Author Archives: Lars

Insider – Ferdinand Rudolf und Felix Alexander Porsche haben ebenfalls Bezugsrechte verkauft

Am 06. und 07.04.2011 haben Ferdinand Rudolf und Felix Alexander Porsche ebenfalls  größere Positionen ihrer Bezugsrechte für die Kapitalerhöhung bei der Porsche Automobil Holding SE verkauft, was heute bekannt wurde. Dabei wurden in vier Transaktionen insgesamt 142.600 Bezugsrechte zu Preisen zwischen 5,84 Euro verkauft, und im Gegenzug wieder 6.200 Bezugsrechte zum Kurs von 5,70 Euro erworben. Die Sinnhaftigkeit dieser Transaktion bleibt mir zwar noch im Verborgenen, dennoch bleibt festzuhalten, dass offenbar nicht alle des Porsche-Piech-Clans die Kapitalerhöhung in vollem Umfang gezeichnet haben. Über die Gründe kann eben nur spekuliert werden…erst kürzlich hatten wir über die Verkäufe der Bezugsrechte von Dr. Hans Michel Piëch berichtet.

Die Porsche Aktie hangelt sich heute nach Abschluss der Kapitalerhöhung etwas mühsam weiter nach oben. In den nächsten Stunden und Tagen werden die neuen Stücke in die Depots der Zeichner eingebucht. Ich rechne damit, dass nun noch einmal etwas Druck aufkommen könnte, da Anleger sich nun wieder von „überschüssigen“ Stücken trennen könnten. Ebenfalls gehe ich davon aus, das das Marktumfeld mindestens bis zum kleinen Verfallstag schwächer bleiben wird, was zusätzlich auf die Aktienkurse drücken sollte. Goldman Sachs hat heute das Kursziel für die Porsche Aktie erneut deutlich zurückgenommen. Zwar bleiben die Titel des Sportwagenbauers ein Kauf für die Amerikaner, das Kursziel wird aber von 96,- auf nun 87,- Euro gesenkt, was natürlich gemessen am heutigen Aktienkurs immer noch ordentlich wäre.

US Beige Book – droht Ungemach aus Japan?

Die gestern Abend in dem sogenannten Beige Book, dem Konjunkturbericht der US Notenbank vorgelegten Fakten lassen die Anleger aufhorchen. darin wird darauf hingewiesen, dass die Natur- und Atomkatastrophe in Japan deutlich größere Auswirkungen auf die US Wirtschaft haben dürfte als bislang angenommen. Die Mehrheit der zwölf Fed-Distrikte berichtete als erste direkte Auswirkung der Ereignisse in Japan von aktuellen oder demnächst zu erwarteten Störungen im Verkauf und bei der Produktion amerikanischer Produkte. Nun stellt man sich zwangsläufig die Frage warum das bei uns in Deutschland anders sein sollte. In den letzten Tagen habe ich immer wieder darauf hingewiesen, das die aktuelle Börsenentwicklung offenbar nicht viel mit der „Außenwelt“ zu tun hat. Die warnenden Stimmen und die Zeichen mehren sich…

Aber noch einmal zurück zum Beige Book…Grundsätzlich hat sich die wirtschaftliche Stimmung in den USA weiter verbessert. Wichtig war auch, dass diese wirtschaftliche Stimmungaufhellung mit einer entsprechenden Verbesserung am US Arbeitsmarkt einher geht, und dies war offenbar der Fall, wenn auch nur zaghaft. Trotz eines weiterhin starken Preisdrucks, der von den deutlich gestiegenen Rohstoffpreisen ausgeht, sei der Lohndruck aber gering geblieben, hieß es in der offiziellen Meldung. Die Konsumausgaben, von denen nahezu die gesamte US-Wirtschaft abhängt, seien in den meisten Distrikten moderat gestiegen. Dennoch kämpfen die USA nun verstärkt mit den drohenden Inflationsgefahren. Ein baldiger Zinsschritt wird nicht ausgeschlossen, auch wenn FED Chef Ben Bernanke vorerst an der Politik des Quantitative Easing festhalten will.

Die Aktien des Tages – VW, Porsche, HeidelCement, ThyssenKrupp

Gestern war Atomkatastrophe und heute ist alles wieder normal! Man darf schon etwas verwundert darüber sein wie schnell die Märkte zur Zeit wirklich schlechte Nachrichten verarbeiten. Selbst in dem durch Krisen gebeuteltem Japan scheinen die Menschen sofort wieder zum Alltag überzugehen, als ob nichts passiert wäre. Der Nikkei gab gestern nach der Meldung dass es sich bei dem Unglück in Fukushima um den schlimmsten anzunehmenden Fall handelt um knapp zwei Prozent nach, um dann heute bereits wieder fast ein Prozent im Plus zu schließen. Während der S&P 500 gestern ebenfalls einen schwachen Tag verbuchen musste, und auch heute bislang keine Anstalten macht sich deutlich zu erholen, wird auch im Deutschen Leitindex schon wieder heile Welt gespielt.

Betrachtet man hingegen die Börsen in Lateinamerika, Kanada und Russland und den USA in den letzten Tagen mahnen die Indizes dort wohl eher zur Vorsicht. Insbesondere die finanziell angespannte Situation in den USA sollte zu denken geben. Hier könnten noch sehr unangenehme Überraschungen lauern. Ich bleibe dabei, die Börsenwelt steht momentan auf sehr wackeligen Füßen. Die Wahrscheinlichkeit für eine Korrektur ist nach meinem Empfinden deutlich größer als die immer weiter steigender Kurse. Zumindest vorübergehend!

Bei den Autobauern glänzt heute erneut die Aktie von VW, und in deren Schlepptau auch die Porsche Aktie. Der Wolfsburger Konzern hat im ersten Quartal des Jahres 1,2 Millionen Autos ausgeliefert, und damit erneut eine Bestmarke erreicht. Ob dieses Tempo weiter gehalten werden kann bleibt abzuwarten. Noch ist nicht absehbar inwieweit der VW Konzern in den kommenden Quartalen von Lieferengpässen durch ausbleibende Teile aus Japan negative Einflüsse zu verkraften hat. Gut erholt zeigen sich heute auch die Aktien von ThyssenKrupp und HeidelCement während es bei der Commerzbank Aktie weiter abwärts geht.

Die Commerzbank Aktie fällt und fällt…

Wie schon vor ein paar Tagen geschrieben bleibt die Aktie der Commerzbank kräftig unter Druck. Immer mehr Analysten springen nun auf den nach Süden fahrenden Zug auf und nehmen ihre Kursziele teilweise drastisch zurück. Hinzu kommt das weiterhin offenbar große Leerverkäufe in der Aktie getätigt werden und sich inzwischen das Chartbild der Aktie deutlich eingetrübt hat. Alles in allem ein sehr ungesunder Cocktail für eine Aktie. Von einigen Fachleuten wird es als sehr wahrscheinlich angesehen, dass in naher Zukunft der Kurs von 4,50 Euro erreicht sein dürfte, sich hier aber eine Boden bilden könnte.

Ich persönlich bin da etwas skeptischer! Zunächst einmal ist noch nicht klar wie und in welcher Höhe die Kapitalerhöhung bei der Commerzbank durchgeführt werden soll. Sprich auch die tatsächliche Anzahl der Aktien die neu auf den Markt kommen werden steht noch nicht fest. Demnach kann auch aus heutiger Sicht nicht abschließend beurteilt werden wie hoch dann der Verwässerungseffekt für die Altaktionäre sein wird. Eine seriöse Prognose ist somit zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht möglich. Somit bleibt also nichts anderes übrig als sich auf die Charttechnik zu verlassen.

Nimmt man den längerfristigen Chart bei der Commerzbank Aktie zur Hilfe sieht erst das Tief aus dem Juli des vergangenen Jahres bei knapp 4,- Euro nach einer vernünftigen Unterstützung aus. Angesichts der hohen Shortquote, die offenbar täglich weiter zunimmt besteht natürlich zum einen die Möglichkeit eines baldigen Short Squeeze, was ich aber angesichts der hohen Summe die hier investiert wurde nicht für wahrscheinlich halte. Plausibler erscheint für mich, dass hier massiv Profis am Werk sind, und somit auch eine deutliche Übertreibung des Aktienkurses nach unten möglich sein könnte. Sprich, ich gehe in jedem Fall vom erreichen der Marke bei 4,- Euro aus, vielleicht geht es aber auch noch deutlich tiefer?!?

Fukushima vs. Tschernobyl

Die japanische Atomaufsicht den Schwergrad des Atomunfalls in Fukushima nun auf die Stufe sieben der internationalen Skala angehoben, somit wird die atomare Katastrophe mittlerweile für  ebenso schwerwiegend wie der Super-Gau in Tschernobyl vor 25 Jahren eingestuft. Diese Angaben beziehen sich auf den Zeitpunkt des Ausbruchs, heißt es in der heutigen Pressemeldung. Und was heißt das nun für die Japaner, die Landbevölkerung der verseuchten Gebiete, die Nahrungskette? Zwar redet die japanische Regierung nun erstmals Klartext nach der vorher sehr sparsamen Informationspolitik seit Ausbruch der Krise am 11.März 2011, das Gefühl das man beim Lesen solcher Meldungen hat wird aber nicht unbedingt besser.

Die International Nuclear Event Scale oder kurz INES genannt spricht bei einem atomaren Unfall der Stärke sieben laut Definition von einem katastrophalen Unfall, der nicht mehr beherrschbar ist, mit schwersten Folgen gehen für die Welt außerhalb der Anlage und der gesamten Region. Das lässt den Schluss zu, dass die Anlage als solche nicht mehr zu retten und Sicherheit nicht mehr existent ist. Ich habe jedoch den persönlichen Eindruck, dass die Russen damals mit Ihren teilweise primitiven Ausrüstungen wesentlich entschlossener an die Sache herangegangen sind als die hochtechnisierten japanischen „Spezialisten“. Die Frage dürfte nun sein wann auch in Fukushima nun entsprechend gehandelt wird.

Noch heute sind die Wildbestände und Pilze in Europa, tausende Kilometer von Tschernobyl entfernt deutlich radioaktiv belastet – 25 Jahre nach dem Unglück! Mit dem feinen Unterschied, das damals nicht radioaktives Wasser in das Meer geleitet wurde von wo aus es nahezu jeden Punkt dieser Erde erreichen kann. Die in Fukushima freigesetzten radioaktiven Materialien würden bislang zehn Prozent der von Tschernobyl betragen, hieß es in der Meldung weiter. Ob mich das jetzt trösten sollte weiß ich ehrlich gesagt nicht. Bis zur entsprechenden Errichtung eines Sarkophagen, ähnlich dem in Tschernobyl, und das gleich für sechs Reaktoren dürfte es noch Monate wenn nicht gar Jahre dauern. Bis dahin dürfte dieser Wert dann auch nur noch Makulatur sein!

In der Folge des Unglücks von Tschernobyl sanken die internationalen Börsen teilweise um ca 25 Prozent wovon wir noch weit entfernt sind. Für den DAX würde dies, ausgehend von den Höchststände vor dem Unglück einen Abschlag bis auf ca. 5.600 Punkte bedeuten. So schlimm wird es hoffentlich nicht kommen, aber ein erneuter Rücksetzer auf 6.500 Punkte ist durchaus drin.

BYD, Build Your Dreams – Wann kommt die Wende?

Die Aktie des chinesischen Elektroauto-Bauers Build Your Dreams kennt seit Wochen nur eine Richtung – Süden! Trotz des Einstiegs der Wallstreet Legende Warren Buffet bei dem Elektroauto-Pionier BYD Co. hat sich der Aktienkurs weiterhin negativ entwickelt. Dies liegt vorrangig an den deutlich zurückgegangenen Absatzzahlen und den somit nicht eingehaltenen Prognosen des Unternehmens, die vielleicht etwas zu ambitioniert waren. Auch die nun verkündeten Absatzzahlen vom März sind eher skeptisch zu betrachten. Dennoch – Wie kürzlich zu lesen war ist Warren Buffet immer noch an Bord, was auch in Zukunft für eine gewisses Interesse für die Aktie sorgen sollte.

Zwar konnte mit 40.027 verkauften Autos der Umsatz gegenüber dem Vormonat deutlich um 51 Prozent gesteigert werden, im direkten Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht diese Zahl aber einem satten Rückgang um 41 Prozent. Das Unternehmensergebnis wird somit weiterhin vor allem durch die wachsende Konkurrenz und den Wegfall der staatlichen Subventionen beim Kauf eines Neuwagen belastet. Trotz dieses Absatzrückgangs glauben auch wir an die Zukunft des Konzeptes von BYD, und halten für die kommenden Monate weitere Absatzsteigerungen für möglich. Heute erreichte die Aktie mit 2,50 Euro das von uns vor Wochen ausgegebene Kursziel, und wir haben somit eine erste Position Build Your Dreams Aktien unter langfristigen Gesichtspunkten gekauft.

Autobauer Daimler, BMW, VW, Porsche geraten unter Druck

Diese Woche fing nicht gut an für die Fans von Automobilaktien! Alle Autobauer bleiben unter Druck. Insbesondere die Daimler Aktie die in den letzten Wochen ein fulminantes Comeback hingelegt hatte dürfte nun wohl bald wieder unter der wichtigen Marke von 50,- Euro notieren. Die Schweizer UBS hat die Aktie der Stuttgarter kürzlich auf Neutral runter gestuft, und darauf hingewiesen, dass es interessantere Titel in dem Sektor gäbe. Genannt wurden bei der Analyse dann auch Alternativen. Im LKW Bereich sei dies die MAN Aktie und bei den Autobauern die BMW Aktie. Soweit so gut, bzw. wir würden diesen Aussagen grundsätzlich zustimmen.

Dennoch bleibt das Umfeld auch für die genannten, ebenso wie für VW und Porsche derzeit etwas schwierig. Belastend wirken sich die hohen Rohstoffkosten, sprich auch Benzinpreise, der weitere Dollar-Verfall, sowie die Regulierung der Zulassungen in China aus. Nicht vergessen sollte man wohl auch, dass es demnächst zu einer Verlangsamung der Produktion bei den Autobauern wegen unterbrochener Lieferketten kommen könnte. Die Folgen der Krise in Japan und deren wirtschaftliche Auswirkungen auf die Automobilindustrie dürften sich nicht nur auf japanische Hersteller beschränken. Dennoch bleibt der Automobilsektor auch in den kommenden Monaten sehr interessant.

Die Aktien von VW und Porsche befinden sich nach wie vor in einer Sondersituation bedingt durch die Kapitalerhöhung bei dem Sportwagenbauer. Es zeichnet sich immer mehr ab, dass die „alten“ Porsche Aktien sich dem Ausgabepreis der neuen Aktien zu 38,- nähern. Heute wurde bereist die 200-Tage-Linie bei dem Wert bei ca. 43,20 Euro getestet. Mein persönlicher Zielbereich für die Aktie in den kommenden Stunden und Tagen liegt unter 42,- Euro. Ich gehe aber weiterhin davon aus, dass die 40,- Euro Marke eine solide Unterstützung bilden sollte, wenn nicht der Gesamtmarkt deutlich nachgibt! Für die VW Aktie gilt Ähnliches, im Bereich um die 105,- Euro könnte sich wieder eine interessante Einstiegsmöglichkeit in die Vorzugsaktien bieten, die Stammaktien dürften dann noch einmal unter 100,- Euro zu haben sein.

Der Aktienkurs der BMW Aktie könnte in den kommenden Tagen durchaus noch einmal in den Bereich 52,- bis 53,- Euro zurückkommen. Für längerfristig orientierte Anleger ergeben sich dann ebenfalls wieder gute Einstiegsmöglichkeiten bei den Bayern. Wir halten an unserer grundsätzlichen Einschätzung zu den deutschen Autobauern fest und werden hier ebenfalls erneut Positionen aufbauen, aber erst wenn ansatzweise klar ist wohin die Reise geht. Die nächsten Tage sollten noch etwas unruhig werden…

Alcoa und Japans Atomkatastrophe in Fukushima drücken auf die Stimmung

Heute Nacht eröffnete traditionell der Aluminiumkonzern Alcoa die US Berichtssaison. Mit einem Gewinn von 0,28 Dollar je Aktie lag der Konzern leicht über den Erwartungen des Marktes. Auch beim Umsatz konnte man wieder deutlich zulegen. Mit einem Plus von knapp 22 Prozent auf 5,96 Milliarden schaffte es das Unternehmen aber nicht die Analysten zu beeindrucken. Erwartet hatte der Markt hier mindestens eine Verbesserung auf 6,07 Milliarden Dollar. Ex-Siemenschef Klaus Kleinfeld, der nun den amerikanischen Konzern führt sagte, dass insbesondere die hohen Rohstoffpreise sowie der schwache Dollar dem Aluminiumriesen zur Zeit zu schaffen machen, man aber an der Prognose für das laufende und kommende Jahr festhalten werde. Nachbörslich gab die Alcoa Aktie knapp drei Prozent nach, und dürfte damit auch insgesamt die Börsen heute etwas belasten.

In Japan gaben die Kurse heute ebenfalls wieder etwas nach. Bis zu zwei Prozent verlor der Nikkei zwischenzeitlich, auch der Topix 100 zeigte sich schwächer. Die japanische Atomaufsicht den Atomunfall in Fukushima nun auf die Stufe sieben der internationalen Skala angehoben, und redet somit erstmalig wohl Klartext! Damit wird die atomare Katastrophe mittlerweile als ebenso schwerwiegend wie der Super-Gau in Tschernobyl vor 25 Jahren eingestuft. Heute Nacht hatte ein erneutes Nachbeben der Stärke 6,3 die Japaner heimgesucht. Uneinheitlich präsentieren sich die chinesischen Börsen heute. Die Indizes  werden durch die gefallenen Rohstoffpreise sowie die neuerlichen Nachbeben in Japan belastet. Der Hang Seng Index in Hongkong verliert 1,3% auf 23.980 Zähler. Bemerkenswert war das hier insbesondere die Stahlwerte heute gut gelaufen sind. Die Börsen bleiben also weiterhin etwas unruhig. Dementsprechend dürfte auch der DAX heute erst einmal schwächer starten.

Kursturbulenzen bei Intercell, Hochtief, VW, Porsche, Roth und Rau

Die Woche fängt allgemein schwach an, und dieser Trend könnte sich nun fortsetzen. Die Ereignisse der letzten Wochen scheinen nun allmählich ihre Wirkung zu zeigen. Neue Schreckensmeldungen aus Japan, Zinserhöhungen der EZB und wohl bald auch durch die FED, der hohe Ölpreis, Zahlungsunfähigkeit der USA, etc. Wir hatten ja bereits ausführlich darüber berichtet…Zum heutigen Handelsbeginn gibt es zudem eine Reihe von auffälligen Kursbewegungen bei den Aktien von Intercell, Hochtief, VW, Porsche, Roth und Rau!

Allen voran, die für uns heute wohl überraschendste Meldung, dass der Anlagenbauer Roth und Rau von der Meyer Burger Technology AG aus der Schweiz übernommen werden soll. Meyer Burger hat mittels Aktienkauf- und Tauschverträgen einen Anteil von insgesamt 7,4% des Aktienkapitals der Roth & Rau AG übernommen. Meyer Burger hat zudem angekündigt, ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche sich im Publikum befindenden und auf den Inhaber lautende Stückaktien der Roth & Rau AG zum Preis von 22,- Euro je Aktie in bar zu unterbreiten.

Heftige Verluste von teilweise mehr als 30% mussten die Aktionäre der Intercell AG heute erneut hinnehmen. Nachdem der Titel in den letzten Monaten bereits heftig Federn lassen musste wurde die Aktie heute nun bis in den Bereich von unter 6,- Euro abverkauft. Intercell und dessen US-amerikanischer Partner Merck setzen die Patientenaufnahme bei klinischen Studien der Phase II/III für den Impfstoffkandidaten V710, einem Impfstoff gegen Krankenhausinfektion aus. Analysten raten auf dem jetzigen Niveau verstärkt zum Kauf. Wir warten hier erst einmal ab.

Ebenfalls deutlich unter Druck ist die Aktie des Baukonzerns Hochtief. Im Zuge des Übernahmekampfes gegen den spanischen Bauriesen ACS nimmt Vorstandschef seinen Hut und verlässt in wenigen Wochen das Unternehmen. Außerdem zwingen drastischen Abschreibungen der australischen Konzerntochter Leighton den Mutterkonzern nun zu einer Senkung der Ergebnisprognose, was wiederum zusätzlich heute auf den Aktienkurs drückt.

Die VW Aktie präsentierte sich bereits gegen Ende der vergangenen Börsenwoche schwächer, ebenso wie die Porsche Aktien die immer noch die Übernahme verdauen muss. Im Gegensatz zu den meisten Marktteilnehmern, die bei dem Sportwagenbauer auf eine schnelle Erholung gesetzt haben sind wir davon ausgegangen, dass auch nach der Beendigung des Bezugsrechtehandels noch weiterhin Druck auf der Porsche Aktie lasten könnte. So wie es momentan aussieht haben wir damit Recht behalten. Wir beobachten weiter und werden zu gegebener Zeit wieder eine erste Position bei Porsche und VW aufbauen.

Kommt der Währungscrash oder geht der DAX auf über 10.000 Punkte?

Gold und Silber erklimmen fast täglich neue Höhen, trotz des steigenden Aktienmarktes und trotz einer meiner Meinung nach übertriebenen Rally, respektive Blasenbildung bei den Edelmetallen. Zwangläufig stellt man sich die Frage ob man mit der persönlichen Einschätzung nicht falsch liegt. Der Verlauf des Silberpreises bespielsweise scheint nur noch eine Richtung zu kennen – steil nach oben! Gefördert wird ein solches Szenario noch durch diverese Publikationen die ich Ihnen hier nicht vorenthalten möchte, damit sich jeder Anleger letztlich seine eigene Meinung bilden kann.

Ob der Crash kommt oder nicht bleibt abzuwarten. Ich persönlich glaube nicht an ein solches Szenario! Letztlich wird die Inflation aber wohl ein entscheidendes Thema der kommenden Jahre bleiben. Das was wir in diesen Wochen bereits in den Supermärkten und an den Tankstellen erleben wird sich wahrscheinlich weiter fortsetzen, eventuell in den kommenden Jahren sogar deutlich beschleunigen. Welche Anlageform, Rohstoffe oder Aktien, dann die richtige ist um den Wertverlust des Ersparten zu kompensieren kann abschließend nicht beurteilt werden. Beide Anlageformen haben Ihre Vorzüge, aber auch Ihre Nachteile.

Die Commerzbank Aktie könnte deutlich unter Druck geraten

Mit der sagenhaften Summe von 1,2 Milliarden Euro wetten Spekulanten derzeit auf den Absturz der Commerzbank Aktie. Wie heute in der Financial Times Deutschland unter Berufung auf den Londoner Finanzdienstleister Data Explorerszu zu lesen war haben sich Finanzmarkt-Akteure nun also anlässlich der geplanten Kapitalerhöhung bei der Commerzbank auf das Geldhaus eingeschossen. Mit den kürzlich getätigten Transaktionen befinden sich damit rund 16 Prozent aller Commerzbank Aktien in den Händen von Shortsellern. Die Spekulanten setzen dabei auf eine massive Verwässerung der Aktie durch die geplante Kapitalmaßnahme. Man kann sich also als Anleger darauf einstellen, dass die kommenden Wochen sehr turbulent werden könnten. Bislang blieb ein negativer Effekt der Transaktionen noch weitestgehend aus, aber das muss nicht so bleiben. Charttechnisch bietet die Zone zwischen 4,81 und 5,05 Euro derzeit eine gute Unterstützung. Sollte diese allerdings bald unterschritten werden ist Vorsicht geboten!

Roth und Rau lässt die Katze aus dem Sack

Erneut schlechte Nachrichten vom Anlagenbauer Roth und Rau! In den vergangenen Tagen hatte sich die Aktie wieder vom Schock der letzten Nachrichten etwas erholt, und nun bestätigt sich was zu befürchten war. Wegen millionenschwerer Abschreibungen steht bei Roth&Rau 2010 auch unter dem Strich ein Verlust. Das Nettoergebnis liegt bei minus 25,81 Millionen Euro, wie aus dem heute veröffentlichten Geschäftsbericht des Unternehmens hervorgeht. Der Umsatz stieg zwar um 44 Prozent auf 285,38 Millionen Euro, das operative Ergebnis des Unternehmens belief sich dennoch auf einen Verlust von 27,3 Millionen Euro, nach 16,1 Millionen Euro Gewinn im Vorjahr.  Das Geschäftsjahr 2010 war somit das erste Verlustjahr seit dem Börsengang im Jahr 2006.

Künftig will Roth&Rau seinen Umsatz auf 300 bis 325 Millionen Euro steigern und plant mit einer Profitabilität von 4 bis 7 Prozent, gemessen am Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Das Ergebnis soll aufgrund von Kostenverbesserungen somit künftig zulegen. Besonders Abschreibungen im Geschäft mit schlüsselfertigen Solarfabriken haben im Jahr 2010 zu negativen Sondereffekten und dem negativen Ergebnis geführt. Roth&Rau will sich deswegen künftig verstärkt auf Einzelanlagen konzentrieren und das Servicegeschäft bei Großanlagen ausbauen. Ich bin persönlich sehr gespannt ob die getroffenen Aussagen und Planungen eingehalten werden können…Die Aktie bleibt für uns mit maximal 15,- Euro fair bewertet, und ist somit ein Verkauf.

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