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Kommt der Währungscrash oder geht der DAX auf über 10.000 Punkte?

Gold und Silber erklimmen fast täglich neue Höhen, trotz des steigenden Aktienmarktes und trotz einer meiner Meinung nach übertriebenen Rally, respektive Blasenbildung bei den Edelmetallen. Zwangläufig stellt man sich die Frage ob man mit der persönlichen Einschätzung nicht falsch liegt. Der Verlauf des Silberpreises bespielsweise scheint nur noch eine Richtung zu kennen – steil nach oben! Gefördert wird ein solches Szenario noch durch diverese Publikationen die ich Ihnen hier nicht vorenthalten möchte, damit sich jeder Anleger letztlich seine eigene Meinung bilden kann.

Ob der Crash kommt oder nicht bleibt abzuwarten. Ich persönlich glaube nicht an ein solches Szenario! Letztlich wird die Inflation aber wohl ein entscheidendes Thema der kommenden Jahre bleiben. Das was wir in diesen Wochen bereits in den Supermärkten und an den Tankstellen erleben wird sich wahrscheinlich weiter fortsetzen, eventuell in den kommenden Jahren sogar deutlich beschleunigen. Welche Anlageform, Rohstoffe oder Aktien, dann die richtige ist um den Wertverlust des Ersparten zu kompensieren kann abschließend nicht beurteilt werden. Beide Anlageformen haben Ihre Vorzüge, aber auch Ihre Nachteile.

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Deutsche Bank und Commerzbank profitieren von Portugals Anleihenemission

Heute gehören die beiden Aktien der Commerzbank sowie die der Deutschen Bank unter anderem zu den größten Gewinnern im Dax. Die Sorgen um eine mögliche Schieflage Portugals und der damit verbundenen Probleme bei der Refinanzierung haben heute deutlich nachgelassen, nachdem das Land ohne Mühe Anleihen im Wert von 1,25 Milliarden Euro am Markt platzieren konnte. Das hoch verschuldete Land vermeldete heute die Platzierung zweier Anleihen mit Laufzeiten von drei beziehungsweise zehn Jahren. Fachleute verwiesen zwar darauf, dass das platzierte Volumen zu gering sei um von einer echten Entwarnung zu sprechen, den Bankentiteln tat die Meldung aber offensichtlich gut. Gerade die Aktie der Deutschen Bank die im Vorfeld dieser Nachricht wieder verkauft wurden konnten sich heute deutlich erholen und notieren somit mit einem satten Plus von über vier Prozent über der wichtigen Marke von 42,- Euro. Zunächst scheint es also wiedermal Entwarnung für den Euroraum und die Schuldenkrise zu geben. Ob es sich hierbei um ein erneutes Strohfeuer handelt werden die nächsten Tage zeigen. Der Markt scheint insgesamt etwas heiß gelaufen zu sein…

Wirtschaftswachstum, Korea, Irland und Wikileaks

Heute korrigierte die EU Kommission noch einmal ihre Erwartungen für das Wirtschaftswachstum in den kommenden Jahren in der Eurozone deutlich nach oben. Deutschland bleibt der Wachstumsmotor in der Region und profitiert überproportional am Aufschwung. Im Jahr 2012 sollen erstmals seit dem Jahr 2007 in allen 27 EU-Staaten Wirtschaftswachstum geben. Dabei attestierte die Kommission allen Mitgliedstaaten ein durchschnittliches Wachstum von 2,0 Prozent. Allen voran soll Deutschland mit satten 3,7 Prozent in diesem Jahr und 2,2 Prozent für das kommende Jahr weiterhin kräftig zu dieser gemeinschaftlichen Wirtschaftsleistung beitragen. Noch im Mai gingen die Fachleute lediglich von Wachstumsraten von 1,2 und 1.6 Prozent für die deutsche Wirtschaft aus.

Im laufenden Jahr rechnet die EU-Kommission laut ihrer neuesten Konjunkturprognose in den 27 EU-Staaten mit 1,8 Prozent Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts. In den 16 Staaten mit Euro-Währung sollen es 1,7 Prozent sein. Auch hier hatte die Kommission vor Kurzem noch mit deutlich niedrigeren Raten von jeweils ca. einem Prozent Wachstum gerechnet. Für das kommende Jahr rechnet man nun mit einem Zuwachs von 1,7 Prozent für die Gesamtleistung aller EU Staaten, sowie 1,5 Prozent in der Eurozone. Diese soll dann in 2012 auf 2,0 beziehungsweise 1,8 Prozent steigen. Bleibt festzuhalten, dass es doch offenbar viel besser um Europa bestellt ist, als dies derzeit angenommen wird. Schwache Staaten wie Griechenland, Irland, Portugal oder auch Spanien könnten das Gesamtergebnis zwischendurch etwas belasten, die Richtung für die Gemeinschaft stimmt aber.

Andere Faktoren belasten das eigentlich eher positive Bild an den Börsen aber zunehmend. Da wäre zum einen natürlich die finanzielle Rettung Irlands, die einen faden Beigeschmack behält. Eigentlich hätte dies den Euro heute etwas stärken sollen, jedoch bleibt die Charttechnik wohl zunächst einmal im Vordergrund. Demnach müsste der Wechselkurs der europäischen Gemeinschaftswährung zum Dollar wohl unbedingt noch das Kursziel von 1.31 abarbeiten, und somit die untere Begrenzung des langfristigen Aufwärtstrends noch einmal bestätigen. Auch fundamental spricht vieles dafür, dass der Wechselkurs hier dann wieder drehen sollte.

Zudem haben die Amerikaner heute ein nicht ganz ungewichtiges Problem mit der Veröffentlichungen der Geheimdokumente auf Wikileaks. Die Auswirkungen dieser Dokumente auf die politischen Beziehungen zwischen einigen Nationen dürften wohl nicht ohne sein. Bereits heute kann man in den ersten Videos und Artikel dazu sehen und lesen das sich die USA nun wieder in der Opferrolle sehen, was einer gewissen Komik nicht entbehrt.

Und dann waren da noch die Gefechtsübungen vor der Küste Koreas. Eigentlich der einzige Faktor der mir persönlich ernsthafte Sorgen bereitet. Wiedermal stehen die Nord- und die Südkoreaner am Rande eines Krieges. Wiedermal wollen beide Seiten ihre Macht demonstrieren, und riskieren dabei eine internationale Eskalation. Die Amerikaner sind inzwischen mit einem Flugzeugträger vor Ort um ebenfalls Entschlossenheit zu demonstrieren. Die Chinesen haben sich heute verhältnismäßig besonnen dazu geäußert, es bleibt also für uns alle, und insbesondere für die Koreaner zu hoffen, dass dieser Konflikt schnellstmöglich beigelegt werden kann!

Zum Abschluss noch etwas Positives. Wir befinden wir uns nun, nach den Feiertagen um Thanksgiving in einer sehr spannenden Phase. Der sogenannten „Black Friday“ hat gezeigt, dass sowohl in Europa als auch in den USA wieder kräftig konsumiert wird. Somit sollte einem guten Weihnachtsgeschäft des Einzelhandels eigentlich nicht mehr viel im Wege stehen. Hierzulande sprachen einige Vertreter von Einzelhandelsketten gar bislang von extrem guten Umsatzzahlen. In den USA ist das Bild ähnlich, nichts braucht diese Nation so dringend wie einen starken Konsum um die Wirtschaft wieder anzukurbeln, und dieser Wunsch scheint nun, zumindest im Weihnachtsgeschäft, in Erfüllung zu gehen. In dieser Börsenwoche ist also wieder einmal für Spannung gesorgt!

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