickeln sich einige Aktien in den letzten Tagen durchaus beachtenswert. Die Nordex Aktie beispielsweise hat das hier prognostizierte Szenario mustergültig abgearbeitet und kämpft nun erneut mit der 10,- Euro Marke. Heute verleiht die Meldung das der Windanlagenbauer von seinem irischen Kunden ESB einen Folgeauftrag für einen 20-MW- Windpark erhalten hat, dem Titel erneut etwas Stärke. Dennoch sieht diese kurzfristige Entwicklung, charttechnisch betrachtet, immer noch wenig überzeugend aus, und mahnt weiterhin zur Vorsicht.

Nordex Aktie Chart mit Fibo

Deutlich zu erkennen ist der aktuell vorherrschende Abwärtstrend (blau), den ich Ihnen hier noch einmal eingezeichnet habe. Somit ergibt sich aus meiner persönlichen Sicht auch noch kein zwingender Handlungsbedarf , bevor der Trendkanal nicht in die ein oder andere Richtung verlassen wird. Vergessen sollte man wohl auch nicht die zuletzt sehr spontan durchgeführte Kapitalerhöhung des Unternehmens, an der die Altaktionäre nicht teilhaben durften! Ob dieser Vertrauensverlust kurzfristig abgebaut werden kann bleibt weiterhin fraglich…!

Die Südzucker Aktie hat ebenfalls turbulente Tage hinter sich, zeigt aber bereits seit einigen Tagen nun wieder deutliche Stärke. Nach dem Kursrutsch von knapp 23 auf unter 19 Euro hat sich der Kurs nun stabilisiert. MACD und Slow Stochastics signalisieren, dass es hier in Kürze zu einem Kaufsignal kommen könnte, was die Bodenbildung dann wohl abschließen würde. Grundsätzlich halte ich die Reaktionen des Marktes auf die zuletzt gesenkte Prognose für etwas übertrieben, auch wenn das Management hier offensichtlich im Vorfeld nicht ganz mit offenen Karten gespielt hat. Aus rein fundamentaler Betrachtung erscheint der Titel günstig zu sein und bietet für Langfristanleger, mit der entsprechenden Geduld, auf dem jetzigen Niveau eine interessante Einstiegs-Chance. Die Entwicklung des Zucker-Preises sollte dabei natürlich immer im Auge behalten werden.

Dialog Aktie Chart mit Trendkanal

Im Gegensatz zu den beiden erstgenannten macht die Dialog Semiconductor Aktie (siehe Chart oben) bereits heute viel Freude. Die Aktie hat knapp unterhalb des 38er Fibonacci Retracements wieder nach oben gedreht. Das von mir erwartete Szenario eines weiteren Kursrutsches ist somit ausgeblieben, was auch die Leerverkäufer wohl veranlasst hat die Short-Positionen in der Aktie zuletzt wieder deutlich zu reduzieren. Unterstützung erhielt die Aktie dabei nicht zuletzt auch von der Analystenseite. Nahezu alle Analysen der letzten Wochen fielen positiv aus und sehen teilweise deutlich höhere Kursziele für die Dialog Aktie vor, was den druck auf die Shortseller wohl noch etwas erhöhen könnte. Aus rein charttechnischer Betrachtung wäre nun der Weg zu den letzten Höchsständen bei ca. 15,60 Euro, und sogar ein weiterer Anstieg bis an die obere Begrenzung des hier eingezeichneten blauen Trendkanals frei. Wichtige Hürden warten dabei bei 14,60, 15,16 und 15,59 Euro.

Das Update muss heute leider etwas knapper ausfallen, weil ich immer noch nicht wieder richtig fit bin. In den kommenden Tagen dann gerne wieder etwas umfangreicher…

Lynxbroker Aktion „Traders Box“ – Jetzt Depot eröffnen und viele Vorteile sichern!

Das Jahr neigt sich allmählich dem Ende entgegen. Somit ist es auch wieder einmal an der Zeit über gewisse Veränderungen in Vorbereitung auf das bald kommenden Jahr 2014 nachzudenken. Wie auch in den letzten Jahren möchte ich Sie somit kurz daran erinnern, dass ein paar kleine Schritte durchaus einen großen Unterschied für die künftige Performance in Ihrem Depot ausmachen können!

Immer wieder werde ich gefragt, wie man mit Aktienpositionen verfahren soll, die deutlich im Minus notieren. Die intensiven Überlegungen meiner Leser diesbezüglich nehmen dabei regelmäßig zum Jahresende hin deutlich zu. Und so möchte ich heiute ein paar Worte darüber verlieren wie ich das handhabe…Die grundsätzliche Frage die man sich stellen muss ist zunächst einmal die ob es sich bei dem Titel um eine Aktie handelt, bei der man noch steigende Kurse erwartet, oder eben nicht. Denn wenn es um eine sogenannte Depotleiche geht, ist die Entscheidung klar und sollte auch nicht weiter hinausgezögert werden. Wahrscheinlich schlummert diese Aktie sowieso schon viel zu lange in Ihrem Depot und der Wert dieser „Kapitalanlage“ nimmt ständig weiter ab… Auch in einem Rekordjahr wie diesem gibt es genügend Beispiele für solche Aktien… ohne hier nun Namen nenne zu wollen!

Ich betrachte das Entsorgen von solchen Positionen als reinigenden und befreienden Prozess. Denn der tägliche Blick auf ein dickes Minus im Depot hemmt die Kreativität und übt einen unterbewussten permanenten Druck auf Sie aus. Also weg damit! Steuerliche Gesichtspunkte spielen bei dieser Entscheidung eher eine untergeordnete Rolle, bis auf die Tatsache dass Sie sich einen Teil Ihrer Verluste zumindest vom Finanzamt wiederholen können, indem Sie diese mit den Gewinnen aus anderen Positionen verrechnen. Und diese sollten ja in diesem Jahr eigentlich reichlich vorhanden sein!

Doch gehen wir lieber zum etwas freundlicheren Fall über… In diesem Jahr, wo viele von Ihnen dicke Gewinne in Ihren Portfolios haben und daher ordentlich Kapitalertragssteuern werden abführen müssen, lohnt ein zweiter Blick auf die steuerliche Behandlung von Gewinnen und Verlusten. Grundsätzlich gilt nach wie vor, dass Positionen, die Sie nach dem 31.12.2008 gekauft haben, der Kapitalertragssteuerpflicht unterliegen. Wenn Sie also einen Gewinn realisiert haben, wurde dieser bei den meisten Depotbanken auch umgehend versteuert. Es gibt ein paar Ausnahmen bei den Brokern, wie z.B.  Lynxbroker, wo die Kapitalertragsteuer von Ihnen persönlich erst mit Ihrer Einkommensteuererklärung angegeben und abgeführt wird. Der Vorteil eines solchen Depots liegt auf der Hand. Mit dem Kapital kann noch bis zu 18 Monate länger gearbeitet werden bis die Steuer dann tatsächlich fällig wird.

Der Normalfall ist aber eben der der direkten Steuerabgabe nach dem Verkauf der Position. Diesen Kapitalerträgen stehen bei einigen Anlegern Buchverluste im Depot gegenüber, die nicht gegengerechnet werden können, da sie bislang auch nicht realisiert wurden. Nur durch einen Verkauf der Position können Sie den entstandenen Verlust mit den Gewinnen verrechnen. Es kann also durchaus sinnvoll sein diese negativen Positionen noch vor dem Jahreswechsel zu verkaufen! Handelt es sich dabei um eine Aktie die Sie aber weiterhin unbedingt haben wollen, kann diese sofort wieder gekauft werden. Die Verluste sind damit gebucht und verringern Ihre Steuerlast, die Aktie kann bereits eine Minute später wieder gekauft werden und Sie haben jetzt einen besseren Einstiegskurs als vorher. Achtung! Der Fiskus akzeptiert ein solches Vorgehen nur wenn der Kaufkurs von dem vorigen Verkaufskurs abweicht – und sei es nur um einen Cent!

Streng genommen verschieben Sie durch solche Schritte also nur Ihre Steuerpflicht. Denn der nun günstigere Einstiegskurs bei der Aktie führt wahrscheinlich im Folgejahr zu entsprechend höheren Gewinnen. Doch allein durch das Verschieben der Steuerpflicht haben Sie mehr Kapital zur Verfügung das Sie in Aktien einsetzen können. Hinzu kommt noch ein zweiter Aspekt: Der Staat kassiert zwar an Ihrem Erfolg, er beteiligt sich aber nicht an Ihren Verlusten. Erlittene Verluste in schlechten Jahren führen also nicht automatisch zu einer Steuererstattung. Sie können diese Verluste zwar unter bestimmten Voraussetzungen in die kommenden Jahre vortragen, doch dadurch ist dieses Kapital auf längere Sicht gebunden und steht Ihnen für Ihre Aktivitäten nicht zur Verfügung.

Das muss man nicht unbedingt als gerecht empfinden, aber es ist leider so. Der Staat arbeitet mit Ihrem Kapital und denkt sogar daran die Steuersätze weiter zu erhöhen, obwohl Sie alleine das Risiko tragen und das zugrunde liegende Vermögen mindestens schon ein- bis zweimal versteuert haben. Die einzige Möglichkeit die Sie haben dem direkten Zugriff auf Ihr Geld entgegen zu treten, ist die oben geschilderte Handlungsweise.



Am besten ist es also wenn Sie noch vor dem Jahreswechsel zu einem Broker wechseln der Sie nicht entmündigt, bei dem Sie die volle Kontrolle über Ihr Kapital behalten und selber entscheiden wann Sie Ihre Steuern abführen wollen. Einer der wenigen mir bekannten Broker der diese Möglichkeit bittet ist die hochprofessionelle und preisgekrönte Trading Plattform von Lynxbroker. Neben außerordentlich günstigen Handelgebühren (siehe Preisvergleich!) haben Sie ein umfangreiches Charttool und andere Werkzeuge zur professionellen Analyse zur Verfügung.  Sie sparen also doppelt, bei den Gebühren und der Steuer und erhalten zudem eine professionelle Plattform die auch mobil voll funktionsfähig ist.

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Was ist Tesla wirklich wert?

Die Tesla Aktie konnte im gestrigen US Handel zur Abwechslung mal wieder etwas zulegen. Der Tagesgewinn von 5,34 Prozent führte die Aktie bis auf 126,94 Dollar, nachbörslich war es sogar noch etwas mehr. Der Grund für diesen Anstieg war einmal mehr ein äusserst optimistisches Analystenrating dass ein Kursziel von 200,- Dollar je Tesla Aktie vorsieht. Erneut kommt dieses Urteil vom deutschen Branchenprimus, der Deutschen Bank. Die DB Analysten hatten sich bereits gegen Ende des kräftigen Anstieges der Aktie bis Oktober mit am weitesten aus dem Fenster gelehnt und am 19.September ein Kursziel von 200,- Dollar ausgegeben. Allerdings geschah dies auch erst ab dem 26 Juli (damals KZ 160,- Dollar), nachdem die Tesla Aktie zuvor lediglich mit „Hold“ und einem Kursziel von 50,- Euro bewertet wurde. Die Aktie stand da wohlgemerkt schon im Bereich der 135,- Dollar Marke! Jeder Anleger sollte sich hier wohl grundsätzlich ein paar Gedanken zu der Qualität und Aktualität dieser Analysen machen…

Tesla Chart Flagge mit Ausbruch

Aber das nur ganz am Rande… Denn die eigentlich spannende Frage ist nun ja eher, ob es sich bei der Kursbewegung um eine erneute Trendwende nach oben handeln könnte? So genau scheint das im Moment keiner zu wissen, da die Kursziele für die Aktie unterschiedlicher nicht sein könnten. Unterstützend wirkte gestern sicherlich auch noch das Rating von S&P auf die Aktie, die gestern ein „Hold“ mit Kursziel 130,- Dollar erhielt. Barclays vergab kürzlich ein „Equal Weight“ mit Kursziel 120,- Dollar und die Bank of America, Merill Lynch Analysten bezeichneten die Aktie, auch nach dem Kursrutsch noch, als extrem überbewertet, mit Kursziel 45,- Dollar. Insgesamt also eine weite Spanne, die die Ratlosigkeit der sogenannten Fachleute über den tatsächlichen Wert des Unternehmens mehr als deutlich darstellt. Festzuhalten bleibt somit einmal mehr – Analysten wissen auch nicht mehr als Sie oder ich!

Interessant war allerdings die Begründung des Merill Lynch Analysten John Lovallo, die zumindest etwas Greifbares aufweist. „Um die aktuelle Marktkapitalisierung zu rechtfertigen müsste Tesla im Jahr 2020 348.000 Autos verkaufen..“, hieß es dort. Rein rechnerisch macht das bei angenommenen gleich hohen Margen in der Zukunft und einer unveränderten Kostenstruktur des Unternehmens durchaus Sinn. Ich gehe allerdings schon davon aus, dass sich die Effizienz in beiden Bereichen noch bis zu einem gewissen Grad verbessern lässt, sobald  sich die verkauften Stückzahlen signifikant erhöhen. Als Basis für ein paar Rechenbeispiele ist dieser Ansatz aber durchaus tauglich. Kurz zur Erinnerung: Im letzten Quartal konnte Tesla 5.500 Fahrzeuge an den Mann bringen, im Nächsten sollen es über 6.000 Stück sein. Insgesamt gehe ich auch davon aus dass es Tesla gelingen wird die Auslieferungszahlen in den kommenden Jahren deutlich zu steigern, aber eben nicht exorbitant. Das dafür notwendige Wachstum wird aber auch viel Geld verschlingen!

Der Sportwagenbauer Porsche, als direkter Vergleich, verkauft bald 200.000 Sportwagen pro Jahr, die zugegebener Maßen im Schnitt noch etwas teurer sind als Tesla Fahrzeuge und entsprechend mehr Marge abwerfen. Porsche ist nach wie vor der effizienteste Autobauer dieser Welt. Und Porsche wird derzeit ca. 22,6 Milliarden Euro an der Börse bewertet und schreibt entsprechend hohe Gewinne! Wobei dieser Vergleich selbstverständlich inzwischen etwas hinkt, da Porsche eben nicht mehr Porsche ist! Ich möchte hier lediglich auf die unterschiedlichen Dimensionen hinweisen… Tesla hingegen wird bei einem aktuellen Absatz von, sagen wir mal optimistisch 25.000 bis 30.000 Fahrzeugen für das kommende Jahr, mit derzeit 15,5 Milliarden Dollar bewertet und war auch im letzten Quartal noch defizitär. Die Gewinnzone dürfte zwar demnächst angelaufen werden, große Sprünge sind hier aber wohl dennoch nicht zu erwarten.

Bei einem von der Deutschen Bank ausgegebenem Aktienkurs von 200,- Dollar würde das Unternehmen 24,37 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung auf die Waage bringen und sollte dann dauerhaft wenigstens 2,5 Milliarden Dollar verdienen um dies auch zu rechtfertigen. Bei einer optimistisch angenommenen durchschnittlichen Marge von 12,5 Prozent und einem weltweiten Durchschnittspreis eines Tesla von 90.000,- Dollar müssten also knapp 223.000 Fahrzeuge verkauft werden um dieses Ziel zu erreichen. Rechnet man dann noch die Händlerrabatte und Vertriebskosten von geschätzten 30 Prozent hinzu, kommt man auf etwa 290.000 verkaufte Fahrzeuge pro Jahr. Ist das realistisch?

Tesla Chart lang mit Fibo

Ich kann Ihnen also auch nicht sagen was Tesla tatsächlich wert ist, aber der Verdacht liegt nahe, dass es weniger ist als der aktuell gezahlte Börsenwert und viel weniger als die Deutsche Bank gerne hätte! Nun, weiß ich aber auch dass die Börse nicht unbedingt immer Recht hat. Sie neigt zu Über- bzw. Untertreibungen und diese können manchmal länger andauern als man denkt! Dennoch: Tesla wird momentan eher wie eine junge aufstrebende Technologie Firma bewertet und nicht wie ein Automobilhersteller. Ob die geplanten Wachstumsraten tatsächlich zu halten sein werden, bleibt aber noch abzuwarten. Und ganz sicher wird die finanzstarke Konkurrenz aus Deutschland nicht jahrelang tatenlos zusehen wie Ihnen hier in einem Zukunftsmarkt die Butter vom Brot genommen wird!

Elon Musk ist ein Visionär, der es ähnlich wie Steve Jobs sehr gut versteht die Medien für seine Ideen zu begeistern. Wie das aber nicht selten bei Visionären so ist, zählt die Idee meist mehr als das tatsächlich Ergebnis in Zahlen. Dessen sollten sich Aktionäre immer bewusst sein! Jeff Bezos von Amazon ist ein gutes Beispiel dafür, dass ein solches Unternehmen auch nach vielen Jahren immer noch keine Gewinne in Form von ausschüttbaren Dividenden o.ä. für die Aktionäre produziert. Selbstverständlich hat das für die Aktionäre dennoch über deutliche Kurssteigerungen zum Erfolg geführt. Die eigentliche Frage ist also eher nicht was Tesla wert ist sondern was der Markt bereit ist für diese Vision zu bezahlen!

Tesla ist und bleibt für mich persönlich ein extrem interessantes Unternehmen – ohne Frage! Die Vision die dahinter steht ist faszinierend, ebenso wie die anderen Projekte von Elan Musk. Dennoch muss man als Kapitalanleger eher drauf schauen was man für sein Geld zum jeweiligen Zeitpunkt bekommt. Grundsätzlich ist man auch manchmal bereit für einen Blick in die Zukunft etwas mehr auszugeben. Aber wie sehr ich auch meinen Rechenschieber bemühe, die aktuelle Bewertung ist und bleibt astronomisch. Kurse unter 80,- Dollar würde ich persönlich als einigermaßen realistisch einschätzen, wenn nicht irgendwelche größeren Störfeuer im Markt der Elektroautos zu erwarten sind, und die geplanten Wachstumsraten gehalten werden.

Fazit: Kursanstiege, wie wir sie gestern gesehen haben, werden die Aktie auch weiterhin begleiten und bieten hervorragende Chancen für Trader. Als langfristig orientierte Anleger hingegen würde ich mich mit der Tesla Aktie momentan nicht wohl fühlen zumal irgendwann auch in diesem Wahnsinns-Markt mal eine Korrektur kommen muss! Ein perfekter Kaufzeitpunkt wäre für mich aber die Schließung des zweiten offenen Gaps, dass ich Ihnen hier mit einem roten Kreis markiert habe!

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