JP Morgan, Wells Fargo, Bank of America, Citigroup und Goldman Sachs geben den Ton an

Nach einem äusserst erholsamen Urlaub über Ostern melde ich mich heute bei Ihnen zurück, liebe Investors Inside Leser. Ich habe die Tage genutzt um meine Batterien wieder einmal voll aufzuladen und mir umfangreiche Gedanken zum aktuellen Marktgeschehen zu machen. Zu Beginn möchte ich aber nicht auch noch in das gleiche Horn wie viele andere Analysten blasen und auf die deutliche Überhitzung des Marktes hinweisen, sondern eher ein paar Fakten zusammentragen die in den kommenden vier Wochen durchaus marktbestimmend sein werden…

Griechenland bereitet einen möglichen Zahlungsausfall vor – war heute zu lesen und der DAX gab unmittelbar nach diesen Meldungen deutlich nach. Die griechische Regierung hat dies natürlich umgehend dementiert! Insgesamt bleibt aber nicht nur die Lage in Athen äusserst angespannt, sondern auch die Nerven der Anleger. Auch wenn die Mehrheit inzwischen von einem Scheitern der europäisch-griechischen Bemühungen ausgehet, sind die daraus resultierenden Folgen weiterhin nicht absehbar. Die Aktienmärkte nähern sich somit einmal mehr einem äusserst kritischen Punkt und es kann sicherlich nicht schaden kurzfristig etwas vorsichtiger zu werden und die bestehenden Gewinne abzusichern.

Auch das sogenannte „Tax Selling“ in den USA könnte heute noch einmal für deutliche Bewegung bei der ein oder anderen Aktie sorgen. Die Deadline am 15. April rückt immer näher. Bis zu diesem Termin können US Anleger ihre Aktienverluste realisieren, um damit dann die Steuerlast bei den Gewinnpositionen zu verrechnen. Sprich sowohl die besonders schlecht gelaufenen Aktien als auch die „Outperformer“ des Jahres rücken heute in den Fokus der Anleger. Statistisch gesehen passiert – nochmalerweise – nicht allzu viel in den letzten beiden Tagen vor diesem Termin, jedoch gibt es auch Ausnahmen wie beispielsweise im Jahr 2000 als die US Indizes in dieser Zeit regelrecht abstürzten…

Auf der anderen Seite startet heute die Berichtssaison so richtig durch und damit demnächst auch die Dividendensaison hierzulande. Traditionell befinden wir uns also in einigen Tagen eher noch einmal in einer starken Phase des Marktes, die bis Mitte Mai andauern könnte. Insbesondere die Quartalsberichte der US-Banken dürften hierbei die Richtung für einige Sektoren angeben. Gelingt es die relativ niedrigen Erwartungen zu schlagen dürften die Indizes vor einem erneuten Kursschub stehen. Den Anfang machen heute JP Morgan und Wells Fargo, morgen folgt dann die Bank of America und am Donnerstag die Citigroup und Goldman Sachs. Die US Bilanzen dürften auch auf die Commerzbank Aktie und die Deutsche Bank Aktie einen entsprechend positiven… oder negativen Einfluss haben (!)

Fazit: die nächsten Tage werden noch einmal sehr spannend. Die EZB Sitzung morgen könnte einmal mehr einen extremen Effekt auf die Märkte haben, wenn Mario Draghi die Notenbank-Welt wieder in den schillerndsten Farben erscheinen lässt. Eine mögliche Pleite Griechenlands scheint auch weiterhin nur eine Randnotiz wert zu sein, weswegen man den Fokus grundsätzlich eher auf die harten Fakten in Form von Quartalsberichten legen sollte, die uns nun präsentiert werden. Heute könnte es durch das Tax Selling in den USA noch einmal etwas ungemütlich werden, doch vielleicht scheint bereits ab morgen schon wieder die Sonne auf das Börsenparkett. In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern erst einmal eine erfolgreichen Handelswoche und mache mich weiter an die Analyse meiner Charts, die ich Ihnen hier in den kommenden Tagen präsentieren werde!

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