Klöckner & Co. im Rallymodus

Seit gestern befindet sich die Aktie des Stahlhändlers Klöckner & Co. im Rallymodus. Mit dem Überschreiten des letzten Hochs bei 18,50 Euro heute hat sich das Chartbild zusehends deutlich verbessert. Weitere Kursgewinne in Richtung 20,70 und 21,50,- Euro sollten nun in greifbarer Nähe sein. Die Nachrichtenlage durch die zuletzt getätigte Übernahme der schweizerische Bläsi und der Becker Stahl Service Gruppe sowie die deutlich erhöhten Kursziele einzelner Analystenhäuser sollten die aktuelle Bewegung nun weiter unterstützen. So setzten die HSBC und die CoBa kürzlich Ihre Kursziele auf 23,- respektive 24,50 Euro hoch. Langfristig trauen wir der Aktie auch weiterhin deutliches Potenzial zu.

KlöCo rechnet im zweiten Quartal mit massiven Preiserhöhungen. Er gehe davon aus, dass eine Tonne Stahl im ersten Halbjahr noch mehr als 500 Dollar je Tonne kosten werde, sagte Vorstandschef Gisbert Rühl am Mittwoch bei einer Stahlkonferenz in Düsseldorf. Die Preiserhöhungen seien allein angebots- und nicht nachfragegetrieben. Die Stahlproduzenten müssten die deutlich gestiegenen Rohstoffpreise weitergeben. So seien die Eisenerzpreise in den vergangenen Monaten um bis zu 80 Prozent gestiegen, Kokskohle koste rund 40 Prozent mehr als auf dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise.

Der Stahlhändler rechnet in diesem Jahr mit einem Umsatzwachstum von über 20%. Nicht zuletzt durch die jüngsten Zukäufe werde das stete Unternehmensziel eines Erlöswachstums von 10% übertroffen, sagte Gisbert Rühl, der Vorstandsvorsitzende des Duisburger Unternehmens. „Es werden eher mehr als 20%“, sagte Rühl am Mittwoch. Für 2009 wird KlöCo erst am Dienstag nächster Woche Zahlen vorlegen. In den ersten drei Quartalen war der Umsatz um über 40% auf knapp 3 Mrd EUR eingebrochen, das EBITDA war mit 151 Mio EUR negativ.

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