Author Archives: Lars

Endspiel bei Wirecard…!?

Nachdem die Wirecard Aktie nun inzwischen erfolgreich das von mir zuletzt gezeigte charttechnische Szenario abgearbeitet hat und heute einmal mehr zur spontanen Schwäche neigt, ist es mal wieder an der Zeit etwas näher hinzusehen. Zumal ich einigen Lesern ja versprochen hatte mich zu gegebener Zeit wieder zu dem Thema zu melden, falls sich hier neue Erkenntnisse ergeben…

Die Aktie hat inzwischen wie erwartet eine fünfwellige Korrektur absolviert – wenn auch nicht ganz so mustergültig wie ich es mir gewünscht hätte um anschliessend einen „sauberen“ Chart zu hinterlassen. Heute tauchte erneut eine mysteriöse Meldung am Markt auf, die einige Investoren offenbar dazu ermutigt hatte ihre Stücke in den Markt zu geben. Den ganzen Text dazu können Sie HIER lesen. Die Verunsicherung bleibt also hoch, die Fronten scheinen etwas verhärtet zu sein und… am Freitag ist Hexensabbat!

Wirecard vor dem Hexensabbat

Gelingt die Trendwende bei Wirecard?

Sprich, dies ist möglicherweise der ultimative Versuch der Shortseller die Aktie noch weiter in die gewünschte Richtung zu drücken. Einige Adressen haben ihr Engagement auf der Verkaufsseite zuletzt noch einmal erhöht und setzen offenbar auf einen weiteren Absturz der Aktie, andere nutzen die jetzt schon niedrigen Kurse um Ihre Positionen in der allgemeinen Verunsicherung nun allmählich glatt zu stellen. (siehe aktuelle Netto-Leerverkaufs-Positionen) Nichts Genaues weiß man nicht, aber die zuletzt gebildete Chartformation deutet nun zumindest darauf hin, dass der Spuk demnächst vorbei sein könnte.

Deutlich im Chart zu sehen ist die mögliche inverse SKS-Formation, die wiederum zusammen mit der erfolgreichen Verteidigung der Unterstützungslinie bei ca. 32,- Euro, nun einen soliden Boden bilden könnte, wenn es gelingt den Aktienkurs im Anschluss wieder deutlich über die 35,- Euro Marke zu hieven. Die heute mal wieder deutlich erhöhten Umsätze in der Wirecard Aktie deuten zudem darauf hin, dass genau dieses Szenario nun mit unterschiedlichen Interessen durchgespielt wird. Wer am Ende siegreich aus diesem Kampf zwischen Bullen und Bären hervorgehen wird, kann natürlich noch nicht mit Gewissheit gesagt werden. Jedoch ist dies das erste vernünftige Setup seit langem dass man nun intensiv beobachten sollte.

Den Shorties könnte nun angesichts des kommenden Verfallstages schlicht die Zeit ausgehen um den Trade noch weiter erfolgreich zu betreiben… die Bullen wiederum halten offensichtlich kräftig dagegen. Setzen sich die Käufer nun durch, ist wohl mit einem entsprechenden Short-Squeeze zu rechnen. Falls nicht, bleiben meine zuvor genannten Kursziele unter 30,- Euro weiterhin aktiv.

Nordex vor deutlichem Kursrutsch?

Es gibt Aktien, die ich im Moment nicht zwingend kaufen würde, obwohl viele Anleger diese auf dem Radar haben. Was sicherlich auch daran liegt, dass sich die verschiedensten Börsenmedien immer wieder durchweg positiv zu diesem Titel geäussert und diesen damit in der Vergangenheit geradezu nach oben geschrieben haben… Die Rede ist – wie die Überschrift erahnen lässt – von Nordex. Ich gebe zu – ich habe die Rallye nicht ganz verstanden wenn man sich das Unternehmen mal nach den üblichen Bewertungsmaßstäben anschaut. Die Nachrichtenlage ist nach wie vor positiv, jedoch zeigt der Chart schon seit längerem eine offensichtliche Übertreibungsphase, die nun abgebaut werden könnte…

 

Inzwischen hat die Aktie die letzte Euphorie zumindest schon einmal abgebaut indem der Aktienkurs nun von fast 34,- Euro auf 26,- Euro zurückgekommen ist. Damit befindet sich der Titel aber immer noch oberhalb seines „natürlichen“ Aufwärtstrends und somit eindeutig weiterhin im Bereich der Übertreibung. Die aktuelle Kursformation deutet nun darauf hin, dass sich hier eine SKS Formation bilden könnte, die mit dem Unterschreiten der Marke von ca. 23,25 Euro ausgelöst würde. Noch ist es sicherlich zu früh dies abschießend zu beurteilen, aber der Chart sieht irgendwie nicht mehr gut aus!

Ich erwarte in den nächsten Tagen eher weiter auch fallende Kurse bei der Nordex Aktie zumal sich hier nun ein mögliches „Dead Cross“ im Chart anbahnt. Man darf also gespannt sein wie es um den Highflyer der letzten Jahre weiter geht. Kaufen würde ich hier aktuell wie gesagt nicht, short wäre mir aber aufgrund der allgemein guten Stimmung um das Unternehmen auch zu riskant. Denn, löst sich die hier gezeigte Formation mit einem Anstieg über 28,- Euro nach oben auf, wäre dies dann wohl eher ein neues Kaufsignal für die Aktie. Ich warte auf klare Signale, der Trend bleibt aber negativ wie bei nahezu allen Unternehmen aus dem Bereich alternative Energie im Moment…!

Seadrill – So sieht ein Short Squeeze aus!

Eigentlich muss man dem Seedrill Chart nicht viele Worte hinzu fügen, denn er ist selbsterklärend. Die wohl am meisten geshortete Aktie aus dem Bereich der Öl-Service-Unternehmen ist am Freitag unter sehr hohem Volumen deutlich nach oben ausgebrochen und erreichte in der Spitze Zuwächse von über 150 Prozent an einem Tag. Damit könnte diese Aktie den Startschuss für eine Reihe weiterer Bewegungen dieser Art in dem Sektor gegeben haben…

Short Squeeze bei Seadrill

Short Squeeze bei Seadrill

Wie es bei der Seadrill Aktie nun heute weiter gehen wird bleibt natürlich noch abzuwarten. Es wäre aber durchaus denkbar, dass diese Entwicklung nun mit weiter steigenden Ölpreisen noch deutlich weiter geht und demnächst auch andere Unternehmen aus dem Sektor eine ähnliche Performance durch Short-Eindeckungen aufweisen. Noch ist es zwar aus charttechnischer Sicht zu früh von einer „echten“ Trendwende beim Öl zu sprechen, der Sektor sollte nun aber intensiv beobachtet werden. Weitere mögliche Kandidaten sind hier SDLP, Seadrill Partners, Tidewater TDW, Whiting Petroleum WLL, C&J Energy Service CJES, Gulfmark Offshore GLF. Alle Unternehmen notieren deutlich unter ihrem inneren Wert!

Dax Ausblick – 10.006, 10.474 oder 11.150 Punkte?

Nach einer erneut äusserst dynamischen Woche mit deutlichen Kursgewinnen muss man sich natürlich gelegentlich mal die Frage stellen, wo die Reise nun weiter hingehen könnte. Die Konjunkturdaten waren zuletzt eher schlechte, dennoch lebt der Markt einmal mehr von der Hoffnung auf eine weitere Geldschwemme der EZB am kommenden Donnerstag und natürlich von der kräftigen Erholung der Rohstoffe. Allen voran wäre hier der Kupferpreis zu nennen, der neben dem Ölpreis die Aktienkurse deutlich beflügelt hat. Ich gehe davon aus, dass diese Entwicklung nun weiter gehen könnte, dementsprechend möchte ich ihnen hier kurz zwei mögliche Szenarien für den Dax in den kommenden Wochen aufzeigen..

Dax Chart Analyse kurzfristig

Grundsätzlich haben wir nun  zwei bullische Signale in Aussicht. Durch den jüngsten Anstieg wurde eine Tassen-Formation aktiv, die das rechnerische Potenzial hat den Index nun auf ca. 10.474 Punkte zu treiben. Sollte in den nächsten Tagen noch einmal eine Rücksetzer erfolgen ist die Wahrscheinlichkeit relativ groß, dass sich hier nun eine inverse Schulter-Kopf-Schulter Formation bildet, die dann im Anschluss das Potenzial hat den DAX wieder in den Bereich um die 11.150 Punkte zu treiben. Beide Szenarien halte ich grundsätzlich für gleich wahrscheinlich, womit sich aber am großen Bild auch erst einmal nicht viel ändern würde…

Dax in einer 5-Wellen-Bewegung?

Hier befindet sich der Deutsche Leitindex immer noch in einer mustergültigen 5 Wellen-Bewegung, nach der Korrektur. Demnach könnte der Dax nun zunächst bis mindestens 10.006 Punkte ansteigen, möglicherweise auch bis in den Bereich von 10.474 Punkten. Danach müsste erst einmal wieder eine Konsolidierung erfolgen, bevor der nächste Schwung nach oben starten kann. Solange sich der DAX dabei in dem hier eingezeichneten Trendkanal beweg ist sozusagen alles in Butter. Erst mit einem deutlichen Unterschreiten der unteren Begrenzung (gelb) ist dieses Szenario hinfällig. Fällt der Index aus diesem Trading-Bereich heraus, ist auch ein nochmal stärkerer Rücksetzer oder gar ein Retest der bisherigen Tiefstände grundsätzlich vorstellbar! Der Spielplan für die nächsten Tage ist somit relativ klar!

Achten Sie in den nächsten Tagen und Wochen auf die hier genannten Marken. Aus saisonaler Sicht stehen die Chancen weiterhin eher gut für steigende Kurse – zumindest bis Anfang April. Zwingend darauf verlassen sollte man sich dennoch nicht, denn neben den hier gezeigten Positiv-Szenarien muss man nach einem so starken Anstieg immer auch mit einem deutlicheren Rückschlag rechnen! Über 9.300 bleibt das übergeordnete Szenario aber auch dann bullisch und die Kurse könnten weiter an der Mauer der Angst empor klettern…!

Bilfinger – jetzt aufwärts in Richtung 55,- Euro?

Eines der besten Setups in einem ansonsten schon etwas überkauftem Markt findet man aktuell bei der Bilfinger Aktie. Das Kursmuster einer inversen Schulter-Kopf-Schulter-Formation hatte sich ja bereits angedeutet. Der gestrige Ausbruch aus dem Abwärtstrend sieht somit sehr vielversprechend aus…

Bilfinger Aktie mit Ausbruch nach oben

Die Aktie hat gestern ein frisches Kaufsignal generiert. Mit dem Überschreiten der Nackenlinke der SKS Formation bei 41,80 Euro besteht nun durchaus Kurspotenzial bis zum rechnerischen Kursziel bei 49,30 Euro. Gelingt es den Bullen demnächst die Marke von 45,26 Euro nachhaltig zu überschreiten, würde diese Bewegung dann in der Folge eine Tassen-Formation aktivieren, deren Kursziel gar bei 55,37 Euro zu finden ist. Diese Marke entspricht gleichzeitig ungefähr dem 38er Fibonacci Retracement  der langfristigen Abwärtsbewegung!

Für langfristig orientierte Anleger ist dieser Chart somit möglicherweise eine der besten Chancen die es in diesem Umfeld jetzt noch gibt…!

Wirecard – weiterhin mit sehr viel Vorsicht zu genießen…!

Ich möchte heute noch einmal kurz auf die Wirecard Aktie zu sprechen kommen. Ich weiß ich wiederhole mich, da ich ja das Wesentliche bereits in dem Artikel von letzter Woche „Warum die Erholung nicht „echt“ sein könnte…“geschrieben habe, aber die beobachtete Price-Action bei der Aktie ist weiterhin bemerkenswert und hat meiner Meinung nach auch nicht mehr so viel mit dieser mysteriösen Studie zu tun. Die war genau genommen nicht mal der Auslöser, sondern viel mehr der Beschleunigen dieser Bewegung, bzw. der Welle drei in einer bisher mustergültigen 5-Wellen-Korrektur…

Wirecard mit mustergültiger Korrektur

Wirecard mit mustergültiger Korrektur

Die Wirecard Aktie bleibt schwach und das in einem Umfeld in dem die Flut wirklich alle Boote anhebt! Regelmäßig werden die Tagesgewinne zum Handelsende wieder verkauft, was für mich weiterhin darauf hindeutet, dass hier eher abgeladen wird. Sprich große Adressen verabschieden sich möglicherweise gerade von der Aktie. Die bisherige Korrektur der Hochstände erfolgte bisher in zwei wesentlichen Wellen, ebenso wie die sich jeweils anschließende Erholung. Die dritte Welle steht somit höchstwahrscheinlich noch aus, wie man in dem obigen Chart angedeutet sehen kann.

Da die fünfte Welle für gewöhnlich dann die längste der drei Abwärtsbewegungen darstellt, sind Kurse deutlich unter 30,- Euro zu erwarten! Mein persönliches Kursziel läge hier eher im Bereich um die 28,50 bis 27,50 Euro. Es ist aber noch zu früh sich hier festzulegen. Was ich Ihnen lediglich damit sagen will, dass bei aller Euphorie der „Wirecard-Fans“ der Chart eine ganz eindeutige Sprache spricht und das nicht unbedingt für steigende Kurse. Eine gesunde Skepsis bleibt somit angebracht und keinesfalls sollte man sich hier allzu weit aus dem Fenster lehnen!

Warten Sie geduldig ab, ob sich das Szenario wie oben gezeigt entwickelt, oder aber die Aktie nun wieder schnell in den Bereich der ehemaligen Top-Formation (oranges Kästchen) zurückkehren kann. Der erste Versuch gestern ist gescheitert – auch das ist in einer Korrektur mustergültig!

100% mit Freeport McMoRan – und jetzt?

Die beste Aktie in meinem Depot war in diesem Jahr die des Rohstoffkonzerns Freeport McMoRan. Mit einem Kursanstieg von inzwischen exakt 100 Prozent seit Januar stellt sich nun die Frage ob man die Gewinne mitnehmen sollte, oder da vielleicht noch mehr geht…!?

Viele selbsternannte Börsengurus hatten die Aktie in den letzten Monaten geradezu verteufelt, andere wiederum in der Vergangenheit viel zu früh ihren Anlegern zum Kauf empfohlen. Zugegeben – teilweise waren die Argumente für einen Verkauf der Aktie nicht ganz unbegründet, da die Schuldensituation des Konzerns durchaus als „angespannt“ bezeichnet werden kann. Hauptargument war aber fast immer der weiter fallende Kupferpreis, der die Bilanz des Konzerns in Zukunft belasten sollte. Obwohl der langfristige Kupfer Chart, den ich auch unseren Lesern mehrfach hier gezeigt habe, durchaus Anlass zur Hoffnung gegeben hat. Hier noch einmal…

Kupfer Preisentwicklung langfristig

Kupfer Preisentwicklung langfristig

So wie es im Moment aussieht findet nun beim Kupferpreis ebenso eine vielversprechende Wende zum Besseren statt, wie auch bei der Freeport McMoRan Aktie. Die Tiefstände könnten wir nun also gesehen haben!

Freeport McMoran Aktie Chart

Die Freeport Aktie befindet sich aktuell an der langfristigen Abwärtstrend-Linie, die heute bereits einmal überschritten wurde. Gelingt nun der Ausbruch dürften hier weitere 50- 60% Kurspotenzial lauern.  Anschließend müsste die Lage natürlich erst einmal neu beurteilt werden. Die nächste Hürde wartet nun bei ca. 9,30 Dollar auf die Aktie… Unbedingt dabei bleiben!

Jetzt wieder Apple Aktien kaufen?

Heute nur ein kurzer Hinweis… Nach dem äusserst starken Tag gestern müssen die Gewinne nun vom Markt erst einmal „verdaut“ werden. Der charttechnische Ausbruch der Indizes nach oben wartet meiner Meinung nach noch auf Bestätigung, zumal die Gewinne zu einem Großteil auf saisonalen Faktoren beruhen dürften. Zum Quartalswechsel engagieren sich verstärkt Fonds am Markt, die ihre eingesammelten Kundengelder dann anlegen müssen. Somit entsteht alle drei Monate dieser „First of Month Jumper Trade“ in dieser besonderen Ausprägung. Das Phänomen kann man auch am Monatsersten der anderen Kalendermonate beobachten, jedoch normalerweise in abgemilderter Form…

Viele Aktien haben somit nun wieder ein deutlich bullisheres Chartbild als in den vergangenen Wochen, wobei dieses noch mit etwas Vorsicht zu genießen ist. Insbesondere den starken Anstieg bei so manchem Autobauer halte ich persönlich für „etwas ambitioniert“ und rechne mit einem nochmaligen Rücksetzer, bevor es dann möglicherweise deutlich aufwärts gehen kann. Bei der Apple Aktie hingegen deutet sich nun der Abschluss einer Bodenformation an, den man nicht aus den Augen lassen sollte. Die Aktie zeigte bereits seit Tagen wieder relative Stärke und ist gestern nun aus dem Abwärtstrend nach oben ausgebrochen…

Bodenbildung bei Apple?

Bodenbildung bei Apple?

Positiv wirkte sich zuletzt hier wohl auch die mit Spannung erwartete Produktpräsentation der neuen Apple Produkte am 21. März aus. Dabei soll ersten Gerüchten zufolge auch das neue iPhone SE , mit schnellerem A9-Prozessor, integriertem Apple Pay und einer verbesserten Kamera vorgestellt werden. Der Preis für das Gerät soll zwischen 400,- und 500,- Dollar betragen und damit künftig das „Billigsegment“ bedienen. Fachleute gehen schon jetzt davon aus, dass alleine von diesem iPhone 5S Nachfolger ca. 50 Millionen Stück pro Jahr verkauft werden könnten. Die Präsentation des neuen iPhone 7 soll dann wohl erst später im Herbst erfolgen.

Neben einem neuen 4-Zoll Handy dürfte Tim Cook aber auch ein paar andere Überraschungen parat haben, die den zuletzt skeptischen Anleger überzeugen könnten. So gehen verschiedene Adressen davon aus, dass möglicherweise eine neue Version der Apple Watch gezeigt werden könnte, andere wiederum erwarten ein größeres iPad Pro mit verbesserter Kamera. Wie auch immer… der Markt geht offenbar davon aus, dass die Innovationskraft des Konzerns zurückkehren wird. Denn die Aktie zieht bereits seit Tagen wieder an.

Der gestrige Ausbruch nach dem Re-Test der Oberseite des Abwärtstrend-Kanals ist somit deutlich positiv zu werten. Ein weiterer Anstieg über die Marke von ca. 102,- Dollar sollte die Bodenbildung nun abschließen. Kursregionen von ca. 108,- Dollar scheinen somit nun wieder in greifbare Nähe zu rücken. Weitere Hürden auf dem Weg dahin warten bei 101,20, 103,80 und 105,85 Dollar. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass der Anstieg der Aktie nun bis zum Event am 18,- März weitergehen wird… Ob danach erneut ein Schwächeanfall folgen wird bleibt hingegen noch abzuwarten!

Wirecard – Warum die Erholung heute nicht „echt“ sein könnte…

Die Wirecard Aktie kann sich heute vorbörslich erholen, nachdem der Titel gestern kräftig unter die Räder gekommen ist. Grund hierfür war eine mysteriöse Studie einer unbekannten Researchfirma nach der der Zahlungsabwickler angeblich in unlautere Geschäfte verwickelt sein soll. Von Geldwäsche und Betrug war hier die Rede, Anleger zeigten sich deutlich verunsichert und schickten die Wirecard Aktie um über 20 Prozent in die Tiefe. Während ich persönlich nichts auf solche dubiosen „Studien“ geben würde, zeigt sich an diesem Beispiel wie nervös der Markt aktuell ist. Die Handelsumsätze gestern lagen bei dem Zehnfachen des normal üblichen Volumens!

Und genau das ist eher der Punkt(!), der etwas nachdenklich stimmt. Hier wurden nicht nur ein paar Kleinanleger „abgefieselt“,offensichtlich haben sich auch größere Adressen aus der Aktie verabschiedet. Eine Studie die höchstwahrscheinlich nur zu dem Zweck veröffentlich wurde, um den Aktienkurs in die gewünschte Richtung zu befördern, sollte eigentlich nur kurzzeitige Auswirkungen auf den Aktienkurs haben. Die Aktie fiel aber gestern nach einem zwischenzeitlichen Anstieg unter hohen Umsätzen weiter und schloss im Xetra Handel fast auf Tagestief. Der später am Abend verkündete Insiderkauf soll nun neues Vertrauen schaffen, hinterlässt aber auch das ein oder andere Fragezeichen bei mir…

Wirecard mit Top-Formation

Sieht man sich den langfristigen Chart der Aktie an, wird klar, dass hier bereits so einiges an positiven Nachrichten in den letzten Jahren eingepreist worden ist. Auch die Bewertung der Aktie kann man grundsätzlich nicht unbedingt als günstig im klassischen Sinn bezeichnen – Wachstumswert hin oder her! Falls die heutige Gegenbewegung also nicht „echt“ sein sollte, gebe ich das und folgendes zu bedenken…

Angenommen wir haben kürzlich die Vollendung einer Top-Formation  – wie in dem Chart dargestellt – gesehen, die gestern endgültig mit dem erneuten unterschreiten der Nackenlinie getriggert wurde. Dann wäre das rechnerische Kursziel aus dieser Formation nun im Bereich um die 29,50 Euro zu sehen, wahrscheinlich sogar eher im Bereich um die 28,50 Euro, wo eine erste ernsthafte Unterstützung verläuft. Bei aller Euphorie über den neuen Insiderkauf bleibt also noch abzuwarten, ob es den Bullen nun gelingt die Aktie wieder über diese Nackenlinie zu befördern. Kurse unterhalb deuten ganz klar auf das genannte Kursziel hin!

Fazit: Die Wirecard Aktie ist bereits zum wiederholten Male das Ziel solcher Attacken und Anschuldigungen geworden. Grundsätzlich handelt es sich hier also um eine eher „gefährliche“ Aktie, um die Ersparnisse hier zu parken! Jedesmal beteuerte das Unternehmen seine Unschuld und wehrte sich gegen die Behauptungen – offenbar mit Erfolg. Somit sollte auch jedem Anleger spätestens seit gestern klar sein, dass es sich bei der Wirecard Aktie offensichtlich um eine beliebtes Ziel für solche Aktionen handelt. Rücksetzer von 25 bis 30 Prozent muss man ertragen können, wenn man hier langfristig und ohne Stop dabei ist. Die Frage ist also grundsätzlich, ob man diese Aktie unbedingt im Depot haben muss?

Die heutige Kurserholung sehe ich aus mehreren Blickwinkeln eher kritisch…hauptsächlich aber aus charttechnischer Sicht! Man darf gespannt sein…

Hugo Boss schockt den Markt, Gerry Weber leidet mit

Die Hugo Boss Aktie ist gestern regelrecht abgeschmiert und das wohl auch erst einmal zu Recht. Das Unternehmen gab einen nahezu düsteren Ausblick auf das laufende Jahr bekannt. Demnach erwartet man bei dem Modehersteller nur ein Wachstum im einstelligen Bereich, das operative Ergebnis soll sich damit dann im niedrigen zweistelligen Bereich bewegen und weit von den ursprünglich angepeilten 25% entfernen. Die Aktie brach gestern um über 18 Prozent ein. Dieser Trend scheint sich heute weiter fortzusetzen. Das Ziel für die Aktie ist aus meiner Sicht relativ klar…

Wie weit fällt die Hugo Boss Aktie

Die horizontalen Unterstützungslinien bei 51,43, 51,14, 50,88 und 50,46 Euro sollten der Aktie eigentlich Halt bieten, wie hier im Chart deutlich zu erkennen. Der gestrige Schock für die Anleger war zwar groß, die Reaktion des Marktes fiel aber dann doch etwas heftig aus. Kurse um das 61,80er Fibonacci-Retracement könnte sich also als gute Einstiegsgelegenheit für mutige Investoren erweisen die langfristig an die Zukunft des Modekonzerns glauben…

Gerry Weber Aktie mit Umkehrformation

Völlig zu Unrecht wurde im Zuge des gestrigen Abverkaufs bei Hugo Boss dann auch die Aktie des Modeherstellers Gerry Weber in Mitleidenschaft gezogen. Zwar glänzte die Aktie in jüngster Vergangenheit ebenfalls nicht zwingend durch gute Nachrichten, jedoch konnte sich die Aktie zuletzt deutlich erholen und hinterließ dabei eine nahezu perfekte Umkehrformation. Ich gehe davon aus, dass möglicherweise das offene Gap bei 12,83 Euro nun noch geschlossen wird, bevor die Aktie dann den Aufwärtstrend wieder aufnehmen kann. Ungefähr gleichzeitig sollte dann auch die Hugo Boss Aktie auf ihrem vorläufigen Boden aufschlagen…

Es tut sich was – Peugeot, SHW, Manz, Leoni und Südzucker im Fokus

Heute ein kurzes Trading-Update zu verschiedenen Nebenwerten. Peugeot  kehrt nach den harten Sarnierungsbemühungen der letzten Jahre wieder in die Gewinnzone zurück. Der französische Autobauer hat nach drei Jahren in Folge mit teilweise hohen Verlusten nun einen Gewinn für das abgelaufene Geschäftsjahr bekannt gegeben. Nach einem satten Minus von 706 Millionen Euro erzielt Peugeot in den letzten 12 Monaten einen Gewinn in Höhe von 899 Millionen Euro. Ab diesem Geschäftsjahr soll dann auch wieder eine Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Der Umsatz wurde ebenfalls um sechs Prozent auf 54,7 Milliarden Euro verbessert. Damit erreicht der Autobauer die selbst gesteckten Ziele deutlich früher als erwartet!

Der Autobauer Peugeot Citroen scheint den Turnarround somit erfolgreich geschafft zu haben. Durch die teilweise unpopulären Maßnahmen wie Werkschließungen und einem deutlichen Stellenabbau ist es dem Konzern gelungen wieder in die Profitabilität zurück zu kehren. Insbesondere auch die jüngsten Aktivitäten im Iran ließen zuletzt aufhorchen, wo sich Peugeot zügig nach der Beendigung der Sanktionen um einen entsprechend starken Markteintritt bemüht hatte. Das lässt hoffen, dass wir in den kommenden Quartalen ebenso Erfreuliches von dem Unternehmen lesen werden. Die Aktie bleibt unter langfristigen Gesichtspunkten ein klarer Kauf, alleine schon wegen ihrer deutlich sichtbaren relativen Stärke gegenüber dem Gesamtsektor.

Ebenso erfreulich scheinen die Bemühungen bei dem Automobilzulieferer SHW zu verlaufen. Heute verkündete das Unternehmen dass sich die operative Marge auf dem Vorjahresniveau stabilisiert hat. Der Zulieferer von Pumpen und Motorkomponenten sowie Verbundbremsscheiben litt zuletzt unter Engpässen in der Produktion, die nun laut Unternehmensangaben nun wieder weitestgehend behoben sind. Der Umsatz konnte somit um 8 Prozent auf 463,5 Millionen Euro gesteigert werden, womit sich auch das operative Ergebnis von 40,6 auf 43,5 Millionen Euro erhöhte. Auch die SHW AG zahlt den Aktionären auf der nächsten Hauptversammlung eine unveränderte Dividende von einem Euro je Anteilsschein. Die Aktie ist nach wie vor günstig, wenn auch nicht ganz ohne aufgrund der generell eher dünnen Handelsumsätze. Der heutige Anstieg der SHW Aktie ist wegen der großen Kurslücke noch etwas mit Vorsicht zu genießen, die grundsätzliche Richtung stimmt nun aber wieder.

Die Manz Aktie hat nun – wie erwarte – eine starke Korrektur begonnen. Die Gründe davor hatte ich ja schon in meinem Artikel vom letzten Freitag dargelegt. Ich gehe immer noch davon aus, dass diese Korrekturbewegung noch nicht abgeschlossen ist. Das Mindestziel bleibt das Schließen der offenen Kurslücke bei 32,19 Euro, danach könnte dann wieder eine entsprechende Gegenbewegung nach oben erfolgen, die möglicherweise sogar dann den perfekten Einstieg in die Aktie unter längerfristigen Gesichtspunkten darstellen könnte…

Die Leoni Aktionäre können einem irgendwie leid tun! Eine der vielversprechendsten Aktien im Automobilsektor der letzten Jahre ist so richtig unter die Räder gekommen. Die Gründe dafür sind bekannt, wenn auch nur teilweise in dieser Form nachvollziehbar. Heute wurde nun auch noch die 25,- Euro Marke unterschritten, was wohl zur Folge haben könnte, dass der Titel nun weiter in Richtung der 23,- Euro Marke abrutscht. Das neue 52 Wochen Tief ist zumindest mal kein gutes Zeichen dafür, dass wir hier demnächst wieder stark steigende Kurse sehen werden!

Ganz anders sieht die Situation bei der Südzucker Aktie aus, die aktuell ersthafte Anstalten macht wieder nach oben zu drehen. Der Zuckerpreis zeigt seit einigen Tagen wieder deutliche Erholungstendenzen! Auch wenn es sicherlich noch zu früh ist hier nun eine Trendwende anzurufen, sollten Sie diese Entwicklung zumindest nun intensiver beobachten!

Ich hoffe Ihnen hilft diese kurze Zusammenfassung dabei sich in dieser ansonsten eher turbulenten Zeit auf ein paar Einzelwerte zu konzentrieren die kurzfristig durchaus Potenzial (in beide Richtungen) haben. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen erfolgreichen Handelstag und viel Erfolg bei Ihren Entscheidungen.

Manz – Fast 100 Prozent in 10 Tagen… Und jetzt?

Eine sehr aussergewöhnliche Rally hat wohl die Manz Aktie in den letzten 10 Tagen hingelegt. Nachdem das Unternehmen neue Aufträge und wieder besser laufende Geschäfte in verschiedenen Bereichen verkündet hat, startete die Aktie eine deutliche Aufholjagd von ca. 22,50 bis auf knapp 41,- Euro. Das dürfte wohl teilweise auch an der zuvor maßlos überverkauften Situation gelegen haben, ist letztlich aber sehr wahrscheinlich auch ein paar Eindeckungskäufen von Shortsellern zu verdanken. Die spannende Frage bleibt somit, wie weit der aktuelle Short-Squeeze noch tragen kann….

Manz Bodenbildung noch nicht abgeschlossen

Ich würde genau an diesem Punkt nun wieder deutlich vorsichtiger werden. Bei aller Euphorie über wieder bessere Geschäfte bei Manz und einen deutlich steigenden Aktienkurs, muss sich die neue Prognose am Ende auch erst einmal in den tatsächlichen Zahlen widerspiegeln. Gerade in diesem Punkt hatte Manz zuletzt etwas „Schwierigkeiten“… Die Aktie hat mit der aktuellen Kursbewegung drei wesentliche Kurslücken hinterlassen, was angesichts der geringen Handelsumsätze nicht ganz ungewöhnlich ist.

Dennoch läuft der Titel nun an eine wesentliche Hürde heran, die sich aus den beiden letzten Verlaufstiefs und der Unterseite der großen Kurslücke aus dem ergibt. Ein erneuter Test der grünen Abwärtstrend Linie von oben dürfte ebenfalls noch als minimales Korrekturziel dieser Bewegung ausstehen. Das aus meiner Sicht wahrscheinlichste Szenario ist aber, dass die Aktie noch einmal bis mindestens in den Bereich um die 33,- Euro zurückläuft, um anschließend wieder anzusteigen. Dadurch würde dann auch eine (wenn auch etwas verzerrte) Umkehrformation entstehen, die wiederum als Basis für einen nachhaltigen Anstieg bei der Aktie dienen könnte.

Gelingt es den Bullen allerdings die hier eingezeichnete rote Linie bereits jetzt nachhaltig (Achtung Fehlsignale möglich!) zu überwinden, dürfte im Anschluss auch die Schließung des offenen Gaps auf der Oberseite auf dem Programm stehen. Das ist aber – wie erwähnt – nicht das favorisierte Szenario…!

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