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China – schnell wachsen auf Pump!

Das hatten wir doch alles schon ein- zweimal..Die heutigen Meldungen über die Wachstumsaussichten Chinas in den kommenden Monaten muss aufmerksame Anleger aufhorchen lassen. Die Volksrepublik plant auch weiter hohe Wachstumsraten von 8 Prozent zu erzielen. Leider gibt es bei der jüngsten Wachstumseuphorie einen klitzekleinen Haken. Wie bereits andere Nationen vor den Chinesen soll der überwiegende Teil dieses wundersamen Wachstums auf Pump finanziert werden. Das Haushaltsdefizit soll wegen bedeutend geringerer Einnahmen auf 1,05 Billionen Yuan, umgerechnet 100 Mrd. Euro, ansteigen. Das ist der höchste Stand seit Gründung der Volksrepublik vor 60 Jahren.

Das Defizit liegt bei 2,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes und damit aber unter der kritischen Schwelle von drei Prozent. Nach der Ankurbelung der Wirtschaft im vergangenen Jahr durch massive Finanzspritzen sollen die Staatsausgaben in diesem Jahr mit 11,4 Prozent nur noch etwa halb so stark wie 2009 steigen. Das Ziel der Chinesen bleibt schnelles uns beständiges Wachstum . Dies soll auch weiterhin durch eine entsprechend lockere Fiskalpolitik erreicht werden. Geld bleibt billig!

Dennoch gab es durchaus auch kritische aussagen aus den eigenen reihen der Chinesen. Dem starken Anstieg der Immobilienpreise und Spekulationen auf dem Wohnungsmarkt soll Einhalt geboten werden, was angesichts der Politik des billigen Geldes vielleicht schwer werden könnte..Wen Jiabao warnte auch vor „beträchtlichen Überkapazitäten in einigen Industrien“ und „wachsenden latenten Risiken im Bankwesen und in den öffentlichen Finanzen“. Auch wenn sich die Weltkonjunktur verbessere, gebe es weiter „viele destabilisierende Faktoren und Ungewissheiten in unserem externen Umfeld“, damit sind wohl wir gemeint 🙂

China bleibt ein interessanter Markt für Anleger und dies kann auch noch länger so bleiben, Dennoch mehren sich die Zeichen einer Überhitzung, bzw. entsprechenden Überschuldung und auch hier ist jederzeit ein mehr oder minder heftiger Rückschlag an den Aktienmärkten denkbar. Natürlich dürfte dies dann auch deutliche Auswirkungen auf alle anderen Börsenplätze, speziell in Asien haben. Noch ist es nicht soweit und die China-Story geht weiter. Momentan sind wohl auch alle froh darüber das es überhaupt noch einen Wachstumsmotor auf dieser Welt gibt. Es werden aber auch wieder andere Zeiten kommen in denen die Chinesen dann zum Belastungsfaktor werden, und das in vielerlei Hinsicht…

Roth und Rau- Gemischtes Zahlenwerk

Die lange Auftragsflaute im vergangenen Jahr hat das Ergebnis des Solarzulieferers Roth&Rau belastet und zu einem Gewinneinbruch geführt. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) sank um rund 45 Prozent auf 16,1 Millionen Euro, wie die im TecDax notierte Gesellschaft am Freitag mitteilte. Damit traf das Unternehmen die Erwartungen von Analysten. Der Umsatz ging um knapp 30 Prozent auf 197,9 Millionen Euro zurück und lag damit in etwa auf Höhe der im November gesenkten Prognose. Dennoch besteht auf Grund des starken vierten Quartals durchaus Grund zur Hoffnung das sich die Auftragslage nun dauerhaft bessern wird.

Das Schlussviertel habe die schwache Auftragsentwicklung der ersten neun Monate fast vollständig kompensiert, teilte die im TecDax notierte Gesellschaft am Freitag in Hohenstein-Ernstthal mit. Im Orderbuch standen Ende Dezember Bestellungen über 204,7 Millionen Euro – das waren lediglich 3,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die ersten Wochen des neuen Jahres zeigten eine weiter freundlichere Branchenentwicklung, sagte Unternehmenschef Dietmar Roth. Die Nachfrage ziehe wieder spürbar an. „Vor allem aus Asien erwarten wir in den kommenden Monaten weitere Auftragseingänge.“ Eine konkrete Prognose kündigte der Vorstand für den 31. März an.

Unsere Wunschanalyse für diesen Wert folgt in Kürze….

Singulus, Balda, Amadeus rein, Rofin Sinar, Arques, Curanum raus

In die Zusammensetzung des TecDax und MDax kommt mal wieder etwas Bewegung. Die Singulus AG, die erst im September des letzten Jahres den Index mangels Marktkapitalisierung verlassen musste, kehrt überraschend zurück und verdrängt damit den Laserspezialisten Rofin Sinar. Dessen Handelsumsätze, so wurde von Marktteilnehmern spekuliert, seien zuletzt zu schwach gewesen, um einen Verbleib im TecDax zu sichern. Für manche Beobachter ist die schnelle Rückkehr in den TecDax sicherlich eine Überraschung. Der Aktie sollte es weiter gut tun, vorbörslich kann die Singulus Aktie bereits leicht zulegen.

Im SDax stehen ebenfalls ein paar Veränderungen an die eine gewisse Tragweite haben könnten. So muss die einst so erfolgreiche Arques Beteiligungs AG ihren Platz räumen, ebenso wie Altenheimbetreiber Curanum. Dafür kommt Handyschalenhersteller Balda zurück, womit wohl vor einem halben Jahr noch keiner gerechnet hatte. Damals lautete eher die Frage nach dem Zeitpunkt der Insolvenz des Unterenehmens. Inzwischen ist bei Balda aber viel positives passiert und der Turnarround geht offensichtlich weiter. Ebenfalls neu in den SDax aufgenommen wird nun der Zeitarbeits-Spezialist Amadeus Fire.

Ausser für die genannten Aktien sollte der heutige Handelstag relativ ruhig verlaufen. Zwar waren die Vorgaben aus den USA nicht so gut wie erhofft und die asiatischen Märkte tendierten ebenfalls negativ, dennoch sollten sich die heutigen Abschläge in Grenzen halten. Vor den am Freitag anstehenden US Arbeitsmarktdaten ist aber eher mit leichten Gewinnmitnahmen zu rechnen. Sollten diese aber mal überraschend gut ausfallen ist mit einer weiteren Rally zu rechnen. Der Rückgang der US-Beschäftigung hat sich nach Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing im Februar mit deutlich vermindertem Tempo fortgesetzt. Demnach gab die Beschäftigtenzahl im Privatsektor um 20.000 nach. Für Januar wurde der Rückgang von vorläufig 22.000 auf 60.000 nach oben korrigiert. Diese Daten gelten als Indikator für den offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung, der am Freitag zur Veröffentlichung ansteht.

Klöckner & Co. im Rallymodus

Seit gestern befindet sich die Aktie des Stahlhändlers Klöckner & Co. im Rallymodus. Mit dem Überschreiten des letzten Hochs bei 18,50 Euro heute hat sich das Chartbild zusehends deutlich verbessert. Weitere Kursgewinne in Richtung 20,70 und 21,50,- Euro sollten nun in greifbarer Nähe sein. Die Nachrichtenlage durch die zuletzt getätigte Übernahme der schweizerische Bläsi und der Becker Stahl Service Gruppe sowie die deutlich erhöhten Kursziele einzelner Analystenhäuser sollten die aktuelle Bewegung nun weiter unterstützen. So setzten die HSBC und die CoBa kürzlich Ihre Kursziele auf 23,- respektive 24,50 Euro hoch. Langfristig trauen wir der Aktie auch weiterhin deutliches Potenzial zu.

KlöCo rechnet im zweiten Quartal mit massiven Preiserhöhungen. Er gehe davon aus, dass eine Tonne Stahl im ersten Halbjahr noch mehr als 500 Dollar je Tonne kosten werde, sagte Vorstandschef Gisbert Rühl am Mittwoch bei einer Stahlkonferenz in Düsseldorf. Die Preiserhöhungen seien allein angebots- und nicht nachfragegetrieben. Die Stahlproduzenten müssten die deutlich gestiegenen Rohstoffpreise weitergeben. So seien die Eisenerzpreise in den vergangenen Monaten um bis zu 80 Prozent gestiegen, Kokskohle koste rund 40 Prozent mehr als auf dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise.

Der Stahlhändler rechnet in diesem Jahr mit einem Umsatzwachstum von über 20%. Nicht zuletzt durch die jüngsten Zukäufe werde das stete Unternehmensziel eines Erlöswachstums von 10% übertroffen, sagte Gisbert Rühl, der Vorstandsvorsitzende des Duisburger Unternehmens. „Es werden eher mehr als 20%“, sagte Rühl am Mittwoch. Für 2009 wird KlöCo erst am Dienstag nächster Woche Zahlen vorlegen. In den ersten drei Quartalen war der Umsatz um über 40% auf knapp 3 Mrd EUR eingebrochen, das EBITDA war mit 151 Mio EUR negativ.

Volkswagen, Daimler, Porsche und BMW steigern US Absatz teilweise deutlich

Europas größter Autohersteller Volkswagen hat seinen Absatz auf dem US-Markt im Februar um ein Drittel gesteigert. Insgesamt seien 18.116 Fahrzeuge an Kunden in den USA ausgeliefert worden, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit. Gegenüber dem Vorjahreswert von 13.660 Einheiten entspricht das einem Plus von 32,6 Prozent. Dazu beigetragen hat insbesondere das Modell Jetta mit einem Absatzzuwachs um 30,8 Prozent auf 7.828 Fahrzeuge. Die Verkäufe des Tiguan nahmen um 94 Prozent auf 1.690 Fahrzeuge zu. Die heiß erwarteten Zahlen der Autohersteller fallen überwiegend besser aus als von Analysten erwartet. Die deutschen Autobauer erhöhten ihre Absätze teils kräftig.

Der Sportwagenhersteller Porsche hat seine positive Geschäftsentwicklung auf dem US-Markt auch im Februar fortgesetzt. Die Anzahl der Fahrzeugauslieferungen an Kunden in den USA sei um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 1.531 Einheiten gestiegen, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit. Von dem neuen Gran Turismo Panamera wurden im Februar 409 Fahrzeuge an Kunden in den USA ausgeliefert. Erfreulich entwickelten sich die Verkäufe beim sportlichen Geländewagen Cayenne, der mit 599 Einheiten um 35 Prozent über Februar 2009 lag. Von der Baureihe Boxster, zu der auch der Cayman gehört, wurden 184 Einheiten an Kunden ausgeliefert, 64 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Von der Baureihe 911 wurden 339 Sportwagen verkauft – 39 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2009.

Gute Zahlen legte auch BMW vor. Die Münchner steigerten den Absatz um 13,7 Prozent und verkauften 17.971 Fahrzeuge. Sie profitierten laut eigenen Angaben vor allem von der hohen Nachfrage nach den Geländewagen X5 und X6. Der Stuttgarter Rivale Mercedes verkaufte mit 15.385 Fahrzeuge 8,4 Prozent mehr. Für die deutschen Hersteller ist der US-Markt von großer Bedeutung. Sie kämpfen nach dem Ende der Abwrackprämie mit rückläufigen Verkaufszahlen in Deutschland und sind wieder verstärkt von den Auslandsmärkten abhängig. Die größten Wachstumsraten erwarten sie allerdings nicht in den USA, sondern in Asien und Südamerika.

Chartcheck Phönix Solar, SMA Solar, Roth und Rau, Centrotherm

Obwohl die Aktien der chinesischen Branchenkollegen Yingli, Suntech,Trina Solar und LDK sich allmählich wieder etwas zu fangen scheinen geht der Ausverkauf in der deutschen Solarlandschaft weiter. Auch der amerikanische Branchenprimus FirstSolar kann nicht recht überzeugen und ist jederzeit weiterhin anfällig für einen Kursrutsch unter die charttechnisch so wichtige Marke von 100,- Dollar je Aktie. In unserem ersten teil des Chartchecks haben wir über die weiteren Aussichten von Solarworld, Q-Cells, Conergy und Solon berichtet die allesamt vor schwierigen Zeiten stehen dürften.

Im nun hier folgenden zweiten Teil des Chartchecks geht es um die, unserer Meinung nach, momentan etwas aussichtsreicheren Kandidaten der deutschen Solarbranche. Allen voran unserem Favoriten unter den Anlagenbauern, der Centrotherm AG. Erst gestern konnte das Unternehmen wieder einen Großauftrag für die Errichtung einer Fertigungsstrecke in Katar bekannt geben. Unanhängig von den Margen der Solarzellen,- wafer, Silizium oder den Einspeisevergütungen hat die Centrotherm ihr Unternehmen zum Marktführer im Bereich Anlagenbau zur Fertigung der eben genannten Produkte gemacht. Die Internationale Ausrichtung und die Kompetenz werden hier auch weiterhin dazu beitragen das das Unternehmen ordentliche Gewinne abwirft. nachdem heute noch eimal die wichtige Marke von 30,,- Euro getestet wurde sehen wir nun weiteres Potenzial bis zunächst 35,- Euro, später 38,- Euro bei der Aktie. Nach unten dürfte der Kurs bei spätestens 27,50 Euro abgesichert sein.

Der Mitbewerber Roth und Rau wirkt hingegen weiter angeschlagen. Das Unterschreiten der 25,- Euro Marke könnte weiteres Abwärtspotenzial in Richtung 21,- Euro eröffnen. Fundamental erscheint die Roth und Rau Aktie im direkten Vergleich mit Centrotherm relativ teuer, dennoch sehen wir auch hier ab einem Niveau von ca 22,50 Euro bereits erste gute Kaufchancen für längerfristig orientierte Anleger. Ähnlich wie bei Centrotherm ist Roth und Rau unabhängig von Siliziumpreisen etc. und die Aktie dürfte sich bei einem Rebound der Branche kräftige erholen können.

Phönix Solar und SMA Solar gehören für uns inzwischen zu den Top-Pics aus dem Sektor. dennoch bleibt das Umfeld extrem anfällig für schlechte Nachrichten. Die Aktie von SMA Solar dürfte bei 70,- Euro einen guten Boden ausgebildet haben und nicht mehr darunter fallen. Sollte dies doch passieren drohen auch hier weitere Abschläge bis ca. 55,- Euro. Wir gehen aber eher von wieder steigenden Notierungen aus. Derzeit notiert die SMA Solar Aktie bei 77,- Euro. erst ein erneutes Überwinden der 90,- Euro Marke würde aber ein neues und klares Kaufsignal generieren. Auch hier ist also mit weiterhin volatilem Handel zu rechnen..

Auch bei Phönix Solar ist von einem Trendwendesignal derzeit noch nichts zu sehen, nachdem eine Zwischenerholung Mitte Februar mit einem Verlaufshoch bei 31,89 Euro an der Widerstandsmarke bei 31,85 Euro gescheitert ist. Dennoch halten wir das Risiko nach unten nun für überschaubar. der Bereich zwischen 27,- und 28,- Euro scheint eine ordentliche Unterstützung zu bieten. Sollte es der Aktie gelingen die 30,- Euro Marke zurück zu erobern verbessert sich das Chartbild wieder deutlich. Die nächste echte Hürde wartet dann bei 34,50 Euro.

Chartcheck Solarworld, Q-Cells, Solon, Conergy

Inzwischen reiben sich einige Anleger wohl verwundert die Augen bei der Betrachtung der Charts von Solarworld, Q-Cells, Solon und auch Roth und Rau. Wie tief diese Aktien noch fallen werden kann wohl niemand so richtig beurteilen. dennoch möchten wir Ihnen hier eine kurze Einschätzung zur Charttechnik, bzw. den künftigen Kursentwicklungen  der Aktien nicht vorenthalten.

Zunächst einmal zu Conergy, dem Zockerwert unter den deutschen Solartiteln: Wir hatten ja bereits vor kurzem die Wunschanalyse zu Conergy von sharewise.com hier veröffentlicht. Das Fazit der Analyse von Sascha Huber lautete spekulativ halten mit Kursziel einem Euro. Auch wenn wir diese Meinung dieses mal nicht ganz geteilt haben, besteht durchaus Grund zur Hoffnung das auch die Conergy Aktie im Zuge eines allgemeinen Rebounds in der Solarbranche in der Lage sein könnte dieses Kursziel zu erreichen. Zunächst gehen wir aber von weiter nachgebenden Notierungen aus die auch noch in den Bereich um die 0,50 Euro führen könnten. Der MACD hat gerade ein neues Verkaufssignal generiert. Für spekulative Naturen kann sich also zu einem späteren Zeitpunkt eine gute Trading Chance bieten.

Ähnlich übel sieht es bei der Solon Aktie aus, die weiterhin stetig verliert. Einige Börsenbriefe sind hier short mit einem erklärten Kursziel von einem Euro. Das halten wir für etwas übertrieben, dennoch ist der Chart und die fundamentalen Daten klar negativ. Das erste Kursziel von Equinet wurde heute erreicht. Weitere Abschläge in Richtung 4,- Euro dürften aber auch ein Abrutschen Richtung 3,65 Euro bzw. schlimmsten Falls 2,80 Euro zur Folge haben. Erst wenn die Solon Aktie wieder die Marke von 5,40 Euro nachhaltig überwinden kann ist auch ein weiterer Rebound mit Kursziel 7,50 Euro wieder möglich.

Frustriert dürften inzwischen alle Solarworld Anleger sein, die in der Annahme hier in eine Qualitätsaktie und den deutschen Marktführer investiert zu haben nun jeden Tag zusehen müssen wie der Kurs weiter fällt. Die Aktie verliert fast vier Prozent und kostet nur noch 9,37 Euro. Sowohl Privatanleger als auch viele Profis werfen ihre Aktien aus Angst vor weiter fallenden Kursen auf den Markt. Auch wenn die Aktie inzwischen überverkauft erscheint würden wir derzeit nicht zum Kauf der Solarworld Aktie raten. Selbst die gestrige Nachricht über einen Großauftrag aus Katar konnte den Surz nicht ansatzweise bremsen. Kurse um die 8,- Euro Marke sind inzwischen vorstellbar, eventuell sogar 7,60 Euro. Hier sollte der Abverkauf dann spätestens sein Ende finden.

Die Q-Cells Aktie hat es inzwischen mit am härtesten erwischt. Ca. 6,50 Euro kostet eine Aktie heute noch, nachdem es bis vor kurzem noch fast das Doppelte gewesen ist. Allerdings muss man dazu sagen das auch die Nachrichtenlage um die Q-Cells AG und die Fundamentaldaten dazu beigetragen haben hier allzu viel Optimismus wieder „abzubauen“. Im direkten Vergleich zu Solarworld dürften den Q-Cells Aktionären wohl weniger lustige Zeiten ins Haus stehen. Wir rechnen hier noch mit einem weiter negativen Kursverlauf in Richtung 5,50 oder gar 5,- Euro. Lesen Sie hierzu bitte weiter in unserem zweiten Teil des Chartchecks für die deutschen Solarwerte..

Griechenland ist abgebrannt – na und?

Die Hysterie um eine mögliche Pleite Griechenlands rückt immer mehr in den Hintergrund der Anleger. EU-Währungskommissar Olli Rehn indes hat den Druck auf Griechenland im Kampf gegen dessen gewaltige Staatsverschuldung verstärkt. «Entweder stellen die Griechen ihr Defizit unter Kontrolle oder das Defizit stellt sie unter seine Kontrolle.» In den kommenden Tagen will Athen weitere harte Sparmaßnahmen ankündigen. «Wir werden alle Maßnahmen treffen, die nötig sind», sagte Papakonstantinou. Unterdessen wurde in Berlin ein Gutachten des Bundestages bekannt, nach dem Athen notfalls auch auf Hilfen des Internationalen Währungsfonds (IWF) bauen könnte. Die Griechen hingegen versichern weiter das man sich keinesfalls auch nur in der Nähe einer Staatspleite befinden würde und wollen die Wende aus eigener Kraft schaffen.

Was denn nun? fragt man sich unweigerlich. Nun es dürfte klar sein das die Gemeinschaft einspringen wird wenn es ganz eng wird für eines der Mitglieder. Auch hierzulande hat man aus den katastrophalen Folgen der Lehman Pleite gelernt und die Beteiligten wissen nun, dass es noch viel teurer wird wenn Sie nicht in die Bresche springen. Das Deutschland dabei dann mal wieder den Löwenanteil übernehmen will und das obwohl wir uns vorher noch ungeheuerliche Wiedergutmachungs-Beschimpfungen und Hitler-Vergleiche anhören mussten steht mal wieder auf einem ganz anderen Blatt Papier. Ich möchte meine persönliche Meinung darüber als Deutscher immer wieder sofort in diese Schublade gesteckt zu werden hier lieber nicht kundtun…

Die Zeiten der ewigen Dankbarkeit an die Deutschen und vor allem die gottähnlichen Gestalt Otto Rehakles der die Griechen zum Sieg über Europa führte sind vorbei! Hier geht es ums nackte Überleben und offensichtlich ist man sich in der Europäischen Gemeinschaft nicht ganz so grün wie man das nach außen transportieren möchte. Es sind in den vergangenen Wochen viele teilweise unschöne Worte gefallen die man manchmal sogar noch verstehen kann. Aber eines sollte man den Griechen an dieser Stelle vielleicht mal sagen: “ Beiße nie die Hand die dich füttert“! Sollte Griechenland also demnächst finanzielle Hilfe annehmen müssen bleibt als Steuerzahler zu hoffen das dies nicht wieder ein großzügiges Geschenk der anderen Staaten sein wird sondern vielmehr ein Kredit mit entsprechender Rendite.

Warum ich das hier alles heute schreibe? Um aufzuzeigen das die ganze Diskussion um Griechenland an den Börsen zwar Spuren hinterlassen hat sich aber alle Beteiligten grundsätzlich einig darüber sind welches Ergebnis zu erzielen ist. Momentan wird noch mit harten Bandagen gekämpft, dies dürfte sich aber bald wieder ändern. Vielleicht werden noch andere Staaten folgen. Spanien Portugal, Italien, Irland, Kuweit, Japan, Großbritanien, Dubai und Kalifornien. Inzwischen stehen weltweit über 60 Länder auf einer Liste der möglichen Kandidaten für eine Staatspleite. Das ganze Bohei um Griechenland ist also relativ. Eine Pleite Kaliforniens beispielsweise würde wesentlich extremere Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft haben als die des kleinen Landes Griechenland.

In Kalifornien werden bereits seit einiger Zeit Wertmarken verteilt die auch nicht mehr eingelöst werden können. Hier sind weitaus größere Bedenken angebracht. Eine Pleite Kaliforniens würde in den USA, und danach weltweit einen wahren Flächenbrand auslösen. Sollte also irgendwann eines der „großen“ und wirtschaftlich relevanten Länder den Bankrott erklären dann ist die Zeit gekommen sich einen gewissen Teil Gold ins Depot zu legen. Griechenland sollte nur ein kleiner Rücksetzer gewesen sein und dürfte seine Probleme vielleicht sogar selber lösen können. Davon ist Kalifornien inzwischen weit entfernt.

Andere Nachrichten aus den USA beunruhigen uns da deutlich mehr. Wer beispielsweise in den USA Bargeld von seiner Bank abheben will der dürfte es am dem 1.April 2010 deutlich schwerer haben. Es ist eine Maßnahme von ungeheurer Tragweite. Eingefädelt wurde sie in einer Nacht- und Nebelaktion. Die Citigroup verlangt ab April von ihren Kunden eine Voranmeldung für das Abheben von Bargeld. Die Frist, nach der man nach schriftlicher Eingabe an sein Geld rankommt, beträgt sieben Tage! Damit will die Bank dem Vernehmen nach unkontrollierte Barabhebungen verhindern, welche das Geldsystem und viele Banken im Herbst 2008 fast in den Kollaps getrieben haben.

Diese Maßnahme betrifft nicht nur große Summen, sondern auch kleinere Beträge gibts nur noch in bar, wer voher fristgerecht das „Abhebeformular“ ausgefüllt hat. Die Vorschrift stammt laut Citigroup von der FDIC und wird von allen Geldhäusern angewendet, welche mit dem US-Einlagensicherungsfonds zu tun haben. Demgemäß müssen demnächst alle betroffenen Institute ihre Kunden auf  mögliche Einschränkungen bei Barabhebungen hinweisen. Gerade dies könnte aber dann auch dazu führen das größere Bargeldbeträge dann vor in Kraft treten der neuen Regelung abgehoben werden…

Was damit bezweckt werden soll, ist vielen Insidern klar: ein möglicher Bankrun wird mit dieser neuen Regelung verhindert. Den Kunden wird die Maßnahme als „technisch bedingt“ verkauft. Doch immer mehr Sparer in den USA sind besorgt. Und das wohl auch zu recht. Offenbar rechnet man seitens der Regierung mit einer weiteren Pleitewelle oder möchte sich zumindest gegen eine damit verbundene Panik absichern. Die Pleite eines oder mehrerer systemrelevanter Länder könnte zu einer weiteren Pleitewelle bei den Banken führen….

In Griechenland wird heute weiter beraten wie man der Krise Herr werden kann, und man darf gespannt sein welche Ergebnisse in den kommenden Tagen hier präsentiert werden…achten Sie auf die richtigen Nachrichten, und bleiben Sie wachsam..in solchen Phasen ist es durchaus sinnvoll die Aktienquote erst einmal wieder etwas runter zu fahren, oder zumindest entsprechend knapp nach unten abzusichern!

AIG verkauft das Tafelsilber an Prudential

Nun verkauft der angeschlagene Versicherungskonzern AIG auch noch das Tafelsilber. Für uns bleibt die AIG Aktie weiterhin ein klarer Verkaufskandidat! Durch den 35,5 Milliarden Dollar (26,2 Mrd Dollar) schweren Verkauf seines Asiengeschäfts an den britischen Konkurrenten Prudential kann er einen Teil seiner Schulden beim Steuerzahler begleichen. Dies sei der bislang wichtigste Schritt auf dem Weg zurück in die Selbstständigkeit, sagte AIG-Chef Robert «Bob» Benmosche am Montag in New York. Vielleicht vergisst man dabei aber zu erwähnen das es sich hierbei um einen ganz besonders wichtigen Teil des Kerngeschäftes der AIG handelt, und dies zudem in der wohl derzeit einzigen wirklich aufstrebenden Region dieser Welt. So langsam muss man sich als geneigter Leser die Frage stellen wo die AIG denn in Zukunft überhaupt noch Geld verdienen will um die horrenden Schulden irgendwann zurückzahlen zu können..

Die Börsianer bejubelten die Aussichten auf eine wieder eigenständige AIG: Der Kurs sprang vorbörslich um rund 14 Prozent hoch was einem angesichts eines etwas genaueren Blickes auf diese Nachricht doch zunächt einmal komisch vorkommen muss. Kurz zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr verlor der Versicherer 10,9 Milliarden Dollar. 2008 hatte der Versicherer mit 99,3 Milliarden Dollar den höchsten Verlust der US-Wirtschaftsgeschichte eingefahren. Ein Gutes hat aber auch das: Mit dem Verkauf sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass der Staat bei AIG noch einmal einspringen muss.

Vom Kaufpreis fließen 25 Milliarden Dollar in bar. Dieses Geld geht komplett an den amerikanischen Staat. Der Rest sind Aktien und andere Wertpapiere von Prudential. Auch diese will AIG über kurz oder lang flüssig machen. Die US-Regierung hatte mehr als 182 Milliarden Dollar in den einst weltgrößten Versicherungskonzern pumpen müssen, um ihn in der Finanzkrise vor dem Kollaps zu bewahren. Dadurch ist der Staat nun mit rund 80 Prozent der größte Anteilseigner. Die geplante Veräusserung sowie die Übernahme des Asiengeschäftes der AIG drücken heute entsprechend auf den Aktienkurs der Prudential. Über die Ausgabe neuer Aktien sollen 20 Milliarden Dollar hereinkommen, für weitere 5 Milliarden Dollar verschuldet sich der Konzern.. Die Prudential Aktie dürfte also bis auf Weiteres wohl sehr belastet sein und eher weiter verlieren.

Centrotherm erhält Großauftrag aus Katar

Die Centrotherm AG meldet sich heute eindrucksvoll zurück. Mit einem Aufschlag von 6% gehört der Anlagenbauer zu den Gewinnern des heutigen Tages, während die Titel von Solarworld, Q-Cells und Solon weiter deutlich abgeben müssen. Grund für die heutige Kursrally bei der Centrotherm Aktie ist nach den charttechnischen Gegebenheiten die Meldung über einen Großauftrag aus dem Emirat Katar für die Solarindustrie im Gesamtwert von 500 Millionen Dollar. Das Emirat Katar plant eine Siliziumproduktionsanlage aufzubauen, die Fertingungslinie dafür soll von Centrotherm kommen. Der Photovoltaik-Spezialist aus Blaubeuren liefert Technologie und Equipment zur Produktion von hochreinem Silizium und übernimmt Engineering- und Projekt-Services bis hin zum Ramp Up. Neben Reaktoren und Konvertern kommt die im letzen Jahr vorgestellte Abgasrückgewinnungsanlage (Vent Gas Recovery) zum Einsatz.

„Wir freuen uns, die Qatar Solar Technologies in einem so wegweisenden Projekt zu unterstützen“, sagt Robert M. Hartung, Vorstandssprecher der centrotherm photovoltaics AG. „Die Entscheidung des Kunden für centrotherm photovoltaics bestätigt unsere Leistungsfähigkeit im Siliziumbereich und untermauert unsere Strategie, uns entlang der gesamten photovoltaischen Wertschöpfungskette zu positionieren.“ Den Auftrag erhielt die centrotherm SiTec GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft, in der centrotherm photovoltaics seit 2008 die Silizium-Kompetenz des Konzerns bündelt. Die Produkte der Centrotherm AG bleiben somit weiterhin erste Wahl…dieser Umstand dürfte sich für das Unternehmen auch weiterhin langfristig deutlich auszahlen!

Wahl zum Finance Blog of the Year..

Zum zweiten mal veranstaltet Smava den Wettbewerb „Finance Blog of the Year“ Die Finalisten stehen inzwischen fest und auch wir möchten Ihnen zwei interessante Blogs hieraus kurz vorstellen. Nach unserem hervorragenden Abschneiden mit einem zweiten Platz bei der Wahl des Finance Blog of the Year 2008 sind wir zwar etwas verwundert darüber das die damaligen Preisträger ( neben Investors Inside natürlich auch der damalige Sieger www.be24.at ) hier nicht mehr zur „Titelverteidigung“ eingeladen wurden, dennoch wünschen wir allen Beteiligten natürlich viel Erfolg bei der gerade laufenden Wahl.

Es gibt Blogs und es gibt Blogs, die Art der Berichterstattung ist extrem vielschichtig und so hat sich fast jeder Blogger sein eigenes Thema auf die Fahne geschrieben. Zwei Blogs die uns hier besonders aufgefallen sind möchten wir somit kurz vorstellen. Zum Einen ist das der Blog von Martin Brosy, der auf www.finanztrader.com unter anderem über aktuelle Trades und das Marktgeschehen im Allgemeinen schreibt, aber auch auf einem weiteren Blog, www.boersenpoint.de regelmäßig sehr interessante Börsenspiele veranstaltet.

Der zweite Blog den wir Ihnen hier vorstellen möchten ist der von Dr. Petereins, Anlageberater und selber Fondsinitiator der regelmäßig kritisch über diverse Finanzprodukte berichtet. Besonders gut gefallen hat uns hier die jüngste Berichterstattung zum Thema „Wie man am besten in die Anlageklasse Immobilien investiert“ Hier liefert Herr Petereins mal wieder eine hervorragende Einschätzung zu diesem weiterhin komplexeren Thema ab. Bitte lesen Sie dazu auch unbedingt die dort angegebenen Links..

Herr Petereins verweist in seinem Blog, http://geldanlage-finanz-blog.com/ darauf das er im Falle das er die Wahl gewinnen sollte den Erlös in voller Höhe einem guten Zweck zuführen will, was in an sich für uns schon zum Finanzblogger des Jahres macht. „Würde ich gewinnen, dann würde ich dieses Geld an HORIZONT spenden. HORIZONT wurde von der Schauspielerin Jutta Speidel gegründet und betreibt ein Haus, um in Not geratene Mütter und ihren Kindern zu helfen.“…

Kein Geld für Griechenland?

Die kommende Börsenwoche sollte weiter etwas Beruhigung bringen. Die Berichtssaison im Dax neigt sich dem Ende zu und auch von konjunktureller Seite dürfte es nach diesere Woche dann allmählich etwas ruhiger werden. Diese Woche dürfte noch einmal die Veröffentlichung des sogenannten „Beige Book“ die volle Aufmerksamkeit der Anleger genießen. Die Vorgaben aus Australien und Asien sind sehr positiv. Besonders exportstarke Titel konnten hier profitieren. Rohstofftitel profitieren ebenfalls da mit einem längeren Produktionsausfall in der Region um Chile zu rechnen ist. Alles in allem dürfte also der Wochenauftackt positiv sein. Die Nachrichtenlage um die drohende Griechenland Pleite bleibt vorerst undurchsichtig wenn auch von Marktbeobachtern hier nicht mit weiteren Negativmeldungen zu rechnen ist.

Das südosteuropäische Land kann offenbar im Kampf gegen die Staatspleite nicht auf ein Rettungspaket der reichen Euro-Partner hoffen. Bundeskanzlerin Angela Merkel schloss am Sonntag Milliardenhilfen aus Deutschland ausdrücklich aus. In der ARD-Sendung ´Bericht aus Berlin´ räumte sie ein: ´Der Euro ist in seiner sicherlich schwierigsten Phase seit seinem Bestehen.´ Ungeachtet anhaltender Medien-Spekulationen über ein mögliches Rettungspaket für Griechenland im Umfang von bis zu 30 Milliarden Euro unter französisch-deutscher Führung sagte Merkel: ´Wir können Griechenland im Augenblick dadurch am besten helfen, dass wir deutlich machen: Griechenland soll seine Hausaufgaben machen.´ Merkel trifft sich am Freitag in Berlin mit dem griechischen Regierungschef Giorgos Papandreou.

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