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Die Commerzbank Aktie fällt und fällt…

Wie schon vor ein paar Tagen geschrieben bleibt die Aktie der Commerzbank kräftig unter Druck. Immer mehr Analysten springen nun auf den nach Süden fahrenden Zug auf und nehmen ihre Kursziele teilweise drastisch zurück. Hinzu kommt das weiterhin offenbar große Leerverkäufe in der Aktie getätigt werden und sich inzwischen das Chartbild der Aktie deutlich eingetrübt hat. Alles in allem ein sehr ungesunder Cocktail für eine Aktie. Von einigen Fachleuten wird es als sehr wahrscheinlich angesehen, dass in naher Zukunft der Kurs von 4,50 Euro erreicht sein dürfte, sich hier aber eine Boden bilden könnte.

Ich persönlich bin da etwas skeptischer! Zunächst einmal ist noch nicht klar wie und in welcher Höhe die Kapitalerhöhung bei der Commerzbank durchgeführt werden soll. Sprich auch die tatsächliche Anzahl der Aktien die neu auf den Markt kommen werden steht noch nicht fest. Demnach kann auch aus heutiger Sicht nicht abschließend beurteilt werden wie hoch dann der Verwässerungseffekt für die Altaktionäre sein wird. Eine seriöse Prognose ist somit zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht möglich. Somit bleibt also nichts anderes übrig als sich auf die Charttechnik zu verlassen.

Nimmt man den längerfristigen Chart bei der Commerzbank Aktie zur Hilfe sieht erst das Tief aus dem Juli des vergangenen Jahres bei knapp 4,- Euro nach einer vernünftigen Unterstützung aus. Angesichts der hohen Shortquote, die offenbar täglich weiter zunimmt besteht natürlich zum einen die Möglichkeit eines baldigen Short Squeeze, was ich aber angesichts der hohen Summe die hier investiert wurde nicht für wahrscheinlich halte. Plausibler erscheint für mich, dass hier massiv Profis am Werk sind, und somit auch eine deutliche Übertreibung des Aktienkurses nach unten möglich sein könnte. Sprich, ich gehe in jedem Fall vom erreichen der Marke bei 4,- Euro aus, vielleicht geht es aber auch noch deutlich tiefer?!?

Warten auf das „Blow off Top“ oder das „Finale Furioso“

Mir fehlt eigentlich noch das „Finale Furioso“ im Dax. Soll heißen, ein kurzer heftiger Anstieg bis auf 7.500 Punkte oder gar darüber, um den Index dann anschließend in sich zusammenfallen zu lassen, und die von vielen Marktteilnehmern inzwischen lang ersehnte Marktkorrektur einzuleiten. Es wäre auch nicht untypisch wenn dieses den Bullen Szenario vorher noch einmal einen Ausbruch nach oben vorgaukeln würde. Für mich dürfte dies dann der Zeitpunkt sein an dem ich erste Shortpositionen aufbaue. Viel scheint derzeit nicht mehr nach oben möglich zu sein. Aktien laufen überwiegend auf hohem Niveau Seitwärts, ebenso wie die Indizes. Wie schon vor ein paar Tagen geschrieben steigt damit das Risiko einer Korrektur des Marktes täglich etwas mehr. Erfahrungsgemäß fällt die Bewegung, je länger diese „Findungsphase“ dauert, dann oftmals sehr dynamisch aus. Bleiben Sie also vorsichtig! Ich habe die Longpositionen in dieser Woche auf ein Mindestmaß zurück gefahren und entsprechend knapp abgesichert.

Dennoch ist es sicherlich noch zu früh sich nun verstärkt in Shortpositionen zu engagieren. Grundsätzlich bleibt die Devise „the trend is your friend“ oder besser gesagt „nerver fight the trend“ Auch wenn der Markt komplett überkauft ist heißt das nicht, dass solche Übertreibungsphasen nicht länger dauern können als angenommen. Warten Sie auf den richtigen Moment, fangen Sie mit kleinen Positionsgrößen an, die dann sukzessive Ausgebaut werden sobald  sich die Erstposition bereits schön im Gewinn befindet. Zusätzlich kann man bereits jetzt entsprechende Abstauberorders in den Markt geben die aus heutige Sicht weit unter den aktuellen Kursen an charttechnisch relevanten Marken positioniert werden. Dies ist insofern nicht ganz ungefährlich falls die Korrektur doch deutlich stärker ausfällt als erwartet. Auch hier gilt – vorerst nur mit kleinen Positionsgrößen arbeiten, und schön weit unten anfangen, nachziehen kann man immer noch wenn der Markt sich schneller fängt als gedacht!

Sollte also bald eine Korrektur kommt werden die zyklischen Werte, die ich immer noch bevorzuge, wohl am schnellsten und weitesten fallen, und in der anschließenden Erholung auch dementsprechend wieder am stärksten steigen. Was will man mehr für einen erfolgreichen Swing-Trade. Automobilwerte wie VW, Porsche, BMW und Daimler aber auch Unternehmen wie Continental, Elring Klinger und Leoni, sind in einem solchen Szenario wohl die richtige Auswahl. Eventuell könnten dann auch Solarwerte wiederum für einen kurzfristigen Trade interessant sein. Centrotherm, Phoenix Solar sowie Roth und Rau würden wir hier weiterhin bevorzugen. Weiter Kandidaten wären dann zu gegebener Zeit Klöckner & Co. Dialog Semicondutor, und eventuell Solar Millennium. Noch ist es nicht soweit, aber es könnte sich lohnen diese Werte nun wieder etwas intensiver zu beobachten.

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