Author Archives: Lars

Trading Update HeidelCement, Porsche, Deutsche Bank, etc.

Es ist mal wieder an der Zeit für ein TradingUpdate, auch wenn sich unsere Aktivitäten derzeit ziemlich in Grenzen halten…Zur allgemeinen Marktlage: Wie bereits vor zwei Tagen geschrieben sehen wir die aktuelle Situation an den Börsen sowohl aus zyklischen Gesichtspunkten als auch aus charttechnischer Betrachtung etwas kritischer als der Mainstream. Wie wir heute sehen können hatten wir mit unseren Beobachtungen zumindest kurzfristig einmal mehr Recht. Der gestrige erneute Test der Marke von 6.335 Punkten im Dax und der dann folgende deutliche Rücksetzer sprechen mal wieder eine deutliche Sprache. Bereits am großen Verfallstag am Freitag konnte man erahnen, dass die Märkte sich mit dem Überwinden der nächsten Chartmarken schwer tun werden. Unser Turbo Bear Zertifikat brachte an diesem Tag 90% Gewinn. Gestern haben wir dieses wie angekündigt erneut gekauft, und befinden uns aktuell erneut mit über 90% im Gewinn. Allerdings werden wir dieses mit hoher Wahrscheinlichkeit heute wieder verkaufen..

Zu den einzelnen Positionen: Bei HeidelbergCement läuft es wieder etwas besser. Der Aktienkurs hat sich nun wohl endgültig stabilisiert, und kann auch heute gegen den allgemeinen Markttrend leicht ansteigen. Diese neu gewonnene Stärke wird von einer guten Nachrichtenlage bezüglich der Expansion des Unternehmens, sowie der von der Familie Merckle getätigten Insiderkäufe und der Beteiligung des amerikanischen HedgeFonds BlackRock, untermauert. Charttechnisch ist die Aktie nun nach oben ausgebrochen und dürfte die Marke von 40,60 Euro sowie später 43,30 Euro ansteuern. Wir halten die HeidelCement AG Aktie auf dem derzeitigen Niveau weiterhin für deutlich zu günstig.

Einen Neueinstieg haben wir heute bei der in den letzten Tagen regelrecht verprügelten Aktie der Deutschen Bank gewagt. Seit der Bekanntgabe der Kapitalerhöhung um satte 10,2 Milliarden Euro ist die Aktie deutlich unter Druck. Zuletzt musste dann auch noch eine Gewinnwarnung auf Grund der Übernahme der Postbank veröffentlicht werden, es droht der erste Quartalsverlust seit Ende 2008! Die Abschreibungen auf das Postbank-Aktienpaket in Höhe von ca. 2,3 Milliarden Euro dürften somit trotz eines Quartalsgewinns der Deutschen Bank von 1,4 Milliarden Euro zu einem ordentlichen Verlust in der Bilanz führen. Dennoch halten wir den Absturz der Aktie in den letzten Tagen für übertrieben, und rechnen spätestens nach dem Abschluss der Kapitalerhöhung wieder mit deutlich höheren Notierungen.

Bei Porsche dominiert immer noch die Unsicherheit über die Zukunft des Unternehmens sowie die drohenden Sammelklagen in Zusammenhang mit der gescheiterten VW Übernahme. Der Kurs des Autobauers will einfach nicht mehr so recht anspringen und zeigt weiterhin Schwäche. Dabei ist die rein operative Nachrichtenlage deutlich besser als dies der Aktienkurs vermuten ließe. Die Absatzzahlen sind weiterhin wieder deutlich steigend, wobei gerade die neuen Modellreihen des überarbeiteten Cayenne und Panamera sehr erfolgversprechend aussehen. Ferdinand Piech hat kürzlich angekündigt seinen Teil an dem Sportwagenbauer auch über seinen Tod hinaus in einer Stiftung sichern zu wollen, und damit wohl auch versucht ein Zeichen zu setzen. Dennoch bleiben weiterhin große Unsicherheiten bei den Aktionären bezüglich künftiger Belastungen. Auch wir haben die Porsche Aktie weiterhin ganz oben auf unserer Beobachtungsliste, und gehen nicht davon aus, dass der Aktienkurs nun noch weiter deutlich fallen sollte. Für einen Neueinstieg scheint es aber dennoch zu früh zu sein, somit warten wir weiter auf eine günstige Gelegenheit zum Einstieg, über den wir Sie natürlich dann rechtzeitig in unserem kostenlosen Börsen-Newsletter informieren werden.

Das Anlegerschutz – Funktionsverbesserungsgesetz

Morgen ist es soweit! Das Kabinett will das Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz verabschieden, und somit die Rechte von Privatanlegern stärken. Als eine weitere Konsequenz aus der Finanzkrise soll der Gesetzentwurf, der sich im Wesentlichen aus drei Teilbereichen zusammensetzt, künftig mehr Sicherheit bei Finanzanlagen bieten. Der wesentliche Punkt ist der Schutz von Anlegern durch Falschberatung. Die Gesetzgebung will damit erreichen, dass der Vertrieb von Finanzprodukten, der oftmals vorrangig durch die Höhe der an den Vertrieb gezahlten Provisionen sowie Eigeninteressen von Initiatoren bestimmt wurde, künftig in erster Linie den Anlegerinteressen Rechnung tragen soll.

Um künftigen Falschberatung entgegenzuwirken, soll die deutsche Finanzaufsicht nun die Möglichkeit erhalten, bei Verstößen gegen die gesetzlichen Auflagen, unter anderem durch Offenlegung von Provisionen entsprechende Ordnungswidrigkeiten zu ahnden. Hier wurde allerdings nicht klar welche Provisionshöhe noch als moralisch vertretbar angesehen werden kann. Zudem sollen alle Berater sowie die Verantwortlichen für Vertriebsvorgaben bei der BaFin registriert werden und müssen eine entsprechende Qualifikation nachweisen. Gegen auffällig gewordene Berater und Kundenbetreuer kann somit künftig ein Beratungsverbot verhängt werden..

Weiter soll ein bundesweit einheitliches Informationsblatt entworfen werden, dass die Chancen, Risiken, und vor allem die Provisions- und sonstige weichen Kosten verständlich vermittelt, sodass auch „Lischen Müller“ künftig weiß was sie dort unterschreibt. Ob dieses Informationsblatt dann aber jedem Anleger vor Vertragsunterzeichnung vorgelegt werden muss, oder welche Inhalte dieses hat wurde bislang nicht veröffentlicht. Fraglich ist in dem Zusammenhang auch ob es überhaupt möglich sein kann die teilweise komplexen Finanzprodukte aus den unterschiedlichsten Branchen am Markt allumfassend und transparent darzustellen.

Die beiden weiteren Punkte, die man mit der neuen Gesetzgebung regeln will ist die künftige Kontrolle von feindlichen oder zumindest unfreundlichen Übernahmen börsennotierter Unternehmen mittels hochspekulativer Finanzinstrumente, wie es erst kürzlich bei den beiden Unternehmen Continental durch Schaeffler, und VW durch Porsche passiert ist. Auch hier müssen neue Regelungen geschaffen werden, um mehr Transparenz in den Handel mit Stimmrechten zu bekommen. Letztendlich wusste niemand im Fall VW/Porsche bis zuletzt wer welche Stimmrechte an welcher AG besitzt…was letztendlich eine Menge Menschen eine ganze Menge Geld, und manche sogar zumindest indirekt das Leben gekostet hat…

Der letzte der drei Punkte, ist die Reglementierung des Marktes für offene Immobilienfonds, bezogen auf die künftige Haltedauer der Anteilsscheine an solchen Gesellschaften. Während der Krise waren einige der Anbieter und Fondsgesellschaften in Schieflage geraten, bzw. konnten den Anlegern Ihre Einlagen nicht mehr auszahlen. Hiervon betroffen war immerhin nahezu ein Drittel aller Anbieter im Markt was ungefähr eine Kapital von 26 Milliarden Euro entspricht. Künftig will man eine Mindesthaltepflicht der Fondsanteile von zwei Jahren einführen um eine schlagartigen und für die Fondsgesellschaft existenzgefährdenden Abfluss des jeweiligen Fondsvermögens zu verhindern. Anleger die vor Ablauf dieser Frist verkaufen müssen dann mit finanziellen Einbußen rechnen. Erst nach fünf Jahren soll die Auszahlung ohne Abschlag möglich sein.

Über die Sinnhaftigkeit dieses Entwurfes kann man durchaus streiten, und ich bin nicht der Meinung, dass dies Anleger im Zuge einer allgemeinen Panik demnächst davon abhalten wird Ihre Anteile überstürzt zu verkaufen. Die hier angestrebten Fristen bringen mich zwangsläufig zum Thema geschlossene Immobilienfonds. Warum hier nicht entsprechende Regelungen getroffen wurden um Anleger künftig besser zu schützen ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel. In wie weit die Beraterhaftung in der Zukunft verhindern kann dass geschlossenen Immobilienfonds durch Misswirtschaft und überhöhte Provisionsstrukturen (Beispiele dafür gibt es mehr als genug!) pleite gehen, und Anleger Ihre gesamten Spareinlagen verlieren bleibt fraglich. Man kann sich nur wünschen dass der neue Gesetzentwurf gerade in diesem Bereich noch einmal nachgebessert wird. Sicherlich wäre eine klare Regelung der Provisonshöhen und deren transparente Darstellung  hier auch ein guter Ansatz.

Ich begrüße diese Vorgehensweise der Bundesregierung natürlich grundsätzlich und ausdrücklich, und wünschen mir an dieser Stelle eine ebenso konsequente Umsetzung wie in anderen Nationen. Nicht nur die Überwachung dieser Maßnahmen sondern ebenso die konsequente Ahndung von Verstößen gegen die neuen Regelungen (insbesondere bei Falschberatung) sollte Bestandteil dieses Gesetzes sein. Denn letztendlich werden sich die besagten Berufsgruppen nur daran halten, wenn es auch entsprechende mahnende Beispiele gibt, und Freiheitsstrafen sowie Durchgriffshaftung auf das private Vermögen droht. Spannend dürfte in diesem Zusammenhang auch sein wie die BaFin dann mit den „Altlasten“ umgehen wird, die Zeit der Freifahrtscheine sollte eigentlich vorbei sein! Ich bin sehr gespannt auf weitere Details und die morgigen Verhandlungen über das sogenannte Funktionsverbesserungsgesetz…

Deutsche Bank – Kapitalerhöhung zeichnen?

Die Deutsche Bank hat heute den endgültigen Bezugspreis für die neuen Stammaktien festgesetzt. Demnach werden mit der in Kürze anstehenden Kapitalerhöhung neue Aktien zu einem Kurs von 33,- Euro je Aktie ausgegeben, teilte der deutsche Banken-Branchenprimus gestern Abend mit. Der Wert der Kapitalerhöhung liegt somit etwas höher als dies vom Markt zunächst erwartet worden ist. Mit nunmehr 10,2 Milliarden Euro durch die Ausgabe von insgesamt 308,6 Millionen neue Stammaktien ohne Nennbetrag erhöhen sich die Einnahmen durch diese Kapitalmaßnahme um ca 400,- Millionen Euro. Ursprünglich war man von einem Ausgabepreis von ca. 31,80 Euro ausgegangen.

Mit rund 8 Milliarden Euro aus dieser Kapitalerhöhung will die Deutsche Bank die Übernahme der Postbank finanzieren. Der Rest des Geldes soll dazu dienen, die Eigenkapitaldecke der Deutschen Bank weiter zu stärken um das Unternehmen für die strengeren Basel-III-Eigenkapitalregeln fit zu machen. Das Bezugsverhältnis der neuen Aktien entspricht 2 : 1. Die jungen Aktien haben dabei volle Gewinnanteilsberechtigung für das Gesamtjahr. In der Zeit vom 22. September bis einschließlich 5. Oktober 2010 können die Aktionäre ihre Bezugsrechte (WKN A1E8H8 / ISIN DE000A1E8H87) ausüben. Anteilseigner, die keine jungen Aktien beziehen wollen, können ihre Bezugsrechte über die Börse verkaufen. Der Bezugsrechtehandel findet zwischen dem 22. September und dem 1. Oktober statt. Die Lieferung der im Rahmen des Bezugsrechtsangebots bezogenen neuen Aktien erfolgt am 6. Oktober 2010.

Soll man als Deutsche Bank Aktionär diese Kapitalerhöhung zeichnen oder nicht, bzw. ist nun ein guter Zeitpunkt für ein Neuengagement? Der Kurs der Deutschen Bank Aktie hat seit Bekanntgabe der geplanten Kapitalerhöhung inzwischen knapp 8 Prozent nachgegeben. Dennoch sind einige Fachleute der Meinung, dass ein größerer Abschlag gerechtfertigt wäre. Bei einem derzeitigen Aktienkurs von ca 47,- Euro würde die grobe Rechnung so aussehen: (47 + 47 + 33) : 3= 42,34 betrachtet man den reinen Aktienkurs. Nimmt man aber die volle Berechtigung zum Erhalt der diesjährigen Dividende hinzu verbessert sich das Ergebnis geringfügig. Charttechnisch scheint die Unterstützung momentan bei 44,65 zu liegen. Etwas weiter unten kann man eine Haltelinie bei ca. 42,35 Euro ausmachen. Ein Engagement irgendwo zwischen diesen beiden Linien erscheint unter langfristigen Gesichtspunkten somit durchaus interessant zu sein..

Verbraucherkreditrichtlinie hat Auswirkung auf Kredite

Die neue Verbraucherkreditrichtlinie soll die Rechte derer stärken, die bei den Banken bei Sofortkrediten und anderen Konsumfinanzierungen bisher am kürzeren Hebel saßen. Mehr Transparenz und bessere Informationen sind das erklärte Ziel der neuen Regeln. Ob sie dem selbst gesteckten Ziel gerecht werden oder an den hohen Ansprüchen am Ende scheitern, bleibt offen.

Seit dem 11. Juni gilt für den Sofortkredit und Co. die neue Verbraucherrichtlinie. Deren erklärtes Ziel: Mehr Rechtssicherheit für die Verbraucher und eine höhere Transparenz beim Abschluss von Finanzierungen und Darlehensverträgen. Die Richtlinie soll verhindern, dass Bankkunden mit Schnäppchenangeboten zu Konditionen in die Banken gelockt werden, die sich am Ende als Seifenblase entpuppen. Statt wie bisher müssen Raten- und Sofortkredite in Zukunft mit realistischen Zinsen beworben werden. Niedrigzinssätze, die nur einem auserlesenen Kreis der Kunden vorbehalten waren, sind nach dem Willen der neuen Verbraucherrichtlinie endlich Vergangenheit.

Bankkunden sollen auf einen Blick sehen, welche Kosten mit dem Abschluss eines Kredits verbunden sind. verbunden sind. Und können die Eckpunkte ihrer neuen Finanzierung anhand eines Berechnungsbeispiels nachvollziehen. Damit die Banken sich hier nicht eines Kunstgriff´s bedienen und beim Sofortkredit einfach Schönfärberei betreiben, schreibt die Verbraucherrichtlinie eine 2/3-Regelung vor. Ebenfalls Inhalt der neuen Richtlinie ist der Anspruch auf ein kostenloses Vertragsmuster mit einem Berechnungsbeispiel, welches sich vom Werbeangebot unterscheiden muss. Ebenfalls stärker in den Mittelpunkt rückt die neue Richtlinie das Widerrufsrecht der Verbraucher.

Denn was viele Bankkunden nur am Rande wahrnehmen – Sofortkredite und andere Finanzierungen können 14 Tage nach Vertragsschluss widerrufen werden. Sollte die Bank wichtige Unterlagen erst später nachreichen, löst dies sogar ein Widerrufsrecht von einem Monat aus. Trotz dieser Stärkung der Verbraucherrechte sehen einige Experten die neue Richtlinie skeptisch. Hintertürchen lassen sich schließlich in jeder Regelung finden. Und neue Gesetze ersetzen nicht den gesunden Menschenverstand. Wer ohne nachzudenken einen Sofortkredit abschließt, der die eigenen finanziellen Möglichkeiten übersteigt, steht schnell vor großen Problemen.

Alles bullish oder was?

Der Markt zeigt erneut Schwäche! Nach einem eher ruhigen Hexensabbat am Freitag dürfte in der nun beginnenden Handelswoche die Frage nach dem weiteren Verlauf der Börsen interessant sein. Einige Analysten sind positiv für das Jahresende und beschwören bereits jetzt die viel gepriesenen Jahresend– oder Herbstrally herauf. Manche behaupten gar, dass wir uns bereits mittendrin befinden. Zugegeben, die letzten drei Wochen liefen erstaunlich bullish ab, für meinen Geschmack in einzelnen Titeln sogar etwas zu bullish, wohingegen sich andere eher negativ entwickeln von denen man dies so nicht erwartet hätte, aber dazu in den kommenden Tagen mehr..Grundsätzlich sprechen die eher schwachen Umsätze sowie der charttechnische Verlauf, und die inzwischen wieder überkaufte Situation wohl eher wieder für schwächere Notierungen von Dax & Co.in den nächsten Tagen.

Nach dem Rutsch des Deutschen Leitindex am Freitag unter die 6.300 Punkte Marke ist der Ausbruchsversuch nach oben zunächst gescheitert und die Widerstandszone von 6,246 Punkten erneut gültig. Sollte der Index heute oder in den kommenden Tagen erneut deutlich unter 6,238 Punkte fallen bleibt das Kursziel zunächst 6.100 bis 6.165 Punkte. Trotz der heutigen Gegenbewegung in den Bereich von rund 6.250 Punkten werde ich nun zunächst den Nachmittag abwarten, und sehen ob dieses Niveau gehalten werden kann. Ich würde mich tendenziell auch heute eher auf der Shortseite positionieren. Bereits am Freitag haben ich mit einem Turbo Bear Zertifikat (CM564X) auf rückläufige Kurse gesetzt, und damit knapp 90% Gewinn erzielt. Ich warte nun auf eine günstigeg Gelegenheit diesen Schein erneut zu kaufen..

Was erwartet und in diese Woche an wichtigen Terminen von der Konjunkturfront? Da wäre zunächst einmal US-Leitzinsentscheidung am Dienstag, hier werden wohl keine größeren Veränderungen erwartet, jedoch dürfte wie immer die Begründung der aktuellen Entscheidung interessant sein. Am Mittwoch dann werden erneut die Auftragseingänge der europäischen Industrie veröffentlicht. Richtig spannend wird es aber erst wieder ab Donnerstag..hier warten die jüngsten Zahlen zu den Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und Verkäufe von Bestandsimmobilien in den USA auf Ihre Veröffentlichung, und am Freitag der ifo-Index sowie die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter und Verkaufszahlen für neue Häuser. Man kann also davon ausgehen, dass gegen Ende der Woche wieder etwas mehr Volatilität in die Aktienkurse kommen dürfte.

Bleiben Sie vorsichtig! Die Börsen neigen dazu in den Phasen, in denen die Mehrzahl der Analysten optimistisch wird meistens erst einmal das Gegenteil von dem Erwarteten zu tun. Auch wir gehen davon aus, dass es in diesem Jahr, bevor dann letztlich die lang ersehnte Jahresendrallye starten könnte, noch einmal zu einem deutlichen Rücksetzer kommen könnte. Der September sowie auch der Oktober sind für stärkere Korrekturbewegungen bekannt! Wir warten also weiterhin auf ein klares Signal, und gehen immer noch davon aus, dass wir in den kommenden Wochen noch einmal eine hervorragende Einsstiegschance in den Markt bekommen werden, die sich dann auch mittelfristig auszahlen sollte. Insbesondere einige unserer ausgesuchten Depotwerte versprechen dann enormes Kurspotenzial…

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Washington Mutual – weiter abwarten…

Es ist wieder deutlich ruhiger geworden um die Aktie von Washinton Mutual, nachdem bekannt wurde, dass die laufenden Untersuchungen nun doch deutlich länger dauern sollen als zunächst angenommen. Der Gerichtsprüfer Joshua Hochberg hat angekündigt, dass die Untersuchungen nun bis Ende Oktober fortgesetzt werden, und will das Ergebnis nun am 01. November präsentieren. Eigentlich sollten erste, vorläufige Ergebnisse der Untersuchungen schon am 7. September vorliegen. Kurzfristig orientierte Zocker waren enttäuscht, und wollten offenbar bis Anfang November nicht warten, bzw. einige Anleger dürften nun erst einmal abwarten ob zu dem neu angekündigten Termin nun tatsächlich etwas passieren wird bevor sie sich hier positionieren. Es sollte also spätestens Ende Oktober wieder etwas Bewegung in die Aktie kommen..

Es bleibt also alles erst einmal unverändert, der Zock dauert länger als erwartet, aber das sind die leidgeprüften Aktionäre ja bereits gewohnt. Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass noch in diesem Jahr klar werden dürfte, ob die Spekulation auf mehrere Tausend Prozent aufgeht. Der Fall Washington Mutual ist sicherlich einmalig in der Börsengeschichte, somit besteht auch eine einmalige Chance auf einen für die Aktionäre positiven Ausgang. Normalerweise lasse ich mich nicht auf derartige Insolvenz-Zockereien ein, hier jedoch bin ich weiterhin der Meinung, dass es sich durchaus lohnen könnte ein Ende der Untersuchungen abzuwarten, und bereits heute mit einer kleinen Position investiert zu sein. Allerdings weise ich wie immer darauf hin, dass auch ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals hier jederzeit möglich ist.

HeidelbergCement – es tut sich was!

Zu meiner These, dass sich der US Immobilienmarkt unmittelbar vor der Wende zum Guten befinden könnte, kamen in den vergangenen Tagen viel versprechende Nachrichten hinzu, die mich in dieser Meinung weiterhin bestärken. Zuletzt hatte auch US-Präsident Barack Obama, Anfang diesen Monats, ein 50 Mrd. US-Dollar Konjunkturprogramm für die Infrastruktur angekündigt. Von den geplanten Maßnahmen werden Baufirmen sowie Baustoff- und Stahlproduzenten in den kommenden Quartalen weltweit profitieren. Ein Grund mehr sich in den kommenden Wochen wieder etwas intensiver mit Aktien aus diesen Sektoren zu befassen..

Allen voran halten wir die Aktie von HeidelbergCement auf dem derzeitigen Niveau für extrem aussichtsreich. Nachdem nun der seit Wochen über der Aktie schwebende „DAX- Fluch“, wie es die Presse so schön bezeichnet hat, allmählich sein Ende gefunden hat, und auch von der Nachrichtenseite einiges passiert ist, wird es Zeit für eine neue Analyse des Heidelberger Baustoffherstellers.

Die Familie Merckle, die bereits  seit Jahren maßgeblich an dem Unternehmen beteiligt ist, hat sich nun endgültig von Ihrer Beteiligung an der Ratiopharm AG getrennt. bereits vor knapp einem Jahr habe ich gemutmaßt, dass im Falle eines Verkaufes des Pharmaunternehmens, das freiwerdende Kapital der Familie Merckle dann zu einem großen Teil in HeidelbergeCement fließen wird. Der erfolgreiche Verkauf des Generikaherstellers spülte Einnahmen von rund 3,6 Mrd. Euro in die Merckle Holding womit nahezu alle Schulden getilgt werden konnten. Und tatsächlich wurden bereits unmittelbar nach dem Kaufabschluss über ein Tochterunternehmen zwei Tranchen a 10 Millionen Euro in HeidelCement investiert. Ich gehe davon aus, dass diese Insiderkäufe weiter zunehmen werden.

Ebenfalls massiv bei den Heidelbergern eingestiegen ist der wohl bekannteste US Hedge Fonds BlackRock, der inzwischen über 5,48% Prozent am Unternehmen hält. Offenbar hält man auch dort der Kurs der Aktie für deutlich zu günstig und will von einer Erholung des Bausektors profitieren. Es würde mich aber auch nicht wirklich wundern, wenn BlackRock etwas mit dem eher enttäuschenden Kursverlauf der letzten Wochen zu tun gehabt hätte..was letztlich aber auch nur untermauern würde, dass ein Richtungswechsel unmittelbar bevorsteht.

Alles in allem ist die Nachrichtenlage also inzwischen wieder deutlich positiv. Das KGV für 2011 wird mit knapp 8 angegeben und auch aus charttechnischer Sicht scheint der Titel wieder sehr interessant zu sein. Bei weiter freundlichem Börsenumfeld sollte die 40,- Euro Marke bald wieder erreicht werden, erst knapp über dieser Marke scheinen die ersten nennenswerten Hürden zu liegen. Die Chancen dürften die Risiken bei weitem überwiegen, somit bleibt die Aktie von HeidelbergCement für uns ein klarer Kauf!

Solar Millennium und Chevron bauen das Blythe Solar Power Project

Schneller als gedacht kam die Antwort aus den USA auf unsere Frage wie es nun bei Solar Millennium weiter gehen wird. Gestern nach Handelsschluss in Deutschland wurde die Entscheidung der kalifornischen Energiekommission zum Bau des geplanten Projektes in Blythe für das weltgrößte Solarkraftwerk nun endlich getroffen und veröffentlicht. Der US-Ölkonzern Chevron will demnach zusammen mit Solar Millennium in Kalifornien das größte Solarkraftwerk der Welt bauen. Das mindestens sechs Milliarden Dollar schwere Kraftwerk soll im Jahr 2013 mit der Stromerzeugung beginnen. Es soll bis zu 1000 Megawatt täglich produzieren. Bislang liegt die Leistungsfähigkeit der größten Kraftwerke im Bereich von „nur“ 200 bis 350 Megawatt.

Das ist sicherlich eine gute Nachricht für die Solar Millennium AG, und dürfte die richtige Meldung zur richtigen Zeit für die arg gebeutelten Aktionäre des Unternehmens sein. Ob nun sofort eine Neubewertung des Unternehmens erfolgen muss, und ob der ausserbörsliche Kursanstieg heute Nacht gerechtfertigt ist bleibt allerdings abzuwarten. Welchen Anteil Solar Millennium am Bau der Anlage tatsächlich haben wird wurde noch nicht klar kommuniziert, ebenso wenig wie die Details zur Finanzierung dieses gigantischen Projektes. Mit Chevron hat man sicherlich einen finanzkräftigen Partner mit im Boot, der aber wohl auch einen ordentlichen Teil vom Kuchen abhaben möchte.

Nicht vergessen sollte man auch, dass das Blythe Solar Power Projekt erst frühestens im Jahr 2013 Gewinne abwerfen wird….Bis alle Details also klar sind, würden wir vorerst nur mit einer kleineren Position hier agieren, und rechnen nach der ersten Euphoriewelle heute noch einmal mit einem deutlichen Rücksetzer. Dies könnte dann ein guter Zeitpunkt für eine Tradingposition in der Aktie sein. Die in den einschlägigen Aktienboards bereits wieder ausgerufenen kurzfristigen Kursziele von 25 – 30,- Euro halten wir allerdings auf Grund der zuletzt gelieferten Zahlen, und der noch sehr schwammigen Nachrichtenlage für völlig überzogen.

Solar Millennium – wie gehts nun weiter?

Die Solar Millennium hat kürzlich Zahlen vorgelegt und die Prognose für das Gesamtjahr massiv gesenkt. Ein Grund sich wieder einmal etwas näher mit dem Unternehmen zu befassen. Grundsätzlich waren wir sehr optimistisch eingestellt was die weitere Zukunft des Unternehmens anbelangt. Neben der Hoffnung, dass das Management etwas aus der ganzen Misere um Utz Claassen gelernt haben könnte, und man sich nun wieder etwas mehr auf das operative Geschäft konzentrieren würde, deutete auch die Nachrichtenlage zuletzt auf wieder besserer Zeiten für Solar Millennium Aktionäre hin. Die nun veröffentlichten Zahlen verdeutlichen aber die durchaus angespannte Lage des Unternehmens. Unser Ausstieg aus der Aktie im Juli hat sich somit wohl als richtig erwiesen.

Die Erlöse waren in den ersten acht Monaten um 30 Prozent auf nur noch 37,1 Millionen Euro gesunken. Im Vorjahreszeitraum konnten im gleichen Zeitraum immerhin 48,5 Millionen Euro erlöst werden. Dennoch soll der angepeilte Umsatz von 350 Millionen Euro im laufenden Geschäftsjahr laut Unternehmensangaben erreicht werden. Das EBIT rutschte tief in den roten Bereich auf minus 26,7 Millionen Euro – nach einem Plus von 20,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Wie diese doch recht ambitionierten Ziele nun erreicht werden sollen wurde nicht deutlich. Auch wir sind diesbezüglich eher skeptisch, um es mal vorsichtig auszudrücken.

Das Minus resultierte nicht zuletzt der Korrektur der Geschäftsabschlüsse für die Geschäftsjahre 2005/2006 und 2008/2009, die nach einer Sonderprüfung durch die Wirtschaftsprüfer von Deloitte nötig wurde. Dies führte auch dazu, dass das Unternehmen seine Zwischenergebnisse nicht im August, sondern erst gestern veröffentlichen konnte. Ob eine außergerichtliche Einigung mit Utz Claassen tatsächlich noch getroffen werden kann, oder welcher Betrag nun an das Unternehmen zurück fließen wird dürfte mittelfristig für das Unternehmen eher eine untergeordnete Rolle spielen. Das was hier wohl neues Vertrauen schaffen kann, scheint die kurzfristige Umsetzung der in der Pipeline befindlichen Projekte zu sein. Harte Fakten wie die Umsetzung und Genehmigung der Ibersol- und Blythe-Projekte müssen nun her. Unser persönliches Kursziel für die Aktie haben wir inzwischen bis auf weiteres auf deutlich unter 15,- Euro gesenkt.

Die Angst geht wieder um – Gold auf Allzeithoch

Die Indizes befinden sich momentan in Lauerstellung, ob dieses mal ein charttechnischer Ausbruch nach oben gelingen kann bleibt aber abzuwarten…Nach dem überraschend starken Anstieg der letzten Tage kam es im späten US Handel zunächst einmal wieder zu einer Konsolidierung. Anleger warten nun offensichtlich erst einmal die heute anstehenden Konjunkturdaten aus den USA ab bevor sie sich weiter positionieren. Neben den Hypothekenanträgen und dem Empire State Index werden heute auch die Daten zur Industrieproduktion in den USA erwartet. Morgen werden die neuen Zahlen zu den US Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung veröffentlicht. Erwartet wird hier ein nur moderater Anstieg von 451.000 auf 460.000 Erstanträge. Am Freitag dürften die Märkte dann einmal mehr ganz im Zeichen des Hexensabbats stehen. Das Ende dieser Handelswoche dürfte also durchaus spannend werden.

Eine Meldung die sicherlich bemerkenswert in dem aktuellen Börsenumfeld ist, war die Rallye der Edelmetalle, die nach einem kurzen Rücksetzer im letzten Monat unverändert weiter zu gehen scheint. Der Preis für eine Feinunze Gold markierte gestern ein neues Allzeithoch! Die Angst der Anleger vor eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums oder gar einem Double Dip der US Wirtschaft ist weiterhin nicht nur existent sondern offensichtlich größer denn je. Mit 1.274,80 Dollar je Feinunze markierte das Edelmetall einen neuen Rekordwert. Auch die Silberrally geht weiter. Die Feinunze Silber verteuerte sich um bis zu 1,9 Prozent auf 20,40 Dollar und war damit so teuer wie zuletzt im März 2008. Wir gehen weiter davon aus, dass es sich hierbei nur um eine temporäre Entwicklung handelt, die sich in den kommenden Monaten auflösen sollte.

Die US Futures signalisieren heute, trotz des starken Performance des Nikkei Index, der auf Grund einer Intervention der japanischen Notenbank zeitweise um über drei Prozent zulegen konnte, weiter nachgebende Kurse. Auch charttechnisch ist nun durchaus noch einmal mit einem Rücksetzer zu rechnen, nachdem die Indizes nun erneut den oberen Bereich des seit  Monaten bestehenden Seitwärtskanals getestet haben. Nicht zuletzt die saisonalen Faktoren warnen zusätzlich vor allzu viel Euphorie. Wir befinden uns unmittelbar vor der traditionell schwächsten Börsenphase des Jahres. Je nachdem wie also die neuen Daten aus den USA ausfallen werden kann in dieser Woche wieder eine Trendwende eingeleitet werden. Interessant zu beobachten dürften auch die Kursausschläge in den ersten Handelstagen der kommenden Woche, nach dem großen Verfallstag werden.

Top Ten Buy Liste der US Hedge Fonds – Popular und Citigroup

Es ist immer wieder interessant zu sehen welche Aktien verstärkt von großen HedgeFonds gekauft werden, und welche Aussichten diese Ihren Depotpositionen zubilligen. Angesichts der eher dünnen Situation an den Aktienmärkten, und meiner Erwartung einer weiterhin schwächeren Börsenphase für die kommenden Wochen lohnt sich vielleicht ein Blick über den Tellerrand. In Phasen wie diesen ist es nach meiner Auffassung wesentlich sinnvoller nach interessanten Kandidaten für den nächsten Aufschwung zu suchen, als sein Glück bei ein paar lustlosen Trades zu strapazieren. Hier ist also nun der siebte und letzte Teil der Reihe, „Die Top Ten Buy Liste amerikanischer Hedge Fonds“:

Die in Puerto Rico ansässige Bank Popular, war eine der gefragtesten Aktie im zweiten Quartal dieses Jahres für institutionelle Investoren. Hedge Fonds-Manager John Paulson kaufte 66.600.000 Aktien an der Börse, während andere prominente Hedge-Fonds einschließlich der Lone Pine Capital und AXA  ebenfalls in das Unternehmen investierten. Der Kurs der Popular Aktie stieg damals von 1,80 Dollar auf 4. Dollar an. Mit den Zahlen zum zweiten Quartal  verfehlte Popular dann die Analystenerwartungen Dennoch gelang eine weitere Verbesserung der Qualität der Aktiva. Die Bank wird voraussichtlich auch mittelfristig von der Konsolidierung in der puertoricanischen Bankensektor profitieren, und gehört dort zu den stärksten Playern am Markt. Aktuell notiert die Aktie bei einem Kurs von ca. 2,50 Dollar unter Buchwert. Sechs von acht Analysten die die Popular Aktie covern, bewerten diese mit „Kaufen“ oder eine „Outperform“. Morgan Stanley empfiehlt die Aktie aktuell überzugewichten.

Die Citigroup bleibt ein klarer Favoriten mit Hedgefonds-Manager. Im zweiten Quartal diesen Jahres kaufte Bill Ackman 146.5 Millionen Aktien des Unternehmens. In einem Interview mit Tech Ticker im Juni nannte der Hedgefonds-Manager die  Citigroup „eine der am besten kapitalisierten Banken“ im Markt. Das halte ich zwar für eine gewagte Aussage, aber bitte.. Andere prominente Hedge-Fonds wie Paulson & Co. und David Tepper’s Appaloosa Management sind ebenfalls ordentlich investiert. Citigroup überraschte im zweiten Quartal und lieferte ein Ergebnis von 9 Cents je Aktie im Vergleich zu einem erwarteten Gewinn von nur einem Cent pro Aktie. dem Aktienkurs half dies allerdings wenig. Von 5 Dollar ging der Wert der Aktie inzwischen auf 3,70 Dollar zurück. Hier liegt nun aber ungefähr der langfristige Boden der ein solides Fundament für den weiteren Werdegang der Citigroup Aktie bilden könnte.

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