Author Archives: Lars

DAX – Wann ist die Party vorbei ?

Ich weiß ja nicht wie es Ihnen beim Lesen der Schlagzeilen in den letzten Tagen ging, aber mir wird so langsam etwas komisch zumute. Überall kann man nun von neuen tollen Kurszielen lesen, und dass sich ja nun die Börsenwelt wieder grundlegend geändert haben soll. Nicht dass ich mir das nicht auch wünschen würde, aber ich habe irgendwie einen anderen Blick auf die aktuelle Situation an den Kapitalmärkten. Im Einzelnen möchte ich hier nun gar nicht aufzählen was ich so komisch daran finde, es gibt aber neben den üblichen Verdächtigen wie Griechenland, Iran, Portugal, oder auch den jüngsten Frühindikatoren aus der Transportbranche erste Meldungen die mich heute mal wieder besonders nachdenklich gemacht haben.

Unter anderem war in der Presse kürzlich zu lesen, dass nun wieder verstärkt institutionelle Investoren, getrieben durch die verbesserten Konjunkturaussichten und die gestiegene Wertwahrnehmung, in den Markt drängen würden. Manche Medien riefen sogar schon wieder die „Lizenz zum Kaufen!“ und Ähnliches aus. Unseriöse Börsenbriefe haben plötzlich die „ultimative Gelddruckmaschine“ erfunden und so weiter. Soll heißen dass Anleger nun wieder verstärkt auf Aktien setzen sollten, oder? Der Investitionsgrad im Profilager habe sich inzwischen auf 73,5 Prozent erhöht, hieß es kürzlich in einer Sentix Analyse. Dieser nähere sich damit den Niveaus vom Sommer 2011 an, hieß es zur Begründung.  Hmmm, Sommer 2011, da war doch was…! Nebenbei gesagt deckt sich diese Aussage nicht unbedingt mit den tatsächlichen Börsenumsätzen der letzten Wochen.

Bemerkenswert dabei finde ich auch dass das berichtende Institut, als Urheber dieser Sentiment-Analyse, noch vor einer Woche darüber berichtet hatte dass sich insbesondere die Stimmung bei institutionellen Investoren weiter deutlich verschlechtert habe. Folgerichtig wurde auch auf eine Divergenz zwischen privaten und institutionellen Investoren hingewiesen, die durchaus das Potenzial für einen deutlichen Rücksetzer an den Börsen haben dürfte. Offensichtlich hat sich das Bild der erhobenen Sentiment-Analyse also in den letzten Tagen deutlich verändert. Was dazu geführt haben soll kann ich nicht abschließend beurteilen. Die jüngsten Maßnahmen der FED, weiterhin billiges Geld zur Verfügung zu stellen, wäre eine Erklärung. Für mich im Moment auch die einzige Erklärung für weiter steigende Kurse…

Meine persönlichen Beobachtungen gehen, unabhängig von ein paar Veränderungen im Sentiment, aber eher in eine andere Richtung. Die von uns genannten Kursziele für den DAX wurden erreicht, konnten aber nicht überschritten werden. Sowohl aus charttechnischer als auch psychologischer Sicht sehe ich auf dem aktuellen Niveau eher die Gefahr eines Rücksetzers, als die Chance auf einen weiteren deutlichen Anstieg. Ausstehende politische Ereignisse, ebenso wie eine bislang schwächer als erwartet verlaufende Berichtssaison dürften die Euphorie kurzfristig bremsen. In den einzelnen Charts der Aktien ist deutlich erkennbar dass der Wind bereits gedreht hat, oder bald kräftig drehen könnte. Denn die Charts vieler Blue Chips stehen sozusagen auf der Kippe. Theoretisch reicht inzwischen ein richtig schlechter Tag, um reihenweise Verkaufssignale zu generieren.

Es bleibt also abschließend immer noch die Frage offen ob es sich bei dem Anstieg der letzten Wochen doch nur um eine Bärenmarktrally gehandelt haben könnte? Dies kann wohl zum jetzigen Zeitpunkt niemand seriös ausschließen. In jedem Falle sollte man nun wohl deutlich vorsichtiger werden, und sich nicht medial locken lassen diesen Kursen noch, auf Teufel komm raus, hinterher zu rennen. Die Party könnte erst einmal vorbei sein, was natürlich nicht heißen soll das in diesem Jahr nicht noch einmal kräftig gefeiert wird. Wie in der letzten Ausgabe unseres Newsletters bereits erwähnt rechne ich spätestens im zweiten Quartal noch einmal mit einem deutlichen Rücksetzer, und anschließend mit einem starken Jahresausklang. Vorher kann es auch durchaus noch etwas nach oben gehen. Liquidität treibt eben Kurse!

In oben genannter Pressemeldung heißt es abschließend dann auch „Unter bestimmten Umständen kann ein zu hoher kurzfristiger Optimismus der Anleger ein Kontraindikator, ein Warnzeichen für eine bevorstehende Konsolidierung sein.“ Und damit kommen wir wieder zum Kern der Sache. Die Stimmung ist für meinen Geschmack inzwischen wieder zu gut, um nicht bald schon in einer entsprechenden Kursbewegung zu enden. Nicht selten herrscht ein gewisses Maß an Euphorie bevor diese außerordentlich gute Stimmung dann ganz schnell wieder ins Gegenteil kippt. Das war übrigens auch im Sommer 2011 der Fall. Wir hatten den besten Januar seit 1999, was mich für das Gesamtjahr sehr positiv stimmt, kurzfristig aber ermahnt nicht zu viel zu erwarten.

Fazit: Spätestens wenn Sie wieder die ersten Schlagzeilen mit dem Tenor „Börsenrally“ in der Boulevard-Presse lesen, sollten Sie gaaaaaanz vorsichtig werden! Für die zuletzt hier besprochenen Positionen hat sich das Bild inzwischen teilweise bereits deutlich verändert. Bleiben Sie also weiterhin vorsichtig und betrachten Sie die Schlagzeilen mit einer gesunden Skepsis.

Commerzbank: Griechenland ist nicht zu retten, lieber gleich Schluss machen!

Wie bereits gestern geschrieben werden die Stimmen gegen eine Rettung Griechenlands immer lauter. Das eigentlich erstaunliche dabei ist dass sich nun verstärkt die betroffenen Kreditinstitute dafür aussprechen den Mittelleerstaat aus der Währungsunion zu entlassen. So hat sich der Aufsichtsratschef der Commerzbank, Klaus-Peter Müller, nun offiziell für den Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone ausgesprochen, und auch von Deutsche Bank Chef Josef Ackermann sind zunehmend eher kritische Töne zur mittelfristigen Zukunft der Griechen in der Eurozone zu hören. „Ich bin der festen Überzeugung, dass Griechenland einer massiven Abwertung bedarf, die es innerhalb des Euros nicht vornehmen kann. Wir können das durch Ausgleichszahlungen auch nicht ausgleichen“, sagte Müller kürzlich im Deutschen Anleger Fernsehen. Griechenland sei innerhalb des Euros nicht zu retten.

Im weiteren Interview spricht mir Herr Müller offen aus was viele denken. Die betroffenen Banken sollten ihr Griechenland-Engagement nach Müllers Ansicht direkt abschreiben, und damit war wohl eine 100 prozentige Abschreibung gemeint um nun endlich einen finalen Schnitt zu machen. Das weitere Rumgeeiere um eine offensichtliche und naheliegende, aber schmerzhafte Lösung wird den gesamten Euroraum nicht weiter bringen. „Wenn sie bei 70 bis 80 Prozent sind, und wahrscheinlich nochmals nach schießen müssen, dann können sie auch fragen, ob sie nicht gleich Schluss machen, also komplett abschreiben“, so Müller.

Klaus-Peter Müller rechnet in der Folge dann eher positiven Reaktionen an den Märkten. Seitens der Commerzbank ist man sich offenbar sicher dass man dies Problem auch zu 100 Prozent schultern könnte, und es zu keinen weiteren Ansteckungseffekten kommt. Die Märkte werden den Austritt Griechenlands verstehen, und sich nicht gleich auf den nächsten schwächelnden Eurostaat konzentrieren prognostiziert Müller. Da bin ich mir allerdings nicht ganz so sicher. Wenn man sich die Renditen der Staatsanleihen Portugals ansieht so wurde bereits gestern neue Euro- Geschichte geschrieben….In diesem Sinne es wird mal wieder eine spannende Woche für Commerzbank Aktionäre.

Trading Update Aixtron, Salzgitter, Rheinmetall, Klöckner & Co.

Nach dem schönen Anstieg des DAX und der damit verbundenen Kursgewinne in der vergangenen Wochen ist es mal wieder an der Zeit eine Zwischenbilanz zu ziehen. Bereits am Freitag habe ich im Blog über die aktuelle Situation bei den Automobilwerten, VW und Porsche sowie  TUI und Lufthansa berichtet. Ebenso habe ich im kurzfristigen spekulativen Bereich ein paar Änderungen vorgenommen, die Sie hier nachlesen können. Insbesondere unser Trading Tipp Gigaset ist hier wohl erwähnenswert. Die Aktie ist einen Tag nach unserer Empfehlung bereits 8,77 Prozent im Plus. Einer der interessantesten Kandidaten für einen Rebound in diesem Jahr bleibt neben der Commerzbank nach meiner Ansicht auch die Aktie von Veolia Environnement. Zwar hat der Ausbruch auch gestern nicht geklappt, aber die Charttechnik hat sich bei dem Wert inzwischen deutlich aufgehellt. Hier braut man etwas Geduld.

Im Gegensatz dazu hat sich das Bild bei der Klöckner & Co. Aktie nun wieder etwas ein getrübt. Insgesamt war es eigentlich eine gute Woche für Stahlaktien. Salzgitter, Rheinmetall und ThyssenKrupp konnten allesamt weiter kräftig zulegen. Selbst die eher schlechten Nachrichten von Nippon Steel wurden vom Markt gut verdaut. Klöckner Aktionäre konnten nicht mehr von dieser Bewegung profitieren. Die Aktie schafft es einfach nicht über die Marke von 12,- Euro zu kommen. Eine ähnliche Situation hatten wir zuvor bei der 10,- Euro Hürde, und diese hat uns Monate lang aus gebremst. Der MACD hat kürzlich ein schwaches Verkaufssignal generiert. Hier ist also kurzfristig etwas Vorsicht angebracht. Auch wenn ich grundsätzlich davon ausgehe dass wir in diesem Jahr noch deutlich höhere Kurse sehen werden ist ein weiterer Rücksetzer bis auf 11,10 oder gar 10,40 Euro durchaus drin.

Die beiden Aktien von Salzgitter und Rheinmetall gehören weiterhin zu unseren Top Werten, wenn ich mich auch entschieden habe am Freitag die Gewinne bei Salzgitter zu realisieren. Auch das gehört zu einer ordentlichen Trading Strategie, mein Kursziel war 48,- Euro und dies wurde erreicht!  Ich werde sicherlich nicht das letzte Mal Besitzer dieser Anteilsschein sein. Die Aktie hat weiteres Potenzial bis ca 53,- Euro, vielleicht kann dieses Ziel sogar im Zuge der aktuellen Bewegung noch erreicht werden. Für den Moment freue ich mich hier Gewinne von 34,65 bis 48,35 Euro realisiert zu haben. Bei der Rheinmetall Aktie hingegen sollten in den nächsten Tagen noch weitere Kurssteigerungen möglich sein. Die Aktie ist noch nicht ansatzweise richtig angesprungen. Gelingt es nun die Hürde bei 42,- Euro zu überwinden dann sollte der Anstieg bis zur 200-Tage-Linie möglich sein. Diese verläuft derzeit bei ca. 47,- Euro. Fällt Rheinmetall hingegen unter 41,- Euro drohen weitere Abschläge bis 39,50 bzw. 36,70 Euro.

Bei der Aixtron Aktie scheiden sich im Moment die Geister. Während das eine Lager nun bereits ein Ende der Aufwärtsbewegung sieht, die eigentlich noch nicht mal richtig angefangen hatte, sind andere wiederum überzeugt davon dass es nun nur noch aufwärts gehen kann. Ausgehend von Spitzenotierungen am Dienstag bei 12,59 Euro hat Aixtron in dieser Handelswoche wieder 14% nachgegeben. Grundsätzlich ist dies eine Kursbewegung die einen aufhorchen lassen sollte, es wäre nicht das erste Mal dass Insider hier verkaufen, bevor eine begründende Meldung veröffentlicht wird. Ich kann mich irren, aber für mich sieht der Chart inzwischen wieder  sehr spannend aus, denn die Dynamik der Abwärtsbewegung hat nun deutlich nachgelassen. In den letzten Tagen konnte sich die Aixtron Aktie regelmäßig wieder bei 10.80 Euro stabilisieren. Nebenbei gesagt weist der Chart eine der schönsten Untertassen-Formationen auf die ich je gesehen habe…

Inzwischen nähert sich die Aktie dem überverkauften Bereich was ebenfalls unterstützend wirken sollte. Gelingt also das Comeback in den nächsten Tagen, dann wäre nach wie vor das Doppeltop bei 12,50 die Hürde, die es zu überwinden gilt.  Mit dem Überschreiten dieser Marke würde dann auch das Gap bei 13,60 Euro geschlossen werden. Wie wir alle wissen besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit dass Gaps geschlossen werden – irgendwann! Für mich ein Grund mehr auf den Rebound der Aixtron Aktie zu setzen. Zwischen 16,80 und 17,30 Euro liegt die nächste Kurslücke, die der Abverkauf im August 2011 hinterlassen hat. 😉

DAX – die finale Entscheidung steht noch aus !

Seit nunmehr fast sechs Wochen läuft die aktuelle Rally an den Börsen, die so harmlos als „Santa Claus Rally“ angefangen hat, und eigentlich bis zum ca. 10 Januar hätte auslaufen sollen. Inzwischen hat sich diese Kursbewegung nun zu einem waschechten Bullenmarkt entwickelt, der weiterhin Bestand hat. Wir befinden uns in einem Aufwärtstrendkanal, und so lange dieser nicht verlassen wird müssen wir davon ausgehen das die Kurse weiter steigen, auch wenn die Luft bei der ein oder anderen Aktie inzwischen etwas dünn zu werden scheint. Wie ich Ihnen in der letzten Ausgabe unseres Newsletters bereits geschrieben habe ist es aber, trotz aller Begeisterung über endlich wieder steigende Kurse, die oberste Pflicht eines jeden Anlegers sich gegen eventuell Rückschläge abzusichern – auch auf die Gefahr hin eventuell unglücklich ausgestoppt zu werden… !

An dieser Stelle möchte ich noch einmal kurz auf den Chart aus unserem letzten Börsen Newsletter vom 22.01.2012 eingehen, den ich hier gerne noch einmal einstelle. Die Zielzone wurde nun erreicht, auf Schlusskursbasis konnte diese aber nicht überwunden werden. Die Umsätze sind nach wie vor eher dünn, das heißt das die Marktbewegung (noch) nicht vom großen Geld mitgetragen wird. Viel mehr ist anzunehmen dass viele institutionelle Investoren diese Rallye bislang schlicht verpasst haben, und immer noch auf einen guten Einstieg warten. Diese Theorie würde dadurch unterstrichen, dass in den letzten Tagen jede kleine Schwäche des Marktes sofort wieder gekauft wird.

Entweder wird also das Big Money nun weiter scheibchenweise einsteigen, oder man wartet auf den großen Knall. Kommt dieser nicht werden institutionelle Anleger sich irgendwann dieser Rally anschließen müssen, ob sie wollen oder nicht. Aus charttechnischer Betrachtung gibt es also genügend Aktien die immer noch extrem interessant sind und weitere Kursgewinne versprechen. Die grundsätzliche Richtung stimmt nun wieder, weil Anleger offensichtlich das Gefühl haben, dass Politiker nun wissen was zu tun ist um das Vertrauen der Märkte zurück zu gewinnen.

Potenzial für eine heftige Kursbewegung nach unten ist aber ebenfalls genügend vorhanden. Zwar wurde die überkaufte Situation in den Indizes nun wieder einigermaßen abgebaut, und somit ist der Korrektur-Druck etwas geringer, aber die aktuellen politischen Ereignisse haben allesamt das Potenzial für eine solche Bewegung. Die Wahrscheinlichkeit für ein erneutes und deutliches Abtauchen des DAX um 1.000 Punkte oder mehr ist in meinen Augen nun aber etwas gesunken, eine Korrektur um 300 bis 400 Punkte aber immer noch jederzeit möglich. Wahrscheinlich werden die Märkte aber nun zunächst in eine abwartende Seitwärtsbewegung übergehen, bis klare Signale aus Griechenland kommen.

Denn, eine mögliche Insolvenz Griechenlands ist zum jetzigen Zeitpunkt keineswegs vom Tisch, und wäre wahrscheinlich ein solches Ereignis dass einen entsprechenden Kursrutsch auslösen könnte. Die Stimmen nach einem solchen Schritt werden immer lauter, und sogar die betroffenen Kreditinstitute sind nicht mehr abgeneigt dem „Final Cut“ zuzustimmen. Der Imageverlust für den Euroraum wäre dann wohl nur von kurzer Dauer, die Verwerfungen an den Kapitalmärkten wahrscheinlich auch. Griechenland hätte hingegen danach wieder eine echte Chance auf nachhaltige Restrukturierung, und der Rest Europas die Option mit einer Einmalzahlung aus dieser Ehe aus zusteigen. Die Geldschleusen der FED und der EZB sind inzwischen weit geöffnet sodass wohl das Schlimmste verhindert werden sollte. Bankhäusern wurde genügend Zeit eingeräumt sich auf einen Hair Cut oder ähnliche Szenarien vor zu bereiten…

Für das Gesamtjahr bin ich hingegen inzwischen sehr optimistisch. Nicht nur das eine alte Börsenweisheit besagt, dass der Verlauf des Januars bestimmend für das Gesamtjahr sein wird, und wir mit einem Plus von 11,2 Prozent im DAX somit sehr gut im Rennen liegen. Viel mehr die Tatsache das nun offensichtlich eine Beruhigung der Märkte, und das trotz immer wieder schlechter Nachrichten, eingekehrt ist, lässt auf wieder bessere Börsenzeiten hoffen. Dennoch kann und werden die Börsen nun nicht wie an der Schnur gezogen weiter nach oben laufen. Der Markt muss auch mal wieder etwas Luft ablassen, und das wird er. Die Frage ist nur wann? Denken Sie bitte im Jahresverlauf immer wieder mal an die beiden letzten Newsletter zum US Präsidentschaftszxklus und dem zuletzt stark eingebrochenen Baltic Dry Index. Vieles spricht für einen deutlichen Rücksetzer im zweiten Quartal dieses Jahres. Wie heißt es doch so schön: „Die Börse ist keine Einbahnstraße! “ Denken Sie bitte immer daran!

Bis dahin wünsche ich uns allen aber erst einmal weiterhin schöne Gewinne, und den Mut diese dann zum richtigen Zeitpunkt auch zu sichern!

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

 

P.S Ich hatte Ihnen in unserem Blog kürzlich ein paar Goldaktien vorgestellt, die Sie sich unbedingt noch einmal ansehen sollten. Denn Goldaktien gehören seit den letzten Aussagen der FED, weiterhin billiges Geld zur Verfügung zu stellen, nun wieder zu den Lieblingen an der Wallsstreet. Diese Bewegung dürfte gerade erst so richtig angefangen haben. Letztlich sind die genannten Werte auch aus charttechnischer Sicht so weit „unten“ dass das Risiko entsprechend überschaubar sein sollte. Die Maßnahmen der FED werden natürlich auch die Inflation weiter befeuern. Gold bleibt somit auch im Jahr 2012, und wahrscheinlich weit darüber hinaus, noch ein beliebter Inflationsschutz.

TradingUpdate – Asian Bamboo und Gigaset rein, Bet-at-Home raus

Heute habe ich die Trading Position bei Bet-at-Home zu 26,- Euro wieder aufgelöst. Nachdem die Aktie nun innerhalb von 5 Tagen um 27 Prozent zugelegt hat betrachte ich diesen Trade zunächst als erfolgreich abgeschlossen. Der Anstieg verlief unter nach wie vor geringen Umsätzen relativ heftig, und man soll ja bekanntlich sein Glück nicht über strapazieren… Bet at Home verbleibt natürlich auf meiner Watchlist, ich rechne aber eher wieder mit rückläufigen Notierungen in den kommenden Tagen, da der Anstieg für meinen Geschmack etwas zu schnell verlief um gesund zu sein. Bei einem erneuten Einstieg werde ich Sie natürlich rechtzeitig informieren. Die Chancen sind nun erste einmal eher in anderen Werten zu suchen.

Über Gigaset hatte ich ja bereits gestern berichtet. Der Trade scheint ebenfalls voll aufzugehen. Bereits heute kann die Aktie des Telekommunikations-Ausrüsters deutlich zulegen. Gelingt nun der Ausbruch über die charttechnisch wichtige Marke von 2,50 Euro dann sind weitere Kursgewinne bis in den Bereich um die 3,- Euro zunächst drin. Mittelfristig besteht die Möglichkeit dass sich die Aktie wieder zu alten Höhen aufmacht, denn die aktuelle Bewertung des Unternehmens ist weiterhin ausgesprochen günstig. Die Umsätze in der Aktie haben wieder deutlich angezogen, der Verkäufer der in den letzten Wochen hier dran war könnte jetzt fertig sein.

Asian Bamboo ist ebenso wie Gigaset eine Aktie deren innerer Wert nicht genau einzuschätzen ist, und somit eher als spekulativ zu betrachten. Dennoch auch dieses Unternehmen hat zuletzt weiter gute Unternehmensdaten geliefert, notiert aber immer noch auf relativ niedrigem Niveau. Seit unserem letzten erfolgreichen Trade von ca. 8,70 auf fast 16,- Euro hat sich bei der Aktie nicht mehr viel getan. Nun hat sich um die 14,- Euro ein solider Boden ausgebildet. Die über kauften Situationen vom November und Januar sind ebenfalls vollständig abgebaut, und der Chart sieht für mich nun wieder sehr interessant aus.

Der Unternehmenswert von Asian Bamboo wird aktuell mit knapp 218 Millionen Euro angegeben, das KGV für 2012 liegt bei 4,78, für 2013 bei 3,87. Die Dividendenrendite soll im kommenden Jahr bei 3,7 Prozent liegen. Unter Berücksichtigung dieser Punkte hat die Aktie ein interessantes Chance-Risiko-Verhältnis.

TradingUpdate Porsche, VW, Commerzbank, TUI, Lufthansa, Veolia

Gestern war der erste Tag seit langem an dem die WallStreet vorübergehend leichte Schwäche gezeigt hat. Letztlich konnten sich die US Indizes aber bis zum späten Abend wieder etwas fangen, und schlossen nur leicht im Minus. Nach dem starken Vortag sind ein paar Gewinnmitnahmen durchaus gesund gewesen, und (noch) kein Grund zur Beunruhigung. Insbesondere die Aussagen der FED haben das Bild für Aktienanleger grundsätzlich nun noch einmal deutlich aufgehellt. Geld bleibt weiterhin billig und somit auch die Anlage in Aktien mit die attraktivste für die kommenden zwei Jahre. Soweit erst einmal zu den theoretischen Auswirkungen der Federal Reserve Strategie bis 2014. Dennoch befinden wir uns nun inzwischen  am Tag 25 der aktuellen Aufwärtsbewegung ohne nennenswerte Rücksetzer. Grund genug also sich die aktuellen Positionen wieder einmal etwas näher anzusehen.

In unserem heutigen TradingUpdate befassen wir uns erst einmal mit den Aktien die wirklich stark gelaufen sind, da es nun unserer Meinung nach sehr sinnvoll ist die Gewinn zumindest abzusichern. Allen voran hat sich die VW Aktie weiterhin freundlich entwickelt. Unser Depotwert hat, wie am Montag in unserem Blog angekündigt, den Ausbruch über die Hürde bei 135,- Euro nun geschafft, und gestern bereits die nächste Marke bei 141,- Euro kurzzeitig überschritten. Die Nachrichtenlage bei den Wolfsburgern ist weiterhin extrem positiv, und so sollte die Aktie in dem freundlichen Börsenumfeld auch weiter profitieren können. Gelingt es nun auch die Marke von 141,- Euro auf Tagesschluss-Basis zu überschreiten, dann wäre der nächste Widerstand bei 151,- Euro das Ziel.

Im Schlepptau dieser Entwicklung konnte sich nun auch endlich die Aktie des Sportwagenbauers Porsche von dem Widerstand bei 45,- Euro lösen. Mit dem Sprung über die Marke von 47.50 Euro scheint nun der Weg für deutlich Höhere Kurse endlich frei zu sein. Untermauert wurde diese Kursbewegungen durch zuletzt gute Nachrichten über eine mögliche Einigung mit den klagenden US Fonds. Unser Kursziel bleibt weiterhin im Bereich um die 65,- Euro. Zunächst einmal muss aber ein weiterer Anstieg bis 53,- gelingen. Die 47.50 Euro sollten nun eine solide Basis darstellen.

Die Commerzbank Aktie ist und bleibt das heißeste Eisen im DAX. Der Anstieg bis auf 2,- Euro seit unserem letzten Zukauf bei 1.18 Euro hat natürlich viel Freude bereitet. Nun muss sich zeigen ob dieser auch nachhaltig ist. Noch immer schwebt das Thema Griechenland unheilvoll über den Bankaktien. Obwohl die Banken selber inzwischen eine erstaunlich gelassene Haltung zum Ausgang dieser Episode zu haben scheinen. Seit vier Tagen befinden wir uns nun in der Konsolidierungsphase des vorangegangenen Anstiegs um immerhin 85 Prozent. Das wird oft vergessen und sollte hier nochmal ausdrücklich Erwähnung finden. Die aktuelle Bewegung ist also durchaus gesund. Abschließend noch der Hinweis von meiner Seite an unsere Leser, dass solche Konsolidierungen im Schnitt genau fünft Tage dauern, bevor sich der Anstieg fortsetzt…;-)

Die TUI Aktie hat sich in den letzten Wochen ebenfalls sehr erfreulich entwickelt. Seit unserem Einstieg im Dezember liegen wir mit dieser Position nun über 50 Prozent im Plus. Das sollte es aber noch nicht gewesen sein. Die jüngsten Nachrichten über einen baldigen Führungswechsel sowie der nun Anstehende Verkauf des Hapag Lloyd Anteils sollte die Aktie noch weiter beflügeln. Denn ich gehe davon aus dass das Unternehmen nach dem Abschluss dieser beiden „Transaktionen“ für die Zukunft sehr gut gerüstet sein wird. Kursziel bleibt zunächst 6,67 Euro, später 7,26 Euro. Der Stopp wurde entsprechend nachgezogen.

Auch bei der Deutschen Lufthansa ist die Bodenbildung offensichtlich abgeschlossen. Der Ausbruch aus der Wochenlagen Bodenformation scheint nun geglückt zu sein, und ich persönlich rechne mit einem weiteren Anstieg in Richtung 11,80 Euro in den kommenden Wochen.

Besonders spannend aber finde ich seit gestern wieder die Aktie von Veolia Environnement S.A. Genau wie die Commerzbank Aktie einer der ganz großen möglichen Rebound Kandidaten des Jahres 2012. Heute testet die Aktie zum zweiten Mal in kurzer Zeit das Ausbruchsniveau bei 8,70 Euro. Gelingt nun der Sprung darüber könnte auch hier die Bodenbildung abgeschlossen sein. Ich rechne in diesem Jahr noch mit Kursen von mindestens 12,- Euro. Mit einer Dividendenrendite von 9 Prozent ist Veolia immer noch einer der attraktivsten Titel in Europa, und zudem in einem nahezu krisensicheren Geschäftsfeld tätig.

Liebe Leser,…Natürlich habe auch ich keine Glaskugel auf dem Schreibtisch, und kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht sehen ob sich das freundliche Börsenumfeld auch in den nächsten zwei Wochen fortsetzen wird, aber die Wahrscheinlichkeiten sprechen immer noch für die Bullen. Und solange dies so ist sehen ich in den oben genannten Aktien immer noch hervorragende Möglichkeiten an dieser Bewegung zu partizipieren. Bleiben Sie also bei Ihre Anlagestrategie, sichern Sie die Risiken konsequent ab und lassen Sie Ihre Gewinne weiter laufen. Und denken Sie immer daran, der Wind kann schlagartig auch wieder drehen!

Am Wochenende wird der zweite Teil unseres TradingUpdates mit unserem kostenlosen Aktien Newsletter verschickt. Darin beschäftigen wir uns dann unter anderem etwas näher mit der aktuellen Situation bei Klöckner & Co. Aixtron, Rheinmetall, Salzgitter, K+S und einigen Gold-Aktien. Bis dahin wünsche ich ihnen weiterhin gute und erfolgreiche Trades. Ihr Lars Röhrig

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Gigaset Communications Aktie – kommt jetzt der Ausbruch?

Die Gigaset Aktie konnte in den letzten Wochen nicht von dem freundlichen Börsenumfeld profitieren. Der Grund bleibt weiterhin unklar, denn die zuletzt gelieferten Zahlen und Nachrichten waren allesamt positiv. Inzwischen wird auch offen vermutet das hier etwas im Busch sein könnte, und das Unternehmen demnächst mit schlechten Nachrichten an den Markt kommen könnte. Der aktuelle Aktienkurs  würde diese Vermutung unterstützen. Es handelt sich bei der Gigaset Aktie also im Moment eher um ein spekulatives Investment, das sei hiermit deutlich voraus geschickt! Zuletzt konnte das Unternehmen einen deutlichen Ausbau seines Distributions-Netzes verkünden. Neben den bestehenden Partnern Allnet und Komsa Systems, und Herweck  sind nun auch  Michael Telecom und Itancia als Kooperationspartner mit an Bord. Mit Itancia hat das Unternehmen zudem einen europaweiten Rahmenvertrag abgeschlossen.

 

Mit einem von den Analysten erwarten  KGV von 4,59 für 2012 und für 2013 von 3,63, sowie einer für das kommende Jahr zu erwartenden Dividende in Höhe von 6,3 Prozent, wäre die Aktie sicherlich noch ein echtes Schnäppchen am deutschen Aktienmarkt. Charttechnisch hat sich nun wieder eine äußerst interessante Situation entwickelt. Der Slow Stochstics Indikator hat bereits gestern in den positiven Bereich gedreht, der MACD scheint unmittelbar vor einem deutlichen Kaufsignal zu stehen. Zum anderen notiert der Relative Stärke Index (RSI) in einem sehr niedrigen Bereich, eine entsprechend starke Kursbewegung nach oben wäre also bei einem erfolgreichen Überschreiten der Hürde bei 2,44 Euro wahrscheinlich die Folge.

Die aktuelle Unterstützung bei der Aktie ist bei 2,13 Euro zu finden. Diese Marke hat auch bei der letzten Kursbewegung, die ein neues 5 Monats Tief markierte, erneut gehalten. Fällt die Aktie von Gigaset also wieder erwarten unter diese Marke ab, dann droht ein entsprechend starker Abverkauf. Die Aktie könnte dann noch einmal in Richtung 1,80 Euro abfallen. Grundsätzlich würden wir hier aber das Chance/Risiko Verhältnis als sehr günstig bezeichnen. Für spekulative Naturen ist die Aktie wegen der o.g. Gegebenheiten durchaus einen intensiven Blick wert.

Commerzbank und Deutsche Bank behalten ihre Top Noten – noch !

Wie heute bekannt wurde hat die US Ratingagentur Standard & Poors ihr  aktuelles Bewertungsmodell für die beiden Deutschen Großbanken, Deutsche Bank und Commerzbank überarbeitet.  S&P hat die Kreditwürdigkeit für die Deutsche Bank weiterhin mit  „A+“ und das der Commerzbank mit „A“ erneut bestätigt, was in diesem Umfeld sehr wichtig sein dürfte, um weiteres Vertrauen in die Finanzinstitute aufzubauen. Zuvor waren Commerzbank und Deutsche Bank auf einer verschärften Beobachtungsliste (CreditWatch negativ) von S&P für eine mögliche Herabstufung gewesen. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es dennoch, dieser dürfte aber auch keine große Überraschung für den Markt sein. Denn der Ausblick wurde bei Deutscher Bank und Commerzbank auf „negativ“ belassen.

Die Ratingagentur begründete ihre Bestätigung der Ratings vor allem mit dem Erhalt des AAA-Ratings für Deutschland. Die Kreditinstitute wurden, nachdem die Kreditwürdigkeit Deutschlands mit der Bestnote “AAA” bestätigt, und der Ausblick für Europas größte Volkswirtschaft auf “stabil” angehoben worden waren, ebenfalls unverändert eingestuft. Demnach bleibt auch Deutschland bis auf Weiteres in der Gruppe 2. Bei der Einstufung reicht die Kategorisierung der Gruppe von 1 (geringstes Risiko) bis 10 (höchstes Risiko). Die nun vorgenommene Bestätigung der Bonitäten erfolge in Reaktion auf die Bekräftigung der Spitzenkreditwürdigkeit Deutschlands, schreibt S&P weiter.

Die Chancen auf eine weitere Erholung bei den beiden Bankaktien stehen somit nicht schlecht. Nach der aktuellen Konsolidierung, die nun bald abgeschlossen sein dürfte, könnte für die Commerzbank Aktie nun also der nachhaltige Sprung über die 2,- Euro Marke anstehen, wenn kein weiteres Ungemach aus Griechenland droht…!

Gewinnexplosion – Apple setzt immer noch kräftig einen drauf!

Die niemals enden wollende Erfolgsgeschichte des Apple Konzerns geht auch nach dem tragischen Tod von Steve Jobs unverändert weiter. Apple konnte seinen Umsatz erneut ganz erheblich steigern und verdoppelt den Quartalsgewinn auf Jahresbasis auf mehr als 13 Milliarden Dollar. Vor allem das neue iPhone und das iPad spülen weiterhin Milliarden in die Kassen des Technologiekonzerns. So wurden im vergangenen Quartal nicht weniger als 37 Millionen Exemplares des iPhone und 15,4 Millionen iPads verkauft. Insbesondere das hervorragende Weihnachtsgeschäft hatte Apple in neue Umsatz-Sphären gehoben.

Der Umsatz legte im Berichtszeitraum um satte 73 Prozent auf 46,33 Milliarden Dollar zu. Analysten hatten im Schnitt mit rund 39 Milliarden Dollar Umsatz, und einem Gewinn je Aktie von 10,16 Dollar gerechnet. Tatsächlich belief sich der Gewinn nun aber auf 13,87 Dollar je Aktie. Die Apple-Aktie verteuerte sich nachbörslich um satte acht Prozent auf etwa 452 Dollar. Das dürfte nicht nur Technologiewerte heute beflügeln sondern einmal mehr die gesamten Börsen. Denn kein Unternehmen ist im Moment ein besserer Gradmesser für die Konsumfreude der Menschen, trotz Krise und trotz angeblich drohender Rezession…

Als Apple Aktionär muss man sich nun wohl langsam wirklich die Frage stellen wie weit diese Reise noch gehen kann. Wie viel Steigerung ist angesichts solch bombastischer Zahlenwerke in Zukunft noch drin. „The Sky is the Limit“ sagt der optimistische Amerikaner, aber im Umsatz und Gewinn- Himmel ist Apple ja schon seit Jahren. Ich muss diesem Konzern meinen größten Respekt zollen. Immer wenn ich persönlich der Meinung bin dass die letzten Zahlen nicht mehr zu toppen sind setzt Apple noch einen drauf. Vielleicht schaffen Sie das ja auch noch im nächsten Quartal…

Commerzbank und Deutsche Bank – da geht noch mehr !

Die Aktie der Commerzbank macht, nach der langen Leidenszeit, inzwischen richtig Spaß. Heute wurden die Aktienkurse europäischer Banken erneut durch gute Nachrichten beflügelt. Davon können Commerzbank und Deutsche Bank ebenfalls stark profitieren. Deutschland und Frankreich setzen sich für eine schnelle Lockerung der Kapitalregeln ein. Laut einem Bericht in der FTD wollen Finanzminister Wolfgang Schäuble und Francois Baroin schon am morgigen Dienstag konkrete Pläne bezüglich einer Lockerung der Eigenkapitalvorschriften (Basel III) präsentieren. dabei soll es im Kern darum gehen den europäischen Banken mehr Zeit einzuräumen. Die für 2015 geplante Veröffentlichung des Verschuldungsgrades, in der  Anteil an Fremdkapital detailliert aufgeschlüsselt werden muss, soll für die Banken nun erst im Jahr 2018 Pflicht werden.

Ebenso erleichternd für die Märkte wirkt auch der Plan der beiden Politiker Banken, die Besitzer von Versicherungsunternehmen sind, künftige weniger in die Pflicht zu nehmen. Deren Kapital soll nur noch einmal insgesamt und nicht für die beiden Unternehmenszweige getrennt bilanziert werden. Diese Veränderung würde die Situation vor allem für einige französischen Großbanken deutlich entspannen. Das Umfeld für Bankaktien bleibt weiterhin hervorragend. Einzig die Unsicherheiten bezüglich einer finalen Lösung der Griechenland Problematik, und der tatsächlichen Höhe des Schuldenschnitts könnten in den kommenden Tagen noch einmal belasten.

Gerade wurde auch unser nächstes Kursziel für die Commerzbank Aktie mit 1,86 Euro überschritten. Ich gehe weiterhin davon aus das das Umfeld für Banken im Allgemeinen und die Commerzbank im Speziellen freundlich bleiben wird. Die nächsten Chartmarken liegen nun bei 1,92 Euro sowie 2,12 Euro. Gelingt es auch diese Marke zu überschreiten dürfte der Weg dann endgültig frei nach oben sein. Das lange Leiden der Commerzbank Aktionäre dürfte nun erst einmal vorbei sein. Das zuletzt von den Analysten der Deutschen Bank ausgegebene Kursziel von 2,70 Euro rückt damit bald in greifbare Nähe. Für den Branchenprimus ist nun die Marke bei 33,80 Euro sehr entscheidend. Kann die Aktie der Deutschen Bank darüber schließen dürfte auch die Zone um die 36,- Euro schnell wieder erreicht werden. Lassen Sie die Gewinne laufen!

Der DAX hat die Zielzone erreicht – wie gehts weiter?

Liebe Leser, wir befinden uns nun wohl in einer sehr entscheidenden Phase des noch jungen Börsenjahres 2012. Die von uns genannte Zielmarke von 6.400 Punkten wurde erreicht und sogar mehrfach überschritten, die 6.500er Marke konnte hingegen noch nicht erreicht werden. Die aktuelle Situation im Deutschen Leitindex ähnelt in vielerlei Hinsicht der im Oktober des vergangenen Jahres. Auch damals konnte sich der Markt von seinen Tiefsständen stolze 1.300 Punkte nach oben bewegen, und hat dabei diverse Widerstandslinien mit einer gewissen Leichtigkeit überwunden. Der MACD-Indikator stieg noch weiter an, während aber der Stochastik-Indikator bereits eine deutliche Divergenz ausgebildet hatte, ebenso wie heute! Letztlich konnte der Ausbruch Ende Oktober dann nicht gehalten werden, und es kam zum einem deutlichen Rückgang von über 1000 Punkten. Soweit zur Geschichte, wir werden in den kommenden Tagen sehen ob sich diese wiederholt…

Der DAX befindet sich nun schon seit dem 20.Dezember 2011 in einem kontinuierlichen Anstieg ohne wirklich nennenswerte Rücksetzer. Mit dem Überwinden der 6.200-Punkte-Marke wurde nun endlich die wichtige Hürde genommen. Bei ca. 6.476 Punkten befindet sich nun die Marke des 38,20 Fibonacci Retracements, ebenso wie bei 6,432 Punkten das Oktober Hoch 2011. Zusätzlich müsste der DAX bei einem weiteren Anstieg nun das Fukushima-Tief aus dem März 2011 hinter sich lassen. Widerstände sind also auf kurze Sicht genügend vorhanden. Die Zielzone von 6.432 bis 6.513 Punkten dürfte sich somit nun als harte Nuß erweisen, die es zu überwinden gilt. Wird auch diese Marke noch überschritten, käme es zu einem bedeutenden charttechnischen Kaufsignal, das den DAX theoretisch bis zur Marke bei 6850 Punkten steigen lassen könnte.

Bei den US Indizes sieht die Situation im Moment recht ähnlich aus. Der S&P 500 konnte mit dem Überwinden der 1.300er Marke nun neues Potenzial freisetzen. Allerdings wird dieser Aufschwung nach meinen Beobachtungen nicht von allen Branchen getragen, Insbesondere eine „Normalisierung“ im Finanz- und Bankensektor sorgte in den letzten Tagen für freundliche Stimmung. Während sich beispielsweise der Transportsektor geradezu dramatisch negativ entwickelt hat. Ob diese erneut liquiditäts- getriebene Rally also dauerhaft Bestand haben wird bleibt in meinen Augen noch abzuwarten. In der kommenden Woche geht die US Berichtssaison in Ihre heiße Phase, größere Enttäuschungen sind bislang ausgeblieben. Das könnte im kommenden Berichtszeitraum aber schon wieder ganz anders aussehen! Lesen Sie dazu auch bitten den vorangegangenen Artikel…

Für den Moment sieht übergeordnete Trend unverändert stark aus, aber man sollte allmählich etwas vorsichtiger werden!

Baltic Dry Index stürzt ab – Arch Coal, Peabody Energy, Alpha Natural Ressources und Consol Energy taumeln

Der Grund für die schwache Performance der Kohleaktien, Arch Coal, Peabody Energy, Alpha Natural Ressources und Consol Energy in den letzte Tagen ist hauptsächlich wohl in zwei Faktoren zu suchen, die für die Branche auch alles andere als günstig sind. Ich hatte ja bereits in den letzten Tagen angedeutet, dass es hier ein paar Belastungsfaktoren gibt, auf die ich nun heute etwas näher eingehen möchte. Als Frühindikator für die Konjunkturentwicklung eignet sich der so genannte „Baltic Dry Index“, der das Frachtaufkommen für sogenannte „Schüttgüter“ auf den wichtigsten Schifffahrtslinien misst. Hierunter fallen vorrangig Güter wie Kohle, Erze (Eisenerz) und Öl. Seit November sendet dieses Barometer bereits deutliche Signale. Der Baltic Dry Index ist in den letzten drei Monaten regelrecht abgestürzt.

Nun, ich war ja in den letzten Monaten immer der Ansicht, dass wir in Deutschland nicht in eine Rezession abgleiten werden. Insbesondere bei den deutschen Automobilherstellern ist die Nachfrage weiterhin sehr hoch, und auch die jüngsten Daten aus China belegen dass der Absatzmarkt dort wohl noch eine ganze Weile für gute Exportwerte sorgen sollte, wenn auch etwas gedämpfter als gewohnt. Dennoch muss man gerade diesen Index wohl in den kommenden Wochen verstärkt im Auge behalten. Hinzu kommt dass der HARPEX, das Pendant zum BDI der die Frachtraten in der Containerschifffahrt misst, ebenfalls seit Monaten schon deutlich sinkende Frachtraten signalisiert. Genauer gesagt misst der Harper Petersen Charterraten Index die Container-Transportkosten von Fertig- oder Halbfertigwaren, die aus den Rohstoffen, die der Baltic Dry Index misst, hergestellt werden.

Eine mögliche Erklärung der Fachleute für diese Entwicklung ist: In den letzten Wochen sind eine ganze Reihe von Transportschiffen von den Reedereien fertiggestellt worden. Dieses Überangebot drückt jetzt zusätzlich auf den Markt und beeinflusst die Frachtraten weiter negativ. Es ist also nicht zwingend die Nachfrage nach Rohstoffen wie Kohle oder Fertigwaren in den letzten Monaten zurückgegangen. Insbesondere für die Kohlebranche rechnen Marktbeobachter in der nächsten Zeit aber mit weiter fallenden Preisen. Bemerkenswert ist an dieser Stelle wohl auch, dass dieser Effekt noch nicht bei den Stahlproduzenten und Rohstoffkonzernen (Eisenerz) angekommen ist. Es kann sich also somit um ein rein brachenspezifisches Problem handeln. Denn alle oben genannten Aktien der großen amerikanischen Kohleproduzenten notieren nahezu an den Jahrestiefständen, während die Eisenerz-Produzenten sich schon wieder von diesen lösen konnten, ebenso wie die weiterverarbeitende Stahlindustrie.

Dennoch ist die Frage ist nun ob die beiden genannten Indizes bald wieder nach oben drehen werden, und somit die Kohleaktien wahrscheinlich deutlich zu günstig sind, oder ob die Korrektur bei den Kohlewerten sich demnächst auch bei Stahl- und Rohstoffwerten zeigen wird, und somit auch die viel beschriebene Rezession wahrscheinlicher wird? Erst die Quartalszahlen einzelner Branchen zum ersten Quartal des Jahres 2012 werden uns hierzu wohl die notwendigen Daten liefern! Achten Sie also verstärkt auf die Unternehmensdaten aus den genannten Branchen, und beobachten Sie die Entwicklung bei den beiden Indizes, dem Baltic Dry Index und dem HARPEX etwas genauer.

Um das Bild abzurunden habe ich Ihnen hier noch den Chart des Weekly Intermodal Rail Traffic aus den USA eingestellt. Dieser misst, wie man schon vermuten könnte, die Transporttätigkeit aller Eisenbahnstrecken Nordamerikas. Auch hier sehen wir einen herben Einbruch im Januar. Natürlich kann es sich um einen Einmal-Effekt handeln, das sollte nicht vergessen werden. Aber die Summe der Dinge erzeugt schon ein gewisses Bild, und gerade die gesunkenen Eisenbahntransporte widerlegen die Theorie dass es sich hierbei lediglich um Überkapazitäten in der Schifffahrt handelt. Als Anleger sollte man also in den kommenden Wochen etwas vorsichtiger sein. Die Transport Indikatoren notieren inzwischen nahe dem Tief aus dem Jahre 2009, oder sind auf dem besten Wege dahin.

Grundsätzlich muss man also erst einmal davon ausgehen dass sich sowohl der Import als auch der Export deutlich verlangsamt haben könnten. Alle Indizes wären somit auch ein Hinweis darauf sein dass die Wirtschaftstätigkeit Chinas im Moment rückläufig ist. Es werden weniger Rohstoffe und weniger Energie zur Herstellung der Produkte benötigt, und dementsprechend auch weniger Waren exportiert. Das ist nicht unbedingt ein Faktor der für Ihre Aktivitäten in den nächsten zwei Handelswochen relevant ist, aber durchaus einer den Sie bei Ihrer Jahresplanung berücksichtigen sollten. Diese Beobachtung zusammen mit der charttechnischen Situation nahezu aller wichtiger Indizes mahnen zu Vorsicht.

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