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BB Biotech mit Milliardenverlust …!

BB Biotech hat in den ersten drei Monaten des Jahres einen Verlust nach Steuern in Höhe von 1,2 Milliarden Schweizer Franken „erwirtschaftet! Im Vorjahr konnte man hier noch einen Gewinn in Höhe von 379 Millionen CHF ausweisen. Das wäre es was ich mit meinem Artikel „BB Biotech – Woher kommt bloß die ganze Euphorie“ gemeint hatte. Eine gesunde Skepsis ist hier aus meiner Sicht angebracht, die Veränderungen im US-amerikanischen Biotechnologie Sektor offensichtlich auch große „Veränderungen bei der schweizerischen Beteiligungsgesellschaft mit sich bringen… (mehr …)

BB Biotech – Woher kommt bloß die ganze Euphorie..?

Die Medien sind bereist seit einiger Zeit nur voll des Lobes für die Aktie der Schweizer Biotech-Beteiligungsgesellschaft BB Biotech. Reihenweise Kaufempfehlungen und das trotz eines Charts der nicht wirklich gut aussieht. Gestern  hat das Unternehmen einen Aktiensplit im Verhältnis 5 zu 1 durchgeführt und die Aktie damit optisch deutlich günstiger gemacht. Ob das dem Aktienkurs nun allerdings auf die Sprünge hilft und die Aktie dadurch tatsächlich attraktiver für Anleger werden wird, bleibt noch abzuwarten…

So manchem Aktionäre könnte der gestrige Handelstag zunächst einmal einen gehörigen Schrecken eingejagt haben, denn die BB Biotech Aktie eröffnete den Handel mit einem satten Minus von 80 Prozent. Allerdings gilt dies wohl nur für Anleger die nicht wirklich aufgepasst haben, denn die Kapitalmaßnahme war im Vorfeld schon länger bekannt. Jeder Anteilseigner erhielt somit gestern für eine alte Aktie nun fünf neue – zunächst also ein Nullsummenspiel. Es sind somit aktuell fünf mal so viele Aktien im Umlauf, was für die künftige Kursentwicklung eine gewichtige Rolle spielen könnte.

Mit dem Aktiensplitt möchte man den Aktienkurs attraktiver gestalten und somit auch mehr Investoren anlocken. Erfahrungsgemäß passiert aber zunächst erst einmal das Gegenteil. Denn meistens fällt ein Aktienkurs nach einer solchen Maßnahe erst einmal, bevor dann irgendwann der gewünschte Effekt eintritt. Die spannende Frage ist nun also bis wohin die BB Biotech Aktie noch „schwächeln“ könnte, bevor sie dann wieder ein Kauf ist. Ich beobachte hier bereits seit längerem den Kurs und möchte meine Sichtweise der Dinge kurz mit Ihnen teilen…

BB Biotech jetzt kaufen?

Die Aktie neigt eindeutig zur Schwäche. Seit dem Hochpunkt bei 71,72 CHF hat der Titel nun inzwischen mehr an Wert verloren als die meisten großen Biotech Unternehmen. Mit einem Aktienkurs von aktuell 44,70 CHF nähert sich die Aktie inzwischen wieder sowohl der langfristigen Aufwärtstrend-Linie (rot) als auch dem offenen Gap bei 42,23 CHF, dessen Schließung ich in jedem Fall noch erwarte. Ein weiterer Rücksetzer in die Nähe der 40,- CHF Marke sollte also einkalkuliert werden! Hier muss sich dann entscheiden ob der Titel neue Stärke zeigen kann und der langfristige Trend bestehen bleibt. Angesichts der etwas angeschlagenen Situation des gesamten US Biotech-Sektors sollte man aber auch mit einem kurzzeitig Unterschreiten rechnen. Das maximale Risiko, bzw. eine hervorragende Kaufgelegenheit würde ich somit im Bereich um die 36,- CHF sehen, die zweitbeste Chance knapp über 40,- CHF – aber eben noch nicht jetzt!

Vergessen werden sollte bei aller medialer Euphorie auch nicht, dass der gesamten Biotech Branche demnächst eventuell heftiger Gegenwind ins Gesicht blasen wird, falls Hillary Clinton die nächste US Präsidentschaft-Wahl gewinnen sollte. Zudem sind Kursentwicklungen und Skandale wie wir sie zuletzt bei Valeant Pharma gesehen haben ein weiterer Risikofaktor für eine Beteiligungsgesellschaft wie BB Biotech, der nicht komplett ausgeblendet werden sollte. Auch der deutliche Gewinnrückgang im vergangenen Jahr kann nicht ignoriert werden. Mir fallen da noch einige weitere Argumente ein, die ein Investment in die Aktie, auch zum nun deutlich reduzierten Aktienkurs, kurzfristig eher risikoreich erscheinen lassen…

Fazit: BB Biotech bleibt eine interessante Aktie für Anleger die nach einem Basisinvestment im Bereich Biotechnologie suchen und den entsprechenden Zeithorizont mitbringen! Der gestern durchgeführte Aktiensplit wird ab einem gewissen Punkt seine Wirkung entfalten. Dieser Punkt dürfte aber noch nicht gekommen sein. Viel mehr muss man unbedingt damit rechnen, dass der gesamte Biotechnologie Sektor in den USA spätestens gegen Ende des Jahres eine weitere Abwärtswelle vollzogen haben könnte, was dann natürlich auch deutliche Auswirkungen auf den BB Biotech Aktienkurs hat.  Denn, inzwischen deutet nahezu jeder Chart der großen US Biotech Unternehmen eher darauf hin, dass hier eine, nach der Eliott-Wellen-Theorie mustergültige Korrekturbewegung, zu erwarten ist. Exemplarisch für die gesamte Branche habe ich Ihnen hier mal den iShares Nasdaq Biotechnologie ETF (IBB) eingestellt, den ich ebenfalls für ein gutes Basisinvestment in den Bereich halte – aber eben noch nicht jetzt!

Sowohl der IBB also auch BB Biotech gehören aber unbedingt auf die Watchlist!

Netflix – hohes Wachstum und einbrechende Gewinne…

Es ist fast ein wenig wie mit der Euro-Zone… Wachstum um jeden Preis und nur der Umsatz zählt, nicht etwas das was als Gewinn unten rauskommt. Netflix hat gestern erneut Zahlen vorgelegt und die Anleger begeistert. Dabei standen einmal mehr die Zahlen der Neuabonnenten im Vordergrund. Im zweiten Quartal konnten insgesamt 3,3 Millionen neue Nutzer hinzugewonnen werden, was deutlich mehr war als von den meisten Analysten angenommen. Damit beträgt die Zahl der Netflix Kunden nun inzwischen rund 65,6 Millionen Nutzer weltweit.

Der Umsatz stieg dementsprechend von 1,5 Milliarden Dollar auf nunmehr 1,64 Milliarden Dollar, was einem Zuwachs von ca. 23 Prozent entspricht. Leider konnte aber der Gewinn nicht mithalten und viel sogar um satte 63 Prozent auf nur noch 26 Millionen Dollar. Als Hauptgrund dafür gab das Unternehmen den starken Dollar an, weswegen man sich grundsätzlich wohl nicht allzu viel für die kommenden Quartalen ausrechnen sollte, denn der Dollar dürfte weiter zulegen. Ein weiterer Kostenfaktor sind natürlich auch die hohen Expansionskosten, die bei dem vorgelegten Tempo auch weiterhin die Bilanz des Konzerns belasten dürften.

Ungeachtet dessen konnte die Aktie gestern nachbörslich stark zulegen. Nachdem das Unternehmen erst kürzlich einen Aktiensplit im Verhältnis 7 zu 1 durchgeführt hat (…ganz nach dem Vorbild Apple) hat sich der Aktienkurs zunächst von 700 auf ca. 100,- Dollar optisch verbilligt. Nachbörslich legte die Aktie bereits wieder stark zu und notiert mit ca. 108,- Dollar nun bereits wieder deutlich höher. Analysten bewerten den Titel nach wie vor überwiegend mit „kaufen“, wobei die erwarteten Kursziele hier nicht mehr allzu üppig ausfallen, bzw. wenig Potenzial nach oben lassen. Es könnte also sein dass es demnächst erst einmal zu Gewinnmitnahmen bei der Aktie kommt, was durchaus begrüßenswert wäre um den Chart dann wieder etwas „gesünder“ aussehen zu lassen..!

Apple – Top-Zahlen und ein wenig Finanzakrobatik… Dialog vor Ausbruch?

Zugegeben – die Erwartungen für die jüngsten Zahlen beim iPhone-Hersteller Apple waren im Vorfeld der Veröffentlichung nicht besonders hoch. Aus rein operativer Betrachtung lag die Wahrscheinlichkeit dafür,  dass die Vorgaben getroffen werden, somit bei nahezu 100 Prozent. Und so kam es dann auch… Apple verkaufte 43,7 Millionen iPhones im abgelaufenen Quartal womit der Umsatz erneut um 4,7 Prozent auf 45,65 Milliarden Dollar gesteigert werden konnte. Auch der Quartalsgewinn zog kräftig gegenüber dem Vorjahreswert an. Mit 10,2 Milliarden Dollar lag diese um sieben Prozent über der zweiten Quartals 2013. Vor allem in China, wo Apple seit jüngstem mit China Mobile zusammenarbeitet, liefen die Geschäfte blendend.

Wer auf die konkrete Ankündigung neuer Produkte oder gar bahnbrechender Innovationen gewartet hatte, wurde einmal mehr enttäuscht. Obwohl man ja eigentlich weiß, dass Apple noch nie zusammen mit den Quartalszahlen irgendwelche Produktneuheiten angekündigt hat! Konzernchef Cook bekräftigte lediglich erneut, dass man dieses Jahr wenigstens ein neues Produkt auf den Markt bringen werde. Eine Aussage, die so langsam auch den letzten Gläubiger nur ein müdes Lächeln auf die Lippen zaubern dürfte…!

Dennoch gelang es Apple Chef Tim Cook die Welt erneut positiv zu überraschen. Wieder einmal geht dabei es um die hohen Cash Reserven des Konzerns in Höhe von 151 Milliarden US-Dollar, der nach und nach an die Aktionäre fließen soll. Konkret heißt dies, dass die Dividende nun erneut um 8 Prozent angehoben werden soll und das bestehende Aktienrückkaufprogramm um weitere 30 Milliarden US-Dollar auf nunmehr 90 Milliarden US-Dollar ausgeweitet wird. Beides Maßnahmen die den Aktionären direkt zugute kommen, letztlich aber durchaus auch als Bilanzkosmetik gesehen werden könnten. Denn durch die geringere Aktien Anzahl steigt auch automatisch der Gewinn je Aktie!

Zudem kündigte Apple überraschend einen Aktiensplit an. Die Anteilsscheine sollen im Juni im Verhältnis 7 zu 1 gesplittet werden. Eine neue Aktie wäre dann um die 80 – Dollar wert, was als Ausgangslage für einen weiteren Kursanstieg an die 100,- Dollar Marke nicht so schlecht ist! Die Apple Aktie legte nach der Veröffentlichung dieser Neuigkeiten gestern nachbörslich um bis zu acht Prozent zu und macht damit auch aus charttechnischer Sicht einen bedeutenden Sprung in die richtige Richtung. Denn, das von mir bereits im Februar > HIER < geschilderte Szenario könnte nun sehr schnell Wirklichkeit werden! Unbedingt dabei bleiben!

P.S. …und heute nicht vergessen auf den Ausbruch bei Dialog Semiconductor zu setzen 😉 denn das Zahlenwerk und die Dynamik bei der Apple Aktie sollte sich auch äusserst positiv auf die Kursentwicklung Dialog auswirken. Die Aktie könnte nun neulich nach oben ausbrechen und Kursregionen um die 20,- Euro testen.

Dürr macht sich hübsch – Gratisaktien und höheres Grundkapital

Wie gestern Abend bekannt wurde plant die Dürr AG die Ausgaben von Gratisaktien um den Aktienkurs künftig noch attraktiver erscheinen zu lassen. Demnach plant der Anlagen- und Maschinenbauer auf der Hauptversammlung am 26. April diesen Jahres einen entsprechenden Beschluss zur Ausgabe von Gratisaktien im Verhältnis 1 zu 1 an die Aktionäre. Frische Kapitalmittel fließen dem Unternehmen dadurch nicht zu. Der Aktienkurs würde sich schlicht halbieren und die Anzahl der ausgegebenen Aktien sich dann verdoppeln. Offene Rücklagen sollen in diesem Zuge in Grundkapital gewandelt werden, das Grundkapital der Gesellschaft steigt dann von 44,3 Millionen auf 88,6 Millionen Euro.

Ziel dieser Maßnahme ist es die Aktie des Lackieranlagenspezialisten Dürr noch attraktiver und vor allem liquider zu machen. Sieht man sich die Umsätze der vergangenen Monate bei der Aktie an ist dieser Schritt auch durchaus zu begrüßen. Ich behaupte aber mal an dieser Stelle dass die exorbitanten Gewinnsteigerungen auch zu einem gewissen Teil dem Umstand geschuldet waren dass die Aktie nur in kleinen Stückzahlen gehandelt wurde. Bei einem Tagesumsatz von knapp 100.000 Aktien ist es eben entsprechend leicht den Kurs in die gewünschte Richtung zu buxieren…

Während also die Privatanleger diesen Schritt begrüßen dürften, weil die Aktie des Highflyers nun bald so günstig wird, (was ja defacto nicht stimmt,) ist davon auszugehen dass bei der Ausgabe der neuen Aktien spätestens der Zeitpunkt für Gewinnmitnahmen im größeren Stil gekommen ist. Zumindest wäre dies alles andere als unüblich nach einer solchen Kapitalmaßnahme. In jedem Fall werden die Ausschläge bei der Aktie künftig nicht mehr so deutlich ausfallen wie bisher. Tagesgewinne von 5 Prozent oder mehr sollten dann eher der Vergangenheit angehören. Kurzfristig dürften die Aktionäre aber über diesen Schritt freuen und den Kurs der Dürr Aktie heute beflügeln.

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