Euro – noch weiter runter?

Nach dem erneuten Rücksetzer an den US Börsen könnte sich der Markt zwar heute etwas fangen, es ist aber dennoch weiter deutliche Vorsicht angebracht. Grundsätzlich sprechen ein paar Punkte dafür, dass die Märkte nun wieder nach oben drehen könnten. Allen voran die Charttechnik…Dow Jones und S&P 500 nähern sich wieder Ihren letzten Tiefstständen, im Optimalfall erfolgt also an diesen Marken nun ein erneuter Richtungswechsel, was dann langfristig auch den Boden in diesem Bereichen festigen sollte. Für den S&P 500 heißt dies konkret, dass die beiden Zwischentiefs vom 05. Februar und 25. Mai  bei ca. 1.040 Punkten nun eine solide Unterstützung für die Märkte sein könnten. Im  Dow Jones wurde ebenfalls an den beiden genannten Tagen eine Unterstützung zwischen 9.760 und 9.800 Punkten markiert. Es empfiehlt sich also durchaus in den kommenden Tagen abzuwarten, ob diese Unterstützungen halten werden..

Sollten diese genannten Marken unterschritten werden, dann sieht es erst einmal nicht gut aus mit der weiteren Erholung an den internationalen Finanzmärkten. Ich gehe immer noch davon aus, dass wir uns vor einer starken dritten Phase der aktuellen Hausse befinden, die aber durch die Euro-Problematik jäh gestört worden ist. Sollten sich also in naher Zukunft nicht mehr irgendwelche Politiker zu Wort melden, deren Länder nicht einmal in der europäischen Währungsunion sind, und für weiteren und unnötigen Wirbel sorgen, besteht durchaus die Chance auf eine Stabilisierung des Euro. Mittelfristig dürfte die europäische Leitwährung im Vergleich zum Dollar wieder zulegen, denn die Probleme in den USA sind vergleichsweise größer. Den Amerikanern hingegen sind die europäischen Probleme ein willkommenes Geschenk um von den eigenen weiter abzulenken.

Wir befinden uns also aktuell einmal mehr in einer sehr spannenden Phase, in der der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar immer noch den Ton anzugeben scheint. Erst wenn bei den Devisen wieder etwas Ruhe einkehrt, werden sich auch die Indizes wirklich stabilisieren. Etwas besser sieht es dann schon wieder aus, wenn der Dow Jones wieder über der Marke von 10.000 Punkten, der S&P über 1.080 und der Dax über 6.000 Punkten stehen. Eine wirkliche Aussagekraft hat aber auch das nicht! Wie schnell es wieder nach unten gehen kann haben wir am Freitag einmal mehr eindrucksvoll sehen können…wir werden wohl einen sehr volatilen Sommer an den Börsen sehen. Die Anleger bleiben hoch nervös! Achten Sie auf die genannten Marken und unbedingt weiterhin auf den Euro, der wird die künftige Richtung ankündigen..

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