Author Archives: Lars

Solarrallye bei GT Solar, LDK, Suntech, Trina, Yingli und FirstSolar?

Ausgelöst durch die guten Nachrichten von GT Solar konnten im gestrigen US Handelsverlauf alle Solarwerte wieder deutlich zulegen. Bedingt durch positive Analystenratings sowie die generell verbesserte Einschätzung für die Branche konnten sich alle Aktien gestern aus dem seit Monaten vorherrschenden Abwärtstrend wieder etwas lösen. Die spannende Frage dürfte nun sein ob es auch den deutschen Aktien gelingen wird von diesem positiven Trend zu profitieren. Insbesondere die Anlagenbauer wurden in den USA mit den besten Ratings der gesamten Branche bedacht. Das sehen wir ja bekannte maßen ähnlich.

Mit Zuwächsen zwischen 5 und 8 Prozent meldeten sich die US Solarwerte gestern somit erneut zurück. Die Zeichen, das sich die Branche langsam auch an den deutschen Börsen wieder erholt mehren sich.. Heute dürften die Märkte erst einmal zu leichten Gewinnmitnahmen neigen, ein geschickter Einstieg in ausgewählte deutsche Solartitel könnte sich also in den nächsten Tagen auszahlen. Wie bereits mehrfach erwähnt sind unsere Favoriten im Solarsektor nach wie vor Centrotherm, Solar Millennium und Phönix Solar..

ProSieben und Hugo Boss… ist die Gier wieder da?

…wird heute offiziell vom Handelsblatt verkündet, und bezogen auf die beiden dabei im Artikel erwähnten Aktien Hugo Boss und ProSiebenSAT1 dürften die Verfasser auch recht haben. „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern“ lautet die Massage. Beide Unternehmen sind immer noch große finanzielle Probleme und einer extrem hohen Schuldenlast. Viel schlimmer noch sie befinden sich im Besitz eines Finanzinvestors der plant einen Gewinn aus dem baldigen Verkauf oder Teilverkäufen am Unternehmen zu machen. Nicht selten bleibt dann nach Abschluss der Transaktion nicht viel mehr übrig als eine nahezu leere Hülle des Unternehmens. Im Volksmund werden solche Leute auch Heuschrecken genannt. Ungeachtet dessen schmeißen Anleger momentan reihenweise Ihr sauer verdientes Geld in die Aktien dieser Unternehmen. Nun, es dürfte klar sein das diese Investitionen früher oder später ins wanken geraten werden. Fundamental begründet sind sie wohl eher nicht.

Das die Gier an den Märkten zurück ist kann ich so nicht bestätigen. Viel mehr beobachtet man immer noch Zurückhaltung was man unter anderem an den dünnen Umsätzen erkennen kann. Gier wird dann zu sehen sein wenn der Dax auch die nächste Marke nach oben genommen hat und somit die Pessimisten wieder in Aktien investieren lässt. Dann werden die die etwas mutiger waren und bereits vor Monaten eingestiegen sind teilweise denken, dass sie unverwundbar sind. Sie werden leichtsinnig und vergessen Ihre selbst auferlegten Regeln und machen Fehler. Dann wenn alle wieder von der Wahnsinnsrallye reden, und man in der Bildzeitung entsprechende Schlagzeilen auf Seite eins findet… dann kehrt die Gier zurück! Und wie immer folgt darauf die Angst und die Panik. Es ist der ewige Kreislauf der Börse, ähnlich wie Ebbe und Flut.

Das gilt auch für die beiden Aktien von Hugo Boss und ProSieben, nur wahrscheinlich deutlich früher als beim Gesamtmarkt. Man sollte nicht vergessen dass auch die Angst seltsame Blüten treibt. Noch immer gibt es deutlich unterbewertete Unternehmen im Markt deren Aktien sich seit den Tiefstständen  kaum bewegt haben. Noch immer liegen die Perlen auf dem Grabbeltisch. Machen Sie nicht den Fehler einem überkauften Trend hinterher zu laufen, sondern konzentrieren Sie sich auf die Perlen von morgen…Die Gier ist noch lange nicht zurück!

Trading Update UPS, Dryships, Excel Maritime Carrieres

Die schon länger von mir angestellte Vermutung das es in der Logistikbranche deutlich besser aussieht als angenommen scheint sich mit der Veröffentlichung der jüngsten Quartalszahlen von UPS nun allmählich zu bestätigen. Der US Paketdienst United Parcel Service verdiente im abgelaufenen Quartal 71 Cent je Aktie und damit 37 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.Damit übertraf UPS die Erwartungen des Marktes um satt 25 Prozent. Von den Analysten war lediglich ein Gewinn je Aktie in Höhe von 57 Cent erwartet worden. Die wohl wichtigste Erkenntnis aber ist das dieses Wachstum nicht nur durch die im letzten Jahre eingeleiteten Sparmaßnahmen getrieben wurde, sondern auch reales Wachstum in Form einer Umsatzsteigerung von 6 Prozent erzielt wurde. UPS-Aktien steigen im nachbörslichen US-Handel um 4,7 Prozent. Bereits im regulären Börsenhandel hatten sie 0,9 Prozent hinzugewonnen und bei 65,52 Dollar den höchsten Stand seit Oktober 2008 erreicht.

Dies bringt mich auch gleich zu ein paar Werten aus der Logistikbranche die ich bereits im Depot habe. Nach wie vor halte ich die Titel von Dryships und Excel Maritime Carriers für mittelfristig sehr aussichtsreich. Die Branche leidet immer noch unter relativ hohen Ausfallraten und Finanzierungsnöten, dennoch dürfte die wieder anziehende Weltkonjunktur und hier natürlich insbesondere Chinas ungebremstes Wachstum auch hier bald wieder für Besserung sorgen. China hat heute wieder bekannt die Entwicklung des Bruttoinlandproduktes für das abgelaufene erste Quartal veröffentlicht. Dies lag mit 11,9 Prozent wieder deutlich über den Schätzungen und so hoch wie seit dem Jahr 2007 nicht mehr.

Noch interessanter ist allerdings die momentane charttechnische Situation bei Dryships und Excel. Beide Werte sind vor kurzem aus dem mittelfristigen Abwärtstrend nach oben ausgebrochen. Bei weiter steigenden Kursen über die sieben Dollar Marke besteht also eine berechtigte Hoffnung auf nachhaltig steigende Kurse in Richtung der letzten Höchststände. Dies wäre bei Dryships ein Kursziel von ca. 11,50 Dollar sowie bei Excel Maritime Carriers ca 10,- Dollar. Sollten Sie also auf der Suche nach interessanten Aktien aus dem Logistikbereich sein dürften diese beiden Aktien in jedem Falle einen genaueren Blick wert sein… Die Aktie von Dryships ist wesentlich liquider und dürfte für vorsichtige Anleger die bessere Wahl sein.

Trading Update HeidelCement, VW, Porsche, Conti. Klöckner, Centrotherm, Solar Millennium, Swiss Re

die Aktienmärkte wollen weiter nach oben! Von echter Schwäche ist nach wie vor nichts zu sehen, weder im Dax noch bei den US Indizes. Der Dow Jones hat sich auch gestern wieder berappelt und über der wichtigen Marke von 11.000 Punkten geschlossen. Mit den heutigen guten Vorgaben von Intel und ASML dürften sich also auch sie US Indizes, allen voran der Nasdaq, auf zu neuen Höhen machen. Beim S&P 500 ist die Konstellation nicht minder interessant. Ein Überwinden der 1.200 Punkte Marke würde neues Potenzial bis 1.300 Punkte schaffen! Aber nun zu den einzelnen Depotpositionen..

Allen voran dürfte die weitere Entwicklung der Aktie von HeidelbergCement interessant sein. Nachdem die UniCredit und die Commerzbank  insgesamt 4,48 Millionen Aktien des Baustoffherstellers am Markt platzieren haben kann sich die Aktie bereits heute wieder stark erholen. Mit dem Überschreiten der Marke von 44,15 Euro zeigt auch der Chart wieder ein deutlich freundlicheres Bild. Das letzte Hoch bei 44,60 wurde heute bereits wieder getestet, und wir gehen nun, nach Überwinden dieser Marke von weiter steigenden Notierungen aus. Unsere weiteren Kursziele sind nun 46,70 Euro sowie 48,20 und  52,- Euro.

Bei Volkswagen war, oder ist, bedingt durch die Kapitalerhöhung immer noch etwas Unruhe im Kurs. Die neuen Stücke wurden nun in die Depots eingebucht und dies sollte auch mittelfristig wieder für etwas mehr Stabilität sorgen. Heute wurde noch einmal die Platzierung einer Anleihe in Höhe von 30 Millionen Euro bekannt gegeben. Dies hat die Anfangsgewinne wieder abbröckeln lassen. Allmählich dürfte nun aber die Kapitalmaßnahmen bei Volkswagen beendet sein und Tagesgeschäft sollte wieder etwas mehr in den Fokus der Anleger rücken. Operativ hat der bald weltgrößte Autokonzern einiges zu bieten. So konnte beispielsweise in China die Zahl der abgesetzten Automobile konzernweit deutlich um 60% gesteigert werden. Die Volkswagen AG verkaufte somit 362.874 Autos was einer Steigerung um 53 Prozent entspricht, während die Verkäufe bei Audi um 77 Prozent auf 51.449 Wagen zulegen konnte. Fundamental beliebt VW auch durch die expansive Politik in die Schwellenländer einer der interessantesten Kandidaten aus dem Automobilsektor. Unser Kursziel liegt nach wie vor deutlich jenseits der 80,- Euro Marke!

Ebenso positiv sind wir nach wie vor für die beiden Aktien von Porsche und Continental gestimmt. Die Porsche Aktie befindet sich nach dem starken Rücksetzer am 08.04 wieder in einem Aufwärtstrend der nach dem Überwinden der Marke von 46,- Euro bis in den ersten Zielbereich von 47,50 Euro wo die 200 Tage Linie liegt führen sollte. kann diese überwunden werden dürfte auch einem erneuten Anstieg über die 50,- Euro Marke nichts mehr viel im Wege stehen. Bei Continental wurde ebenfalls die Unterstützung bei 36,- Euro noch einmal mustergültig getestet. Seitdem hat auch die Conti Aktie wieder nach oben gedreht und dürfte nun zunächst einmal das letzte Hoch bei 38,80 Euro anpeilen. Auch hier besteht eine gute Chance das diese Marke nun wieder genommen werden kann was wohl im Anschluss zu Kursen um die 40,- Euro führen dürfte. Mittelfristig sind Kurse zwischen 42,- und 45,- Euro hier wieder denkbar.

Der Kurs des Stahlhändlers Klöckner & Co. schwächelte in den letzten Tagen wieder etwas nachdem das durchschnittliche Kursziel der Analysten mit 24,- Euro erreicht wurde. Dies lag zum einen an den verständlichen Gewinnmitnahmen nach der starken Performance der letzten Wochen, zum anderen aber an dem schwachen Marktumfeld. Heute sollte sich auch das Bild bei der Klöckner Aktie wieder deutlich aufhellen. Bei 22,- Euro liegt eine solide Unterstützung. Auch die Analysten setzen Ihre Kursziele immer weiter nach oben da Klöckner wohl einer der großen Profiteure von den aktuellen Entwicklungen am Stahlmarkt sein dürfte. Auch die Analysten der UBS haben heute das Kursziel für Klöckner & Co von 25,00 auf 30,00 Euro angehoben und die Einstufung auf “Buy” belassen.

Bei den beiden Solartiteln in unserem Depot lief es bislang nicht ganz so prickelnd, wir betrachten aber auch das nur als eine vorübergehende Erscheinung. Im Gegensatz zu den klassischen Werten wie Solarworld und Q-Cells setzten wir in diesem Segment eher auf Spezialthemen wie Anlagenbau und Solarthermie. Mit Centrotherm und auch Solar Millennium sehen wir uns hier immer noch bestens positioniert. Die internationale Ausrichtung der beiden Unternehmen sollte sich mittelfristig auszahlen. Während Centrotherm verstärkt nach Asien expandiert hat sich Solar Millennium an einer Vielzahl von Projekten beteiligt. Allen voran natürlich das Desertec Projekt.

Genaueres kann man dem Geschäftsbericht, den ich seit gestern auf dem Schreibtisch habe, entnehmen. Seit der Lektüre dieses wirklich sehr informativ und schön gemachten Werkes bin ich mehr denn je davon überzeugt das es sich hier um eine der langfristig interessantesten Unternehmen aus dem deutschen Solarsektor handelt! Der momentane Kursverlauf ist nicht zuletzt den schwachen Umsätzen in der Aktie geschuldet und sollte nicht überbewertet werden. Mein persönliches Kursziel bleibt erst einmal bei 22,40 Euro. Zwischen 24,- und 28,20 Euro wurde bei der Verkaufspanik um Utz Claassen ein riesiges Gap gerissen. Dieses sollte dann bis zum Herbst wieder geschlossen werden wenn die Unsicherheiten über die Bilanzierung der letzte Geschäftsjahre beseitigt werden können..

Abschließend bleibt noch die Aktie der Swiss Re oder Schweizer Rück, die sich nach dem Rücksetzer wieder deutlich erholen konnte. Zwar wurde das zuvor ausgebildete neue Hoch bei 53,80 CHF bisher noch nicht ganz wieder erreicht, aber auch hier dürfte dies nur noch eine Frage von Tagen sein wenn die Märkte die vorherrschende Richtung beibehalten. Die Unterstützung liegt aktuell bei 51,80 CHF, das Kursziel ist vorerst bei 56,40 CHF. Lassen Sie die Gewinne laufen, Ende der Woche sollten dann die Stopps wieder etwas nachgezogen werden..

Wird bei Solarworld und Q-Cells gezockt?

Die Kursbewegungen bei den beiden Titeln von Solarworld und Q-Cells muten derzeit etwas komisch an um es mal vorsichtig zu formulieren. Fast schon könnte man den Eindruck gewinnen das hier ein oder mehrere Börsendienste Ihre Finger im Spiel haben. Fundamental gibt es nichts Neues, dennoch konnten beide Aktien gestern deutlich zulegen. Die erste technische Reaktion auf die stark gefallenen Kurse der vergangenen Wochen war bereits und dürfte nicht mehr viel mit der aktuellen Situation zu tun haben. Grundsätzlich hat sich auch an unserer Einstellung über die nahen Zukunftsaussichten der beiden Unternehmen nicht viel geändert. Anleger sollten in jedem Falle vorsichtig agieren, denn es kann genauso schnell wieder runter gehen wie es gestern rauf ging. Sollte der Gesamtmarkt irgendwann demnächst einknicken, dürfte dies bei den Solartiteln ebenfalls oder gerade deutliche Spuren hinterlassen. Wenn Sie also bei Solarworld oder Q-Cells mitspielen wollen arbeiten Sie hier mit engen Stopps!

UBS setzt Klöckner & Co Kursziel auf 30,- Euro

Der Kurs des Stahlhändlers Klöckner & Co. schwächelte in den letzten Tagen wieder etwas nachdem das durchschnittliche Kursziel der Analysten mit 24,- Euro erreicht wurde. Dies lag zum einen an den verständlichen Gewinnmitnahmen nach der starken Performance der letzten Wochen, zum anderen aber an dem schwachen Marktumfeld. Heute sollte sich auch das Bild bei der Klöckner Aktie wieder deutlich aufhellen. Bei 22,- Euro liegt eine solide Unterstützung. Auch die Analysten setzen Ihre Kursziele immer weiter nach oben da Klöckner wohl einer der großen Profiteure von den aktuellen Entwicklungen am Stahlmarkt sein dürfte.

Auch die Analysten der UBS haben das Kursziel für Klöckner & Co von 25,00 auf 30,00 Euro angehoben und die Einstufung auf „Buy“ belassen. Der Stahlhändler sollte deutlich von den steigenden Stahlpreisen profitieren, schrieb Analyst Andrew Snowdowne in einer Branchenstudie vom Dienstag. Er habe seine Gewinnprognosen je Aktie für 2010 und 2011 um 17 respektive 20 Prozent angehoben. Erst kürzlich hatte auch die Commerzbank mit einem Kursziel von 28,- Euro Ihre Einschätzung für den Stahlhändler deutlich nach oben angepasst. Weitere werden folgen… Wir sind seit 16,50 Euro dabei und bleiben weiter investiert. Unser neues Kursziel für die Klöko Aktie liegt erst einmal bei ca 26,50 Euro

Intel und ASML beflügeln die Märkte

Während der gestrige Tag noch von den schwächer als erwarteten Zahlen des Aluminiumkonzerns Alcoa geprägt war dürften die neueste Nachrichten von Intel und ASML heute wiedermal für richtig gute Stimmung sorgen. Besonders der weltgrößte Chiphersteller konnte mal wieder mit ganz starken Quartalszahlen glänzen und dürfte den gesamten Technologiesektor heute unterstützen. Intel hatte nach Börsenschluss bei Umsatz und Ergebnis die Markterwartungen übertroffen und das beste erste Quartal seiner Geschichte gemeldet. Intel berichtete gestern Abend nach US Börsenschluss über das abgelaufene erste Quartal und konnte einen Gewinn von 0,43 Dollar pro Aktie ausweisen. Damit übertrifft der Chiphersteller die Erwartungen von Wall Street um 5 Cent. Der Umsatz liegt mit 10,3 Milliarden Dollar ebenso über den Konsensschätzungen der Analysten von 9,83 Milliarden Dollar.

Der niederländische Hersteller von Halbleiterproduktionsanlagen ASML hat seinen Umsatz und Gewinn im ersten Quartal 2009 ebenfalls deutlich steigern können. Die Netto-Erlöse ist von 184 Millionen Euro vor einem Jahr auf 742 Millionen Euro gestiegen. Der Überschuss beläuft sich auf 107 Millionen Euro nach einem Fehlbetrag von 117 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Firmenchef Eric Meurice erwartet nun einen Auftragseingang von 1,0 Milliarde was bei einer geplanten Gewinnmarge von 42 Prozent ordentliche Gewinne abwerfen dürfte.

HeidelCement, Alcoa, Klöckner & Co., CF Industries, Kali+Salz

Heute Morgen erreichte uns die Nachricht das die UniCredit und die Commerzbank  insgesamt 4,48 Millionen Aktien des Baustoffherstellers am Markt platzieren wollen. Angeblich soll die Transaktion bereits heute vor Handelsbeginn abgeschlossen sein. Bereits am Montag sollen die Aktien von institutionellen Investoren gekauft worden sein. Analysten rechneten erst einmal mit schwächeren Kursen. Die Aktien sollen zum Preis von 42,50 Euro platziert worden sein hieß es weiter. Dennoch hält sich der Aktienkurs der HeidelCement AG heute erstaunlich gut. Charttechnisch befindet sich die Aktie nach wie vor in einem leichten Aufwärtstrend, der oberhalb der Marke von 44,50 Euro deutlich steiler nach oben verlaufen sollte.

Das nun veräußerte Aktienpaket der beiden Banken stammte noch aus der Sanierungsphase des Unternehmens. Die finanzielle Schieflage des Konzerns, bedingt durch die Fehlspekulation von Adolf Merckle mit VW Optionen konnte damals nur durch Hinterlegung dieser Sicherheiten abgefedert werden. Objektiv ist dabei wohl zu bemerken das neben der gut voranschreitenden Sanierung des Unternehmens der Einfluss der Banken nun immer weiter abnimmt. Ich persönlich halte dies für eine weitere positive Entwicklung bei dem Unternehmen. Ebenso gilt die Aktie von Heidelberg Cement als einer der Favoriten für einen baldigen Aufstieg in den Dax. Auch hierfür könnte es sehr dienlich sein den Freefloat, und somit auch den Umsatz in der Aktie entsprechend wieder zu erhöhen.. Auf dem derzeitigen Niveau halte ich die Aktie sowohl fundamental, als auch charttechnisch für sehr interessant.

Stahlwerte stehen nach den jüngsten Prognosen für die Branche und der weiteren Anhebung der Stahlpreise wieder hoch im Kurs. Auch der etwas verhaltene Ausblick und die schwächer als erwarteten Alcoa Zahlen konnten daran bislang nicht viel ändern. Neue Nachrichten aus China sorgen ebenfalls für Freude bei den Anlegern von Stahlwerten. Demnach planen die Chinesen nun eigene Eisenerzprojekte in Afrika und Russland was mittelfristig die Versorgung mit dem Basismaterial Eisenerz für die Stahlkocher verbessern könnte und somit auch die Preise für diesen Rohstoff bald wieder sinken könnten. Dies dürfte dann natürlich auch langfristig die Margen der Stahlwerte wieder positiv beeinflussen. Weiterhin sind wir fest davon überzeugt das gerade die Aktie des Stahlhändlers Klöckner & Co. zu den großen Gewinnern dieser aktuellen Entwicklungen gehören dürfte.

Beim Düngemittelhersteller Kali + Salz läuft es erwartungsgemäß nicht ganz so gut. Ein weiterer Konkurrent hat gestern schlechte Zahlen verkündet. CF Industries lag mit seinen Umsatzprognosen nur am unteren Rand der Schätzungen und enttäuschte seine Anleger. Auch der Ausblick für das kommende Quartal blieb unter den Erwartungen. Der US Düngemittelhersteller rechnet weltweit mit einem Rückgang des Absatzes um sechs Prozent. Auch diese Nachricht dürfte sich also nicht unbedingt positiv auf den Aktienkurs der K+S Aktie auswirken. Wir hatten ja bereits vor ein paar Tagen eine Einschätzung dazu abgegeben und geschrieben das sich ein Einstieg in die Aktie derzeit nicht aufdrängt. Einstiegskurse unter 41,- Euro könnten dagegen langfristig interessant sein…wenn der Gesamtmarkt mitspielt!

Washington Mutual – bringt Ex Chef Kerry Killinger nun die Wende?

So langsam scheint sich ein weiterer kleiner Zock bei der Aktie von Washington Mutual anzubieten. Die Aktie der zerschlagenen ehemals größten Sparkasse der USA kommt so langsam wieder etwas in Schwung nachdem die Umsätze in der Aktie zuletzt stark abgenommen hatten. Grund für die leichten Kurssteigerungen heute ist eine morgen stattfindende Anhörung des ehemaligen Firmenchefs Kerry Killinger vor dem US Kongress. Killinger will aufzeigen, dass die Washington Mutual damals kurz vor der Zerschlagung durch den US Einlagensicherungsfond durchaus in der Lage gewesen wäre diese Krise zu meistern. Somit wäre eine Aufspaltung des Unternehmens und die anschließenden heftigen Verluste für die damaligen Aktionäre vermeidbar gewesen.

Sollte der ehemalige WaMu Chef dies plausibel erklären können. gibt es durchaus berechtigte Zweifel an der Notwendigkeit des Notverkaufes des Unternehmens an JP Morgan. Zumal der damals gezahlte Preis von 1,9 Milliarden Dollar immer noch Fragen aufwirft, da die vorhandenen Assets des Unternehmens nach Verbindlichkeiten ein Vielfaches der gezahlten Summe wert gewesen sind. Die Aufsichtsbehörde hätte somit damals deutlich überstürzt gehandelt und somit auch den Schaden erst verursacht. Die Aktionäre wurden im ersten Zuge der „Vergleichsverhandlungen“ bislang nicht berücksichtigt, und genau dies könnte sich nun ändern.

Ob es allerdings entsprechende Ausgleichszahlungen in Zukunft geben wird bleibt weiterhin ungewiss. Im ersten Anlauf der Wette auf ein vielfaches des derzeitigen Aktienkurses haben sich bereits reihenweise die Anleger die Finger verbrannt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch jetzt immer noch möglich, dessen sollten sich die „Mitspieler“ bewusst sein. Auf dem jetzigen Niveau halten wir aber nun einen Versuch mit einer kleinen Position Spielgeld für durchaus attraktiv, und haben uns bereits am Freitag entsprechend positioniert.

Kräftiger Absatzschub für VW, Audi und Mercedes in China

Bei Volkswagen läuft es zur Zeit den Umständen entsprechend rund. So hat der Autokonzern im ersten Quartal 60 Prozent mehr Autos in China verkauft als im Vorjahreszeitraum, wie heute bekannt wurde. Damit wurden sogar die eigenen Erwartungen der VW Führungsriege übertroffen. Im ersten Quartal dieses Jahres seien 457.259 Autos an chinesische Kunden ausgeliefert worden. Zu verdanken haben die Wolfsburger neben dem allgemein starken wirtschaftlichen Aufschwung in China den durch die chinesische Regierung geschaffenen Kaufanreizen für Fahrzeuge.

Die Volkswagen AG verkaufte somit 362.874 Autos was einer Steigerung um 53 Prozent entspricht, während die Verkäufe bei Audi um 77 Prozent auf 51.449 Wagen zulegen konnte. Auch bei Skoda liefen die Geschäfte rund. Skoda konnte sogar den Absatzg um 121 Prozent auf 42.707 Autos steigern.  Die VW Führung zeigte sich nun deutlich optimistisch, dass der Automarkt in China dieses Jahr deutlich stärker als bisher erwartet wachsen wird. Experten schätzen das der Gesamtmarkt für Pkw in diesem Jahr um 25 Prozent oder mehr zulegen soll. Auch Mercedes hatte vergangene Woche für das erste Quartal ein Verkaufsplus um 112 Prozent auf 23.610 Autos bekannt gegeben.

US Indizes – Woche der Entscheidung?

Mit einem deutlichen Schlussspurt verabschiedeten sich die amerikanischen Indizes am Freitag Abend ins Wochenende. Der Dow Jones kratze schon einmal an der so wichtigen Marke von 11.000 Punkten und ging mit 10.997,35 Punkten aus dem Handel. Der Nasdaq  befindet sich nun nur noch leicht unterhalb der wichtigen Marke von 2.500 Punkten und dem S&P 500 gelang mit 1.194,37 Punkten ebenfalls ein erneutes Jahreshoch. Noch am Donnerstag dürfte diese Entwicklung wohl von den wenigsten Marktteilnehmern erwartet worden sein. Die Mehrzahl rechnet mal wieder mit einer stärkeren Korrektur, und dies dürfte wohl auch der Hauptgrund dafür sein , dass diese nicht eintritt. Die kommende Börsenwoche dürfte wohl somit eine der spannendsten des Jahres werden. Nicht nur weil die Pessimisten vielleicht erkennen müssen das sie falsch lagen, und nun langsam das Lager wechseln müssen..

Bei aller Euphorie über die weiterhin positive Entwicklung sollte man aber auch immer das Negativ-Szenario im Auge behalten. Der Wind kann sehr schnell wieder drehen! Auch wenn die Belastungsfaktoren durch die PIGS Staaten, allen voran Griechenland, nun allmählich wieder abnehmen sollten da sich die Politik intensiv um eine praktikable Lösung bemüht, wird es in den kommenden Monaten wohl immer wieder Nachrichten geben die die Märkte verunsichern. Kalifornien bleibt für mich einer der schlimmsten Wackelkandidaten und hätte deutlich fatalere Auswirkungen auf die Weltwirtschaft als das wirtschaftlich kleine Griechenland…

Die Charttechnik warnt natürlich aktuell ebenfalls vor allzu großer Begeisterung für steigende Kurse. Wie immer gibt es auch eine negative Seite beim Erreichen charttechnisch relevanter Marken, nämlich die durchaus realistische Möglichkeit, dass genau hier die Kurse wieder nach unten abdrehen werden. Ich persönlich glauben genauso wenig an einen baldigen Absturz wie in der vergangenen Woche. Viel mehr halte ich an meiner Jahresprognose fest mit der ich weit außerhalb des allgemeinen Marktkonsens liege. Ich hoffe Sie haben die Nerven bewahrt und sich von dem kleinen Rücksetzer am Mittwoch/Donnerstag nicht einschüchtern lassen. Bleiben Sie vorsichtig und handeln Sie besonnen. Sollten die US Indizes in der kommenden Woche nach oben ausbrechen sieht die Börsenwelt schlagartig deutlich positiver und mittelfristig wieder ganz anders aus.

Mein Bloggerkollege Martin Brosy von Boersenpoint.de und ich beschäftigen uns gerade unter anderem mit Aktien verschiedener Batteriehersteller. Nachdem Kürzlich die Frage aufkam welche Firmen von der allgemeinen Apple iPad Hype profitieren könnten beschäftigt sich Martin neben der Firma Advanced Batterie nun mit dem schweizerischen Unternehmen IQ Power AG und hat hierzu eine Analyse erstellt. Martin Brosy wird ab nun die Wochenendausgabe des den Investors Inside Newsletter regelmäßig um eine Analyse bereichern, und wir freuen uns sehr, Sie liebe Leser, damit noch besser bei Ihren Anlagenentscheidungen unterstützen zu können sowie noch mehr qualifiziere Informationen und hochwertigen Content zur Verfügung stellen zu können. Am Mittwoch erhalten Sie dann über den Newsletter wieder ein Trading Update zu unseren einzelnen Depotpositionen…

Polaroid Chef Petters muß 50 Jahre hinter Gitter

Zu Gefängnisstrafen zwischen 1 Jahr und 6 Monaten und 3 Jahren und 6 Monaten wurden die Verantwortlichen um die Falk Fonds verurteilt. Damit hat die Staatsanwaltschaft München II, unter Führung des leitenden Oberstaatsanwalts Eduard Mayer, gezeigt das die Strafverfolgungsbehörden den Kapitalanlagebetrug hart bestrafen und Wirtschaftsdelikte bei denen Anleger geschädigt werden, nicht mehr mit Bewährungsstrafen abgeurteilt werden. Vergleichweise mild erscheinen diese Strafen wenn man den Blick auf die aktuellen Urteile in Amerika richtet.

Der ehemalige Besitzer des Fotokonzerns Polaroid muss wegen Betruges für 50 Jahre ins Gefängnis, ein Gericht in St. Paul, US Bundesstaat Minnesota, befand Tom Petters für schuldig, durch ein „SCHNEEBALLSYSTEM“ einen Schaden von mehr als 3,5 Milliarden US Dollar angerichtet zu haben. ( Quelle: dpa-AFX ) Persönlich halte ich ein solches Strafmaß für angemessen, bedenkt man die vielen Einzelschicksale und teilweise ruinierten Leben die dahinter stehen!

Der Betrug, der im Jahr 2008 aufgeflogen war, der damals bereits angeschlagenen Firma Polaroid den Rest gegeben und in die Insolvenz gestürzt. Petters hatte damals über seine Firma im großen Stil Geld von Anlegern eingesammelt. Dem Versprechen ordentlicher Renditen folgte aber dann nur das der ganze Betrug irgendwann aufflog. Petters hatte regelmäßig ordentliche Beträge des Geldes abgezweigt, um damit seinen luxuriösen Lebensstil zu finanzieren. Die Lücken stopfte er durch die Einlagen von neuen Investoren.

Im direkten Vergleich ist das deutsche Strafrecht also bisher äußerst human gegenüber Anlagebetrügern gewesen, was sich allerdings angesichts der aktuellen Probleme und zunehmender Eigenverantwortung bei der Altersvorsorge nun auch geändert hat. Schneeballsysteme, die auch bei uns unzulässig und strafbar sind, liegen vor wenn Anleger regelmäßig Geld in einen Fond einbezahlen, und dieses Geld dann verwendet wird um den Anlegern hiervon eine Rendite zu bezahlen…leider keine Seltenheit in der Fondsbranche. Prüfen Sie daher genau und vor allem regelmäßig die Mittelszuflüsse und Abflüsse Ihrer Beteiligungen!

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