Author Archives: Lars

Freeport-McMoRan Inc – Weitere 20% Abwärtspotenzial…

Während sich die meisten Analysten bereits vor Wochen schon sehr positiv über die Aktie von Freeport-McMoRan Inc ausgelassen hatten, war ich da grundsätzlich deutlich skeptischer. Der Grund war nicht nur der immer weiter fallende Kupfer-Preis und natürlich auch die schwächelnden Goldnotierungen, sondern vor allem die charttechnische Konstellation. Morgen nun wird der Rohstoff-Förderer seine Zahlen zum abgelaufenen Quartal präsentieren. Offensichtlich erwartet die Mehrzahl der Marktteilnehmer nicht unbedingt positiver Überraschungen, betrachtet man den jüngsten Kursverlauf der Feeport Aktie…

Im längerfristigen Chart lässt sich eine massive Unterstützungslinie ausmachen, die derzeit bei ca. 12,- Dollar verläuft, und auf die ich schon einmal vor Wochen hingewiesen habe. Die Dynamik mit der die Aktie zuletzt in Richtung dieser Linie unterwegs gewesen ist, lässt also befürchten dass wir diese Kurse noch sehen werden, bevor es dann möglicherweise wieder aufwärts gehen kann. Das klingt aus heutiger Sicht für die bereits investierten und inzwischen arg gebeutelten Anleger wahrscheinlich wenig verlockend, ist aber so.

Selbstverständlich ist auch das Gegenteil möglich, falls es dem Unternehmen gelingen sollte morgen positiv zu überraschen. Ein schneller und kräftiger Kursanstieg wäre dann wohl die Folge. Ich persönlich gehe aber erst einmal lieber von dem negativen Szenario aus, welches dann durchaus seinen Charme hat um eine erste Position bei Freeport Mc Moran zu wagen. In beiden Fällen ist die Freeport Aktie nun aber einen ersten ernsthaften Blick wert. Das aktuelle Kursniveau könnte für langfristig orientierte bereits Anleger interessant sein, sofern man davon ausgeht, dass sich die Rohstoffpreise – allen voran Kupfer – demnächst wieder stabilisieren werden.

Am Ende bleibt also die Frage nach dem richtigen Timing. Die Aktie vor der Quartalsbilanz zu kaufen halte ich für äußerst risikoreich, da hier das Überraschungspotenzial wohl eher auf der Unterseite zu finden ist, zumal der Kupfer-Preis aktuell an einer äusserst kritischen Marke notiert. Ein weiterer Kursrutsch um bis zu 20 % muss sowohl beim Kupfer als auch bei der Freeport Aktie momentan einkalkuliert werden…!

Verrückte BörsenWelt – Apple, Netflix, Tesla, Microsoft, Yahoo, GoPro und IBM

„Die Börse ist ein seltsames Wesen…“ Mehr muss man zu der gestrigen Zahlenveröffentlichung diverser Unternehmen an der Wall Street wohl nicht schreiben. Allen voran wäre damit die „seltsame“ Kursreaktion auf die Apple Zahlen gemeint. Der Konzern aus Cupertino hat es einmal mehr geschafft die ohnehin schon sehr hohen Erwartungen noch einmal zu übertreffen. Der Gewinn stieg von 7,75 auf 10,68 Milliarden Dollar was einem Ertrag pro Aktie von 1,85 Dollar entspricht. Erwartet wurden hier 1,80 bis 1,81 Dollar je Aktie. Auch die iPhone Verkäufe nahmen noch einmal deutlich zu…

Der Umsatz kletterte im letzten Quartal auf 49,6 Milliarden Dollar von zuvor 37,43 Milliarden. Hier wurde zwar die runde Marke von 50 Milliarden nicht ganz erreicht, Analysten waren im Schnitt aber nur von 49,3 Milliarden Dollar ausgegangen. Auch die Bruttomarke konnte wieder leicht von 39, 4 auf 39,7 Prozent gesteigert werden. Damit hat Apple sowohl alle selbst gesteckten Ziele teilweise deutlich übertroffen, als auch die der Analysten.  Die Aktie fiel nachbörslich dennoch um 8 Prozent(!)

Apple Aktie nach Q2 Zahlen

Ich persönlich wüsste nicht warum bspw. eine Netflix Aktie aufgrund von höheren Abonnentenzahlen an einem Tag um Milliarden mehr wert sein sollten, obwohl sie deutlich weniger Geld verdienen. Es ist auch nicht logisch dass die Tesla Aktie erneut in Richtung der 285,- Dollar Marke marschiert ist, bevor dann endlich wieder eine Korrektur einsetzte, oder warum eine Microsoft Aktie nach dem gestern verkündeten Umsatzrückgang nur 3 Prozent an Wert verliert. Ebenso wenig ist mir der geringe Verlust der Yahoo Aktie klar, die nicht nur fundamental, sondern auch aus charttechnischer Sicht, fast schon zwingend in Richtung der 35,- Dollar Marke marschieren sollte. Einzig nachvollziehbar ist der Aktienkurs von IBM nach dem x-ten Umsatzrückgang, ebenso wie der Kursanstieg bei GoPro… Keinesfalls rechtfertigen aber die gelieferten Apple Zahlen einen derartigen Rückgang der Aktie!

Im Chart oben sind deutlich die Kurslücken zu sehen, die der jüngste Anstieg vor den Zahlen hinterlassen hat. Diese wurden nun mit einem Schlag allesamt geschlossen, wenn natürlich nicht unbedingt sauber und im klassischen Sinn. Dennoch würde ich hier nun nicht ausschließen wollen, dass es sich bei der Kursbewegung im späten US Handel gestern um eine eher technisch basierte Bewegung (mal wieder von Computern verursacht) gehandelt hat. Es droht nun eine Top-Formation, wenn sich die Aktie im heutigen Handel nicht wieder erholen kann.

Noch sollte man also die Flinte sicherlich nicht ins Korn werfen und sich zu irgendwelchen Panik-Handlungen verleiten lassen, denn möglicherweise ist genau das der Plan! Zudem sowohl die gelieferten Apple Zahlen als auch der Ausblick viel zu stark als das dies eine weiterführende Korrektur rechtfertigen würde. Dennoch, weiß man natürlich nie so genau was der hinterhältige Mr. Market im Schilde führt..  Der heutige Handelstag dürfte also für Apple Aktionäre sehr spannend werden…!

Tesla – Was ist da los?

Die Tesla Aktie kommt heute ein wenig unter die Räder, nachdem die UBS ihre eher negative Sichtweise auf die Entwicklung bei der Elektroauto-Schmiede erneut bekräftigt hat. Der Analyst reduzierte sein Kursziel von 220,- auf nunmehr 210,- Dollar und setzte den Titel auf „sell“.  Zuvor hatte die Aktie gestern erneut einen Anlauf auf das All-Time-High bei 291,42 Dollar gemacht. Es gelang aber nicht diese Kursregion wieder zu erreichen, womit nun theoretisch die Ausprägung einer Top-Formation droht. Aktuell befindet sich die Aktie vorbörslich bereits mit knappen fünf Prozent im Minus und notiert bei 268,- Dollar. Ob dies heute so bleibt ist allerdings noch offen…

Gelingt es nun den unerschütterlichen Tesla Bullen nicht die Aktie erneut in Richtung des All-Time-High, oder gar darüber zu befördern, könnte hier nun eine Top-Formation die nie enden wollende Rally bei der Tesla Aktie beenden. Dazu müsste der Titel aber wohl erst einmal in Richtung 246,- Dollar nach unten weg brechen. In jedem Fall gilt es nun die Geschehnisse bei der Aktie sehr aufmerksam zu verfolgen. Denn, fundamental ist der Titel für meinen Geschmack ohnehin jenseits von Gut und Böse. Der Umstand dass allmählich immer mehr Analysten den sehr ambitionierten Wachstumszielen misstrauen, könnte also eine gewisses Umdenken unter Investoren einleiten.

Möglicherweise handelt es sich bei der heutigen Kursbewegungen aber auch um das „Luft holen vor dem großen Sprung“, sprich der Anlauf um dann das All-Time High mit Schwung hinter sich zu lassen. Zumindest wäre eine solche Bewegung nicht ungewöhnlich. Bei der Apple Aktie haben wir gerade ähnliches gesehen. Falls der Konzern aus Cupertino heute erneut ausserordentlich gute Zahlen abliefert, stehen die Chancen auf einen Ausbruch nach oben nicht schlecht. Aber das nur am Rande…

Fazit: Kurse unterhalb der 262,- Dollar Marke würde ich bei Tesla als erstes und ernsthaftes Warnsignal sehen. Darüber bleibt die Welt der Tesla Fans, die sich schon seit geraumer Zeit im „Ludicrous Modus“ bewegen, intakt.

Gold-Crash? – Barrick Gold, Goldcorp, Silver Wheaton & Co. im Rausch der Tiefe

Der heutige Markt ist an Spannung mal wieder nicht zu überbieten. Während DAX und co. fröhlich ihre Runden drehen und so tun als wäre nichts gewesen, obwohl nicht nur in Europa einige sehr bedenkliche Dinge passiert sind und noch passieren werden, stürzen verschiedene Rohstoffmärkte in eine tiefe Depression. Allen voran sind dies heute die Edelmetalle, die – wie von mir erwartet und in dem Artikel „Warum man bei Barrick Gold, Goldcorp & Co. immer noch sehr vorsichtig sein muss…“ beschrieben – heute unter wesentliche Marken gefallen sind und somit ein starkes Verkaufssignal liefern. Ein ganz klarer „Risk On“ Modus der Anleger, den ich in dieser Form für zumindest mit einer gewissen Skepsis betrachte…

Goldpreis Chart kurzfristig

Gold schmiert ab. Mit einem deutlichen Kursrutsch unter die letzte Haltezone bei ca 1.130,- Dollar je Unze trieben die Bären die Preis des Edelmetall kurzzeitig bis auf 1.071,- Dollar in die Tiefe. Die spannende Frage ist nun ob dies lediglich der letzte Schocker in dem Trauerspiel um die Edelmetalle war, der auch den letzten verzweifelten Bullen das Handtuch schmeißen lässt? Oder aber ob diese Bewegung nun den Anfang einer weiteren Abwärtsbewegung darstellt, der die Notierungen für Gold nun endgültig unter die wichtige 1.000.- Dollar Marke treiben wird, wie hier bereits vor längerer Zeit skizziert?

Im ersten Fall würden wir nun wohl kurzfristig eine starke Gegenbewegung sehen, die den Goldpreis nicht nur zurück über die 1.130,- Dollar Marke führt, sondern wohlmöglich sogar den Bruch den kurzfristigen Abwärtstrends nach oben zur Folge hätte. Eine klassische Bullen- und Bärenfalle sozusagen, die ich im Augenblick sogar noch leicht favorisieren würde, da dies den Weg des größten Schmerzes für alle Beteiligten darstellen würde. Normalerweise bevorzugt der hinterhältige Mister Market genau diese Variante… Jedoch bin ich mir auch hier nicht mehr so sicher, da die Börse seit geraumer Zeit extrem banal geworden ist… Aber das ist ein anderes Thema!

Goldpreis Chart langfristig

Sicher sein sollte man sich ja ohnehin nie 😉 Und so gilt es nun peinlich genau auf die nächsten Marken bei der Goldpreis-Entwicklung zu achten. Die zweite Variante würde nicht nur große Schmerzen für die Bullen bedeuten sondern wohl auch zu einer endgültigen Marktbereinigung führen. Im Hinterkopf sollte man dann auch behalten, dass in der gesamten Minenbrache eine Konsolidierung einsetzen würde, die durchaus auch das Potenzial hat kleinere und größere Förderer ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Eine Pleite des ein oder anderen Kandidaten kann bei länger anhaltenden Tiefstkursen für Gold unter 1.000,- Dollar keinesfalls ausgeschlossen werden!

Der langfristige Chart von Gold zeigt sehr deutlich um was es hier nun geht. Die mittelfristige Keilformation wurde nach unten aufgelöst, die langjährige Aufwärtstrend-Linie inzwischen deutlich unterschritten. Gelingt es nun nicht sehr bald wieder in Richtung dieser Trendlinie vorzustoßen, sieht es erst einmal ziemlich finster aus für die Goldbullen. Dass sich der jüngste Kursrutsch als klassisches Fehlsignal entpuppt, ist – wie oben beschrieben – möglich und würde dann wohl erste Kaufchancen in dem Sektor bieten. Vorsichtige Anleger schauen sich das Spiel aber lieber erst einmal von der Seitenlinie an…!

Manz – etwas zu viel Euphorie…?

Die Manz Aktie legt heute kräftig zu. Nachdem erst kürzlich eine Umsatz- und Gewinnwarnung die Aktie auf Talfahrt schickte, stürzen sich die Bullen heute zum Handelsbeginn geradezu auf die Anteilsschein des Maschinenbauers – wobei diese Aussage natürlich relativ ist. Die Börsenumsätze sind nach wie vor überschaubar, weswegen man diese neue Euphorie auch noch etwa skeptisch sehen sollte. Grund für das neue Kaufinteresse ist die heutige Meldung, dass das Unternehmen einen neuen Großauftrag abschließen konnte. Dieser kommt aus dem Bereich Energy Storage und hat ein Volumen von rund 50 Millionen Euro. Der Kunde wird auch dieses Mal nicht exakt genannt, lediglich die Information dass dieser aus dem Segment Consumer Electronics kommt.

Bei genauerer Betrachtung der heutigen Pressemeldung fällt auf, dass es sich offenbar nicht um einen Großauftrag handelt, sondern um verschiedene Folgeaufträge, deren Umsatz und Gewinn auch nur teilweise im aktuellen Geschäftsjahr wirksam werden. Der größte Teil dürfte somit wohl erst in der ersten Jahreshälfte 2016 in der Bilanz zu finden sein. Damit ändert sich also unter Umständen gar nicht allzu viel an der kürzlich ausgegebenen Gewinnwarnung…

Grundsätzlich bleibt auch meine persönliche Einschätzung zu dem Unternehmen, und damit natürlich auch zu der Aktie, positiv. Manz ist in den zukunftsträchtigen Segmenten. Electronics, Solar und Energy Storage tätig und verfügt hier über eine hohe Innovationskraft. Dennoch sollte man den heutigen Kursanstieg vielleicht nicht allzu ernst nehmen, denn sowohl aus charttechnischer Sicht als auch fundamental sind aktuell eigentlich keine wesentlich höheren Kurse zu rechtfertigen. Zudem sollte nicht vergessen werden dass hier immer noch einige institutionelle Anleger „short“ sind. Diese werden ein gewisses Interesse daran haben ihre Positionen auch noch im Gewinn zu schließen, bzw. zu den aktuellen Kursen ihre Positionen u.U. weiter ausbauen…

Bereits investierte Anleger freuen sich über die schönen Gewinne und lassen die Positionen weiter laufen, bzw. sichern diese entsprechend ab. Neu einsteigen würde ich zu diesen Kursen aber vorerst nicht mehr!

Netflix – hohes Wachstum und einbrechende Gewinne…

Es ist fast ein wenig wie mit der Euro-Zone… Wachstum um jeden Preis und nur der Umsatz zählt, nicht etwas das was als Gewinn unten rauskommt. Netflix hat gestern erneut Zahlen vorgelegt und die Anleger begeistert. Dabei standen einmal mehr die Zahlen der Neuabonnenten im Vordergrund. Im zweiten Quartal konnten insgesamt 3,3 Millionen neue Nutzer hinzugewonnen werden, was deutlich mehr war als von den meisten Analysten angenommen. Damit beträgt die Zahl der Netflix Kunden nun inzwischen rund 65,6 Millionen Nutzer weltweit.

Der Umsatz stieg dementsprechend von 1,5 Milliarden Dollar auf nunmehr 1,64 Milliarden Dollar, was einem Zuwachs von ca. 23 Prozent entspricht. Leider konnte aber der Gewinn nicht mithalten und viel sogar um satte 63 Prozent auf nur noch 26 Millionen Dollar. Als Hauptgrund dafür gab das Unternehmen den starken Dollar an, weswegen man sich grundsätzlich wohl nicht allzu viel für die kommenden Quartalen ausrechnen sollte, denn der Dollar dürfte weiter zulegen. Ein weiterer Kostenfaktor sind natürlich auch die hohen Expansionskosten, die bei dem vorgelegten Tempo auch weiterhin die Bilanz des Konzerns belasten dürften.

Ungeachtet dessen konnte die Aktie gestern nachbörslich stark zulegen. Nachdem das Unternehmen erst kürzlich einen Aktiensplit im Verhältnis 7 zu 1 durchgeführt hat (…ganz nach dem Vorbild Apple) hat sich der Aktienkurs zunächst von 700 auf ca. 100,- Dollar optisch verbilligt. Nachbörslich legte die Aktie bereits wieder stark zu und notiert mit ca. 108,- Dollar nun bereits wieder deutlich höher. Analysten bewerten den Titel nach wie vor überwiegend mit „kaufen“, wobei die erwarteten Kursziele hier nicht mehr allzu üppig ausfallen, bzw. wenig Potenzial nach oben lassen. Es könnte also sein dass es demnächst erst einmal zu Gewinnmitnahmen bei der Aktie kommt, was durchaus begrüßenswert wäre um den Chart dann wieder etwas „gesünder“ aussehen zu lassen..!

Warum man bei Barrick Gold, Goldcorp & Co immer noch sehr vorsichtig sein muss…

Spannende Tage für Goldanleger… Natürlich beobachte auch ich intensiv die Entwicklung bei den Edelmetallen, die – ehrlich gesagt – nicht sehr vertrauenserweckend aussieht. Vorab kann wohl gesagt werden, dass wir uns hier unmittelbar vor einem wesentlichen Punkt befinden, der über das Wohl und Wehe von Edelmetall-Investments in jeglicher Form entscheidet. Der Chart zeigt einmal mehr einen deutlichen Abwärtstrend, der nun nach unten zu brechen droht…

Gold vor weiterer Abwärtsbewegung?

Ich gebe zu, die aktuelle Situation beim Goldpreis (s.o.o) reizt zum Einstieg. Seit Jahren verlieren Goldanleger nur Geld, sei es in physischem Gold oder auch bei dem Minenaktien wie Barrick Gold, Goldcorp & Co. Erst kürzlich haben die beiden Aktien, ebenso wie natürlich viel kleinere Gold- und Silberproduzenten neue Tiefstände erreicht. Rein psychologisch betrachtet also ein guter Zeitpunkt um sich antizyklisch aufzustellen.

Unten sehen Sie den Chart des weltgrößten Goldproduzenten Barrick Gold. Die Aktie ist zuletzt mit hoher Dynamik unter wesentliche Haltemarken gerutscht. Ob dieser Kursrutsch nun als Vorbote für das physische Gold zu sehen ist sei noch dahingestellt, da jeder Goldproduzent seit dem Verfall des Goldpreises ganz eigene Probleme hat. Zudem besteht die Möglichkeit dass es sich hierbei um ein Fehlsignal oder eine sogenannte Bärenfalle handelt. Dennoch würde ich das Unterschreiten des letzten Tiefs bei Barrick Gold vorsichtshalber als weiteres, deutliches Warnzeichen werten.

Die Barrick Gold Aktie ist Durchgefallen

Fazit: Als Krisenmetall hat Gold in den letzten Monaten oder gar Jahren absolut versagt, weswegen man sich auch von dem Gedanken verabschieden sollte, dass man mit Edelmetallen in Krisenzeiten hohe Renditen erzielen kann. Dennoch, bleibt ein gewisser Depotanteil meiner Meinung nach Pflicht! Denn wenn uns eines nicht so schönen Tages der gesamte Notenbanken-Gelddruck-Rettungs-Wahnsinn um die Ohren fliegt, werden Edelmetalle eine Renaissance erleben. Wie lange es bis zu diesem Punkt noch dauert, kann nicht prognostiziert werden. Aber die Wahrscheinlichkeit dass es irgendwann so sein wird steigt mit jeder weiteren Rettung und Geldinjektion in den Markt. Für den Moment ist Abwarten wohl noch die bessere Strategie, da davon auszugehen ist dass Gold u.U. doch noch einmal deutlich abtauchen wird, um auch den letzten Goldbug zu verscheuchen. Erst dann dreht der Markt für gewöhnlich ganz plötzlich nach oben und startet die nächste Rally…!

China crasht wieder – Achten Sie auf VW, BMW und Daimler…!

Nach einer kleinen Zwischenerholung geben die Aktienkurse in China heute wieder nach.  In Shanghai sehen wir aktuell ein Minus von 4,4%, der SZSE Component notiert 4,66% im Minus und der FTSE China liegt mit ca 2,5 % im roten Bereich. Ich hatte es erwartet und war deswegen auch nicht besonders euphorisch in den letzten Handelstagen. Insbesondere nicht, weil das Platzen von Blasen ein typisches Ablaufmuster hat. In China wurde in den vergangenen Monaten kräftig auf Kredit spekuliert und das muss jetzt erst einmal bereinigt werden. Wie immer trifft es die Unerfahrenen dann besonders hart…

Viele chinesische Anleger sind mit Ihren Positionen kräftig unter Wasser und hoffen auf Besserung. Diese wird aber erfahrungsgemäß nicht eintreten, bis auch der Letzte frustriert das Handtuch wirft. Sprich die Kaufkurse werden nicht mehr erreicht, Anleger können durch einigermaßen geschicktes taktieren lediglich versuchen den Verlust etwas geringer zu halten, sofern ihnen das finanzierende Institut den Spielraum dazu gibt! Privatanleger geraten reihenweise in Bedrängnis, irgendwann muss dann zwangsläufig die Reißleine gezogen werden. Gleiches haben wir hierzulande zuletzt im Neuen Markt oder auch in den USA beim Platzen der Immobilienblase gesehen… Spekulieren Sie also nie nie nie  auf Kredit!!!

Was heißt das jetzt für den hiesigen Markt? Während der Dax zuletzt erstaunliche Stärke zeigte konnten wir beobachten, dass insbesondere die Autobauer zur deutlichen Schwäche geneigt haben, ebenso wie andere Exporttitel. Der Kaufkraftverlust der Chinesen dürfte insbesondere hier voll durchschlagen. Sollte sich die Krise in China nun – trotz aller Zwangsmaßnahmen der chinesischen Regierung – weiter verschärfen, dürften genau diese Aktien ebenfalls in einen Abwärtsstrudel gezogen werden, der letztlich dann dazu führen könnte, dass auch nach und nach auch die „starken“ Aktien immer schwächer werden. VW (!), Daimler, BMW und Co. geben den Ton seit Beginn der Rallye an. Ein weiteres Abrutschen dieser Aktien wird auch beim DAX deutliche Spuren hinterlassen…!

Chinesische Aktien sollte man bis auf wenige Ausnahmen wohl gänzlich meiden. Auch wenn der Rücksetzer noch so sehr zum Einstieg reizt. Insbesondere die viel diskutierten Solar-Aktien wie bspw. Jinko Solar, die aus charttechnischer Sicht noch nicht den Boden gefunden haben dürften. Doch dazu später mehr… vorab sei gesagt, zerrissene Charts mit fünf Gaps oder mehr in weniger als drei Wochen sind grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen! Ähnliches gilt im Übrigen auch für Deutsche Aktien. Sehen Sie sich die Charts einmal etwas genauer an! Ganz nebenbei bemerkt ist der GREXIT offenbar noch nicht vom Tisch! Es besteht also auch weiterhin kein Grund zur Eile sich in diesem Umfeld voll in den Markt zu stürzen!

Warum ich bei Manz noch vorsichtig wäre…

Die Manz Aktionäre hatten zuletzt nicht allzu viel Freude an Ihrem Investment. Auch ich bin hier zwischenzeitlich falsch eingestiegen und umgehend wieder ausgestoppt worden. Heute erfreut die Aktie in dem allgemein euphorischen Umfeld mit einem Sprung von 5% nach oben, allerdings nach wie vor mit nicht überzeugenden Umsätzen. Die Kursreaktion auf die mögliche Einigung mit Griechenland und die wieder anziehenden Börsen in Asien sollte also u.U. noch nicht überbewertet werden…

Manz Aktie vor weiterem Kursrutsch?

Der Grund für diese Annahme ist, dass die Aktie mit dem letzten Kursrutsch unter den vorherrschenden Abwärtstrend in eine Trendbeschleunigung übergegangen ist, die höchstwahrscheinlich das Schließen der noch offenen Kurslücken zum Ziel hat. Wie in dem Chart deutlich zu erkennen ist, warten im Bereich um die 53,50 Euro noch zwei offene Gaps, die beim Ausbruch nach oben im Dezember/Januar hinterlassen wurden. Die hier in der Aktie sehr aktiven Leerverkäufer dürften genau diesen Bereich als Ziel ausgemacht haben. Die geringen Umsätze bei der Manz Aktie machen das Erreichen eines solchen Ziels zudem relativ einfach!

Aktuell haben wir ein Kaufsignal bei der Aktie, das allerdings noch bestätigt werden muss. Damit scheint auch eine kurzfristige Trendwende möglich zu sein, jedoch macht es aus charttechnischer Sicht mehr Sinn wenn vorher noch die Ziele auf der Unterseite sauber abgearbeitet werden…!

China stemmt sich gegen den Ausverkauf…

Griechenland hat sein Reformpaket eingereicht, dass nun wohlwollend geprüft wird. Ansicht keine überraschende Nachricht, jedoch darf man gespannt sein ob diese Maßnahmen nun ausreichen um die Geldgeber zufrieden zu stellen. Letztlich bleibt der griechische Poker damit erhalten und die häppchenweise Kapitulation der Linken Regierung sollte auch weiterhin kritisch beäugt werden. Ich persönlich sehe hier keinen echten Fortschritt. Dennoch, besteht hier nun die grundsätzliche Möglichkeit dass man sich einigt, womit uns aber das Thema Griechenland dann wohl auch in den kommenden Jahren erhalten bleibt…!

Das kursbestimmende Thema ist und bleibt aber der chinesische Aktienmarkt, der sich auch heute wieder deutlich erholen konnte. Gemessen an den vorangegangenen Verlusten fällt die Erholung moderat aus. Vergessen sollte man dabei wohl auch nicht, dass die von der chinesischen Regierung beschlossenen Maßnahmen zur Stützung des überhitzten Marktes durchaus eine gewisse Sprengkraft haben. Wurde der Markt zuvor durch gewisse Maßnahmen immer weiter nach oben katapultiert, stellt sich heute die Frage wie man den Verfall der Kurse nun nachhaltig aufhalten kann. Denn letztlich bedroht die Dynamik des Kursverfalls die gesamte Weltwirtschaft. Ein weiteres Abtauchen der chinesischen Aktienkurse und der damit einhergehende Kaufkraftverlust der Chinesen kann also von niemandem gewünscht sein. Insbesondere nicht von stark exportorientierten, westlichen Unternehmen!

Mit einer freien Entwicklung des Marktes hat das natürlich nicht mehr viel zu tun, aber das kennen wir ja bereits seit Jahren … und das nicht nur aus China! Zur „Rettung“ des angeschlagenen chinesischen Marktes scheint im Moment also jedes Mittel recht zu sein. Heute war zu lesen, dass Versicherungskonzerne dazu „überredet“ wurden massiv Geld in den Kapitalmarkt zu Pumpen. Die Rede war hier von zunächst ca. 17 Milliarden Euro, die verstärkt in Standardwerte investiert wurden. Zuvor wurde es den großen Akteuren am Markt verboten innerhalb der nächsten 6 Monate Aktien zu verkaufen, was sicherlich ein Spiel mit dem Feuer darstellt, denn fallen die Kurse dennoch weiter, dürfte das ein oder andere Finanzinstitut am Tag X mächtig in Schieflache geraten und muss dann wohl erneut vom Staat gestützt werden…!

Und nicht zu vergessen sind aktuell immer noch knapp die Hälfte aller chinesischen Aktien vom Handel ausgesetzt, was per se keinen objektiven Blick auf den tatsächlichen Zustand des inneren Marktes möglich macht! Es sei also noch einmal darauf hingewiesen, dass die aktuelle Situation in China – nicht der mögliche GREXIT – der eigentliche schwarze Schwan sein könnte, der die Gesamtsituation an den Weltbörsen grundsätzlich verändern kann. Ich behaupte nicht dass es so kommen muss, aber das Potenzial für eine deutliche Korrektur an den Märkten war in den letzten fünf Jahren nie höher.

Es kann also nicht schaden die neu eingegangenen Positionen dementsprechend eng abzusichern – insbesondere wenn man chinesische Aktien oder deutsche Autobauer im Depot hat 😉

Aixtron – Jetzt ist es passiert!

Aus aktuellem Anlass hier noch einmal mein Artikel zur Aixtron Aktie vom 19.06.2015: „Vorsicht bei der Aixtron Aktie… Auffällig ist bereits seit Wochen, dass sich eine gewisse Börsenseite offenbar in den Kopf gesetzt hat die Aixtron Aktie „nach oben zu schreiben“. Ein wenig erinnert mich dies an den zweifelhaften Versuch einen lahmenden Gaul beim Pferderennen über die Ziellinie zu brüllen… Der Vergleich sei mir verziehen, aber in der Vehemenz und der Häufigkeit der geposteten Artikel fällt es zumindest auf. Von gigantischem bis gewaltigem Kurspotenzial ist hier u.a. die Rede… der Chart spricht allerdings eine ganz andere Sprache. Und wir wissen ja, letztlich hat der Kurs/Markt immer recht…

Woher dieses unglaubliche Potenzial kommen sollte, erschließt sich mir leider auch nicht. Denn bis auf ein paar Analysten sieht der Markt hier wohl eher weiter sinkende bis „neutrale“ Kurse und vor allem eine weiterhin schwieriges Umfeld für den LED Maschinenhersteller. Ein deutlich zweistelliges KGV ist ebenso wenig attraktiv wie ein KBV von 2,5 oder andere Kennzahlen die ich hier finden konnte. Wie auch immer…der Chart spricht eine deutliche Sprache. Gelingt es den Optimisten nicht die Kurse um den Bereich von 6,30 Euro wieder zu drehen, sollte die Aktie schnell weiter in Richtung 5,85 Euro abtauchen. Danach wird es dann echt unschön... denn dies ist der letzte charttechnische Halt, bevor es dann noch einmal ein ganzes Stockwerk tiefer gehen kann. Auch die Tiefstände aus den Jahren 2008 und 2009 sind dann zumindest vorstellbar. Muss nicht, kann aber…

Lassen Sie sich also nicht von irgendwelchen Marktschreiern zum Kauf einer Aktie verleiten. Das gilt nicht nur für die Aixtron Aktie, sondern generell! Wenn man Dinge nur oft genug wiederholt werden sie dadurch nicht anders oder gar besser. Als kleine Richtlinie zur Selbsthilfe kann es also durchaus sinnvoll sein, wenn man Artikel mit häufig verwendeten Superlativen konsequent meidet… Für Aixtron Interessenten werden höchstwahrscheinlich auch wieder besser Zeiten kommen, wenn man geduldig auf den richtigen Einstiegszeitpunkt warten kann. Grundsätzlich muss man sich aber die Frage stellen ob es nicht interessanter Aktien auf dem deutschen Kurszettel zu finden gibt?!“

LPKF Laser & Electronics – Was ist da los?

Nur eine kleine Randnotiz an einem Morgen, der durchaus interessante Nachrichten zu bieten hat. Wie zu erwarten war ist die LPKF Aktie seit Monaten im Abwärtsmodus. Heute lief dann die Nachricht über den Ticker, dass der Laserspezialist seine Jahresprognose anpassen muss. Für Investors Inside Leser dürfte dies nicht überraschend kommen, da ich frühzeitig davor gewarnt hatte hier der allgemeinen Euphorie vor einigen Monaten zu folgen und blind die Empfehlung eines Börsenmagazins zu kaufen. Leider haben sich meine grundsätzlichen Befürchtungen also bewahrheitet, auch der letzte Trade-Versuch war damit noch deutlich zu früh und wurde schnell wieder abgebrochen.

LPKF Laser senkt heute, aufgrund des deutlich unter den Erwartungen liegenden Auftragseingangs, die Erwartungen für das Gesamtjahr. LPKF rechnet jetzt für das Gesamtjahr 2015 nur noch mit einem von 90 – 110 Millionen Euro ( zuvor 128 – 136 Mio. EUR). Der Break-Even-Punkt ab dem das Unternehmen Gewinne schreibt liegt bei einem Umsatz von knapp 100 Millionen Euro. Somit ist wohl nicht unbedingt von einem deutlichen Gewinn zum Jahresende auszugehen. Die Aktie notiert vorbörslich mit bis zu 14% im Minus.

LPKF Laser Chart

Aus charttechnischer Sicht dürfte die Aktie damit zunächst in dem deutlich erkennbaren Abwärtstrend verbleiben. Die nächste Unterstützung ist nun im Bereich um die 7,- bis  6,90 Euro zu finden. Hält auch diese nicht, droht ein  erneutes Abrutschen der Aktie bis in den Bereich der Tiefstände aus den Jahren 2010 und 2011 bei knapp unter 4,- Euro. Weiterhin gilt also eher „Finger weg“ von dieser Aktie. Erst eine Rückkehr über 8,50 Euro würde das Gesamtbild wieder etwas aufhellen.

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