Author Archives: Lars

comdirect bank finanzblog award 2012 – jetzt bewerben !

Noch immer hat die deutsche Bloggosphäre nicht die Aufmerksamkeit die sie nach meiner Meinung verdient. Es gibt insbesondere zu den Themen Wirtschaft, Finanzen und Börse so viele hervorragende Blogs da draußen, doch die wenigsten Internetnutzer kennen sie. Die Wahrnehmung guter deutschsprachiger Wirtschaftsblogs hat sich nach meinen Beobachtungen in den letzten Jahren schon etwas verbessert. Immer mehr Blogs werden auch von Fachleuten inzwischen als ernst zu nehmende Informationsquelle gesehen. Es dürfte aber noch ein weiter Weg sein um diesbezüglich ansatzweise an die amerikanischen Vorbilder a la Zerohedge heran zu kommen. Das Hauptproblem ist in meinen Augen, dass Blogger meist Einzelkämpfer sind. Ich habe im vergangenen Jahr viele Gespräche mit „Kollege“ zu diesem Thema geführt. Hier wird sich langfristig etwas ändern müssen…

Der wohl derzeit anerkanntesten Wettbewerb für Blogger im deutschsprachigen Raum ist der „Comdirect Finanzblog Award“ Die Bank schreibt diesen Wettbewerb nun zum zweiten Mal aus. Der Preis wird an Betreiber und Autoren von herausragenden Weblogs verliehen, die Privatanleger unabhängig, verständlich und kompetent über Finanz- und Anlagethemen informieren. Und davon gibt es nach meiner Beobachtung eine ganze Reihe.

„Wir leben in einem sehr dynamischen Marktumfeld. Gefragt sind da verlässliche Informationen, die schnell zur Verfügung stehen“, sagt Johannes Friedemann, Leiter Unternehmenskommunikation der comdirect bank. „Viele Weblogs erläutern das Finanzgeschehen anschaulich und geben Anlegern Orientierung. Doch sie gehören noch immer zu den Geheimtipps im Internet. Mit der zweiten Auflage des comdirect  finanzblog awards möchten wir dieser jungen Mediengattung zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen – auch außerhalb der Blogosphäre.“

Der comdirect finanzblog award ist erneut mit insgesamt 7.000,- Euro an Preisgeldern dotiert. Bewertet werden die Blogs von einer unabhängigen Jury. Kriterien sind unter anderem die Qualität der Texte, Sprache und Inhalt, Interaktivität sowie die Gestaltung der Blogs. Die Jury besteht aus hochkarätigen Fachleuten wie Prof. Dr. Christoph Neuberger vom Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München, Joachim Goldberg (Finanzmarktanalyst der den hervorragenden Blog blognition betreibt), Thomas Knüwer (Einer der bekanntesten Blogger, Indiskretion Ehrensache ) und Jörg Sadrozinski (Leiter der Deutschen Journalistenschule München).

Also Ihr Blogger da draußen, traut Euch und bewerbt Euch für diese begehrte Trophäe. Bewerbungen und Vorschläge für die Auszeichnung können ab sofort bis einschließlich 29. Februar 2012 eingereicht werden. Der comdirect finanzblog award wurde 2011 erstmals vergeben. Hier noch einmal die Preisträger des vergangenen Jahres:

  • ·       1. Preis: Die Börsenblogger
  • ·       2. Preis: Blog der ARD-Börsenredaktion
  • ·       3. Preis: Investors Inside
  • ·       Sonderpreis der Jury: Ökonomenstimme

Leo Kirchs später Sieg über die Deutsche Bank…und was ich dazu unbedingt noch sagen möchte!

Medienzar Leo Kirch erzielt posthum einen seiner größten Erfolge. Gestern wurde bekannt, dass die Deutsche Bank nun offenbar bereit ist den Jahrelangen Streit mit Leo Kirch bzw. dessen Erben zu beenden. Eine Vergleichssumme von knapp 800 Millionen Euro will die Deutsche Bank an die Erben des kürzlich verstorbenen Leo Kirch nun zahlen, um den lästigen Kläger los zu werden. Josef Ackermann hatte kürzlich verkündet die Bank einigermaßen „lastenfrei“ an seine Nachfolger übergeben zu wollen. Zu den Altlasten gehören offenbar auch diverse Rechtsstreitigkeiten des Deutschen Geldhauses. In diesem speziellen Fall geht es um den unsäglich unbedachten Ausspruch des damaligen Deutsche Bank Chefs Rolf Breuers, der nach meiner Meinung letztlich dazu geführt hatte dass das Medienimperium Leo Kirchs zerbrach.

Am 4. Februar 2002, vor genau zehn Jahren, gab Rolf Breuer das auch für mich (dazu später mehr) verhängnisvolles Fernsehinterview. Auf die Frage an Breuer ob man der  Mediengruppe Kirch weiterhin Geld leihen könne, antwortete Breuer damals sehr ungeschickt, und offenbar ohne die daraus resultierenden Folgen bedacht zu haben: „Das halte ich für relativ fraglich. Was alles man darüber lesen und hören kann, ist ja, dass der Finanzsektor nicht bereit ist, auf unveränderter Basis noch weitere Fremd- oder gar Eigenmittel zur Verfügung zu stellen.“ Gemeint war das Die Kirch Gruppe nicht mehr vertrauens- oder kreditwürdig sei, zumindest interpretierte der Markt dies so.

In der direkten Folge aus dieser Äußerung wurde bei der Kirchgruppe und auch allen verbundenen Unternehmen massiv der Rotstift angesetzt. Stellen wurden abgebaut, Ausgaben drastisch gekürzt, Unternehmensberater engagiert, die dann immer weitere Einsparungen vorgenommen haben, und auch gute und langjährige Partnerschaften mit Subunternehmern und Lieferanten einfach gekappt. Zu der letzte Kategorie gehörte dann auch tragischer Weise ich, bzw. meine damalige Firma. In den vorangegangenen Boom Jahren der deutschen TV Branche belieferte mein Unternehmen insbesondere die ProSieben Sendergruppe mit nahezu allen Druckerzeugnissen die benötigt wurden, und das waren eine ganze Menge, glauben Sie mir! Bis zu dem besagten Tag, der alles ändern sollte…

Ohne hier zu sehr auf Einzelheiten einzugehen wurde eine zehnjährige Partnerschaft, als indirekte Folge der Aussagen Breuers, zwischen ProSiebenSAT1 und meinem Unternehmen, ohne Angabe wirklich glaubhafter Gründe, wenig später beendet. Letztlich hatte dies zur Folge dass ich den Geschäftsbetrieb knappe zwei Jahre später einstellen musste, meine Mitarbeiter suchten sich einen neuen Job, und ich begann den neuen Lebensabschnitt als hauptberuflicher Trader. Nun weiß ich nicht ob ich immer noch sauer darüber sein soll dass meine Mitarbeiter und ich so undankbar behandelt wurden, obwohl wir immer einen tadellosen Job gemacht hatten, oder ob ich letztlich froh darüber sein sollte dass mir einen persönliche Entscheidung, die sowieso irgendwann getroffen werden musste, letztlich durch höhere Gewalt abgenommen wurde.

Vielleicht sollte ich auch mal bei der Deutschen Bank anrufen und auch höflich anfragen ob ich ein paar Millionen entgangener Gewinne als kleine Entschädigung haben könnte? Letztlich freue ich mich für Leo Kirch und seine Erben, denn genau wie in meinem Fall wurde hier eine Lebenswerk vernichtet. Das von Leo war sicherlich wesentlich bedeutender für die Gesellschaft, meines hatte aber zum damaligen Zeitpunkt , zumindest für mich persönlich, einen ähnlich hohen Stellenwert – vielen Dank Herr Breuer!

Wir bauen um – Umfrage zum Investors Inside Newsletter

Liebe Leser,

bevor ich zum eigentlichen Marktgeschehen kommen noch kurz ein paar Worte in eigener Sache. Wie Sie ja vielleicht in den letzten Wochen schon gemerkt haben hat sich das Aussehen unseres Newsletters, sowie dessen Umfang deutlich verändert. Wir haben damit einen Weg eingeschlagen, der einfach den Anforderungen und Wünschen unserer Leser immer mehr gerecht werden soll. Ich hoffe die letzten Ausgaben haben schon ein ersten Eindruck von dem vermittelt was Sie künftig hier erwartet. Wir werden unseren Service in den kommenden Wochen nun entsprechend erweitern, Zusatzoptionen anbieten, und auch unseren Börsenblog konzeptionell sowie optisch nach und nach auf die neuen Anforderungen umstellen.

Natürlich ist all dies auch mit einem gewissen Aufwand verbunden, und Sie werden verstehen, dass wir zum einen nun etwas Zeit für diesen Umbau brauchen, und zum anderen künftig nicht mehr alle Inhalte kostenfrei anbieten können. Der Umbau kostet Zeit und Geld, Programmierer, Designer und künftige Mitarbeiter müssen bezahlt werden, um diesen neuen Service dann dauerhaft zu gewährleisten. Ein gewisser Grad an Professionalisierung geht eben nicht mehr ohne eine gewisse Kommerzialisierung, denn qualifizierte Mark- und Aktienanalyse hat ihren Wert, aber auch ihren Aufwand. Um das bestmögliche Ergebnis für Sie als künftige Abonnenten aber auch als Nutzer des kostenfreien Services, zu gewährleisten möchte ich Sie bitten möglichst zahlreich an unserer heutigen Umfrage teilzunehmen.

Für unsere Leser des kostenlosen Newsletters bleibt natürlich alles wie gehabt. Für diejenigen unter Ihnen die in Zukunft etwas mehr Informationen, und „Betreuung“ haben möchten, werde ich bald entsprechendes anbieten. Ich kann Ihnen an dieser Stelle noch keinen verbindlichen Termin für den Relaunch nennen, möchte aber in den nächsten zwei bis vier Wochen mit Hochdruck an der Konzeption arbeiten. In den kommenden zwei Wochen wird es aus diesem Grund auch keine neue Ausgabe unseres Börsen-Newsletters geben. Dafür können Sie sich schon jetzt auf den neuen Newsletter freuen. Für all diejenigen die mich dazu veranlasst haben, weil Sie sich einen umfangreicheren Service wünschen, sei soviel vorab verraten: Ich werde versuchen alle bisherigen Anregungen mit in das neue Konzept aufzunehmen. Neue Vorschläge sind natürlich auch jederzeit herzlich willkommen. Schreiben Sie mir bitte dazu einfach eine kurze Email an newsletter@investorsinside.de , oder nutzen Sie unsere heutige Umfrage zum Thema Newsletter.

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DAX Kursziele und Unterstützungen im Blick !

Unsere letzte Newsletter Ausgabe klang wohl etwas zu optimistisch, wie ich so mancher Email entnehmen konnte. Deswegen möchte ich hier noch einmal ganz kurz darauf eingehen, damit nicht der Eindruck entsteht ich würde die Welt nun durch die rosarote Brille betrachten. Ich bin positiv für das Gesamtjahr, diese Aussage kann ich ohne Bedenken treffen, und ich würde mal behaupten das wir im Börsenjahr 2012 noch höhere Kurse oder Indexstände sehen als heute. Mittelfristig sieht mein persönliches Bild schon etwas weniger rosig aus. Ich rechne noch einmal mit einem deutlichen Rücksetzer, bevor es dann zum Jahresende stabil nach oben gehen kann. Ab dem Frühjahr und bis in den Sommer hinein sollte es wieder deutlich schwieriger werden an der Börse Geld zu verdienen. Ich hatte ja mehrfach darüber berichtet, warum ich dieser Ansicht bin…

Kurzfristig hingegen bleibe ich verhalten optimistisch. Der Trend ist intakt, und der Markt hat immer Recht. Es ist einfach nicht sinnvoll sich dagegen zu stellen, auch wenn man den plötzlichen Sinneswandel der Anleger nicht unbedingt nachvollziehen kann. „Never fight the FED“ bleibt das Motto der kommenden Wochen. Solange massiv Liquidität in den Markt gespült wird stehen die Chancen für weiter steigende Aktienkurse einfach besser als für dramatisch fallende Kurse. Der DAX hat jetzt aus charttechnischer Betrachtung durchaus das Potenzial bis auf 7.000 Punkte anzusteigen. Dies war das Ausgangsniveau des vorangegangenem Absturzes im Sommer 2011. Bei dem Projektionziel von 6.830 Punkten und der Oberkante des aktuellen Trendkanals bei 6.898 Punkte liegen auf diesem Weg noch weiter Hürden, die es zu überwinden gilt.

Auch eine Korrektur, die natürlich jederzeit losgehen kann, sollte eher vernünftig und kontrolliert ablaufen, und nicht erneut Wasserfall-ähnlich. Aber ich möchte Ihnen natürlich noch die möglichen Kursziele im Falle einer nachgebenden Börse nennen, denn man soll ja immer beide Varianten im Auge behalten. Die nächsten Unterstützungen beim DAX liegen bei 6.735 Punkte und 6.682 Punkte, eine weitere Unterstützungszone findet man im Chart zwischen 6.610 und 6.570 Punkte. Bei 6.546 Punkte verläuft der Aufwärtstrend-Kanal, diese Marke sollte tunlichst nicht unterschritten werden. Ab 6.350 Punkten, muss man sich dann wieder ernsthafte Gedanken machen, unter 6.322 Punkten droht eine stärkere Korrektur, denn hier verläuft die 200-Tage-Linie. Eine weiter Unterstützungzone findet man dann erst wieder im Bereich 6.170 bis 6.200 Punkten.

Ich gehe aus heutige Sicht davon aus das wir alle genannten Kursmarken in diesem Jahr noch einmal sehen werden. Die Frage ist eben nur wann, und in welcher Reihenfolge…In diesem Sinne, Happy Trading!

Positive Zinsentwicklung beim Tagesgeld – eine Alternative zum Börseninvestment?

Die Finanzkrise für die privaten Sparer scheint vorbei zu sein. Einige Zinsen steigen schon wieder an, zum Beispiel die Konditionen für Tagesgeld-Anlagen. In der „Zeit der Finanzkrise“ fielen auch diese sehr stark – auf 1 bis 1,5 Prozent. Heute steht der Leitzins der EZB bei 1 Prozent, doch Sparer können bereits wieder mit deutlich höheren Zinssätzen für kurzfristige Anlagen rechnen. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld weist schon seit einigen Monaten einen Trend nach oben auf; aktuell liegen die Konditionen bei einigen Banken bei über 2,5 Prozent und steigen weiter. Ein Grund dafür ist das immer noch vorhandene gegenseitige Misstrauen der Banken. Für das Kreditgeschäft besorgen sich die Finanzinstitute das Kapital deshalb bevorzugt beim Privatsparer und bieten dafür höhere Zinsen. Besonders attraktiv ist der Zinssatz für Tagesgeld bei den Direkt- und Internetbanken. Ein gutes Investment in die täglich fällige Anlage basiert dabei aber nicht nur auf einem hohen Zins, sondern auch auf einem Zins-Bonus, wie ihn viele Banken für Neukunden über einen bestimmten Zeitraum offerieren.

Tagesgeld – eine Alternative?

Die positive Zinsentwicklung beim Tagesgeld bietet sichere Erträge auch für einen kurzen Anlagezeitraum. Dagegen sind Geldanlagen an der Börse eher auf längere Sicht zu betrachten. Hinzu kommen an der Börse Kauf- und Verkaufskosten und das Risiko von Kursschwankungen. Bei Tagesgeldkonten fallen dagegen keine Extra-Kosten an und durch die Einlagensicherung, die bei fast allen deutschen Anbietern vorhanden ist, sind die Kundeneinlagen in mehrfacher Millionenhöhe pro Kunden abgesichert.

Tagesgeld als Kurzfristanlage vor dem Börseneinstieg

Das Tagesgeld ist täglich wieder verfügbar, denn es gibt keine Kündigungsfrist. Diese Anlagemöglichkeit eignet sich deshalb besonders als „Parkmöglichkeit“ vor dem Börseneinstieg. Wenn sich dann günstige Einstiegskurse an der Börse bieten, kann das Tagesgeld wieder abgerufen werden und steht am folgenden Bankarbeitstag für den Kauf von Aktien, Fonds oder Wertpapieren zur Verfügung. Ein Anruf im Service-Center oder ein Auftrag im Online-Banking reichen für den Abruf aus.

Immer die Zinsen vergleichen

Der Zinssatz beim Tagesgeld ist in der Regel variabel. Viele Banken erhöhen oder senken die Konditionen oft, zum Beispiel, wenn sich die Lage am Kapitalmarkt verändert oder ein Wettbewerber an der Zinsschraube dreht. Einen guten Vergleich der aktuellen Angebote bietet unser unverbindlicher Zinsvergleich für Tagesgeld und Festgeld. Die Angabe des Anlagebetrages und der gewünschten Laufzeiten in Tagen reichen bereits aus, um eine Auflistung der jeweiligen Zinssätze zu erhalten. Anhand weiterer Angaben, zum Beispiel zur Absicherung der Einlagen, können sich Verbraucher dann sehr schnell entscheiden, bei welcher Bank sie ihr Geld als Tagesgeld anlegen möchten und direkt online den Antrag für die Eröffnung des Kontos stellen.

Umfrage zu Aktienmärkten und Anlagestrategie

Zunächst einmal möchte ich mich ganz herzlich für die zahlreiche Teilnahme an unserer letzten Umfrage bei Ihnen bedanken. Die von Ihnen ausgewählten Antworten sind sehr aufschlussreich und helfen uns natürlich enorm unseren Service für Sie künftig zu optimieren. Ich würde gerne gegen Ende dieser Umfragereihe noch einige Antworten herauspicken und näher analysieren. Zunächst einmal möchte ich aber ein noch besseres Gefühl dafür bekommen was Sie, liebe Leser, wirklich interessiert. Hierzu stelle ich heute zwei weitere eher allgemeine Fragen hier ein, und freue mich auf genauso großes Feedback wie beim letzten Mal. Los gehts… Zum einen interessiert mich natürlich die durchschnittliche bzw. bevorzugte Halterdauer Ihrer Positionen:

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…Und in welchen Märkten Sie sich am Liebsten bewegen:

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Trading Update ProSieben, Aixtron, Commerzbank, Asien Bamboo, Rheinmetall, Veolia

Die Aixtron Aktie hat erneut eine bewegte Woche hinter sich. Zunächst sah es so aus, als ob der Ausbruch bereits in der abgelaufenen Woche erfolgen sollte. Unter hohen Umsätzen ist die Aktie des LED Anlagebauers bis zur entscheidenden Marke bei 12,10 Euro angestiegen und über das letzte Hoch ausgebrochen. Leider musste auch die Aixtron Aktie dann bedingt durch den Abverkauf am Freitag erneut Abschläge hinnehmen. Wie ich Ihnen ja bereits geschrieben habe liegt bei ca. 12,50 Euro eine entscheidende Marke die es zu überwinden gilt. Die Nachrichten aus der Branche waren zuletzt nicht so erfreulich, dennoch sehe ich bei der Aktie weiteres Nachholpotenzial. Die Einschätzung bleibt unverändert, ich spekuliere weiter auf den Ausbruch mit anschließendem Gap Close bei 13,60 Euro und eventuell 17, 30 Euro im späteren Jahresverlauf.

Einen ähnlichen Kursverlauf hat die Aktie des Bambus Produzenten Asian Bamboo. Im Vormittagshandel war die Aktie auf dem besten Wege nach oben auszubrechen, konnte die zuvor erzielten Gewinne dann aber nicht halten. Fundamental halte ich den Titel immer noch für außerordentlich interessant. Die Aktie sollte in den nächsten Tagen genau beobachtet werden. Gelingt es die Hürde bei 16,30 Euro zu nehmen dürften hier schnell deutlich höhere Kurse drin sein. Die Aktie ist aufgrund ihrer eher dünnen Umsätze eher als spekulativ einzustufen.

Veolia Environnement gefällt mir persönlich jeden Tag besser. Selbst in dem sehr schwachem Umfeld am Freitag hat sich die Aktie verhältnismäßig gut geschlagen. Größere Abschläge scheinen an schwachen Börsentagen nun der Vergangenheit anzugehören. Hier sind nun wieder größere Käufer dran die den Kurs weiter nach oben treiben sollten. Einfach dabei bleiben und mit etwas Geduld auf einen Rebound setzten. Die nächsten Kursziele liegen bei 10,36 und 11.90 Euro.

Sehr gut gefällt mir nach wie vor die Aktie von Rheinmetall. Hier sehe ich noch ganz erhebliches Nachholpotenzial im Fall eines weiteren Anstiegs der Börsen. Gelingt nun der Sprung über die Marke bei 45,- Euro erneut dürfte auch die 200-Tage Linie, die inzwischen bei ca. 45,70 Euro verläuft, schnell geknackt werden. Kurse unter 50,- Euro könnten dann sehr schnell der Vergangenheit angehören. Rheinmetall bleibt für mich einer der ganz großen Favoriten bei denen sich auch ein „später“ Einstieg heute durchaus noch lohnen sollte. Und dass bei sehr überschaubarem Risiko.

Zur Commerzbank Aktie hatte ich ja am Freitag im Blog noch etwas geschrieben. Leider ist das geplante Szenario nicht ganz aufgegangen, da es nicht gelang bis zur  Xetra Schlussauktion wieder über der Marke von mindestens 2,06 Euro zu schließen – wenn auch nur knapp! Im Blog habe ich am Morgen geschrieben: „Zum Handelsschluss sollte die Aktie über der Widerstandzone zwischen 2,06 und  2,12 Euro notieren, somit wäre aus charttechnischer Betrachtung der Bodenbildungsprozess dann abgeschlossen.“ Diese Aussage ist nach wie vor gültig. Die genannten Zielzone kann am Montag durchaus schnell wieder erreicht werden, vorausgesetzt es gibt keine weiteren Störfeuer aus Griechenland. Rücksetzer werde ich immer wieder zum Einstieg bzw. Aufstockung meiner Position nutzen.

Ebenfalls stark präsentierte sich die ProSieben Aktie, die neu in meinem Depot ist. Den Abverkauf hat die Aktie völlig unbeschadet überstanden. Neben einer positiven Studie von Goldman Sachs, die den Titel kürzlich mit einem Kursziel von 23,90 eingestuft haben, profitiert die Aktie des Münchener Medienkonzerns weiterhin von dem freundlichen Umfeld für Medienaktien. Fachleute rechnen in diesem Jahr mit weiterhin hohen Werbeeinnahmen aufgrund der brummenden Konjunktur in Deutschland. Ich halte diese Annahme für durchaus begründet. Pro Sieben konnte bislang in  konjunkturell starken Zeiten immer deutlich profitieren. Wer möchte sieht sich nochmal den Chart der letzten Erholung nach der Lehman Pleite in den Jahren 2009 und 2010 zum Vergleich an.

Der Markt hat immer Recht – DAX 8.500 und die Angst vor der launischen Diva

Einzelne Aktienkurse sind auch in der vergangenen Woche bis zum Freitag kräftig weiter gestiegen, auch wenn die Indizes zum ersten Mal seit acht Wochen etwas schwächer tendiert haben. Ausgelöst durch neue Unsicherheiten bezüglich einer abschließenden Lösung in Griechenland gingen die Märkte am Freitag zum ersten mal seit langer Zeit wieder auf Tauchstation. Nachdem zunächst alles danach aussah, dass man sich nun auf die Umsetzung des geforderten Sparpaketes geeinigt habe, kam plötzlich erneute Gegenwehr der Opposition in Griechenland auf, die einen kurzfristigen Abschluss zunächst verhindert hat. Man kann es den Griechen wirklich nicht übel nehmen, das Land steht vor einer Zerreißprobe, und es geht um nicht weniger als die Zukunft des gesamten Landes. Allen Beteiligten dürfte inzwischen klar sein das all die geplanten Maßnahmen dauerhaft nicht zielführend sein können. Das Volk in Griechenland geht auf die Straße – und das wohl zu Recht! Es dürfte in den kommenden Wochen verstärkt zu Krawallen kommen. Griechenland bleibt auch nach einer möglichen Einigung ein Unruheherd in den kommenden Wochen und Monaten. Aber ich will nicht schon wieder davon anfangen, meine Meinung zu dem Thema kenne Sie ja schon.

Seit Jahresanfang spielt der Markt also in freudiger Erwartung des Ereignisses „Griechenland-Rettung“ nun schon Hausse und steigt, ohne ein leichtes Anzeichen von Schwäche unaufhörlich in die Höhe. Bis es dann am Freitag zu dieser leichten Korrektur an den Märkten gekommen ist… Liest man nun die heutigen Schlagzeilen verschiedenster Medien, scheinen sofort wieder einige Marktteilnehmer und Journalisten in die alten Panikmuster zu verfallen, die den Markt im vergangenen Jahr in ungeahnte Tiefen stürzen ließen. Es ist schon erstaunlich wie weit der DAX inzwischen gestiegen ist, und wie wenig von dieser gravierend neuen Situation in den Köpfen der Menschen angekommen ist! Gemessen an dem vorangegangenen Anstieg war das „kleine“ Minus von 1,4 Prozent noch nicht das was ich als wirkliche Korrektur bezeichnen würde. Dennoch, muss man natürlich wachsam bleiben, und darf sich von einem steigenden Markt niemals einlullen lassen!

Die launische Diva Börse hat die unangenehme Eigenschaft immer genau dann exzentrisch zu werden wenn die wenigsten damit rechnen. Nachdem also die breite Masse nach wie vor von einem Rücksetzer an den Börsen ausgeht rechne ich eher nicht mit einem solchen Ereignis in naher Zukunft. Genauso schnell wie die schlechte Stimmung gekommen ist kann sie dann aber auch wieder verschwinden. Fakt ist zunächst einmal, dass sich die Verluste, auf der anderen Seite des Atlantiks, sehr in Grenzen gehalten haben. Dow Jones und Co. sind immer noch auf dem Weg neue Allzeithochs zu generieren, alle Indizes befinden sich in einem intakten Aufwärtstrend. In den USA haben uns die Märkte im späten US Handel am Freitag bereits wieder signalisiert, dass der Anstieg ab Montag wieder weiter gehen könnte. Hier ist also weiterhin alles offen:

Es spricht aber auch sonst vieles dagegen, das wir nun eine echte Trendwende sehen werden. Der Markt hat angefangen sich wieder auf die fundamentale Bewertung von Aktien zu besinnen. Auch an der gerade laufenden Berichtssaison sehen wir wieder eine Normalisierung des Anlegerverhaltens. Kurssprünge bei guten Zahlen und Kurseinbrüche bei schlechten, die Welt scheint also zumindest diesbezüglich wieder in Ordnung zu sein. Gold und Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Immobilien. Die alten Korrelationen, die zuletzt außer Kraft gesetzt waren, scheinen so langsam wieder zu funktionieren. Die Anzeichen das wir uns nun wieder in einem normalen Markt befinden sind weiterhin deutlich, und sollten keinesfalls ignoriert werden. Immer noch laufen die meisten institutionellen Investoren dieser Entwicklung aber hinterher, auch wenn man in den letzten Tagen bereits eine deutliche Zunahme der Umsätze in einzelnen Aktien registrieren konnte.

Auch die Analysten-Gilde versucht mit Ihren Ratings momentan eher mit dem Markt Schritt zu halten, als umgekehrt. Kurzum die Rally wird immer noch nicht von der breiten Masse getragen. Und gerade dies ist wohl auch einer der wesentlichen Gründe dafür, dass diese Rally noch viel weiter führen könnte als viele Beobachter sich dies momentan vorstellen wollen. Die meisten Anleger sehen nach wie vor eher neidisch zu wie die anderen Geld verdienen. Gefangen in alten Denkmustern warten sie immer noch auf den Absturz, der auch ihnen dann einen Einstieg zu deutlich günstigeren Kursen ermöglicht. Die Kurse indes klettern immer weiter an der Mauer der Angst empor, und zwingen andere auch irgendwann einzusteigen um den Anstieg nicht vollends zu verpassen. Börsenumsätze nehmen wieder zu bis sie letztlich die alten Rekordstände erreicht haben, usw. Aus dem psychologischen Blickwinkel betrachtet könnten wir gerade mal irgendwo im ersten Drittel dieser Bewegung stehen.

Ich kann ihnen natürlich auch nicht mit Gewissheit sagen wo genau wir uns nun in welchem Zyklus der aktuellen Bewegung befinden, aber es spricht einiges dafür dass wir das Schlimmste dieser Krise bereits hinter uns haben. Was nicht heißen soll dass diese Krise irgendwann nicht doch noch einmal geballt, oder in anderer Form, auf uns zurück kommen wird. Bis dahin können aber noch Jahre vergehen. Die Politik, allem voran unsere Kanzlerin, hat nun endlich Flagge gezeigt, und die richtigen und notwendigen Schritte eingeleitet. Auch die momentan demonstrierte Härte und Unnachgiebigkeit bei den griechischen Forderungen ist ganz in meinem persönlichen Sinne, und der wohl einzig richtige Weg dieser Thematik zu begegnen, auch wenn es letztlich wiedermal die Falschen trifft.

Die Notenbanken ihrerseits haben sich nun ganz klar und offen zu einer expansiven Geldpolitik bekannt, die für den Aktienmarkt als äußerst günstig zu bezeichnen ist. Bereits Ende dieses Monats sollen die Banken in Europa über eine weitere Billion Euro verfügen können, um diese dann nach und nach in den Geldkreislauf zu bringen. Noch nie zuvor stand dann soviel Liquidität zu Verfügung die investiert werden muss. Die Federal Reserve Bank in den USA ihrerseits macht auch kein Hehl mehr daraus das in diesem Jahr noch mit einem weiteren Quantitative Easing Programm QE3 zu rechnen ist. Die gesamte dadurch freiwerdende Liquidität muss letztlich, auf die verschiedenen Anlageklassen verteilt, ihren Weg in die Finanzmärkte finden, und wird stützend wirken. Nicht auf einmal aber stetig, und der Aktienmarkt hat nach meiner Auffassung die beste Ausgangslage um davon kräftig zu profitieren.

Es spricht also vieles dafür dass wir ein gutes Börsenjahr 2012 vor uns haben, auch wenn die Aktienkurse natürlich nun nicht wie an der Schnur gezogen bis zum Jahresende steigen werden. Wie Sie ja wissen rechen ich noch einmal mit einem deutlicheren Rücksetzer in diesem Jahr. Die Frage wird sein wann die erste richtige Korrektur zu erwarten ist, ob in der kommenden Woche, erst gegen Ende März oder im Sommer. Mittelfristig dürften die Umsätze weiter zulegen und die Aktien wohl fundamental vernünftige Niveaus erreicht haben. Es gibt noch unendlich viele Werte bei denen dies noch nicht der Fall ist. Halten Sie also weiterhin nach ausgewählten Aktien Ausschau die noch nicht so stark gelaufen, und immer noch günstig bewertet sind.

Insgesamt sind die 30 Dax-Konzerne heute im Schnitt um 20 Prozent billiger als im Mittel der vergangenen 50 Jahre. Anders ausgedrückt: Um so viel zu kosten wie im langjährigen Durchschnitt, müsste der Dax noch um weitere 25 Prozent steigen. Er stünde dann ungefähr bei 8500 Punkten. Ein Kursziel dass ich bis zum Jahresende für nicht ganz unwahrscheinlich halte, wenn sich der ein oder andere Belastungsfaktor bis dahin verflüchtigt. Meine längerfristige Sicht ist dann folgende: Erst wenn alle Mitspieler wieder an Bord sind wird unsere Diva mit hoher Wahrscheinlichkeit entscheiden mal wieder richtig zickig zu sein. Aber eben erst dann! Kurzfristig betrachtet müssen wir also die kommende Börsenwoche überstehen, diese kann durchaus noch einmal turbulent werden. Mittelfristig bin ich weiterhin sehr positiv gestimmt. In diesem Sinne wünsche ich ihnen für die kommenden Wochen erst einmal die richtigen Entscheidungen und weiterhin hohe Renditen.

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

In eigener Sache, Umfrage, Investors Inside baut um !

In den kommenden Tagen werde ich hier immer mal wieder eine Umfrage einstellen, und ich würde mich natürlich sehr freuen wenn Sie sich zahlreich daran beteiligen würden. Investors Inside steht nun, nach knapp viereinhalb Jahren vor der nächsten Evolutionsstufe, in die ich Sie gerne mit einbeziehen möchte. Als reiner Aktien Blog haben wir mit Ihnen zusammen in dieser Zeit so ziemlich alles erreicht was es zu erreichen gab. Wir haben die Zahl der Besucher und Leser ständig gesteigert, und auch die Zahl der Newsletter Abonnenten unseres kostenlosen Börsenbriefes ist in diesem Jahr geradezu explosionsartig angestiegen. Wir haben Preise gewonnen, auf die ich sehr stolz bin, und die mich täglich neu motivieren. All das zeigt mir, als Betreiber und Chefredakteur dieser Seite, dass ich nicht alles falsch gemacht haben kann. Dennoch ist es nun wieder an der Zeit einen Schritt weiter zu gehen.

Die Seite heißt inzwischen „Finanz- und Börsennachrichten“, und so wird sie in der Medienwelt auch wahrgenommen. Als ernstzunehmende und unabhängige Quelle für Finanzinformationen und Aktienanalysen aus der Sicht eines aktiven Traders. Daran soll sich auch in Zukunft nicht viel ändern. Das Aussehen dieser Seite, ebenso wie der Umfang der Inhalte, und das weiterführende Angebot, hingegen schon. Es geht also nicht zuletzt darum den Service für Sie, liebe Leser in Zukunft weiter zu optimieren, und auf Ihre individuellen Bedürfnisse anzupassen. Um ein etwas klareres Bild davon zu bekommen was SIE sich von diesem Umbau erwarten, werde ich in den kommenden Tagen immer wieder mal eine Umfrage hier einstellen, denn ich möchte Sie in den Umbauprozess dieser Seite natürlich gerne mit einbeziehen, und würde mich freuen wenn Sie sich daran kräftig beteiligen.

viel Grüße, Ihr

Lars Röhrig

 

Anfangen möchte ich heute erst einmal mit der Bestandsaufnahmen des bisher Gewesenen. Wie zufrieden waren Sie mit den bisher hier erschienenen Informationen? Wie hilfreich waren unsere Analysen und Marktberichte für Ihre tägliche Arbeit an den Kapitalmärkten? Und natürlich ganz wesentlich – Konnten Sie damit Gewinn erzielen?

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Commerzbank Aktie mit Gap Close – jetzt kann es rauf gehen…!

Neue Nachrichten aus Griechenland beeinflussen heute erneut die Märkte. Hatte man gestern noch den Eindruck dass es sowieso niemanden mehr so richtig interessieren würde wie die Verhandlungen in Griechenland ausgehen, so stellte sich dieses Bild bereits heute wieder etwas anders dar. Nachdem auch heute Nacht keine finale Lösung erzielt werden konnte, wollen sich die EU Finanzminister nun am kommenden Mittwoch erneut zusammen setzten. Vorher wurden dem angeschlagenen Mittelmeerstaat noch ein paar „Hausaufgaben“ mit auf den Weg gegeben. Diese sollen nun bis zum nächsten Treffen zügig umgesetzt werden. Erst dann werden weitere Milliarden nach Athen fließen, hieß es seitens der verantwortlichen Personen. Kurzum, jetzt ist Schluss mit Lustig, man setzt den Griechen die Pistole auf die Brust. Der Markt nimmt diese Wende nicht sehr amüsiert auf, da nun weiterhin viele Fragen offen sind.

Die Commerzbank Aktie gehörte deswegen heute zur Börseneröffnung erneut zu den schwächsten Werten, ebenso wie andere Bankenwerte in Europa. Mit einem satten Minus von zwischenzeitlich über zehn Prozent dürften die meisten Marktteilnehmer wohl nicht mehr gerechnet haben, nachdem ja nun die schlimmsten Nachrichten hinter dem Geldinstitut liegen sollten. Ich würde den Kursrutsch auch nicht überbewerten, denn letztlich wurde nur das Gap bei 1,953 Euro heute geschlossen das der starke Anstieg am 08.02.12 hinterlassen hatte. Wie wir auch wissen sind solche Kurslücken nicht „gesund“ und sollten stets geschlossen werden. Dies ist heute geschehen, und das ist in jedem Falle positiv zu sehen, auch wenn die Bewegung an sich nicht unbedingt nervenschonend verlaufen ist und man sich sofort wieder an die panikartigen Zeiten des vergangenen Jahres erinnert fühlt…

Für mich persönlich war dies der richtige Zeitpunkt meine Position nun weiter zu erhöhen. Ich habe bereits am 08.02 nach Handelsschluss eine entsprechende Order in das System eingegeben, da ich dieses Szenario für sehr wahrscheinlich gehalten habe. Nun sind die sogenannten Zittrigen wieder raus gespült worden, und es kann weiter nach oben gehen. Für diejenigen die es heute erwischt hat ist das natürlich erst einmal ärgerlich, auch wenn die meisten wohl mit Gewinn ausgestoppt wurden. Aber so ist die Börse, und so wird sie immer sein. Wer diese Regeln nicht nur verstanden sondern auch verinnerlicht hat, der wird langfristig zu den Gewinnern solcher Situationen gehören. Heute wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit der eigentliche Boden für die Commerzbank Aktie bereitet. Zum Handelsschluss sollte die Aktie über der Widerstandzone zwischen 2,06 und  2,12 Euro notieren, somit wäre aus charttechnischer Betrachtung der Bodenbildungsprozess dann abgeschlossen.

Rheinmetall, Klöckner, Salzgitter – Stahlaktien sind auf dem Sprung !

Ein kurzes Trading Update zu den Aktien von Rheinmetall, Klöckner & Co. und Salzgitter…Stahlwerte insgesamt sind heute wieder deutlich gefragt. Sogar die Klöckner & Co. Aktie macht sich erneut auf, um den harten Widerstand bei 12,- Euro nun endlich hinter sich zu lassen. Und es sieht nicht schlecht aus, dass dies nun auch endlich gelingen kann. Aus rein charttechnischer Betrachtung hat sich das Bild bei allen drei Aktien weiter deutlich verbessert. Die Klöckner Aktie hat bereits das letzte Hoch überwunden und steuert, wie viele andere Titel in diesen Tagen, auf die 200-Tage Linie zu, die es nun zu überwinden gilt. Diese verläuft bei der Aktie des Stahlhändlers aktuell bei ca. 13,50 Euro. Gelingt nun der weitere Anstieg über diese Marke wäre der Weg frei in Richtung 14,- oder sogar knapp 16,- Euro.

Eine nahezu identische Situation finden wir bei Rheinmetall vor. Letzte Woche schrieb ich Ihnen zu den Stahlaktien unter anderem: „Bei der Rheinmetall Aktie hingegen sollten in den nächsten Tagen noch weitere Kurssteigerungen möglich sein. Die Aktie ist noch nicht ansatzweise richtig angesprungen. Gelingt es nun die Hürde bei 42,- Euro zu überwinden dann sollte der Anstieg bis zur 200-Tage-Linie möglich sein. Diese verläuft derzeit bei ca.47,- Euro. Rheinmetall gehörte zu den stärksten Aktien in der abgelaufenen Woche.“ Nach einem kleinen Rücksetzer in den Bereich um die 44,- Euro zeigt sich die Aktie des Stahl- und Rüstungskonzerns nun wieder deutlich stärker. Bei 45,50 Euro liegt das letzte Hoch, dieses wurde heute bereits getestet. Gelingt der Ausbruch dürften schnell Kurse um die 50,- Euro drin sein.

Den Rücksetzer bei Salzgitter auf 46,- Euro habe ich ebenfalls wieder genutzt um meine zuvor verkaufte Position zurück zu kaufen. Hier deuten sich immer mehr an dass der Widerstand um die 48,- Euro Marke doch demnächst überschritten werden könnte. Die Zielzone würde dann im Bereich um die 55,- Euro liegen. Hier sehen auch die meisten Analysten das kurzfristige Kursziel für den Stahlwert. Das wären dann knapp 20 Prozent seit Rückkauf. Bei der Salzgitter Aktie tauchen in den letzten Tagen immer wieder größere Käufe auf, die darauf hin deuten das sich auch institutionelle Investoren hier wieder stärker engagieren. Alles in allem bleibt der Stahlsektor weiterhin sehr interessant, auch wenn man natürlich zunehmend vorsichtiger agieren sollte. So lange der Markt keine ernsthaften Anzeichen von Schwäche zeigt, bleiben alle drei Aktien aber auch auf diesem Niveau kaufenswert.

Gastkommentar – Profitieren vom steigenden Öl-Preis: BP, ExxonMobil, ConocoPhillips, Shell

Rund 73 Milliarden Euro verdienten im Jahr 2011 die „großen 3“ (Big Three) der Energie- und Mineralölbranche: BP, Exxon Mobil und Shell.

Vom Hauptsitz in London vermeldet BP für das vergangene Geschäftsjahr einem überraschend hohen Profit  und überraschte damit einige Analysten und Marktbeobachter. Der in der Branche als Vergleichsgröße übliche Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten lag bei 23,9 Mrd. Dollar (18,18 Mrd. Euro). Selbst 2009, im Jahr vor dem Unglück im Golf von Mexiko, hatte BP nicht soviel Gewinn gemacht wie 2011. Im Vorjahr hatte der Konzern noch einen Verlust von 4,9 Mrd. Dollar eingefahren.

Mit der auf Shareholder Value akzentuierten Unternehmensführung „Wert statt Volumen“ setzt der neuen Konzernchef, CEO Robert Dudley, der infolge der Ereignisse der Öl-Havarie im Golf von Mexiko seit 01.10.2010 Tony Hayward ablöste auf konsequente Konsolidierung des angeschlagenen Konzerns. Shareholder Value kann begrifflich als Marktwert des Eigenkapitals definiert werden und entspricht (vereinfacht) dem Unternehmenswert sowie dem davon abhängigen Wert der Anteile. Aus dem Kurswert der entsprechenden Aktie multipliziert mit der Anzahl der gehaltenen Wertpapiere besteht der Vermögenswert (Value), den ein Anteilseigner (Shareholder) einer Aktiengesellschaft besitzt. Eine auf Shareholder Value angelegte Unternehmenspolitik wird demnach versuchen, den Kurswert der Aktien und damit den Marktwert des Gesamtunternehmens zu erhöhen. Umfassend wird darunter nicht allein eine kurzfristige Steigerung des Börsenkurses, sondern eine langfristige Optimierung der Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität verstanden. Heute wird das Shareholder-Value-Prinzip weltweit von Unternehmen angewandt.

Weltweit erwirtschaftete BP im Jahr 2009 einen Konzernumsatz von 239 Milliarde n USD und beschäftigte 80.300 Menschen. Weltweit werden täglich 83 Millionen Barrel Öl-Äquivalent gefördert. Davon fördert BP täglich 4 Millionen Barrel (circa 57 % Erdöl und etwa 43 % Erdgas). Das Unternehmen integriert rund 22.400 Tankstellen im Konzern und bedient täglich 13 Millionen Kunden.

In Europa ist die BP Europa SE (vor dem 01.01.2010 in Deutschland: Deutsche BP AG) mit ihrem inländischen Tankstellennetz und im Schmierstoffmarkt führend, wobei sie unter den Marken Aral (Tankstellen, Schmierstoffe) sowie Castrol (Schmierstoffe) auftritt. Der Hauptsitz des Unternehmens ist Hamburg. Für das Geschäftsjahr 2010 verbuchte die BP Europa SE in Deutschland einen Jahresumsatz von mehr als 44 Milliarden Euro (knapp 32 Milliarden Euro ohne Energiesteuer). In Deutschland sind mehr als 5.100 Menschen für BP tätig.

CEO Dudley kündigte nunmehr an, erstmals seit der Umweltkatastrophe die Dividende wieder anzuheben. Sie steige im vierten Quartal 2011 um 14 % auf 0,8 US-Dollar. Nach dem Untergang der Förderplattform Deepwater Horizon hatte BP die Dividende zunächst ganz aussetzen müssen und war in große Turbulenzen geraten, musste sich der Forderung nach einer Konzern-Zerschlagung erwehren . Der Untergang der Deepwater Horizon führte zur schlimmsten Ölkatastrophe der Weltgeschichte. 11 Menschen sowie Tausende von Tieren starben, rund 5 Millionen Liter Rohöl flossen fast 90 Tage unkontrolliert ins Meer.

Fazit: Die Unternehmensprognosen für das Geschäftsjahr 2012 hätten sich im Großen und Ganzen mit den Erwartungen gedeckt. BP gehe davon aus, dass die Produktion aller Voraussicht nach in etwa auf Vorjahresniveau liegen dürfte. Von den für 2012 eingeplanten Investitionen von 22 Milliarden USD seien 16 bis 17 Milliarden USD für den Upstream-Bereich und rund 4,5 Mrd. USD für das Downstream-Geschäft vorgesehen. Insgesamt soll bis 2013 der Verkauf von Unternehmensteilen rund 38 Mrd. USD dem Konzern auf dem Weg der Konsolidierung einbringen. Bis 2014 will CEO Dudley so die liquiden Mittel um 50 % steigern. Die BP-Aktie werde wahrscheinlich bei einem 2012-KGV von 7,6 und einem 2013-KGV von 7,0 gehandelt. Das Kursziel der Aktie sehe man bei 5,00 GBP.

Für Analysten ist allerdings klar: BP verdankt seiner überraschend positive Bilanz den deutlich angezogenen Preise für Rohöl, Erdgas und andere Raffinerie-Produkte. Vom hohen Ölpreis-Niveau profitieren ebenfalls die Wettbewerber Exxon Mobil, Conoco Phillips und das britische Unternehmen Shell. Diese Energie-Giganten und globale Mineralölkonzerne hatten bereits in den vergangenen Tagen ihre Milliardengewinne vermeldet.

Exxon Mobil wird für das vierte Quartal des vergangenen Jahres eine Dividende von 0,47 USD je Aktie ausschütten. Außerdem hat der Ölkonzern im Schlussquartal eigene Aktien im Wert von 5 Milliarden USD zurückgekauft. Für 2012 erwarten Analysten eine erneute Steigerung der Dividende sowie eine Fortführung der Aktienrückkäufe. Die Exxon Mobil Corporation ist ein US-amerikanischer Mineralölkonzern, der 1999 durch den Zusammenschluss von Exxon (Standard Oil of New Jersey) und Mobil Oil (Standard Oil Company of New York) entstanden ist. Exxon Mobil gilt als ein direkter Nachfolger der legendären Standard Oil Company.

Die Strategie des Aktienrückkaufs (engl. share buyback) wird bei börsennotierten Gesellschaften wie folgt bewerkstelligt: Die Gesellschaft errichtet an der Börse eine sogenannte „zweite Linie“, wo die Aktionäre ihre Wertpapiere andienen können, anstatt sie auf dem normalen Börsenmarkt zu handeln. Die Gesellschaft ist die einzige Kaufberechtigte dieser zweiten Linie, sie ist aber nicht verpflichtet, auch tatsächlich zu kaufen; die Ausübung der Kaufoption wird davon abhängen, ob genügend Aktien angedient werden. Dieser Aktienrückkauf ist daher nicht mit dem Kauf eigener Aktien zu verwechseln, der im Gegensatz zum Aktienrückkauf keine Veränderung des Grundkapitals bewirkt. Tendenziell wird der Rückkauf von Aktien in Analystenkreisen in der jüngeren Vergangenheit meist positiv bewertet, da hier ein Rückfluss von Kapital an die Kapitalgeber angenommen wurde, der nach Ansicht vieler Kommentatoren steuerlich günstiger behandelt wurde als eine normale Dividendenzahlung. Für eine sachgerechte Bewertung ist aber auch maßgeblich, was mit den zurückgekauften Aktien geschieht.

Exxon Mobil hatte im vierten Quartal 2011 einen Nettogewinn von 9,40 Mrd. USD ausgewiesen und damit die optimistischsten Prognosen der Analysten von 9,85 Milliarden USD verfehlt. Im Vorjahreszeitraum sind noch 10,33 Mrd. USD realisiert worden. Die Exxon Mobil Aktie rangiert derzeit auf einem Kursziel von 81,00 bis 85,00 USD.

Die Frostwelle in Europa hat die Ölpreise und insbesondere die Heizölpreise kräftig nach oben getrieben, hinzu kommt die Sorge um den schwelenden Konflikt mit dem Iran, der Situation in Syrien, die Fragen der Währungsstabilität im Euro-Raum, die das hohe Niveau der Rohöl-Leitsorte Brent weiter befeuern. Analysten sind besorgt, dass eine militärische Eskalation (Iran) die Ölweltmarktpreise um weitere 20 bis 30 % hochtreiben könnten. Sandro Valecchi

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