Alles griechisch, oder was?

Die Indizes korrigieren heute etwas durch, und das ist angesichts der eher schwachen Vorgaben aus den USA gestern und speziell Japan heute nicht weiter verwunderlich. Eigentlich gab es keine besonderen Nachrichten die dazu geführt haben, und so muss man zunächst wohl von einer normalen technischen Korrektur nach den kräftigen Gewinnen der letzten Wochen ausgehen. Heute keimen mal wieder die Sorgen um das angeschlagene Griechenland auf und verunsichern die Anleger. Im Gegenzug zeigen die heute veröffentlichten Stimmungsindikatoren der übrigen PIGs Staaten, Portugal, Italien und Spanien hoffnungsvolle Signale für eine weitere konjunkturelle Erholung an, wie die Marktforschungsgesellschaft Markit  und die EU Kommission heute mitgeteilt haben. Besonders am Arbeitsmarkt sollte hier in absehbarer Zeit wieder Besserung eintreten, hieß es..

Zu den Indizes: Eine Korrekturbewegung im Dax bis an die Linie von 6.150 Punkten kann durchaus als gesund angesehen werden. Sollte es also gelingen heute wieder über 6.170 Punkten den Handel zu beenden ist alles noch in Ordnung, besser wäre allerdings ein Schlussstand über 6.200 Sogar eine Korrektur bis 6.055 Punkte würde der Markt eventuell noch verkraften bevor es dann wieder etwas kritischer werden würde. Unterhalb dieser Marke würden dann weitere Abschläge bis  zur  5.800 Punkte-Marke drohen.

Im S&P 500 zeichnet sich ein ähnliches Bild. Nachdem sich der Dow Jones sich nun gestern offensichtlich entschlossen hat die 11.000 Punkte Marke erst einmal nicht erreichen zu wollen, geschweige denn diese zu überschreiten war auch im S&P mit einem Retest der 1.172 Punkte zu rechnen. Hier muss sich nun entscheiden ob die Bullen noch genug Kraft und Geld haben dem aktuellen Shortangriff der Bären Stand zu halten. Die Entscheidung über den Ausgang diese ewig währenden Kampfes dürfte aber wohl heute spätestens nach der Veröffentlichung der jüngsten US Arbeitsmarktdaten fallen. In wie weit die Griechenland-Thematik in den USA Auswirkungen auf die Kurse haben wird bleibt ebenfalls noch abzuwarten.

Die Kursbewegungen einzelner Aktien, die den heutigen Dax-Verlauf mit Abschlägen von bis zu 5 Prozent interpretieren halte ich persönlich für übertrieben. Dies ist vielmehr ein Sinnbild für die gegenwärtige Nervosität der Anleger und den vorherrschenden Pessimismus. Dennoch sind diese Warnzeichen natürlich ernst zu nehmen und man sollte seine Strategie auf einen eventuell anstehenden Richtungswechsel abstimmen. Sprich Stoppkurse sollten entsprechend knapp angepasst werden, aber auch nicht zu knapp, denn es gibt wohl als Trader nicht viel ärgerlicheres als als letzter ausgestoppt zu werden bevor die Kurse dann wieder anziehen.

Gespannt darf man heute zur US Börseneröffnung über die Entwicklung von Solaraktien sein, die gestern, trotz schwachen Börsenumfeldes, allesamt kräftig zulegen konnten. Lesen Sie dazu auch meinen Artikel von gestern Abend… Bleiben Sie wachsam und handeln Sie nicht überstürzt!

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