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Washington Mutual – der Zock geht weiter

Der Zock um die Washington Mutual hat am Freitag einen ordentlichen Knacks bekommen. Innerhalb weniger Minuten rauschte der Aktienkurs um bis zu 80% in die Tiefe. Zwar konnte sich die Aktie im späteren Handelsverlauf wieder etwas stabilisieren, dennoch bleibt wohl eine gehörige Portion Unsicherheit wie es hier nun weiter gehen wird. Wir hatten ja bereits im Vorfeld mehrfach gewarnt das hier alles möglich ist und ein Investment in jedem Falle nur als Zock zu betrachten sei. Auch heute möchten wir noch einmal betonen das ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals hier nicht ausgeschlossen ist!

Grund für den heftigen Kursverlust war wohl die Enttäuschung der Anleger darüber das es zum einen keine klare Aussage bezüglich der möglichen Abfindungshöhe oder-berechtigung der Aktionäre gegeben hatte. Unter hohen Stückzahlen rauscht der Kurs dann in den Keller. Die von vielen Kleinanlegern eingegebenen StoppLoss Orders dürften dann innerhalb kürzester Zeit mit zu dieser Lawine beigetragen haben.

Immerhin hat Washington Mutual laut einem Pressebericht nun die heftig umstrittene Bankeinlage zugesprochen bekommen. Zwar handelt es sich hierbei „nur“ um vier Milliarden Dollar, dennoch dürfte das Unternehmen mit diesem Ergebnis erst einemal hoch zufrieden sein. Lange Zeit war nicht klar ob überhaupt noch einmal Geld in die Kassen fließen würde. Dieser Teilsieg lässt aber darauf hoffen das vielleicht am heutigen Tag noch ein paar positive Überraschungen für die Aktionäre bekannt gegeben werden könnten. Immerhin sind dies die wahren Eigentümer dieses Unternehmens.

Der Zock dürfte somit wohl noch etwas weiter gehen, auch wenn die Wahrscheinlichkeit für eine dicke Rendite seit Freitag deutlich geringer geworden ist. Einige Teilnehmer dürften sich hier kräftig die Finger verbrannt haben und es besteht durchaus die Möglichkeit, dass dies erneut passiert. Auch ein erneuter heftiger Rücksetzer sollte zumindest noch einmal mit einkalkuliert werden. Eventuell zocken wir dann sogar mal mit…

Lanxess, Linde, BMW und Phoenix Solar

Die kommende Woche dürfte zunächst einmal freundlich starten. Die Vorgaben aus den USA waren ordentlich auch wenn es nicht gelang die alte Höchstmarke im S&P 500 von 1.150 Punkten zu überwinden. Dennoch bleibe ich optimistisch das dies in den kommenden Handelstagen geschafft werden kann. Natürlich wäre das Überwinden dieser Marke als sehr bullish zu werten und dürfte Anleger, die auf fallende Kurse gesetzt haben, weiter unter Druck bringen. Denn am Freitag ist mal wieder Hexensabbat! Ich gehe davon aus das dann hier noch einige Anleger bis dahin Ihre Positionen glatt stellen müssten.

Spekulanten die nach dem extrem schwachen Januar/Februar vielleicht sogar auf einen Double Dip gesetzt hatten oder zumindest auf die Pleite Griechenlands spekuliert haben und damit einhergehende Erschütterungen im Euroraum wurden zunächst einmal enttäuscht. Auch der Verfall des Euro konnte bis auf Weiteres gestoppt werden. Hier, und bei anderen Währungen wie bspw. dem britischen Pfund und japanischem Yen könnte es aber bis zum Freitag noch zu dem ein oder anderen unerwartetem Ausschlag kommen. Natürlich sollte man aber auch immer das zweite mögliche Szenario im Auge behalten. das hieße das es weder der dax schafft die 6.000 Punkte nachhaltig zu überwinden, noch der S&P 500 die 1.150 Punkte. Dies hätte dann wohl zur Folge das die Indizes erst einmal wieder nachgeben und zurück in den Seitwärtskanal abtauchen.

Was bringt die neue Woche? Zunächst die neuesten Daten von Lanxess, Linde, und BMW die allesamt spannend sein dürften. Die Zahlen von Laxes könnten Aufschluss darüber geben wie es inzwischen um die Chemiebranche bestellt ist. bei Linde wartet man immer noch sehnsüchtig auf einen Ausblick für das laufende Jahr und BMW muss zeigen das die Bayern ähnlich gut durch die Krise kommen wie VW oder Audi. Dann werden die Deutsche Bank und die Deutsche Post ihre endgültigen Zahlen, und vor allem die Manager Boni veröffentlichen müssen. Dies könnte auch weiterhin für Gesprächsstoff sorgen, wobei sich die deutschen Branchenkollegen ja verglichen mit den amerikanischen Pendants noch einigermaßen zurückhalten. Nichts desto trotz bleibt die Diskussion und über die Sinnhaftigkeit und Verantwortung den Anlegern und Steuerzahlern gegenüber diesbezüglich wohl noch eine Weile aktuell. Und das ist gut so!

Am Dienstag wird erneut der ZEW Konjunkturindex veröffentlicht der wieder etwas nachgegeben haben könne. Auf Grund der starken Schneefälle und dem ungewöhnlich langem Winter könnten ebenfalls der PhillyFed Index sowie der New- York Fed Industrieindex etwas gelitten haben. Ebenfalls am Dienstag wird die Zinsentscheidung der FED erwartet. Eine Leitzinsanhebung der amerikanischen Notenbank ist nach wie vor nicht zu erwarten. Dennoch gilt wie immer besonderes Augenmerk auf die genauen Worte Ben Bernankes bezüglich einer möglichen, baldigen, eventuellen oder sonstwas Änderung der Zinspolitik.

Eine interessante Meldung gab es kürzlich zu der viel umstrittenen Kürzung der Solarförderung für Freiflächen, die ja bereits im Juli in Kraft treten sollte. Nun hat sich die schwarzgelbe Koalition darauf geeinigt das die neuen Richtlinien erst im Oktober in Kraft treten sollen. Diese dreimonatige Verlängerung könnte noch einmal für einen kräftigen Auftragsschub in der deutschen Solarbranche sorgen. Allen voran sehen wir hier die Phoenix Solar AG als deutlichen Profiteur dieser Entwicklung. Bereits im letzten Quartal des abgelaufenen Jahres kam man seitens Phönix Solar nicht mehr der Nachfrage hinterher.

Es könnte also mal wieder eine durchaus spannende Woche für die Solarbranche werden. Zwar ändert sich für manche Unternehmen langfristig nicht allzu viel, dennoch gibt dies den Unternehmen drei Monate länger Zeit Ihre Kostenstruktur auf die neuen Gegebenheiten anzupassen. Ich bin gespannt wie die Solarbranche sich in dieser Woche entwickeln wird..

Short Squeeze bei Volkswagen, Porsche zieht mit!

Mit einem Riesensatz auf über 74,- Euro eröffnete heute die Aktie der Volkswagen Vz. den Handel unter hohen Umsätzen und treibt damit den Dax weiter nach oben. Nomura hatte das Kursziel der Aktie deutlich auf 89,- Euro angehoben. Des weiteren wurde die baldige Begehung einer Wandelanleihe vom Markt positiv aufgenommen. Die ausschlaggebnede Nachricht aber dürfte die neue strategische Ausrichtung des Konzerns gewesen sein. VW plant ein rein strombetriebenes Fahrzeug in China bauen und sich damit sowohl im wohl interessantesten Markt dieser Welt als auch in einem zukunftsträchtigen Segment neu aufstellen. In spätestens drei Jahren soll das Fahrzeug dann serienreif sein.

Bereits jetzt ist die Volksrepublik China der zweitstärkste Absatzmarkt der Wolfsburger. Volkswagen stärkt somit seine Marktstellung im reich der Sonne wo man bereits heute schon fast ein Viertel der Jahresproduktion verkauft. Besonders interessant für den bau eines serienreifen Elektroautos dürfte aber auch die starke Förderung solcher Projekte seitens der chinesischen Regierung sein. Schon heute wird der Kauf eines solchen Fahrzeuges mit umgerechnet 6.000,- Euro gefördert.

Diese in vielerlei Hinsicht heute sehr gute Nachrichtenlage dürfte heute morgen zu einem klassischen Short Squeeze geführt haben. Die Umsätze zu Handelsbeginn sprechen dafür. Anleger die auf fallende Kurse gesetzt hatten decken Ihre Positionen ein. Sollte die VW Vz. Aktie also nicht mehr unter die 70,- Euro Marke abtauchen dürfte diese Bewegung nun weiter gehen oder eher noch bis zum Verfallstag in der kommenden Woche zunehmen. Immer vorausgesetzt das der Gesamtmarkt mitspielt und heute, oder in den kommenden tagen neue Höchststände in den Indizes erreicht werden können…Natürlich werden auch die Stammaktien und Porsche von dieser Bewegung profitieren können!

Dax Kursziel 6000 und jetzt?

Heute dürften die Indizes in Europa mit weiteren Aufschlägen auf die gestrigen US Vorgaben reagieren. Nach einer anfänglichen Seitwärtsbewegung entschieden sich der Dow und Co. dann doch noch bis zum Handelsschluss deutlich ins Plus zu drehen. dabei waren die Tagesgewinne bei Dow Nasdaq und S&P mit jeweils 0, 40 Prozent nicht besonders üppig. Aber…der S&P 500 befindet sich somit wieder an der alles entscheidenden Marke von 1.150 Punkten und konnte gestern sogar darüber schließen. Das ist ein weiteres bullishes Zeichen. Die Futures heute deuten ebenfalls weiter steigende Kurse an. Sollte also ein Ausbruch nach oben gelingen können wäre der Weg erst einmal wieder frei für neue Höchststände und eine kleine Rally. Wie weit diese dann führen kann ist derzeit noch nicht abzusehen. Sicher ist nur, dass damit dann sämtliche Weltuntergangsszenarien die noch im Januar/Februar die Runde gemacht haben erst einmal nicht eingetroffen sind.

Dennoch, wir befinden uns sowohl im Nasdaq als auch im Dax und dem S&P 500 im Bereich der letzten Höchststände. Hier muss sich nun entscheiden wie es weiter geht. Geht man von einem länger anhaltendem Seitwärtstrend aus müssten die Indizes nun eigentlich wieder nach unten drehen. Freitag nächste Woche ist mal wieder großer Verfallstag für Futures und Optionen oder auch der Tag der liebevoll Hexensabbat genannt wird. Bis dahin kann also die aktuelle Bewegung durchaus noch gehen, wenn ich auch im Vorfeld dieses Tages noch mit ein paar Turbulenzen in einzelnen Aktien rechne. Spannend dürfte nun auch der Handel mit Derivaten werden. Die Spekulation im Euro scheint sich allmählich wieder aufzulösen. Gerade hier könnte also nochmal ordentlich Bewegung reinkommen bis zum nächsten Freitag.

Die mögliche Pleite Griechenlands hat nur kurz belastet. Die Börsen gehen schnell wieder zur Normalität über. Dies ist zwar erfreulich aus Sicht eines Anlegers oder Traders aber auch gefährlich für das weltwirtschaftliche System. Was ich damit sagen will, ist das man bei aller Euphorie in solchen Zeiten in denen wir leben immer auch eine Exitstrategie haben sollte wenn die Stimmung mal wieder kippt. Ich persönlich glaube nicht an solche Szenarien oder gar ein Double Dip, aber Staatspleiten oder ähnlich schlechte Nachrichten werden in den kommenden Monaten oder Jahren wohl die Wegbegleiter eines jeden Börsianers bleiben. Dessen sollte man sich immer bewusst sein und sein Money Managemment darauf abstimmen. Achten Sie also weiterhin auf Ihre Stopps!

Citigroup, Washinton Mutual

Zwar haben die US Indizes gestern nicht unbedingt überzeugen können, dennoch spricht vieles für weiter steigende Kurse. Das US Haushaltsdefizit sieht weiterhin nicht gut aus, die Märkte reagierten nur kurzzeitig auf die Veröffentlichung und fingen sich danach wieder umgehend. das ist grundsätzlich ein bullishes Zeichen. besonders die Finanztitel in den USA konnten gestern wieder zulegen. Darunter waren auch mal wieder die Totgesagten, Fannie Mae und Freddie Mac, Ambac und AIG. Besondere Aufmerksamkeit dürfte weiterhin die Citigroup bekommen , denn heute wurde bekannt das die weitere Entschuldung des Unternehmens voran kommt. Man plane den Verkauf der Immobilientochter Citi Property Investors und legt zusätzlich noch zwei weiter Anleihen auf. Diese Maßnahme bringen dem Unternehmen dann ca 5,5 Milliarden Dollar, was aber angesichts der Schulden bei Vatter Staat in Höhe von 45 Milliarden Dollar aber nur ein weiterer Tropfen auf den heißen Stein sein dürfte. Dennoch die Citigroup Aktie ist aus charttechnischer Sicht wieder interessant geworden.

Etwas anders sieht es da bei der Washington Mutual Aktie aus. Die Spekulation um eine hohe Abfindung für die Altaktionäre geht weiter. Die Aktie verlor gestern noch einmal über 13% im US Handel. Der Ausverkauf ist allerdings (bis jetzt) ausgeblieben. In Deutschland sind die Titel vorbörslich bereits unter 0,30 Euro gerutscht. Ich rechne eher mit weiteren Kursverlusten, dennoch ist es jederzeit auch möglich das die Aktie wieder steigt. Man sollte sich bewusst sein das die Profis hier aber schon wieder Kasse gemacht haben oder gerade machen. Die Vermutung das der Kurs nun noch ein bis zweimal hochgezogen wird um dann wieder abzuverkaufen liegt nahe. Wer mitspielen will soll dies tun , aber bitte nur mit Geld das wirklich übrig ist. Ab 0,20 bis 0,25 Euro kann man also eventuell mal ein Tänzchen wagen wenn man die Nerven dazu hat.

Zeit der Zocker bei Washington Mutual, Lehman Brothers, Arcandor und Escada

Die Aktie von Washington Mutual erlebt in diesen Tagen eine wahre Achterbahnfahrt! Nachdem die Titel der größten Amerikanischen Sparkasse sich fulminant von ihren Tiefsständen erholen konnte und seit gestern genau so schnell wieder gefallen ist möchte ich das aktuelle Geschehen hier einmal etwas näher erläutern. Es geht um eine Mögliche Ausgleichszahlung an die Aktionäre. In den USA und auch Europa spekulieren die Anleger gerade darauf das JP Morgan die die angeschlagene WaMu im September 2008 für 1,9 Milliarden Dollar übernommen hatte deutlich zu wenig dafür bezahlt haben könnte und somit den Aktionären eine Ausgleichszahlung zustehen müsse. Nach den Berechnungen einiger Analysten könnte der wahre Wert der Washington Mutual zum Zeitpunkt der Übernahme bis zu 20 Milliarden Dollar betragen haben. Abzüglich der Verbindlichkeiten von ca 8 Milliarden Dollar hätte JP Morgan also – je nach Einschätzung – zwischen 8 und 12 Milliarden Dollar bezahlen müssen.

Ein Gericht soll nun entscheiden wie der tatsächliche Wert der Washington Mutual zu ermitteln ist. Sollte man befinden das das Unternehmen damals wenigstens 8 Milliarden Dollar netto wert war würde den Aktionären bezogen auf die 1,7 Milliarden Stammaktien also eine Ausgleichszahlung zum jetzigen Kurs auf 4,70 Dollar zustehen. Immerhin eine Rendite von jetzt noch knapp 1000 Prozent! Kein Wunder also das sich hier alle Zocker dieser Welt tummeln um ein ordentliches Stück vom Kuchen ab zu bekommen.

Gestern machten nun aber Gerüchte die Runde das im Falle eines Schiedsspruch zu Gunsten von WaMu lediglich die Besitzer der Anleihen mit einer entsprechenden Ausgleichszahlung berücksichtigt würden, die Aktionäre also nichts vom großen Kuchen abbekommen werden. Seitdem wurde die Aktie wieder stark verkauft und notiert aktuell bei ca. 0,33 Euro. Ob an den Gerüchten etwas dran ist weiß wohl niemand so genau. Das die Aktie aber nach einem Kursanstieg von 300 Prozent auch mal etwas heftiger korrigiert ist fast zwangsläufig so. Je nachdem wie der Urteilsspruch dann ausfallen wird ist hier alles möglich. Anleger die sich auf diesen Zock einlassen sollten sich des Risikos bewusst sein an einem Tag 50% oder mehr Ihres eingesetzten Kapitals verlieren zu können.

Grundsätzlich bleibt also die Chance auf dicke Gewinne hier erhalten. Allerdings ist so ein „Investment“ mit vielerlei Hindernissen und Fragezeichen behaftet. Wenn Sie also Zocken wollen ist WaMuQ wohl einer der interessantesten Titel am Markt. Die anderen oben genannten Titel haben in den letzten Tagen ebenfalls deutlich zugelegt. Denken Sie immer daran es kann genauso schnell wieder runter gehen wenn die Karawane weiter zieht. Auch ein Totalverlust Ihres Kapitals ist immer möglich! Also bitte nur mit kleinem Spielgeld mitspielen..

JP Morgan und Credit Suisse stufen Klöckner & Co. rauf

Die Aktien der Klöckner & Co AG können heute weiter deutlich zulegen und befinden sich somit nun bei unserem ersten Kursziel von 20,- Euro. Nach den gestern veröffentlichten Zahlen neigte die Aktie kurzzeitig zu Schwäche, hat aber den starken Aufwärtstrend nun wieder aufgenommen und sollte in den kommenden Tagen auch die Hürde von 20,- Euro deutlich überwinden können. Unterstützt wird diese Bewegung durch zwei neue Heraufstufungen für die Aktie von JP Morgan und der Credit Suisse die das Kursziel jeweils bei 25,- Euro sehen. Die gelieferten zahlen wurden als „solide“ empfunden und besonders die steigenden Stahlpreise und wieder anziehende Nachfrage lassen auf weitere starke Quartale hoffen.

Das gestern veröffentlichte Zahlenwerk war gemischt. Zwar machte der Stahlhändler im abgelaufenen Geschäftsjahr Verlust. Dennoch waren die Zahlen besser als dies vom Markt erwartet wurde. Besonders die Liquidität des Unternehmens dürfte aber wohl für die gute Stimmung gesorgt haben. Wie wir ja gestern bereits berichtet haben ist Klöckner & Co. aktuell schuldenfrei. Dieser Umstand dürfte in den jetzigen Zeiten besonders positiv sein. Man hat die aggressive Expansionspolitik im Unternehmen zwischenzeitlich zurückgefahren und konnte somit die Verbindlichkeiten in Höhe von 571 Millionen Euro vollständig tilgen. Klöko verfügt aktuell über ein Guthaben von ca. 150 Millionen Euro..

Klöckner & Co. ist und bleibt für uns ein Basisinvestment im Stahlbereich. Anders als Stahlhersteller ist das Unternehmen in der Lage deutlich schneller und flexibler auf die jeweiligen Marktgegebenheiten zu reagieren und dürfte somit auch einer der größten Gewinner dieser Krise sein. In diesem Jahr will man wieder schwarze Zahlen schreiben…Wir gehen davon aus das diese Prognose auch eintrifft..

IVG Immobilien immer noch mit Verlust

Die IVG Immobilien AG musste heute erneut einen Verlust in dreistelliger Millionenhöhe ausweisen und unterstreicht damit die schlechte Situation im Immobilienmarkt im Allgemeinen und für einige Unternehmen auch im ganz Speziellen. Nach den vorläufigen Berechnungen beläuft sich der Verlust im abgelaufenen Geschäftsjahr auf satte 158 Millionen Euro. Zwar war der Verlust im Vorjahr mit 451,7 Millionen Euro noch deutlich höher, dennoch kann man hier aus Anlegersicht wohl nicht von einem guten Ergebnis sprechen. Gerade im vierten Quartal waren noch einmal Wertanpassungen bei den Bestandsimmobilien und Entwicklungsprojekten vorgenommen worden und drückten die Bilanz entsprechend.

Die Erlöse stiegen 2009 auf 838,8 Mio EUR von 608,6 Mio EUR. Verantwortlich hierfür seien insbesondere die Fertigstellung und der Verkauf einer Immobilie in Italien sowie Vermietungsleistungen für den IVG Kavernenfonds gewesen, teilte die Immobiliengesellschaft weiter mit. Das Finanzergebnis beläuft sich auf einen Verlust von 253,4 Mio EUR, verglichen mit einem Minus von 398,5 Mio EUR im Jahr zuvor. Die  IVG Führung setzt nun weiter auf Kostenreduktion und Schuldenabbau um die Situation des Unternehmens weiter zu verbessern. Man darf gespannt sein ob dies gelingen wird…

Der Sektor der Immobilienaktien bleibt nach wie vor schwierig und mit hohen Risiken behaftet. Andere Branchenvertreter wie Vivacon, notieren im Pennystock-Bereich und dürften diesen wohl auch nicht so schnell wieder verlassen. Bedingt durch teilweise sehr undurchsichtige Informationspolitik einiger Unternehmen ist eine realistische Einschätzung der wirklichen Situation in der sich diese Unternehmen befinden nicht mehr möglich. Gagfah, Patrizia und TAG kämpfen ebenfalls allesamt mit ähnlichen Problemen…hohe Kreditkosten und eine schwache Nachfrage. Wir raten unseren Lesern weiterhin sehr vorsichtig bei Immobilienaktien. Einige werden dann irgendwann langfristig wieder interessant sein, andere wiederum vielleicht diese Krise nicht überleben!?!

Phoenix Solar – wieder gut im Geschäft

Die Zahlen waren besser als erwartet…mit einem um 17,5 Prozent gestiegenem Umsatz auf 473 Millionen Euro meldete sich das Solarunternehmen aus Sulzenmoos heute zurück an die Spitze der deutschen Solarwerte. Anders als die Branchenkollegen konnte Phoenix Solar seinen Umsatz im abgelaufenen vierten Quartal deutlich ankurbeln. Insgesamt wurde nach der Schwäche am Jahresanfang 2009 im letzten Quartal fast die Hälfte des gesamten Jahresumsatzes generiert. Das EBIT brach aufgrund der eingebrochenen Verkaufspreise und Abwertungen von Vorratsbeständen dagegen um über 60 Prozent auf 12,2 Millionen Euro ein. Der Überschuss sank in gleichem Maße auf 8,6 Millionen Euro. Insgesamt sind die vorgelegten vorläufigen Zahlen aber besser ausgefallen als von Analysten im Vorfeld erwartet.

Für das nun laufende Geschäftsjahr sieht Vorstand Andreas Hänel deutlich bessere Zeiten kommen. Zwar werde man die Förderungskürzungen der Bundesregierung, gerade im Bezug auf Agrarflächen weiterhin spüren, dennoch geht man bei Phoenix Solar davon aus das die Expansionsstrategie ins Ausland dies mehr als kompensieren dürfte. Eine genaue Prognose für das laufende Jahr will der Vorstand aber erst geben, wenn das endgültige Ergebnis der geplanten Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes in Deutschland vorliegt.

Überzeugen kann das Unternehmen ebenfalls durch den derzeit hohen Auftragsbestand von 296 Millionen Euro. Noch vor einem Jahr hatte Phoenix lediglich Bestellungen über 112 Millionen Euro vorliegen. Teilweise war die Nachfrage sogar so groß, dass Phoenix Solar  Lieferschwierigkeiten bekam. Die verkauften Modulmengen stiegen auf über 200 Megawatt – was einem Wachstum von 70 Prozent entspricht. Der weltweite Solarmarkt legte hingegen lediglich um knapp 20 Prozent zu..Das Anlegermagazin der Aktionär hat das Papier von Phoenix Solar heute erneut zum Kauf empfohlen..Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt aktuell bei ca. 40,- Euro je Aktie.

Allerdings sollte man als besonnener Anleger vor einem Kauf heute bedenken das in den USA gestern die Solarwerte wiedermal sehr schwach tendiert haben und der Markt ebenfalls heute Schwäche zeigt. das heute morgen entstandene Eröffnungs-Gap bei 27,50 Euro könnte also durchaus noch geschlossen werden. Dies dürfte dann wieder einen guten Einstiegszeitpunkt darstellen.Wir haben eine entsprechende Order im Markt platziert..

Klöckner & Co. ist schuldenfrei!

Heute morgen präsentierte die Klöckner& Co. AG ihr Zahlenwerk zum abgelaufenen Geschäftsjahr und die waren durchweg so wie erwartet. in manchen Teilbereichen konnte das Unternehmen sogar eine leicht positiv überraschen. Zwar hat die Wirtschaftskrise auch tiefe Spuren in der Bilanz des Stahlhändlers Klöckner hinterlassen, unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 186 Millionen Euro, dennoch lassen besonders die schnell umgesetzten Sparmaßnahmen vermuten das Klöckner bei einer weiter anziehenden Stahlnachfrage zu den Gewinnern dieser Entwicklung gehören dürfte.

Vor einem Jahr hatte das Unternehmen noch einen Überschuss 384 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Fehlbetrag beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) war hingegen nicht so schlimm wie befürchtet. Der Umsatz sank 2009 um 42,8 Prozent auf 3,9 Mrd. Euro. Für 2010 rechnet Klöckner bei „weiterhin herausfordernden Bedingungen“ mit nur einem leichten Anstieg der realen Nachfrage. Der erwartete organische Absatzanstieg von zehn Prozent werde hauptsächlich vom Lageraufbau bei den Kunden getrieben sein, hieß es in der Mitteilung. Inklusive der beiden jüngsten Akquisitionen geht das Unternehmen von einem Umsatzzuwachs von über 20 Prozent aus.

Nach den heftigen Einbrüchen in der ersten Jahreshälfte schrieb der Stahlhändler bereits im dritten Quartal operativ wieder schwarze Zahlen. Dieser Trend setzte sich in den letzten drei Monaten 2009 fort, als das Unternehmen auch beim Nettoergebnis nach vier verlustreichen Quartalen in Folge mit neun Mio. Euro wieder einen Gewinn verbuchen konnte. Dabei profitierte das Unternehmen von der Erholung bei den Stahlpreisen.

Klöckner hatte bereits im September 2008 auf den Ausbruch der Krise reagiert. Die aggressive Übernahmestrategie wurde ausgesetzt und ein Sparprogramm aufgelegt, das 134 Millionen Euro einbrachte. Seine Schulden baute der Konzern komplett ab. Aus den 571 Millionen Euro Netto-Verbindlichkeiten Ende 2008 wurde ein Jahr später ein Guthaben von 150 Millionen Euro. Dies gelang durch einen radikalen Abbau der Lagerbestände.

Seine Akquisitionsstrategie hat das Unternehmen wieder aufgenommen. Anfang des Monats schloss KlöCo die Übernahme des westfälischen Stahldienstleisters Becker, der einen Jahresumsatz von rund 600 Mio. Euro hat, ab. Im Januar kauften die Duisburger den Schweizer Stahlhändler Bläsi. Weitere Übernahmen in Europa und Nordamerika hat das Unternehmen im Blick. „Dabei wollen wir vor allem auch Schwächen der Wettbewerber in der Liquiditätsausstattung nutzen, um unsere Marktanteile gezielt auszubauen“, sagte Vorstandschef Gisbert Rühl.

Rally bei Solon?

Mit einem Kursplus von bis zu 20% gehört die Solon Aktie heute zu den Top-Performern im deutschen Aktienhandel. Das angeschlagene Berliner Solarunternehmen Solon kann einem Zeitungsbericht zufolge auf eine Bürgschaft des Staates hoffen. Nach Informationen der Berliner Morgenpost aus dem Umfeld des Berliner Senats hat der Bürgschaftsausschuss des Deutschlandfonds bereits zugestimmt. Nun müsse der Lenkungsausschuss noch entscheiden. Die Vereinbarung soll in der kommenden Woche unterschrieben und dann auch verkündet werden.

Solon hat im vergangenen Jahr tiefrote Zahlen geschrieben. Unter dem Strich wurde ein Verlust von 195 Millionen Euro eingefahren. Derzeit verhandelt das Unternehmen mit seinen Banken über eine Umschuldung für kurzfristige Kredite von rund 200 Millionen Euro.  Das KGV für 2011 wird immer noch mit 47 angegeben. Im Falle das die Bürgschaft erfolgreich platziert werden kann sieht es operativ aber immer noch nicht deutlich besser aus bei dem Solarunternehmen. Angesichts der heute doch eher schwachen Umsätze in der Aktie gehen wir nicht davon aus das dieses Kursplus gehalten werden kann.

Eon, Deutsche Post, Conti, Klöckner, Heidelcement, Porsche und VW

Die Vorgaben aus den USA waren besser als erwartet, so dass wir auch in der kommenden Handelswoche mit weiter steigenden Notierungen rechnen. Der massive Abschwung auf dem US-Arbeitsmarkt ist zum Stehen gekommen. Die Arbeitslosenquote hat im Februar unverändert bei 9,7 Prozent gelegen. Nach Informationen des Arbeitsministeriums in Washington verloren im vergangenen Monat 34.000 Amerikaner ihren Job, größtenteils in der Baubranche und auf dem Informationssektor. Es besteht aber nun wieder berechtigte Hoffnung das auch am amerikanischen Arbeitsmarkt die Trendwende nicht mehr allzu fern ist. Dies sollte dann morgen auch an den asiatischen Börsen erst einmal zu einer weiteren kleinen Erleichterungsrally führen.

Unterstützung dürften die Geschäftszahlen von Dax-Konzernen wie Eon oder der Deutschen Post liefern. Konjunkturdaten sollten – so die Prognosen von Volkswirten – eine anhaltende wirtschaftliche Erholung belegen. In der abgelaufenen Woche hat der Dax knapp vier Prozent gewonnen. Wesentlicher Treiber war Griechenland mit seinem auf den Weg gebrachten Sparpaket und der erfolgreichen Platzierung einer lang erwarteten Anleihe. Sofern neue Hiobsbotschaften aus diesem Land und anderen hoch verschuldeten europäischen Mittelmeeranrainern ausbleiben, hätten die Aktienmärkte gute Chancen, weiter zuzulegen.

Einige Werte haben sich in der abgelaufenen Woche besonders hervor getan, so z.B. die Aktie von Continental, die nach einem Schwächeanfall zu einem starken Rebound angesetzt hat und am Freitag noch einmal mit einem satten Plus von fast 7% aus dem rennen ging. Hier stehen die Chancen für eine fortgeführte Aufwärtsbewegung jetzt sehe gut. Auch aus charttechnischer Sicht sollte nun die 40,- Euro Marke ins Visier genommen werden. Später, bei weiter freundlichem Umfeld sind auch 45,- Euro wieder drin.

Die Aktie von HeidelCement hat sich ebenfalls wieder deutlich erholt und notiert bei ca. 41,- Euro. Unser Wochenkursziel hier lautet 43,50 mit anschließend weiter positiver Tendenz. Ebenfalls wieder deutlich nach oben gelaufen sind die Titel von Klöckner & Co. die derzeit mit der 19,- Euro Hürde kämpfen. Am Dienstag werden die Zahlen veröffentlicht un diese sind wahrscheinlich eher schlecht, vielleicht aber besser als erwartet. Dann sollte die Klöko Aktie auch die 20,- Euro Marke hinter sich lassen können.

Porsche und VW Aktien entwickeln sich weiter wie erwartet gut. besonders die VW Stammaktien legen am Freitag deutlich, um über 7% nach einem positiven Analystenkommentar der Citigroup zu. Wir rechnen damit das auch die Vorzugsaktien weiterhin positiv performen werden. Ebenso erfreulich ist die Rückkehr der Porsche Aktie deutlich über die 40,- Euro Marke. Nächste Ziele wären hier nun 43,- bzw. 44,- Euro. Der Swiss Re Aktie gelang der Sprung über die charttechnisch so wichtige Marke von 50,- CHF, somit gehen wir nun davon aus das der schweizer Rückversicherer bald neue Höchstkurse vermelden wird.

Es läuft wieder rund an den Börsen! Bei aller Euphorie sollte man dennoch weiterhin die richtige Exit-Strategie im Auge behalten. Die Indizes nähern sich wiedermal sehr rasch ihren Höchstständen und ein erneuter Abverkauf auf diesem Niveau ist dann durchaus vorstellbar. Noch ein kurzes Wort zu den Solarwerten, die wir ja in der vergangenen Woche etwas genauer unter die Lupe genommen haben. Es bleibt nach wie vor abzuwarten ob dies nun eine technische Gegenbewegung ist oder ein nachhaltiger Turnarrount. Wir würden uns hier nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Ausnahme ist und bleibt die Centrotherm Aktie die wir langfristig für sehr aussichtsreich halten.

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