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Centrotherm – Analystenchaos

Die Centrotherm Aktie wird weiter unter minimalen Umsätzen nach unten gedrückt! Zahlreiche Analystenmeinungen bestätigen der Aktie jedoch enormes Kusrpotenzial, bis uaf ein paar wenige Ausnahmen. Für fragwürdig halten wir persönlich die jüngste Einschätzung zur Centrotherm Aktie der HSBC die Ihr Kursziel nun mit 14,- Euro angibt und dabei auf die schwachen Zahlen für 2009 und eine deutlich verfehlte Markterwartung beziehen. Man stellt sich hier zwangsläufig die Frage ob wir den selben Jahresbericht gelesen haben!?! „So hätten die Ergebnisse die Markterwartungen unter anderem aufgrund höherer Kosten bei Silizium und Dünnschicht deutlich verfehlt.“ was bitte hat ein Anlagebauer mit Siliziumpreisen am Hut? Geballte Kompetenz!

Auch der Goodmode Trader, den wir im Übrigen sehr schätzen, vergisst bei seinen inzwischen fast täglichen Chartanalysen zu dem Wert auch mal auf einen wichtigen Widerstand bzw. eine Unterstützung bei aktuell 27,20 Euro hin zu weisen. Diese Marke wurde heute erfolgreich getestet!Natürlich ist der Kursverlauf der Aktie momentan alles andere als erfreulich, es sei denn man ist hier short gegangen. Dennoch sind wir nach wie vor der Meinung das die momentan teilweise bestehende Panik nichts mit den fundamentalen Daten des Unternehmens zu tun hat. Die Kursziele der Kollegen von der Citigroup und Berenberg Bank mit 45,- bzw. 42,- Euro sowie die der Commerzbank mit 46,- Euro halten wir da doch für deutlich realistischer. Wie auch immer die Aktie ist momentan angezählt aber auch jederzeit gut für einen schnellen Rebound gut. Wir haben unsere Position heute noch einmal aufgestockt. Lesen Sie dazu auch bitte das Interview das heute im AKTIONÄR erschienen ist…

Große Veränderungen belasten die Solarbranche. Commerzbank-Analyst Robert Schramm sagt, wie schlimm es wirklich wird und wieso er langfristig dennoch an den Sonnensektor glaubt. Der Ausverkauf im Solarsektor ist im vollen Gange. Aufgrund der EEG-Novelle – Solarworld-Chef Frank Asbeck spricht sogar von der Zerstörung großer Teile der Branche – freuen sich derzeit nur Anleger, die sich auf der Short-Seite positioniert haben. DER AKTIONÄR hat Commerzbank-Analyst Robert Schramm zur aktuellen Lage befragt.

Herr Schramm, wie dramatisch sind die EEG-Veränderungen für den deutschen Solarsektor wirklich?
Robert Schramm: Die Höhe der Vergütungseinschneidung und das Tempo, in dem das umgesetzt wird, waren für den Kapitalmarkt und die Firmen negativ überraschend. Das wird den Markt aber nicht zerstören. Wir haben weiterhin ein Umfeld, in welchem der Markt in Deutschland 2,5 oder 3,0 Gigawatt groß sein kann.

Welche Firmen sind die größten Verlierer des neuen Umfeldes?
Für Solarhersteller wie Solon, Solarworld oder Q-Cells, die stark am Heimatmarkt hängen – Solarworld setzt etwa zwei Drittel seiner Module in Deutschland ab – wird es in den nächsten Jahren hart werden. Solarworld hat eine Premiumstrategie und verkauft die teuersten Module der Welt. Dieser Ansatz kommt nun besonders unter Druck. Solarworld wird dennoch auch nach den Förderkürzungen noch eine positive Marge erzielen können. Während Solarworld seine Preise fast so stark wie die Vergütungsreduzierung senken werden muss, kann es sein, dass asiatische Hersteller mit kleineren Preissenkungen auskommen werden. Grundsätzlich haben es Solarmodulhersteller mit niedriger Kostenbasis derzeit leichter.

Welche der deutschen Solarplayer sind gut positioniert?
Am besten werden Händler, Projektierer und Solarmaschinenbauer mit der Kürzung der Einspeisevergütung zurecht kommen. Unsere Favoriten sind Phoenix Solar, Centrotherm oder SMA  Solar und derzeit weniger die Produzenten.

Wie geht es mittelfristig mit dem Sektor weiter, und was sollten Anleger beachten?
Wir glauben, dass das Wachstum auch künftig extrem stark sein wird. Die USA, Frankreich, Italien sowie Asien werden Wachstumstreiber und die deutsche Marktschwäche überkompensieren. Für Anleger ist es wichtig geworden, Selektion zu betreiben….Aus fundamentaler Sicht bleibt die Aktie interessant: Als technologisch führender und in Asien stark vertretener Solarmaschinenbauer dürfte sich Centrotherm auch auf lange Sicht durchsetzen. Die Aktie bleibt auf der Watchlist.

Solarworld – ähnlich schlecht wie Q-Cells und Solon?

Ganz im Gegensatz zu Centrotherm waren die Solarworld Zahlen erwartungsgemäß nicht so berauschend. Auch hier drückt der weitere Preisverfall in der Solarbranche kräftig auf die Margen und konnte dnicht durch einen entsprechenden Umsatzanstieg abgefedert werden.Das Photovoltaik-Unternehmen hat somit im vergangenen Jahr stärker unter dem heftigen Preisverfall in der Branche gelitten als erwartet. Trotz eines starken Schlussquartals sank der operative Gewinn (Ebit) um ein Drittel auf 151,8 Mill. Euro, wie die im TecDax notierte Gesellschaft am Donnerstag in Bonn mitteilte. Damit verfehlte das Unternehmen die Erwartungen von Analysten deutlich. Der Überschuss brach sogar um 60 Prozent auf 59 Mill. Euro ein. Dafür machte der Vorstand auch negative Steuereffekte verantwortlich.

Dennoch schlug sich Solarworld immer noch deutlich besser als viele andere Firmen der Branche, die angesichts der dramatischen Veränderungen des Solarmarktes tief in die roten Zahlen gerutscht waren. Den Umsatz steigerte Solarworld um gut zwölf Prozent auf 1,01 Mrd. Euro, wie das Unternehmen bereits Anfang Januar mitgeteilt hatte. Für das laufenden Jahr gab der Vorstand das Ziel aus, das Umsatzniveau von einer Milliarde Euro nachhaltig zu übertreffen. Zur erwarteten Profitabilität machte Solarworld keine Angaben. Die liquiden Mittel bezifferte der Solarworld-Vorstand mit 936 Millionen Euro. Man kann also zumindest sagen das das Zahlenwerk von Solarworld geringfügig besser ausgefallen ist als bei der Konkurrenz, diese dennoch aber alles andere als ein Grund zum Jubeln sind…

Centrotherm gewohnt stark!

Gestern hatten wohl die wenigsten noch an gute Zahlen bei der Centrotherm Aktie geglaubt. Heute morgen dann kamen die offziellen Vorab zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr des Anlagenbauers, und die konnten sich sehen lassen. Der auf die Solarindustrie spezialisierten Anlagenbauer Centrotherm ist nach eigenen Angaben vielversprechend in das neue Geschäftsjahr gestartet und will seinen Wachstumskurs fortsetzen. Für 2010 sei mit einem Umsatz von 550 bis 580 Millionen Euro zu rechnen, teilte das im TecDax notierte Unternehmen am Donnerstag mit. 2009 hatte Centrotherm Erlöse in Höhe von 509,1 Millionen Euro erzielt und damit das unter Ende seiner eigenen Prognosespanne erreicht.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich von 57,5 Millionen auf 58,6 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) sank unter anderem wegen Abschreibungen und des steigenden Preisdrucks in der Branche von 43,5 Millionen auf 37,2 Millionen Euro. Das Unternehmen hatte zum Jahresende einen Auftragsbestand von 790 Mio. Euro. Im Rahmen der laufenden Überprüfung des Auftragsbuchs wurden Aufträge im Volumen von rund 100 Mio. Euro aus dem Auftragsbuch genommen. Darunter war unter anderem ein Auftrag aus dem Dünnschichtbereich, das Projekt wurde kundenseitig verschoben. Das Unternehmen startet optimistisch ins neue Geschäftsjahr: centrotherm photovoltaics ist im Equipmentbereich bis weit in das Jahr 2010 ausgelastet.

Centrotherm Photovoltaics profitiert zudem von einer starken Position in den asiatischen Märkten. So begleitete das Unternehmen beispielsweise den weltgrößten Schiffsbauer Hyundai Heavy Industries beim Einstieg in den Photovoltaik-Markt. Die insgesamt verbesserte Marktentwicklung spiegelt sich insbesondere im Auftragseingang bei Einzelequipment im Bereich Solarzelle&Wafer wider: Nachdem im vierten Quartal vom Auftragseingang in Höhe von insgesamt 117 Mio. Euro rund 70 Mio. Euro auf Einzelequipment entfielen, kamen in den ersten Wochen des neuen Geschäftsjahres Aufträge mit einem Volumen von rund 63 Mio. Euro hinzu. Darüber hinaus wurden weitere Großaufträge gewonnen, die gemäß der vorsichtigen Auftragsbuchpolitik erst dann als Auftragseingang verbucht werden, wenn entsprechende Sicherheiten vorliegen…

Wie bereits gestern berichtet halten wir den jüngsten Kursverlauf der Aktie für extrem überzogen. Spekulationen ob hier Shortseller am Werke sind oder es einfach an den derzeit schwachen Umsätzen in der Aktie liegt machen die Runde. Letztendlich ist das aus fundamentaler Sicht aber egal und die Aktie dürfte sehr bald in die Gegenbewegung über gehen. Zwar musste auch Centrotherm beim Gewinn etwas zurückstecken, dies sollte aber nur eine leichte und vorübergehende Schwäche sein.

Bilfinger Berger stürzt ab!

Nochmal ein sattes Minus von aktuell 9,5% schickt die Bilfinger Berger Aktie in ungeahnte Tiefen. Immer neue Pfuschvorwürfe beim U-Bahn Bau in Köln und Düsseldorf belasten den Kurs des Unternehmens. Bilfinger Chef Herbert Bodner gab sich zuletzt zuversichtlich und ist entschlossen den eigentlich guten Ruf seines Unternehmens zu verteidigen. Doch nun herrscht auch in Düsseldorf helle Aufregung. Am Dienstag hat der Baukonzern eingeräumt: Auch hier ist beim U-Bahn-Bau wahrscheinlich gepfuscht worden. Die Stadt hat als Bauherr Starfanzeige gegen zwei Mitarbeiter gestellt. Nach dem Skandal um den Bau der Kölner U-Bahn, der seit Tagen für immer neue Schlagzeilen sorgt, kündigt sich nun der nächste Bau-GAU an.

Düsseldorf und Köln sind nicht die einzigen Fälle. An der ICE-Strecke Nürnberg-München werden 500 Erdanker geprüft, die der Konzern in die Böschungen unter der Gleisanlage eingebaut hat. Über allem schwebt die Frage: Wer trägt Schuld am Zusammenbruch des Kölner Stadtarchivs mit zwei Todesopfern vor einem Jahr? Bilfinger hat die Federführung der Arbeitsgemeinschaft, die vor dem Gebäude grub. Massenhaft sollen Mitarbeiter in Köln Eisen verschoben haben, statt es wie vorgeschrieben in kritische Stützwände einzubauen. Dutzende Messprotokolle sehen sich verdächtig ähnlich, sie sollen manipuliert worden sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Die Nachrichten um Bilfinger belasten aber nicht nur den eigenen Aktienkurs sondern ziehen die gesamte deutsche Baubranche mit hinunter. So verzeichneten auch die Aktien von HeidelCement und Hochtief heute starke Abschläge, die wir in diesem Zusammenhang aber für deutlich übertrieben halten. Die Charttechnik bei der Bilfinger Aktie hingegen verheißt nicht viel Gutes. Einen weiteren Absturz in Richtung 40,- >Euro halten wir für durchaus möglich.

Phönix Solar, Centrotherm, Q-Cells, SMA Solar, Roth und Rau

Weiterhin herrscht extreme Unruhe in der Solarbranche und das offensichtlich weltweit. Die an den amerikanischen Börsen gelisteten Werte gaben gestern noch einmal nach. Zwar hielt sich der erneute Verlust bei den chinesischen Solarunternehmen in Grenzen, der amerikanische Branchenprimus First Solar wurde aber erneut mit minus 6,46 Prozent abgestraft. Dies ist unserer Auffassung nach aber relativ zu sehen, das sich die Überbewertung die bereits seit Jahren in dieser Aktie besteht nun allmählich einfach abbaut.

Ein etwas anderes Bild zeigt sich in der deutschen Solarwirtschaft..Phoenix Solar (- 3,2 Prozent auf 29,14 Euro) und allen voran Centrotherm (- 5,7 Prozent auf 33,82 Euro) wurden gestern erneut deutlich, und nach unserer Auffassung zu Unrecht abgestraft, wohin gegen die Unternehmen die an der jüngsten Entscheidung unserer Bundesregierung die Subventionen um 16% zu kürzen am meisten leiden dürften, verhältnismäßig glimpflich davon gekommen sind. Verkehrte Welt an den Börsen. Gerade bei Centrotherm die immer noch unter dünnen Umsätzen leidet halten wir diese Entwicklung für eine krasse Fehleinschätzung der Verkäufer.

Solarworld (- 1,2 Prozent auf 11,08 Euro) gab etwas nach. Der Solarzellenhersteller Q-Cells (+ 1,4 Prozent auf 7,84 Euro) fuhr im vierten Quartal aufgrund von Abschreibungen 411 Millionen Euro Verlust ein. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) weitete sich der Fehlbetrag von 164 auf 270 Millionen Euro aus. Im Gesamtjahr summiert sich das Minus auf 1,356 Milliarden Euro. Davon gingen nach eigenen Angaben 952 Millionen Euro auf das Konto von Buchverlusten und Abschreibungen auf Beteiligungen. Der Umsatz schrumpfte 2009 von 1,25 Milliarden auf 801 Millionen Euro. Im Schlußquartal flossen 251 Millionen Euro durch die Bücher. Die Q-Cells Aktie konnte trotzdem zulegen!??

Einen Lichtblick gab es dann doch noch am gestrigen Handesltag! Im vergangenen Jahr steigerte SMA Solar (- 0,2 Prozent auf 85,62 Euro) den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 167 auf 228 Millionen Euro. Der Anbieter von Solar-Wechselrichtern hatte im Vorfeld 195 bis 225 Millionen Euro prognostiziert. Der Umsatz kletterte von 682 auf 934 Millionen Euro. Die eigene Prognose lag bei 850 bis 900 Millionen Euro. Die EBIT-Marge sank von 24,6 auf 24,4 Prozent. Im laufenden Jahr sollen 1,1 bis 1,3 Milliarden Euro umgesetzt werden. Der erhöhte Kostendruck werden die EBIT-Marge auf 20 bis 23 Prozent sinken lassen, warnte SMA Solar. Alles in allem waren dies aber sehr vernünftige Zahlen die überzeugen konnten.

Zusammen mit Phönix Solar dürfte die SMA Solar eine der interessanteste Titel aus dem Solarsektor in den kommenden Monaten bleiben. Ebenso wie die Centrotherm Aktie die wohl eher wegen der schwachen Nachfrageseite kleidet als das der Kursverfall fundamental begründet wäre. Die Aktie von Roth und Rau musste gestern ebenfalls deutlich abgeben und notiert inzwischen wieder nahe der Marke von 25,- Euro. Im direkten Vergleich mit Centrotherm, – soweit dieser gestattet ist – könnte die Roth und Rau Aktie aber noch bis knapp über 20,- Euro nachgeben wenn der Gesamtsektor schwach bleibt. Bei Centrotherm dürfte nun die richtige zeit für ein Investment gekommen sein..

Citigbank heißt jetzt Targobank

Die Citigbank heißt jetzt TARGOBANK und möchte mit dieser Umfirmierung neues Vertrauen bei den Kunden schaffen sowie die Altlasten vergessen machen. Seit gestern tritt sie nach der im vergangenen Sommer getroffenen Entscheidung für den neuen Namen nunmehr auch im Markt sichtbar als TARGOBANK auf. Die seit Dezember 2008 zur französischen Bankengruppe Crédit Mutuel, eine der größten Genossenschaftsbanken Europas, gehörende TARGOBANK wird Privatkunden ein Leistungsangebot für alle finanzielle Lebenssituationen bieten. Auch die CiV Versicherungen haben daraufhin ihren Namen und ihr Erscheinungsbild gemäß der Bank geändert. Die Versicherung mit Sitz in Hilden heißen ab sofort TARGO Lebensversicherung AG und TARGO Versicherung AG.

Namensänderungen in der Finanzbranche haben derzeit Konjunktur. Die Citibank verwandelte sich über das Wochenende zur Targobank. Die Karstadt Quelle Versicherung wird fortan den Namen des Mutterkonzerns „Ergo Direkt“ am Markt tragen. Es gibt vor allem drei Gründe, weshalb Finanzdienstleister ihren Namen wechseln: Sie bekommen eine neue Mutter und möchten von deren starken Markennamen profitieren. Das ist aber vor allem dann sinnvoll, wenn der eigene, althergebrachte Name den Glanz verloren hat und gar ein schlechtes Image hatte. Manchmal ist es aber auch pure juristische Notwendigkeit, und manchmal greifen auch alle Gründe ineinander.

Wer aber kurzfristig einen Betrag bei ordentlicher Verzinsung parken möchte der sollte sich das aktuelle Angebot der Targobank einmal näher anschauen. Mit 3% per annum auf Sicht der ersten 6 Monate kann man also bei der „neuen“ Bank zumindest als Anleger von der Imagepflege profitieren, und vergleichsweise gute Konditionen erzielen.

Der Investors Inside Gold-Report

Der Goldmarkt bzw. der Preis des Edelmetalls und die zu erwartende Entwicklung in den kommenden Monaten und Jahren beschäftigt derzeit die Gemüter. Während Investoren wie Mark Faber in den kommenden 2 Jahren einen Goldpreis von bis zu 5.000,- Dollar je Feinunze voraussagen gibt es auch durchaus kritische Stimmen. Wir haben uns in unserer Neuen Jahresprognose für Gold etwas näher mit den Chancen uns Risken eines Investments beschäftigt uns stellen diese Analyse unseren Lesern des Email Newsletters in Kürze zu Verfügung.

Seit dem 01.01.2010 gibt es den kostenlosen Investors Inside Newsletter mit weiteren wertvollen Tipps, Anlageideen und geldwerten Vorteilen für Sie, über den auch die aktuelle Jahresprognose für das Börsenjahr 2010 verschickt worden ist. Jetzt haben wir die aktuelle Jahresprognose speziell für die zu erwartenden Bewegungen am Goldmarkt erstellt. Wenn auch Sie diesen Jahresausblick erhalten wollen sollten Sie sich schnell noch für den kostenlosen Investors Inside Newsletter hier anmelden.

Wie bereits gesagt, der Newsletter ist völlig kostenlos und unverbindlich, wird aber für Ihren Börsenerfolg in Zukunft einen entscheidenden Beitrag leisten können. Den aktuellen Stand des Langfristdepots finden Sie hier! Eine weitere Registrierungsmöglichkeit finden Sie rechts oben unter dem Begriff „Newsletter“! Melden Sie sich jetzt an, denn die Newsletter-Abonnenten wissen schon immer etwas früher und ausführlicher über das aktuelle Marktgeschehen und unsere Trades bescheid! Ich freue mich auf ein weiteres spannendes Börsenjahr mit Ihnen und verbleibe…mit herzlichen Grüßen

Ihr Lars Röhrig

Continental meistert die Krise

Die Continental AG ist auf erfreulichem Besserungskurs. Zwar wurden die Konsenzschätzungen nicht ganz erreicht, dennoch vermitteln alle gelieferten Daten das man die Krise im Griff hat. Für uns ist uns bleibt Conti auf diesem Niveau ein Schnäppchen!  Weltweit anziehende Automobilverkäufe, ein starkes Winterreifengeschäft und drastische Sparmaßnahmen haben der Continental AG Ende vergangenen Jahres wieder bessere Ergebnisse beschert. Zwar blieb dem Hannoveraner Automobilzulieferer im Schlussquartal 2009 unter dem Strich ein Verlust von 154 Mio EUR, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum von Minus  knapp 1,5 Mrd EUR war dies aber ein hervorragendes Ergebnis. Die von Dow Jones Newswires befragten Analysten hatten im Schnitt mit einem Quartalsverlust von 120 Mio EUR gerechnet.

Nach den tiefroten Zahlen der ersten neun Monaten beenden die Niedersachsen das vergangene Krisenjahr mit einem neuen Rekordverlust von 1,65 Mrd EUR. Grund dafür war auch die massive Aufräumaktion in der Bilanz: Conti hatte 876 Mio EUR auf den Firmenwert der im Herbst 2007 erworbenen Siemens VDO abgeschrieben. Am Umsatz des vierten Quartals lässt sich die leichte Erholung der Nachfrage der Automobilkonzerne nach Elektronikbauteilen, Fahrzeugkomponenten und Reifen ablesen. Der Erlös stieg von Oktober bis Dezember um rund 600 Mio EUR auf 5,7 Mrd EUR. Auch wenn das Geschäft im Vorjahreszeitraum durch die Wirtschaftskrise massiv eingebrochen war, konnte Conti mit dem Plus positiv überraschen: Die befragten Analysten hatten im Schnitt nur mit 5,4 Mrd EUR Einnahmen gerechnet.

Operativ blieb Conti im Schlussquartal in den schwarzen Zahlen. Die Hannoveraner erzielten vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf den Firmenwert der einstigen Siemens VDO einen Gewinn von 504 Mio EUR. Im Vorjahreszeitraum stand hier ein Minus von 1,29 Mrd EUR. Auch beim Schuldenabbau kamen die Hannoveraner voran. Conti stand Ende des Jahres 2009 mit knapp 8,9 Mrd EUR bei den Geldgebern in der Kreide. Der Großteil davon stammt noch aus dem milliardenschweren Kauf der einstigen Siemens VDO im Herbst 2007.

Kein Sonnenaufgang bei Q-Cells, Solarworld, Conergy und Co.

Und wieder ein schwerer Schlag für die deutsche Solarbranche. Das Geschäft des Solarzellenherstellers Q-Cells ist wegen des dramatischen Preisverfalls und erheblicher Abschreibungen im vergangenen Jahr regelrecht abgestürzt. Der einstige Börsenliebling musste einen Nettoverlust von fast 1,4 Milliarden Euro hinnehmen, wie die im TecDax notierte Gesellschaft am Dienstag in Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt) auf der Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Das Ergebnis war noch deutlich schlechter als von Analysten erwartet. Darin enthalten sind Abschreibungen auf Tochterunternehmen und Beteiligungen von 952 Millionen Euro. 2008 hatte das Unternehmen noch einen Überschuss von 190,6 Millionen Euro erzielt. Der Umsatz sank um mehr als ein Drittel auf 801 Millionen Euro. Die zuletzt deutlich gesenkten Kursziele einiger Analysten dürften nun nicht mehr allzu weit entfernt sein.

Mit zum Teil heftigen Kursabschlägen verabschiedeten sich am Freitagabend die in New York notierten Solartitel ins Wochendende. Branchenprimus First Solar und Canadian Solar führten die Verliererlisten an. Die schlechte Stimmung im Sektor dürfte auch die deutschen Titel weiter belasten. Zwei Meldungen schickten die Solaraktien zum Wochenausklang auf Talfahrt: Der Branchenriese First Solar lieferte zwar überraschend gute Quartalszahlen, gab aber einen sehr zurückhaltenden Ausblick ab. Die Aktie gab um über acht Prozent nach. Noch schlimmer traf es Canadian Solar. Das ausschließlich in China produzierende Solarunternehmen warnte vor schrumpfenden Margen wegen Problemen bei der Produktion und voller Lager. Der Titel kam mit einem Verlust von fast 16 Prozent besonders stark unter die Räder.

Commerzbank schockt erneut

Erwartungsgemäß waren die Zahlen der Commerzbank mal wieder eher als katastrophal zu bezeichnen. Anleger reagieren geschockt und schicken die Aktie nachbörslich in den Keller. Unterm Strich ist im vierten Quartal ein Verlust im operativen Geschäft von 1,6 Milliarden Euro entstanden. Analysten hatten lediglich mit 1,2 bis 1,5 Milliarden gerechnet. Die Bank begründet das überraschend schlechte Abschneiden mit den hohen Abschreibungen im Handelsgeschäft. Wir hatten ja bereits darauf hingewiesen das der Abschreibungsbedarf bei Deutschlands zweitgrößter Bank weiterhin enorm sein dürfte.

Damit hat die Commerzbank nach der Übernahme der angeschlagenen Dresdner Bank die Krise noch immer nicht überwunden. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Jahresverlust von 3,7 bis vier Milliarden Euro unter dem Strich. Der vom Staat gestützte Dax-Konzern hatte Anfang November angesichts von Kreditausfällen selbst einen Milliardenverlust für 2009 vorhergesagt. Schon in den ersten neun Monaten hatte sich der Verlust vor allem wegen der Integration der Ende August 2008 gekauften Dresdner Bank auf knapp 2,7 Milliarden Euro summiert. Weiterhin raten wir unseren Lesern die Commerzbank Aktie somit eher zu meiden.

Aurelius übernimmt ISOCHEM Gruppe

Die Industrieholding Aurelius aus München, hat heute bekannt gegeben, dass man zusammen mit dem staatlichen Konzern SNPE Group aus Frankreich, die vollständige Übernahme der ISOCHEM Gruppe vereinbart hat. Das Unternehmen Isochem sieht sich selbst als führenden Anbieter von Feinchemikalien sowie von Phosgen und Phosgen-Derivaten für Kunden aus den Bereichen Pharma, Kosmetik, Agrochemie sowie Intermediäre. Die Firma erwirtschaftete zuletzt mit ca. 530 Mitarbeitern einen Gesamtjahresumsatz in Höhe von 113 Millionen Euro. Dabei produziert Isochem an vier französischen Standorten sowie je einem in Ungarn den USA, Großbritannien und Deutschland.

Mit der Aurelius AG haben wir einen starken Partner für die weiterhin erfolgreiche Zukunft von Isochem gefunden´, sagt Antoine Gendry, CEO von SNPE. Über den Kaufpreis haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart. Der geplante Kauf der Isochem steht allerdings erst nach der Zustimmung durch die französische Regierung und der zuständigen Kartellbehörden. Mit der geplanten Übernahme erhöht Isochem die Zahl seiner aktiven Beteiligungen nun wieder auf 15 und investiert erstmals damit in ein Chemieunternehmen.

Die Aurelius AG wird sein neues Beteiligungsunternehmen insbesondere bei der Wahrnehmung der Wachstumschancen unter die Arme greifen. Ebenso wird Isochem beim Eintritt in neue Märkte und der Entwicklung neuer Produkte, Technologien und kundenspezifischer Lösungen gezielt unterstützt. Zusätzlich zählen die Intensivierung des internationalen Vertriebs vor allem in den USA und in Osteuropa, sowie die Verbesserung der operativen Prozesse, zu den Aufgaben von Aurelius.

Bayer, RWE, Henkel, Commerzbank, Allianz, Postbank, BASF und die Deutsche Telekom

Die kommende Woche hat es mal wieder in sich. Insgesamt berichten 10 Dax Größen ihre Zahlen zum abgelaufenen Quartal. Bayer, RWE, Henkel, Merck, Fresenius, Commerzbank, Allianz, Postbank, BASF und die Deutsche Telekom. Einige Marktteilnehmer erwarten hier wiedermal ein paar deutlich positive Überraschungen, nachdem die bisherige Berichtssaison mal abgesehen von Daimler sehr gut verlaufen ist. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in den USA wo sich die Berichtssaison inzwischen wieder dem Ende zu neigt. Inzwischen haben fast 90 Prozent aller Unternehmen im S&P 500 ihr Zahlenwerk veröffentlicht. Immerhin satte 72 Prozent davon schnitten dabei besser oder gar deutlich besser ab als der Marktkonsens dies erwartet hätte.

Wir erwarten durchweg also eine weitere positive Börsenwoche ohne negative Überraschungen. Die anstehenden Konjunkturdaten sollten ebenfalls ihren Beitrag dazu leisten das sich die Indizes weiter erholen können. Der Dax konnte in der abgelaufenen Woche bereits wieder 3,2 Prozent zulegen und liegt somit „nur“ noch 4,65 Prozent unter den Höchstständen aus dem Januar. Die Problematik um Griechenland wird sicherlich weiter Einfluss auf die Entwicklung des Euroraumes und damit auf den Euro selbst ausüben, eine weitere Panik halten wir allerdings für eher unwahrscheinlich. Viel wichtiger dürfte die am Mittwoch geplante Veröffentlichung des ifo-Index sein. Der Geschäftsklimaindex wird wieder wichtige Hinweise auf die tatsächliche Beschaffenheit der Konjunktur liefern. Große Steigerungen werden hier derzeit nicht erwartet, sondern eher eine Bestätigung des positiven Trends.

In den USA werden die Auftragseingänge für langlebige Güter am Donnerstag zeigen, ob sich die zuletzt zu beobachtende Belebung der Investitionen zu Jahresbeginn fortgesetzt hat. Daneben steht die erste Revision der BIP-Daten für das vierte Quartal an. Am Mittwoch wird US-Notenbankchef Ben Bernanke zu einer Anhörung vor dem Kongress erwartet. Nachdem die Zentralbank am Donnerstag erstmals seit Ausbruch der Krise im Jahr 2007 den Zinssatz für Übernachtkredite angehoben hat, werden die Abgeordneten vehement nachfragen, wie es mit der amerikanischen Geldpolitik nun weitergeht. Bernanke hatte den Schritt zwar kürzlich angekündigt. Dass er so schnell Ernst macht, kam aber für viele unerwartet. Weiterhin sollte dies aber nicht beunruhigen. Es dürfte viel mehr um die Wahrung der eigenen Position, als um eine tatsächliche Zinswende gehen…

Noch einmal zu den Dax Unternehmen die sich diese Woche präsentieren werden. RWE leidet derzeit unter einer deutlichen Herabstufung durch die Societe Generale mit einem Kursziel von 56,- Euro. Hier ist wohl etwas Vorsicht angebracht. Die Commerzbank AG könnte der große Wackelkandidat der kommenden Woche sein. Auch hier wurde das Kursziel von Analysten der Equinet zuletzt deutlich gesenkt. Bei Bayer und BASF dürften solide Bilanzen die Kurse eher nicht großartig bewegen ebenso wie bei Fresenius. Die Henkel Zahlen sind grundsätzlich bekannt, lediglich der Ausblick auf die kommenden Quartale kann hier noch Überraschungen bringen. positive Überraschungen könnte es bei der Postbank und Allianz geben ebenso wie bei der Deutschen Telekom.

Wir bleiben bullish für die kommende Handelswoche und rechnen mit einem ruhigen Handel mit weiterhin positiver Tendenz. Allmählich sollten auch die Umsätze in den einzelnen Aktien wieder zunehmen und das Stopp-Loss-Fishing zur Börseneröffnung wieder zurückgehen. Einzelne Sektoren bleiben aber angeschlagen wie z.B. die Solarbranche. Hier ist es wohl noch zu früh um sich nach aussichtsreichen Kandidaten um zu schauen. Behalten Sie aber bei aller Freude über wieder steigende Kurse die politische Situation in Europa im Auge. Der Wind könnte auch wieder drehen. Heute warnt die BaFin vor Bankenpleiten in Europa falls sich die Probleme ausweiten. Grundsätzlich trauen wir gerade der BaFin aber schon lange keine realistischen Einschätzungen mehr zu…

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