Lanxess, Linde, BMW und Phoenix Solar

Die kommende Woche dürfte zunächst einmal freundlich starten. Die Vorgaben aus den USA waren ordentlich auch wenn es nicht gelang die alte Höchstmarke im S&P 500 von 1.150 Punkten zu überwinden. Dennoch bleibe ich optimistisch das dies in den kommenden Handelstagen geschafft werden kann. Natürlich wäre das Überwinden dieser Marke als sehr bullish zu werten und dürfte Anleger, die auf fallende Kurse gesetzt haben, weiter unter Druck bringen. Denn am Freitag ist mal wieder Hexensabbat! Ich gehe davon aus das dann hier noch einige Anleger bis dahin Ihre Positionen glatt stellen müssten.

Spekulanten die nach dem extrem schwachen Januar/Februar vielleicht sogar auf einen Double Dip gesetzt hatten oder zumindest auf die Pleite Griechenlands spekuliert haben und damit einhergehende Erschütterungen im Euroraum wurden zunächst einmal enttäuscht. Auch der Verfall des Euro konnte bis auf Weiteres gestoppt werden. Hier, und bei anderen Währungen wie bspw. dem britischen Pfund und japanischem Yen könnte es aber bis zum Freitag noch zu dem ein oder anderen unerwartetem Ausschlag kommen. Natürlich sollte man aber auch immer das zweite mögliche Szenario im Auge behalten. das hieße das es weder der dax schafft die 6.000 Punkte nachhaltig zu überwinden, noch der S&P 500 die 1.150 Punkte. Dies hätte dann wohl zur Folge das die Indizes erst einmal wieder nachgeben und zurück in den Seitwärtskanal abtauchen.

Was bringt die neue Woche? Zunächst die neuesten Daten von Lanxess, Linde, und BMW die allesamt spannend sein dürften. Die Zahlen von Laxes könnten Aufschluss darüber geben wie es inzwischen um die Chemiebranche bestellt ist. bei Linde wartet man immer noch sehnsüchtig auf einen Ausblick für das laufende Jahr und BMW muss zeigen das die Bayern ähnlich gut durch die Krise kommen wie VW oder Audi. Dann werden die Deutsche Bank und die Deutsche Post ihre endgültigen Zahlen, und vor allem die Manager Boni veröffentlichen müssen. Dies könnte auch weiterhin für Gesprächsstoff sorgen, wobei sich die deutschen Branchenkollegen ja verglichen mit den amerikanischen Pendants noch einigermaßen zurückhalten. Nichts desto trotz bleibt die Diskussion und über die Sinnhaftigkeit und Verantwortung den Anlegern und Steuerzahlern gegenüber diesbezüglich wohl noch eine Weile aktuell. Und das ist gut so!

Am Dienstag wird erneut der ZEW Konjunkturindex veröffentlicht der wieder etwas nachgegeben haben könne. Auf Grund der starken Schneefälle und dem ungewöhnlich langem Winter könnten ebenfalls der PhillyFed Index sowie der New- York Fed Industrieindex etwas gelitten haben. Ebenfalls am Dienstag wird die Zinsentscheidung der FED erwartet. Eine Leitzinsanhebung der amerikanischen Notenbank ist nach wie vor nicht zu erwarten. Dennoch gilt wie immer besonderes Augenmerk auf die genauen Worte Ben Bernankes bezüglich einer möglichen, baldigen, eventuellen oder sonstwas Änderung der Zinspolitik.

Eine interessante Meldung gab es kürzlich zu der viel umstrittenen Kürzung der Solarförderung für Freiflächen, die ja bereits im Juli in Kraft treten sollte. Nun hat sich die schwarzgelbe Koalition darauf geeinigt das die neuen Richtlinien erst im Oktober in Kraft treten sollen. Diese dreimonatige Verlängerung könnte noch einmal für einen kräftigen Auftragsschub in der deutschen Solarbranche sorgen. Allen voran sehen wir hier die Phoenix Solar AG als deutlichen Profiteur dieser Entwicklung. Bereits im letzten Quartal des abgelaufenen Jahres kam man seitens Phönix Solar nicht mehr der Nachfrage hinterher.

Es könnte also mal wieder eine durchaus spannende Woche für die Solarbranche werden. Zwar ändert sich für manche Unternehmen langfristig nicht allzu viel, dennoch gibt dies den Unternehmen drei Monate länger Zeit Ihre Kostenstruktur auf die neuen Gegebenheiten anzupassen. Ich bin gespannt wie die Solarbranche sich in dieser Woche entwickeln wird..

Kommentar verfassen

Top