Commerzbank schockt erneut

Erwartungsgemäß waren die Zahlen der Commerzbank mal wieder eher als katastrophal zu bezeichnen. Anleger reagieren geschockt und schicken die Aktie nachbörslich in den Keller. Unterm Strich ist im vierten Quartal ein Verlust im operativen Geschäft von 1,6 Milliarden Euro entstanden. Analysten hatten lediglich mit 1,2 bis 1,5 Milliarden gerechnet. Die Bank begründet das überraschend schlechte Abschneiden mit den hohen Abschreibungen im Handelsgeschäft. Wir hatten ja bereits darauf hingewiesen das der Abschreibungsbedarf bei Deutschlands zweitgrößter Bank weiterhin enorm sein dürfte.

Damit hat die Commerzbank nach der Übernahme der angeschlagenen Dresdner Bank die Krise noch immer nicht überwunden. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Jahresverlust von 3,7 bis vier Milliarden Euro unter dem Strich. Der vom Staat gestützte Dax-Konzern hatte Anfang November angesichts von Kreditausfällen selbst einen Milliardenverlust für 2009 vorhergesagt. Schon in den ersten neun Monaten hatte sich der Verlust vor allem wegen der Integration der Ende August 2008 gekauften Dresdner Bank auf knapp 2,7 Milliarden Euro summiert. Weiterhin raten wir unseren Lesern die Commerzbank Aktie somit eher zu meiden.

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