Solar Milliennium ohne atmosphärische Störungen??

Erst vor knapp zweieinhalb Monaten hat Vorstandschef Utz Claassen, der ehemalige Chef der EnBW, seinen neuen Job als Vorstandsvorsitzender der Solar Millennium angetreten. Heute kam die überraschende Meldung das Claassen zurückgetreten ist. Und das bisher ohne jegliche Erklärung! Im Arbeitsvertrag des Vorstandes gibt es eine Klausel nach der ein Amtsträger innerhalb einer gewissen Frist den Job wieder abgeben kann. Die überstürzte „Abreise“ von Claassen scheint dann aber sogar den Aufsichtsrat etwas zu verwundern. Für den Aufsichtsratsvorsitzenden Helmut Pflaumer kamen die aktuellen Ereignisse unerwartet. Man wolle nun schnellstmöglich den Vorstand des Unternehmen neu organisieren, hieß es aus Unternehmenskreisen.

Claassens Anwalt Klaus Menge sagte dem Tagesspiegel, es gebe keine „atmosphärischen Störungen.“ Soll heißen, das es keinerlei Zerwürfnisse oder ähnliches gegeben haben soll die für Claassens Entscheidung verantwortlich gemacht werden können. Soweit so gut, bleibt die Frage trotz dieser kosmischen Antwort was tatsächlich zu dem überraschendem Rücktritt geführt haben könnte. In letzte Zeit wurde seitens der Presse wiederholt über mögliche „Unregelmäßigkeiten“ in den Bilanzen berichtet. Diese Vorwürfe wurden aber stets zurückgewiesen.

Der Aktienkurs von Solar Millennium ist heute in der Spitze um über 30% eingebrochen. Nichts mag die Börse so wenig wie Unsicherheiten. Anleger reagieren verschreckt auf die Nachricht und wie viele andere wohl auch fragen wir uns was der wahre Grund dafür gewesen sein könnte das Utz Claassen den Job hingeworfen hat. Meistens werden in solchen Fällen die Nachrichten dann wenige Tage später nachgeliefert. Vielleicht sind es ja auch private Gründe die den ehemaligen EnBW Chef angetrieben haben. Nachrichten um einen Trauerfall in der Familie machen die Rund..In jedem Falle sollten Anleger hier sehr vorsichtig und besonnen agieren, um nicht auf dem falschen Fuss erwischt zu werden…

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