Centrotherm – Analystenchaos

Die Centrotherm Aktie wird weiter unter minimalen Umsätzen nach unten gedrückt! Zahlreiche Analystenmeinungen bestätigen der Aktie jedoch enormes Kusrpotenzial, bis uaf ein paar wenige Ausnahmen. Für fragwürdig halten wir persönlich die jüngste Einschätzung zur Centrotherm Aktie der HSBC die Ihr Kursziel nun mit 14,- Euro angibt und dabei auf die schwachen Zahlen für 2009 und eine deutlich verfehlte Markterwartung beziehen. Man stellt sich hier zwangsläufig die Frage ob wir den selben Jahresbericht gelesen haben!?! „So hätten die Ergebnisse die Markterwartungen unter anderem aufgrund höherer Kosten bei Silizium und Dünnschicht deutlich verfehlt.“ was bitte hat ein Anlagebauer mit Siliziumpreisen am Hut? Geballte Kompetenz!

Auch der Goodmode Trader, den wir im Übrigen sehr schätzen, vergisst bei seinen inzwischen fast täglichen Chartanalysen zu dem Wert auch mal auf einen wichtigen Widerstand bzw. eine Unterstützung bei aktuell 27,20 Euro hin zu weisen. Diese Marke wurde heute erfolgreich getestet!Natürlich ist der Kursverlauf der Aktie momentan alles andere als erfreulich, es sei denn man ist hier short gegangen. Dennoch sind wir nach wie vor der Meinung das die momentan teilweise bestehende Panik nichts mit den fundamentalen Daten des Unternehmens zu tun hat. Die Kursziele der Kollegen von der Citigroup und Berenberg Bank mit 45,- bzw. 42,- Euro sowie die der Commerzbank mit 46,- Euro halten wir da doch für deutlich realistischer. Wie auch immer die Aktie ist momentan angezählt aber auch jederzeit gut für einen schnellen Rebound gut. Wir haben unsere Position heute noch einmal aufgestockt. Lesen Sie dazu auch bitte das Interview das heute im AKTIONÄR erschienen ist…

Große Veränderungen belasten die Solarbranche. Commerzbank-Analyst Robert Schramm sagt, wie schlimm es wirklich wird und wieso er langfristig dennoch an den Sonnensektor glaubt. Der Ausverkauf im Solarsektor ist im vollen Gange. Aufgrund der EEG-Novelle – Solarworld-Chef Frank Asbeck spricht sogar von der Zerstörung großer Teile der Branche – freuen sich derzeit nur Anleger, die sich auf der Short-Seite positioniert haben. DER AKTIONÄR hat Commerzbank-Analyst Robert Schramm zur aktuellen Lage befragt.

Herr Schramm, wie dramatisch sind die EEG-Veränderungen für den deutschen Solarsektor wirklich?
Robert Schramm: Die Höhe der Vergütungseinschneidung und das Tempo, in dem das umgesetzt wird, waren für den Kapitalmarkt und die Firmen negativ überraschend. Das wird den Markt aber nicht zerstören. Wir haben weiterhin ein Umfeld, in welchem der Markt in Deutschland 2,5 oder 3,0 Gigawatt groß sein kann.

Welche Firmen sind die größten Verlierer des neuen Umfeldes?
Für Solarhersteller wie Solon, Solarworld oder Q-Cells, die stark am Heimatmarkt hängen – Solarworld setzt etwa zwei Drittel seiner Module in Deutschland ab – wird es in den nächsten Jahren hart werden. Solarworld hat eine Premiumstrategie und verkauft die teuersten Module der Welt. Dieser Ansatz kommt nun besonders unter Druck. Solarworld wird dennoch auch nach den Förderkürzungen noch eine positive Marge erzielen können. Während Solarworld seine Preise fast so stark wie die Vergütungsreduzierung senken werden muss, kann es sein, dass asiatische Hersteller mit kleineren Preissenkungen auskommen werden. Grundsätzlich haben es Solarmodulhersteller mit niedriger Kostenbasis derzeit leichter.

Welche der deutschen Solarplayer sind gut positioniert?
Am besten werden Händler, Projektierer und Solarmaschinenbauer mit der Kürzung der Einspeisevergütung zurecht kommen. Unsere Favoriten sind Phoenix Solar, Centrotherm oder SMA  Solar und derzeit weniger die Produzenten.

Wie geht es mittelfristig mit dem Sektor weiter, und was sollten Anleger beachten?
Wir glauben, dass das Wachstum auch künftig extrem stark sein wird. Die USA, Frankreich, Italien sowie Asien werden Wachstumstreiber und die deutsche Marktschwäche überkompensieren. Für Anleger ist es wichtig geworden, Selektion zu betreiben….Aus fundamentaler Sicht bleibt die Aktie interessant: Als technologisch führender und in Asien stark vertretener Solarmaschinenbauer dürfte sich Centrotherm auch auf lange Sicht durchsetzen. Die Aktie bleibt auf der Watchlist.

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