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Aurubis stürzt nach dem Rekordergebnis ab… aber!

Aurubis legt heute ein Rekordergebnis vor, enttäuscht aber dennoch die Anleger. Die Aktie fällt vorbörslich um 12,5 Prozent auf 50,- Euro. Grund für diese heftige Reaktion dürften die hohen Erwartungen der Marktteilnehmer gewesen sein, die trotz eines hervorragend laufenden Geschäftes nicht erreicht werden konnten. So verdiente Aurubis im vierten Quartal 82 Millionen Euro, erwartet wurden 96 Millionen Euro. Der Umsatz ging in diesem Zeitraum gar von 2,95 auf unter 2,6 Milliarden Euro zurück. Im Vorfeld waren die Fachleute hier von einem Wert um die 2,73 Milliarden Euro ausgegangen.

Angesichts des Umfeldes kann man bei Aurubis sicherlich dennoch mit diesem Ergebnis zufrieden sein. Dank höherer Schmelz- und Raffinierlöhne, den weltweit gestiegenen Schwefelsäurepreise sowie einer höheren Kathodenprämie hat sich das operative EBITDA gegenüber dem Vorjahr mit 343 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Dennoch ließ das Unternehmen keinen Zweifel daran, dass man für das kommende Jahr nicht mit neuen Rekorden rechne. Der Ausblick auf 2016 fiel eher schwach aus, was wohl auch der Hauptgrund für die heutige Kursreaktion ist. Aurubis will die Dividende dennoch von einem Euro auf 1,35 Euro aufstocken!

Aurubis Aktie nach Rücksetzer kaufen?

Erst gestern hob Goldman Sachs die Erwartungen für die Aurubis Aktie an. Mit einem Verbleib auf der „Conviction Buy List“ und einer Kurszielanhebung von 70 auf 77,- Euro zeigten sich die Amerikaner im Vorfeld der Zahlenvorlage äusserst optimistisch, was sich heute wohl erst einmal rächen dürfte. Dennoch bleibt die Aktie aussichtsreich. Aus charttechnischer Sicht befindet sich im Bereich um die 50,- Euro eine erste und sehr starke charttechnische Unterstützung, die wahrscheinlich halten dürfte.

Einen kurzfristigen Kursrutsch bis an das 50er Fibonacci Retracement bei 48,62 Euro würde ich dennoch nicht zwingend ausschließen wollen. Hier ergibt sich dann aber spätestens wieder eine erste Kaufchance für mutige und langfristig orientierte Anleger, die ggf. bereit sind auch einen möglichen Rücksetzer an die untere Linie des intakten Aufwärtstrends nachzukaufen. Die Aurubis Aktie befindet sich auch nach dem heutigen Rücksetzer in einem intakten Aufwärtstrend!

Aixtron und Klöckner – Was ist da los?

Gestern Abend gegen 21 Uhr schockte die Aixtron SE die Anleger seine Aktionäre mal wieder mit einer saftigen Warnung. In der Meldung hieß es, dass Aixtron sich mit einem chinesischen Kunden auf die Reduzierung des bereits geschlossenen Vertrages zur Abnahme von 50 MOCVD-Anlagen vom Typ AIX R6 geeinigt habe. Nunmehr sollen nur noch drei Anlagen von San’n Optoelectronics abgenommen werden. Dadurch müsse auch die Prognose für das Geschäftsjahr nun erneut nach unten angepasst werden. Der Spezialmaschinenbauer rechnet nun nur noch mit dem Erreichen der unteren Spanne der ursprünglichen Umsatzprognose. Anleger zeigten sich zu Recht entsetzt, die Aktie verlor nachbörslich bereits knapp 20 Prozent.

Beim Lesen solchen Nachrichten stellt sich dem geneigten Leser die dringende Frage, ob die Aixtron SE nun ein ernstzunehmendes „Qualitätsproblem“ hat? Offenbar war man auf der chinesischen Seite nach Auslieferung der ersten drei Anlagen nicht zufrieden mit dem was Aixtron da geliefert hat. Man darf gespannt sein ob andere Aixtron Kunden das genauso sehen, oder ob es sich hier um einen einmaligen Ausfall gehandelt hat. Möglicherweise liegt der Grund für die Rücknahme der Bestellung ja auch ganz woanders!? In jedem Fall ist die Aixtron Aktie auch weiterhin zu meiden. Das lange Warten der Aktionäre auf den Turnarround dürfte nun wohl in die Verlängerungsphase gehen… bzw. ist erneut auf unbestimmte Zeit verschoben!

Beim Stahlhändler Klöckner & Co. läuft es ebenfalls schon seit längerem nicht so richtig rund. Eigentlich kein Wunder in dem montanen Umfeld in dem Rohstoffe generell und Aktien die im entferntesten etwas damit zu tun haben, eher verkauft werden. Kurzum… das Marktumfeld hat sich für den Stahlhändler noch einmal eingetrübt, eine Besserung ist so schnell wohl nicht in Sicht. Gestern Abend gab das Unternehmen nun bekannt Abschreibungen in Höhe von 270 Millionen Euro auf das Nordamerika-Geschäft vorzunehmen. Eigentlich nicht wirklich verwunderlich, der Titel verliert aber vorbörslich über fünf Prozent.

Für das Gesamtjahr rechnet Klöckner dementsprechend mit einem Konzernverlust in Höhe von 350 bis 380 Millionen Euro. Das operative Ergebnis soll weiterhin im Bereich um die 85 Millionen Euro liegen. Im kommenden Jahr will das Unternehmen aber durch das eingeleitete Restrukturierungsprogramm wieder mit einem deutlichen Anstieg des EBITDA aufwarten. Das hören Klöckner Aktionäre aber auch schon etwas länger, ohne das Besserung eingetreten wäre… Aus charttechnischre Sicht kommt diese Nachricht mal wieder genau zur falschen Zeit, denn damit verbleibt die Aktie nun wohl ganz klar in dem seit langem bestehenden Abwärtstrend. Der mögliche Ausbruch ist erneut passé, das untere Ende des Trendkanals erneut ein mögliches Ziel!

Wie weit geht der Wash-Out? Volkswagen, Daimler, Dürr, Linde im Fokus

Während der weiter fallende Ölpreis zunehmend auf die Stimmung der Anleger drückt gibt es heute mal wieder interessante Neuigkeiten über den Volkswagen Konzern und seinen Abgas-Skandal, der laut jüngsten Medienberichten wohl gar kein allzu großer Skandal gewesen sein soll… Nach diesem Bericht in der FAZ sollen VW Kunden zumindest keine Nachteile durch die Abgas Manipulationen erleiden. Es soll somit weder zu Nachzahlungen von Kfz-Steuern kommen, noch sollen die meisten Kunden verpflichtet werden Ihre Autos umrüsten zu lassen.

Damit dürften sich natürlich auch die Belastungen des VW Konzerns diesbezüglich eher in Grenzen halten. Zumindest was die rein technische Seite für diese Charge der ausgelieferten Autos betrifft, sollen nun nur noch ca. 40.000 statt zuvor 800.000 Autos umgerüstet werden müssen. Bei den übrigen Kfz liegen die Abweichungen zu den angegebenen Werten, nach nochmaliger Prüfung, nur noch bei 0,1 bis 4 Gramm CO2 Ausstoß je 100 Kilometer, was der zulässigen Toleranz entspricht, hieß es in dem Bericht. Die VW Aktie sprang danach von ca. 122,- auf 130,- Euro. Inzwischen bröckeln aber diese Gewinne auch schon wieder etwas ab, nachdem das gesamte Marktumfeld weiterhin schwach ist. Der von mir erwartete Rücksetzer könnte damit aber abgeschlossen sein.

Bei der Daimler Aktie hatten die Anleger, die den letzten Ausbruch gekauft haben, bislang nicht viel zu lachen. Inzwischen ist der Titel wieder unter das Ausbruchs-Niveau gefallen und notiert nahe der massiven Unterstützung bei 76,50 Euro. Sowohl die obere Begrenzung des vorangegangenen Abwärtstrends verläuft hier, als auch die untere Begrenzung des neuen Aufwärtstrends und die horizontale Unterstützung, die mehrfach erfolgreich getestet wurde. Auf diesem Niveau dürfte die Aktie nun wieder für viele Anleger interessant sein, um von dem nächsten möglichen Aufwärtsschwung zu profitieren.

Auch bei der Dürr Aktie ergibt sich jetzt möglicherweise wieder ein interessantes Setup. Der Rücksetzer aus dem Aufwärtstrend heraus ist zunächst natürlich eher negativ zu werten. Dennoch verbleibt die Aktie aus charttechnischer Sicht in der Aufwärtsbewegung. Der heutige Test der horizontalen Unterstützung knapp unter 76,- Euro ist also noch gesund. Hier sollte nun wieder aufmerksam beobachtet werden ob die Aktie demnächst nach oben dreht. das Kursziel dieser Bewegung dürfte dann im Bereich des letzten Hochs bei 84,- Euro liegen. Fällt der Titel hingegen deutlich unter 74,55 Euro wäre der Bereich um die 71,35 Euro das nächste mögliche Ziel.

Bei der Linde Aktie ist die Frage ob die Aktie hier bereits wieder nach oben drehen kann, oder ein weiterer Rücksetzer kommt, noch nicht entschieden. Zwar konnte sich die Aktie in den vergangenen Tagen relativ gut im Bereich der von mir prognostizierten 137,- Euro halten, echte Aufwärtsdynamik war aber bislang Fehlanzeige. Frei nach dem Motto „Was nicht steigen will muss irgendwann fallen“ droht hier immer noch eine zweite Abwärtswelle, zumal die Aktie eine wesentliche Trendlinie bereits unterschritten hat und der Bouncen schon vor der 140,- Euro Marke deutlich gescheitert ist. Hier ist Skepsis für eine schnelle Erholung weiterhin angebracht

Grundsätzlich ist das was wir aktuell an den Märkten sehen, der fast schon übliche „Wash-Out“ vor einer möglichen Weihnachtsrally. Hinzu kommt noch dass die meisten schwachen Werte des Jahres zum Jahresende noch einmal verstärkt verkauft werden, um die Verluste daraus mit den Gewinnen auf der anderen Seite verrechnen zu können. Auch in den USA ist dieser Prozess, der dort Tax-Selling  genant wird, alljährlich zu beobachten. Soll heißen – noch muss man angesichts des starken Rückgangs bei DAX&Co die Flinte nicht ins Korn schmeißen. Möglicherweise bietet der aktuelle Rücksetzer noch einmal die Chance auf schöne Einstiegskurse, Vorsicht bleibt aber dennoch angebracht!

Manz – Da gehen jetzt noch ein paar Euro mehr…

Für alle die es verpasst haben, hier mal wieder ein kurzes TradingUpdate zur Manz Aktie: Das frühzeitig hier im Blog dargestellte Setup für die Wende der Manz Aktie ist ganz klar aufgegangen, womit die Bodenbildung nun als abgeschlossen angesehen werden kann. Viel spannender als diese Tatsache ansich ist es aber nun einen kurzen Blick darauf zu werfen, was demnächst für die mutigen Akteure, die dieser Empfehlung gefolgt sind, auf dem Programm stehen könnte…

Die Manz Aktie hat die Trendwende geschafft

Die Cup-And-Handle-Formation ist gestern ausgelöst worden. Angelehnt an meiner ersten Analyse zur Manz Aktie kann diese nun sogar etwas „höher“ eingezeichnet werden, womit sich auch ein weiterer Euro Kurspotenzial auf der kurzfristigen Ebene ergibt. Der Abwärtstrend wurde nun klar nach oben verlassen. Hieraus ergab sich zunächst ein Kurspotenzial von ca 44,- Euro für die Aktie. Aus der anschließend ausgelösten Tassenformation kann man das rein rechnerische Kursziel nun sogar bei ca. 45,- Euro ansetzen.

Dies ist umso interessanter, das dieses Kursziel dann auch oberhalb der letzten Hürde bei ca 44,30 Euro liegen würde, womit weiteres Kurspotenzial bis in den Bereich um, die 50,- Euro bestehen würde. Noch ist es allerdings nicht soweit. Dennoch sollten Sie die Manz Aktie in nächster Zeit nun wieder intensiver beobachten, bzw. über einen Kauf nachdenken, wenn man sie nicht schon mit schönen Gewinnen im Depot hat …

Linde – Kaufen bei 137,- oder 115,- Euro?

Bereits zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres hat der Linde Konzern nun seine Prognose gesenkt. Die Gründe für diesen Schritt sind vielschichtig. Zum einen macht dem Konzern die insgesamt lahmende Konjunktur zu schaffen, aber auch der Niedrige Ölpreis und rückläufige Preise im Medizin-Segment werden immer mehr zum ernsthaften Problem für Linde. Für das Jahr 2017 rechnet man nun mit einem operativen Ergebnis zwischen 4,2 und 4,5 Milliarden Euro, nachdem man zuvor noch von einem Wert zwischen 4,5 und 4,7 Milliarden Euro ausgegangen ist. Aussenden steht die angepeilte Rendite von 11-12 Prozent auf dem Prüfstand. Ein entsprechender Stellenabbau wird im Konzern offenbar bereits diskutiert…

Linde im Korrekturmodus

Der Aufwärtstrend bei der Aktie wurde mit dem gestrigen Rücksetzer deutlich nach unten verlassen. Im Moment befindet sich die Aktie somit im Bereich des 38,2 Fibonacci Retracements, welcher zusammen mit dem Verlaufshoch aus dem Januar 2012 eine relative starke Unterstützung bildet. Hält dieser Kursbereich aber nicht, muss man davon ausgehen, dass auch das 50er Fibonacci Retracement noch in greifbare Nähe rückt. Kurse um die 115,- bis 120,- Euro wären dann die Folge. Im positiven Fall gelingt es nun aber die Aktie wieder nach oben zu ziehen, bzw. auf diesem Niveau zu stabilisieren. Hierzu dürfte im Optimalfall noch der Bereich knapp unterhalb von 137,- Euro angelaufen werden, bevor dies passiert.

Linde bleibt auf lange Sicht ein interessantes Unternehmen, ich würde mich hier aber nicht darauf verlassen dass die verschiedenen Analysten mit ihren jüngst korrigierten Zielmarke richtig liegen, bzw. diese demnächst nicht noch einmal nach unten angepasst werden. Die Trendlinien deuten zumindest darauf hin, dass es hier zu einem weiteren Kursrutsch kommen könnte. Auf diesem dann erneut reduzierten Niveau wäre die Linde Aktie für mich persönlich ein klarer Kauf, auf dem aktuellen Niveau eher nur eine Halteposition, wegen der hohen Unsicherheiten.

Volkswagen und Porsche – Erst einmal durchschnaufen…

Die VW Aktie war ohne Zweifel die Aktie der letzten beiden Wochen. Der satte Kursanstieg von ca. 95,- Euro auf 135,- Euro war der grundsätzlichen Hoffnung geschuldet, dass die Nachrüstung der von Abgasskandal betroffenen Dieselmodelle deutlich günstiger wird, als zunächst angenommen. Bei dem kleinen 1,2 Liter Motor tut es ein Software-Update, bei den meisten anderen Modellen soll es zusätzlich ein Plastikteil richten, dass irgendwie im Luftfilter verbaut wird. Auch wenn das aus meiner laienhaften Sicht nicht viel Sinn ergibt… Nun denn wen kümmerts, die Durchhalteparolen der VW Führung zeigten die erwünschte Wirkung im Aktienkurs. Von den Prozessrisiken will derzeit kein Anleger etwas wissen, was angesichts der verlockenden Kursgewinne auch irgendwie verständlich ist.

Dennoch lässt die gestrige Nachricht bezüglich der Automobilverkäufe in Nordamerika aufhorchen. Um knappe 25 Prozent sind die Neuwagenverkäufe der Marke VW in den USA zurückgegangen. Für einen der wichtigsten Absatzmärkte des Konzerns ist das zumindest mal eine Hausnummer, die man nicht so einfach ignorieren kann und als Anleger auch nicht unbeachtet lassen sollte. Der durch die Abgaswert-Manipulationen ausgelöste Vertrauensverlust ist offensichtlich real und könnte sich auch in anderen Regionen dieser Welt demnächst in den Verkaufszahlen widerspiegeln. Gerade bei den immer leicht zur Hysterie neigenden Amerikanern, die sich nun plötzlich schrecklich vergiftet fühlen, ist dies Nachhaltigkeit dieses Vertrauensverlustes nicht zu unterschätzen. Auch wenn dem eher rational denkenden Mitteleuropäer sofort klar wird, dass diese „Befürchtungen“ völliger Humbug sind!

Wohin läuft die VW Aktie?

Wie dem auch sei…. nach dem Höhenflug der letzten Tage kehrt nun etwas Besinnlichkeit unter den VW Anlegern ein, was der künftigen Aktienentwicklung auch durchaus gut tut. Denn ein Kursanstieg solcher Güte muss auch erst einmal verdaut werden. Bzw. werden die Käufer hier nun zumindest einmal Teilgewinne sichern und auf neue Nachrichten vom VW-Skandal warten. Neuengagements sollten somit erst einmal zurückgestellt werden, bevor klar ist wohin die Reise kurzfristig nun gehen kann. Eine Korrektur bis auf das 38,2er Fibonacci-Retracement halte ich an dieser Stelle für sehr wahrscheinlich und gesund. Kurse um die 120,- Euro bei der Vorzugsaktie sind in den kommenden Tagen also durchaus möglich. Auch ein Rücksetzer bis zu der hier eingezeichneten orangen Linie bis auf 115,- Euro ist einzuplanen.

Grundsätzlich bleibt die VW Aktie eine spannende Spekulation auf ein Comeback des Konzerns, bzw. eine Bewältigung dieser Krise. Dennoch denke ich, dass es ganz vernünftig sein könnte sich in den nächsten Monaten auf eine erhöhte Volatilität bei den Volkswagen Aktien und der Porsche Aktien einzustellen. Die kurzfristige Richtung deutet nun wieder nach unten, bevor dann der nächste Anstieg gespielt werden kann. Ein Rücksetzer in den Bereich 115,- bis 120,- Euro bei den Vorzugsaktien sollte man wie oben geschrieben und dargestellt nun einplanen. Die hier eingezeichnete Keilformation zwischen 100,- und 134,- Euro gilt es in den kommenden Woche ebenfalls zu beachten, falls die orange Trendlinie unterschritten werden sollte..!

Manz – Vor der nächsten Aufwärtsbewegung in Richtung 45,- Euro?

Ein kurzes Trading Update zum Feierabend: Die Manz Aktie hat sich nun so entwickelt wie von mir erwartet und hier am Montag geschrieben. Nach dem gesunden Rücksetzer der letzten beiden Tage wurde der Anstieg konsolidiert und ed deutet sich bereits die nächste mögliche Aufwärtsbewegung an, die es nun zu beachten gilt.

Manz vor weiterer Aufwärtsbewegung?

Bislang ist der Kursverlauf also mustergültig. Zwar befindet sich die Aktie noch in einem intakten Abwärtstrend, dieser könnte aber bereits morgen nach oben verlassen werden, was zusätzlich zu der möglichen Cup-and-Handle-Formation ein entsprechend starkes Kaufsignal wäre. Das Kursziel aus dieser Bewegung liegt dann bei den oben genannten 45,- Euro. Die Bodenbildung dürfte damit erfolgreich abgeschlossen sein. Bis zur Schließung der großen Kurslücke könnte es noch etwas dauern, aber die Richtung stimmt… ich wünsche allen einen schönen Abend.

VW – Nachrichten machen Kurse, oder andersrum??

Noch einmal kurz zu den Dingen die man nicht zwingend verstehen muss. Der Volkswagen Konzern gesteht nun scheibchenweise wo man wie geschummelt hat und hat mit dieser Salami-Taktik offenbar erfolgt. Denn trotz aller Negativmeldungen, die inzwischen wieder täglich den Markt erreichen, legt der Aktienkurs weiter zu. Das letzte Tief bei 95,- Euro hat gehalten, danach wurde wieder einmal die Wende eingeleitet. Die Frage ist nun wie weit diese Bewegung tragen kann, angesichts der Nachrichtenlage und des Chartbildes…

Die Volkswagen Vz. Aktie steigt seit Tagen dynamisch, aber unter relativ geringen Umsätzen, an. Die spannende Frage ist nun ob hier lediglich die beiden offenen Gaps geschlossen werden sollen, oder ob es sich hierbei um eine nachhaltige Bewegung handeln könnte? Mit dem heutigen Eröffnungsgap dürfte das Erreichen dieses Ziels nur noch ein Frage der Zeit sein. Bei 113,35 Euro sind beide Kurslücken geschlossen. Und während ich das hier schreibe ist es auch schon passiert 😉

Trendwende bei VW?

Worauf ich eigentlich hinaus will, ist das die Nachrichtenlage einen solchen Anstieg eigentlich nicht zulässt, die Charttechnik in diesem Fall aber etwas ganz anderes erzählt. Jeden Tag neue und negative Nachrichten, mit ungewissen Folgen, würden jede andere Aktie wohl systematisch zerlegen – nicht so bei Volkswagen. Wobei man hier zwischen den Vorzügen und den Stämmen differenzieren muss… Die Rede ist hier also von den Vorzugsaktien… Der Anstieg hat jetzt das Potenzial eine (wenn auch sehr verzerrte..) Tassen-Formation zu vollenden, die dann wiederum deutlich höhere Kurse zu Folge hätte, falls sich diese durchsetzt.

Noch ist es allerdings nicht soweit. Die gestrigen Aussagen von Neu-Konzernlenker Müller, dass die Nachrüstung der betroffenen VW Modelle „technisch und handwerklich finanziell überschaubar“ sind, haben zu dem heutigen Kursfeuerwerk geführt. Ob dieses nachhaltig sein kann, angesichts der auf der anderen Seite drohenden Milliardenstrafen in bisher ungeahnter Höhe, bleibt noch abzuwarten. Ich persönlich halte den heutigen Anstieg für maßlos übertrieben, respektiere aber in diesem Fall das was mir der Chart sagt. Dieser sagt aber auch, dass wir jetzt erst einmal im deutlich überkauften Bereich sind..!

Ölpreis vor der Entscheidung, Gold schmiert weiter ab, Platin jetzt spottbillig?

Manche Dinge muss man nicht verstehen – andere wiederum sehr wohl! So oder so ähnlich würde ich mal die aktuelle Situation bei den Rohstoffen zusammenfassen. Zu verstehen ist die weitere Schwäche bei verschiedenen Rohstoffen angesichts des starken Dollars, vor allem aber weil hier verschiedenste charttechnische Marken verletzt wurden. Der Kupfer-Preis hat nun meinen Zielbereich eigentlich erreicht, dennoch ist weiterhin Vorsicht geboten. Rohöl war eigentlich schon weiter abgerutscht bis die „überraschende“ 😉 Meldung über die Ticker lief, dass die Saudis nun doch mit anderen ölexportierenden Ländern kooperieren wollen um den weiteren Ölpreisverfall aufzuhalten. Das nächste Treffen der OPEC am 4.Dezember dürfte also sehr aufschlussreich werden. Von dieser Zusammenkunft dürfte vieles Abhängen, denn der Ölpreis steht aus charttechnischer Sicht ernsthaft auf der Kippe. Wenn dann  müsste das Ruder jetzt genau hier rumgerissen werden um dies zu verhindern. Das wissen offenbar auch die Saudis…!

Verstehen kann ich auch den jüngsten Absturz bei den Edelmetallen – zumindest aus charttechnischer Sicht. Gold hat den zarten Aufwärtstrend wieder verlassen und ist dann aus dieser Formation nach unten weggekippt. Es ist somit nun naheliegend, dass die Notierungen für Gold noch etwas weiter abrutschen werden. Genauer gesagt sollte die Höhe der letzten Aufwärtsbewegung nun noch einmal nach unten abgetragen werden, was dann einen Kurs von ca. 1035,- Dollar zu Folge hätte. Das Edelmetall zeigt zwar bereits hier leichte Stabilisierung-Tendenzen – verlassen würde ich mich darauf aber nicht. Insgesamt bleibt bei mir der Eindruck nach wie vor bestehen, dass Gold vor einer möglichen Trendwende zunächst einmal unter die 1.000,- Dollar Marke fallen MUSS. Aus charttechnischer Sicht würde dies ebenfalls deutlich Sinn ergeben, da hier einige Unterstützungslinien verlaufen und Kurse meist erst dann drehen wenn die Stimmung wirklich ganz mies ist. Das wäre unter 1000,- Dollar sicherlich der Fall!

Gold vor weiterem Absturz?

Hinweisen möchte ich an dieser Stelle aber gerne kurz noch auf den aktuellen Platin Preis, der sich auf historisch bedeutenden Pfaden befindet. Das Edelmetall kostet schon eine ganze Weile deutlich weniger als Gold, was angesichts des sonst üblichen Gold-Platin-Ratios schon etwas verwunderlich ist. Natürlich werden jetzt einige Fachleute argumentieren, dass dies an der China Schwäche liegt, insbesondere an der Automobilindustrie etc. und vielleicht haben diese Experten damit auch recht, ich glaube aber nicht daran. Rein charttechnisch betrachtet macht diese Bewegung nun einfach Sinn, wie man in dem Chart gut erkennen kann. Eine ernsthafte Stabilisierungszone liegt im Bereich um die 770,- Dollar, wie unschwer zu erkennen ist.

Platin bald wieder auf historischen Tiefstkursen?

Fazit: Sollte Platin auf diese Niveaus fallen, halte ich dies für eine historische Kaufchance. Die eigentlich spannende Frage in diesem Zusammenhang ist aber auch…Wenn Platin bei 770,- Dollar landen kann, wo müsste dann eigentlich Gold stehen um dem historischen Gold-Platin-Ratio Rechnung zu tragen? Sicherlich kam es in letzter Zeit zu gewissen Verzerrungen im Edelmetall-Sektor, dennoch ist für mich persönlich die Marschrichtung bei den Edelmetallen klar. Vereinfacht könnte man nun sagen … entweder ist Platin deutlich zu günstig oder Gold immer noch deutlich zu teuer. Auf welches der beiden Szenarien werden die Edelmetall-Anleger wohl demnächst setzen!?

Derivatehandel – interessante Entwicklungen im Überblick

Der Derivatehandel ist auf dem Vormarsch und bewegt mit einem Jahresumsatz von 638 Billionen US-Dollar mehr Geld als die gesamte Wirtschaftsleistung der Welt. Auch immer mehr Privatanleger setzen auf verschiedene Formen von Derivaten, um ihr Anlageportfolio aufzuwerten. Im Folgenden sollen deshalb nun die wichtigsten Entwicklungen der letzten Zeit in Bezug auf den Derivatehandel etwas genauer skizziert werden.

Entwicklung der Finanzderivate

Abbildung 1: Wichtige Fakten zum Markt für Derivate, Quelle: Investorinside.de, Derivateverband

Zweikampf zwischen Deutscher Börse und LSE im Derivatehandel

Nachdem kürzlich bekannt wurde, dass die Betreiber der London Stock Exchange (LSE) mit der Plattform CurveGlobal eine große Handelsplattform für Derivate schaffen will, scheint es in diesem Segment wieder richtig interessant zu werden. Das Derivate-Joint-Venture soll demnach zu 32% (ca. 13 Milliarden Euro) von der London Stock Exchange Group (LSEG) getragen werden und weitere Partner beinhalten:

  • Barclays
  • Bank of America
  • Goldman Sachs
  • JP Morgan
  • Societe Generale
  • CBOE
  • Citi

In diesem Zusammenhang bleibt abzuwarten, inwieweit CurveGlobal der Tochter der Deutschen Börse EUREX und der Londoner Derivate-Plattform Liffe Konkurrenz machen kann. Die Deutsche Börse ist jedoch auch nicht untätig gewesen und plant für 2016 den Start eines Joint-Ventures mit der Chinesischen Zentralbank. Damit soll der Derivatehandel chinesischer Investoren angekurbelt werden und es dürften künftig zudem auch mehr chinesische Produkte als Zinsderivate zur Verfügung stehen.

(mehr …)

Deutsche Bank – Dreht sie oder dreht sie nicht..?

Ich mag sie nicht, die Aktie des größten deutschen Bankhauses, dennoch übt die Kursentwicklung immer wieder eine gewisse Faszination auf mich aus. Geht man nach den Skandalen der Vergangenheit, mit all seinen finanziellen Folgen, wäre ein Absturz in deutlich tiefere Kursregionen wohl schon lange angebracht gewesen. Auch die jüngsten Quartalszahlen mit Milliardenverlusten stimmen hier nicht gerade optimistisch, wenn man diese Daten beispielsweise mit amerikanischen Mitbewerbern vergleicht. Nun sitzt ein neuer Mann am Steuer der Deutschen Bank und offensichtlich will dieser nun endlich gründlich aufräumen, nachdem sich Breuer, Ackermann, Jain und  Fischen nach und nach verabschiedet haben. Dass die Probleme der Bank aus den Zeiten stammen, als diese Herren das Tun des Geldhauses zu verantworten hatten, scheint den Herren ohnehin inzwischen komplett entfallen zu sein…!

Nun ist es aber wenig hilfreich in alten Wunden herum zu stochern und sich darüber aufzuregen, dass die Dinge so sind wie sie sind. Viel mehr gilt es die Probleme der Bank aktiv anzupacken und vor allem neues Vertrauen zu gewinnen. Das hat die Bank wohl am auch nötigsten! John Cryan scheint der richtige Mann für diese Aufrage zu sein. Was aktuell angepackt wird macht Sinn, wird aber am Ende auch eine andere Deutsche Bank hinterlassen als wir sie bisher gekannt haben. Die DB wird aller Voraussicht nach nicht unbedingt ein Geldhaus sein, dass noch ganz oben in der Weltliga mitspielen kann. Dadurch wird aber auch der Druck entweichen ganz oben mitspielen zu müssen und gelegentlich zu unlauteren Maßnahmen zu greifen um dieses Ziel zu erreichen!

Deutsche Bank Aktie vor der Trendwende?

Der Chart der Deutschen Bank Aktie sieht nun wieder interessant aus. Zwar kann man hier noch nicht von echter Stärke reden, jedoch deutet sich hier eine inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation an, die dann wieder höhere Notierungen erwarten lässt. Hierzu müsste die Aktie allerdings zunächst einmal bis über die 26,- Euro Marke steigen und später den Ausbruch über die Nackenlinie schaffen. Noch ist es also deutlich zu früh um hier richtig optimistisch zu werden, aber der Hinweis sei mir bereits heute gestattet, um Ihre Aufmerksamkeit auf diese Situation zu lenken.

Sollte dieses Szenario in den kommenden Tagen oder Wochen so aufgehen, wäre das Ziel der Bewegung bei ca. 30,-  bis 31,- Euro zu finden. Damit würde sich die Aktie dann aber immer noch in einem intakten Abwärtstrend bewegen. Erst ein Ausbruch darüber macht den Weg frei für einen echten Trendwechsel. Wie oben bereits erwähnt, muss man sich aber wohl von dem Gedanken verabschieden, dass wir in naher Zukunft die alten Hochstände wieder sehen werden. Denn die Deutsche Bank wird künftig ein anderes Geldhaus sein und die Aufräumarbeiten noch eine ganze Weile in Anspruch nehmen. Einen kleinen Vertrauensvorschuss in Form eines steigenden Aktienkurses halte ich hier nun aber wieder für möglich.

Manz – Ist das die Wende?

Bereits gestern ließ sich bei der Betrachtung des Aktiencharts von Manz erahnen, dass die Wende nun nahe sein könnte. Die Aktie wurde zuletzt regelrecht verprügelt und landete, nach enttäuschenden Unternehmensdaten im Bereich unter 35,- Euro, nachdem der Titel kurz zuvor noch deutlich über der 60,- Euro Marke notiert hatte…

Angesichts der gelieferten Daten des Unternehmens war ein Absturz der Aktie wohl auch gerechtfertigt, ob eine Halbierung des Aktienkurses hingegen gerechtfertigt erscheint, sei mal dahin gestellt. Zur Erinnerung… verschobene und storniere Aufträge liessen den Maschinenbauer nach neun Monaten tief in die roten Zahlen rutschen. Die anhaltende Konjunkturschwäche in China belastete das Ergebnis des Unternehmens in diesem Zeitraum mit 33,8 Millionen Euro Verlust. Der Umsatz ging um ein Drittel auf 169 Millionen Euro zurück. Dadurch mussten die Schwaben zum zweiten Mal in einem Geschäftsjahr die Prognose senken. Anleger waren tief enttäuscht und verkauften Ihre Manz Aktien.

Die Unternehmensführung will nun mit einem Sparprogramm entsprechend gegensteuern und erwartet für das Jahr 2016 wieder ein zumindest ausgeglichenes Ergebnis, bzw. will „wieder die Gewinnschwelle“ erreichen. Dabei steht nun insbesondere auch das verlustreiche Solargeschäft auf dem Prüfstand. Man will sich künftig verstärkt auf die profitablen Geschäftsbereiche, Display und Battery konzentrieren. Insbesondere der Bereich Laufleistung von Batterien dürfte dabei wohl künftig eine Schlüsselrolle spielen.

Die Manz Aktie vor dem Rebound?

Die Aktie ist nach dem Absturz erneut aus einem Keil nach unten ausgebrochen und hat das rechnerische Kursziel aus dieser Konstellation nun mustergültig abgearbeitet. Zudem konnte in den letzten Tagen eine inverse SKS-Formation ausgebildet werden, die nun, bei einem Ausbruch über ca 36,35 Euro (spätestens bei 37,- Euro) eine entsprechende Kursbewegung erwarten lässt. Das Ziel dieser Bewegung läge dann ungefähr im Bereich um die 39,- bis 40,- Euro. Viel wichtiger dabei ist aber wohl die Tatsache ansich, dass dann eine Bodenbildung stattgefunden hat!

Warum ich Manz nun wieder für einen Kaufkandidaten halte, zeigt der obige Chart, da hier gleich zwei bullishe Chartformationen zu finden sind. Die zusätzliche „Cup and Handle“-Formation unterstützt zudem die Annahme, dass es sich hier um ein „echtes“ Trendwende-Muster handelt. Zudem ist das Unternehmen nach wie vor ein Innovationsführer in verschiedenen Segmenten. Gelingt es im kommenden Jahr zur Profitabilität zurück zu kehren, sollten hier schnell wieder höhere Aktienkurse drin sein. Mutige Anleger können sich also bereits jetzt mit einem ersten Kauf entsprechend positionieren.

Langfristig bleibt zudem die Phantasie erhalten, dass Manz in Zukunft als Partner eines großen US-Technologiekonzerns eine wesentliche Rolle spielen kann. Das Management ist nun gefordert die dazu nötigen Schritte mutig umzusetzen. Das eingeleitete Effizient-Programm wird dann, bei einer wieder anziehenden Nachfrage aus China, zusätzlich für mehr Stabilität sorgen. Einzelheiten hierzu bleiben das Unternehmen allerdings bislang noch schuldig…

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