Author Archives: Lars

Bilfinger verspielt das letzte Vertrauen

Ich will nicht behaupten dass die jüngsten Entwicklungen bei Bilfinger vorhersehbar waren, aber man sollte sein Glück eben nicht überstrapazieren. Wie erwartet hat die Aktie, nachdem die beiden Kurslücken geschlossen wurden, nun wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Es war also richtig den Trade genau hier zu beenden und die schönen Kursgewinne einzustreichen. Gestern Abend schockte Bilfinger die Anleger erneut mit einer Gewinnwarnung, bei der Veröffentlichung der vorläufigen Geschäftszahlen  zum 31.März 2015. Die Bilfinger Aktie ist heute vorbörslich bereits mit einem satten Minus von deutlich über zehn Prozent kräftig unter Druck…

Der Baudienstleister sieht seine Ziele nach einem überraschend schwachem ersten Quartal nun als nicht mehr erreichbar an. Weiterhin stellen sowohl das schwieriger gewordene Öl- und Gasgeschäft in den USA als auch das Geschäft mit Kraftwerken hierzulande die großen Probleme des Konzerns dar. Deswegen musste Bilfinger nun nach einem Vorjahresgewinn in Höhe von 47 Millionen Euro einen Verlust in Höhe von 8 Millionen Euro ausweisen. Das bereinigte Ergebnis aus fortführenden Aktivitäten lag gar bei minus 21 Millionen Euro. Der Umsatz konnte im gleichen Zeitraum leicht von 1,72 auf 1,76 Milliarden Euro gesteigert werden.

Auch die noch Mitte März bestätigte Jahresprognose wurde nun überraschend zurückgezogen. Womit die momentane Bilfinger-Führung einmal mehr bewiesen hat, wie sehr man zuvor mühsam wieder hergestelltes Anlegervertrauen mit Füssen treten kann, wenn innerhalb eines Monats solch dramatische Veränderungen auftauchen, die zuvor offenbar nicht erkannt wurden. Eine neue Prognose für das Gesamtjahr will der Dienstleistungskonzern erst wieder abgeben, sobald der Wechsel im Vorstandsvorsitz abgeschlossen ist. Erst dann könne man die Aussichten für das neue Geschäftsjahr umfassend analysieren und bewerten, hieß es in der Pressemeldung. Besser hätte man wohl nicht ausdrücken können, dass der Baukonzern momentan führungslos umherirrt…!

Korrektur 09:09 Uhr: Soeben läuft die Meldung über den Ticker, dass das Unternehmen nun offenbar doch einen neuen Chef gefunden hat, womit ich den letzten Satz meines Artikels relativieren möchte. Per H. Utnegaard wird ab 1. Juni den Posten von Interimsvorsitzenden Herbert Bodner übernehmen..!

Wildeste Spekulationen über die Commerzbank und die Deutsche Bank

An einem insgesamt eher schwachen Börsentag fiel gestern auf, dass insbesondere die beiden deutschen Bankaktien, Commerzbank und Deutsche Bank, durch relative Stärke glänzten. Mit einem leichten Plus von 2,2 respektive 1, 4 Prozent schlugen sich die Aktien der beiden Bankhäuser besser als der Rest des deutschen Leitindex. Der aufmerksame Beobachter fragt sich nun warum das so war, und vor allem wie es heute mit den Bankaktien weiter gehen könnte. Denn eigentlich gab es keine wesentlichen Faktoren die für einen solchen Kursverlauf gesprochen hätten…ausser Einem!

Der Hauptgrund für die relative Stärke der beiden Bankaktien dürften die Zukunft der Postbank sein, über die der Markt kräftig spekuliert. Wie bekannt ist will sich die Deutsche Bank aller Wahrscheinlichkeit nach von dem Tochterunternehmen trennen, wenn nicht gar ganz aus dem Filialgeschäft aussteigen. Der DB ist es seit dem Einstieg im Jahre 2010, bzw. der vollständigen Übernahme der Bank im Jahr 2012 nie gelungen die Profitabilität der Postbank im Wesentlichen zu steigern. Bereits damals wurde der Kauf der Postbank öffentlich rege diskutiert, insbesondere der Übernahmepreis, der den meisten Analysten zu hoch erschien. Die Deutsche Bank sah jedoch großes Potenzial in der Übernahme. Heute dürfte die Sicht auf die Dinge bei den Entscheidern der Deutschen Bank eventuell etwas anders sein…!

Der Markt spekuliert nun offenbar darauf dass die Commerzbank die Deutsche Postbank übernehmen könnte. Man fragt sich zwar beim Lesen solcher Meldungen unmittelbar „wovon“?, dennoch scheint dieser Gedanke nicht grundsätzlich völlig abwegig zu sein. Die Frage nach dem möglichen Kaufpreis stellt sich aber erst dann wenn die Deutsche Bank auf ihrer morgigen, ausserordentlichen Sitzung beschlossen hat die Banktochter zum Verkauf zu stellen und dabei auch einen entsprechend attraktiven Preis nennt. Mit „attraktiv“ ist dann aber sicherlich auch ein entsprechend hoher Buchverlust bei der Deutschen Bank verbunden. Die Neuausrichtung wird also sehr wahrscheinlich eher erst einmal Geld kosten, bevor sie dann irgendwann Mehreinnahmen verspricht!

Bislang ist die Neuausrichtung der Deutschen Bank, die morgen bekannt gegeben werden soll,  also noch eine Blackbox. Jegliche Spekulation darauf was dann tatsächlich und im Einzelnen für durchgreifende Änderungen beim größten Bankhaus dieses Landes beschlossen werden, sind aus meiner Sicht überflüssig, da die Folgen sehr unterschiedlich sein können. Für die Commerzbank dürfte eine solche Übernahme grundsätzlich eher keinen Sinn ergeben, auch nicht wenn der Kaufpreis stimmt. Denn die eigenen Probleme sind sicherlich groß genug als dass man sich neue ins Haus holen sollte. Ob unter der Leitung der Commerzbank dann eine Postbank besser auf Profitabilität getrimmt werden kann als unter der Ägide der Deutschen Bank ist ebenso fraglich.

Die Commerzbank hält ihre Hauptversammlung dann am 30. April ab, was einen möglichen Termin darstellen könnte, an dem über den Postbank-Kauf beraten wird. Ich persönlich glaube nicht daran dass es dazu kommt. Die einzige Variante die ich mir hier vorstellen könnte, ist eine Übernahme mit staatlicher Hilfe um die Arbeitsplätze zu erhalten. Diese dürfte die Commerzbank-Führung aber wohl eher nicht anstreben, nachdem man sich gerade erst aus dem staatlichen Klammergriff befreit hat.

Fazit: Genau genommen kann sich wohl, in der momentanen Situation, keine europäische Bank eine Übernahme der Postbank wirklich leisten, weswegen es durchaus möglich ist, dass letztlich alles doch noch ganz anders kommt. In jedem Fall darf man auf die morgige Aufsichtsrats-Sitzung der Deutschen Bank gespannt sein, denn die Lösung des „Problems Postbank“ dürfte schwieriger werden als angenommen..!

VW, BMW, Daimler und Porsche – Wenn die Hausse-Treiber schwächeln…

Die VW Aktie glänzt bereits seit einigen Tagen durch offensichtliche Schwäche und dies ist offenbar nicht nur dem internen Machtkampf zwischen Winterkorn und Piech geschuldet, sondern wohl eher den damit im direkten Zusammenhang stehenden Problemen des Konzerns. Im Einzelnen sind diese ja auch weitestgehend bekannt und waren der Auslöser dafür dass sich der VW-Patriarch nun öffentlich gegen seinen „Ziehsohn“ gestellt hat, obwohl dieser während seiner Amtszeit, in vielen anderen Bereichen, neue Rekorde aufgestellt hat. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille, denn offensichtlich brodelt es unter der Haube des VW Konzerns kräftig…

Der Machtkampf scheint in der ersten Runde nun entschieden zu sein, hinter den Kulissen dürfte er aber weiter toben, da ich mir nicht vorstellen kann dass ein Herr Piech sich so einfach geschlagen gibt! Die Probleme bei VW, insbesondere auf der Kostenseite, sind weiterhin existent und dürften auch in naher Zukunft immer wieder mal auf den Aktienkurs drücken. Der Chart der Volkswagen Aktie sieht im Moment somit auch nicht sehr vertrauenserweckend aus. Mit dem Rutsch unter die Unterstützung um 229,- Euro, und dem heutigen Re-Test mit anschließendem Fall darunter, dürfte die Aktie jetzt wohl den nächsten Unterstützungsbereich ansteuern.

Wohin kann die VW Aktie jetzt fallen

Noch ist es zu früh daraus etwas für den Gesamtmarkt abzuleiten, denn immer wenn die vorigen Hausse-Treiber unter Druck geraten ist grundsätzlich äusserste Vorsicht angesagt, aber der wieder anziehende Ölpreis und der Euro haben durchaus das Potenzial das Blatt für den gesamten Sektor zu wenden. Die Porsche Aktie leidet natürlich mit dem Mutterkonzern mit, bei Daimler sieht es (noch) nach einer eher gesunden Konsolidierung aus ebenso wie bei BMW, wenn auch bereits etwas wackelig. Einzig die französischen Autobauer Peugeot und vor allem Renault glänzen nach jüngsten Heraufstufungen durch diverse Analysten durch relative Stärke.

Fazit: Das Problem bei VW scheint im Moment eher noch „hausgemacht“ zu sein. Dennoch sollte der Automobilsektor als einer der wesentlichen Taktgeber dieser Hausse nun intensiver beobachtet werden. Aus charttechnischer Sicht hat die Volkswagen Aktie jetzt durchaus weiters Korrekturpotenzial bis in den Bereich zwischen 114,- und 118,- Euro. Mit dem Unterschreiten der 218er Marke rückt sogar das Erreichen des 50er Fibonacci-Retracements bei ca 205 Euro wieder in greifbare Nähe, wie ich bereits in diesem Artikel vom 18.03.2015 angemerkt habe. Der Kursrutsch bei VW fing im Übrigen schon vor dem Bekanntwerden des internen Machtkampfes an…!

Yahoo – miese Zahlen und ein möglicher Kursrutsch…

Das Online-Urgestein Yahoo hat gestern Abend nachbörslich Zahlen für das abgelaufene Geschäftsquartal vorgelegt und dürfte die Anleger damit kräftig enttäuscht haben. Sowohl der Umsatz enttäuschte als auch der Gewinn schrumpften überraschen deutlich. Im Zeitraum Januar bis März erzielte der Internetkonzern nur noch einen  Gewinn in Höhe von 21 Millionen Dollar. Zum Vergleich – wurde noch im Vorjahresquartal ein Ertrag von 312 Millionen Dollar ausgewiesen. Der Umsatz konnte zwar auf den ersten Blick um 8 Prozent auf 1,23 Milliarden Dollar gesteigert werden, ohne die „Sondererlöse“ durch Weiterleitungen von Nutzern an Partner-Websites waren es jedoch nur 1,04 Milliarden Dollar. Dies entspricht einem Rückgang um knapp 5 Prozent.

Yahoo Aktie Chart mit Trends und Gaps

Die Konzernlenkerin Marissa Mayer versucht bereits seit längerem den Konzern wieder fit zu trimmen, um den Anschluss an die Weltspitze nicht zu verlieren. Google und Facebook dominieren in fast allen Geschäftsbereichen. Die jüngsten Sparbemühungen im Unternehmen scheinen aber ebenso wenig Früchte zu tragen wie die operativen Anstrengungen, weswegen ich bereits vor einigen Wochen eher zur Zurückhaltung bei der Aktie geraten hatte. Mit der geplanten Ausgliederung (Spin Off)  des Alibaba Anteils dürfte der Mutterkonzern zudem weiter an Substanz und Attraktivität für Anleger verlieren. Die Frage ist immer noch wieviel Yahoo dann am Ende noch übrig bleibt…?

Hinzu kommt nun noch die äusserst angespannte charttechnische Lage, die demnächst wohl doch noch erwarten lässt, dass die Aktie tendenziell fallen wird. Nachbörslich verlor die Aktie gestern Abend zwar „nur“ knapp zwei Prozent, die aber den Ausschlag über den Kursverlauf für die kommenden Wochen geben könnten. Mit einem entsprechenden Kursrutsch wäre die Aufwärtstrennlinie gebrochen, auch wenn eine zweite Linie durch den Peak im Oktober hier noch als weiterer Wendepunkt dienen könnte (siehe Chart). Das nächste logische Kursziel wäre dann die Kurslücke bei ca. 40,55 Dollar.  Die hier gestellte Frage: „Rebound oder Kursrutsch“ steht somit wohl unmittelbar vor der Beantwortung. Es besteht zwar durchaus die realistische Möglichkeit, dass in dem allgemein positiven Börsenumfeld sogar solch schwache Zahlen wieder gekauft werden, doch mittelfristig droht hier die Entstehung einer SKS- Umkehrformation, wenn die Aktie jetzt deutlich nachgibt…!?

Der Lufthansa Aktie droht der Absturz…

Die Lufthansa Aktie bleibt auch weiterhin unter Druck. Heute droht der Aufwärtstrend endgültig zu kippen, womit ein erneuter Test der Tiefstände vom Oktober 2014 immer wahrscheinlicher wird. Die jüngsten Entwicklungen machen der Kranich-Linie weiterhin ernsthaft zu schaffen, denn momentan läuft so ziemlich alles gegen die Aktie. Meine Warnung vor allzu großem Optimismus vor einigen Wochen war somit wohl berechtigt. Nicht der Absturz der Germanwings Maschine dürfte hier den Ausschlag gegeben haben sondern vielmehr die Tatsache dass es nicht gelungen ist trotz der deutlich gesunkenen Treibstoffkosten weitere positive Effekte in die letzte Quartalsbilanz zu zaubern. Die Streikwelle der Mitarbeiter, die den Konzern bereits seit Monaten belastet, könnte also letztlich auch zum ganz großen Bumerang für die Angestellten der Airline werden…

Die Lufthansa Aktie ist charttechnisch angeschlagen

Der Chart zeigt eindrucksvoll die Schwäche der Aktie, die nun droht nach unten abzukippen. Der wieder anziehende Ölpreis und damit verbunden erhöhte Treibstoffkosten werden wohl im zweiten Quartal des Jahres entsprechend zu buche schlagen. Dieser Faktor wird hier nun eingepreist und dürfte mit der Ölpreisentwicklung einigermaßen synchron laufen. Als Lufthansa Aktionär ist man also durchaus gut beraten der kurzfristigen Entwicklung am Rohölmarkt etwas mehr Beachtung zu schenken…Hinzu kommt noch, dass sich der letzte Anstieg im DAX inzwischen ernsthaft zu einer klassischen Bullenfalle entwickeln könnte, und deutlich tiefere Index-Notierungen nun nicht mehr ausgeschlossen werden können. Selbstverständlich wird eine solche Entwicklung auch zusätzlichen Druck auf die Lufthansa Aktie ausüben!

Mit dem Unterschreiten des 61,80er Fibonacci-Retracement bei 12,58 Euro wurde das erste Verkaufssignal generiert. Im weitern Verlauf wurde die Unterstützung bei 12,49 Euro unterschritten und schließlich nun der hier eingezeichnete Aufwärtstrend nach unten verlassen. Gelingt es den Bullen nicht die Aktie kurzfristig wieder in diesen Trendkanal zurück zu buchsieren ist erst bei ca. 11,89 Euro die nächste charttechnische Unterstützung zu finden. Achten Sie also darauf ob auf Tagesbasis das letze Verlaufstief bei 12,35 Euro gehalten werden kann…! Wenn nicht könnte das Ziehen der Reißleine am imaginären Fallschirm möglicherweise eine gute Entscheidung darstellen.

Die Apple Aktie und der (vielleicht) finale Kursschub auf 146,- Dollar..!

Der Apple Chart, den ich Ihnen hier präsentiere ist sicherlich nicht neu und vielleicht auch nicht unbedingt originell, aber dennoch beachtenswert. Wie wir Börsianer ja nun wissen finden sich in manchen Chart immer wieder gewisse Symmetrien, die auf ein künftiges Ereignis hindeuten. Genau eine solche Situation können wir aktuell bei der Apple Aktie bewundern…

Deutlich zu erkennen ist die Chartformation vor dem letzten großen Anstieg der Aktie, die sich aus einem abwärts gerichteten Trendkanal und eine Fünf-Wellen-Korrektur zusammen setzt, bevor die Aktie dann plötzlich nach der Bekanntgabe der Quartalszahlen regelrecht explodiert ist. Auch heute finden wir wieder exakt die selbe Situation bei der Apple Aktie vor. Nicht identisch – sinngemäß aber gleich. Lediglich die fünfte Welle im Chart gefällt mir nicht, da sie nicht besonders ausgeprägt ist und mindestens bis zu der hier eingezeichneten roten Linie hätte laufen sollen. Die Aktie befindet sich stattdessen bereits seit Anfang diesen Monats in einem neuen Aufwärsttrend der sich durch höhere Tiefs und höhere Hochs auszeichnet – wenn auch nur marginal!

Apple Aktie Chart Analyse vor Q1/215

Grundsätzlich ändert dies aber nichts daran, dass diese gut bekannte Chartformation mit einem hohen Prozentsatz an Wahrscheinlichkeit erneut nach oben aufgelöst wird, wenn Apple am 27.04.2015 seine Quartalszahlen präsentiert. Ein wirklich schlechtes Ergebnis erwartet hier wohl niemand. Die spannende Frage ist aber, wie der Ausblick auf das kommende Quartal sein wird, und ob die Apple Watch dann einen nennenswerten Beitrag zu diesem Ergebnis leisten kann? Nach dem letzten Rekordquartal sollte man also nicht unbedingt mit einem weiteren schnellen Anstieg um 30,- Dollar, wie beim letzen mal, rechnen, ein Sprung in den Bereich um die 145,- Dollar halte ich jedoch für möglich.

Mein bereits im November 2014 ausgegebenes Kursziel für die Apple Aktie ist ja bereits seit längerem bekannt und unverändert! 146,- Dollar halte ich für realistisch und erreichbar, zumal ein kräftiger Anstieg der Aktie dann eine neue Chartformation produzieren würde, die genau dort ihren Zielkurs hat. Eine Tasse zwischen knapp 134,- und ca 122,- Dollar macht 12,-  Dollar obendrauf – et voilá. Ob es denn auch so kommt werden wir in der kommenden Börsenwoche erleben…. Am Ende sei noch erwähnt, dass das was offensichtlich ist und von der Mehrzahl der Anleger erwartet wird, eher selten dann auch eintrifft. Das ist zusammen mit einem möglichen Schwächeanfall des Dollar der einzig negative Faktor den ich hier im Moment sehe…

Commerzbank und Deutsche Bank kippen nach unten weg…

Die Aktien der beiden deutschen Banken, Commerzbank und Deutsche Bank kippen heute nach unten weg. Zum einen dürfte dies an dem heutigen Schwächeanfall des Dax liegen zum anderen beeinflussen einmal mehr negative Nachrichten die beiden Aktienkurse. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz hat eine Sonderprüfung gegen die Deutsche Bank in Planung. Zudem ist das Geldhaus mal wieder in der Kritik wegen der Geschäfte mit Agrar-Rohstoffen. Die Commerzbank hingegen hat heute den Spekulationen über eine Reduktion der Filialen eine Absage erteilt. Anleger hatten wohl gehofft dass auch hier weitere Einsparungen das Ergebnis dauerhaft verbessern würden.

Deutsche Bank Aktie Chart 12 Monate

Aus charttechnischer Sicht ist mit der heutigen Bewegung noch nicht allzu viel passiert. Dennoch sollte man diese wohl ernst nehmen, denn weder die guten Vorgaben der US Banken im Allgemeinen noch das hervorragende Ergebnis von Goldman Sachs im Speziellen haben bislang auf die beiden deutschen Aktien abgefärbt. Der Dax droht unter die 12.000 Punkte Marke zu fallen und könnte damit weiteres Abwärtspotenzial bis zu nächsten nennenswerten Unterstützung im Bereich zwischen 11.750 und 11.800 Punkten generieren. Erst unter dieser Haltezone droht dann ein weiterer Kursrutsch zur glatten 11.000er Marke.

Commerzbank Aktien Chart 15 Monate

Die Vorgaben am heutigen Tag sind also nicht gerade berauschend, insbesondere für die beiden Bankaktien. Die Deutsche Bank Aktie dürfte nun das vorige Ausbruchsniveau aus der Keilformation erneut ansteuern, die Commerzbank Aktie wird bei einer weitergehenden Korrektur des DAX  dann aller Wahrscheinlichkeit nach die Unterstützung bei 11,85 Ero erneut von oben testen. Schlimmstenfalls droht hier dann der Rückfall in den seit Anfang 2014 bestehenden Abwärtstrend. Ebenso wie bei der Deutschen Bank Aktie ein erneutes Eintauchen in die Keilformation.

Für langfristig orientierte Investoren ergibt sich damit erst einmal kein Handlungsbedarf, da die zu erwartenden Kursbewegungen durchaus als regelkonform bezeichnet werden können. Kritisch wird es hingegen dann, wenn die hier genannten Trendlinien nach unten verletzt werden. Kurzfristig agierende Trader sollten ihre bestehenden Positionen wohl eher eng absichern oder verkaufen, um dann zu einem späteren Zeitpunkt einen Neueinstig zu wagen. Beide Aktien machen einen kurzfristig angeschlagenen Eindruck…. eine immer noch mögliche Pleite Griechenlands würde diese Situation wahrscheinlich nicht unbedingt verbessern. Kurzum: Die beiden Aktien muss man vorerst nicht unbedingt im Depot haben, bis etwas mehr Klarheit über die künftige Zusammensetzung der europäischen Währungsunion herrscht…!

Die Bilfinger Aktie schließt die beiden Gaps – Was kommt danach?

Wie zu erwarten war und wie ich hier auch mehrfach geschrieben habe steuert die Billfinger Aktie zielgerichtet darauf zu die beiden offenen Kürslücken, die jeweils nach einem weiteren Gewinnwarnung entstanden sind, wieder zu schließen. Das erste große Gap wurde heute zugemacht und das zweite ist nur noch wenige Cents entfernt. Man kann also davon ausgehen dass auch diese Kurslücke nun noch geschlossen wird. Die eigentlich spannende Frage ist eher was danach passieren wird…!

Die Bilfinger Aktie schließt die beiden Kurslücken

Der Anstieg der Aktie verlief zuletzt sehr dynamisch. Mit dem heutigen Kursverlauf hat sich der Trend noch einmal beschleunigt und der hier eingezeichnete Aufwärtstrend wurde dynamisch nach oben verlassen. Ich persönlich gehe nun davon aus, dass diese leichte Übertreibung nach Erreichen des Ziels (Gap Close) dann wieder korrigiert wird und die Aktie zumindest in den alten Trend zurück fällt. Gewinnmitnahmen sollten also durchaus an dieser Stelle überlegt werden. An der grundsätzlichen Situation des Baukonzerns hat sich nicht viel geändert. Der Absturz von 93,- auf knappe 40,- Euro stellte hingegen eine Übertreibung nach unten dar, die nun wieder abgebaute wurde. Bis das dritte Gap bei ca. 84,- Euro nun geschlossen wird dürfte es noch ein wenig dauern, denn dazu sind die Fundamentaldaten einfach noch zu schlecht. Der Erholungs-Trade ist damit spätestens bei ca. 61,- Euro beendet!

GoPro Aktie mit Ausbruchsversuch und Kursziel 53,50 Dollar?

Die Aktie des Action-Kamera Herstellers GoPro arbeitet gerade an einem Ausbruch aus dem mittelfristigen Abwärtstrend nach oben. Bereits seit Tagen fällt die Aktie durch besondere Stärke auf, die sich auch heute weiter fortsetzt. Mit dem Kurssprung des heutigen Handelstages hinterlässt die Aktie einen Kurslücke, die es eventuell noch zu schließen gilt bevor dieser Anstieg dann im Anschluss wieder aufgenommen wird. Dennoch ist bei diesem Setup im Moment noch etwas Vorsicht angesagt, da der jüngst Kursverlauf hauptsächlich aus einem positiven Analysenkommentar resultiert, der bereits gestern nachbörslich zu einem kräftigen Anstieg geführt hat. Nicht selten wird ein solcher Versuch den Aktienkurs vor einem Verfallstag zu beflügeln umgehend revidiert…

GoPro Aktie Chart Analyse

Wie man in dem Chart deutlich sehen kann scheint die Aktie nun aber die seit Februar aktuelle Bodenbildung vollenden zu wollen. Hierzu ist zwingend ein Schlusskurs über der Marke von ca 46,35 Dollar erforderlich, mit der die GoPro Aktie aktuell kämpft. Anschließend muss noch die hier eingezeichnete Abwärtstrend-Linie nach oben verlassen werden. Gelingt der Ausbruch endgültig, sollte ein entsprechend dynamischer Kursanstieg diesen bestätigen, der dann bis zum Gap Close bei ca 53,50 Dollar führen kann. Scheitern die Bullen hingegen, droht ein weiterer Rücksetzer in Richtung der hier eingezeichneten roten Abwärtstrend-Linie. Mit entsprechend engem Stopp unterhalb der offenen Kurslücke und einem Kauf des Gaps kann ein Trade auf den Ausbruch also durchaus interessant sein..!

Intel erfüllt Erwartungen, ASML mit verhaltenem Ausblick

Auch die Chipbranche verdient immer einen intensiveren Blick wenn es um die Veröffentlichung der Quartalsbilanzen geht. Der US Konzern hat gestern Zahlen für die letzte drei Monate vorgelegt und die Erwartungen des Marktes getroffen. Zwar gab es hier keinen wirklichen Grund zum Jubeln, denn auch weiterhin belastet der schwächelnde PC Markt das Geschäft, dennoch konnte der Konzern die bereits im Vorfeld deutlich gesenkte Prognose erreichen. Für das nun laufende Geschäftsjahr erwartet der größte Chiphersteller der Welt nun gemäßigtes Wachstum. Man geht unter anderem auch davon aus, dass auch die Nachfrage nach Prozessoren für PCs wieder leicht anziehen wird. Woher diese Annahme allerdings kommt blieb offen… Insgesamt bleibt bei mir, auch nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen, ein leicht fader Beigeschmack. Die Intel Aktie hat zuletzt stark korrigiert. Die Zahlenvorlage sollte der Aktie heute wieder etwas Auftrieb geben. Einen erneuten Rücksetzer unter die wichtige Marke bei ca. 30,- Dollar würde ich aber grundsätzlich nicht ausschließen.

Bei Euros größtem Chipzulieferer ASML hingegen verlief das erste Quartal durchaus erfreulich. Der Umsatz konnte auf Jahresbasis um knapp 10 Prozent auf 1,65 Milliarden Euro gesteigert werden. Die operative Marge erhöhte sich gar von 44 auf nun 47,2 Prozent, womit auch der Gewinn deutlich zulegen konnte. Mit 403 Millionen Euro lag die Steigerung hier bei stolzen 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Für das nun angelaufene zweite Quartal rechnet ASML hingegen mit leicht rückläufigen Umsätzen und einer etwas geringeren Marge. Die Ergebnisse lagen trotz aller positiver Nachrichten nur leicht über den Erwartungen der Analysten, womit grundsätzlich eher mit leichten Abschlägen zu rechnen ist, da die ASML Aktie bereits im Vorfeld der Zahlenvorlage deutlich zulegen konnte und der Ausblick eher verhalten ausfiel.

JP Morgan, Wells Fargo, Bank of America, Citigroup und Goldman Sachs geben den Ton an

Nach einem äusserst erholsamen Urlaub über Ostern melde ich mich heute bei Ihnen zurück, liebe Investors Inside Leser. Ich habe die Tage genutzt um meine Batterien wieder einmal voll aufzuladen und mir umfangreiche Gedanken zum aktuellen Marktgeschehen zu machen. Zu Beginn möchte ich aber nicht auch noch in das gleiche Horn wie viele andere Analysten blasen und auf die deutliche Überhitzung des Marktes hinweisen, sondern eher ein paar Fakten zusammentragen die in den kommenden vier Wochen durchaus marktbestimmend sein werden…

Griechenland bereitet einen möglichen Zahlungsausfall vor – war heute zu lesen und der DAX gab unmittelbar nach diesen Meldungen deutlich nach. Die griechische Regierung hat dies natürlich umgehend dementiert! Insgesamt bleibt aber nicht nur die Lage in Athen äusserst angespannt, sondern auch die Nerven der Anleger. Auch wenn die Mehrheit inzwischen von einem Scheitern der europäisch-griechischen Bemühungen ausgehet, sind die daraus resultierenden Folgen weiterhin nicht absehbar. Die Aktienmärkte nähern sich somit einmal mehr einem äusserst kritischen Punkt und es kann sicherlich nicht schaden kurzfristig etwas vorsichtiger zu werden und die bestehenden Gewinne abzusichern.

Auch das sogenannte „Tax Selling“ in den USA könnte heute noch einmal für deutliche Bewegung bei der ein oder anderen Aktie sorgen. Die Deadline am 15. April rückt immer näher. Bis zu diesem Termin können US Anleger ihre Aktienverluste realisieren, um damit dann die Steuerlast bei den Gewinnpositionen zu verrechnen. Sprich sowohl die besonders schlecht gelaufenen Aktien als auch die „Outperformer“ des Jahres rücken heute in den Fokus der Anleger. Statistisch gesehen passiert – nochmalerweise – nicht allzu viel in den letzten beiden Tagen vor diesem Termin, jedoch gibt es auch Ausnahmen wie beispielsweise im Jahr 2000 als die US Indizes in dieser Zeit regelrecht abstürzten…

Auf der anderen Seite startet heute die Berichtssaison so richtig durch und damit demnächst auch die Dividendensaison hierzulande. Traditionell befinden wir uns also in einigen Tagen eher noch einmal in einer starken Phase des Marktes, die bis Mitte Mai andauern könnte. Insbesondere die Quartalsberichte der US-Banken dürften hierbei die Richtung für einige Sektoren angeben. Gelingt es die relativ niedrigen Erwartungen zu schlagen dürften die Indizes vor einem erneuten Kursschub stehen. Den Anfang machen heute JP Morgan und Wells Fargo, morgen folgt dann die Bank of America und am Donnerstag die Citigroup und Goldman Sachs. Die US Bilanzen dürften auch auf die Commerzbank Aktie und die Deutsche Bank Aktie einen entsprechend positiven… oder negativen Einfluss haben (!)

Fazit: die nächsten Tage werden noch einmal sehr spannend. Die EZB Sitzung morgen könnte einmal mehr einen extremen Effekt auf die Märkte haben, wenn Mario Draghi die Notenbank-Welt wieder in den schillerndsten Farben erscheinen lässt. Eine mögliche Pleite Griechenlands scheint auch weiterhin nur eine Randnotiz wert zu sein, weswegen man den Fokus grundsätzlich eher auf die harten Fakten in Form von Quartalsberichten legen sollte, die uns nun präsentiert werden. Heute könnte es durch das Tax Selling in den USA noch einmal etwas ungemütlich werden, doch vielleicht scheint bereits ab morgen schon wieder die Sonne auf das Börsenparkett. In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern erst einmal eine erfolgreichen Handelswoche und mache mich weiter an die Analyse meiner Charts, die ich Ihnen hier in den kommenden Tagen präsentieren werde!

Tesla – unmittelbar vor dem Absturz?

Ich habe ja in letzter Zeit schon so einiges zu der Aktie geschrieben, doch heute möchte ich noch einmal kurz darauf hinweisen, dass der Titel nun unmittelbar vor dem charttechnischen Absturz steht. Wie erwartet ist die Luft für die Tesla Aktie inzwischen sehr dünn geworden. Mit der heutigen Bewegung ist die Aktie nun wieder bei der so wichtigen Marke von 185,- Dollar angekommen, die als extrem wichtige Unterstützung zu sehen ist. Damit fehlt nun nur noch ein weiterer schwacher Tag um die hier gezeigte charttechnische Formation zu vollenden. Das daraus resultierende Kursziel liegt weiterhin bei 143,- Dollar und errechnet sich nicht nur aus der aktuellen Chart-Formation ansich, sondern ebenfalls durch die Größe der beiden letzten großen Swings von ca. 60,- Dollar..!

Die Tesla Aktie ist charttechnisch gesehen deutlich angeschlagen

Insgesamt zeigt die Aktie bereits seit dem letzten signifikanten Hoch im November deutliche Schwäche. Nicht nur dass die Erwartungen der Anleger auch die Aussagen von Firmenchef Elon Musk zuletzt deutlich zu hoch gehängt wurden, sondern auch operativ scheint es inzwischen immer mehr Zweifel daran zu geben, ob die gesteckten Ziele tatsächlich realistisch erreicht werden können. Insbesondere die weiterhin deutlich hinter den Erwartungen liegenden Verkaufszahlen in China dürften sich zum  ernsthaftet Bremsklotz für dieses Vorhaben und damit auch die Tesla Aktie entwickeln. Die heutigen Daten bestätigen diese Annahme einmal mehr eindrucksvoll.

Fazit: Zuletzt wurde zwischen den Bullen und den Bären hartnäckig um die psychologisch wichtige Marke von 200,- Dollar gekämpft. Dieser Kampf ist nun wohl endgültig von den Bären gewonnen worden, denn ein Rücklauf über die Unterstützungslinie (jetziges Hindernis) bei ca. 192,60 Dollar schein zunehmend schwieriger zu werden. Die Aktie befindet sich somit nicht nur weiterhin in einem intakten Abwärtstrend, sondern könnte demnächst ein ganzes Stockwerk tiefer notieren. Die hier eingezeichneten orangen Trendlinien deuten zudem auf einen demnächst beschleunigten Abwärtstrend hin, der sich gerade ausbildet. Ein möglicher Haltepunkt ist zwar noch das Tief aus dem Mai 2014 bei 177,- Dollar,-, letztlich wäre der Verlust der Haltezone um die 185,- Dollar aber wohl das entscheidende Signal. Vorsicht ist also durchaus angebracht!

Mal schauen was Elon Musk demnächst wieder twittern wird, um genau das zu verhindern…oder eben auch nicht!

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