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Deutliches Potenzial bei Klöckner, Solar Millennium und Volkswagen

Glaubt man den Analysten und Börsenexperten gibt es momentan ein paar echte Schnäppchen am Aktienmarkt, die allesamt ein mögliches Potenzial von 50-70% oder mehr aufweisen. Als Basis für diese Erkenntnis haben wir mal alle zuletzt ausgesprochenen Ratings zu verschiedenen Aktien, und deren prognostizierten Kursziele genommen, und dann einen Mittelwert bestimmt. Allen voran scheint die Aktie der Medigene AG noch ordentliches Upside-Potenzial zu haben, aber auch die über verkaufte Situation bei Klöckner & Co., Solar Millennium sowie Dialog Semiconductor laden zum Kaufen ein. Bemerkenswert ist beispielsweise auch, dass ausser den Nebenwerten, einigen Schwergewichte aus dem Dax noch ordentliches Potenzial zugetraut wird. So stufte unter anderem das Investmenthaus Goldman Sachs zuletzt die Volkswagen Vorzugsaktien auf kaufen mit einem Kursziel von 126,- Euro je Aktie, was einem geschätztem Potenzial von über 70% entspräche.

Sicherlich ist es also eine vernünftige Idee sich die genannten Titel einmal näher anzusehen, bzw. diese gleich in die Watchlist zu übertragen. Mit den Einschätzungen der Analysten bezogen auf die genannten Titel gehen wir überwiegend konform. Die Medigene Aktie ist aber eher als sehr spekulativ einzustufen. Ergänzend würden wir noch die Aktien der Praktiker AG als spekulative Beimischung , sowie Nordex der Liste hinzufügen. Beiden Titeln trauen wir in einem freundlichen Börsenumfeld mindestens 50% Performance zu. Eklatant unterbewertet ist nach unserer Auffassung die Aktie von Klöckner& Co auf dem jetzigen Niveau. Dieser Meinung ist Offenbar auch Firmenchef Gisbert Rühl der zum wiederholten Male Aktien des eigenen Unternehmens gekauft hat. Inzwischen ist die Aktie des Stahlhändlers unsere größte Depotposition…

Von Solartiteln raten wir  in dem Umfeld eher ab, bzw sehen außer bei Solar Millennium hier kein schnelles Erholungspotenzial. Das durchschnittliche Kursziel bei Solar Millennium liegt derzeit knapp über 30,- Euro. Sollte sich die Stimmung an den Börsen für Solartitel wieder bessern, was angesichts der Probleme im Golf von Mexiko bald der Fall sein könnte, werden aber auch die Titel von Q-Cells und vor allem Solarworld wieder deutlich anziehen. Es empfiehlt sich somit auch diese Aktien in die Watchlist zu übernehmen und zu gegebener Zeit auf einen Rebound zu spekulieren. Wir würden die Solarworld Aktie dann ebenfalls ins Depot nehmen, bei Q-Cells sind die Unsicherheiten deutlich höher, somit bleibt die Aktie nur zweite Wahl.

Noch kurz zum Markt: Generell ist der  negative Kursverlauf an den US Börsen gestern Abend noch nicht so dramatisch zu sehen, da sich die Verluste überwiegend auf eine Branche, nämlich die Erdöl- und Gas-Explorations-Unternehmen konzentriert haben. Auch wenn der Dax heute etwas schwächer eröffnet hat sehe ich keinerlei Anzeichen für ein erneutes Abtauchen der Indizes. Der Euro blieb auch heute Nacht über der wichtigen Marke von 1,22. Diese Tatsache hat heute wesentlich mehr Aussagekraft als der leichte Rücksetzer der Börsen. Erst einmal ist also noch nichts wirklich dramatisches passiert, obwohl man nun auch wieder etwas vorsichtiger sein muss, denn es wird holprig bleiben..

Solar Millennium..mal wieder was positives!

Mit der heutigen Meldung dürfte das Unternehmen seinen gesteckten Zielen in den USA einen großen Schritt näher gekommen sein. Die Solar Millennium AG hat John Clapp, einen langjährigen Citigroup Manager zum neuen Finanzvorstand der Solar Trust of America ernannt, und sicher sich damit einen kompetenten Experten für die Finanzierung und Durchführung der in den USA geplanten Projekte. John Clapp ist ein international anerkannter Fachmann für die Finanzierung von Projekten aus dem Bereich der alternativen Energien, und dürfte über entsprechende Verbindungen verfügen, die auch bei der Freigabe der Projekte behilflich sein werden. Insbesondere verfügt er über umfangreiche Erfahrungen für die Einbindung von Tax Equity (Steuererleichterungen) und Loan Guarantee Programmen (Kreditgarantien) der US-Regierung in die Projektfinanzierung. Clapp dürfte aber auch schon alleine wegen seiner Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit dem US-Department of Energy eine ideale Ergänzung für die Führungsebene der Solar Trust sein. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Neuzugang bei Solar Trust nun baldmöglichst deutlich positiv auf das Zulassungsverfahren in den USA auswirken wird. Wer sich mit der Aktie etwas näher beschäftigt hat weiß wie enorm wichtig dies für das weitere Fortkommen des Unternehmens ist…

BP, Sippenhaft für Halliburton, Transocean, Anadarco, Cameron, Dryships

Energiewerte gehörten gestern durch die Bank zu den großen Verlierern an der WallStreet! Die Aktie von BP gab erneut 15 Prozent ab nachdem nun wohl klar wurde, dass die Ölpest im Golf von Mexiko von dem Unternehmen nicht in den Griff zu bekommen ist. Die USA hat nun Ermittlungen gegen das Unternehmen eingeleitet und droht British Petrol mit einer Milliardenklage. Nach dem sich die Kosten für die Versuche das Bohrlauch, aus dem jeden Tag tausende Liter Rohöl strömen, zu schließen inzwischen ebenfalls schon im Milliardenbereich bewegen dürfte eine Klage dem Unternehmen weiter schwer zusetzen. Ich denke mal die Chancen stehen nicht schlecht für die USA diese Klage zu gewinnen. Aber was hilft dies der auf Jahrzehnte zerstörten Natur an den Küstenregionen am Golf? Letztendlich kann mit dem erstrittenen Geld der Schaden dann wohl nur optisch etwas kaschiert werden..

Verantwortlich für den späten Kurssturz an den US Börsen waren dann massive Verkäufe im Energiesektor. Besonders hart traf dies die Unternehmen Halliburton, Transocean, Anadarco, Cameron, Dryships die jeweils zweistellig abgeben mussten. Alles was nur im entferntesten mit Ölbohrungen, dem dafür nötigen Equipment oder Dienstleistungen bei Öl- und Gasbohrungen zu tun hat wurde gestern massiv verkauft. Eigentlich eine solide Branche sollte man meinen…wie sich hier mal wieder bestätigt gibt es an der Börse keine sicheren Investments auf denen man jahrelang sitzen kann ohne diese zu beobachten. Ich persönlich halte die Sippenhaft für die genannten Unternehmen für übertrieben und irrational. Deswegen werde ich mir einzelne Titel aus der Branche heute einmal näher ansehen, bzw. diese genauer analysieren…

Berg und Talfahrt beim Euro

Wie schnell eine Erholung der Märkte ablaufen kann durfte man heute einmal mehr beobachten. Durchweg gute Konjunkturdaten verhalfen dem Dax und Co. wieder in positiveres Terrain. Vor allem die neuen Daten aus Amerika lassen dabei weiterhin auf eine konjunkturelle Erholung hoffen. Heute war es einmal mehr der viel beachtete ISM Index, der positiv überraschen konnte. Zwar lag der Einkaufsmanager-Index mit 59,7 Punkten nur leicht über den Erwartungen, dennoch aber immer noch sehr deutlich über der Expansionsschwelle von 50,0 Punkten.

Vielleicht noch wichtiger waren aber heute noch zwei andere Meldungen die in jedem Falle Beachtung finden sollten. Immer mehr positive Nachrichten vom US Immobiliensektor lassen Anlegerherzen wieder etwas höher schlagen, So wurde heute verkündet, dass die US Bauausgaben im April auf satte 869 Milliarden US- Dollar angestiegen, und damit auf den höchsten Stand seit dem Jahr 2000. Um realistisch zu bleiben, dies hing wohl nicht zuletzt mit den US Förderprogrammen für die Bauwirtschaft zusammen, die aber nun Ende April wieder ausgelaufen sind. Dennoch es bleiben diese Zahlen zumindest ermutigend für die weiter Entwicklung des Immobilienmarktes in den USA. Aus Dubai und China kamen dagegen eher unschöne Nachrichten vom Immobilienmarkt..

Kanada erhöhte heute als erstes Land unter den G7-Staaten die Zinsen. Die Bank of Canada hat den Leitzins um 25 Basispunkte auf 0,5 Prozent rauf gesetzt. Damit signalisieren die Kanadier, dass Ihre Wirtschaft inzwischen wieder so stark gewachsen ist, dass ein Zinsschritt gerechtfertigt sei und die Zeiten der Stimulierung der Wirtschaft bald vorbei sein könnten. Im Gegensatz zu anderen Nationen haben die Kanadier einen Weg gefunden Ihr Bankenwesen entsprechend neu aufzustellen und teilweise scharf zu regulieren.

Der Euro startete nach diesen erfreulichen Nachrichten wieder zu einer kleinen Intraday-Rallye und notierte kurze Zeit später wieder über der so wichtigen Marke von 1,23. Diese Erholung könnte heute entscheidend für die weitere Entwicklung der europäischen Leitwährung in den kommenden Tagen sein. Insgesamt wurden nun dreimal die Tiefststände bei 1,21 und ein bisschen was getestet. Entschuldigen Sie meine saloppe Ausdrucksweise, aber die paar Cents hin und her sind bei dem Kursverlauf der letzten Wochen eher unerheblich…

Die spannende Frage dürfte nun sein, wie Märkte in den USA heute schließen werden, bzw. wo der Euro heute gegen 22:00 Uhr stehen wird. Noch immer sind sehr große Short Positionen im Markt, einige davon dürfte es aber heute bereits rausgewürfelt haben. Ebenso ist aber auch wie in den letzten Tagen zu erwarten, dass der Euro über Nacht wieder nachgeben wird. Entscheidend ist dann wie die asiatischen Märkte, die heute allesamt schwächer tendiert haben, diese Nachrichten werten werden. Der Dow Jones verteidigte heute erneut die Marke von 10.000 Punkten, der S&P 500 konnte sich ebenfalls wieder über der wichtigen Marke von 1.080 Punkten etablieren. Es sieht also gar nicht mal so schlecht aus, die Sorgen vom Freitag scheinen erst einmal verflogen zu sein….Wie bereits heute im Newsletter beschrieben, neigen Börsianer irgendwann dazu schlechte Nachrichten einfach nicht mehr wahrzunehmen, und sich auf die guten Daten zu stürzen wenn ein gewisser Sättigungsgrad erreicht wurde.

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

Der Euro bestimmt weiterhin die Richtung

Und wiedermal Euro-Panik an den Börsen! Der Wechselkurs zum Dollar ist heute Nacht, nach gemischten Vorgaben aus Asien, erneut unter die Marke von 1,22 abgesackt, und dürfte heute im Verlauf des Tages wohl auch die 1,21 noch testen wollen.  Das hat mittlerweile schon etwas Faszinierendes, wie innerhalb kürzester Zeit die positive Stimmung in erneute Panik umschwenken kann. Auslöser dieses erneuten Kursrutsches war unter anderem offenbar der heute veröffentlichte Einkaufsmanager-Index aus China. Bereits zum zweiten Mal in Folge ist der Wert des Index nun gefallen, und sofort wird der Wachstumsmotor dieser Welt in Frage gestellt. Ich halte diesen leichten Einbruch eher für mehr als verständlich angesichts der konjunkturellen Lage, ganz im Gegenteil, der Rückgang ist daran gemessen eigentlich eher noch sehr bescheiden ausgefallen…

Bereits am Freitag brachte auch die Ratingagentur Fitch deutliche Unruhe in die Erholung der Aktienmärkte, indem Spaniens Bonitätsrating nach unten genommen wurde. Da half dann auch die Zusage, dass man seitens Fitch das Rating nun für ein Jahr nicht mehr verändern wolle, eher wenig. Die US Aktienmärkte gaben darauf hin zum Wochenausklang noch einmal kräftig nach. Schwerwiegender für den Kurs des Euro dürfte aber wohl die heute aufgekommenen Sorgen um ein Bonitätsrisiko Frankreichs und Italiens sein. Frankreichs Haushaltsminister Francois Baroin hatte am Sonntag die Beibehaltung des aktuellen Ratings als „Herausforderung“ bezeichnet. Wie nervös die Märkte auf solche Äusserungen momentan reagieren kann man heute mal wieder direkt am Eurokurs ablesen. Mich würde es nun auch nicht mehr wundern, wenn nun auch Deutschland bald an der Reihe wäre…Vielleicht sollten sich europäische Politiker mit Ihren Aussagen momentan einfach mal etwas zurückhalten, dann müssten wir ein paar Milliarden weniger ausgeben um die Situation zu stabilisieren.

Aber, bei aller Unruhe sollte man nicht vergessen, dass die Investition in Sachwerte, in Form von Unternehmensbeteiligungen in ausgewählte Titel, sprich Aktien, eine der besten Möglichkeiten ist von solchen Entwicklungen langfristig zu profitieren. Es ist also nicht ratsam sich von der allgemeinen Panik anstecken zu lassen und die zuletzt erworbenen Qualitätsaktien nun wieder unlimitiert in den Markt zu werfen. Denn aus konjunktureller Sicht sieht es deutlich besser aus als uns dies die Medien in den letzten Wochen glauben machen wollen. Erst heute konnte wieder ein ordentlicher Rückgang bei den Arbeitslosenzahlen in Deutschland verzeichnet werden. 80% aller amerikanischen Unternehmen haben zuletzt bessere Zahlen geliefert als dies von Analysten erwartet worden ist, in Deutschland liest sich diese Bilanz ähnlich gut. Es gilt also weiterhin, nach aussichtsreichen Titeln Ausschau zu halten und zu gegebener Zeit zu investieren…

Die Situation an den Märkten ist natürlich alles andere als beruhigend, vor allem die Feststellung, dass die Stimmung jederzeit extrem kippen kann macht ein effektives Trading gerade etwas schwer. Der Euro hält die Märkte weiterhin fest im Griff, und so lange dies so ist werden die extremen Schwankungen an den Börsen nicht aufhören. Normalerweise kehrt aber auch irgendwann ein gewisser „Sättigungsgrad“ an schlechten Nachrichten ein. Spätestens mit der nächsten Berichtssaison rechne ich wieder mit einer Beruhigung der Situation. Dann könnten sich erstmals auch die positiven Aspekte einer Euro Schwäche in den Bilanzen der deutschen und europäischen Exporttitel niederschlagen. Wer seine Nerven schonen will, und noch nicht investiert ist, bleibt aber lieber noch etwas an der Seitenlinie bis es soweit ist. Für alle aktiven Trader bleibt Vorsicht in Form einer StoppLoss-Strategie oberstes Gebot.

US-Banken Todesliste

Die jüngstsen Nachrichten um erneute Bankenpleiten in den USA lässt erwarten, dass dieser Konsolidierungsprozess wohl noch lange nicht abgeschlossen sein wird. Dieses Mal hat es verstärkt die Banken in Florida erwischt. Im Einzelnen erwischte der Pleitegeier die Bank of Florida, Bank of Florida Southeast, Bank of Florida Southwest, die Granite Community Bank, N.A. aus Kalifornien und die Sun West Bank aus Las Vegas, Nevada. Schau man sich die Liste der gefährdeten Banken an, kann einem schon etwas mulmig werden. Inzwischen sind in diesem Jahr bislang bereits 78 Geldinstitute in den USA in die Insolvenz gegangen. Die Einlagensicherungsbehörde FDIC rechnet damit, dass im Zuge der schwersten Wirtschaftskrise seit den 1930er Jahren 2010 noch mehr Banken vom Markt verschwinden werden. Im vergangenen Jahr mussten insgesamt 140 Banken aufgeben…

Eine aktuelle Liste der gefährdeten Banken lässt sich hier finden!

Solar Millennium – es bleibt spannend!

Weiter beschäftigt sich die Presse auch mit dem fast schon unglaublichen Fall bei der Solar Millennium AG. Utz Claassen hatte sich zum Amtsantritt im Januar 2010 laut Presseberichten eine satte Antrittsprämie von knapp 10 Millionen Euro von seinem neuen Arbeitgeber zahlen lassen. Nach einer Amtszeit von nur zweieinhalb Monaten hat der Vorstand dann aber bereits das Handtuch geschmissen, an eine Rückzahlung dieser Prämie die sich ursprünglich auf einen Fünf-Jahres Vertrag bezogen haben soll denkt Herr Claassen aber nicht. In der Presse war zu lesen, dass er dennoch „großzügig“ eine Rückzahlung von 2,5 Millionen angeboten habe, was der Unternehmensführung von Solar Millennium aber deutlich zu wenig war.

Ich bin weiterhin operativ von dem Unternehmen überzeugt, stelle mir jedoch ernsthaft die Frage ob es für die Qualität des Managements spricht, wenn Verträge unterzeichnet werden, in denen  offenbar nicht mal konkrete Klauseln für den nun eingetretenen Fall gegeben hat. Weiter muss man sich zwangsläufig fragen, warum es anscheinend keinerlei Klauseln, die die Aktionäre, vor solchen Übergriffen schützen, in dem Vertrag enthalten waren. Gerade bei einem Manager der bei dem letzten Unternehmen bei dem er tätig gewesen ist, einen ähnlich lukrativen Abgang hingelegt hat, ist dies wohl mehr als naheliegend. Hierzu wird sich das jetzige Management wohl bald noch ein paar unangenehmen Fragen stellen müssen…schließlich ist der Schaden ja nicht zuletzt bei den Aktionären entstanden.

Ich gehe auch davon aus, dass sich das Unternehmen bei der Ausarbeitung der Verträge rechtlich beraten ließ, und somit bleibt die Hoffnung, dass für den unwahrscheinlichen Fall das Claassen die Summe nicht größtenteils zurückzahlen muss, zumindest die verantwortlichen Anwälte teilweise dafür zur Rechenschaft gezogen werden können. Letztendlich ist es wohl völlig unerheblich aus welchem Grund Claassen rechtskonform, oder eben auch nicht, gekündigt hat…Die Art uns Weise ist zumindest höchst fragwürdig, und man stellt sich zwangsläufig die Frage ob es jemals überhaupt eine ernsthafte Absicht Claassens gegeben hat länger bei dem Solarunternehmen tätig zu sein. Der Aufsichtsrat des fränkischen Unternehmens hat nun strafrechtliche und zivilrechtliche Maßnahmen gegen Claassen angekündigt. Eine Fortsetzung dieses Dramas folgt wohl in Kürze….

Schlappe für Porsche Aktionäre

Porsche Aktionäre die gegen die Zahlung von satten Vorstands Boni in Höhe von 139,5 Millionen Euro geklagt hatten sind am Freitag in der ersten Instanz gescheitert. Die Höhe der Bonuszahlungen sind damals in erster Linie aus den Kurssicherungsgeschäften bei der Spekulation mit VW Aktien entstanden, was wiederum zu Vorwurf der Sittenwidrigkeit dieser enormen Zahlungen an die Verantwortlichen nach sich zog. In Anbetracht der Tatsache, dass im Anschluss an diese Transaktionen das Traditionsunternehmen in Schieflage geriet, und von Volkswagen gerettet und übernommen werden musste ist der Einwand wohl für das Rechtsempfinden der meisten Menschen auch verständlich. Die Feststellung der Aktionäre, dass diese Geschäfte damals deutlicher hätten dargelegt werden müssen lief aber ins Leere. Der Richter urteilte, dass die Auskunftspflicht gegenüber der Aktionären von Porsche nicht verletzt worden sei. Details zu den Geschäften hätten aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht genauer erläutert werden dürfen, hieß es..Der Konzern sieht sich in seiner Rechtsauffassung bestätigt, die Aktionärsvertreter haben angekündigt in Revision zu gehen.

TradingUpdate Conti, HeidelCement

Jetzt wird es richtig spannend! Wie wir bereits vor ein paar Tagen geschrieben haben, könnte der Euro sich nun, nach seiner allmählichen Stabilisierung, erst einmal in ungeahnte Höhen aufschwingen. Heute wurde bereits die Marke von 1,24 zurückerobert. Tendenz weiter steigend. Die Wahrscheinlichkeit eines ShortSqueeze  wird auf Grund der extrem hohen Shortpositionen immer größer. Glaubt man den Fachleuten, dürfte gerade die nun anstehende Marke von 1,25 dabei eine entscheidende Rolle spielen. Manche Experten halten dann sogar nochmal einen schnellen Anstieg auf 1,35  für möglich. Sollte dieses Szenario eintreffen dürften wir dann auch eine extreme Rally in den Aktienmärkten erleben, die uns locker wieder in den Bereich der alten Höchststände führen kann.

Mittelfristig wird die europäische Leitwährung dann aber wieder deutlich schwächer tendieren, vorübergehend würde dies jedoch dem Markt extrem helfen wieder neues Vertrauen aufzubauen, dass vielleicht doch alles nicht ganz so schlimm ist, wie es uns die Medien glauben machen wollen. Bei aller Euphorie über die kräftige Erholung sollte man aber trotzdem weiter eine extrem vorsichtige Haltung einnehmen, und dementsprechend seine offenen Depotpositionen gegen erneute Rückschläge absichern. Die Euro-Bären werden sich nicht kampflos ergeben! Genauso wahrscheinlich wie das oben skizzierte Szenario ist es dann wohl, dass die Shortseller an der Marke von 1,25 einen erneuten massiven Angriff auf den Euro starten könnten. Natürlich ist uns die erste Variante deutlich sympathischer.

Nun aber zum Aktienmarkt…Die US-Börsen konnten sich gestern nach den guten Vorgaben aus Asien und Europa weiter deutlich erholen und haben entscheidende Marken wieder zurückerobert. Auch der erneute Schub in den  letzten Handelsminuten lässt eher erwarten, dass es heute weiter nach oben geht. Der S&P Future tendiert inzwischen wieder deutlich nach oben, man sollte aber mal einen Retest der 1.100Punkte Marke zum Handelsbeginn um 15:30 Uhr einkalkulieren. In Europa fehlen heute auf Grund eines Feiertages einige Vorgaben aus Asien, jedoch können sich die europäischen Aktienmärkte ebenfalls weiter positiv entwickeln. Die heute morgen noch befürchteten großen Gewinnmitnahmen sind verhältnismäßig bescheiden ausgefallen, und der Dax strebt erneut in Richtung 6.000 Punkte. Wir rechnen damit, dass auch diese Marke heute zum Handelsschluss wieder zurückerobert wird. Unterstützung bietet nun wieder die untere Begrenzung des Aufwärtstrends bei 5.880 Punkten.

Nach unseren beiden Fehlversuchen der letzten Woche ein Depot aufzubauen, die jeweils mit leichten Verlusten endeten, befinden wir uns nun nach dem dritten Anlauf wieder in einer sehr komfortablen Situation. Insbesondere die Aktien von VW und Rio Tinto, der Schweizer Rück und Porsche sind nun kräftig im Plus, sodass wieder vernünftige Stopp-Loss Orders im Markt platziert werden konnten. Heute scheinen nun auch die Aktien von Continental und HeidelCement nach oben ausbrechen zu wollen. Wie bereits gestern geschrieben sehen wir bei allen erwähnten Titeln nun wieder deutliches Aufwärtspotenzial. Es ist zu beobachten, dass sich Anleger nun zuerst einmal wieder auf Qualitätsaktien stürzen, sprich BlueChips kaufen, wozu wir Ihnen in dieser Situation auch überwiegend raten würden. Wir rechnen aber damit, dass auch die Nebenwerte wie bspw. Klöckner & Co. bald nachziehen werden…

An dieser Stelle möchten wir und einmal ganz herzlich für die vielen tollen Zuschriften, und das positive Feedback der vergangenen Tage bedanken. Wieder einmal haben unsere Leser in den letzten Tagen offensichtlich schönes Geld verdient und wir freuen uns natürlich sehr darüber. Auch wenn die Gewinne in unseren Depots schon alleine eine schöne Bestätigung sind, ist es wesentlich befriedigender, wenn auch Sie, liebe Leser, von unseren Empfehlungen profitieren können, und uns dies auch gelegentlich mitteilen. Das ist der Lohn unserer Arbeit im Blog und in diesem Newsletter, und motiviert und jeden Tag wieder aufs Neue weiter zu machen, und noch besser zu werden…. Vielen Dank nochmal an alle die uns geschrieben haben, und natürlich an alle die uns regelmäßig lesen!

Was ist los bei Kali + Salz?

Die Aktie von Kali und Salz scheint momentan resistent gegen jegliche Art von Marktbewegung zu sein.  Weder kann sie an den guten Börsentagen deutlich zulegen, noch stürzt der Titel an schwachen Tagen ähnlich stark ab wie andere Titel. Dennoch geht es stetig langsam abwärts mit den Aktien des Düngemittelherstellers. Bislang geschah dies unter „normalen“ Umsätzen, gestern Abend jedoch wollte jemand in der Xetra Schlussauktion noch unbedingt über 2.200.000 Stücke der Aktie loswerden. Da es sich hier sicherlich nicht um einen der kleineren Player handelt, sollte einem dieser Umstand als Anleger zumindest zu denken geben…. Die letzten Analystenkommentare von Chevreux sprechen der K+S Aktie auch nicht unbedingt eine starke Performance in den kommenden Monaten zu. Das neue Kursziel für die K+S Aktie wurde auf fast die Hälfte des ehemaligen Ziels zusammengestrichen, und liegt nun bei 35,- Euro.

Auch bei den amerikanischen Vertretern der Branche, Potash und Mosaic sieht es nicht viel besser aus! Die gesamte Branche dürfte, laut Branchenkennern, in den kommenden Monaten unter sinkenden Kalipreisen zu leiden haben. Angepeilte Wachstumsraten von 10 Prozent, oder mehr, jährlich scheinen damit sehr ambitioniert zu sein. Charttechnisch hat sich die Situation bei K+S sicherlich, mit dem Unterschreiten der starken Unterstützungslinie bei 40,- Euro, deutlich ein getrübt. Die nächste Unterstützung sollte nun bei 35,- Euro liegen. Auf diesem Niveau können sich dann risikobewusste Naturen mit langem Atem ein paar Stücke ins Depot legen. Allerdings empfehlen wir dringend auch diese dann sehr eng abzusichern. Inzwischen befindet sich die Kali und Salz Aktie in einem mittelfristigen Abwärtstrend der noch bis 33,- Euro, später vielleicht sogar 28,- Euro führen kann. Die weitere Entwicklung hängt wohl auch hier von den kurzfristigen Geschehnissen der Aktien- und Devisenmärkte ab. Momentan bestimmt der Euro die Richtung von fast allem…dreht dieser wieder nach oben sollte auch die K+S Aktie den Richtungswechsel vollziehen können.

Solar Millennium- Gegendarstellung

Stellungnahme von Solar Millennium zur angeblichen Klage von Utz Claassen: Der Gesellschaft ist bislang keine Klage des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Professor Utz Claassen zugestellt worden. Der Aufsichtsrat sieht einer Klage mit Gelassenheit entgegen. Die von den Claassen-Anwälten am heutigen Tage verbreitete Pressemitteilung verfolgt ganz offensichtlich den Zweck, Druck auf die Gesellschaft auszuüben um erlangte Vermögensvorteile zu sichern. Die Pressemitteilung ist in entscheidenden Passagen sachlich falsch und insoweit geschäftsschädigend. Der Aufsichtsrat wird kurzfristig strafrechtliche und zivilrechtliche Maßnahmen gegen Herrn Prof. Claassen und seine Berater veranlassen….Was für ein Schmierentheater! Angeblich war im Arbeitsvertrag eine siebenstellige Summe für die Aufgabe der bisherigen Ämter vereinbart, die Utz Claassen nun nach nur zweieinhalb Monaten Amtszeit größtenteils einklagen will. Das wäre wirklich frech – vielleicht sollte man in dem Zusammenhang mal klären, in wie weit der Herr für sein Verhalten und dem damit verbundenen Schaden für das Unternehmen und die Aktionäre, haftbar gemacht werden kann. Der Kurs der Solar Millennium Aktie zieht in Frankfurt bereits wieder deutlich an an..

Trading Update Klöckner & Co., VW, Conti, HeidelCement und Solar Millennium

Wer meinem Rat von gestern gefolgt ist, und sich die Stahltitel mal etwas näher angesehen hat, dürfte heute höchst zufrieden in den Feierabend gehen. „Auch wir halten den Kursverfall bei der Klöckner Aktie nach wie vor für hoffnungslos übertrieben, und haben uns entsprechend positioniert. Hier wird gerade die gesamte Stahlbranche über einen Kamm geschoren. Als Stahlhändler ist Klöckner in der Lage wesentlich flexibler auf Marktveränderungen reagieren zu können als die reinen Hersteller wie ThyssenKrupp und Salzgitter. Aber auch die starken Abschläge bei den beiden Schwergewichten sollten nun langsam ein Ende finden, und sind auf längere Sicht wieder interessant, ebenso wie der Stahlriese Posco…Sollte sich der Gesamtmarkt, allen voran der Euro, also wieder fangen dürften auch die Stahltitel davon kräftig profitieren.“

Mindestens ebenso fulminant meldeten sich heute auch unsere größte Depotposition, die VW Vorzugsaktien, wieder zurück uns starteten eine beeindruckende Erholungsrallye. Kurse unter 70,- Euro sind wohl nun bald wieder passé. Ich rechne bei weiter freundlichem Umfeld immer noch mit deutlich höheren Kursen von mindestens 90,- Euro je Aktie. Die Analysten von Goldman Sachs haben kürzlich das Kursziel für die Aktie noch einmal deutlich, auf 126,- Euro angehoben, ebenso wie die Titel von Continental, bei denen ich auch in absehbarer Zeit mit einem deutlichen Ausbruch nach oben rechne. Einer der spannendsten Wetten auf steigende Kurse aber dürfte beim Zementhersteller HeidelbergCement zu finden sein. In Kürze wird der Deutsche Leitindex neu zusammengesetzt, und es gilt als nahezu sicher, dass die Heidelberger den Stahlkonzern Salzgitter im DAX ersetzen werden. Entsprechend werden dann Indexfonds auch verstärkt in den Titel investieren und den Kurs weiter antreiben…

Bei Solar Millennium ist hingegen heute mal wieder etwas Unruhe im Kurs. Unser aller „LieblingsUtz“ kam nun auf die Idee das Unternehmen zu verklagen, um durch eine Feststellungsklage die Rechtmäßigkeit seiner damals überstürzten Kündigung feststellen zu lassen. Dies brachte den Kurs heute noch einmal zwischenzeitlich unter Druck, was ich aber angesichts der Meldung nicht nachvollziehen kann. Seitens des Anwalts von Utz Claassen wurde nochmal ausdrücklich betont, dass der Abgang des Managers nichts mit der Bilanzierung zu tun hatte. Der Anwalt begründete Claassens Kündigung nun vielmehr mit „fundamentalen Auffassungsunterschieden“ in Fragen der Unternehmensführung und der Unternehmenskultur. Hinzu gekommen seien weitere Aspekte, „die dazu führten, dass Claassen es nicht mehr verantworten konnte, weiterhin für die Solar Millennium AG tätig zu sein“.

Schwammiger geht es wohl nicht mehr! Meine Vermutung ist, dass es hier ganz banal um Geld geht. Wahrscheinlich um die Erfüllung von Vertragsbestandteilen zu denen Claassen sich, nach nur zweieinhalb Monaten Amtszeit, im Recht sieht. Sollte dem so sein ist das moralisch sicherlich fragwürdig, hat aber in keinem Falle etwas mit dem Unternehmen oder dessen Zukunftsaussichten zu tun. Das Claassen sich über die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft, über ihre Entwicklungsperspektiven und ihre technologische Position grob getäuscht haben soll wirft eigentlich nur die Frage auf, ob man wirklich in dieser Position so blauäugig sein kann das Unternehmen dessen Chef man werden soll so falsche einzuschätzen. Ich glaube eher mal nicht! Viel mehr stellt sich mir die Frage was er mit solchen Aussagen bezwecken will…

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