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Deutsche Bank setzt Continental auf Kaufen mit Kursziel 50,- Euro

So, erst einmal durchschnaufen…der gestrige Handelstag hat das Bild deutlich positiv verändert. Zwar war dies noch nicht ganz das deutliche Signal auf das ich in den letzten Tagen gewartet habe, dennoch stehen die Chancen nun nicht schlecht, dass dies bald erfolgen wird. Die Vorgaben sind weiterhin positiv. Sowohl der späte Handel in den USA als auch die Entwicklung an den asiatischen Märkten lassen auf eine Fortführung der starken Bewegung von gestern hoffen. Für heute sollte man sich aber wohl nicht mehr allzu viel erwarten, es ist Freitag! Im frühen Handel in Deutschland war zu erwarten, dass heute Vormittag erst einmal leichte Gewinnmitnahmen einsetzen werden, was offensichtlich auch gerade der Fall ist. Im weiteren Verlauf rechne ich aber eher damit, das sich die Kurse wieder in Richtung der starken Eröffnung heute bewegen werden.

Auffällig war der Handelsstart heute bei Continental. Mit einem deutlichen Gap Up ging die Aktie heute ins Rennen. Nach einer weiteren positiven Einschätzung zur Kursentwicklung des Automobilzulieferers durch die Deutsche Bank heute ging der Kurs zunächst einmal durch die Decke. Bereits in den letzten beiden Handelstagen hat die Conti Aktie nicht nur 10 Prozent zugelegt, sondern auch die Hürde von 40,- Euro ganz locker genommen, was für eine hohe relative Stärke der Aktie spricht, und eine Fortsetzung dieses Trends vermuten lässt. Die Deutsche Bank sieht das aktuelle Kursziel nun bei 50,- Euro, hier ist also noch über 20% Luft nach oben. Ich sehe das Kursziel noch deutlich höher, aber darüber schreibe ich wenn es soweit ist.. Continental ist und bleibt erste Wahl in unserem konservativen Depot.

Kauf Wienerberger sowie Roth und Rau

Zwei Aktien, die in den vergangenen Wochen ebenfalls kräftig unter die Räder gekommen sind, Wienerberger sowie Roth und Rau werden ins Depot genommen. Bei Roth und Rau warten wir bereits seit längerem auf eine günstige Einstiegschance unter 20,- Euro, und sehen hier mittelfristig wieder deutlich höhere Kurse von mindestens über 25,- Euro. Ebenso wie bei Wienerberger, dem österreichischen Ziegelhersteller, und Weltmarktführer. Die Aktie ist inzwischen von 17,- Euro auf 10,70 gefallen, und lässt auf einen Rebound hoffen. Fundamental sind beide Unternehmen wohl unterbewertet, und das Risiko eines Verlustes scheint inzwischen überschaubar zu sein. Eine Rebound Spekulation kann also bei beiden Titel durchaus lohnenswert sein. Auch unter langfristigen Gesichtspunkten besteht nach unserer Meinung hier die Chance auf hohe zweistellige Renditen.

Trading Update Klöckner, Conti, HeidelCement, Porsche und VW

Die Börsen bleiben extrem volatil. Auch gestern wieder wurde, in den USA, zum Handelsschluss weiter abverkauft, nachdem der Euro erneut unter die Marke von 1,20 gefallen war. Nach wie vor ist es leider so, dass sich die Indizes wohl offenbar nur noch an dem aktuellen Kurs der europäischen Leitwährung orientieren. Leider scheint diese Korrelation auch erst einmal so beibehalten zu werden. In diesem Moment testet der Euro erneut die 1,20 nachdem er bei der Eröffnung noch bei 1,205 gelegen hatte. Ich halte es für einigermaßen übertrieben dem Euro soviel Gewicht beizumessen, aber man kann sich als Trader dieser Tatsache nicht verschließen. Wie bereits geschrieben rechne ich mittelfristig mit noch tieferen Kursen im Euro, dann allerdings nicht auf Grund irgendeiner Krise in Europa, sondern vielmehr um wieder ein gesundes Verhältnis zu anderen Währungen hergestellt zu haben. Zwischendurch sollte aber noch einmal eine kräftige Erholung beim Euro einsetzen, und das ist genau die Situation auf die wir spekulieren..

Ich hatte gestern im Newsletter bereits erwähnt, dass die gesamte Situation an den Börsen momentan sehr stark auf der Kippe steht, und ich auf ein entscheidendes Signal warte. Zum US Börsenbeginn sah es kurzzeitig so aus, als ob dieses Signal nun bald kommen könnte. Der Dow Jones überwand die wichtige Marke von 10.000 Punkten , fiel aber im Anschluss wieder deutlich darunter. Ähnlich verhielt sich die Entwicklung im Dax. Die 6.000 Punkte Marke scheint momentan einen extrem starken Widerstand darzustellen. Diesen zu überwinden bleibt das Ziel, aber auch dann ist noch lange nichts entschieden. Erst wenn der Deutsche Leitindex wieder über 6.150 Punkten notiert, kann man zaghaft von einer Entspannung der Situation sprechen. Für Dow Jones und S&P 500 hieße dies, dass die 10.200 Punkte sowie 1.080 Punkte wieder überschritten werden müssten.

Ungeachtet dieser Situation tut sich aber wiedermal eine Menge Neues bei unseren Depotpositionen. An dieser Stelle noch einmal ein Hinweis an unsere Leser: Im Newsletter haben wir ja bereits darauf hingewiesen, dass wir sozusagen jederzeit bereit sind das ganze Depot wieder aufzulösen, wenn weitere Turbulenzen zu erwarten sind. Wie sich zeigt, ist es in solchen Börsenphasen um so wichtiger sich Qualitätsaktien ins Depot zu legen. Nahezu alle Werte sind heute erneut schön im Plus, und das nicht ohne Grund..

Bei Klöckner & Co. dominiert weiterhin die allgemein schlechte Stimmung in der Stahlbranche, dennoch konnte sich die Aktie inzwischen von den Tiefständen bei 13,50 Euro lösen und notiert wieder etwas freundlicher. Nach dem unglaublichen Abverkauf, der letzten Wochen bei dieser Aktie besteht aber wohl noch kein Grund zum Jubeln. Der Chef des Unternehmens, Gisbert Rühl scheint aber weiterhin ebenso davon überzeugt zu sein wie ich, dass es sich hier nur um eine vorübergehende Phase handelt, und kauft inzwischen schon fast täglich Aktien seines eigenen Unternehmens zu diesen Schnäppchen-Kursen. Ich kann nur noch einmal betonen, dass es schlichtweg falsch ist, einen Stahlhändler wie Klöckner in einen Topf mit Salzgitter, ThyssenKrupp & Co. zu werfen..und auch bei den beiden genannten sehe ich inzwischen eine gewisse Übertreibung nach unten..

Bei Continental und Heidelberg habe ich noch einmal die Kurse von 36,50 bzw. 41,50 zum Einstieg genutzt. Manche mögen mich inzwischen für etwas stur halten, aber ich bleibe dabei, dass diese beiden Unternehmen zu den nächsten Top Aktien mit entsprechender Performance gehören werden. Bei Continental sorgen heute positive Aussagen von Firmenchef Elmar Degenhart für freundliche Kurse. Man hält bei Conti nun eine Umsatzsteigerung von über 10 Prozent für möglich. HeidelbergCement wurde nun erwartungsgemäß in die erste Börsenliga aufgenommen, den DAX. dadurch dürfte sich nun auch das Interesse von internationalen Investoren und Indexfonds an dem Unternehmen deutlich erhöhen. Dass dies dann auch noch in einer Phase geschieht, in der die Aktie durch die letzten Turbulenzen unterbewertet erscheint, war ein glasklares Kaufargument.

Ebenso verhält sich aus meiner Sicht die Situation bei Porsche! Viele Anleger sind inzwischen sehr skeptisch bei der weiteren Entwicklung des Sportwagenbauers, und auch die letzten Absatzzahlen aus den USA lassen einen Porsche-Fan nicht gerade frohlocken. Dazu kommen noch die Meldungen der möglichen Milliardenklagen von Anlegern wegen der geplatzten VW Übernahmen….Dennoch bin ich der Überzeugung, dass Porsche nicht nur überleben wird, sondern zu neuem Glanz erstrahlen kann. Das ist natürlich eine eher mittel- bis langfristige Sichtweise. Der Verlust der Eigenständigkeit durch die VW Übernahme war einerseits bitter für das Image, andererseits bietet diese neue Kooperation auch einige Synergien, von denen sowohl der Mutterkonzern, als auch Porsche langfristig profitieren dürften. Die Planung der neuen Baureihen halte ich für durchaus intelligent, den Kurs der Aktie für eindeutig zu tief! Porsche ist also gestern ebenfalls wieder in unser Depot gewandert!

Was mich natürlich gleich zum Mutterkonzern, der Volkswagen AG bringt! VW, ist und bleibt meine erste Wahl im internationalen Automobilsektor. Leider sind letzte Woche die Stücke die ich zu 64,80 Euro gekauft hatte, per StoppLoss, aus dem Depot geflogen, was mich ein wenig geärgert hat, aber konsequenter Weise notwendig war. Die Indizes sahen einfach nicht mehr gut aus, vor ein paar Tagen Ich habe aber nach den jüngsten Nachrichten von VW, in Verbindung mit der durchaus vorhandenen China-Phantasie, nach dem kleinen Rücksetzer für 68,62 Euro, wieder gekauft. Sollten die Börsen sich beruhigen, bin ich fest davon überzeugt, dass wir Kurse unter 70,- Euro bald nicht mehr sehen werden. Goldman Sachs ist weiter sehr optimistisch für die Zukunft der Wolfsburger, und traut der Aktie nahezu eine Verdoppelung zu. Das dürfte aber noch ein wenig dauern, Kurse um 90,- Euro halte ich noch in diesem Jahr für möglich.

Gefangen im Politik-Wirtschafts-Börsen-Nirvana

Ich will es mal so beschreiben…gestern haben die Märkte gerade noch einmal die Kurve gekriegt…vorerst! Die Lage an den internationalen Aktienmärkten ist weiterhin höchst instabil, und auch wenn die US Indizes gestern gegen Handelsende noch einmal kräftig angezogen haben bleibt die Unsicherheit, ob dies lediglich eine technische Erholung war, oder sich die Märkte nun an den entscheidenden Marken wieder fangen werden. Mal ganz ehrlich…bei der momentanen politischen Lage in Europa kann man es den Anlegern nicht einmal verdenken, dass sie aktienmüde geworden sind. Bei mir schleichen sich nun auch erste Anzeichen einer „Ich habe keine Lust mehr“ Mentalität ein. Der tägliche Kampf gegen die politische Willkür und deren wundersame Blüten erscheint ein wenig sinnlos.

Dennoch, heute haben wir dann im späten Handel noch eine kräftige Erholung an den asiatischen, insbesondere den chinesischen Börsen gesehen. Das ist zunächst ein gutes Zeichen, da auch der Verlauf der Börsen dort, in den letzten Wochen eher besorgniserregend war. Es wurde und wird immer wieder über eine Überhitzung der chinesischen Märkte berichtet. China gilt unverändert als Wachstumsmotor, und wenn dieser stottert, dann fürchtet der Rest der Welt wieder Schlimmstes. Zwei Dinge gibt es dazu vielleicht an dieser Stelle noch zu sagen..erstens belegen wohl die neuesten Absatzzahlen, gerade auch von Volkswagen, recht deutlich, dass zumindest von der Konsumseite in China gar nichts stottert. D.h. als Absatzmarkt für exportstarke Länder und Unternehmen bleibt China erste Wahl, und wird bei manchen Aktionären noch für viel Freude sorgen!

Zweitens, sehe ich die Konsolidierung an den chinesischen Börsen eher positiv, denn genau eine solche Konsolidierung verhindert eine Überhitzung, oder bremst diese zumindest ein. Die Situation auf den chinesischen Immobilienmarkt, und auch die Fiskalpolitik des Landes bleiben aber ein deutlicher Unsicherheitsfaktor. Auch hier werden irgendwann drastische Einschnitte erforderlich sein, das kann aber noch eine ganze Weile dauern. Aber zurück zum US Markt…

Der Dow Jones konnte gestern ebenfalls wieder etwas Boden gut machen, befindet sich aber immer noch unter der so wichtigen Marke von 10.000 Punkten. Von Entwarnung kann also keinesfalls die Rede sein! Gestern zeigte der Nasdaq deutliche Schwäche, dies dürfte aber in erster Linie mit den zahlreichen Herabstufungen einiger Internettitel zu erklären sein, die auch entsprechend an Wert verloren haben. Beim S&P 500 ist die Lage ähnlich angespannt. Wie bereits in den letzten Newslettern berichtet ist hier die Marke von 1.040 Punkten extrem wichtig und sollte nicht dauerhaft unterschritten werden, denn dann droht wirklich ein weiterer Absturz der US Börsen mit deutlich tieferen Kurszielen. Ich persönlich gehe immer noch davon aus, dass es auch in dieser schwierigen Situation möglich ist, dass die Märkte wieder nach oben drehen,

Es sind mehrere Gründe die mich immer noch optimistisch stimmen. Zum einen der unglaubliche Pessimismus der meisten Marktteilnehmen, der inzwischen teilweise seltsame Blüten treibt. Dann wäre da noch die Tatsache, dass inzwischen einige Aktien, gerade in den USA, neue Tiefststände ausgebildet haben, sprich noch unter den damals völlig übertriebenen Ausverkaufskursen nach dem Crash notieren. Gerade dieser Umstand ist sicherlich ein nicht ganz zu vernachlässigender Punkt! Es könnte sich also durchaus lohnen, wenn man sich demnächst, und vor allem langfristig, zu diesen Grabbeltischkursen ein paar interessante US Werte ins Depot legt.

Die Charttechnik bei den meisten Indizes spricht ebenfalls eine deutliche Sprache, die man wohl salopp mit „Hopp oder Topp“ bezeichnen könnte. Soll heißen, dass sich der weitere Weg der Börsen an diesem Punkt nun entscheiden muss! Selbst ein weiterer Verlauf  seitwärts auf diesem Niveau würde wohl früher oder später, dann in einem Absturz enden. Die Börse braucht eben klare Signale, ebenso wie die Bürger eines Landes von Ihrer Regierung. Solange wir beides nicht haben, schweben wir irgendwo im Politik-Wirtschafts-Börsen-Nirvana!

Ich erwarte also demnächst ein klares Signal in die ein- oder andere Richtung, das politische Rumgeeiere sollte bald ein Ende haben, dann erholt sich auch der Euro wieder und damit die Börsen. Vielleicht hilft es ja auch schon, wenn unsere Politiker einfach mal zwei bis drei Wochen gar nichts sagen 🙂 Dennoch sei zum Abschluss noch erwähnt, dass auch mein Optimismus seine Grenzen kennt. Sollten die Börsen weiter abtauchen, und die Politiker weiter so agieren, wie dies in den vergangenen Wochen der Fall gewesen ist, werde ich wohl mal eine Sommerpause einlegen, und empfehle Ihnen dann dasselbe. Bis dahin alles Gute..

InterSolar, neue Chance für Solarworld und Q-Cells?

Heute beginnt die weltgrößte Messe für die Solarbranche, die InterSolar in München. Bereits im Vorfeld der Messe gab es die ein oder anderen vollmundige Versprechen für die Zukunft einiger Branchenvertreter. Q-Cells hat kürzlich angekündigt sich nun zum deutschen Billiganbieter für komplette Solarstromanalagen aufschwingen zu wollen, und somit der harten Konkurrenz im eigenen Lande, wie Solarworld und Conergy paroli bieten zu wollen. Der neue Chef des ehemaligen Börsen-Highflyers baut den Konzern gerade massiv um. Mit der Herstellung von Solarzellen sei kein vernünftiges Geld mehr zu verdienen, hieß es in einem kürzlich veröffentlichten Interview mit Nedim Cen, der nun (endlich) Anton Milner an der Unternehmensspritze abgelöst hat.

Auch bei der Produktion haben sich inzwischen deutliche Veränderungen bei einem Großteil der deutschen Anbieter ergeben. Um halbwegs konkurrenzfähig zu bleiben lässt man nun auch verstärkt in Asien produzieren. Für Q-Cells werden die neuen Module, mit denen man den Markt aufmischen will, in Malaysia hergestellt. Auf der Intersolar kann man diese Module nun das erste Mal bewundern. Mittelfristig will sich Q-Cells nun zu einem Full-Service-Anbieter auch für Endkunden wandeln und die gesamte Produktpalette anbieten können. Man darf also durchaus gespannt sein ob diese Strategie nun aufgehen wird, denn auch im Markt für Module sind die Margen deutlich dünner, und die Konkurrenz größer geworden..

Bei Solarworld wird ebenfalls kräftig umgebaut. Firmenchef Frank Asbeck bemüht sich trotz aller politischer Unwägbarkeiten, weiterhin gute Mine zum bösen Spiel zu machen. Die Strategie ist weiterhin klar – man will sich in den Preiskrieg nur bedingt einreihen, und setzt weiterhin auf Qualität. Diese Strategie kann sogar durchaus vernünftig sein, Fachleute rechnen mit einer baldigen Konsolidierung im Solarmarkt, die wohl nur die Hälfte aller deutschen Solaranbieter überleben werden. Solarworld dürfte wohl einer der Überlebenden sein. Man will weiter an der Effizienz der Module arbeiten, Wirkungsgrade erhöhen, und die Marke Solarworld stärken.

Als Vertrauensbeweis kaufte die Solarworld AG nun eigene Aktien und überschritt kürzlich die Marke von 3% an den Stimmrechten (3.562.723 Stück) der eigenen Firma. Weiterhin beteiligt sich auch ein überzeugter Frank Asbeck wieder an seinem eigenen Unternehmen. Über die Solar Holding Beteiligungsgesellschaft mbH, die sich im Besitz der Familie Asbeck befindet, wurden kürzlich insgesamt 70.000 Aktien im Gegenwert von 591.003 EUR gekauft. Ich persönlich bin sehr gespannt welche Innovationen die Intersolar also nun hervorbringen wird. Welches Konzept langfristig überlebensfähig ist, kann noch nicht eindeutig gesagt werden. Mein Favorit bleibt aber Solarworld, wenn die Branche sich stabilisiert hat..

Die Washington Mutual Party geht weiter

Satte 34 Prozent legte die Aktie von Washington Mutual gestern erneut zu. Die Umsätze in der Aktie zogen nun wieder deutlich an, und man könnte vermuten, dass es hier doch letztendlich noch zu einem positiven Ausgang für die Aktionäre kommen könnte. Insgesamt wurden 38 Millionen Aktien gehandelt, was verglichen mit den Volumina der letzten Wochen ungewöhnlich hoch ist. Die Aktie schloss dann gestern Abend auf Tageshoch bei 0,184 US Dollar, nicht zuletzt dieser Umstand deutet für den heutigen Handel auf weiter steigende Notierungen hin. Mit dem Überschreiten der Marke von 0,18 Dollar wurde ebenfalls eine charttechnisch wichtige Hürde genommen, diese kann heute noch einmal getestet werden, sollte aber nun nicht mehr nachhaltig unterschritten werden. Wenn doch, ist deutliche Vorsicht geboten..

Anleger spekulieren also wieder kräftig auf eine Abfindung in Höhe von mindestens 8,- Dollar je Aktie, manche Analysten sind sogar der Meinung, dass hier bis zu 11,20 Dollar drin sind, wenn sich JP Morgan auf einen Vergleich einlassen sollte. Der Aktienkurs von JP Morgen gab gestern entsprechend nach. In Deutschland wird die Aktie bereits wieder mit einem kräftigen Aufschlag zum gestrigen US Schlusskurs gehandelt. Nach wie vor würden wir aber dazu raten diese Aktie nur mit „Spielgeld“ an den entsprechenden US Börsen zu handeln, und zu versuchen ein paar „Zockerscheinchen“ zum Handelsbeginn in den USA ab zugreifen. Nochmal betonen sollte man aber auch, dass hier von einem Gewinn von mehreren tausend Prozent bis hin zum Totalverlust alles drin ist!

Euro – noch weiter runter?

Nach dem erneuten Rücksetzer an den US Börsen könnte sich der Markt zwar heute etwas fangen, es ist aber dennoch weiter deutliche Vorsicht angebracht. Grundsätzlich sprechen ein paar Punkte dafür, dass die Märkte nun wieder nach oben drehen könnten. Allen voran die Charttechnik…Dow Jones und S&P 500 nähern sich wieder Ihren letzten Tiefstständen, im Optimalfall erfolgt also an diesen Marken nun ein erneuter Richtungswechsel, was dann langfristig auch den Boden in diesem Bereichen festigen sollte. Für den S&P 500 heißt dies konkret, dass die beiden Zwischentiefs vom 05. Februar und 25. Mai  bei ca. 1.040 Punkten nun eine solide Unterstützung für die Märkte sein könnten. Im  Dow Jones wurde ebenfalls an den beiden genannten Tagen eine Unterstützung zwischen 9.760 und 9.800 Punkten markiert. Es empfiehlt sich also durchaus in den kommenden Tagen abzuwarten, ob diese Unterstützungen halten werden..

Sollten diese genannten Marken unterschritten werden, dann sieht es erst einmal nicht gut aus mit der weiteren Erholung an den internationalen Finanzmärkten. Ich gehe immer noch davon aus, dass wir uns vor einer starken dritten Phase der aktuellen Hausse befinden, die aber durch die Euro-Problematik jäh gestört worden ist. Sollten sich also in naher Zukunft nicht mehr irgendwelche Politiker zu Wort melden, deren Länder nicht einmal in der europäischen Währungsunion sind, und für weiteren und unnötigen Wirbel sorgen, besteht durchaus die Chance auf eine Stabilisierung des Euro. Mittelfristig dürfte die europäische Leitwährung im Vergleich zum Dollar wieder zulegen, denn die Probleme in den USA sind vergleichsweise größer. Den Amerikanern hingegen sind die europäischen Probleme ein willkommenes Geschenk um von den eigenen weiter abzulenken.

Wir befinden uns also aktuell einmal mehr in einer sehr spannenden Phase, in der der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar immer noch den Ton anzugeben scheint. Erst wenn bei den Devisen wieder etwas Ruhe einkehrt, werden sich auch die Indizes wirklich stabilisieren. Etwas besser sieht es dann schon wieder aus, wenn der Dow Jones wieder über der Marke von 10.000 Punkten, der S&P über 1.080 und der Dax über 6.000 Punkten stehen. Eine wirkliche Aussagekraft hat aber auch das nicht! Wie schnell es wieder nach unten gehen kann haben wir am Freitag einmal mehr eindrucksvoll sehen können…wir werden wohl einen sehr volatilen Sommer an den Börsen sehen. Die Anleger bleiben hoch nervös! Achten Sie auf die genannten Marken und unbedingt weiterhin auf den Euro, der wird die künftige Richtung ankündigen..

Mein Unwort des Jahres – „Wachstumsbeschleunigungsgesetz“

Alles folgt dem Euro! Leider stimmt diese These immer noch, und so muss dem Wechselkurs von EUR/USD weiterhin besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Das erneute Abtauchen unter die wichtige Marke von 1,20 hat dann wohl auch einige Marktteilnehmer auf den falschen Fuß erwischt. Alle Versuche wieder über diese Marke zu kommen sind bislang gescheitert, und so steht zumindest einmal zu befürchten, dass nun auch noch ein weiteres Abrutschen der europäischen Leitwährung folgen könnte. Die Gründe dafür sind unklar, denn persönlich halte ich die Entwicklung des Euro inzwischen für sehr übertrieben und eher panisch als sachlich belegt. Verständlich ist allerdings, dass sich der Rest der Welt offenbar ernsthafte Gedanken über das hektische Agieren unserer Politiker macht, und somit weiterhin skeptisch den Entwicklungen in Europa gegenübersteht.

Ich finde es ebenso beunruhigend welche Entscheidungen hierzulande getroffen werden. Zum einen sind da die Alleingänge in Sachen Leerverkäufe, die zwar gut gemeint sind aber gar nichts bringen werden, wenn man das Thema vorher einmal zu Ende gedacht hätte. Dennoch hat dieser wilde Aktionismus der Börse nicht gut getan und viele Milliarden vernichtet, bzw. nicht zuletzt zum Absturz des Euro beigetragen. Dann wäre da noch unser tolles Sparpaket, dass ebenfalls überwiegend an den falschen Stellen ansetzt, und auf dem besten Wege ist die Ursache für soziale Unruhen in Deutschland zu werden. Viel ungerechter hätte das Paket wohl nicht ausfallen können. Die sozial schwachen Bürger machen den Anfang, die Verursacher der Krise, die Banken sollen dann erst 2012 zur Kasse gebeten werden??? Ist das wirklich Euer Ernst..???

Für mich eindeutig an erster Stelle für die Wahl zum Unwort des Jahres steht der Begriff  „Wachstumsbeschleunigungsgesetz“ Ein Gesetz, das nicht nur überflüssig ist, sondern auch keinerlei Wachstum für das deutsche Volk bedeutet. Ganz im Gegenteil, hier profitieren ausschließlich ein paar Randgruppen dieser Gesellschaft, denen es weitaus besser geht als sie uns das immer glauben machen wollen. Das dieser Gesetzesentwurf im Zuge des Sparpaketes nicht zurückgenommen wird, war mit relativ hoher Sicherheit ein großer Fehler unserer regierenden Koalition, und wird den beiden Parteien aller Voraussicht nach bei den kommenden Wahlen das Genick brechen. Bei soviel sozialer Ungerechtigkeit dürfte es klar sein wen die Menschen dieses Landes in Zukunft wählen, wenn sie die Wahlen nicht völlig boykottieren..

Hoffnung für Solarworld, Q-Cells, Roth und Rau, Centrotherm & Co.

Der Bundesrat hat heute entschieden und den Vermittlungsausschuss angerufen. Die geplante Kürzung der Solarförderung um weitere 15 Prozent in Deutschland, die bereits zum 1. Juli in Kraft treten sollte scheint vorerst gekippt zu sein. Massiver Widerstand der Vertreter der einzelnen Bundesländer hat dafür gesorgt, dass nun wohl kein Gesetz diesbezüglich erlassen werden kann. Der Bundesrat fordert nun aber immer noch eine Kürzung der Förderungen um 10 Prozent. Man muss also abwarten wie die Politiker hier nun weiter entscheiden werden. Dennoch half diese Meldung heute den angeschlagenen Solarwerten deutlich auf die Sprünge. In der Spitze können Solartitel wie Centrotherm, Solar Millennium und Q-Cells um die sieben Prozent zulegen.

Ob sich diese neue Entwicklung nun dauerhaft positiv auf die Solartitel auswirken kann muss allerdings abgewartet werden. Das Thema Reform des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) ist damit keinesfalls vom Tisch. Kurzfristig kann diese Entwicklung nun wohl zu einer Stabilisierung der Solaraktien führen, ob es dennoch langfristig möglich ist sich gegen die starke Konkurrenz aus China durchzusetzen beliebt eher fraglich. Nach wie vor würden wir somit die Anlagenbauer Roth und Rau sowie Centrotherm, die auch von dem Boom in China und anderen aufstrebenden Ländern profitieren, bevorzugen.

Washington Mutual Aktionäre machen Druck

Es ist zuletzt ruhig geworden um die Aktie von Wahington Mutual..Nachdem das Gesuch der Aktionärsvertreter, die damaligen Vorgänge um die Insolvenz und wahrscheinlich vorschnelle Übernahme der WaMu durch JP Morgan noch einmal genauer zu beleuchten, im ersten Anlauf gescheitert ist, wird nun ein neuer Anlauf vorbereitet.  In der letzten Handelswoche wurde bekannt, dass sie Aktionäre nun selber die Initiative ergreifen wollen, und die Umstände die zur Insolvenz der US Sparkasse geführt haben, genauer untersuchen werden. Das Konkursgericht hatte den Antrag der Aktionäre auf eine erneute, ordentliche Prüfung im ersten Schritt abgelehnt. Am Dienstag letzter Woche wurde nun ein entsprechender Antrag des Equity Committee bei Gericht eingereicht und gestern erneut ein Teilerfolg erzielt. Die Richterin des US Konkursgerichtes hat JP Morgan und die FDIC nun aufgefordert den Aktionärsvertretern uneingeschränkt Einblick in die Unterlagen zu gewähren.

Die Richterin zieht inzwischen auch noch eine nochmalige Prüfung der Vorkommnisse durch einen unabhängigen Prüfer in Betracht, sollten sich die beiden Parteien bis zur nächsten Anhörung am 17.06.2010 nicht einigen können. Die Risiken einer erneuten Prüfung scheinen für JP Morgen und die FDIC erheblich zu sein, und so rechnen Marktbeobachter damit, dass nun doch noch eine Einigung erzielt werden könnte. Im Gespräch für eine mögliche Abfindungshöhe der Aktionäre wären dann 8,- Dollar je Aktie. Dies ist der Betrag der von JP Morgan bereits schon einmal im Jahr 2008 angeboten wurde. Es könnte in den nächsten Tagen also durchaus noch einmal deutliche Bewegung in die Aktie kommen. Bereits gestern konnte die WaMu Aktie wieder leicht zulegen und die Umsätze ziehen wieder etwas an. In Anbetracht der Nachrichtenlage hätte man aber mehr erwarten können. Es sei noch einmal darauf hingewiesen, dass es sich hier um eine reine Zockeraktie handelt bei der auch ein Totalverlust möglich ist..

Warum ich so optimistisch bei Klöckner & Co. bin…

Nach meiner letzten Bekanntgabe, dass die Aktie von Klöckner & Co. inzwischen die größte Depotposition in unserem Musterdepot ist habe ich viele Anfragen bekommen woher denn mein ungebrochener Optimismus für die Aktie stammt. Hierzu möchte ich natürlich dann auch kurz Stellung nehmen. Die kurze Variante meiner Antwort auf die vielen Fragen wäre: “ ..weil ich bei der Aktie am meisten Potenzial in den kommenden Wochen sehe!“, aber ganz so einfach ist es dann eben doch nicht…Die momentane Kursentwicklung ist alles andere als erfreulich, und auch an starken Tagen, wie gestern, schafft es die Aktie nicht wesentlich zuzulegen. Wohl gemerkt nach Kursverlusten von über 50% seit dem Hoch im April bei 24,- Euro. Eigentlich hätte die Klöckner Aktie gestern alleine aus technischer Sicht mindestens 8-10% zulegen müssen, so gesehen war auch der letzte Handelstag wohl eine Enttäuschung für die Aktionäre…

Mir ist diese Kursschwäche ebenso unverständlich wie allen anderen Aktionären. Zuletzt hatte der Chef, Gisbert Rühl die Prognose für das laufende Jahr noch einmal bestätigt. Trotz eines schwieriger werdenden Umfeldes, und zu erwartendem Preisdruck bei Stahl und Stahlprodukten ist man optimistisch. Dank eines zuletzt höheren Preisniveaus und der jüngsten Zukäufe werde der Umsatz in diesem Jahr um ein Viertel steigen und das operative Ergebnis positiv ausfallen, sagte Rühl. Als Aktionär sollte man sich aber bei Ergebnis nicht allzu viel erwarten..

Die Erholung der Automobilindustrie sowie des Maschinen- und Anlagenbaus in Deutschland schreitet derzeit schneller voran, dies sollte auch weiterhin die Umsätze bei Klöko nicht nur stabil halten sondern langfristig steigern können. Weiterhin betreibt das Unternehmen eine expansive Politik durch Zukäufe auch wenn die Aussage „Mit ziemlicher Sicherheit wird in diesem Jahr noch etwas passieren“, von Gisbert Rühl, doch sehr schwammig gewählt wurde. Mit einer Eigenkapitalquote von 41,4 Prozent sollte die Finanzierung solcher Vorhaben dem Konzern nicht weiter schwer fallen.

Für das laufende Jahr rechnet KlöCo mit einer Umsatzsteigerung von mehr als 25 Prozent, so Rühl. Untermauert wurde diese Zuversicht des Konzernchefs dann auch durch mehrere Insiderkäufe auf dem aktuellen Niveau. Der Titel ist sicherlich nichts für Dividendenjäger, denn Konzernchef Rühl hat bereits darauf hingewiesen, dass es auch in diesem Jahr keine Dividende geben werde um den Konzern weiter zu stärken. Diese Entscheidung ist in dem momentanen Marktumfeld ebenfalls begrüßenswert. Die Zeit der Ernte wird für die Aktionäre kommen, wohl aber auch in der Zukunft eher nicht in Form von satten Dividenden sondern viel mehr durch satte Kurssteigerungen…

Charttechnisch sollte die Marke von 15,- Euro einen soliden Boden ausgebildet haben. Auffälligkeiten im Orderbuch der Klöckner & Co. Aktie in den vergangenen Wochen lassen mich eher vermuten, dass hier eine große Adresse den Kurs bewusst niedrig halten will um einzusteigen, vielleicht wird sogar eine Übernahmen vorbereitet? Aber dies ist alles reine Spekulation, das möchte ich hier ausdrücklich noch einmal betonen! Die allgemeine Schwäche von Stahlaktien wie Thyssenkrupp, Posco und Salzgitter dürfte den Spekulanten hier in die Hände spielen, wenn auch der Vergleich eines Stahlhändlers mit einem produzierenden Unternehmen deutlich hinkt..Bei Salzgitter handelt es sich sowieso um eine Sondersituation, da eher der baldige Rausschmiss aus dem Dax wohl für die schwache Performance verantwortlich sein dürfte.

Abschließend bleibt nur zu sagen, dass es sich bei Klöckner & Co. weiterhin um ein sehr viel versprechendes Unternehmen handelt, und sich an unserer Einschätzung durch den Kursverfall der letzte Wochen nichts geändert hat. Ganz im Gegenteil, es dürfte sich mittelfristig wohl deutlich positive auf das Depot auswirken, dass wir nun nochmal zu diesen Kursen die Anzahl der Aktien mehr als verdoppeln konnten. Geduld, eine der wesentlichen Börsentugenden, dürfte sich hier bald deutlich auszahlen!…ebenso wie bei Solar Millennium in den letzten beiden Tagen 😉

Steve Jobs hält die Bewertung von Apple für „surreal“

Die Apple Aktie steigt und steigt! Kürzlich hat die Bewertung des Unternehmens den Weltkonzern Microsoft als teuerstes HighTech Unternehmen dieser Welt abgelöst. Bei einem Börsenwert von 222 Milliarden US Dollar stellt sich offenbar selbst der Chef nun die Frage ob dies alles noch mit rechten Dingen zugeht. Bei seinem letzten öffentlichen Auftritt bezeichnete Jobs den Wert der eigenen Aktie wörtlich als „surreal“ Im weiteren sprach er über die Technologien der Zukunft den ewigen Zwist mit Google und noch einmal darüber warum er Flash für eine veraltete Technologie halte, die aus eben diesem Grund auf keinem Apple Produkt zu finden Ist..

Die Einschätzung von Steve Jobs zu der Bewertung seines Unternehmens darf dem geneigten Leser durchaus zu denken geben. Es gibt wohl wenige Manager auf dieser Welt die es geschafft haben eine ähnliche Hype um die hergestellten Produkte zu erzeugen, wenige die so innovativ an die Dinge herangehen wie Steve Jobs.  Für viele Anleger die in der Apple-Story eine Never-Ending-Story sehen  bleibt nun ein fader Beigeschmack. Wir beschäftigen uns ebenfalls bereits seit längerem mit der Apple Aktie und , ja – ohne Zweifel, hier handelt es sich um ein Ausnahme-Unternehmen mit einem Ausnahme-Chef. Die Wachstumsraten sind immer noch enorm und gerade das iPad dürfte auch in den kommenden Quartalen zu einem deutlich positivem Ergebnis beitragen.

Bleibt dennoch die Frage ist das Unternehmen, bei aller Euphorie für die Produkte, wirklich 222 Milliarden Dollar wert? Und was wird passieren, wenn bald ein gewisser „Sättigungsgrad“ an Apple Produkten im Markt erreicht sein wird? Ein KGV von knapp 20 ist für so einen Wachstumswert momentan eigentlich noch vertretbar, aber die Luft dürfte bald dünner werden. Auch aus charttechnischer Sicht scheint die Aktie demnächst an Grenzen zu stoßen. Spätestens bei 300,- Dollar könnte der aktuelle Run ein Ende finden, eine solide Unterstützung findet sich momentan um die 240,- Dollar Marke. Wir tendieren also eher dazu einen entsprechenden Rücksetzer abzuwarten, als jetzt noch zu kaufen!

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