Author Archives: Lars

Über die Gier, das Chaos und viel Geld…

Welche Voraussetzungen braucht man, um Day-Trader zu werden? Das ist eine Frage, mit der sich Jochen Steffend kürzlich beschäftigt hat und die Ihm in dieser oder anderer Form immer wieder gestellt wird. Natürlich ist sie so einfach kaum zu beantworten. Die Erfordernisse sind höchst individuell. Auch das, was die verschiedenen Menschen sich unter dem Begriff „Trader“ vorstellen, unterscheidet sich bereits.

Zwischen Schein und Sein
Das erste Problem ist, dass die Vorstellungen der Fragenden oft meilenweit von jedweder Realität entfernt sind. Nun gehöre ich nicht zu den Börsianern, die das Leben eines Traders in schillernden Farben beschreiben, denn das ist Unsinn.

Yacht und Südsee
Ich kann mich noch gut erinnern, als ich nach den ersten Erfolgen langfristiger Investitionen ermutigt den Entschluss fasste, mich dem kurzfristigen Traden zu widmen. Zu dem Zeitpunkt, war ich mir vollkommen sicher: Es würde ein, höchstens zwei Jahre dauern – wenn überhaupt – bis ich auf einer Jacht durch die Südsee schippern würde und jeden Tag mit ein oder zwei Trades mein ansonsten ausschweifendes Leben finanzieren würde…

Es gab sogar eine Zeit, in der es zu funktionieren schien (vor dem Jahr 2000). Doch wenn ich nun nach so vielen Jahren auf meine Traderkarriere zurückblicke, muss ich leider feststellen, dass die Realität sich kaum weiter von meinem damaligen Traum hätte entfernen können.

Zeit – viel Zeit
Statt Südsee und Luftschlössern blieben unzählige Stunden harter Arbeit. Ich habe zeitweise jeden Tag, jedes Wochenende, ohne Urlaub, 12 bis 16 Stunden am Tag vor den Monitoren gesessen. Das alles nur, um dieser Börse endlich ihre Geheimnisse abzuringen. Das ging über Jahre – bei mir waren es in dieser extremen Form in etwas fünf Jahre.

Und das ist die erste Voraussetzung: Zeit – sehr viel Zeit. Rechnen Sie mit durchschnittlich fünf Jahren Zeit bei täglicher Beschäftigung.

Geld – viel Geld
Und damit kommt das nächste Problem: Wovon lebt man in dieser Zeit, zumal man oft gerade am Anfang noch Verluste erleiden wird. Diese müssen auch finanziert werden. Ich habe letztens noch einmal nachgerechnet, wie viel mich die (autodidaktische) Ausbildung zum Trader eigentlich gekostet hat. Wenn ich die Kosten für Lebensunterhalt, die anfänglichen Verluste und sonstigen Ausgaben zusammenrechne, komme ich auf einen Betrag von 120.000 DM, also ca. 60.000 Euro. Gut, das entspricht in etwa den Kosten eines kompletten Studiums (je nach Studiengang und Stadt).

Geduld und Durchhaltevermögen
Tatsächlich gelingt es aber nur wenigen Menschen, mehrere Jahre ohne Erfolgserlebnisse durchzuhalten. Ich vermute, man muss schon einer gewissen Form des Börsenwahnsinns verfallen sein, um immer und immer wieder neue Methoden und Herangehensweisen, neue Börsen, neue Indikatoren, neue charttechnische Modelle und neue Theorien auszuprobieren, bis man in dem großen Fundus an Börsenmüll die Dinge gefunden hat, die funktionieren. Tatsächlich gibt es wahrscheinlich kaum einen anderen Beruf, bei dem man noch mehr Misserfolge erleiden muss, um zur Meisterschaft zu gelangen. Wenn ich heute überlege, welchen abstrusen Ideen und seltsamen Thesen ich gefolgt bin. Aber gut, das gehört wohl dazu.

Charakterliche Stärke
Und wenn Sie all diese Hürden überwunden haben (oft schon früher), erscheint das große Börsenduo, das letzten Endes die Spreu der Trader vom Weizen trennen: Gier und Angst. Korrekter muss es heißen Gier und Selbstüberschätzung und Angst und Misstrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Nach all den Tief- und Rückschlägen, nachdem viel Geld verloren wurde und die Börse sich immer wieder weigert, Regelmäßigkeiten aufzuweisen, erstarren viele Trader-Anwärter in Angst. Angst vor dem nächsten Trade, Angst vor dem Verlust und noch schlimmer, die Angst davor, dass ein Gewinn wieder ins Minus läuft.

Diese Angst veranlasst die arme Traderseele, zu schnell auszusteigen, wenn es gegen sie läuft. Es verhindert, dass Gewinne laufen gelassen werden (sprich sie werden schnell realisiert, damit sie nicht wieder in sich zusammenbrechen). Diese Angst verhindert, dass Trades eingegangen werden, die lukrativ sind, weil man nach einer nicht existenten Sicherheit sucht. Diese Angst und das daraus resultierende Misstrauen in die eigenen Fähigkeiten kann aus einem guten Trader ein Traderwrack machen – unfähig zu handeln.

Die Gier
Doch noch diffiziler agiert die Gier. Wenn sich dann irgendwann Gewinne einstellen, werden viele Trader übermütig. Zunächst sind es die kleinen gierigen Euphorien. Nach einer guten Woche will man mit dem einen letzten Trade nun richtig absahnen. Das sind natürlich meistens die Trades, die vollkommen in die Hose gehen und den Wochengewinn wieder vernichten. Wie oft ist es die Gier, die verursacht, dass man nach einer guten Phase das Risiko hoch- und die Schutzmechanismen runterfährt? Es gibt Trader, die seit vielen Jahren immer über Wochen gute Gewinne machen, um dann durchzudrehen. In wenigen Tagen wird daraufhin die Arbeit von Wochen, zum Teil sogar Monaten zunichte gemacht.

Gier im Endstadium
Aber das ist noch nicht die schlimmste Form der Gier. Diese schlimmste Gier entsteht meist spät in der Karriere. Dann nämlich wenn es wirklich gut läuft. Es entsteht ein schleichender Prozess, der zu Arroganz und Überheblichkeit führt. Doch diese Charaktermischung hat eine fatale Folge: Sie führt dazu, dass die Betroffenen die Bodenhaftung verlieren. Und ohne Bodenhaftung ist die Katastrophe vorprogrammiert. In solchen Momenten werden die wirklich großen Fehler gemacht, die tatsächlich ein ganzes Traderleben vernichten können. Ich habe in meinem Umkreis leider bereits mehrere solcher Fälle miterleben müssen. Zwar kommen die meisten wieder auf die Füße, aber in seltenen Fällen ist es anschließend mit dem Traden ganz vorbei.

Vorzeichen
Ich finde es übrigens hoch interessant, dass gerade bei den schreibenden Kollegen dieses völlige Abdriften oft schon Wochen vorher am Schreibstil zu erkennen ist. Also wenn Sie bei Börsenbriefautoren oder Analysten das Gefühl haben, dass da nun jemand wirklich jeden Kontakt zur Wirklichkeit verliert und den Eindruck vermittelt, ihm könne nun nichts mehr passieren, er habe die endgültige Börsenweisheit mit Löffeln gefressen – machen Sie sich sehr schnell davon!

Übrigens sind, wie wir in den letzten beiden Jahren schmerzhaft erfahren durften, offensichtlich auch Top-Manager von Banken nicht davor gefeit, dieser Schwäche zu erliegen…Die Gier und die damit zusammenhängende Selbstüberschätzung zu überwinden, erfordert die Fähigkeit, sich immer wieder in Allem in Frage zu stellen. Eine Fähigkeit, die zu den überlebenswichtigsten an den Börsen gehört.

Das Chaos
Wenn sie all diese Schritte gegangen sind, bleibt am Ende nur noch eins übrig: Es ist das unlösbare Problem des Berufs „Trader“. Hinter all den Schleiern, den Geschichten und den Mythen stellen Sie zum Schluss fest, dass Börse immer eine chaotische Komponente hat. Börse ist also letztendlich also nie wirklich fassbar und entzieht sie sich damit auf immer der Sicherheit.

Wir Menschen haben allerdings eine Schwäche für Sicherheiten. Wir brauchen sie, um zu entspannen, um uns zu erholen. Wenn Sie lange Jahre einem anderen Beruf nachgehen, werden Sie irgendwann die Abläufe kennen. Alles ist Ihnen vertraut. Das gibt ein Gefühl der Sicherheit und Souveränität.

Die Börsen sind jedoch immer anders. Andauernd tauchen neue Themen auf, mit denen Sie sich noch nie vorher beschäftigt haben (wer von uns hat sich jemals zuvor mit der Wirtschaft Griechenlands auseinandergesetzt?). Trader ist demnach ein Job, der bis ins hohe Alter Unruhe ins alltägliche Leben bringt. Kein Wunder, dass die Finanzbranche zu den Branchen gehört, in denen die meisten Burn Outs entstehen.

Die letzte, langfristige Voraussetzung ist demnach, die Fähigkeit sich unverzagt immer wieder dem Chaos Tag für Tag aufs Neue zu stellen und jeglichen Neuerungen offen gegenüberzustehen.

Fazit
Interessant ist dabei folgendes: Wenn ich die Fragenden mit diesen Antworten konfrontiere, denke ich immer, dass sie eigentlich ernüchtert reagieren müssten. Man müsste doch angesichts dieser Erfordernisse und Gefahren den Wunsch Trader zu werden zumindest hinterfragen, wenn nicht sogar verwerfen. Aber das passiert nicht – eher das genaue Gegenteil.

Hin und wieder vermute ich, dass es damit zusammenhängt, dass wir gelangweilten Industriestaaten-Menschen einfach im Leben endlich mal eine richtige Herausforderung suchen. Etwas, dass uns an unsere Grenzen bringen kann. Und keine Frage, da ist die Börse sicherlich ein geeignetes Medium.

Wenn Sie es übrigens geschafft haben, erwartet sie etwas, das den ganzen Aufwand wirklich lohnenswert erscheinen lässt: Es gibt keinen anderen Job, in dem Sie freier und unabhängiger sind, denn als eigenverantwortlicher Trader…von Jochen Steffens, www.stockstreet.de

Alles griechisch, oder was?

Die Indizes korrigieren heute etwas durch, und das ist angesichts der eher schwachen Vorgaben aus den USA gestern und speziell Japan heute nicht weiter verwunderlich. Eigentlich gab es keine besonderen Nachrichten die dazu geführt haben, und so muss man zunächst wohl von einer normalen technischen Korrektur nach den kräftigen Gewinnen der letzten Wochen ausgehen. Heute keimen mal wieder die Sorgen um das angeschlagene Griechenland auf und verunsichern die Anleger. Im Gegenzug zeigen die heute veröffentlichten Stimmungsindikatoren der übrigen PIGs Staaten, Portugal, Italien und Spanien hoffnungsvolle Signale für eine weitere konjunkturelle Erholung an, wie die Marktforschungsgesellschaft Markit  und die EU Kommission heute mitgeteilt haben. Besonders am Arbeitsmarkt sollte hier in absehbarer Zeit wieder Besserung eintreten, hieß es..

Zu den Indizes: Eine Korrekturbewegung im Dax bis an die Linie von 6.150 Punkten kann durchaus als gesund angesehen werden. Sollte es also gelingen heute wieder über 6.170 Punkten den Handel zu beenden ist alles noch in Ordnung, besser wäre allerdings ein Schlussstand über 6.200 Sogar eine Korrektur bis 6.055 Punkte würde der Markt eventuell noch verkraften bevor es dann wieder etwas kritischer werden würde. Unterhalb dieser Marke würden dann weitere Abschläge bis  zur  5.800 Punkte-Marke drohen.

Im S&P 500 zeichnet sich ein ähnliches Bild. Nachdem sich der Dow Jones sich nun gestern offensichtlich entschlossen hat die 11.000 Punkte Marke erst einmal nicht erreichen zu wollen, geschweige denn diese zu überschreiten war auch im S&P mit einem Retest der 1.172 Punkte zu rechnen. Hier muss sich nun entscheiden ob die Bullen noch genug Kraft und Geld haben dem aktuellen Shortangriff der Bären Stand zu halten. Die Entscheidung über den Ausgang diese ewig währenden Kampfes dürfte aber wohl heute spätestens nach der Veröffentlichung der jüngsten US Arbeitsmarktdaten fallen. In wie weit die Griechenland-Thematik in den USA Auswirkungen auf die Kurse haben wird bleibt ebenfalls noch abzuwarten.

Die Kursbewegungen einzelner Aktien, die den heutigen Dax-Verlauf mit Abschlägen von bis zu 5 Prozent interpretieren halte ich persönlich für übertrieben. Dies ist vielmehr ein Sinnbild für die gegenwärtige Nervosität der Anleger und den vorherrschenden Pessimismus. Dennoch sind diese Warnzeichen natürlich ernst zu nehmen und man sollte seine Strategie auf einen eventuell anstehenden Richtungswechsel abstimmen. Sprich Stoppkurse sollten entsprechend knapp angepasst werden, aber auch nicht zu knapp, denn es gibt wohl als Trader nicht viel ärgerlicheres als als letzter ausgestoppt zu werden bevor die Kurse dann wieder anziehen.

Gespannt darf man heute zur US Börseneröffnung über die Entwicklung von Solaraktien sein, die gestern, trotz schwachen Börsenumfeldes, allesamt kräftig zulegen konnten. Lesen Sie dazu auch meinen Artikel von gestern Abend… Bleiben Sie wachsam und handeln Sie nicht überstürzt!

Trina Solar, LDK, Suntech, Yingli, FirstSolar nach Ja Solar Zahlen im Aufwind

Nach einer deutlichen Erhöhung der Prognose für das erste Quartal von Ja Solar sind alle chinesischen Solarwerte heute wieder deutlich im Aufwind. Ja Solar erhöht den Ausblick für die gelieferten Module im Volumen von 215 bis 225 Megawatt auf nunmehr 265 Megawatt. Sowohl die deutlich gesteigerte Nachfrage von Altkunden als auch die Neukunden in Europa hätten zu dieser Umsatzsteigerung beigetragen, hieß es. Nach der Meldung stieg die ja Solar Aktie bislang um über 10 Prozent auf 6,25 Dollar. Aber auch alle anderen Titel aus dem Sektor konnten um fünf Prozent oder mehr zulegen. Man darf gespannt sein ob dies nun ein Strohfeuer ist oder zu einer nachhaltigen Trendwende bei den Solaraktien führen kann die in den vergangenen Wochen stark abgestraft worden sind.

Auch dem deutschen Solarmarkt dürfte diese Meldung morgen mal wieder gut tun. Vielleicht nicht unbedingt allen Aktien, denn schließlich bedeutet dies das die chinesischen Hersteller auch wieder mehr Marktanteile im heimischen Markt hinzugewonnen haben, aber für einige Aktien könnte diese Nachricht eventuell zu einem charttechnischen Befreiungsschlag führen. Es kommt mal wieder etwas Bewegung in die Solaraktien – wohl etwas auf das viele Anleger bereits seit Wochen vergeblich gewartet haben…Achten Sie also morgen auf entsprechende Bewegungen bei Solarworld, Q-Cells, und Co. Nach wie vor favorisieren wir aber die Aktien von Centrotherm, Solar Millennium, Phoenix sowie Roth und Rau..

K+S Aktie wirklich ein Kauf?

Chevreux stuft heute die K+S Aktie auf kaufen mit dem Kursziel von 57,- Euro. DER AKTIONÄR empfiehlt gar ein Hebelzertifikat auf den Titel und verspricht seinen Lesern exorbitante Gewinne. Wir sind da hingegen immer noch etwas skeptisch was die Kursentwicklung bei K+S in den kommenden Wochen betrifft. Zwar dürfte die Aktie irgendwann wieder deutlich höher notieren als heute, jedoch würde ein Rücksetzer an den Weltbörsen auch hier sicherlich deutliche Spuren hinterlassen. Auch wenn wir nicht mit einem solchen Rücksetzer rechnen, sollte aber folgendes beachtet werden. Das Marktumfeld für die Produkte von K+S bleibt erst einmal schwierig, sollte sich aber in den nächsten beiden Jahren wieder erfreulich entwickeln. Ob ein Hebelprodukt hier die richtige Anlageform ist darf aber zumindest bezweifelt werden.

Die Aktien der amerikanischen Mitbewerber tendieren inzwischen seit Tagen schwächer, und das trotz eines starken Börsenumfeldes. Charttechnisch besteht bei der K+S Aktie bei 44,- Euro durchaus eine leichte Unterstützung, etwas mehr Halt dürften aber erst die Unterstützungen bei 42,- und 40,- Euro wieder bieten. Dies wäre dann wahrscheinlich auch ein gutes Einstiegsniveau bei der Aktie für längerfristig orientierte Anleger. Seit ca. 6 Monaten befindet sich die K+S Aktie in einem leichten Aufwärtstrend, dessen untere Begrenzung bei ca 43,- Euro verläuft. Bricht diese drohen weitere Abschläge.

Die Kali und Salz Aktie bleibt ein Basisinvestment in dem Sektor, auch wenn die „goldenen Zeiten“ wohl so schnell nicht wieder kommen werden. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt hier aktuell bei 42,- Euro, sprich die Mehrzahl hält die Aktie auf dem aktuellen Level für leicht überbewertet. Ein Kursziel von 57,- Euro sehen wir aktuell weder aus charttechnischen Gesichtspunkten noch fundamental begründet. Das KGV für das laufende Jahre ist mit 21 recht ordentlich! Kurzum, ein Investment in die K+S Aktie drängt sich derzeit nicht auf – es gibt interessantere Aktien am Markt.

Porsche, Daimler und VW steigern US Absatz deutlich

In Nordamerika werden wieder Autos gekauft – vor allem deutsche Autos von VW und auch Porsche. Im März setzte der positive Trend beim US Autoabsatz für die deutschen Autobauer weiter fort. Alle Deutschen Autobauer konnten dabei von der anhaltenden Kauflaune profitieren, allen voran wieder einmal Volkswagen! Die Wolfsburger steigerten den Absatz auf 22.148 Fahrzeuge, was einer satten Steigerung um  40,9 Prozent entspricht! Für die ersten drei Monate des laufenden Jahres ergibt sich damit ein Absatzplus von 38,4 Prozent auf 58.283 Einheiten. Auch Daimler konnte den US Absatz wieder kräftig ankurbeln. Mit insgesamt 20.700 Fahrzeugen immerhin ein Zuwachs von 19,3 Prozent. BMW bildete wiedermal das Schlusslicht. Die Münchener konnten lediglich 2,6% mehr Fahrzeuge absetzen. Im direkten Vergleich zu den deutschen Mitbewerbern dürfte dies ein niederschmetterndes Ergebnis für die Bayern sein.

Im Ringen mit der US-Regierung über die künftigen Grenzwerte beim Verbrauch eines Kfz hat der Sportwagenhersteller Porsche am Wochenende zumindest einmal einen Teilerfolg erzielt. Die Zuffenhausener bekommen etwas mehr Zeit die Vorgaben umzusetzen. Nun muss der Sportwagenbauer die gesetzten Ziele von flottenweit sechs Liter Verbrauch pro 100 Kilometer erst ein Jahr später erfüllen. Einen dauerhaften Sonderstatus als Nischenhersteller konnten die Stuttgarter aber nicht durchsetzen. Trotz der Schonfrist dürfte es schwierig werden diese Vorgaben jemals zu erreichen, auch wenn Porsche jetzt vermehrt auf Hybrid setzt. Mittelfristig dürfte dies wohl das Aus für die Baureihe Cayenne bedeuten, die sowieso nicht mehr so gut läuft. Je eher sich Porsche von den Spritfressern verabschiedet desto besser dürfte dies für den Gesamtkonzern sein. Bleibt als Resumé ein kurzzeitiger und gelungener Ausflug eines Sportwagenbauers in das SUV und Off-Road Segment. Ein schönes Kapitel für die Firmengeschichte, aber Porsche ist und bleibt eben ein Sportwagenbauer…

Wer profitiert von Apple´s iPad Hype?

Von Konsumflaute ist bei den Apple Produkten nach wie vor nichts zu sehen. Geradezu wie besessen stürzten sich die Apple Fans gestern beim offiziellen Verkaufsstart des Apple iPad auf das neue Produkt aus dem Hause Apple. Teilweise Namen die Kunden, bewaffnet mit Thermosflasche und Schlafsäcken, dabei in Kauf bis zu 24 Stunden vorher bereits an Mac Stores rumzuhängen um auch ja einer der ersten zu sein der dieses Produkt in seinen Händen hält. Dann endlich wurden die Tore geöffnet und unter Jubel stürmten die Menschenmassen in die Geschäfte. Es gibt wohl keine andere Firma auf dieser Welt die es geschafft hat einen derart euphorischen Kaufdrang bei den Konsumenten auszulösen. Was uns in der Annahme bestätigt das beim derzeitigen Aktienkurs von Apple noch lange nicht Schluss sein wird. Die Spekulationen der letzten Woche, dass Apple bald Microsoft als teuerstes High Tech Unternehmen dieser Welt ablösen könnte, sind realistischer denn je.

Zwar löste das neue iPad laut Aussage von Beobachtern einen geringeren Ansturm aus als die damalige Einführung des revolutionären iPhone, dennoch kann man sich schon fast sicher sein, dass auch dieses neue Produkt den Weg des Tablet Computers in die Haushalte dieser Welt ebnen wird. Das was Microsoft und andere namhafte Unternehmen dieser Welt bereits vor über zehn Jahren versucht haben dürfte nun Realität werden. Der Tablet PC von Apple ist zwar nicht perfekt, bildet aber die Schnittstelle zwischen einem Smartphone und einem Notebook und ist damit für viele Privatuser, aber auch für einige Berufsgruppen mehr als ausreichend.

Ich habe das gerät leider noch nicht life gesehen, der Verkaufsstart in Deutschland wird erst Ende April sein, dennoch gibt es jetzt bereits ein paar Punkte die Apple bei der Version 2.0 wohl noch nachbessern muss. Das Display soll fantastisch sein, das Design und natürlich die Handhabung konkurrenzlos. Die Software ist sicherlich weiterhin optimierungswürdig. Hauptpunkt hier dürfte sein dass immer nur eine Applikation ausgeführt werden kann was nicht mehr unbedingt zeitgemäß ist, ebenso wie der fehlende USB Port. Das alte Problem der iPhones, die eher unzureichende Akkuleistung ist auch hier nicht deutlich verbessert worden. Ebenso vermisst man bislang eine Digitalkamera, was unter anderem beim Skypen etc. hilfreich wäre. Soweit ich informiert bin kann man in absehbarer Zeit auch nicht mobil telefonieren, bzw. mobil ins Internet gehen, bislang gibt es nur die Möglichkeit über WiFi online zu gehen.

Mein Fazit: Ich werde wohl noch auf die überarbeitete Version warten und bis dahin mein MacBook weiter traktieren! Dennoch bin ich fest davon überzeugt das bei ca. 400.000 verkauften Exemplaren am ersten Wochenende Apple auch dieses mal wieder ein Meisterstreich gelungen ist. Insgesamt plant man in diesem Jahr noch vier bis sieben Millionen iPads abzusetzen. Im Sommer soll angeblich das iPhone 4G kommen und dann geht die Erfolgsgeschichte wohl nahtlos weiter. Spannend dürfte also die Frage sein wo der Aktienkurs von Apple in einem Jahr stehen wird und welche Firmen noch von dieser Entwicklung profitieren werden. Hierzu hat Martin Brosy von boersenpoint. de ein paar interessante Kandidaten zusammengetragen..

„markets climb the wall of worry“

Mit einem kräftigen Aufwärtsschwung haben die US Indizes die vergangene, kurze Börsenwoche beendet. Nachdem es zunächst einmal nach leichten Gewinnmitnahmen ausgesehen hatte konnten sich sowohl der Dow Jones als auch Nasdaq und S&P 500 zum Handelsende mit positiven Vorzeichen in die Osterfeiertage verabschieden. Dies dürfte nun gerade den Dow Jones Index in eine komfortable Ausgangslage für einen Ausbruch über die psychologisch so wichtige Marke von 11.000 Punkten gebracht haben. Der letzte der großen drei US Indizes dürfte also bereits in der kommenden Woche auch wieder neue Höchststände erreichen. Wahrscheinlich dürfte diese Marke sogar bereits am Montag getestet werden, denn in den USA ist im Gegensatz zu Europa am Montag kein Feiertag und somit dürfte der Aktienhandel dort um 15:30 Uhr unserer Zeit die neue Woche positiv einläuten.

Grund für meinen Optimismus sind mehrere Gründe. Zum einen hatte der Markt, bedingt durch den Feiertag Karfreitag, noch keine Gelegenheit die überraschend guten Arbeitsmarktdaten so richtig zu verarbeiten, und die konnten sich dieses mal wirklich sehen lassen. Überraschenderweise wurden demnach im Monat März insgesamt 162.000 neue Arbeitsplätze in den USA geschaffen. Dies war der größte Zugewinn an Arbeitsplätzen seit Beginn der Krise. Auch die Tatsache, dass diese neu geschaffenen Stellen überwiegende aus privaten Unternehmen stammt gibt Anlass zur Hoffnung, dass die Wirtschaft in den USA wieder anfängt zu funktionieren. Sowohl die Kreditvergabe für Investitionen und Arbeitsplätze als auch das operative Geschäft an sich!

Um so spannender dürften dann auch am Dienstag die Aussagen von Fed Chef Ben Bernanke sein. Hier dürften Marktbeobachter besonders darauf achten ob Bernanke irgendwelche versteckten Aussagen über einen baldigen Richtungswechsel bei den Konjunkturmaßnahmen treffen wird. ich kann mir aber nicht wirklich vorstellen, dass hier sofort beim ersten Anflug von Besserung wieder an den Zinsschrauben gedreht werden wird. Sollte sich der Trend am Arbeitsmarkt allerdings bestätigen könnte dies eventuell doch in diesem Jahr noch geschehen. Weitere Konjunkturdaten in der kommenden Woche sind die Veröffentlichung des ISM Einkaufsmanager-Index am Montag und die neuesten Daten vom US Immobilienmarkt (Verkauf bestehender Eigenheime) Ansonsten bleibt die Woche von konjunktureller Seite eher ruhig.

Alles andere als langweilig dürfte dies dann aber in der darauf folgenden Woche werden! Die US Berichtssaison starten wieder am 12.April. Wie immer wird der Aluminiumkonzern Alcoa den Zahlenreigen eröffnen. So langsam dürften wir uns bei den Zahlenwerken nun wieder dem normalen Bereich nähern, sprich vergleiche mit den Zahlen des Vorjahres fallen wieder etwas realistischer aus und die Gewinnsteigerungen bewegen sich in einem moderaten Bereich. Die Erwartungen der Analysten sind inzwischen schon wieder etwas runter geschraubt worden. Durchschnittlich wird nun von einem Gewinnwachstum auf Jahresbasis von ca. 36 Prozent ausgegangen. Auch dieses mal könnten also die positiven Überraschungen der US Berichtssaison überwiegen..

Ein weiterer Punkt der mich persönlich immer noch optimistisch für eine Fortführung der aktuellen Rallye stimmt, ist der zunehmende Pessimismus bei der Mehrzahl der Marktteilnehmer. Noch immer sind die Umsätze an den Börsen verhältnismäßig gering, noch immer trauen sich einige Marktteilnehmer nicht wieder in den Markt oder warten auf den nächsten starken Rücksetzer. So lange dies so ist werden die Märkte wohl weiter steigen. Erst wenn alle wieder in Aktien investiert sein wollen, weil Sie bereits dreiviertel der Rallye verpasst haben, werden die Indizes wahrscheinlich wieder nach unten drehen. Wie Ken Fischer, die Investmentlegende aus den USA in einem Interview kürzlich gesagt hat, handelt es sich hier um ein immer wiederkehrendes Phänomen an den Börsen.

Nach Auffassung Fishers befinden wir uns gerade in der Übergangsphase der Stufe eins zur Stufe zwei eines Bullenmarktes der möglicherweise noch einige Jahre Laufen kann, und erst in der Endphase der Stufe drei dann wohl wieder zusammenbrechen wird um einen neuen Zyklus an der Börse einzuleiten. Der erste Schock ist vorbei und so langsam werden Anleger wieder Vertrauen in die Assetklasse der Aktien, sprich Unternehmensbeteiligungen gewinnen. Fisher beschreibt dieses Phänomen des zögerlichen Anlegerverhaltens der breiten Masse mit „markets climb the wall of worry“ Frei übersetzt heißt dies das die Märkte am liebsten an einer Wand aus Angst hoch klettern, und das trifft es wohl auf den Punkt.

Dies ist eine bereits sehr alte Theorie die auf den Ergebnissen der „Verhaltensforschung“ von Mark Hulbert basiert. Seit 1980 beobachtet Hulbert dabei die Performance und aktuelle Markteinschätzung von über 160 US Börsenbriefen. Letztendlich leitet Hulbert dann anhand der Performance des einzelnen Börsenbriefes und deren Prognosen einen Indikator ab. Diese bilden dann, zusammen mit allen anderen Börsenbriefen einen – meistens antizyklischen – Stimmungs-Indikator. Grob gesagt ist dies eine einfache Darstellung massenpsychologischer Phänomene, die aber für die Börse extrem aussagekräftig ist. Auch hierzulande kann man dies anhand einzelner Börsenbriefe sehr schön beobachten.

Was wird nicht alles herauf beschworen… der Weltuntergang ist da meistens noch die harmloseste Variante. Sogar ein konkretes Datum für die totale Vernichtung Ihres Papiergeldes war kürzlich zu lesen – unglaublich! (Für diejenigen unter Ihnen die so etwas interessiert, es soll der 23.04.2010 sein. Den würde ich mir schon jetzt rot im Kalender anstreichen, vielleicht mit der Bemerkung “ Mein Geld ist futsch“ oder „nicht vergessen. Papiergeld muss ins Altpapier“ Es ist teilweise wirklich unglaublich wie hier versucht wird mit der Angst der Menschen auf eine extrem plumpe Art Geld zu verdienen. Und ich möchte auch gar nicht wissen wir hoch der Prozentsatz derjenigen ist die darauf rein fallen!

Kurzum, ich empfehle Ihnen, machen Sie sich Ihre eigenen Gedanken! Ein Börsenbrief kann eine Hilfestellung dabei sein, muss es aber nicht. Bleiben Sie besonnen und agieren Sie kontrolliert an den internationalen Aktienmärkten, dann bleibt Ihnen in jeder Börsenphase das Schlimmste erspart. Erkennen Sie die Chancen und minimieren Sie die Risiken. Auch mein Newsletter soll nur ein Gedankenanstoß sein und hat keinen Anspruch auf Unfehlbarkeit, aber die Performance der letzten Jahre gibt mir Recht das ich mit meinen Überlegungen in den überwiegenden Fällen  sehr richtig liege. Und genau das motiviert mich immer wieder Ihnen zu zeigen, dass man an der Börse sehr wohl Geld verdienen kann..

TradingUpdate – Solar Millennium, Centrotherm, Klöckner, VW, Porsche, Swiss Re

Man kann durchaus sagen, dass momentan alles nach Plan verläuft. Der Dax hat heute auch die Marke von 6.200 Punkten hinter sich gelassen und steuert damit auf die von mir anvisierten 6.500 bis 6.600 Punkte zu. Unterstützt wird diese aktuelle Bewegung durch mehrere Faktoren. Zum einen sind die Konjunkturdaten aus den USA und auch aus Deutschland besser ausgefallen als dies vom Markt erwartet wurde und zum anderen scheint sich für die Probleme im Europa so langsam eine Lösung ab zu zeichen. Die Themen Griechenland und Portugal sind noch lange nicht vom Tisch aber man arbeitet intensiv an einer Zukunft der Europäischen Union. Ebenso bemüht sich England und Irland die Bankenthematik wieder in den Griff zu bekommen. Alle Bemühungen sind zwar bislang etwas halbherzig, aber es ist vielleicht der erste Schritt in die richtige Richtung.

Es wird auch wieder Rücksetzer geben, aber im Moment überwiegt die positive Stimmung an den Börsen. Die Umsätze sind immer noch verhältnismäßig gering, und das gibt Anlass zur Hoffnung, dass demnächst, sollten die Börsen weiter steigen, auch die Anleger einsteigen werden, die bisher noch gezögert haben. So traurig das auch klingt, genau dies ist dann der Zeitpunkt sich langsam wieder aus dem Markt zu verabschieden. Wie immer werden die letzten Anleger dann wohl die Zeche bezahlen müssen und die mutigen die Ernte einfahren. Noch dürfte dieser Punkt aber weite entfernt sein.

Die Einschätzungen zu den Solartiteln, allen voran Solar Millennium waren richtig. Die Aktie kann heute weiter deutlich zulegen und dürfte in den kommenden Handelstagen die Marke von 20,- Euro wieder erreichen oder gar überschreiten. Centrotherm wurde heute erneut zum Kauf empfohlen. Hier ist wohl noch etwas Geduld angebracht. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass sich diese dann kräftig auszahlen wird. Kräftig zulegen konnte auch die Klöckner & Co. Aktie in der abgelaufenen Woche wieder. Die Commerzbank hat Ihr Kursziel heute auf 28,- Euro erhöht. Ich sehe gute Chancen das auch dieses Ziel noch erreicht werden kann.

Interessant ist ebenfalls der Kursverlauf der VW Vz. Aktie. Nachdem gestern noch einmal ein Rücksetzer auf die Unterstützung bei 67,- Euro erfolgt ist, dürfte die Kapitalerhöhung nun wohl vollständig eingepreist sein. In der Xetra Schlussauktion wurden dann wieder über 1.700.000 Stücke gekauft. Ich vermute mal das Suzuki wieder einmal dafür verantwortlich zeichnet. Kurse unter 70,- Euro dürften nun erst einmal passé sein. Nach wie vor gehe ich nun von einem kräftigen Anstieg in Richtung 80,- Euro aus. Die Porsche Aktie ist heute ebenfalls nach oben ausgebrochen!! Nächstes Kursziel für die kommende Woche dürfte nun 48,- Euro sein, später das Überschreiten der 50,- Euro Marke…

Den konservativen Anlegern unter Ihnen möchte ich weiter die Aktie der Schweizer Rückversicherung ans Herz legen. Auch hier wurden neue Höchststände erreicht. Kann die Swiss Re nun auch noch über 54,50 CHF schließen dürfte der Weg nach oben frei sein. Mein Kursziel bleibt hier bei ca. 70,- CHF. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie erst einmal vier schöne börsenfreie Tage, und freue mich auf die Börsenwoche nach Ostern!

Falk Capital KG – Immobilienfonds Initiatoren zu Freiheitsstrafen verurteilt

Heute kam über den Ticker das die ehemalige Führungsriege des im Jahre 2005 insolvent gegangenen Immobilienfonds Emissionshauses Falk, Helmut Falk, Thomas Engels, Thomas Suk und Thilo Köhler wegen Untreue zu Freiheitsstrafen von 21 Monaten bis zu dreieinhalb Jahren verurteilt worden sind. Die vier Herren hatten über die Falk-Fonds insgesamt 80 geschlossene Fonds mit einem Gesamtvolumen von 3,2 Milliarden Euro vertrieben und zählten sich zu den Marktführern solcher Produkte in Deutschland. Grund für die heutige Verurteilung war aber nicht etwa der Anlagebetrug weil viele Anleger ihre gesamten Einlagen verloren, sondern lediglich der Vorwurf der Untreue gegenüber der Falk Capital KG deren einzige Aktionäre die Verurteilten selber waren. Den ehemaligen Vorständen der Falk Capital KG wurde vorgeworfen, im Zusammenhang mit der Auflegung des Falk – Zinsfonds Anleger um einen Betrag von knapp 50 Millionen Euro geschädigt zu haben.

In den Jahren 2003 und 2004 vertrieb die Falk Gruppe diesen Fonds. Er war so konzipiert, dass die Anlegergelder des Zinsfonds an die ebenfalls aufgelegten Falk Fonds 77, 78, 79, 80 und 81 als Darlehen gewährt wurden. Die ausgereichten Darlehen sollten später zzgl. Zinsen dann vollständig an den Zinsfonds zurückgewährt werden. Zu diesem Zeitpunkt waren diese Fonds und die Falk Gruppe insgesamt bereits wirtschaftlich angeschlagen. Laut der Anklageschrift reichen die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Falk Gruppe bis in die 90er Jahre zurück. Aufgrund der prekären wirtschaftlichen Situation der Falk Gruppe war es die logische Konsequenz, dass der Zinsfonds die ausgereichten Darlehen und damit die Anlegergelder zu einem überwiegenden Teil nicht zurück erstattet bekamen. In der Folge brach das Kartenhaus Falk in sich zusammen (Quelle: jurablogs.com)

Nachdem die große Mehrheit der Anleger im Jahr 2005  sich mittels Sanierungsmaßnahmen bemüht hatten den Immobilienfonds zu retten scheiterten diese Versuche bereits im ersten Anlauf. Die beteiligten Kreditinstitute verweigerten sich dem Kompromiss. Das endgültige Aus brachte dann aber die schlechte Lage an den Immobilienmärkten und eine Änderung der Steuergesetzgebung. Ständig sinkende Mieteinnahmen führten dazu, dass die Falk Capital KG bei einigen seiner Fonds gegebene Garantiezahlungen nicht mehr leisten konnte.

Dieses Schicksal könnte in der aktuellen Situation auch noch andere Initiatoren ereilen. Erst gestern kamen wieder besorgniserregende  Nachrichten der Kölner Immobilienfirma Vivacon die zu einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung eingeladen hat. Grund ist, dass die Hälfte des ohnehin nur noch dünnen Eigenkapitals der Firma „verbraucht“ ist. Über weitere Beispiele aus der Branche wo wir einen Fortbestand des Unternehmens sehr kritisch sehen hatten wir ja bereits in der Vergangenheit mehrfach berichtet!  Anleger solcher Fonds sollten sich rechtzeitig rechtlich beraten lassen bevor es zu spät ist. Vielleicht ist jetzt noch etwas von dem eingesetzten Kapital zu retten. Ansonsten bleibt immer noch die Hoffnung, dass die Initiatoren zumindest ein paar Jahre hinter Gittern verschwinden..

Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Dr. Peterreins..

Phoenix, Centrotherm, Solar Millennium, Roth und Rau

Ganz vorsichtig ausgedrückt darf man das „Verhalten“ einiger Solaraktien in den letzten Tagen zumindest einmal komisch finden. Gestern wurden einige Titel wie Phoenix Solar und Centrotherm völlig ohne Grund in die Tiefe gerissen und verloren teilweise 5% oder mehr. Dies alles passierte unter sehr dünnen Umsätzen, was natürlich eine mögliche Manipulation der Kurse umso leichter gemacht hat. Die Unruhen um die Solar Millennium Aktie halten weiter an, was man als geneigter Beobachter zumindest verstehen kann, auch wenn ich die ganze Gemenge-Lage um die dünnbrüstigen und wenig aussagekräftigen Äußerungen von Utz Claassen nicht wirklich als kursrelevant bezeichnen würde. Viel mehr gewinnt man den Eindruck das sich hier jemand auf Teufel komm raus profilieren will, und dabei auch billigend in Kauf nimmt das Aktionäre Geld und Mitarbeiter eventuell Arbeitsplätze verlieren.

Das Schlimmste sollte aber für die Solar Millennium Aktie nun vorbei sein, und wenn nun wieder etwas Ruhe einkehrt und die Unternehmensführung sich mal etwas mehr auf die PR des Unternehmens konzentriert, kann sich Solar Millennium immer noch zu einem sehr interessanten und vor allem lukrativem Investment entwickeln. Das maximale Risiko sehe ich nach wie vor in einem Kursverfall bis 15,- Euro, so recht daran glauben will ich aber nicht, dass dieses Niveau noch einmal erreicht wird. Viel mehr halte ich eine schnelle Aufwärtsbewegung bis zumindest 20,- Euro demnächst für wahrscheinlich. Ich habe gestern die Position in der Aktie noch einmal aufgestockt! SES Research hat heute eine neue Einschätzung zu diesem Wert veröffentlicht und stuft die Aktie weiter auf „kaufen“ mit einem reduzierten Kursziel von 33,- Euro (vorher 41,- Euro)

Die Aktie von Centrotherm legt heute bereits wieder kräftig zu, und kann den Tagesverlust von gestern fast wieder aufholen. In der Xetra Schlussauktion wurde gestern eine, für die Umsätze der letzten Tage, ungewöhnlich große Position in der Aktie gekauft, und vorher der Kurs wohl entsprechend gedrückt. Ich rechne damit das die Aktie sich nun wieder schnell oberhalb der eigentlichen Unterstützung von 33,- Euro etablieren sollte. Bei Phönix Solar bin ich nach dem gestrigen Kursverlauf nicht mehr ganz so überzeugt, und habe die Aktie verkauft. Hier droht eventuell sogar noch einmal ein Rücksetzer unter die 30,- Euro Marke. Die Aktie wird aber weiterhin beobachtet…Schwach bleibt ebenfalls die Aktie von Roth und Rau. Wie bereits geschrieben warte ich hier auf einen günstigen Einstieg unter 20,- Euro

Dax bald bei 6.500 Punkten?

Gestern war ein sehr interessanter Tag aus vielerlei Hinsicht. Der Dax hat die Marke von 6.200 Punkten erreicht und somit das erste wichtige Kursziel nach dem Überschreiten der alten Höchststände wieder „angekratzt“ Auch der anschließende Dreher nach unten ist erst einmal nicht als dramatisch anzusehen. Viel mehr habe ich den Eindruck das der Markt noch einmal Anlauf nimmt um dann in Richtung 6.500 – 6.600 Punkte durch zu starten. Die Luft wird dann allerdings etwas dünner. Ich rechne damit das der Markt an diesen Marken dann erst einmal wieder nach unten drehen könnte. Eventuell sehen wir dann auch wiedermal einen etwas deutlicheren Rücksetzer, was aber immer noch als gesund in einer langfristigen Aufwärtsbewegung zu bezeichnen wäre. Bis dahin wird aber noch viel passieren und solche Prognosen können Übermorgen schon wieder ganz anders aussehen. Ich möchte betonen das dies nur meine momentane persönliche Meinung darstellt. Sollte sich daran grundsätzlich etwas ändern werde ich Sie natürlich über den Newsletter auf dem Laufenden halten.

Interessant ist ebenfalls die Konstellation der Indizes in den USA . Der S&P 500 hat seine alten Bestmarken bereits deutlich hinter sich gelassen und steuert nun auf die 1.200 Punkte zu. Natürlich wird auch diese wichtige Hürde nicht so ohne weiteres zu überwinden sein, ich bin aber auch hier der Meinung das die aktuelle Bewegung durchaus noch genügend Kraft haben könnte um sogar die 1.300 Punkte Marke erreichen zu können. Der 2-Jahres Chart zeigt das hier die nächste wirklich Hürde liegen sollte. Und spätestens hier dürfte der S&P 500 auch wieder nach unten drehen. Da ist also zumindest aus charttechnischer Sicht noch viel Luft nach oben bis der Trend sich wieder dreht. Störfeuer könnten hingegen vom Dow Jones Index ausgehen. Ob hier die 11.000 Punkte Marke wieder überschritten werden kann, bleibt abzuwarten. Wenn nicht würde dies auch mein „Wunschszenario“ für den S&P 500 natürlich zerstören. Achten Sie also in den nächsten Tagen auf den Verlauf des Dow Jones. Hier dürfte der weitere Weg für die Börsen entschieden werden…nur noch 93 Punkte trennen uns von dieser wichtigen Marke…

Stimmungsmache bei Solar Millennium?

Ich habe am Wochenende einige Zuschriften wegen meines letzten Artikels über die Solar Millennium Aktie bekommen, ein Anleger hat sich deswegen sogar von meinem Newsletter wieder abgemeldet weil er der Meinung ist das ich hier einer kompletten Fehleinschätzung unterliege.. Nun, ich möchte daher noch einmal kurz Stellung auf meine Haltung der Aktie und der gegenwärtigen Stimmungsmache in den Medien nehmen.. Die Diskussionen in verschiedenen Aktienboards am vergangenen Wochenende spiegeln eigentlich sehr schön die Verunsicherung der Anleger wieder. Vom Superbullen der an einen starken Rücksetzer mit noch stärkerer Erholung heute glaubt bis hin zu den Bashern die jetzt schon wieder Kursziele unter 15,- Euro ausrufen.

Was ist passiert? Utz Claassen, der Kurzzeit-Chef von Solar Millennium, der durch seine kürzlich getätigten Aussagen den Kurs von Solar Millennium bereits zum Absturz gebracht hat meldete sich wieder zu Wort, und sorgte damit erneut für Unruhe. Nicht etwa dass etwas substanzielles seiner Aussage zu entnehmen war, sondern viel mehr der dünne Versuch sein eigenes Verhalten zu rechtfertigen, war in der Presse zu lesen. Dabei schreckt Herr Claassen auch nicht davor zurück wage Andeutungen zu machen die den Kurs der Aktie noch einmal unter Druck bringen (sollen?). Im Fussball nennt man das ganz eindeutig Nachtreten und dies wird dann auch umgehend mit einer roten oder zumindest gelben Karte geahndet. Dies hat auch der blicklog sehr trefflich erkannt der bereits vor einigen Tagen ebenfalls kritisch über das Verhalten von sogenannten Top-Managern berichtet hatte.

Er habe ausschließlich im Interesse des Unternehmens gehandelt indem er bislang geschwiegen habe war zu lesen, zudem sei er nun bereit für Transparenz zu sorgen wenn man Ihn seitens des Unternehmens von seiner Schweigepflicht entbinden würde, sagte Claassen. Weiter teilte er mit, dass „gesicherte Anhaltspunkte über strafbare Handlungen“ nicht vorliegen würden, man müsse aber zwischen „strafbar, rechtswidrig und fragwürdig“ unterscheiden.. Nun das zumindest war deutlich undeutlich! An dieser Stelle sei noch erwähnt das diese Aussagen teilweise von dem Moderator des Interviews stammen und nicht von Utz Claassen, bzw. eher gedeutet wurde.

Als geneigter Betrachter darf man das ganze Schauspiel zumindest merkwürdig finden. Ein Manager der es nicht schafft einen vorzeitigen Abschied aus einer Firma so sauber vorzubereiten, dass das Unternehmen dabei keinen Schaden nimmt. Der Grund des Weggangs ist dabei eigentlich irrelevant, sondern dies eher ein Frage der Professionalität und des Stils. Dann der erneute Auftritt der weder Klarheit schafft noch sonst wie einen aufklärenden Effekt hat. Ich persönlich finde dieses Verhalten mehr als fragwürdig. Egal was an den Gerüchten dran ist, ich kann mir nicht vorstellen, dass der Mann  nach der Nummer nochmal in der Top Liga unter kommt.

Halten Sie mich für verrückt, aber ich bleibe bei meiner Einschätzung zu dem Unternehmen. Heute wird noch einmal aufgestockt! Man soll ja mal die Kirche im Dorf lassen. Zwar mag die Börse keine Unsicherheiten, dennoch dürfte der Kursverfall, selbst wenn sich eine gewisse „Kreativität“ bei der Erstellung der letzten Bilanzen durch die erneute Prüfung herausstellen sollte, inzwischen deutlich übertrieben sein. Wie bereits geschrieben dürften die Chancen mittelfristig die Risiken deutlich überwiegen. Sofern man hier nun überhaupt noch die Charttechnik anwenden kann besteht zumindest die Annahme das eine Rückkehr über die 20,- Euro Marke wahrscheinlicher ist als ein weiteres Abtauchen in Richtung 15,- Euro. Das Ganze ist aber nichts für schwache Nerven! Konservative Anleger sollten die Finger von der Aktie lassen bis Klarheit herrscht.

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