Author Archives: Lars

Nutzen Sie unseren Realtime Börsen-Kalender..

Was nützt die beste Strategie, wenn die Konjunkturdaten einfach nur schlecht sind. Wie bereits vor ein paar Tagen geschrieben ist es nach meiner Auffassung nicht an der Zeit jetzt in Aktien investiert zu sein. Die Indizes sind angeschlagen und auch von konjunktureller Seite kommen immer weitere schlechte Nachrichten aus den USA. Während die Wirtschaft also hier in Deutschland wieder wie in den guten alten Zeiten zu funktionieren scheint, deutet sich in den USA ein Rückfall in wieder weitaus schlechtere Zeiten an. Dies ist dann wohl auch der feine Unterschied zwischen einer exportstarken Nation und einer die überwiegend durch den Konsum seiner Mitbürger getragen wird.

Dabei ist es nicht einmal unbedingt der US Arbeitsmarkt der auf die Stimmung drückt, denn die jeweils aktuellen Statistiken zur Beschäftigungsquote sind ja eher als nachlaufender Indikator zu sehen. Erst wenn die Unternehmen wieder auf gesunden Füßen stehen können auch wieder verstärkt Menschen in den Unternehmen beschäftigt werden. Viel mehr ist es die allgemeine Stimmung in der US Wirtschaft die inzwischen wieder stark nachgelassen hat. Firmenchefs betrachten die Zukunft Ihrer Unternehmen wieder deutlich pessimistischer, und das obwohl 77% aller im S&P 500 gelisteten Unternehmen deutlich bessere Zahlen zum abgelaufenen Quartal präsentieren konnten als erhofft.

Der Häusermarkt ist ebenfalls weiterhin das große Sorgenkind der Amerikaner. Auch heute werden gegen 16:00 Uhr wieder Daten vom Immobilienmarkt erwartet und es dürfte wohl einige Marktteilnehmer geben, die sich gerade fragen ob diese den Markt nun vollständig zum Absturz bringen können. Es werden 330.000 Verkäufe neuer Häuser erwartet, ich bin gespannt ob diese Prognose anhand der schlechten Zahlen, die wir erst kürzlich gesehen haben, gehalten werden kann. Ein Tipp der Redaktion:

Schauen Sie in unseren Realtime-Börsenkalender der Ihnen die tatsächlichen Ergebnisse schnell und zuverlässig liefert um dann ggf. schnell reagieren zu können. In diesen Zeiten wird es immer wichtiger rechtzeitig auf gewisse Ereignisse reagieren zu können. Nach der Veröffentlichung des katastrophalen Philly Fed Index in der vergangenen Börsenwoche haben wir umgehend mit dem Verkauf unserer Depotpositionen begonnen. Im Nachhinein betrachtet war das sicherlich nicht die schlechteste Entscheidung…

Trading Update YRC Worldwide, Washington Mutual, Dryships

Bei YRC Worldwide erleben die Aktionäre bereits seit Wochen eine Berg- Und Talfahrt. Natürlich spielt auch hier die allgemeine Marktlage eine nicht ganz unwesentliche Rolle. Nachdem es zunächst am Anfang der Woche gelungen ist die wichtige Marke von 0,30 Dollar nahezu zurück zu erobern mussten in dem schlechten Marktumfeld gestern dann erneut Abgaben  bis in den Bereich um die 0,27 Dollar hingenommen werden. Noch immer ist ein großer Teil des Feefloats in den Händen von Shortsellern, allerdings nimmt dieser Anteil weiterhin stetig ab, ebenso wie die Umsätze in der Aktie die weiter rückläufig sind. Die Situation scheint sich nun allmählich zu beruhigen. Anleger warten gespannt auf die zahlen zum dritten Quartal, die in den kommenden Wochen veröffentlicht werden. Noch immer ist unklar ob das Unternehmen demnächst einen Reversesplit ankündigen wird, oder eine Verlängerung bei der Nasdaq beantragt wird. Ich tippe mal auf die Verlängerung der Frist, sollte dieser Antrag durchgehen, stehen dann die Chancen nicht schlecht, dass die YRCW Aktie aus eigener Kraft die Marke von einem Dollar bis zum Jahresende wieder erreichen kann. Wir bleiben in jeden Falle dabei!

Bei Washington Mutual tut sich auch mal wieder einiges. Mal abgesehen von dem wieder deutlich höheren Kurs und den weiter anziehenden Umsätzen wird die Nachrichtenlage um das Unternehmen, bzw. die Übernahme durch JP Morgan immer interessanter. Zum einen war bislang die Tatsache, dass der Kauf durch die amerikanische Investmentbank JP Morgan noch gar nicht offiziell abgeschlossen ist bis vor wenigen Tagen noch nicht bekannt. Kürzlich hat das Wall Street Journal das Thema aufgegriffen, und somit die Spekulationen um eine deutlich höhere Abfindung der Aktionäre erneut angeheizt. Auch in anderen Wirtschaftsmagazinen wird wieder kräftig öffentlich diskutiert wie hoch diese Abfindung sein sollte. Der größte Teil der Befragten ist der Meinung aus, dass JP Morgan  mehr als 20 Milliarden Dollar für die ehemals größte Sparkasse der USA zahlen sollte, was immerhin einer Verzehnfachung des momentanen Einsatzes entsprechen würde. Sicherlich ein Ausblick der es wert ist dabei zu bleiben!

Unser „Sorgenkind“ die Aktie von Dryships will nicht so recht in die Gänge kommen. Genau genommen hält dieser Zustand nun schon seit einigen Wochen an. Dennoch sind wir weiterhin davon überzeugt, dass der Knoten irgendwann platzen wird. Noch immer scheint das Unternehmen unter der Ölkatastrophe im Golf von Mexico zu leiden. Dryships betreibt bereits zwei mobile Bohrplattformen, vier weitere befinden sich im Bau. Diese Neuausrichtung des Unternehmens, dass sich zuvor auf den Containermarkt konzentriert hat, kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass die Menschheit mittelfristig nicht umher kommen wird die Öl-Ressourcen in den Weltmeeren zu fördern um den Weltbedarf an Öl abzudecken. Dryships dürfte für diese Aufgaben hervorragend positioniert sein. Eine schlechtere Alternative für das Unternehmen wäre die vier im Bau befindlichen Drillig Rigs mit Verlust wieder zu verkaufen, wenn bis zur Fertigstellung keine neuen Aufträge generiert werden können. Fazit: Ein Engagement drängt sich nicht wirklich auf, ein Ausbruch über die Marke von 5,- Dollar könnte das Bild aber jederzeit deutlich positiv verändern.

Der DAX rutscht abwärts

Der Markt sah gestern schon wirklich schlecht aus, heute dürften alle wichtigen Marken unterschritten werden. Ob dies nun zum totalen Ausverkauf führen wird darf aber bezweifelt werden. Ich denke mal es wird eher ein „geordneter Rückzug“. Diese nun beginnende Phase der Schwäche könnte aber einige Wochen anhalten, nicht zuletzt aus saisonalen Gesichtspunkten befinden wir uns nun langsam in der traditionell schwächsten Börsenphase des Jahres, die sich bis Ende September oder gar Mitte Oktober hinziehen kann. Mit einem starken Ausbruch nach oben rechne ich in dieser Zeit nicht mehr. Viel mehr dürfte der Seitwärtstrend nun auf etwas niedrigerem Niveau fortgesetzt werden. Das Beste was man jetzt machen kann dürfte wohl Urlaub sein, und abwarten wie sich die Lage weiterhin entwickelt. Es gibt durchaus Phasen an den Weltbörsen in denen auch ich es langweilig oder ermüdend finde vor den Monitoren zu sitzen, wenn auch nur selten 😉

Die ausgegebenen Ziele von gestern dürften weiter Gültigkeit haben. Zunächst dürfte der deutsche Leitindex die 5.900 bis 5.850 Punkte im Visier haben, später dann eventuell erneut die 5.700 Punkte Marke. Beim S&P 500 wurde nach meinen Beobachtungen nun die letzte Barriere bei 1.065 Punkten gebrochen. manche Marktteilnehmer sehen noch eine leichte Unterstützung bei 1.056 Punkten und 1.038 Punkten, diese sind aber nicht wirklich ernst zu nehmen. So bitter das auch klingen mag, so richtig halt könnte der S&P 500 eventuell erst bei 940 Punkten wieder finden, was wir natürlich alle nicht hoffen wollen. Ich gehe davon aus, dass die runde Marke von 1.000 Punkten die Händler eine Weile beschäftigen sollte, und hier dann die weitere Entscheidung zwischen wieder steigenden oder weiter fallenden Kursen stattfindet.

Sollten also die Börsen heute nicht mehr nach oben drehen, wovon ich ausgehe, muss man sich wohl auf das oben beschriebene Szenario einstellen. Ich habe gestern auch meine Restbestände verkauft und behalte lediglich die Aktien von Washington Mutual , YRC Worldwide und Dryships im Depot, und habe sogar einen kurzfristigen Neukauf getätigt…aber dazu später mehr im Blog..

Richtungsloses Geplänkel

Die letzte Börsenwoche hatte es in sich! Anleger dürfte weiterhin verunsichert über die weitere Entwicklung an den Weltbörsen sein, und die Umsätze bleiben auch in dieser Woche wieder schwach. Die große Sorge vor einem „Double Dip“ der US-Wirtschaft dürfte sich nach der Veröffentlichung der schlechten Daten in der vergangenen Woche wieder etwas verstärkt haben. Nicht nur die Arbeitsmarktdaten lassen darauf schließen, dass die USA noch lange nicht die Wende zum Positiven vollzogen haben, sondern auch der erneut stark eingebrochene Philly Fed Index signalisiert wieder Stagnation. Auch wenn die US Indizes sich am Freitag noch deutlich von ihren Tiefstständen lösen konnten bleibt ein fader Beigeschmack. Fast alle wichtigen Unterstützungsmarken wurden unterschritten. Beim S&P 500 haben die 1.065 Punkte gerade noch gehalten. Danach kommt lange nichts mehr…

Für den Dax sieht die Situation ähnlich dramatisch aus. Mit dem Erreichen, bzw. Unterschreiten der runden Marke von 6.000 Punkten hat sich das Chartbild wieder deutlich eingetrübt. Kann diese psychologisch Wichtige Chartmarke nicht gehalten werden, droht ein weiterer Rücksetzer in Richtung 5.900 oder 5.850 Punkte, später eventuell sogar wieder 5.700 Punkte. Viel weiter sollte es nach meiner Meinung aber nicht runter gehen. Noch besteht allerdings die berechtigte Chance, dass sich der Markt nun auf diesem ermäßigten Niveau wieder fangen kann. Die Bilanzsaison ist nun beendet und es fehlt dem Markt an weiteren Impulsen. Von konjunktureller Seite könnte ab Mittwoch Unterstützung kommen.Der Ifo-Index wird wieder einmal veröffentlicht, und gibt Auskunft über die Stimmung in der deutschen Wirtschaft.

Am Mittwoch werden ebenfalls die Auftragseingänge für langlebige Güter in den USA für den Monat Juni veröffentlicht, am Freitag folgen dann die Zahlen zum Verbrauchervertrauen der Universität Michigan, und die Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal. All diese Daten können Sie in unserem Realtime Börsenkalender nachsehen. Hier werden die Ergebnisse und  Konjunkturdaten unmittelbar nach der Veröffentlichung angezeigt. Sprich Sie müssen nicht mehr lange nach der Nachricht suchen, die die Kurse schon lange bewegt hat, was oftmals ein entscheidender Vorteil sein kann.

Ich erwarte, dass heute zumindest noch einmal die 6.000er Marke getestet wird. Die Tage nach einem Verfallstag sind meistens geprägt durch entsprechende Positionsumschichtungen, die sich noch bis zu Mitte der Woche hinziehen können. Eine entscheidende Richtungsänderung erwarte ich somit auch nicht vor Mitte/Ende der Woche. Für den Dax heißt dies nun, dass in den kommenden Tagen wohl die Marke von 6.065 auf der Oberseite als Widerstand fungiert. Erst wenn dieses Niveau wieder nachhaltig überschritten werden kann sieht es wieder freundlicher aus. Ich bleibe also vorsichtig, und warte an der Seitenlinie auf die richtige Gelegenheit, bzw. eine Entscheidung in die ein- oder andere Richtung. Auch mit kurzfristigen Tardes ist nur sehr schwer Geld in so einer Situation zu verdienen..

Trading Update – VW, Porsche, Continental sind raus!

Der gestrige Handelstag war mal wieder ein Paradebeispiel für die Launenhaftigheit der Diva Börse. Zunächst deutete in Asien und Europa nun alles auf wieder deutlich steigende Kurse hin, bis dann gegen 14:30 Uhr die neuesten Arbeitsmarktdaten aus den USA veröffentlicht wurden. Diese lagen mit 500.000 neuen Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung in der vergangenen Woche wiedermal, und fast schon erwartungsgemäß, höher als erwartet. Marktteilnehmer hatten mit einem leichten Rückgang von 488.000 auf 475.000 gerechnet. Aber das war noch nicht das eigentliche Problem. Wenig später, gegen 16:00 Uhr wurde der Philly Fed Index veröffentlicht, und der war mit Minus 7,70 Punkten eher als katastrophal zu bezeichnen. Nach 13 Monaten im positiven Terrain ist der Index nun wieder in den negativen Bereich abgetaucht und signalisiert eine Rezession in den USA. Also genau das was Ben Bernanke bereits vor Tagen angedeutet hatte…

Die Stimmung an den Börsen dürfte damit deutlich gekippt sein, und man muss abwarten wie sich der Markt heute an dem kleinen Verfallstag verhalten wird. Aus charttechnischer Sicht befinden wir und nun am unteren Rand des Aufwärtstrend im S&P 500 der momentan bei 1.069 Punkten verläuft. Fällt auch diese Marke dürfte die von uns im unserem Börsen Newsletter prognostizierte Korrektur unmittelbar bevor stehen.Im DAX sieht die Situation sogar noch etwas dramatischer aus. Durch den gestrigen Kursrutsch wurde der gültige Aufwärtstrend nach unten durchbrochen. Die Marken von 6.165, 6.150, 6,120 und 6.080 wurden allesamt überrannt. Die momentane Unterstützung liegt bei ca. 6.062 Punkten. Kann der Deutsche Leitindex also heute nicht wieder in den Trendkanal zurückfinden, dürfte es auch hier noch etwas tiefer gehen.

Wie bereits geschrieben, am heutigen Verfallstag ist alles möglich, auch eine deutliche Gegenbewegung nach oben. Der Dax dürfte heute zur Eröffnung wieder in den Trendkanal zurückfinden, die Basis verläuft hier bei ca. 6.075 bis 6.080 Punkten. Ob dies nachhaltig sein wird kann derzeit nicht seriös beurteilt werden. Seit gestern hat sich die Wahrscheinlichkeit für eine erneute Korrektur der Märkte deutlich erhöht.  Ich rechne aber nicht damit, dass die Korrektur wesentlich unter die 5.850 Punkte Marke führen würde. Dennoch belieben wir zunächst an der Seitenlinie. Unsere Tradingpositionen bei VW, Porsche, Continental sind gestern ausgestoppt worden, bei Klöckner& Co. sowie HeidelbergCement haben wir die Positionen auf die Hälfte reduziert.

Kenne Sie schon unseren Realtime Börsenkalender ? Hier bekommen Sie in Echtzeit alle kursrelevanten Wirtschaftsnachrichten und Konjunkturdaten, was an Tagen wie gestern durchaus sehr hilfreich sein konnte..

Porsche Aktie – kurz vor dem Ausbruch?

Die Vorgaben aus Asien waren heute nach längerer Zeit mal wieder durchaus freundlich, auch hier scheint nun zumindest eine technische Erholung nach den Verkäufen der letzten Tage eingesetzt zu haben. Der heutige Tag dürfte mal wieder entscheidend für den weiteren Verlauf der Börsen sein. Bereits zum zweiten Mal wurde gestern im S&P 500 die wichtige Marke von 1.100 Punkten getestet, konnte aber nicht überwunden werden. Der momentane Kampf zwischen Bullen und Bären ist deutlich spürbar, auch heute gibt der DAX und der Globex Future nach einer zunächst sehr freundlichen Eröffnung wieder deutlich nach.

Es würde mich nicht wundern wenn das Verlaufsmuster der Indizes heute erneut so aussehen würde wie in den beiden vergangenen Tagen. Solide Eröffnung, dann Gewinnmitnahmen bis um ca. 10:30 Uhr, Test der Unterseite, danach weiterer langsamer Anstieg, nach US Börsenbeginn neuer Tests Oberseite… Ein nahezu klassisches Verlaufsmuster also vor einer Entscheidung. Hinzu kommt noch, dass laut unserem Börsenkalender, heute um 14:30 Uhr die US Arbeitsmarktdaten erwartet werden, sowie im späteren Verlauf die Veröffentlichung des Philly Fed Index. Die Befürchtungen der Anleger vor erneut schlechten Daten vom US Arbeitsmarkt ist wohl auch verständlich. Morgen ist zudem noch kleiner Verfallstag für Futures und Optionen, was normalerweise auch für stärkere Schwankungen in den einzelnen Aktien sorgen kann.

Alles in allem also weiterhin eine unruhige, aber auch sehr spannende Situation. Für Daytrader dürften dies momentan geradezu paradiesische Zustände sein. Für mittelfristig orientierte Anleger bleibt die Marktlage extrem schwierig. Achten Sie auf die wichtigen Marken im Dax bei 6.150 Punkten auf der Unterseite und 6.230 Punkten als möglicher Ausgangspunkt für einen nachhaltigen Ausbruch nach oben. Im S&P 500 ist die 1.100 Punkte Marke die momentane Hürde die es zu überwinden gilt. Kann der S&P sogar über 1.120 Punkten schließen dürfte das Bild deutlich bullish werden. Fällt er hingegen nachhaltig unter die 1.069 Punkte Marke sollte man sich vom Markt erst einmal verabschieden. Auch die 1.085 Punkte spielen eine wesentliche Rolle als Unterstützung. Hier hat der Markt die letzten Male immer wieder nach oben gedreht.

Die Angst der Anleger, vor einem erneuten Abtauchen der Wirtschaft in die Rezession ist weiterhin groß. Insbesondere die instabile Lage am Arbeitsmarkt in den USA, aber auch die jüngsten Aussagen von Fed Chef Ben Bernanke haben erneut für Verunsicherung gesorgt. Sicherlich ist dies eine Situation der man Aufmerksamkeit schenken sollte. Nach wie vor decken sich diese Nachrichten aber nicht unbedingt mit den zuletzt gelieferten Unternehmensdaten. Etwas mehr als 77% aller Unternehmen im S&P 500, haben im abgelaufenen Quartal deutlich bessere Zahlen geliefert als dies vom Markt erwartet worden ist. In Deutschland sieht die Situation ähnlich aus, die Wirtschaft brummt, insbesondere der Export. Die Stimmung bei den Anlegern ist also deutlich zu pessimistisch!

Auch wir rechnen grundsätzlich in den kommenden zwei Monaten noch einmal mit einem etwas stärkeren Rücksetzer an den Börsen, der aber eher der Saisonalität der Börsen geschuldet sein dürfte, als den Fundamentaldaten. Es ist zwar keinesfalls sicher, dass dies auch so eintreten muss, ebenso wenig wie der von uns danach erwartete deutliche Anstieg der Börsen. Aber die Wahrscheinlichkeit für ein solches Szenario nimmt immer weiter zu. Bis es soweit ist gehen wir weiter von einem erneuten kräftigen Anstieg aus, der eventuell noch einmal bis zu den Jahreshöchstständen führen könnte. Die Positionen in unserem Depot sind unverändert.

Nach wie vor bleiben die zu Beginn der Woche gekauften Tradingpositionen in VW, Porsche, Continental, Klöckner & Co. sowie HeidelbergCement und Phönix Solar unsere Favoriten für den jetzigen Anstieg. Insbesondere die Situation bei der Porsche Aktie ist hochinteressant. Bei ca 39,10 Euro befindet, ein nennenswerter Widerstand, der heute überwunden werden könnte. Gelingt es der Aktie im späteren Verlauf auch noch über 40,- Euro zu steigen winken weiter Gewinne bis zunächst 42,70 Euro. Ein Update zu den anderen Tradingpositionen folgt in Kürze..

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Volkswagen legt Streik in Mexiko bei

Gestern war es etwas unruhig bei der VW Aktie. Nach der Meldung, dass die Arbeiter im mexikanischen Werk Puebla mit einem Streik gedroht haben gerieten die beiden Aktiengattungen erneut unter Druck, konnten sich im späten Handel aber wieder deutlich erholen. Heute dann kam die Entwarnung. Die VW Konzernführung hat der Streik durch entsprechende Lohnzugeständnisse frühzeitig beigelegt. Insgesamt wurden den mexikanischen Facharbeitern 6,09 Prozent mehr Lohn zugesagt, was sicherlich nach einer ordentlichen Gehaltserhöhung klingt. . Bedenkt man aber, dass Volkswagen im laufenden Jahr dort 400.000 Fahrzeuge produzieren will, sprich ca. 100.000 Stück mehr als im Vorjahr dürfte sich die Gesamtbelastung für den Konzern relativieren..Zusätzlich zu der Erhöhung der Löhne erhalten die Arbeiter 670 Pesos jährlich in Lebensmittelgutscheinen was ungefähr 41, Euro entspricht.

Wägt man die möglichen Unkosten eines länger gehenden Streiks gegen die nun zugesagten Lohnerhöhungen ab, so dürfte nahezu sicher sein, dass es sich für Volkswagen bei der Lohnzusage um den besseren Deal handelt. Ohne die genaue Kostenstruktur in Mexiko zu kennen, kann ich mir aber verstellen, dass die Erhöhung der Löhne in einem sogenannten Billiglohnland wie Mexiko nicht wirklich ins Gewicht fallen werden. Wir rechnen heute wieder mit anziehenden Notierungen bei der Vorzugsaktie. Gestern wurden zur Eröffnung bereits die 79,- Euro Marke getestete. Kurzfristig sollten als 80,- Euro wieder erreichbar sein.

Moeller-Maersk – Vorbote für die Dryships?

Die größte dänische Reederei Moeller Maersk profitierte im abgelaufenen ersten Halbjahr deutlich von den wieder anziehenden Frachtraten und einem weiterhin steigendem Warenumschlag weltweit. Dies ist wieder einmal eine Nachricht die unter Anlegern besondere Beachtung finden sollte. Denn der Transportmarkt für Containerschiffe lag laut aussagen von Fachleuten auch in den letzten Monaten komplett danieder. Dem ist offensichtlich aber nicht so, oder zumindest nicht überall. Moeller-Maersk hat heute die Prognose deutlich angehoben und erwartet für das Gesamtjahr nun einen Gewinn von stolzen vier Milliarden Dollar. Damit liegt das prognostizierte Jahresergebnis deutlich über dem Jahr 2008, als die Welt für Reedereien noch fast in Ordnung war. Auch die Container tarife seine inzwischen wieder auf dem Niveau von vor zwei Jahren hieß es in der Pressemeldung. Dies deckt sich ebenso mit den Aussagen, die vor wenigen Wochen noch von Containerproduzenten gemacht worden sind.

Was genau kann man daraus ableiten? Erstens, es sieht in der Branche offenbar deutlich besser aus als von vielen angenommen. Zweitens gerade im Transportbereich könnten sich heute bereits die Gewinner von morgen finden lassen, wenn man weiterhin an eine wieder anziehende Weltkonjunktur glaubt, und Drittens ist es wichtiger denn je Stockpicking in interessanten Sektoren zu betreiben. Unser Favorit für den nächsten Aufschwung in dem Sektor ist und bleibt Dryships, neben der Aktie von Excel Maritim Carriers. Die Dryships Aktie hat ein schweres Jahr hinter sich. Neben den Auswirkungen der allgemeinen Finanzkrise musste das griechische Unternehmen einen Vertrauensverlust wegen der Griechenland/Euro Krise bewältigen und den Imageverlust von moderne Bohranlagen auf offener See, nach der Ölpest im Golf von Mexico verkraften.

Wir halten die Aktie inzwischen seit über einem Jahr immer mal wieder in unserem Depot, und sind nach wie vor davon überzeugt, dass hier einer der besten Rebound Kandidaten für die kommenden Monate schlummert. Zugegeben, bislang war dieses Investment nicht sonderlich prickelnd, aber gerade die zuletzt deutlich zurückgegangene Shortquote von immer noch 8% der Aktien könnte einen baldigen Ausbruch nach oben enorm beschleunigen. Momentan wird die Aktie in einer engen Range zwischen 4,30 und 4,70 Dollar gehandelt. Gelingt der Ausbruch über die 5,- Dollar Marke rechnen wir mit einem schnellen Anstieg in den Bereich um die 6,30 bis 6,50 Dollar. Fundamental dürfte die Drysips Aktie weiterhin sehr günstig sein. Das Management hat seine Hausaufgaben gemacht, und arbeitet weiter an der Entschuldung des Unternehmens. Höhere Frachtraten und mehr Umschlag von Waren sollten in den kommenden Monaten dabei helfen. Wer genügend Geduld mitbringen kann sollte sich die Aktie einmal näher anschauen.

Washington Mutual – Es darf wieder gezockt werden…

Bei der Aktie von Washington Mutual tut sich wieder einiges. Die Umsätze in der Aktie haben erneut stark zugenommen und der Aktienkurs ist erneut von unter 0,17 USD auf inzwischen über 0,20 USD geklettert. Grund für diese neue Euphorie könnte eine bislang unbeachtete Komponente des Übernahmepokers sein. Gerüchten zufolge soll die tatsächliche Übernahme durch das Investmenthaus JP Morgan noch gar nicht vollständig vollzogen worden sein. Als abschließender Termin für den Vollzug wurde hier in der Presse der 30.08.2010 genannt. Nun schöpfen Anleger neue Hoffnung, dass dieser Termin, nicht zuletzt auf Grund der erneuten und umfangreichen Prüfung der Umstände, die zur Übernahme geführt haben, erneut verschoben werden könnte. Dies würde dann wohl auch bedeuten, dass  die gesamte Übernahme durch JP Morgan noch ins wanken geraten könnte, sollte die Prüfung weitere Ungereimtheiten ergeben. Wie auch immer die Story weitergeht, eins ist sicher, langweilig dürfte es in den kommenden Wochen für WaMu Aktionäre nicht werden. Vielleicht gelingt ja letztendlich doch noch der ganz große Wurf!?!

Daytrading auf dünnem Eis

Ich rechne in dieser Woche, und besonders zum Wochenanfang, mit einer moderaten Gegenbewegung an den Aktienmärkten. Die Indizes sind zwar auch am Freitag noch einmal leicht gefallen, dennoch konnte sich der Großteil der deutschen Aktien bereits wieder von den Tiefstständen der Woche erholen. Einige Schwergewichte sorgten in den USA  zusätzlich für weitere Belastungen, allen voran wohl der Technik-Riese Cisco, aber auch Hewlett Packard und sogar Apple zeigten sich schwach. In der nun beginnenden Woche sollte auch im Technologiesektor wieder etwas Ruhe einkehren.Belastungsfaktoren könnte es hingegen zur Mitte der Woche vom Einzelhandel geben. Noch immer wirken die schwachen Konsumdaten aus den USA, und die hohe Arbeitslosigkeit als Bremse für die Börsen. In dieser Woche müssen nun gleich mehrere Einzelhandels- Schwergewichte aus den USA Ihre Zahlen präsentieren.

Erneut belasteten auch die jüngsten Aussagen von FED Chef Ben Bernanke den Markt, und schürten neue Befürchtungen bei den Anlegern weltweit, dass die USA erneut in eine Rezession schliddern könnte. Das gefürchtete Szenario des „double-dip“ ist nun wieder präsent, und in aller Munde. Der Mann kann einem schon fast Leid tun, denn es scheint egal zu sein was er in den vergangenen Monaten zu sagen hatte, die Reaktion der Börse ist fast immer die gleiche. Ich glaube nicht an ein solches Szenario, auch wenn ich mir in diesem Jahr noch einmal einen stärkeren Rücksetzer vorstellen kann, bevor es dann deutlich aufwärts geht! Es kann also schon bald wieder sehr lohnenswert sein sich gegen diese allgemeine Meinung zu positionieren…

In dieser Woche versuchen wir uns zunächst einmal vorsichtig wieder an ein paar kurzfristigen Trades. Wir setzen damit auf die Theorie, dass der S&P 500 bei ca. 1069 Punkten seinen vorübergehenden Boden gefunden haben sollte. Hier könnte nun eine zumindest technisch bedingte Gegenreaktion der Märkte einsetzen, solange keine extremen Störungen von konjunktureller Seite diese Bewegung dann wieder aufheben. Dennoch bleibt auch diese Woche erst einmal schwierig, und man sollte nur sehr vorsichtig, und mit einem überschaubaren Prozentsatz des Depots agieren.

Im Einzelnen sind unsere Positionen die bereits bekannten…VW Vz. zu 76,82 sowie Porsche zu 36,52 und Continental zu 45,52 Euro. Weiterhin würden wir ebenfalls auf Grund der zuletzt starken Zahlen einige Aktien von Klöckner & Co. sowie Phönix Solar in unser Depot aufnehmen. bereits am Freitag haben wir den wahrscheinlich finalen Ausverkauf bei der Aktie von HeidelbergCement genutzt um eine nun größere Position wieder aufzubauen. Auch aus charttechnischer Sicht wäre nun wieder Luft bis ca 40,- Euro bei dem Zementhersteller. Sollte das heute entstandene Eröffnungs–Gap bei Hochtief, unterhalb der 50,- Euro Marke, in den kommenden Tagen wieder geschlossen werden würden wir auch hier wieder eine erneute Position wagen.

Hochtief – mit Leighton weiterhin gut im Geschäft

Hochtief veröffentlichte heute das Zahlenwerk zum abgelaufenen Quartal. Der Bau- und Dienstleistungskonzern ist weiter auf Wachstumskurs, und vor allem dank weiterhin guter Geschäfte seiner australischen Tochter Leighton weiterhin gut im Geschäft. Der Konzerngewinn bei Hochtief stieg im zweiten Quartal auf 54,1 Millionen Euro nach 47,7 Millionen Euro im Vorjahr. Der Gewinn vor Steuern legte im gleichen Zeitraum von 166,8 Millionen Euro auf 181,0 Millionen Euro zu. Der Umsatz kletterte auf 5,078 Milliarden Euro, nach 4,771 Milliarden im Vorjahr. Damit übertraf nach Bilfinger Berger auch Hochtief bei allen Kennziffern die Schätzungen von Analysten. Es sieht bei weitem nicht so schlecht aus in der deutschen Baubranche, wie dass offenbar die meisten Analysten angenommen haben. Auch der Ausblick stimmt weiterhin. Hochtief verfügte Ende Juni über volle Auftragsbücher in Höhe von 42,519 Milliarden Euro, im Vorjahreszeitraum waren es lediglich 33,129 Milliarden Euro gewesen. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde leicht angehoben. Wie bereits mehrfach in unserem kostenlosen Börsen-Newsletter geschrieben, bleibt die Aktie nicht zuletzt auch aus charttechnischer Sicht hochinteressant…

Wienerberger – Angst vor den Zahlen

Bereits seit Tagen werden die Aktien der Wienerberger AG wieder abverkauft. Nach dem Zwischenhoch bei ca 11,20 Euro befindet sich der Aktienkurs des Weltmarktführers nun wieder deutlich unter der 10,- Euro Marke. Der Grund für diesen Kursverlauf könnte bei der Veröffentlichung der Quartalszahlen in der kommenden Woche zu finden sein. Offenbar wird hier auch von Analystenseite nicht viel gutes erwartet, so hat die Deutsche Bank beispielsweise Ihr Kursziel für den Ziegelhersteller, vor den Zahlen, nun von 15,- auf 12,50 Euro reduziert. Goldman Sachs sieht das kurzfristige Kursziel für die Aktie nunmehr nur noch bei 11,90 Euro, nachdem der Aktie zuvor noch das Erreichen der 16,50 Euro Marke zugetraut wurde.

Zugegeben, die aktuelle Bewertung des Unternehmens erscheint etwas ambitioniert, wenn man das KGV zugrunde legt, und sich die allgemeine Lage im Bausektor etwas genauer verinnerlicht, Dennoch halten wir den Kursverlauf aus kurzfristigen Trading-Gesichtspunkten momentan für durchaus interessant. Mit dem unterschreiten der 10,- Euro Marke dürfte das nächste Kursziel nun knapp über der Marke von 9,- Euro liegen. Genauer gesagt wäre bei 9,40 und 9,10 Euro ein möglicher Wendepunkt für die Aktie. Man sollte sich aber bewusst mache, dass dies zum einen auch ein neues Jahrestief bedeuten würde, und die Reaktion der Börse auf die tatsächlichen Zahlen derzeit nicht ab schätzbar ist. Wir nehmen die Wienerberger Aktie heute wieder auf unsere Watchlist und erwarten mit Spannung die Veröffentlichung des Zahlenwerks am 18.08.2010..

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