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Mehrwertsteuererhöhung bei Silbermünzen: Kein Grund zur Panik dank Differenzbesteuerung

Ich möchte heute noch einmal auf den Kauf von physischem Silber eingehen, da sich hier neue Erkenntnisse aufgetan haben, die mir bislang so nicht bekannt gewesen sind. Tim Schieferstein, Geschäftsführer des GoldSilberShop.de war so freundlich mir den folgenden Text zur Verfügung zu stellen. Ein Kauf von Silbermünzen und Münzbarren muss also nach neuesten Informationen nicht unbedingt noch bis zum Jahresende 2013 erfolgen, da es durchaus Möglichkeiten gibt auch weiterhin nahezu den gewohnten Preis für Silberprodukte zu zahlen. Hier eine kurze Erklärung der Thematik Differenzbesteuerung, und worauf Silber-Anleger in Zukunft verstärkt achten sollten:

Einer Abmahnung durch die Europäische Union, die aufgrund einer EU-Harmonisierung stattgefunden hat, haben es Anleger zu verdanken, dass sich die Mehrwertsteuer im nächsten Jahr im Bereich der Silbermünzen von bisher sieben auf zukünftig 19 Prozent erhöhen wird. Bisher war Deutschland nämlich dass nahezu einzige Land innerhalb der Europäischen Union, welches es Händlern erlaubte, Silbermünzen mit einem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von nur sieben Prozent zu verkaufen. Ab dem kommenden Jahr muss hingegen jetzt die normale Mehrwertsteuer berechnet werden, die bei einem Satz von 19 Prozent liegt. Dank der Möglichkeit der Differenzbesteuerung bei Nicht-EU-Importe gibt es jedoch die Möglichkeit Silbermünzen im nächsten Jahr zu nahezu unveränderten Preisen zu kaufen.

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Import aus Drittländern und Ankauf vom Privatkunden als Alternative

Bis zum heutigen Tag ist in den Medien ausschließlich die Rede davon, dass sich Silbermünzen für Privatkunden ab dem kommenden Jahr um etwa zwölf Prozent verteuern werden, was an der geplanten Mehrwertsteuererhöhung liegt. Aufgrund dieser Tatsache wird dazu geraten, dass Kunden schnell noch in diesem Jahr Silbermünzen kaufen sollten, um vom noch günstigen Mehrwertsteuersatz zu profitieren. Tatsächlich gibt es jedoch mehrere Möglichkeiten, wie der Preis für Silbermünzen im kommenden Jahr trotz der Mehrwertsteuererhöhung nicht steigen muss. Falls der Händler sich nämlich dafür entscheidet, Silbermünzen entweder aus Drittländern außerhalb der Europäischen Union zu importieren oder von Privatkunden anzukaufen, muss es keine Preiserhöhung für den Endkunden geben. Beim Import aus Drittländern kann nämlich die sogenannte Differenzbesteuerung angewendet werden, während beim Ankauf von Privatkunden ohnehin keine Mehrwertsteuer anfällt, da diese von Privatpersonen nicht berechnet werden muss.

Grundsätzlich kann jeder Händler die Differenzbesteuerung nutzen

Die Differenzbesteuerung ist eine Methode, die vom Grundsatz her jeder Münzhändler nutzen kann. Die wesentliche Voraussetzung besteht nämlich nur darin, dass die Silbermünzen aus einem Land importiert werden, welches nicht zur Europäischen Union gehört. Es gibt durchaus einige Länder, in denen bekannte Silbermünzen hergestellt werden, wie zum Beispiel in Kanada, Australien oder auch in den Vereinigten Staaten, wo beispielsweise der weltbekannte Silver Eagle beheimatet ist. Was der Händler nun tun muss, ist die Vorsteuer auf seinen Einkaufspreis zu rechnen. Bisher war es hingegen so, dass sich die Händler ihre gezahlte Vorsteuer erstatten ließen, was im Zuge der Differenzbesteuerung auf diese Weise nicht mehr funktioniert. Der Händler hat durch diese Maßnahme jedoch den Vorteil, dass die Mehrwertsteuer dann ausschließlich auf Basis der Differenz zwischen dem gezahlten Einkaufspreis und dem vereinnahmten Verkaufspreis der jeweiligen Münzen berechnet wird. Die Methode der Differenzbesteuerung hat die Auswirkung, dass sich Silbermünzen für den Händler nicht um zwölf Prozent, sondern gerade einmal um knapp ein Prozent verteuern. Erhöht der Händler seine Handelsmarge nicht, so kann er seinen Endkunden auch in 2014 Silbermünzen zu einem günstigen Preis anbieten.

Die Differenzbesteuerung an einem Beispiel erläutert

Die Funktionsweise der Differenzbesteuerung lässt sich am besten verdeutlichen, wenn man sich ein kleines Zahlenbeispiel vor Augen führt. Angenommen, ein Privatkunde müsste derzeit für eine Silbermünze einen Preis von 19,47 Euro zahlen. Unter der Voraussetzung, dass sich der Silberpreis bis Anfang Januar 2014 nicht verändert, müsste der Kunde aufgrund des Inkrafttretens der Mehrwertsteuererhöhung ab dem 1. Januar 2014 für die gleiche Münze einen Preis von 21,66 Euro zahlen. Wendet der Händler jedoch die mögliche Differenzbesteuerung an, so würde sich die gleiche Silbermünze nicht auf 21,66, sondern lediglich um rund drei Cent auf 19,50 Euro verteuern. Sollte der Händler seine Handelsmargen nicht erhöhen, was sicherlich einige Münzhändler tun werden, so können Silbermünzen auch 2014 zu einem nahezu identischen und stabilen Preis angeboten werden, falls der Händler sich für die Differenzbesteuerung entscheidet. Die folgende Tabelle gibt noch einmal genauen Aufschluss über die Funktionsweise – Zum Vergrößern bitte zweimal klicken!

silber-mehrwertsteuer-differenzbesteuerung-zahlenbeispiel

 

Die Wiener Philharmoniker Münze könnte vom Markt verschwinden

Grundsätzlich ist die Möglichkeit der Differenzbesteuerung zwar sehr positiv, jedoch gibt es dennoch einige Silbermünzen, die trotz dieser möglichen Maßnahme in ihrer Existenz bedroht sind. Zu diesem Münzen gehören all diejenigen Silbermünzen, die nicht in einem Land außerhalb der Europäischen Union hergestellt werden, sondern in Staaten produziert werden, die ein Teil der EU sind. Zu diesen Staaten gehört bekanntlich unter anderem auch Österreich, wo die beliebten Wiener Philharmoniker Münzen hergestellt werden. Da das Anwenden der Differenzbesteuerung hier nicht auf direkte Weise möglich ist, sondern die Münzen in einem Nicht-EU-Land produziert werden müssten, um diese dann anschließend wieder nach Österreich zu importieren, ist davon auszugehen, dass diese Silbermünzen aufgrund der Mehrwertsteuererhöhung erheblich an Attraktivität verlieren werden. Denn da beispielsweise der kanadische Maple Leaf vom Händler zukünftig mehr als zehn Prozent preiswerter als die Wiener Philharmoniker Münzen angeboten werden kann, dürfte es nur noch wenige Kunden geben, die sich aufgrund des Preisnachteils für die österreichische Anlagemünze entscheiden werden.

Worauf Kunden ab 2014 achten sollten

Entgegen den allgemeinen Aussagen gibt es derzeit für Anleger keinen akuten Handlungsbedarf, auch wenn die Mehrwertsteuererhöhung ab 2014 in Kraft tritt. Denn da es mit Sicherheit einige Händler geben wird, die von der Differenzbesteuerung Gebrauch machen werden und ihre Preise für Silbermünzen demzufolge nicht erhöhen müssen, können Anleger diese Münzen auch im kommenden Jahr zu etwa dem gleichen Preis wie aktuell erhalten. Was Kunden allerdings ab dem kommenden Jahr tun sollten, ist die Angebote der Händler noch intensiver vergleichen. Denn zum einen werden nicht alle Münzhändler von der Differenzbesteuerung Gebrauch machen und zum anderen wird es mit Sicherheit auch diverse Händler geben, die die Chance nutzen, ihre Handelsmargen zu erhöhen.

Mehr Informationen zur geplanten Mehrwertsteuererhöhung und Differenzbesteuerung erhalten Sie im Ratgeber dazu, den Sie hier herunterladen können. Die täglich aktuellen Preise für alle relevanten Gold- und Silberprodukte haben wir Ihnen hier noch einmal zusammengestellt.

Nordex – ganz spontan das Kapital zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt erhöht..

Die heutige Meldung über die etwas spontane Kapitalerhöhung wirft doch die ein oder andere Frage auf. Zwar ist es grundsätzlich begrüßenswert wenn das Unternehmen mit einem Teil der Einnahmen in Höhe von 76 Millionen Euro seine Schulden zurückführen möchte, über Sinnhaftigkeit des Zeitpunktes für diese Kapitalmaßnahme kann man aber wohl durchaus streiten. Vor nicht allzu langer Zeit – genauer gesagt Anfang diesen Monats – stand der Aktienkurs der Nordex Aktie noch gute 40 Prozent höher. Eine Ausgabe neue Aktien mit dem gleichen Ziel hätte also damals eine deutlich geringere Verwässerung verursacht. Warum also die plötzliche Eile in fallende Aktiennotierungen hinein?

Besonders ärgerlich dürfte für die Altaktionäre hierbei die Tatsache sein, dass sie bei der Ausgabe der neuen Aktien aussen vor gelassen wurden. Denn grundsätzlich muss eine Kapitalerhöhung nicht unbedingt immer schlecht sein, wenn man die Möglichkeit erhält daran teilzunehmen und die Depotposition um ein paar entsprechend günstige Anteilsscheine zu erweitern. So aber nicht geschehen bei der Nordex Kapitalerhöhung. Die neuen Aktien wurden in einem beschleunigten Platzierungsverfahren ausschließlich institutionellen Anlegern wie Banken, Fonds, Versicherungen und anderen Großanlegern angeboten. Der Ärger dieser Maßnahme ist heute unschwer am aktuellen Aktienkurs bei knapp über 10,- Euro zu sehen.

Wie schon oben erwähnt, darf man also sowohl das Timing als auch die Art und Weise der Durchführung durchaus als fragwürdig empfinden. In dem momentan grundsätzlich freundlichen Umfeld für Windenergie-Aktien wäre hier wohl für alle Beteiligten mehr drin gewesen, wenn man etwas geplanter und transparenter an die Sache herangegangen wäre. Mehr Erlös zu höheren Kursen und ohne Vertrauensverlust der Anleger! Grundsätzlich muss man sich als Anleger also die Frage stellen, ob hier nicht noch schnell – in Erwartung tieferer Kurse – Kasse gemacht wurde? Mit dieser Überlegung stehe ich offensichtlich auch nicht alleine da, und so bleibt zunächst abzuwarten wie sich der Aktienkurs in den kommenden Tagen und Wochen entwickeln wird…!

Wie unglücklich der Zeitpunkt für die Kapitalerhöhung gewählt wurde, verdeutlicht folgender Chart:

Nordex Chart

Der langfristige Aufwärtstrend wurde heute verletzt. Eine aus meiner persönlichen Sicht nun sehr wahrscheinliche Variante, ist ein weiterer Kursrücksetzer bis in den Bereich der hier eingezeichneten blauen Unterstützungslinie, knapp unterhalb des 50er Fibonacci Retracements, oder gar ein Rücklauf bis an das 61,80er Retracement. Sollte diese Marke nicht halten wird es ziemlich windstill bei der Aktie. Davon gehe ich aber derzeit nicht aus. Kann die Nordex Aktie nun – wider Erwarten – den hier eingezeichneten roten Trend dauerhaft wieder aufnehmen, ist zwar vorläufig Entwarnung angesagt, ein fader Beigeschmack bleibt bei mir persönlich dann aber dennoch.

Klöckner & Co – maximal eine Halteposition

Bereits seit einigen Tagen ist die Aktie des Stahlhändlers Klöckner & Co. unter Druck. Somit verwundert es auch nicht wirklich dass gestern die runde Marke von 10,- Euro nicht mehr gehalten werden konnte. Heute läuft zwar ein Re-Test dieser Marke von unten, die charttechnischen Vorgaben für die Aktie haben sich aber deutlich eingetrübt. Knapp über der 10,- Euro Marke verläuft die wichtige 200-Tage-Linie. Die Aktie nähert sich somit nun einer sehr wichtigen Unterstützungszone zwischen 9,80 und 9,60 Euro. Gelingt es nicht diese zu verteidigen, halte ich auch deutliches Absacken nach unten noch einmal für möglich. Erste Zielmarken wären dabei dann die 9,- Euro Marke oder aber die Schließung des noch offenen Gaps bei 8,50 Euro.

Die grundlegende Frage ist und bleibt ob es dem Stahlhändler gelingen wird seine Situation nicht nur durch ein hartes Sparprogramm zu verbessern sondern auch operativ. Offensichtlich verlieren die Anleger langsam den Glauben an eine kurzfristig positive Lösung. Zudem bleibt das gesamte Umfeld der Stahlbranche eher angespannt, auch wenn man hier eine leichte Verbesserung der Auftragslage für das kommenden Jahr erwartet. Zumindest für Deutschland soll dieses Wachstum bei ca 2 Prozent liegen, im Rest Europas allerdings rechnet der Branchenverband auch weiter mit keiner nachhaltigen Belebung.

Mein Fazit bleibt somit auch weiterhin: Die KlöKo Aktie kann man im Depot haben, muss man aber nicht… Solange die Hürde bei 11,- Euro, an der die Aktie nun zum dritten Mal nach unten abgeprallt ist, nicht nachhaltig genommen wird, halte ich die Aktie maximal für eine Halteposition. Die hohe Cash-Quote des Unternehmens sichert den Titel einigermaßen gut nach unten ab, was aber nicht heißen muss, dass das offene Gap nicht doch demnächst noch geschlossen wird. Die nächsten Quartalszahlen sollten hier zeigen ob die von Gisbert Rühl ausgerufene Trendwende tatsächlich vollzogen wurde… Dann muss die Situation eventuell neu beurteilt werden, aber eben erst dann!

Goldcorp, Newmont Mining und Barrick Gold – Die große Trendwende beim Gold?

Was ist heute nicht alles wieder zu lesen in den Medien…Selbstverständlich ist dem aufmerksamen Trader das Schauspiel beim Goldpreis und dem dazugehörigen Kursverlauf bei den Minenaktien nicht entgangen. Somit war der Tag zumindest bemerkenswert, da hier zum einen neben den charttechnischen Unterstützungen wohl auch noch die Nerven einiger Großanleger gerissen sind. Was aber zu diesem Zeitpunkt grundsätzlich nichts Neues war, da bereits seit Tagen schon einige Nachrichten um den Gold-Superbullen John Paulson die Runde gemacht haben. Zuletzt war überigens zu hören, dass er nun von Goldinvestments abraten würde…! Das typische Verhalten nach einer schweren Niederlage – Kapitulation.

Hedgefonds-Manager Paulson hat sich mit Gold in diesem Jahr kräftig verspekuliert und am Ende dann wohl auch kapituliert. Zumindest war „brandaktuell“ überall zu lesen dass Herr Paulson in diesem Jahr 65 Prozent mit seinem PFR Gold Fund verloren hat – was aber auch schon seit Juli diesen Jahres bekannt ist! Betrachtet man die Goldpreisentwicklung seit Juli dürfte der Verlust seines Fonds wohl noch deutlich höher ausgefallen sein. Unabhängig davon, hat sich auch Goldman Sachs kürzlich wieder einmal zu Wort gemeldet und einen Goldpreiseinbruch von 15 Prozent für das kommende Jahr voraus gesagt. Natürlich blieb auch diese Aussage – wie beim letzten Mal – nicht ohne direkte Wirkung auf die Kurse der Goldminenbetreiber und den Goldpreis selber.

Soweit so gut… auch ich hatte am Wochenende angefangen eine Newsletter-Sonderausgabe zum nach wie vor aktuellen Thema Goldpreis-Entwicklung, Inflation, Deflation unter mittelfristigen Gesichtspunkten zu schreiben, die ich aber dann nicht vollendet habe, weil A die Zeit für mein Fazit noch nicht gekommen war und B der Artikel einfach viel zu lang und komplex geworden ist. Eine überarbeitete Version folgt aber in Kürze. Heute möchte ich nun kurz auf den aktuellen Stand der Dinge hier eingehen, da ich schon wieder Prognosen für eine große Trendwende und Ähnliches gelesen habe, was ich anhand der vorliegenden Daten für deutlich verfrüht halte.

Gold Chart aktuell mit Trends Fibo und Zielmarken

Dieser Chart ist für Investors Inside Leser nicht neu und ich habe Ihn schon mehrfach hier veröffentlicht und immer wieder aktualisiert. Lassen Sie sich bitte nicht von den vielen Linien irritieren, die ich hier im Laufe der Zeit eingezeichnet habe, da diese allesamt noch Relevanz haben, bleibt das vorerst auch so. Ausschlaggebend ist momentan der hier eingezeichnete blaue Abwärtstrend über den ich im letzten Newsletter berichtet hatte. Verschiedene Projektionslinien verweisen zudem nach wie vor auf einen baldigen Test der unteren Begrenzung dieses Trendkanals. Dabei sind zwei Linien für den gestrigen Handelstag sehr interessant und wohl auch ausschlaggebend für den Kursverlauf gewesen. Zum einen die dunkelgrüne Linie, die den mittelfristigen Abwärtstrend seit Ende Januar 2013 markiert und zum anderen die blaue waagerechte Unterstützungslinie, die ein signifikantes Verlaufshoch aus dem Dezember 2009 markiert. Diese Marke ist im Übrigen aus rein charttechnischer Sicht mindestens genauso relevant wie die runde Marke von 1.000,- Dollar!

Es ist also grundsätzlich möglich, dass wir auf dieser Basis nun erst einmal wieder steigende Goldnotierungen sehen könnte, da der Kurs gestern an genau dieser Marke nach oben gedreht hat. Grundsätzlich spricht auch die gestrige Kapitulation der Bullen (…damit meine ich nicht nur John Paulson!),  ebenfalls dafür dass es sich um den möglicherweise finalen Abverkauf gehandelt haben könnte. Eine neue Hausse in diesem zarten Stadium der möglichen Bodenbildung auszurufen halte ich aber für äusserst optimistisch bis vorschnell. Denn, auf dem Wege dorthin gibt es aus rein charttechnischer Betrachtung noch so einige harte Nüsse zu knacken – und erst dann wenn dies gelungen sein sollte, wird eine Trendwende daraus! Eine Schwalbe macht bekanntlich noch keinen Sommer!

Um das etwas genauer beurteilen zu können muss man sich das große Bild noch einmal ansehen… Wie man deutlich sehen kann, befinden wir uns aktuell höchstwahrscheinlich in einer Übertreibung nach unten, die nicht zuletzt durch die Marktverzerrung  der aktuellen Geldpolitik der Notenbanken verursacht wurde. Wie man ebenfalls deutlich sehen kann, befanden wir uns zuvor in einem markttechnischen Übertreibungsphase die durch Angst der Anleger vor den Kollaps und natürlich auch diverse Spekulanten angetrieben wurde. Aus dieser Betrachtung heraus sind wir also aktuell zumindest auf einem guten Wege der Gesundung des Goldmarktes. Die „normale“ Kursentwicklung innerhalb der Konsolidierungsphase definiert dabei wieder schwarze Trendkanal, der kürzlich aber nach unten durchbrochen wurde.

Deutlich zu erkenne ist hier auch die rote Aufwärtstrendlinie die die Normalität bei der Goldpreisentwicklung darstellen soll. Und Sie können ebenfalls sehen, dass sich diese beiden gegensätzlichen Bewegungen nun allmählich aneinander annähern. (Im Übrigen ist dies ein Szenario auf das ich bereits im August 2012 bei Kursen um die 1.800,- Dollar je Unze hingewiesen habe, aber das nur nebenbei.) In den nun kommenden Tagen wird es also wichtig sein zu beobachten, ob es dem Goldpreis gelingen kann wieder zurück in den schwarzen Trendkanal zu finden oder nicht. Dies wäre erst wieder bei Kursen oberhalb der 1.288,- Dollar der Fall. Die schon länger hier dargestellte Linie bei 1.268 Punkten stellt einen ersten wesentlichen Meilenstein einer solchen Bewegung dar. Alle Notierungen unterhalb dieses Niveaus sind somit irrelevant und deuten eher darauf hin, dass die Unterseite des blauen Trendkanals doch noch getestet wird, was wiederum dem Rutsch bis unter die 1.200er Marke entsprechen würde.

Fazit: Halten Sie also weiterhin ihr Pulver (noch) trocken, wenn es darum geht mittels ETFs oder auch der Direktanlage in Aktien auf eine Trendumkehr beim Goldpreis zu setzen, bis die Lage etwas klarer wird. Die oben genannten Goldminen-Betreiber konnten sich,  zwar gestern intraday wieder erholen, zeigen aber heute bereits wieder Schwäche und notieren allesamt unter wichtigen charttechnischen Unterstützungen. Einzig die große Kauforder über 5 Millionen Aktien bei Barrick Gold zur Tagesmitte verdient hier wohl gesonderte Erwähnung. Hier scheint sich etwas zu tun, weswegen die Aktie nun auf meiner Intensiv-Watchlist ist.

Der Sektor insgesamt verdient in den kommenden Tagen und Wochen unbedingt Ihre erhöhte Aufmerksamkeit, da ich davon ausgehe dass sich hier demnächst entscheidende Veränderungen ergeben werden. Mehr dazu in der bald erscheinenden Sonderausgabe des Investors Inside Newsletters. Bis dahin vergessen Sie bitte nicht, dass die Kräfte die hier wirken mächtig und unberechenbar sind. Eine entsprechende Risikokontrolle bleibt – gerade in diesem Bereich – unerlässlich!

Bezogen auf die Investition in physische Edelmetalle, in Form von Barren und Münzen die Sie bereit sind längerfristig zu halten, ergeben sich nun aber wieder sehr interessante Möglichkeiten um nach und nach die Bestände aufzubauen oder aufzustocken. Und nicht vergessen (!) beim Kauf von Silber-Münzen und Münzbarren wird zum Jahreswechsel die Mehrwertsteuer von derzeit noch 7 auf 19 Prozent erhöht, was man zwar auch dann noch umgehen kann (bitte lesen!)  Ein vorgezogener Kauf könnte sich aber dennoch lohnen!

Lanxess – Ein deutlicher Warnschuss

Bei der Lanxess Aktie haben wir heute im frühen Handel einen deutlichen Warnschuss für die Bullen gesehen. Der schnelle Kursrücksetzer bis auf die Marke von 46,- Euro dürfte dabei wohl ich mit den jüngsten Analystenkommentaren zu erklären sein, grundsätzlich ist aber wohl eher die in der letzten Woche verletzten Trendlinie (rot) dafür verantwortlich dass sich der Abwärtstrend weiter beschleunigt hat. Die Umsätze in der Aktie haben zudem wieder deutlich zugenommen, was ebenfalls drauf hindeutet dass die Bewegung noch nicht abgeschlossen sein dürfte. Hier ist also grundsätzlich eine gesunde Skepsis angebracht, auch wenn der Titel den starken Abverkauf von heute Morgen zunächst wieder abfangen konnte.

Lanxess Chart aktuell

Mit dem Unterschreiten der roten Trennlinie hat die Aktie aus charttechnischer Sicht nun weiteres Abwärtspotenzial freigesetzt welches den Titel nun sehr wahrscheinlich bis in den Bereich der hier eingezeichneten blauen Linie führen dürfte. Diese verläuft derzeit bei ca. 44,- Euro, stellt aber nur eine eher untergeordnete Unterstützungslinie dar. Ein erneute Test des Tiefs von Anfang Juli diesen Jahres bei 42,45 Euro erscheint somit nun wahrscheinlicher geworden zu sein.

Der heutige Bounce von den Tiefständen könnte somit eher dem ungebremst positiven Börsenumfeld geschuldet sein, als eine nachhaltige Trendwende darstellen. Grundsätzlich bleiben die Aussichten damit für die Bullen auf der kurzfristigen Ebene eher trübe. Erst mit einem Anstieg über die Marke von 48,65 Euro würde sich an diesem Bild wieder etwas zum Positiven verändern.

Südzucker stürzt ab – Wie weit noch?

Richtig unter Druck ist heute erneut die Südzucker Aktie, nachdem der Titel bereits gestern, nach einer für die meisten Marktteilnehmer überraschenden Umsatz- und Gewinnwarnung, stark an Wert verloren hatte. Das Ärgerliche für die meisten Anleger daran war, dass noch vor kurzem die Jahresprognose erneut bestätigt wurde und das Management hier offenbar nichts ganz mit offenen Karten gespielt hat. So etwas kommt selten gut bei den Anlegern an, und schafft sicherlich kein Vertrauen in das Unternehmen und schon gar nicht in das Management! Damit ist die Südzucker Aktie für viele Anleger wohl auf längere Zeit verbrannt.

Die Aktie ist nun zwar vom Zwischenhoch bei knapp über 24,- Euro deutlich zurückgekommen, aus rein charttechnischer Sicht gibt es hier aber noch keine Entwarnung. Man kann nun wohl davon ausgehen, dass auch die weiteren Unterstützungen bei 19,35, und 19,16 Euro demnächst getestet, bzw. unterschritten werden. Bei 18,26 Euro wäre ebenfalls noch eine Haltemarke zu finden. Danach würde die finale Unterstützung der Aktie bei 17,82 Euro in den Fokus der Anleger rücken. Ich persönlich gehe davon aus, dass dieser Bereich nun angelaufen wird. Danach muss man sehen ob diese Unterstützung Halt bietet. Hier sollte man also besser wohl noch nicht in das fallende Messer greifen!

Ich hatte unsere Leser gestern umgehend nach der Meldung um 13:45 Uhr über den Investors Inside Newsticker gewarnt und hoffe Sie konnten noch rechtzeitig reagieren! Dennoch möchte ich heute nicht unerwähnt lassen, dass sich bei der langfristigen Zuckerpreis-Entwicklung demnächst etwas im positiven Sinne bewegen könnte. Ob dem auch tatsächlich so sein wird, bleibt noch abzuwarten, aber der Boden könnte bald gefunden sein…

Zuckerpreis Entwicklung 4 Jahre

Der Südzucker Aktie hilft diese Annahme hingegen kurzzeitig sicherlich nicht. Mittelfristig dürften wieder steigende Zucker-Preise natürlich auch zu einer Ergebnisverbesserung bei Südzucker führen, Kurzfristig muss aber nun erst einmal das verloren gegangene Vertrauen wieder hergestellt werden… und das kann erfahrungsgemäß dauern! Warten Sie also lieber erst einmal in aller Ruhe ab wie sich die Lage hier entwickelt. Einige Analysten haben Ihre Schätzungen bereits deutlich herunter genommen. Exane BNP sieht den fairen Wert nun beispielsweise bei nur noch  13,- Euro und Barclays bei 15,- Euro. Demnach hätte die Aktie noch ein ganzes Stück nach Süden zu gehen. Ganz so pessimistisch bin ich hier nicht, wie sie dem obigen Text entnehmen können…!

Dialog Aktie – Das Timing ist entscheidend

Man kann es drehen und wenden wie man will, die Dialog Semiconductor Aktie befindet sich – kurzfristig betrachtet – in einem intakten Aufwärtstrend, allerdings hier wohl eher auf dem Weg zur unteren Begrenzung des Trendkanals. Vieles spricht dafür dass dieser noch einmal erreicht, bzw. leicht unterschritten  werden soll. Auf längere Sicht ist die Aktie nach wie vor eher in einem seit drei Jahren leicht abwärts gerichteten Seitwärtstrend. Ein echter Impuls um den Titel in neue Regionen heben zu können scheint aber weiterhin zu fehlen. Und das obwohl das Unternehmen bei der Diversifikation seines Kundenstammes als auch bei seinen Produkten und mit entsprechenden Firmenzukäufen auf Expansionskurs ist.

Seit Wochen beobachte ich intensiv die teilweise doch sehr unterschiedliche Berichterstattung zu dem Wert. Die eine Hälfte der Marktexperten geht von deutlich höheren Kursen in nächster Zeit aus, die andere Fraktion weist immer wieder darauf hin, dass bei der Aktie einige HedgeFonds als Shortseller betätigen. Somit gehen beide Lager logischerweise auch von deutlich unterschiedlichen Entwicklungen bei der Aktie aus in nächster Zukunft aus. Und so wie das Chartbild für mich aussieht dürften beide Parteien am Ende irgendwie Recht behalten. Denn der zuletzt sehr schwache Kursverlauf bei der Aktie deutet zum einen auf einen baldigen Test des unteren Trendkanals hin, was zugleich ein Unterschreiten der 200-Tage-Linie bedeuten würde, und zum anderen besteht in diesen Regionen dann eine realistische Chance auf einen kräftigen Bounce nach oben.

Dialog Trendkanal

Mit dem heutigen Unterschreiten der wichtigen 13,- Euro Marke ist auch die vorerst letzte Unterstützung bei der Aktie gefallen. Die 200 Tage Linie liegt aktuell bei 12,50 Euro. Ich rechne somit kurzfristig zumindest mit einem Test dieser wichtigen Linie. Im weiteren Verlauf spielt auch das 50er Fibonacci Retracement bei 12,11 Euro und der Unterstützungebereich zwischen 12,- und 11,80 Euro noch eine tragende Rolle. Eine kurzzeitige Übetreibungsphase nach unten ist mit der nun aufkommenden Abwärtsdynamik aber  ebenso möglich wie die offensichtliche bullishe Übertreibung die wir Mitte September gesehen haben. Spätestens an der hier eingezeichneten schwarzen Linie sollte die Aktie dann wieder nach oben drehen um das insgesamt eher bullishe Bild nicht zu beschädigen.

Nach wie vor halte ich die Dialog Semiconductor Aktie für ein gutes Investment zur richtigen Zeit, und selbstverständlich kann die Aktie jederzeit wieder nach oben drehen, sobald sich hier beispielsweise die Shortseller verabschieden oder der DAX doch noch spontan auf 10.000 Punkte hochläuft. (Was ich selbstverständlich nicht annehme!) Dennoch sollte man die aktuellen Gegebenheiten bei der Aktie respektieren und sich nicht gegen den vorherrschenden Trend stellen. Der aktuelle Kursverlauf der Apple Aktie schafft zudem nicht unbedingt neue Zuversicht, dass dieser Schwenk nach oben in Kürze kommen wird. Bleiben Sie also weiterhin gelassen und warten Sie auf den richtigen Zeitpunkt.

Dialog Semiconductor – richtiges Timing ist alles!

Man kann es drehen und wenden wie man will, die Dialog Semiconductor Aktie befindet sich – kurzfristig betrachtet – in einem intakten Aufwärtstrend, allerdings hier wohl eher auf dem Weg zur unteren Begrenzung des Trendkanals. Vieles spricht dafür dass dieser noch einmal erreicht, bzw. leicht unterschritten  werden soll. Auf längere Sicht ist die Aktie nach wie vor eher in einem seit drei Jahren leicht abwärts gerichteten Seitwärtstrend. Ein echter Impuls um den Titel in neue Regionen heben zu können scheint aber weiterhin zu fehlen. Und das obwohl das Unternehmen bei der Diversifikation seines Kundenstammes als auch bei seinen Produkten und mit entsprechenden Firmenzukäufen auf Expansionskurs ist.

Seit Wochen beobachte ich intensiv die teilweise doch sehr unterschiedliche Berichterstattung zu dem Wert. Die eine Hälfte der Marktexperten geht von deutlich höheren Kursen in nächster Zeit aus, die andere Fraktion weist immer wieder darauf hin, dass bei der Aktie einige HedgeFonds als Shortseller betätigen. Somit gehen beide Lager logischerweise auch von deutlich unterschiedlichen Entwicklungen bei der Aktie aus in nächster Zukunft aus. Und so wie das Chartbild für mich aussieht dürften beide Parteien am Ende irgendwie Recht behalten. Denn der zuletzt sehr schwache Kursverlauf bei der Aktie deutet zum einen auf einen baldigen Test des unteren Trendkanals hin, was zugleich ein Unterschreiten der 200-Tage-Linie bedeuten würde, und zum anderen besteht in diesen Regionen dann eine realistische Chance auf einen kräftigen Bounce nach oben.

Dialog Trendkanal

Mit dem heutigen Unterschreiten der wichtigen 13,- Euro Marke ist auch die vorerst letzte Unterstützung bei der Aktie gefallen. Die 200 Tage Linie liegt aktuell bei 12,50 Euro. Ich rechne somit kurzfristig zumindest mit einem Test dieser wichtigen Linie. Im weiteren Verlauf spielt auch das 50er Fibonacci Retracement bei 12,11 Euro und der Unterstützungebereich zwischen 12,- und 11,80 Euro noch eine tragende Rolle. Eine kurzzeitige Übetreibungsphase nach unten ist mit der nun aufkommenden Abwärtsdynamik aber  ebenso möglich wie die offensichtliche bullishe Übertreibung die wir Mitte September gesehen haben. Spätestens an der hier eingezeichneten schwarzen Linie sollte die Aktie dann wieder nach oben drehen um das insgesamt eher bullishe Bild nicht zu beschädigen.

Nach wie vor halte ich die Dialog Semiconductor Aktie für ein gutes Investment zur richtigen Zeit, und selbstverständlich kann die Aktie jederzeit wieder nach oben drehen, sobald sich hier beispielsweise die Shortseller verabschieden oder der DAX doch noch spontan auf 10.000 Punkte hochläuft. (Was ich selbstverständlich nicht annehme!) Dennoch sollte man die aktuellen Gegebenheiten bei der Aktie respektieren und sich nicht gegen den vorherrschenden Trend stellen. Der aktuelle Kursverlauf der Apple Aktie schafft zudem nicht unbedingt neue Zuversicht, dass dieser Schwenk nach oben in Kürze kommen wird. Bleiben Sie also weiterhin gelassen und warten Sie auf den richtigen Zeitpunkt.

Trina, Jinko, Canadian Solar, Solarcity, Firstsolar – Droht ein deutlicher Kursrücksetzer im Solarsektor?

Nach den Trendaktien Tesla, Facebook – und anderen, wird nun offenbar die zuletzt stark gelaufene Solarbranche allmählich wieder abverkauft. Trina Solar hatte gestern eigentlich gute Nachrichten geliefert, nachdem zuvor bereits von JinkoSolar Erfreuliches zu lesen war. Dennoch ist der gesamte Sektor spätestens seit gestern massiv unter Druck, was man keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen sollte. Sicherlich haben sich im letzten Jahr einige positive Dinge im Solarsektor ereignet, sodass auch ein Kursanstieg bei den Aktien aus diesem Sektor teilweise gerechtfertigt war. Die Frage ist nun wieviel von dem Kursanstieg tatsächlich gerechtfertigt war?

Insbesondere die starke Nachfrage aus dem eigenen Land, China, scheint hier die Umsätze momentan deutlich zu beflügeln, aber auch andere Nationen wie Nordamerika, Japan, und Großbritannien gehören zu den Hauptabnehmern für chinesische Solarprodukte. Die Strategie der Chinesen hat sich somit langfristig als richtig erwiesen.

Trina Solar beispielsweise hat sowohl den Gewinn als auch den Umsatz im dritten Quartal deutlich steigern können und somit zum ersten mal seit sehr langer Zeit wieder einen operativen Gewinn verkündet. Der Umsatz konnte von 346,1 Millionen Dollar auf 548,8 Millionen Dollar gesteigert werden, immerhin ein stolzer Anstieg von 84 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Nettoergebnis lag bei 9,9 Millionen Dollar, im Vorjahresquartal hatte das Solarunternehmen noch einen Nettoverlust in Höhe von 57,7 Millionen Dollar in den Büchern stehen. Insgesamt will das Unternehmen im Geschäftsjahr 2013 nun 2,3 bis 2,4 Gigawatt Liefervolumen erreichen.

Nach solchen Nachrichten könnte man eigentlich davon ausgehen, dass sich der Zuwachs bei der Trina Solar Aktie noch einmal beschleunigen würde, was er anfangs auch tat. Nach einem kräftigen Tagesgewinn von über 10 Prozent schloss die Aktie dann aber mit einem deutlichen Minus von 5,44 Prozent. Bei anderen Solarwerten sah es nicht anders aus: JKS verbilligte sich um 4,38 Prozent, JASO um 5,6, YGE um über 10, FSLR um 3,9 und SCTY um satte 7,98 Prozent, was aber wohl auch an dem derzeit schwindenden Vertrauen in den Visionär Elan Musk liegen dürfte… Der allumfassende ETF Guggenheim Solar, TAN, gab um 3,82 Prozent nach und befindet sich damit aus rein charttechnischer Sicht in Absturzgefahr.

Fazit: Momentum -Aktien oder Trendaktien sind in den letzten Tagen weiterhin kräftig unter Druck, was grundsätzlich zu Vorsicht mahnen sollte, denn das passiert immer als erstes gegen Ende einer Aufwärtsbewegung an der Börse. Letztlich muss das für das große Bild noch nicht viel heißen, sollte aber Ihre Beachtung finden und intensiv beobachtet werden. Die kommenden Tage werden im Solarsektor möglicherweise etwas unruhig und bieten dann nach einem reinigenden Gewitter wieder neue Chancen.

PNE Wind Aktie – Kräftiger Rückenwind

Die in der letzten Woche hier besprochene PNE Wind Aktie feuert gestern ein wahres Kursfeuerwerk ab, nachdem bekannt wurde, dass der Energieversorger DONG Energy nun den Bau der beiden Offshore-Windparks Gode Wind 1 und Gode Wind 2 beschlossen hat. Der Meldung zufolge sollen nun für rund 2,2 Milliarden Euro die beiden Windenergieanlagen mit einer Kapazität von 582 Megawatt in den Jahren 2015 bis 2016 entstehen. Damit ist nun also auch die sehnsüchtig erwartete Final Investment Decision von dem dänischen Energiekonzern, erfolgt, was zu einer Neubewertung der PNE Wind Aktie führen sollte. Zuletzt hat das Unternehmen eher mit schwachen Quartalszahlen auf sich aufmerksam gemacht, die aber größtenteils genau auf die Verschiebung der Meilensteinzahlung zurückzuführen waren.

Das Cuxhavener Unternehmen hatte insgesamt drei Offshore-Projekte an DONG Energy verkauft und erwartet hieraus somit noch Meilensteinzahlungen von zusammen rund 70 Millionen Euro, die aber noch nicht in die Bilanz eingearbeitet werden konnten. Zunächst erhältt der Projektentwickler nun eine Zahlung in Höhe von 45 Millionen Euro, hieß es in der heutigen Pressemitteilung. Zudem bleibt die PNE WIND AG ist bei der Entwicklung der genannten Projekte weiterhin als Dienstleister für DONG Energy tätig. PNE Wind entwickelt derzeit insgesamt zwölf Offshore-Windparks. Die Hälfte dieser Entwicklungsprojekte sind eigene und die andere Hälfte bereits verkaufte Projekte.

Mit der Meldung dürfte nun die zuvor bestehenden Zweifel über das Erreichen der ambitionierten Jahresziele der PNE Wind AG beseitigt worden sein. Angesichts eines extrem niedrigen KGV von 4 und weiterhin guten Aussichten in einem zukunftsorientierten Markt bleibt die PNE Wind Aktie damit extrem interessant. Der derzeit eher hohe Schuldenstand sollte durch diese Zahlung weiter reduziert werden. Investors Inside Leser, die bei der Unterstützung um 2,45 Euro eingestiegen sind, freuen sich über einen Gewinn von rund 25 Prozent in einer Woche…

Tesla – Durchgefallen!

Was sich bereits in der vergangenen Woche abgezeichnet hat ist heute Realität geworden. Die Tesla Aktie ist nun auch unter die nächste Unterstützung bei 133,35 Dollar gefallen, und hat damit ein weiteres starkes Verkaufssignal generiert. Zunächst sah es noch so aus als könne diese Marke gehalten werden. Doch spätestens seit der heutigen Meldung darüber, das dem Tesla Motors-Management, wegen seiner zumindest zweifelhaften Report-Geflogenheiten Ärger mit der Börsenauficht SEC droht, ist es wohl erst einmal vorbei mit dem Vertrauen in die ultimative Börsenstory des Jahres 2013. Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Presse, da ich mich hier keinesfalls zu weit aus dem Fenster lehnen möchte, und mir anhand der vorliegenden Informationen darüber auch keine Meinung erlauben kann.

Tesla Aktie Chart mit Fibo

Das nächste Kursziel für die Aktie liegt nun bei ca. 115,- US Dollar. Somit würde auch ein weiteres Up-Gap bei der Aktie im Bereich zwischen 124,35 und 126,70 Dollar geschlossen werden. Hält auch diese Marke nicht, wäre eine letzte massive Unterstützung noch im Bereich von etwas über 108,- Dollar zu finden. Hier verläuft derzeit auch die 200 Tage Linie bei der Aktie. Bei einem Unterschreiten dieser Marke, kann man dann wohl mit einigermaßen hoher Sicherheit davon ausgehen, dass der Tesla Aktienkurs noch einmal zweistellig werden wird.

Grundsätzlich muss man diese Kursentwicklung begrüßen, weil die Tesla Aktie bereits seit längerem astronomisch hoch bewertet erscheint, was ich ja auch mehrfach hier im Blog hervorgehoben habe (u.a. zuletzt >HIER< und bereits im August >HIER<).  Nach einem entsprechend deutlichen Rücksetzer und einer Klärung der aktuellen Unsicherheiten, wäre dann ein vorsichtiger Einstieg bei der Aktie wieder interessant. Wohlgemerkt aber erst nachdem klar ist wo der aktuelle Abverkauf endet!

K+S – Bulle der Woche?

Wie bereits in der letzten Woche vermutet, diente der zwischenzeitliche Kursrücksetzer bei der Kali und Salz Aktie wohl eher einem geschmeidigen Ausstieg der zuvor  short gegangenen Hedge-Fonds. bereits am Freitag zeigte die Aktie nun wieder deutliche Stärke und die Nachfrage war einmal mehr deutlich höher als das Angebot. Alleine in der Xetra Schlussauktion haben noch einmal über 836.000 Aktien den Besitzer gewechselt…was ich ebenfalls auf die Eindeckung eines Shorties zurückführen würde. Wie schon in meinem letzten Artikel geschrieben, sollte die Phantasie für eine Short-Spekulation nun erst einmal aus der Aktie raus sein. Dementsprechend hoch ist auch auf der anderen Seite die Möglichkeit eines kleinen Short-Squeeze!

Die heutige Meldung über den neuen Großaktionär beim russischen Kali Produzenten Uralkali weckt neue Hoffnungen auf ein wieder freundlicheres Umfeld für die Branche in den kommenden Jahren und steigende Kali Preise. Der russische Milliardär Sulejman Kerimow verkauft seinen 21,75-prozentigen Anteil, wie erwartet nun an den Oligarchen Michail Prochorow. Neuen Verhandlungen zwischen Uralkali und dem weißrussischen Konkurrenten Belaruskali steht damit nichts mehr im Wege.

Der antizyklische Einstieg bei der K+S Aktie, vor den Quartalszahlen, hat sich somit als richtig erwiesen. Die Aktie bewegt sich nun auf die zuvor schon einmal getestete Widerstandszone zwischen 21,- und 21,50 Euro zu. Gelingt es den oberen Bereich dieser Hürde demnächst zu überwinden, stehen die Chancen für einen weiteren Anstieg der Aktie bis auf 23,70 Euro nicht schlecht. Hier muss sich dann letztlich zeigen, ob die Bullen genug Kraft haben, um die Aktie auch bis in den Bereich des noch offenen Gaps bei 26,50 zu bewegen. Ich halte diese Variante nach wie vor für sehr wahrscheinlich, auch wenn man das Risiko eines weiteren Preisrückgangs natürlich weiterhin im Auge behalten sollte. Der Bereich zwischen 19,24 und 19,80 Euro bleibt zunächst die zentrale Unterstützung. Ein entsprechend knapper Stopp sichert ab.

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