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Evotec – Kommt jetzt der Rutsch bis 2,70 Euro?

Neben der Insolvenz von SAG Solarstrom und der allgemeinen Schwäche des Dax war wohl auch der Kursverlauf bei der Evotec Aktie eines der negativen Highlights dieser Woche. Wieder einmal zeigt sich, dass zum einen bei Biotechnologie Firmen grundsätzlich immer eine gewisse Skepsis angesagt ist und zum anderen, dass gerade wenn eine Aktie aus diesem Segment in „en vogue“ ist, die Antwort des Marktes nicht lange auf sich warten lässt. Evotec hat sowohl die Umsatzprognose als auch die Gewinnaussichten für das laufende Jahr, aufgrund einer nicht erfolgten Meilensteinzahlung vom Partner Janssen Pharmaceuticals und der damit verbundenen Wertberichtigung in Höhe von 22 Millionen Euro, nun deutlich eingedampft.

Der Kursverlauf ist natürlich sehr ärgerlich, gerade für die Aktionäre die zuletzt in die Aktie eingestiegen sind. Insbesondere auch, weil der Chef von Evotec, Dr. Werner Lanthaler erst kürzlich in einem Interview sehr vollmundig bis zu einer Milliarde Euro Gewinn in ca. 5 Jahren Aussicht gestellt hatte. Grund hierfür war dass das Unternehmen zusammen mit dem Pharma Riesen Roche an einem offensichtlich erfolgsversprechenden Mittel gegen Alzheimer forscht. Aus dieser Kooperation könnte Evotec dann im Erfolgsfalle, sprich bei Markteinführung des Medikamentes, eine Einmalzahlung in Höhe von 850 Mio. Euro erhalten sowie eine Umsatzbeteiligung in zweistelliger Prozenthöhe.

Sicherlich wäre dieses Szenario eines, das grundsätzlich eine Neubewertung des Unternehmens rechtfertigen würde. Allerdings kann gerade im Forschungsbereich in fünf Jahren sehr viel passieren, wie wir wissen. Die vom Vorstand in Aussicht gestellten Zahlungen in dieser Größenordnung sind also keineswegs in Stein gemeißelt!

Zuletzt wurde der Titel von einigen Börsenbriefen und Anlegermagazinen zum Kauf empfohlen, was mich annehmen lässt, dass hier nun vorangig die Kleinanleger wieder unter die Räder gekommen sind. DER AKTIONÄR hat kürzlich ein Kursziel von satten 8,- Euro bis Ende 2014 ausgerufen und ich bin wirklich sehr gespannt ob dieses Ziel jemals erreicht wird, denn dies würde eine Marktkapitalisierung von knapp 1,2 Milliarden Euro für Evotec bedeuten. Der operative Gewinn vor Wertberichtigungen für 2013 wird möglicherweise unter dem Niveau von 2012 liegen als die Firma noch 1,4 Millionen Euro erwirtschaftet hatte… Sieht man sich zudem den 10 Jahres Chart des Unternehmens an, fällt es grundsätzlich schwer zu glauben, dass die Aktie die Hürde zwischen 5,50 und 6,- Euro unter den momentanen Gegebenheiten meistern kann.

Die spannende Frage ist nun für mich also eher wie es mit dem Biotechnologie-Unternehmen, bzw. mit der Aktie in den kommenden Tagen und Wochen weiter gehen könnte. Charttechnisch ist der Titel nun deutlich angeschlagen. Seit Anfang November befindet sich die Aktie in einem intakten Abwärtstrend, der sich zuletzt noch einmal beschleunigt hat. Natürlich sind gelegentliche Zwischenerholungen nach dem starken Abverkauf grundsätzlich vorstellbar, die vorherrschende Richtung deutet aber nun eher auf den Test der 200-Tage-Linie, bei knapp 3,- Euro hin als auf einen Re-Test der 4,- Euro Marke.

Es könnte also auch hier noch deutlich zu früh sein um wieder in die Aktie einzusteigen. Mit dem Unterschreiten der Unterstützung bei 3,73 Euro wurde nun das Kursziel 2,96 Euro aktiviert. Bei 2,70 Euro liegt noch ein offenes Gap dass evtl. sogar noch geschlossen werden möchte, bevor es dann wieder aufwärts geht. Vorsicht!

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ThyssenKrupp CFO Alan Hippe geht – Aktie unter Druck

ThyssenKrupp Finanzvorstand Alan Hippe verlässt das Unternehmen um sich neuen beruflichen Aufgaben zu widmen hieß es in der Pressemeldung. Am 21.01.2011 wird der langjährige Vorstandschef Ekkehard Schulz die Führung des ThyssenKrupp Konzerns an den ehemaligen Siemens-Manager Heinrich Hiesinger übergeben. Offenbar hatte auch Hippe sich eine Chance auf den Vorstandsposten erhofft und zieht nun die Konsequenzen aus seiner Nichtnominierung. Die Aktie geriet daraufhin heute deutlich unter Druck und notierte in der Spitze fast 4 Prozent im Minus. Wie immer wenn einen Finanzvorstand das Unternehmen verlässt ist die Unsicherheit der Anleger groß, dass dies eventuell mit der nächsten Bilanz oder sonstigen Altlasten in Verbindung stehen könnte.

Ich denke hier liegt der Fall wie oben beschrieben anders, und gehe davon aus das die Aktie sich bald wieder von dieser Meldung erholen wird. Spekulationen zufolge soll Hippe demnächst bei Daimler oder Roche anheuern, was man dem Mann wohl nicht verdenken kann. ThyssenKrupp ist ein solides Unternehmen mit guten Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Grund genug heute eine kleine Trading Position auf den Wert einzugehen.

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