Author Archives: Lars

Regierung distanziert sich von Deutsche Bank Chef Ackermann

Josef Ackermann mach einmal mehr von sich Reden. Heute viel er den europäischen Rettungsmaßnahmen zu Griechenland kräftig in den Rücken und zweifelte öffentlich an, dass der Mittelmeerstaat seine Schulden zurückzahlen könne. Die Bundesregierung hat sich inzwischen ausdrücklich von den Äußerungen distanziert! Eine Regierungssprecherin sagte: „Es gebe aber keine Zweifel an der Entschlossenheit der griechischen Regierung, dieses Sparprogramm umzusetzen. Zu derartigen Spekulationen über die Fähigkeit des südeuropäischen Landes, seine Schulden zurückzuzahlen, gebe es „keinen Anlass und keinen Nutzen“

Das trifft es wohl auf den Punkt. Welchen Sinn und Zweck sollte es haben wenn sich der oberste Bankenführer unseres Landes dazu hinreißen lässt in einer solch fragilen Situation solche Äußerungen zu tätigen? Entweder ist die Deutsche Bank gerade selber massiv short im Euro, oder man will einfach von den eigenen Problemen, die nicht unerheblich sind, ablenken. Laut Presseberichten soll der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo den deutschen Branchenprimus und sieben weitere Institute aus den USA, der Schweiz und Frankreich wegen möglicher Irreführung von  Investoren und Ratingagenturen über die Bewertung von Hypothekentiteln vorgeladen haben

Zudem muss die US-Wertpapiertochter Deutsche Bank Securities ein Bußgeld von umgerechnet 460.000 Euro zahlen, weil sie regelwidrig sogenannte ungedeckte Leerverkäufe ermöglicht hatte. Alles nicht unbedingt positive Nachrichten für den deutschen Branchenprimus, und dazu noch die eigenen Verwicklungen in die Griechenland-Krise. Erst kürzlich hatte Ackermann über einen möglichen Beitrag seiner und anderer Banken zur Lösung der Schuldenkrise in Griechenland mit der Bundesregierung verhandelt. Die da großzügig angebotene Mithilfe scheint nun in Angst umgeschwenkt zu sein, dass sein Institut am Ende auf den Krediten sitzenbleiben könnte.

Dies allerdings in einem öffentlichen Interview kund zu tun hilft wohl niemandem in der aktuellen Situation! Das Ackermann dann auch noch das Wort „Kernschmelze“ im Zusammenhang mit dem Euro verwendete, dürfte dann die Spekulanten zum erneuten Abverkauf der europäische Leitwährung über Nacht eingeladen haben. Sollten die Aktienmärkte nun also erneut abtauchen gibt es wohl auch seitens der europäischen Regierungen nicht mehr viel was sie dagegen tun könnten. Vielen Dank dafür, Herr Ackermann!

Was ist los bei Solar Millennium?

Die Frage stellt sich wohl allen, die in den vergangenen Wochen das Hickhack um den Abgang Utz Claassens, der damit verbundenen Sonderprüfung der Bilanzen, und die kürzlich stattgefundenen Hauptversammlung mitverfolgt haben. Offensichtlich gelingt es dem Unternehmen im Moment nicht wieder neues Vertrauen zu schaffen. Die Vorabprüfung hat ergeben, dass es keinerlei Luftbuchungen in den Bilanzen der vergangenen Jahre gegeben hat, und dennoch hat die Aktie heute noch einmal die Unterstützung bei 18,- Euro getestet.

Bis Ende des Jahres will Solar Millennium mit dem, auch von den Anlegern lang ersehnten, Bau eines der geplanten US Projekte begonnen haben. Insgesamt bis zu neun Projekte mit jeweils rund 250 MW Leistung könnten dann bei weiterhin positivem Genehmigungsverlauf an den vier Standorten, Palen, Blythe, Ridgecrest und in der Amargosa Wüste realisiert werden. Parallel zur gerade laufenden Prüfung der Umweltverträglichkeit der Projekte werden  diese auch eingehend von unabhängigen Expertenteams hinsichtlich ihrer Förderbarkeit durch die US-Regierung untersucht. Die Inbetriebnahme dieser Kraftwerke soll nach erfolgter Genehmigung zwischen 2013 und 2014 erfolgen.

Für einen Teil der an den kalifornischen Standorten vorgesehenen Kraftwerke hat Solar Millennium LLC mit dem Energieversorger Southern California Edison (SCE) bereits im Juni 2009 Stromabnahme-Verträge, so genannte Power Purchase Agreements (PPA), unterzeichnet. Die PPAs umfassen zwei Parabolrinnen-Kraftwerke mit einer Leistung von jeweils 242 MW mit der zusätzlichen Option auf ein drittes 242-MW-Kraftwerk und regeln die Abnahme des in den geplanten Solarkraftwerken produzierten Stroms durch SCE über einen Zeitraum von 20 Jahren.

In den USA können Solarkraftwerksprojekte bis 2016 außerdem von sogenannten Investment Tax Credits (ITC) profitieren. Dabei handelt es sich um eine Steuerentlastung in Höhe von bis zu 30 Prozent der Investitionssumme. Die ITCs wurden von der Regierung geschaffen, um die Attraktivität von Investitionen in Solarkraftwerke zu erhöhen. Alle Projekte, bei denen noch 2010 mit der Realisierung begonnen wird, qualifizieren sich für Subventionen aus dem US-Konjunkturprogramm (American Recovery and Reinvestment Act 2009) von Präsident Barack Obama. Dabei ist vorgesehen, dass die Unternehmen diese ITCs nicht in Form einer Steuerentlastung, sondern als direkten Zuschuss zur Finanzierung von der Regierung gewährt bekommen. Quelle: mittelfranken-business-on

Auch diese hoffnungsvollen Nachrichten von den zu erwartenden US Projekten scheinen an der Zurückhaltung der Anleger erst einmal nichts ändern zu wollen. Genau hier sehe ich aber die antizyklische Chance für eine langfristig sehr interessante Investition an einem der erfolgversprechendsten Unternehmen aus der deutschen Solarszene. Die endgültigen Ergebnisse der Bilanzprüfung werden nun gegen Ende dieses Monats erwartet. Spätestens da sollte dann Klarheit über die finanzielle Situation des Unternehmens herrschen. Ich gehe immer noch von einem positiven Ausgang der Prüfung aus und habe und werde Kurse um die 18,- Euro weiterhin konsequent zum Ausbau der bestehenden Positionen nutzen.

Finanzmarktregulierung: Es tut sich was!!

Karlsruhe (dpa) – Wer Finanzprodukte verkauft und dabei Provisionen verschweigt, muss dem Kunden Schadenersatz zahlen. Das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe gab mit diesem veröffentlichten Urteil in acht Fällen Klägern recht, die auf Anraten ihrer Bank Anteile eines Medienfonds erworben hatten.

Was das Geldinstitut nicht sagte: Für den Verkauf der Anteile strich es eine Provision von 8,25 Prozent auf das eingezahlte Geld ein. Die Bank habe einen Interessenkonflikt verschwiegen und ihre Beratungspflicht «schuldhaft verletzt», begründete das Gericht sein Urteil.

Der Fonds war zudem als «Garantiefonds» bezeichnet worden – tatsächlich drohte den Kunden im schlimmsten Fall ein Totalverlust ihres eingesetzten Kapitals. Die Kunden, die zwischen 25 000 und 50 000 Euro eingesetzt hatten, waren vor Gericht gezogen, nachdem sich der Fonds negativ entwickelt hatte.

Zuvor gaben bereits die Landgerichte in Baden-Baden, Heidelberg, Mannheim und Karlsruhe den Klagen statt. Berufungen der Bank blieben jeweils erfolglos. Der Bundesgerichtshof hatte 2006 bei Aktienfonds bereits ähnlich entschieden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Quelle: finanztreff.de

Sollte dieses Modell nun Schule machen, wovon man bei einer höchstrichterlichen Entscheidung wohl ausgehen kann, dürfte es nun auch für die Fondsbranche wohl noch schwieriger werden ihre Produkte an den Mann/die Frau zu bringen. Eine Offenlegung der Provisionen ist sicherlich nicht im Interesse der Initiatoren. Auch bisher versteckte Provisionen müssen in Zukunft wohl transparent dargelegt werden. Die Luft für so manchen Anbieter wird damit immer dünner…

Kauf Nordex und Praktiker und Dialog Semiconductor

Leider bin ich heute in meiner Berichterstattung erwartungsgemäß etwas gehandicapt..wer meinen gestrigen Artikel „Warum ich niemals Telekom Aktien kaufen würde“ gelesen hat weiß warum. Fairness halber muss ich dazu noch sagen, dass man seitens der Geschäftsführung in Bonn aber zumindest um eine Lösung bemüht war und mir auf dem Postweg nun übergangsweise Zugangsdaten zukommen lassen möchte. Nun ja ich hoffe das klappt dann auch…glücklicherweise konnte ich heute erst einmal im Büro eines Freundes unter kommen, und bin nun wieder online..Nachdem sich meine Kommunikations-Katastrophe ja bereits gestern abgezeichnet hat wurden von mir neben sehr knappen Stopps für alle offenen Positionen auch noch ein paar Abstauberorders im Markt platziert die gegriffen haben.

Die erste Position ist die Aktie von Nordex, die ich ja bereits seit Längerem auf der Watchlist habe, und für unterbewertet halte. Der Windanlagenbauer verkündete gestern einen Großauftrag für den Bau des ersten Windparks im US-Bundesstaat Maryland . Die Anlage mit einer Gesamtleistung von 50 Megawatt wird das Unternehmen im Bezirk Garrett errichten. Kunde und künftiger Betreiber des Windparks „Roth Rock“ ist der Projektentwickler Synergics. Auch die heute verkündeten zahlen zum ersten Quartal geben Anlass zur Hoffnung, dass Nordex die Talsohle nun durchschritten hat.

Zwar leidet das operative Geschäft immer noch an der schleppenden Kreditvergabe für neue Projekte durch die Banken, dennoch konnte die Restrukturierung des Unternehmens deutlich vorangetrieben werden, was sich in Zukunft weiter positiv auf das operative Ergebnis auswirken sollte. Bereits im zweiten Quartal rechnet man seitens der Geschäftsleitung nun mit wieder deutlich anziehenden Umsätzen.. Analysten der Deutschen Bank und Commerzbank hatten sich zuletzt sehr positiv gegenüber Nordex gezeigt und halten die Aktie ebenfalls für unterbewertet.

Der zweite Neuzugang im Depot ist die Aktie von Praktiker, die nach einem Zwischenhoch im vergangenen Monat wieder deutlich zurückgekommen ist und einfach aus charttechnischer Sicht nun wieder deutlich interessanter für Anleger sein dürfte. Der Titel notierte gestern wieder nahe der langfristigen Unterstützungslinie. Fundamental bleibt die Lage beim Betreiber von Bau- und Heimwerkermärkten weiter angespannt. Der lange Winter hat auch hier Spuren in der Bilanz hinterlassen, was sich allerdings nun in Anbetracht der starken Frühlings- und Sommermonate ändern sollte…

Und dann wäre da noch Dialog Semiconductor, die Aktie die in den vergangenen Wochen in aller Munde war. Einer der großen Apple Hype Profiteure der ein den vergangenen Monaten nur noch eine Richtung kannte. Das konnte so auf Dauer nicht gut gehen, und auch wenn bekannte Börsengurus die Aktie bei 13,- Euro Ihren Jüngern noch wie Sauerbier zum Kauf angeboten haben, musste jetzt einfach mal Dampf abgelassen werden. Ich halte dies für durchaus gesund und bin umso mehr davon überzeugt, dass die Dialog Story nun weitergehen kann. Wesentlich unter die Unterstützung bei 8,10 Euro sollte es nun nicht mehr gehen…Am vergangenen Montag kamen die Zahlen, und die konnten sich sehen lassen… und ich rechne weiter mit positiven Überraschungen.

Welches Potenzial haben Vestas, Nordex und Co.?

Hier mal wieder eine schöne Kurzanalyse von Martin Brosy, www.boersenpoint.de zum Potenzial der Windenergie in den kommenden Jahren: Mittlerweile prägen Windräder das Landschaftsbild in Deutschland und der übrigen Welt. Egal ob Onshore oder Offshore Windkraftanlagen die Zukunft gehört der Windbranche. Sie können langfristig davon profitieren, einfach in Unternehmen wie Nordex, Siemens oder Vestas investieren. Welches Potential die Branche bietet möchte ich ihnen hier in diesem Artikel kurz und prägnant erklären. Welches Potential die Branche bietet zeigt die von mir hochgeladene Grafik. Aktuell befinden wir uns noch ganz am Anfang des Wachstumspfades. 800 Prozent sind als Wachstumsfaktor durchaus möglich. Gerade die Offshore Technik wird immer besser und beliebter.

Als nächstes möchte ich die Marktanteile der Windturbinen-Herrsteller etwas genauer betrachten. Weltmarktführer ist der dänische Konzern Vestas, gefolgt von GE-Electric. Firmen wie REpower und Nordex kommen nur auf 3 bzw. 4 Prozent Marktanteil. Interessant fand ich den Marktanteil von Siemens, mit 7 Prozent gehört Siemens zu den absoluten Top-Kandidaten. Von aktuell 2,3 Gigawatt weltweit installierter Offshore Anlagen stammen 1 Gigawatt von Siemens. Die deutsche Windbranche exportiert etwa 80 Prozent ihrer Produktion ins Ausland.

Im letzten Teil möchte ich euch das Unternehmen Nordex kurz vorstellen. Erst heute hat die Pressestelle vom Turbinenhersteller Nordex einen neu gewonnen Großauftrag angekündigt. Nordex soll im US-Bundesstaat Maryland 20 Anlagen der Baureihe N90/2500 errichten. Das Projekt soll innerhalb von 4-5 Monaten abgeschlossen werden, der Startschuss fällt im August 2010. Der TecDax Konzern hat längst den neuen Trend erkannt und positioniert sich nun im Offshore Bereich. Das Referenzprojekt soll der Offshore Park „Arcadis Ost 1“ werden, das Unternehmen besitzt zukünftig 40 Prozent an der Projektgesellschaft. Die im Mai abgegebenen Analystenstimmen von der Commerzbank und der Deutschen Bank können sich auch sehen lassen.

Die Commerzbank hält ein Kursziel von 13 Euro und die Deutsche Bank von 9,50 Euro für realistisch. Mit einem 2008 Marktanteil von 4 Prozent hat das Unternehmen aber noch reichlich Potential nach oben. Zumindest langfristig sollte sich dieser Marktanteil kontinuierlich erhöhen. Aus Chart- technischer Sicht könnte in den nächsten Tagen ein Kaufsignal entstehen. Die MACD-Linie steht kurz vor der Kreuzung der Trigger Linie von unten nach oben. Der kurzfristige Abwärtstrend wurde gestern gebrochen, der langfristige Abwärtstrend ist allerdings noch voll im Takt. Deshalb ist mein kurzfristiges Kursziel 8,80 Euro. Sollte diese Marke nach oben durchbrochen werden ist der Weg frei für ein neues Kursziel.

Nouriel Roubini ist wieder zuversichtlich für Europa

Der Starökonom Nouriel Roubini hat sich heute ein weiteres mal zur Euro-Krise zu Wort gemeldet und ist nach dem gestern verabschiedetem Rettungspaket der Europäer nun wieder sehr zuversichtlich, dass die getroffenen Maßnahmen ausreichen werden um Europa durch diesen Schlamassel zu bringen. Die Meinungen der Fachleute über die Wirksamkeit des Hilfspaketes könnten unterschiedlicher nicht sein, um so beeindruckender ist das gerade Roubini nun seine Meinung geändert hat. Den tatsächlichen Bedarf an Kapital der PIGS Staaten taxiert er im schlechtesten Fall bei ca. 600 Milliarden Euro und sieht die getroffenen Maßnahmen somit als ausreichend an. Wenn man bedenkt, dass es gerade Nouriel Roubini war der noch vor kurzem vor einem Domainoeffekt gewarnt hatte, und Griechenland nur als die Spitze des Eisberges bezeichnete, sollte diese Aussage nun eigentlich neues Vertrauen in die Finanzmärkte bringen. So recht daran glauben, dass nun alles wieder im Lot ist, will ich aber noch nicht. Der Euro ist nach wie vor sehr instabil, Nachrichten um eine erneute Herabstufung Portugals und Spaniens machen schon wieder die Runde… Es wird wohl noch eine weile dauern bis der Markt wieder Vertrauen fasst…

Warum ich niemals Telekom Aktien kaufen würde..

Heute war es mal wieder soweit die Deutsche Telekom hat erneut ihre geballte Kompetenz unter Beweis gestellt! Es ist nun bereits das dritte Jahr in Folge, in dem ich versuche meinen Internet- und Telefonanschluss zum deutschen Marktführer um zuziehen. Leider bin ich aber auch dieses mal an der Unfähigkeit der dort zuständigen Mitarbeiter gescheitert. Hintergrund war, dass ich ganz regulär bei meinem alten Anbieter gekündigt, und zum heutigen Tag eine Übernahme der bestehenden Leitungen durch die Telekom beantragt habe, was mir auch schriftlich bestätigt wurde. Der Grund meines Wechsels liegt nicht etwa in irgend einer Unzufriedenheit meinem alten Anbieter begründet sondern schlicht an der Tatsache das man bei der Telekom für einen ähnlichen monatlichen Betrag noch das schicke Fernsehen auf Abruf mit dazu bekommt – wenn man es bekommt. Letztendlich hat mich also das überaus schlechte deutsche Fernsehprogramm dazu bewegt, weil ich nicht mehr meine kostbare Zeit mit sinnfreien Soaps und Gameshows verschwenden wollte.

Soweit zu meinen Beweggründen… Im Vorfeld meines erneuten Wechselversuches hatte ich mich bereits mit mehreren Freunden über die Zufriedenheit bezüglich Ihres T-Home Paketes unterhalten, und eigentlich auch durchweg ein positives Feedback bekommen. Die Zeiten der DDR Mentalität von Telekom Mitarbeitern seien vorbei und der Service inzwischen deutlich besser geworden, war das Fazit. Letztendlich überzeugte mich aber eigentlich wie gesagt das Angebot die von mir gewünschten Sendungen jederzeit abrufen zu können. Trotz meiner persönlichen Erfahrungen aus den vergangenen Jahren in denen ich bereits erfolglos und mit ähnlichem Ergebnis versucht hatte einen Wechsel zu einem bestimmten Termin zur Telekom zu veranlassen, versuchte ich es also nun erneut. Wie Sie sich vorstellen können ist es für mich aus beruflichen Gründen nicht tragbar einen oder mehrere Tage auf einen Internetanschluss zu verzichten. Ich war mir aber auch sicher, dass der koordinierte Wechsel zu einem bestimmten Termin keine Raketenwissenschaft sein sollte…

Weit gefehlt! Die Telekom lieferte wieder mal nicht wie versprochen und ich muss jetzt ganz schnell bei meinem alten Provider um Gnade bitten und reumütig zurückkehren, damit ich nicht ab morgen ohne Telefon und Internetanschluss dasitze. Ich hoffe das klappt jetzt noch! Dies war dann sicherlich auch mein letzter Versuch zu wechseln und bringt mich immer wieder sehr verärgert zu dem Ergebnis, dass sich eben doch nichts geändert hat bei der deutschen Telekom. Ich gehe mal davon aus, dass ich mit den gemachten Erfahrungen kein Einzelfall bin, langfristig wird sich diese Schlamperei rächen. Der Aktienkurs zeigt seit dem Börsengang der „Volksaktie“ nahezu konstant nach unten. Anleger die darauf hoffen, dass die Kurse aus den Jahren 1999/2000 jemals wieder erreicht werden können einem nur Leid tun. Es hat sich seitdem eben nichts wirklich geändert…warum sollte diese Aktie dann steigen? Und warum sollte man eine Aktie die seit fast 10 Jahren fällt kaufen? Sollten Sie morgen also nichts von mir lesen wissen Sie was passiert ist…Lieber Rene Obermann ,das musste jetzt einfach mal raus!

Der Euro bestimmt die Richtung

Wie gewonnen, so zerronnen dürfte wohl das knappe Fazit aus dem gestrigen Maßnamenspaket der europäischen Regierungen sein. Der Euro zu dessen Schutze dieses einmalige und umfangreiche Rettungspaket beschlossen wurde will oder kann wohl nicht gerettet werden. Nachdem die europäische Leitwährung gestern kräftig zulegen konnte sah es zunächst einmal wieder gut aus. Europa konnte sich, wenn auch nur kurz, stark und entschlossen präsentieren. Auch in Amerika sorgte dies für Begeisterung die Börsen legten eine fulminante Erholungsrally hin, wichtige Trends konnten wieder aufgenommen werden und fast könnte man als Anleger den Eindruck gewinnen, dass jetzt alles wieder gut ist. Weit gefehlt, würde ich sagen. Am deutlichsten versinnbildlicht wohl die Erfolglosigkeit der getroffenen Maßnahmen der heutige Euro Kurs. Gestern in der Spitze noch bei 1,31 und heute bereits wieder nahe des Tiefs vor dem europäischen Rettungspaket bei 1,27.

Dabei wurden sogar Tabus gebrochen, die noch vor kurzem undenkbar gewesen wären. Die EZB kauft nun verstärkt Staatsanleihen von Euro-Ländern auf. Zwar betonte Jean Claude Trichet, dass die Entscheidung der EZB dahingehend aus freien Stücken getroffen wurde, so richtig glauben will man ihm das aber nicht. Auch unserer Regierung steht das Wasser offenbar nun bis zum Hals, die Wahlen in Nordrhein Westfalen zeichnen ein deutliches Bild über die Zufriedenheit bezüglich des Führungsstils von Angela Merkel und Guido Westerwelle. In den Medien ist heute zu lesen, dass unsere Regierung keine Ahnung davon hat wie teuer die Eurokrise nun tatsächlich für den Steuerzahler wird. Von möglichen Verschleierungstaktiken unserer Kanzlerin über schon lange bekannte Missstände ist da die rede… alles nicht unbedingt vertrauensbildende Umstände.

Kurzum, wir sind noch lange nicht über den Berg. Die Futures haben heute Nacht kräftig nachgegeben.Es dürfte sich also zunächst Ernüchterung breit machen über die Machtlosigkeit gegen die Spekulationen und den erneuten Vertrauensverlust der Anleger. Gestern schrieb ich im Newsletter, dass bei Rücksetzern wieder ausgewählte Titel gekauft werden könnten, heute haben wir bereits einen ersten deutlichen Rücksetzer. Allerdings bin ich nicht mehr so ganz davon überzeugt, dass es sinnvoll ist bereits jetzt wieder verstärkt in die Märkte einzusteigen. Weitere Investitionen werde ich momentan direkt vom aktuellen Eurokurs abhängig machen. Sollte dieser weiter abrutschen werden auch die am Freitag gekauften Positionen wieder aufgelöst. Erst bei einer nachhaltigen Erholung über die Marke von 1,30 kann man eventuell davon sprechen das der Euroraum die Krise zumindest wieder im Griff hat..Bleiben Sie also weiterhin sehr vorsichtig!

Trading Update VW, Porsche, Swiss Re, HeidelCement, Conti, Klöckner, Bauer

Am Samstag schreib ich in meiner Kolumne auf www.stock-world.de: „Ein Hauch von „Matrix“ und „Terminator“ wehte in der vergangenen Woche über das Börsenparkett. Die Maschinen übernahmen kurzzeitig die Kontrolle über die Welt, zumindest die Finanzwelt. Nun stellt sich natürlich die Frage nach dem warum und wieso, doch das eigentlich Schlimme ist, dass diese Frage offensichtlich auch heute, drei Tage danach, noch niemand beantworten kann. Das beunruhigt die Anleger weltweit wohl auch zu Recht! Ein System, das in Millisekunden die Gewinne eines oder mehrerer Jahre Vernichten kann ohne fundamentale Daten dabei zu berücksichtigen ist wohl alles andere als vertrauensbildend. Dieser (hoffentlich) einmalige Vorgang dürfte die Gemüter noch eine ganze Weile beschäftigen. Auch wenn der US Präsident schonungslose Aufklärung fordert bleibt ein fader Beigeschmack. Verschwörungstheoretiker haben wieder Hochkonjunktur und schütten damit weiteres Öl ins Feuer. Dies war ein Terrorakt – von wem oder was auch immer gesteuert ist zu lesen….ich denke das ist schlichtweg Quatsch!

Da ist mir die Theorie vom „Fat Finger Trade“ schon deutlich lieber. Demnach soll ein Trader mit besonders wurstigen Fingern aus versehen drei Nullen zu viel ins System gehackt, und somit mal eben für Kursverluste von schlappen 1.000 Milliarden Dollar gesorgt haben. Eine an sich schon unglaubliche Summe die von einem einzelnen Trader herrühren soll? Das liebe Leser ist wirklich besorgniserregend! Sollte dem so sein spielt es auch eher eine untergeordnete Rolle ob die dicken Finger und die drei Nullen zu viel oder aber die peinliche Verwechslung von „million“ und „billion“ Schuld an dem Desaster war. Es wird den Finanzmarkt verändern! Reformen müssen her und diese werden auch kommen. Es dürfte jedem klar sein das das Wohl dieser Welt nicht von solchen Faktoren abhängen darf, und ich bin mir sicher hier wird bald entschlossen gehandelt!“

Und prompt folgte heute, bzw. bereits gestern Abend die Antwort auf die Frage wie es an den Börsen nun weitergehen wird. Der IWF beschließt ein Rettungspaket für angeschlagene EU Länder in Höhe von 750 Milliarden Euro und beflügelt mit dieser Maßnahme die Börsen erneut. Damit sollte nun die unmittelbare Gefahr die sich aus der Schieflage Griechenlands ergeben, zunächst einmal gebannt sein. Dennoch bedeutet diese Maßnahme auch, dass es in Europa nun auch ans Eingemachte geht. Die Summe des Rettungspaketes ist in dieser Höhe sicherlich einmalig oder zumindest historisch bedeutend. Der Euro muss gerettet werden, koste es was es wolle, hieß es am Wochenende in den Medien. So spiegelt dieser Beschluss des Internationalen Währungsfonds weniger eine kreative Handlung, sondern viel mehr die Verzweiflung der EU Regierungen wieder. Damit dürfte nun auch des letzte Pulver verschossen worden sein..

Es besteht aber durchaus die berechtigte Chance, dass heute mal wieder ein entscheidender Wendepunkt markiert wird. Den Märkten gefällt diese Nachricht, es war also richtig am Freitag noch einige Positionen zu kaufen. Sicher war ich mir allerdings bis heute morgen nicht, ob dies eine gute Idee gewesen ist. Neben Porsche, Heidelberg und Conti sind nun auch wieder einige Aktien der Schweizer Rück sowie Bauer, Klöckner & Co. sowie VW in meinem Depot gelandet. Bei VW habe ich mich entschlossen, nun auf dem deutlich reduzierten Niveau, neben den Vorzugsaktien, die ich immer noch favorisiere, nun auch ein paar Stammaktien ins Depot zu legen. Die Porsche Aktie erreichte am Freitag wiedermal mit 34,80 Euro ein neuen historischen Tiefstand, das konnte ich mir bei aller Unsicherheit über die Klagewelle aus den USA nicht entgehen lassen. Wie Sie ja wissen hatte ich vor Tagen bereits darauf hingewiesen das die Porsche Aktie wohl mindestens bis auf 36,- Euro fallen dürfte..

Solar Millennium bleibt aber der einzige Solarwert im Moment den ich gekauft habe. Hier warte ich nochmal auf etwas niedrigere Kurse um aufzustocken.Werte wie Phoenix Solar, Centrotherm sowie Roth und Rau bleiben aber natürlich auf meiner Watchlist. Auf Grund der angespannten Situation in Europa bleiben für mich „echte“ Qualitätstitel zunächst die erste Wahl. Achten Sie, wenn Sie sich wieder in den Markt trauen also zunächst auf Qualität und vor allem Liquidität! Wir haben gesehen wie schnell es auch einmal runter gehen kann. Marktenge Titel sind dann sehr gefährlich. Im schlimmsten Fall wird man diese gar nicht los, oder der Stopp-Loss greift viel zu spät. Mit der heutigen Bewegung am Markt sieht das große Bild nun wieder deutlich besser aus. Alle Indizes dürften am Ende des Tages wieder in Ihren Aufwärtstrend zurückgefunden haben. Es ist also an der Zeit den nächsten Swing nach oben zu spielen..Die oben genannten Werte sind auch jetzt noch mittelfristig sehr interessant und bilden die Basis meines Depots..

Citigroup vertippt, Frankfurt kaputt, na doll!!

In der vergangenen Woche durften Anleger keine schwachen Nerven haben. besonders am Donnerstag als die US Börsen verrückt gespielt haben und auch ich ungläubig vor meinen Monitoren gesessen bin. Was war das für ein Schock im ersten Moment. Die Gedanken fangen an zu rasen…meine ersten Überlegungen waren Griechenland pleite, Terroranschlag in den USA oder Kriegserklärung der USA gegen Iran…Nichts von alle dem ist es Gott sei Dank gewesen! Dennoch, nachdem am folgenden Tag so langsam die unterschiedlichsten Gerüchte bezüglich eines Computerfehlers oder auch des menschlichen Versagens eines Citigroup Händlers durchgesickert sind hat mich das nicht minder nervös gemacht. Für alle die es noch nicht wissen..er soll sich vertippt haben 🙂 statt 16 Millionen mal eben 16 Milliarden ins System eingegeben.

Bei den Milliardenbeträgen mit denen seit Beginn der Krise um sich geschmissen wird kann einem so ein kleiner Fehler schon mal unterlaufen 😉 Dies zeigt vielleicht auch wie schnell man sich an große Summen gewöhnen kann und das es eben kein physisches Geld mehr ist, sondern nur noch bloße Zahlen die permanent um die Welt rauschen. Unserer Finanzwelt ist extrem anfällig geworden und kein Computersystem oder Mensch unfehlbar. Es ist also nicht ausgeschlossen das so etwas wieder vorkommen wird. Erst gestern Abend musste der gesamte Handel in Frankfurt wegen eines technischen Fehlers ausgesetzt werden…Dies sollte man wohl immer im Hinterkopf behalten!

Das Problem für den Anleger ist nur, wie soll man sich diesbezüglich verhalten. ich möchte nicht wissen wie viele Menschen am Donnerstag durch ausgelöste Stopp Loss einen großen teil Ihres Kapitals oder zumindest der Gewinne erlitten haben. Diese Menschen können einem nur Leid tun weil Sie Opfer des Systems geworden sind und niemand wird Ihnen helfen, bzw. den Schaden ersetzen. Sollte sich herausstellen, dass die Ursache tatsächlich bei der Citigroup zu finden ist, dürfte die Bank in den kommenden Wochen wohl mit ein paar ordentlichen Klagen konfrontiert werden. Sollten Sie also diese Aktie kaufen wollen kann ich nur raten bis zur endgültigen Klärung dieser Ereignisse die Finger davon zu lassen. Grundsätzlich halte ich persönlich die Citigroup immer noch für den großen Wackelkandidaten unter den US Banken…

Aber nun kurz zu den Märkten: Die kommende Börsenwoche dürfte mal wieder ganz im Zeichen Griechenlands und des Euros stehen. Wie ich ja bereits zu Handelsbeginn am Freitag geschrieben habe sollte man weiter Vorsicht walten lassen. Ich habe mich persönlich wirklich schwer über die Eröffnung des Dax über der Marke von 5.800 Punkten gewundert und Ihnen geschrieben. dass das nicht gut gehen kann. Ich hatte Recht und ich hoffe Sie haben auf mich gehört. Der Dax ist dann am Nachmittag wie erwartet weiter abgetaucht wie wir wissen. Nun stellt sich die Frage ob die Korrektur langsam ein Ende finden kann, oder ob es weiter nach unten geht.

Die neuen Kursziele hatte ich ja mit 5.500 bis 5.600 Punkten bereits anvisiert! Das heißt der Dax sollte nun noch etwas nachgeben, eventuell aber nicht mehr soweit wie ursprünglich gedacht. Ich habe mir das ganze Szenario noch einmal näher angesehen…Ausgehend von der Überlegung, dass der Dow Jones noch einmal die 10.000 Punkte testen könnte sowie der S&P 500 noch einmal die 1080 Punkte was den jeweiligen Unterstützungen aus der Februar Korrektur entsprechen würde, könnte also der Dax bei 5600 Punkten durchaus einen Boden bilden. Natürlich sind gerade sehr viele Emotionen im Markt und dies darf man nicht unterschätzen. Sicher ist dieses Szenario also nicht, dennoch kann ich Ihnen verraten, dass ich bereits gestern wieder zaghaft in einige Aktien eingestiegen bin.

Welche dies sind werde ich Ihnen natürlich bald verraten! Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, aber ich bin mir der Verantwortung meiner Leser gegenüber durchaus bewusst und möchte vermeiden, dass in einer wirklich unsicheren Situation Aktien gekauft werden nur weil ich das tue. Eventuell bin ich mit meinen Trades deutlich zu früh dran und möchte nicht, dass Sie den gleichen Fehler begehen. Aufmerksame Investors Inside Leser dürfte aber ahnen um welche Aktien es sich handelt..Sobald ich ein klareres Bild davon habe was passieren wird sind Sie liebe Newsletter Leser die Ersten die dann wieder einen genauen Blick in mein Depot werfen dürfen. Warten Sie noch ein paar Tage ab. Sollte der Markt wieder drehen und in die dritte und entscheidende Phase der Hausse übergehen bleibt noch genug Zeit auf dem Weg nach oben viel Geld zu verdienen.

Excelon Aktie verliert 99 Prozent an Wert innerhalb weniger Minuten

Die Liste der Verlierer des gestrigen Tages ist lang, einige Unternehmen hatte es aber besonders brutal erwischt. Allen voran wohl die Aktie von Excelon die von 43,69 Dollar auf 0,0001 Dollar fiel. Die Brauereiaktie von Boston Bier war kurzzeitig sogar gar nichts mehr wert. Anbei eine Liste mit den sogar schon leicht geschönten Zahlen. Sollte dies also alles ein Computerfehler gewesen sein, dann ist das sicherlich der erste Punkt an dem man bei der neuen Regulierung der Finanzmärkte arbeiten sollte. Ob die Anleger nun eine Entschädigung erhalten werden ist wohl mehr als ungewiss..
COMPANY                                                     PREVIOUS PRICE    LOW PRICE     PCT CHANGE
EXCELON (EXC.N)                                     $34.68                         $0.41                  -99
BOSTON BEER (SAM.N)                           $47.98                         $0                       -100
CENTERPOINT (CNP.N)                           $13.13                          $0.01                  -99.9
BROWN & BROWN (BRO.N)                   $15.93                          $8.04                 -49.5
IOWA TELECOMMUNICATIONS
SERVICES (IWA.N)                                    $15.67                          $2.66                  -83
CASEY’S GENERAL (CASY.O)                 $35.00                         $30.24               -13.6
EBIX INC (EBIX.O)                                    $14.26                         $1.01                   -92.9
PROCTER & GAMBLE (PNG.N)              $59.41                         $39.37                -33.7
APPLE (AAPL.O)                                         $240.63                      $199.25              -14.4
3M (MMM.N)                                               $81.86                        $67.98                -17
(Reporting by Wall Street team)

Crash an der Wall Street!!!

Das kann nicht gut gehen!! Gestern dürften sich selbst die hart gesottenen unter uns Börsianern verwundert die Augen gerieben haben, als die US Indizes innerhalb weniger Minuten um bis zu 9 Prozent korrigiert haben. So einen Sturzflug hat man lange nicht gesehen. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern ob solche Werte an einem Tag in den letzten 15 Jahren erreicht wurden. Selbst am 11. September dürften die Abschläge kleiner gewesen sein. In den einzelnen Aktien waren die Verluste noch viel dramatischer. Bis zu 30% verloren manche Qualitätstitel innerhalb kürzester Zeit. Die Mischung aus computergestütztem Handel, Stopp-Loss Wellen und panischen Anlegern hat mal wieder voll zugeschlagen.

Dennoch, das war ein deutliches Warnzeichen für die Bullen. Dass damit sämtliche Chartmarken deutlich geknackt wurden, und somit der seit 14 Monaten währende Aufwärtstrend unterschritten wurde, muss man wohl nicht extra erwähnen. Nun geht es vielmehr darum das nicht auch noch die 200 Tage Linien verletzt werden sonst könnte aus dieser wunderschönen Hausse sehr schnell ein neuer Crash ungeahnten Ausmaßes werden. Die extreme Dynamik die dabei entstehen kann dürfte so einige Marktteilnehmer gestern erschreckt haben. Davon kann auch ich mich nicht frei machen, zum Glück war ich nicht, oder nur sehr gering, investiert und ich hoffe Sie sind meinem Rat im Newsletter vor ein paar Tagen gefolgt…

Was wir heute im Dax sehen halte ich persönlich aber irgendwie für eine Persiflage des Kapitalmarktes. Man tut so als wäre nichts gewesen und das kann nicht gut gehen. Bei allem Optimismus, aber solch eine Bewegung die wir gestern in den USA gesehen haben muss erst einmal verdaut werden. und das muss sich auch deutlich in den Kursen widerspiegeln. Kursniveaus von 5.800 Punkten und mehr halte ich in Anbetracht der gestrigen Ereignisse für geradezu lächerlich. Der Markt muss jetzt einmal Dampf ablassen. Erst dann kann die dritte und entscheidende Phase dieser Hausse wieder aufgenommen werden. Immer vorausgesetzt es kommt nicht zu einer europäischen Katastrophe!!! Sollte der Euro fallen oder einzelne Staaten gar die Gemeinschaft verlassen muss wohl alles komplett neu überdacht werden.

Gold haussiert natürlich in diesen Tagen und hat die alten Höchstmarken wieder erreicht. Mit dem feinen Unterschied, dass man heute als Europäer deutlich mehr für eine Feinunze bezahlen muss als beim letzten mal als das Edelmetall bei 1.200 ,- Dollar stand. Gold bleibt dennoch zumindest ein Instrument um gerade in solchen  Zeiten ruhig schlafen zu können. Auch wenn man als Goldanleger sicherlich einen langen Atem haben muss. Ob es sinnvoll ist auf diesem Niveau noch zu kaufen weiß ich nicht, langfristig wahrscheinlich schon. Kurzfristig zur Absicherung wenn Sie von einem Crash des Euro ausgehen vielleicht auch. Ich werde immer wieder danach gefragt, speziell auch wo man Gold kaufen kann. Hierzu habe ich Ihnen in diesem Newsletter ein paar Links reingepackt.

Lassen Sie sich nicht von der heutigen Euphorie anstecken und warten Sie geduldig auf Ihre Chance! Ein weiteres Abrutschen des Dax bis in den Bereich 5.500 -5.600 halte ich durchaus für möglich. Sogar die 5.300 Punkte sind nun nicht mehr ausgeschlossen. Bleibt nur zu hoffen, dass dieser Kursrutsch, wenn es denn so kommt, dann genau so schnell wieder vorüber geht wie in den USA. Heute rechne ich mit einem nochmaligen Test der 1.100 Punkte im S&P 500. Und ich rechne ernsthaft mit einer sehr unruhigen kommenden Börsenwoche in der wirklich alles möglich ist. Die Unsicherheiten im Euroland werden bleiben, vielleicht kommt es noch ganz anders als die meisten denken, und Deutschland sowie Frankreich quittieren den Pakt!?! Auch diese Variante ist zumindest denkbar. Dann wird aber sicherlich auch an der Börse ein neues Zeitalter eingeläutet…

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