Author Archives: Lars

Was ist los bei Solar Millennium?

Die Aktie von Solar Millennium hat gerade noch einmal einen Rücksetzer gemacht, was uns zum Aufbau einer weiteren Position in der Aktie bewogen hat. Wir bleiben bei unserer Einschätzung das es sich bei dieser Aktie um eines der interessantesten im deutschen Solarmarkt handelt. Der US Solarsektor springt so langsam wieder an. Kurszuwächse von 5 bis 10 Prozent täglich scheinen hier auf diesem Niveau wieder möglich zu sein. Auch die aktuellen Diskussionen der deutschen Politiker über eine Lockerung des kürzlich verabschiedeten Gesetzenvorschlags zur Kürzung von Einspeisevergütungen könnte der Solarbranche bald wieder zusätzlichen Auftrieb verleihen.

Die Führung Solar Millennium hat sich neu sortiert und der Konzern wird nun wieder aktiv von den Menschen geleitet die auch bis vor kurzem dafür verantwortlich gezeichnet haben und dem Unternehmen das bester Jahr in der Firmengeschichte bescherten. Die Erwartungshaltung mit einem Utz Claassen die Brücke zwischen den herkömmlichen Energien und der alternativen Energie schlagen zu können hat sich somit erst einmal nicht erfüllt. Dennoch sind wir nach wie vor der Meinung, dass nach diesem unrühmlichen Abgang das Unternehmen so wohl besser dran ist. Man konzentriert sich nun wieder auf die Kernkompetenzen und möchte dieses Tun offensichtlich durch eine transparente Informationspolitik unterstützen.

Weniger die fundamentalen Daten von Solar Millennium sondern viel mehr gezielte Manipulationen einiger Marketmaker dürften für den heutigen Kursverlauf verantwortlich sein. Bei den immer noch sehr dünnen Umsätzen ist dies für diese Händler auch ein leichtes Spiel. Auch wenn einige selbsternannte Börsengurus und Analysten vom Kauf der Aktie abraten, oder vielleicht auch gerade deshalb, sehen wir hier noch großes Potenzial in dieser Aktie. Natürlich sollte man sich des Risikos eines Rückschlages immer bewusst sein, allerdings sehen wir hier eine solide Unterstützung bei spätestens 20,- Euro, also durchaus überschaubar. Im Gegenzug erwartet mutige Trader ein Gewinnpotenzial von mindestens 50% bis 100% …

Centrotherm – bleiben Sie optimistisch!

Ich bin mal wieder fasziniert wie die Presse heute die Veröffentlichung der endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2009 von Centrotherm deutet. Zahlen, die im Vorfeld eigentlich schon klar waren und – zumindest aus meiner Sicht – keinerlei große Überraschungen beinhalten werden hier als News verkauft und mit einem negativen Unterton belegt, und das in fast allen Medien. Man stellt sich an dieser Stelle zwangsläufig die Frage ob man etwas verpasst hat oder vielleicht doch noch nicht ganz wach ist wenn man die Nachrichten um das Unternehmen offensichtlich mit ganz anderen Augen sieht als der Rest der Welt. An meiner Sichtweise hat sich aber auch nach dem dritten Kaffee heute nichts geändert und somit habe ich mich spontan entschlossen meinen Senf auch noch dazu zu geben.

Allem voran erst einmal..die Centrotherm Zahlen waren nicht schlecht! Verglichen mit dem Rest der Branche waren diese sogar sehr gut. Natürlich muss man bedingt durch die Krise hier leichte Abstriche machen und ein besseres Ergebnis als im Vorjahr war hier realistisch betrachtet auch nicht zu erwarten. Dennoch konnte Centrotherm dem Umsatz um satte 36 Prozent auf 509 Millionen Euro steigern. Der Gewinn schrumpfte leicht um 17,4 Prozent bedingt durch planmäßige Abschreibungen. der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wurde sogar von 57,5 auf 58,6 Millionen leicht gesteigert!

Das Unternehmen erzielt inzwischen rund 90 Prozent seiner Umsätze im Ausland und ist international hervorragend aufgestellt. Besonders in den Boom Regionen Asiens ist Centrotherm mit einem Anteil am Gesamtumsatz in Höhe von über 70 Prozent stark vertreten. Nun will das Unternehmen verstärkt in die aufstrebenden Regionen Indien und den nahen Osten expandieren. Hier dürfte für den Anlagenbauer weiterhin massives Marktpotenzial schlummern. Bereits gestern hat die Aktie mit dem Überwinden des Widerstands bei 34.50 Euro den weiteren Weg aufgezeigt. Diese Marke sollte heute noch einmal getestet werden bevor es dann weiter rauf geht. Schlimmstenfalls geht der heutige Kursrutsch bis zur nächsten Unterstützung bei 33,- Euro.

Im Gegensatz zu der heute publizierten weitläufigen Meinung bleibe ich bei meiner Einschätzung das es sich bei der Centrotherm Aktie um eines der attraktivsten Investments des weltweiten Solarsektors handelt…Bei anhaltend freundlichem Börsenumfeld sollte der Ausbruch nach oben in Kürze gelingen…Bleiben Sie optimistisch, und lassen Sie sich nicht von der öffentlichen Meinungsmache beeinflussen!

Solarworld und Q-Cells – wie weit gehts noch runter?

Die einstigen Highflyer der deutschen Solarszene geraten immer mehr in den Abwärtssog. Gestern tauchte Branchenprimus Solarworld erneut unter die so wichtige Marke von 10,- Euro ab. Zwar gelang es den Kurs zum Börsenschluss in Deutschland wieder leicht darüber zu hieven, dennoch ist die Aktie auch charttechnischer Sicht deutlich angeschlagen. Nachdem vor kurzem bereits Tiefststände von 9,15 Euro erreicht wurden sind konnte sich die Solarworld Aktie nur kurzzeitig erholen um dann erneut den Rückzug anzutreten. Die Kursziele der Analysten werden reihenweise gesenkt und befinden sich fast einheitlich bei 10,- Euro oder darunter. Wir bleiben bei unserer Einschätzung vom 02.03.2010, das nächste Kursziel dürfte die wichtige Unterstützung bei 9,50 Euro sein. Hält diese nicht drohen weiter Abschläge bis zunächst 8,20 Euro, dann ca. 7,60 Euro.

Noch deutlicher ist der Abgabedruck bei Q-Cells zu erkennen. Die Aktie verlor gestern zu Handelsbeginn wieder deutlich an Boden. Mit einem Abschlag von über 5 Prozent rauschte die Q-Cells Aktie auf 6,71 Euro und notierte damit am Jahrestief von 6,49 Euro. Im weiteren Handel konnte sich der Titel zwar wieder bis auf 7,- Euro erholen, bleibt jedoch angeschlagen. Hält die Unterstützung des letzten Tiefs bei ca 6,50 beim nächsten Anlauf nicht, sind auch hier weitere Kursverluste bis ca. 5,- Euro zu erwarten.

Der gesamte Sektor der Solarwerte, mit ein paar wenigen Ausnahmen, ist weiterhin extrem schwach. Die in den USA notierten Titel, deren Aussichten langfristig auf Grund der deutlich besseren Kontenstruktur viel versprechender sind als die der deutschen Branchenvertreter geben ebenfalls weiter ab. Das kritische daran ist das sich die US Titel fast alle damit an der unteren Begrenzung eines Trendkanals befinden. Bricht dieser oder drehen gar die Indizes wieder in eine für Bullen unerwünschte Richtung, kann es hier noch einmal zu einem, dann vielleicht finalen, Ausverkauf kommen. Davon blieben natürlich auch die deutschen Titel dann nicht verschont..Wir raten unseren Lesern den Sektor der „klassischen“ Solartitel also weiter zu meiden bis Klarheit herrscht, und halten es wie Goldman Sachs, die die Maschinenbauer für Solaranlagen momentan bevorzugen.

Solar Millennium will Klarheit schaffen!

Die  Konzernführung von Solar Millennium hat sich nun entschlossen durch mehr Transparenz dem vorangegangenen Vertrauensverlust durch den überraschenden Abgang des Firmenchefs Utz Claassen entgegen zu wirken. Heute beauftragte man die renommierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte mit erneuten Prüfung aller Bilanzen der letzten Jahre. Insbesondere die Abschlüsse des Geschäftsjahres 2004/2005 hatten immer wieder für Spekulationen gesorgt, und deren Richtigkeit wurde von den Medien teilweise angezweifelt. Nun möchte der Konzern mit dieser Maßnahme ein für alle mal die Zweifel an der Richtigkeit dieser Bilanzen ausräumen. Ich halte dies persönlich für den richtigen Schritt und offensichtlich einige Anleger auch, denn die Aktie macht heute einen kleinen Freudensprung nach der Meldung.

Bis heute war die Kölner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft S.Audit für die Prüfung der Bilanzen zuständig gewesen. Der Wechsel zu einer der größten Gesellschaften wie Deloitte  sei auch durch die Vergrößerung des Geschäftsvolumens nötig, hieß es aus dem Unternehmen. Man versucht nun aktiv durch entsprechende Veränderungen Schadensbegrenzung zu betreiben, das ist offensichtlich. Auch der Zeitpunkt des Wechsels zu einem anderen Wirtschaftsprüfer dürfte nicht zufällig gewählt worden sein. Dennoch ist es sicherlich der bessere Weg jetzt mit den Altlasten, sofern es denn welche geben sollte, abzurechnen als diese Problematik eventuell noch Jahre mit zu ziehen.

Aus Sicht der Aktionäre sollte diese Maßnahme also nun neues Vertrauen schaffen. Die Bemühungen des Vorstandes für mehr Transparenz und bessere Kommunikation wurden heute belohnt. Die Aktie der Solar Millennium AG kann sich wieder von den Tiefstständen etwas absetzen und notiert ca. 4,5% im Plus. Ob dies so weiter gehen wird bleibt abzuwarten. Die Umsätze in der Aktie haben wieder deutlich zugenommen. Auch das dürfte den Kurs weiter stabilisieren. Die Prüfung der Bilanzen wird noch einige Wochen in Anspruch nehmen. Wer nicht auf das Ergebnis warten möchte kann sich bereits jetzt eine spekulative Position ins Depot legen. Goldman Sachs hat die Aktie heute von „buy“ auf „neutral“ abgestuft und ein Kursziel von 27,- Euro angegeben…

Indizes vor der Entscheidung

Wer hätte das gedacht, Obama hats geschafft! Trotz des heftigen Widerstands, teilweise auch aus den eigenen Reihen, ist es dem amtierenden US Präsidenten gelungen, die viel umstrittene Gesundheitsreform auf den Weg zu bringen. Heute Nacht hat das US Repräsentantenhaus dem insgesamt 2500 Milliarden Dollar teurem Projekt zugestimmt. Der Vorsprung der nötig war um diesen Entwurf auf den Weg zu bringen war allerdings hauchdünn und die Proteste in der Bevölkerung teilweise groß. Dennoch es ist ein historischer Sieg über die Republikaner und die verkrusteten Strukturen des Landes, über die Willkür der Versicherungskonzerne und über die Gier der Menschen denen der Profit wichtiger ist als das Leben ihrer Mitbürger. Yes we can! – war gestern wieder laut und deutlich zu hören. Amerika hat einen neuen Präsidenten, einen starken Präsidenten der im Dienste seines Volkes bereit ist alles zu riskieren. Was will man als Bürger mehr.

Was bedeutet dies nun für die USA und die Märkte? Nach diesem den tiefgreifenden Umbau sollen 32 Millionen  Amerikaner zusätzlich eine Krankenversicherung erhalten, die bislang keinen Versicherungsschutz haben. Es soll eine allgemeine Versicherungspflicht eingeführt werden. Gewisse bisherige Praktiken von Versicherungskonzernen sollen verboten werden, hierzu gehört besipielsweise die Ablehnung von Kunden wegen bestehender Vorerkrankungen. Insgesamt soll damit in den nächsten Jahren die Zahl der Versicherten auf über 95% der amerikanischen Bevölkerung steigen. Für einige Versicherungskonzerne dürfte dies einen herben Rückschlag bedeuten, für andere auch wieder eine große Chance in einem neu entstandenen Markt. Heute sollte man sich diese Branche etwas genauer anschauen!

Dass Barack Obama diesen Entwurf im Repräsentantenhaus durchgebracht hat grenzt an ein kleines Wunder. Nach der Wahlschlappe in Massachusetts hatte die Mehrheit der Bevölkerung – sicherlich nicht ganz zu Unrecht – befürchtet das der US Präsident von nun an ein Schattenkabinett führen müsse, nachdem die absolute Mehrheit verloren ging. Das ihm dies durch hohen persönlichen Einsatz, und viel Überzeugungsarbeit nun doch noch gelungen ist dürfte auch die politische Position des Präsidenten wieder stärken. Auch sein zweites großes Projekt der Bankenregulierung rückt nun somit wieder mehr in den Fokus der Märkte..

Am Freitag sind die US Indizes nach einem volatilen Handel ohne größere Abschläge aus dem Handel gegangen. Im Gegensatz zum Dax, der die 6.000 Punkte Marke nicht verteidigen konnte und heute weiter nachgibt stehen die Chancen für einen weiteren Anstieg der US Indizes nicht schlecht. Ich bin mir aber noch nicht sicher wie die Nachrichten vom Wochenende nun verarbeitet werden. Diese Handelswoche dürfte für den weiteren Verlauf an den Börsen sehr entscheidend werden. Während also einige Börsenbriefe nun schon wieder nach einer heftigen Korrektur im Dax rufen kann es durchaus sein, dass es sich nur um eine kleine Verschnaufpause auf dem weiteren Weg nach oben handelt. Lassen Sie sich also noch nicht nervös machen, hier ist noch alles drin… aber beachten Sie bitte konsequent Ihre StoppLoss-Strategie..

Bei Arcandor darf wieder gezockt werden….

Mit einem kräftigen Kurssprung von über 20 Prozent meldet sich heute die Arcandor Aktie zurück ins Reich der Zocker. Bereits seit der Insolvenz, oder genauer gesagt schon einige Wochen vor diesem Ereignis wurde hier getradet was das Zeug hergab, dann wurde es kurzzeitig ruhiger. Nun dürfte die Aktie wieder für einige Kurssprünge gut sein. in beide Richtungen wohlgemerkt! Am Wochenende konnte man lesen das sich angeblich amerikanische Investoren für das Unternehmen interessieren würden, oder zumindest für das was noch davon übrig ist.

Alleine diese Meldung reichte aus um den Kurs heute morgen in die Höhe zu treiben. Weder wurde ein Name genannt noch irgendwie sonst etwas konkretes..Im Zusammenhang mit der möglichen Übernahme werden die US-Fonds TPG, Blackstone und Apollo und die britische Permira genannt. In Finanzkreisen hieß es aber, TPG, Permira und Blackstone hätten bereits abgewinkt. Ob an diesen Gerüchten also überhaupt etwas dran ist darf zumindest bezweifelt werden.

Von der Metro AG war indes zu hören das die Kaufhof Kette strategisch nicht mehr zum Konzern passe und man über einen Verkauf dieser Sparte nachdenke. Somit wollen die Investoren nun neben den insgesamt 120 Karstadt Filialen auch noch weitere 113 Galeria Kaufhof Häuser übernehmen um dann doch noch die deutsche Kaufhaus AG, von der immer wieder gesprochen worden ist schaffen. Nur mit dem kleinen Unterschied das es dann eben keine deutsche- sondern vielmehr eine amerikanische Kaufhaus AG wäre. Das kann den Aktionären aber wohl erst einmal völlig egal sein. Bis sich diese Gerüchte bewahrheiten darf also wieder munter gezockt werden. Sollten diese Gerüchte eine Ente sein düfte die Aktie schneller wieder fallen als es den meisten Zockern lieb sein dürfte..

Doch atmosphärische Störungen bei Solar Millennium..?

Ganz entgegen der Aussage des Anwaltes von Utz Claassen wurde heute bekannt das es eben doch „atmosphärische Störungen“ gegeben hat bevor der Top Manager sich entschieden hatte von seinem Amt zurück zu treten. Erst vor knapp zweieinhalb Monaten hat Vorstandschef Utz Claassen, der ehemalige Chef der EnBW, seinen neuen Job als Vorstandsvorsitzender der Solar Millennium angetreten. Dann kam die überraschende Meldung das Claassen zurückgetreten ist, eine Erklärung hierzu bleib Claassen den Anlegern bis heute schuldig. Im Arbeitsvertrag des Vorstandes gibt es eine Klausel nach der ein Amtsträger innerhalb einer gewissen Frist den Job wieder abgeben kann.

Claassens Anwalt Klaus Menge sagte dem Tagesspiegel damals noch, es gebe keine „atmosphärischen Störungen.“ Soll heißen, das es keinerlei Zerwürfnisse oder ähnliches gegeben haben soll die für Claassens Entscheidung verantwortlich gemacht werden können. Soweit so gut, bleibt die Frage trotz dieser kosmischen Antwort was tatsächlich zu dem überraschendem Rücktritt geführt haben könnte. In letzte Zeit wurde seitens der Presse wiederholt über mögliche „Unregelmäßigkeiten“ in den Bilanzen berichtet. Diese Vorwürfe wurden aber stets zurückgewiesen. Heute kam nun die offizielle Erklärung das es hat unterschiedliche Standpunkte zu Governance und Unternehmenskultur gegeben hätte und Claassen sich deswegen zurückgezogen hat.

Ob diese offizielle Version nun glaubhaft ist sei einmal dahin gestellt. Der Aktienkurs von Solar Millenium ist weiter auf Talfahrt und das Unternehmen musste nun dringend eine erklärende Meldung rausbringen. Aus meiner Sicht viel zu spät, auch gestern verlor der Titel wieder acht Prozent an Wert. Die Frage ist nun, wird der Markt das glauben und die Aktie sich wieder fangen, oder geht es weiter abwärts. Ich habe mich gestern mal etwas intensiver mit dem Chart auseinander gesetzt. Die 20,- Euro sollten erst einmal halten, wenn nicht dürfte erst die 15,- Euro Marke wieder greifen. Man darf also gespannt sein wie die Aktie heute reagieren wird.

Unabhängig davon wie es hier weiter geht bin ich der Meinung das ein Manager in einer solchen Position nicht einfach hinschmeißen kann wenn es mal eng wird. Die Gehaltsklassen, in denen sich solche Menschen bewegen, sollten ein wenig Schmerzensgeld doch mit abdecken. Der Verantwortung die ein Manager trägt, den Aktionären und Mitarbeitern gegenüber sollten sich die Herren bewusst sein! Und so ist es letztendlich egal was der wirkliche Grund für die überstürzte Abreise war oder ist. Herr Claassen hätte zumindest soweit professionelles Verhalten zeigen können, sich vor der Bekanntmachung mit der restlichen Unternehmensleitung abzustimmen, ohne durch eine unbedachte Handlung die Hälfte des Börsenwertes von Solar Millennium AG zu vernichten.

Ritterschlag für Centrotherm

Das plötzlich deutlich angestiegene Volumen in der Aktie von Centrotherm ist wohl auf die heutige Empfehlung von Goldman Sachs zurückzuführen, deren Analysten die Aktie im Vergleich zum Branchendurchschnitt für unterbewertet halten. Das Kursziel für die Aktie wurde zwar von 51,- auf 45,- Euro gesenkt, dennoch ist man zuversichtlich das das Unternehmen diese Vorgaben in den nächsten 12 Monaten erreichen könnte, was immerhin einem Aufschlag von 40% entsprechend würde. nach wie vor bevorzuge man die Anlagenbauer in dem Sektor, hieß es weiter. Besonders Centrotherm sei hier gut aufgestellt und dürfte von der wieder anziehenden nachfrage, speziell aus dem Ausland deutlich profitieren. Die Aktie macht heute einen kleinen Freudensprung über den charttechnisch so wichtigen Widerstand bei 33,35 Euro und eröffnet damit weiteres Potenzial in den kommenden Tagen. Die Analysten von Goldman Sachs raten zum Kauf der Aktie..Ein „buy“ Rating von Goldman Sachs wird allgemein als „Ritterschlag“ empfunden und dürfte somit nun auch die Aufmerksamkeit amerikanischer Investoren auf die Aktie ziehen.

Ratiopharm, Teva, HeidelbergCement, Klöckner

Die Fed hat die Zinsen auf dem derzeitigen Niveau belassen, und das wurde eigentlich auch so erwartet. Dennoch gab es im Vorfeld dieser Entscheidung die üblichen Unsicherheiten, ob nicht doch zumindest auf eine baldige Zinsanhebung hingewiesen werden könnte. Auch das ist bislang ausgeblieben, und so gehen Marktbeobachter davon aus das in diesem Börsenjahr vielleicht gar keine Zinsanpassung mehr stattfinden wird. Dies dürfte die Märkte nun letztendlich dazu bewegt haben teilweise neue Hochs auszubilden. Auch der Dax ist nun mit dem Überschreiten der 6.000er Marke wieder ein deutlichen Schritt in Richtung seiner alten Bestmarke gekommen. Oberhalb dieser Marke lag in den vergangenen Tagen eine stattliche Anzahl Long-Positionen die nun „abgearbeitet“ werden. Ob dies allerdings dazu führt das der deutsche Leitindex mit einem satte Sprung nach oben reagiert muss abgewartet werden.

Es ist durchaus, angesichts des morgigen Verfallstages immer noch möglich das die Indizes noch einmal deutlich nach unten drehen werden. Auch wenn ich persönlich nun nicht mehr davon ausgehe. Vielmehr sollte man sich als Trader die Marken von 6.060 und 6.090 Punkten etwas genauer anschauen. Können auch diese in den nächsten Tagen genommen werden, dürfte die Rally weitergehen. Getrieben durch immer noch billiges Geld und keine wirkliche Alternative zur Aktienanlage ist die Wahrscheinlichkeit für eine Fortführung dieser Bewegung immer noch sehr hoch. Dass die breite Masse von dem Gegenteil ausgeht bestärkt mich wie fast immer in dieser Annahme. dennoch werden die Bären sich so schnell nicht geschlagen geben und ich rechne noch ein paar Tage lang mit unruhigem Handel. Die Umsätze sind immer noch verhältnismäßig gering, aber auch das sollte sich im Falle eines weiteren Ausbruchs nach oben ändern.

Heute gab es Nachrichten von HeidelCement, die wenn man der Presse glauben möchte, überwiegend schlecht aufgenommen worden sind. ich sehe das deutlich anders und der Kurs zeigt es ebenfalls. Die von HeidelbergCement gelieferten Zahlen waren deutlich besser als erwartet und lassen, bei fortgeführtem Kurs der Restrukturierung bald wieder sprudelnde Gewinne erwarten. Lesen Sie dazu bitte auch den heute morgen veröffentlichten Artikel. Eine weiter Meldung die nicht ganz unentscheidend für den weiteren Kurs der Heidel Aktie sein dürfte ist der soeben gemeldete Verkauf von Ratiopharm an den israelischen Pharmakonzern Teva. Der Kaufpreis beträgt nach ersten Angaben 3,6 Milliarden Euro.

Die Merckle-Vermögensverwaltung VEM, zu der Ratiopharm gehört, hat für den Nachmittag zu einer Pressekonferenz eingeladen. Man kann also durchaus darauf spekulieren das dieses frische Geld nun eventuell auch einem anderen Unternehmen der Merckle Gruppe zugeführt wird, was die Finanzsituation bei Heidelcement dann deutlich entspannen würde. Durch den Ratiopharm Deal dürfte die Familie Merkle nun schuldenfrei sein. Nach dem Freitod des Familienoberhauptes Adolf Merckle der sich mit VW Optionen vehoben hatte, leitet nun Ludwig Merckle die Geschäfte. Im Zuge der Finanzkrise musste sich die Familie auch von Teilen an HeidelCement trennen. Ich bin gespannt wohin die die neue Liquidität nun fließen wird..

Ein weiterer unserer Depotwerte die sich heute in neue Höhen aufschwingen ist die Aktie des Stahlhändlers Klöckner & Co. Mit dem heutigen Ausbruch aus der Seitwärtsrange zwischen 19 und 20 Euro hat die Klöko Aktie den Trend mustergültig bestätigt, und gleich unser erstes Kursziel erreicht. Der nächste Halt wäre nun bei 23,50 Euro zu sehen. Die Analystenkommentare sind weiterhin deutlich positiv. Gestern wurden bereits Kursziele über 30 ,- Euro ausgegeben. Auch ich halte das in absehbarer Zeit für möglich. Die Klöckner Aktie hat somit ein neues Jahreshoch markiert. Ab ca. 27,- Euro gibt es keine nenneswerten Hürden mehr und der weg wäre theoretisch sogar bis 40,- Euro frei. Immer vorausgesetzt das der Markt nicht einbricht halte ich die Klöcko Aktie für eine der interessantesten Investments für die kommenden Wochen…ebenso wie HeidelCement, Porsche und VW

HeidelbergCement AG kommt gut durch die Krise

Wohl die wenigsten Marktteilnehmer hatten daran geglaubt was heute von der HeidelbergCement AG an Zahlen veröffentlicht wurde. Man hat es geschafft, durch umfangreiche Sparmaßnahmen nicht nur einen Verlust zu verhindern, sondern vielmehr trotz Einmal-Aufwendungen in Höhe von 790 Millionen Euro, für die Restrukturierung des Konzerns, einen Gewinn von 168 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Konzern lässt zur Freude der Aktionäre deswegen die Dividende bei gewohnten 0,12 Euro je Aktie. Das ist nicht unbedingt üppig, zeigt aber guten Willen.

Das operative Ergebnis ging im Berichtszeitraum um 38,6 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro, nach 2,1 Milliarden Euro im Vorjahr zurück. Der Konzernumsatz sank ebenfalls durch den deutlichen Absatzeinbruch in den Kerngeschäftsfeldern Zement, Zuschlagstoffe und Transportbeton um 21,6 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro, nach  14,2 Milliarden Euro im Vorjahr. Durch das frühzeitig aufgelegten Sparprogramm drückte HeidelbergCement im vergangenen Jahr die Kosten um 550 Millionen Euro. So wurden unter anderem weltweit etwa 7.500 Arbeitsplätze abgebaut. Ursprünglich wollten die Heidelberger 250 Millionen Euro an Kosten einsparen.

Auch weiterhin will die Konzernführung das Kostensparprogramm weiterführen. Der Fokus liege ganz klar auf dem CashFlow und weiterhin stabilen Margen berichtete Firmenlenker Dr. Bernd Scheifele. Für Europa und die USA rechnet Scheifele eher mit leicht rückläufiger Nachfrage für das kommende halbe Jahr. Dies sollte aber durch die stärkere Nachfrage aus Asien, Australien und Afrika mehr als überkompensiert werden.  Die Zahlen lassen darauf schließen das HeidelbergCement nach Abschluss der Restrukturierung und wieder anziehender Nachfrage einer der ganz großen Gewinner im Baustoffsektor sein dürfte. Bereits gestern konnte die Aktie im späten Handel stark zulegen, dies sollte aber erst der Anfang gewesen sein…

Investors Inside im Interview

Der schweizer Bloggerkollege Rico Willi von financeblog.ch hat mich kürzlich zum Interview „geladen“ und veröffentlicht ab jetzt unter der Rubrik financeINTRO in regelmäßigen Abständen Interviews mit Blogbetreibern deutschsprachiger Blogs aus der Finanzbranche. Den Anfang dieser sicherlich spannenden und unterhaltsamen Serie durfte nun ich machen, was mich natürlich besonders gefreut hat. Ich finde die Idee super, die Blogger deren Beiträge so viele interessierte Leser jeden Tag lesen, mal etwas genauer vorzustellen und somit jedem ein „Gesicht“ zu geben. Und ich freue mich natürlich ganz besonders darüber auch mal den ein oder anderen Kollegen im Interview erleben zu können, und zu erfahren was die Menschen jeden Tag wieder antreibt zu schreiben und teilweise viel Zeit zu investieren.

Hier nun ein paar Auszüge aus dem Interview mit mir..

Warum bloggst du?

Börse ist Leidenschaft, meine Leidenschaft! Es macht mir einfach Spaß über wichtige Themen zu berichten und auch einmal kritisch zu hinterfragen was uns die Presse immer wieder glauben machen will. Ein kritischer Blick verbunden mit der Fähigkeit Situationen und Marktgeschehnisse richtig einschätzen zu können machen den Blog Investors Inside wohl so erfolgreich. Meine Leser schätzen das was ich hier tue sehr und haben teilweise bereits eine Menge Geld damit verdient. Dieses positive Feedback treibt mich jeden Tag wieder an.

Der Blog soll aber auch eine Anleitung sein, meine Leser davor zu bewahren Fehler die ich früher selber alle gemacht habe auch zu machen. Seit Januar habe ich das Angebot noch um einen kostenlosen Newsletter erweitert den ich regelmäßig an die interessierten Leser verschicke. Hier gibt es dann zusätzliche Informationen, genauere Analysen und geldwerte Vorteile.

Wie kam es zu diesem Blog?

Anfangs war es eigentlich nur mal ein „Ausprobieren“ wie ein Blog funktioniert, wie man die Menschen da draußen erreichen kann. Damals hatte ich nicht vor täglich zu schreiben. Als dann aber die Resonanz auf mein Tun immer größer wurde motivierte mich das natürlich entsprechend weiter zu machen.

Worum geht’s in diesem Blog?

In meinem Blog geht es darum etwas ab von der weitläufigen Meinung der Presse oder Analysten gewisse Themen aus der Finanzbranche auch einmal anders zu beleuchten. Natürlich nicht nur, aber es geht auch darum meinen Lesern zu vermitteln das es Zeiten gibt in denen es gut ist investiert zu sein, aber auch Zeiten in denen man lieber nicht investiert sein sollte. Das ist eigentlich das ganze Geheimnis…der Gewinn entsteht in den „guten Zeiten“, die meisten verlieren diesen aber wieder in den „schlechten Zeiten“. Wenn man es schafft das weitestgehend zu verhindern gehört man zu den Gewinnern an der Börse. Und natürlich muss man die „richtigen“ Aktien kaufen…

Beschreibe das Blog mit drei „tags“

Verliere niemals Geld!

…Bereits gestern wurde das vollständige Interview mit mir veröffentlicht. Wer gerne mal hinter die Kulissen schaun möchte kann das also hier nun tun!

Solar Milliennium ohne atmosphärische Störungen??

Erst vor knapp zweieinhalb Monaten hat Vorstandschef Utz Claassen, der ehemalige Chef der EnBW, seinen neuen Job als Vorstandsvorsitzender der Solar Millennium angetreten. Heute kam die überraschende Meldung das Claassen zurückgetreten ist. Und das bisher ohne jegliche Erklärung! Im Arbeitsvertrag des Vorstandes gibt es eine Klausel nach der ein Amtsträger innerhalb einer gewissen Frist den Job wieder abgeben kann. Die überstürzte „Abreise“ von Claassen scheint dann aber sogar den Aufsichtsrat etwas zu verwundern. Für den Aufsichtsratsvorsitzenden Helmut Pflaumer kamen die aktuellen Ereignisse unerwartet. Man wolle nun schnellstmöglich den Vorstand des Unternehmen neu organisieren, hieß es aus Unternehmenskreisen.

Claassens Anwalt Klaus Menge sagte dem Tagesspiegel, es gebe keine „atmosphärischen Störungen.“ Soll heißen, das es keinerlei Zerwürfnisse oder ähnliches gegeben haben soll die für Claassens Entscheidung verantwortlich gemacht werden können. Soweit so gut, bleibt die Frage trotz dieser kosmischen Antwort was tatsächlich zu dem überraschendem Rücktritt geführt haben könnte. In letzte Zeit wurde seitens der Presse wiederholt über mögliche „Unregelmäßigkeiten“ in den Bilanzen berichtet. Diese Vorwürfe wurden aber stets zurückgewiesen.

Der Aktienkurs von Solar Millennium ist heute in der Spitze um über 30% eingebrochen. Nichts mag die Börse so wenig wie Unsicherheiten. Anleger reagieren verschreckt auf die Nachricht und wie viele andere wohl auch fragen wir uns was der wahre Grund dafür gewesen sein könnte das Utz Claassen den Job hingeworfen hat. Meistens werden in solchen Fällen die Nachrichten dann wenige Tage später nachgeliefert. Vielleicht sind es ja auch private Gründe die den ehemaligen EnBW Chef angetrieben haben. Nachrichten um einen Trauerfall in der Familie machen die Rund..In jedem Falle sollten Anleger hier sehr vorsichtig und besonnen agieren, um nicht auf dem falschen Fuss erwischt zu werden…

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