Author Archives: Lars

Deutsche Bank Aktie – Jetzt einen Versuch wert?

Wie schon gestern in meinem vielleicht etwas zu zynischem Artikel erwähnt, war es sinnvoll die tatsächlichen Reaktionen des Marktes auf den Führungswechsel bei der Deutschen Bank zunächst einmal abzuwarten, um nicht zu den „Glücksrittern“ zu gehören, die heute bereits auf ordentlichen Buchverlusten sitzen. Die kräftige Kurslücke der gestrigen Handelseröffnung wurde inzwischen wieder vollständig abverkauft, was ich aber in diesem Ausnahmefall als neutral werten würde. Normalerweise ist ein solches Verhalten bei einer Aktie per se eher verdächtig und nicht selten folgt dann noch einmal eine kräftige Bewegung in die Gegenrichtung…

Das erwarte ich bei der Deutschen Bank Aktie aber aus heutige Sicht nicht, wobei ich es auch nicht völlig ausschließen möchte. Es spricht nach meinen Beobachtungen viel mehr einiges dafür, dass die Meldung vom Wochenende zahlreiche Marktteilnehmer völlig auf dem falschen Fuss erwischt hat. Diese haben nun die Gelegenheit am Schopfe gepackt um ihre schief liegenden Positionen zu schließen, was vorübergehend noch einmal zu starken Abgaben geführt hat. Der tendenziell schwächelnden Gesamtmarkt hat dabei natürlich ordentlich geholfen.

Die Neuausrichtung des Konzerns auf der personellen Ebene kann man durchaus positiv sehen. Zwar regiert hier, aus meiner persönlichen Sicht, momentan noch das Prinzip Hoffnung, auf der anderen Seite werden sich einige Marktteilnehmer auch denken, dass es viel schlimmer ja nicht mehr kommen kann. Der neue Chef wird also – aller Wahrscheinlichkeit nach – von den Aktionären ein paar Vorschusslorbeeren in Form eines steigenden Aktienkurses erhalten. Ob diese dann auch gerechtfertigt sind muss sich noch zeigen!

Wichtig wäre nun ein erneuter Anstieg der Aktie über das 50er Fibonacci Retracement bei ca . 28,30 Euro. Nachdem der Chart dann (fast) bereinigt ist, können spekulativ orientierte Anleger mit einer ersten Position auf den Rebound der Deutschen Bank Aktie setzen. Eine wesentliche Unterstützung liegt bei 26,92 Euro wo ein entsprechender Stopp platziert werden kann.

Sierra Wireless Aktie – Die Kurslücke ist zu!

Wenn das Offensichtliche eintritt hieß mein Artikel vom 09.02.2015 zur Aktie von Sierra Wireless. Gemeint war damals die charttechnische Entwicklung bei der Aktie, die erwarten ließ dass die Kurslücke aus dem November 2014 noch geschlossen wird, bevor es dann zu einem nachhaltigen Anstieg dieser zugegebener Maßen äusserst interessanten Aktie kommen kann. Heute nun wurde das Gap sozusagen „planmäßig“ geschlossen, was einen ersten Kauf bei der Aktie nun rechtfertigt…

Die Sierra Wireless Aktie schließt das Gap

Es kam also wie es kommen musste und ich hoffe Sie sind nicht schon vorher den diversen Empfehlungen der verschiedensten Anlegermagazine gefolgt. Interessierte Anleger sollten sich aber auch darüber im klaren sein, dass es durchaus noch möglich ist, dass die Aktie anschließend weiter in Richtung 22,64 Dollar fallen kann. Denn dies wäre das rein rechnerische Kursziel aus der oben genannten Formation, in der ein Gap Close nur eine vorübergehende Randnotiz sein könnte.

Dennoch bin ich persönlich der Meinung dass das Restrisiko auf diesem Niveau überschaubar ist, wenn man auf der Gegenseite an einer äusserst zukunftsträchtigen Story wie dem Internet der Dinge teilhaben kann. Es bietet sich nun also an, einen ersten Teilkauf zu tätigen – mit der Maßgabe diese Position entweder etwas weiter unten weiter aufzustocken oder aber im Falle einer Trendwende die Position entsprechend auszubauen. Eine Aufstockung wäre dann sinnvoll zu tätigen sobald die Aktie die 30,- Dollar Marke erneut überschreitet. Spätestens aber mit dem Ausbruch aus dem hier eingezeichneten Trendkanal nach oben.

Manz – auf dem Weg zum Gap Close

Ein kurzes Trading Update zur Erinnerung an die wichtigsten Marken bei der Manz Aktie…. Es war zu erwarten nachdem der Ausbruchsversuch über den Abwärtstrend gescheitert ist. Die Manz Aktie befindet sich aus charttechnischer Sicht auf dem Weg die offene Kurlücke nun zu schließen, wie hier schon beschrieben. Mit dem heutigen Kursrutsch droht das letzte Verlaufstief unterschritten zu werden, was die Abwärtsdynamic kurzfristig noch einmal verstärken sollte…

Manz Aktie Chart Analyse

Die Kurslücke dürfte also demnächst nun geschlossen werden, womit die Aktie dann wieder eine ernsthafte Chance hat sich in diesem Bereich zu stabilisieren und eine Umkehrformation auszubilden. Langfristig bleibe ich bei meiner positiven Einschätzung zu der Aktie, kurzfristig muss man hier mit weiteren Abgaben rechnen. Auch ein Test der hier eingezeichneten orangen Trendlinie bei aktuell 74,- Euro scheint nun möglich zu sein.

Geduld ist und bleibt in der aktuellen Marktphase weiterhin das oberste Gebot!

Deutsche Bank – Juhu ein neuer Chef…!

Anshu Jain und Jürgen Fitschen erklären ihren Rücktritt und die Aktie der Deutschen Bank ist heute vorbörslich sieben Prozent im Plus. Es ist immer wieder spaßig zu beobachten wie so mancher Glücksritter auf große Kursbewegungen spekuliert – und das bei Meldungen die so eigentlich zu erwarten waren und letztlich keinerlei ernsthafte Kursrelevanz haben. Der Abgang der Führungsspitze war, nach der desaströsen Amtszeit die Ihren Höhepunkt im offenen Aufruhr der Aktionärsvertreter auf der letzten Hauptversammlung fand, zwingend nötig geworden. Wen dieser Schritt nun also überrascht, der hat nicht wirklich aufgepasst. Viel mehr stellen sich mir persönlich ein paar Fragen nach dem etwas komischen Zeitpunkt für diese Ankündigung und der offensichtlichen Ratlosigkeit, sowie der fast schon verzweifelten Suche nach einer Lösung für all die vielen Probleme der Bank.

Mit dem Stühlerücken in der Konzernspitze ist aus Sicht der Aktionäre zunächst rein gar nichts passiert. Der neue Chef John Cyan hat eine Menge Arbeit vor sich und auch er wird so schnell kein großes weißes Kaninchen aus dem Zylinder zaubern können, das alle Sünden der Vergangenheit wieder vergessen macht. Viel mehr ist mühevolle Aufräumarbeit angesagt die teils unangenehm sein dürfte, und wohl auch teuer wird. Wer also als Aktionär nun die wundersame Wende bei der Aktie erwartet, könnte demnächst einmal mehr enttäuscht werden.

Die kürzlich in einigen Fachmagazinen erschienenen Berichte einer möglicherweise bald erneut anstehenden Kapitalerhöhung, wegen der immer noch zu dünnen Kapitaldecke der Bank, sollten zumindest nicht vergessen werden. Die oberste Bankenaufseherin der EZB hatte kürzlich in einem Interview bereits einen neuen Stresstest für europäische Banken im Jahr 2016 angekündigt… Ebenso nachdenklich stimmt mich die Tatsache dass der neue Mann an der Spitze des deutschen Geldhauses erneut ein Investmentbanker ist, lange Jahre seinen Dienst in der Temasek Holding, Singapur sowie bei der Schweizer Großbank UBS verrichtete.

Mein Fazit: Der Rücktritt von Jain und Fitschen war zwingend notwendig, nachdem ein großer Teil der Aktionäre den beiden Das Vertrauen entzogen hatte. Ob die Ernennung eines neuen Chefs nun aber wieder die Glaubwürdigkeit der Bank verbessert, geschweige denn an der permanent hereinprasselnden Prozesswut Dritter etwas ändert, ist fraglich. So richtig zu feiern gibt es somit aus meiner Sicht nichts, denn alle bekannten Risiken bleiben auch weiterhin bestehen. Ob der Führungswechsel also mit einem Neuanfang bei der Bank gleichzusetzen ist, bleibt eher noch abzuwarten. Womit man ebenfalls wohl weiterhin abwarten sollte, bevor man sich die Deutsche Bank Aktie ins Depot legt. Zumal wir uns in einer Phase befinden in der der Gesamtmarkt nach unten abzurutschen droht…

Bilfinger – Unmittelbar vor der Entscheidung

Die Bilfinger Aktie ist nach der kleinen Erholung, die wir zuletzt gesehen haben, offenbar wieder auf dem Wege zu neuen Tiefen. Die technische Gegenbewegung  nach den starken Verlusten Anfang Mai wurde inzwischen vollständig wieder abverkauft und auch die Short-Quote einiger Hedgefonds ist immer noch verdächtig hoch. Für die arge gebeutelten Bilfinger Aktionäre bleibt damit nur noch die letzte Hoffnung auf eine baldige Bodenbildung und einen erneut starken Anstieg der Aktie, die dann einen W-Formation darstellt. Andernfalls drohen deutlich tiefer Kursregionen, die wohl niemand nach vor einem Jahr für möglich gehalten hätte…

Mögliche W-Formation bei Bilfinger

Deutlich zu sehen ist das durch die letzte Gewinnwarnung ausgelöste Gap dass zusammen mit der Kurslücke vom Februar diesen Jahres ein sogenanntes Island Gap gebildet hat. Diese Chartformation gilt allgemein als starkes Verkaufssignal. Und so verwundert es auch nicht das der folgende Kursverlauf gen Süden äusserst dynamisch verlaufen ist. Der Stabilisierungsversuch bei ca.  38,- Euro ist aktuell in ernsthafter Gefahr, wobei immer noch die Möglichkeit besteht dass sich hier eine sogenannte W-Formation ausbildet, die dann wieder kaufenswert wäre.

Aktuelle befinden wir uns noch erneut an der Untergrenze der hier im Blog schon mehrfach erwähnten Keilformation. Verschiedene Projektionslinien deuten aber auch darauf hin, dass im Falle eines Bruchs dieser Linie dann mit einem baldigen erreichen der Marke von rund 35,- Euro zu rechnen ist. Sogar ein Ansteuern der ursprünglichen Unterseite der Keilformation wie hier beschrieben, wäre dann denkbar. Abschließend bleibt also festzuhalten, dass die Bilfinger Aktie unmittelbar vor genau dieser Entscheidung stehen dürfte. Dementsprechend ist hier konsequentes Handeln in beide Richtungen angesagt..!

Die Daimler Aktie folgt (endlich) VW und BMW…

Die Daimler Aktie ist gestern kräftig unter Druck gekommen, nachdem sich der Titel bislang im Branchenvergleich eigentlich noch sehr gut gehalten hatte. Immer wenn so etwas passiert – sprich die stabilste Aktie eines Sektors ins Wanken gerät – dann ist das grundsätzlich beachtenswert! Damit scheint der Druck auf die Automobilbauer weiter zuzunehmen, weswegen sich nach wie vor ein erneuter Einstieg in die Aktien der Highflyer der ersten drei Monate des Jahres noch verbietet. Beobachten sie das Treiben entspannt von der Seitenlinie und warten Sie auf den richtigen Moment…

Daimler Aktie Analyse mit Kursziel

Bei der Daimler Aktie ist der richtige Moment allerdings etwas schwerer abzuschätzen, während beispielsweise bei der VW Aktie oder auch einer BMW Aktie relativ klare Ziele auf der Unterseite auszumachen sind. Dennoch hier der Versuch einer ersten Analyse der aktuellen Situation. Momentan halte ich es für sehr naheliegend, dass nun in Kürze die Marke von 81,40 Euro erreicht wird. Hier liegt zum einen eine starke Unterstützungslinie als auch ein offenes Gap auf dem Wege dorthin. Zudem markiert dieser Bereich ungefähr die untere Begrenzung des aktuellen Abwärtstrends der Aktie.

Etwas tiefer unten, bei 80.46 Euro, wartet das 38er Fibonacci Retracement als wahrscheinliches Kursziel der aktuellen Korrekturbewegung. Auch hier würde ich davon ausgehen, dass dieser Bereich demnächst noch erreicht wird um den Chartverlauf der Aktie etwas „gesünder“ aussehen zu lassen. Zudem dürfte der DAX weiterhin unter Druck bleiben, solange das Thema Griechenland nicht im positiven Sinne erledigt ist. Der erneut etwas stärkere Euro sorgt für zusätzlichen Druck – insbesondere auf die Aktien der Autobauer!

Eine Frage sollte man sich in diesem Zusammenhang wohl zusätzlich stellen… Was wird passieren wenn der Euro demnächst einen Freudensprung nach oben vollführt? Sei es weil Griechenland nun austreten wird und den Rest der Währungsgemeinschaft nicht mehr mit seiner desolaten Wirtschaftslage belastet, oder eben weil der Erhalt der Währungsunion in seiner jetzigen Form. Die Möglichkeit dass das „Ereignis Griechenland“ kurzzeitig in Form eines deutlich steigenden Euro gefeiert wird ist aus meiner Sicht durchaus gegeben! Es besteht also nicht zwingend ein Grund zur Eile sich nun wieder bei den Aktien der Autobauer zu engagieren…

Warum ETF´s heute zu einer ausgewogenen Anlagestrategie gehören…

ETF´s sind ein nicht mehr ganz so neues, aber immer beliebteres Instrument zum Aufbau mittelfristiger Positionen im Markt. Dennoch ist dieses „Werkzeug“ noch bei vielen Privatanlegern weitestgehend unbekannt, bzw. wird nicht eingesetzt. Dabei bieten ETF´s durchaus einige Vorteile, die man gerade als Kleinanleger zu schätzen wissen sollte. Allem voran wäre da wohl die Möglichkeit zu nennen, mittels Exchange Traded Funds in Branchen oder Märkte zu investieren, ohne dem Risiko des Einzelinvestments ausgeliefert zu sein. Zwar ist die Rendite dann auch nicht so exorbitant, aber das Risiko minimiert sich deutlich, worauf es ja letztlich bei einer längerfristig ausgelegten Strategie ankommt!

Mit einem ETF kann man zudem einzelne Sektoren die gerade „en vogue“ sind hervorragend abbilden, ohne sich wirklich um Fundamentaldaten der einzeln darin vertretenen Unternehmen Gedanken machen zu müssen. Hinzu kommt noch, dass man den Informationsnachteil, den man hier als Kleinanleger hat, umgehen kann. Denn, wenn Sie beispielsweise chinesische Aktien handeln wollen, sollten Sie zum einen fließend Wirtschaftsnachrichten in chinesisch lesen können und zum anderen nachts am Computer sitzen um nichts zu verpassen. Da dies bei den meisten Vertretern unserer Spezies nicht gewünscht oder der Fall ist, überlässt man diese Arbeit gerne einem Fondverwalter, der sich um die wesentlichen Dinge kümmert, während wir selig schlafen.

Branchen-ETFs oder auch Länder-ETFs bieten also einige Vorteile, die man nicht einfach so verschenken sollte. So ist aktuell auch eine Investition in einen der Gold- oder Silber-ETFs möglicherweise die bessere Alternative als in einzelne Goldminen-Aktien zu investieren, deren Bilanz wir nicht im einzelnen Kennen oder deren Bohrergebnisse für ein neues Projekt demnächst veröffentlicht werden… Ich möchte somit die Gelegenheit nutzen um Sie als Investors Inside Leser heute etwas näher an das Thema ETF heranführen und Ihnen etwas die Scheu davor zu nehmen. Hierzu habe ich  ein paar nützliche Informationen zusammengestellt von denen Sie langfristig profitieren werden.

Grundsätzliches über die Funktionsweise von ETFs, bzw. die Chancen und Risiken sowie die wichtigsten Auswahlkriterien des richtigen ETFs finden Sie in verschiedenen ETF-Ratgebern. Hier wird kurz und knapp erklärt worauf es beim Handel mit ETFs ankommt bzw., ob es eventuell auch sinnvoll sein kann in Dachfonds-ETFs zu investieren oder einen ETF Sparplan mit regelmäßigen monatlichen Raten zu starten. Natürlich sollten Sie, wenn Sie sich ernsthaft für das Thema interessieren, auch die allgemeinen Informationen hierzu auf Wikipedia einmal gelesen haben um die wesentlichen Informationen über dieses Instrument zu erhalten.

Wenn Sie sich also entschieden haben in diese neue und durchaus spannende Welt einzutauchen, gibt es dann noch einige praktische Tipps: Die aktuellen Money Flows, sprich Zu- und Abflüsse der ETF Branche können Sie >hier< einsehen, ebenso wie weitere Informationen darüber in welche ETFs genau das Geld fließt, bzw. aus welchen Sektoren gerade eher Kapital abgezogen wird. Eine gute Suchmaske für den passenden ETF finden Sie >hier < und können somit innerhalb kurzer Zeit den richtigen ETF aus dem großen Universum aller Anbieter, Branchen und Länder herausfiltern. Noch besser gefällt mir persönlich aber diese Übersicht auf ETF Database. Dort können die gängigen ETFs schnell und übersichtlich nach verschiedenen Performance-Kriterien gefiltert werden.

Ich hoffe ich habe mit diesem Artikel Ihr Interesse geweckt, denn ETFs sind aus meiner persönlichen Sicht inzwischen ein wesentlicher Bestandteil einer erfolgreichen Anlagestrategie geworden. Lassen Sie also künftig lieber die Finger von Pennystocks oder Einzeltiteln, bei denen Sie keinerlei Kontrolle über die harten Faktoren haben und lassen Sie stattdessen Ihr Kapital stetig aber halbwegs sicherer für sich arbeiten, ohne zwischendurch auf lukrative Trades zu verzichten. Über Anregungen oder Diskussionen zu diesem Thema freue ich mich wie immer hier im Kommentar-Bereich.

Klöckner & Co. im stahlharten Abwärtstrend, Kursziel unter 7,- Euro?

Vielleicht erinnert sich noch der ein oder andere Investors Inside Leser daran, dass ich vor fast zwei Jahren vor allzu viel Euphorie wegen der Übernahmegerüchte der Klöckner & Co. AG durch den Finanzinvestor Albrecht Knauf gewarnt hatte. Seitdem befindet sich die Aktie nun in einem mustergültigen Abwärtstrend. Zuletzt habe ich noch einmal darauf hingewiesen dass die Klöko Aktie maximal eine Halteposition ist, die aber durchaus noch ordentliches Risikopotenzial besitzt. Leider haben sich die damaligen Befürchtungen dann bewahrheitet, nachdem die Aktie inzwischen auch noch unter die wichtige Unterstützung bei 8,- Euro gefallen ist…

Die Klöckner Aktie im klaren Abwärsttrend

Von einer nachhaltigen Trendwende ist hier auch nach der jüngsten Zahlenveröffentlichung immer noch nicht viel zu sehen und Firmenlenker Gilbert Rühl warnte zuletzt erneut vor schwierigen Zeiten für den Stahlhändler. Das langfristige Chartbild ist somit stimmig mit der Entwicklung des Unternehmens, wie ich bereist in dem Artikel vom 21.06.2013 dargestellt habe. In diesem Zuge möchte ich gerne noch einmal darauf verweisen diesen Artikel zu lesen in dem ich ein Kursziel von nur noch 5,70 Euro als Worst-Case-Szenario ausgemacht hatte – wenn die Marke von 8,- Euro nachhaltig unterschritten wird. Nicht dass ich nun zwingend von einem solchen Kursziel ausgehen würde, aber man sollte es vielleicht im Hinterkopf behalten.

Aktuell stellt sich die Situation wie folgt dar… Die Aktie befindet sich gerade innerhalb der fünften Welle eines intakten Abwärtstrends, deren Kursziel mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwo im Bereich zwischen 7,- Euro und 6,50 Euro liegt. Spätestens hier sollte es dann zu einer deutlichen Gegenbewegung kommen. Erste vorsichtige Käufe wären u.U. dann mit dem maximalen Risiko von ca. 5,70 Euro im Hinterkopf wieder möglich. Vorher sollte man diese Aktie aus meiner Sicht besser nicht anfassen. Es sei denn es werden kurzfristig wieder Kurse über 9,- Euro erreicht. Doch danach sieht es momentan wirklich nicht aus..!

Allianz, Talanx, Hannover Rück, MüRü – Eine Branche im Abwärtssog…

Einer der größten Verlierer der vergangenen Handelswoche wahr zweifelsohne die Allianz Aktie, mit einem satten Abschlag von sechs Prozent. Damit war das DAX-Schwergewicht nicht nur eine der schlechtesten Aktien im Dax sondern auch im gesamten Versicherungssektor, der zuletzt kräftig durchgeschüttelt wurde. Auf Monatssicht verlor die Aktie des Verischerungs-Riesen inzwischen fast acht Prozent, gefolgt von Talanx mit 7,6 Prozent und der Hannover Rück mit 6,7 Prozent. Auch die Aktionäre der Münchener Rückversicherung musste im Verlauf der letzten Handelstage einen Rückgang von stolzen sechs Prozent hinnehmen. Die spannende Frage ist nun sicherlich wie es mit diesem Sektor in naher Zukunft weitergehen wird. Die Antwort dürfte vorrangig in den politischen Entwicklungen in Europa zu finden sein, aber auch in so manchem Chart…

Die Allianz Aktie im Chartcheck

Aus rein charttechnischer Betrachtung ist der Sektor nun schwer angeschlagen. Exemplarisch für diese Entwicklung nehme ich hier den Allianz-Chart, der aus meiner Sicht am aussagekräftigsten ist. Denn, genau jetzt befinden wir uns offenbar an einem sehr entscheidenden Punkt, der über das Wohl und Wehe der Branche entscheiden dürfte. Vorab sei gesagt… die Dynamik der jüngsten Kursbewegungen lässt grundsätzlich eher eine Fortsetzung des vorherrschenden Trends erwarten. Jedoch wartet bei ca 139,- Euro eine massive Unterstützung auf die Allianz Aktie, die im ersten Schritt wahrscheinlich nicht wesentlich unterschritten wird. Danach sollte es zunächst zu einer kleinen technischen Gegenreaktion kommen, die den vorherrschenden Abwärtstrend erneut bestätigt. Mit der fünften und letzten Welle der Abwärtsbewegung ist dann ein Erreichen des Kursbereiches zwischen ca 127,- und 130,- möglich. An diesem Punkt könnte sich ein Einstieg für langfristig orientiere Value-Investoren wieder anbieten, vorher ist eher zur Vorsicht geraten.

Fällt die Manz Aktie jetzt unter 76,- Euro?

Die Manz Aktie ist heute mit ordentlich Schwung unter den Aufwärtstrend gerutscht und hat dabei auch die Unterstützung bei ca. 81,50 Euro durchschlagen. Damit wird auch hier nun ein weiterer Kursrutsch wahrscheinlich, der zumindest bis zum offenen Gap bei 74,89 Euro führen kann. Natürlich muss erst noch abgewartet werden ob diese Dynamik nach unten nun anhält, nachdem zuletzt aber einige Hedgefonds deutliche Short-Positionen bei der Manz Aktie aufgebaut haben, sollte man hier momentan wohl etwas vorsichtiger werden, da der Wert sehr markteng ist…

Manz Aktie Chart langfristig

Aktuell kämpfen die Bullen und die Bären noch um das 61,80 Fibonacci Retracement bei 79,17 Euro. Wird auch diese Marke unterschritten, dürfte die Aktie relativ zügig in Richtung der nächsten Haltemarke bei 76,40 Euro abtauschen und schließlich wohl die große Kurslücke schließen. Kurzfristig betrachtet sind Long-Trades hier somit eher risikobehaftet, auf lange Sicht bleibt die Aktie aber nach wie vor interessant.

Apple – Das Kursziel ist und bleibt 146,- Dollar

Jetzt zur Abwechslung aber wieder einmal etwas Positives… Nach all den negativen Setups die ich momentan so sehe gibt es natürlich auch ein paar löbliche Ausnahmen. Die sind zwar schon altbekannt und möglicherweise auch etwas langweilig aber eben auch entsprechend solide in nahezu jeder Börsenphase. Die Rede ich hier einmal mehr von der Apple Aktie, die aktuell eines der schönsten Setups für geduldige Investoren bietet, das ich finden konnte. Langjährige Investors Inside Leser wissen ja dass mein Kursziel für die Apple Aktie schon seit einiger Zeit bei mindestens 146,- Dollar liegt. Dieses Kursziel sollte nun demnächst auch erreicht werden.

Apple Aktie vor weiterem Ausbruch

Nach den letzten Quartalszahlen haben einmal mehr die fast schon üblichen Gewinnmitnahmen eingesetzt, obwohl auch in diesem Berichtsszeitraum erneut Rekordwerte verkündet werden konnten. Auch für das kommenden Quartal dürften die jüngsten Berechnungen wieder einmal zu tief angesetzt sein. Aber das nur nebenbei, denn letztlich spricht aus meiner Sicht die aktuelle Charttechnik mal wieder eine ganz deutliche Sprache.

Deutlich zu erkennen ist der anschließende Bouncen der Aktie, der den Titel nun wieder in eine interessante Ausgangslage für einen baldigen Ausbruch nach oben manövriert hat. Diese neu entstandene Tassenformation hat erstaunlicherweise einmal mehr das rechnerische Kursziel von ca. 146,- Dollar, wie bereits so viele Chartformationen zuvor. Ich gehe also nach wie vor zwingend davon aus, dass dieser Aktienkurs auch erreicht wird und das wohl schon demnächst. Ob dies allerdings dann der finale Kursschub bei der Apple Aktie ist, bleibt nach neuesten Erkenntnissen noch abzuwarten…

Deutsche Bank – Es wird eng für die Bullen…

Wie bereits mehrfach hier erwähnt gehe ich nicht davon aus dass sich die Aktie der Deutschen Bank demnächst zu neuen Höhen aufschwingen wird.  Bereits im letzten Artikel hatte ich darauf hingewiesen dass hier aus charttechnischer Sicht unter Umständen noch eine weitere Abwärstwelle zu erwarten ist. Sprich um die Abwärtsbewegung laut Elliot-Wellen-Theorie zu vollenden, müsste die Aktie noch ein Stockwerk tiefer gehen. Wie man aktuell ja auch im Chart eindrucksvoll sehen kann, ist dies nun passiert. Lediglich die Dynamik der Bewegung lässt noch etwas zu wünschen übrig…

Der Grund für die Annahme, dass wir noch einmal tiefere Kurse sehen werden, liegt auch ganz klar auch darin begründet, dass wir hier noch mehrere nicht geschlossene Kurslücken auf der Unterseite haben. Mit dem Unterschreiten der 28,- Euro Marke  auf Tagesschluss-Basis sollten diese nun zügig geschlossen werden. Das Minimalziel dieser Bewegung liegt somit bei ca. 26,37 Euro. Aber auch 25,10 Euro sind nach wie vor als Kursziel denkbar. Erst ein Überschreiten der hier eingezeichneten orangen Linie würde dieses Szenario aus meiner Sicht in Frage stellen.

Deutsche Bank Aktie vor erneutem Rücksetzer

Deshalb muss man nun also weiterhin davon ausgehen, dass es sich bei der aktuellen Chartformation um eine klassische Umkehrformation handelt. Mit einem weiteren dynamischen Rücksetzer wäre nun ebenfalls eine Schulter-Kopf-Schulter Formation vollendet, deren rechnerisches Kursziel gar bei 23,15 Euro liegt!

Insgesamt hat sich das Bild bei der Deutschen Bank Aktie seit der Hauptversammlung also erneut deutlich eingetrübt, was angesichts des dort beschlossenen „Reförmchen“ auch nicht weiter verwunderlich ist. Das Vertrauen der Aktionäre hat die Führung der Deutschen Bank schon länger verspielt. Heute laufen Meldungen über den Ticker dass die Betriebsräte einen Rücktritt Anshu Jains und anderer Mitglieder des Vorstands fordern. Ansicht eine gute Idee und aus meiner Sicht momentan die einzige die das oben skizzierte Szenario wohl noch verhindern könnte…

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