Polaroid Chef Petters muß 50 Jahre hinter Gitter

Zu Gefängnisstrafen zwischen 1 Jahr und 6 Monaten und 3 Jahren und 6 Monaten wurden die Verantwortlichen um die Falk Fonds verurteilt. Damit hat die Staatsanwaltschaft München II, unter Führung des leitenden Oberstaatsanwalts Eduard Mayer, gezeigt das die Strafverfolgungsbehörden den Kapitalanlagebetrug hart bestrafen und Wirtschaftsdelikte bei denen Anleger geschädigt werden, nicht mehr mit Bewährungsstrafen abgeurteilt werden. Vergleichweise mild erscheinen diese Strafen wenn man den Blick auf die aktuellen Urteile in Amerika richtet.

Der ehemalige Besitzer des Fotokonzerns Polaroid muss wegen Betruges für 50 Jahre ins Gefängnis, ein Gericht in St. Paul, US Bundesstaat Minnesota, befand Tom Petters für schuldig, durch ein „SCHNEEBALLSYSTEM“ einen Schaden von mehr als 3,5 Milliarden US Dollar angerichtet zu haben. ( Quelle: dpa-AFX ) Persönlich halte ich ein solches Strafmaß für angemessen, bedenkt man die vielen Einzelschicksale und teilweise ruinierten Leben die dahinter stehen!

Der Betrug, der im Jahr 2008 aufgeflogen war, der damals bereits angeschlagenen Firma Polaroid den Rest gegeben und in die Insolvenz gestürzt. Petters hatte damals über seine Firma im großen Stil Geld von Anlegern eingesammelt. Dem Versprechen ordentlicher Renditen folgte aber dann nur das der ganze Betrug irgendwann aufflog. Petters hatte regelmäßig ordentliche Beträge des Geldes abgezweigt, um damit seinen luxuriösen Lebensstil zu finanzieren. Die Lücken stopfte er durch die Einlagen von neuen Investoren.

Im direkten Vergleich ist das deutsche Strafrecht also bisher äußerst human gegenüber Anlagebetrügern gewesen, was sich allerdings angesichts der aktuellen Probleme und zunehmender Eigenverantwortung bei der Altersvorsorge nun auch geändert hat. Schneeballsysteme, die auch bei uns unzulässig und strafbar sind, liegen vor wenn Anleger regelmäßig Geld in einen Fond einbezahlen, und dieses Geld dann verwendet wird um den Anlegern hiervon eine Rendite zu bezahlen…leider keine Seltenheit in der Fondsbranche. Prüfen Sie daher genau und vor allem regelmäßig die Mittelszuflüsse und Abflüsse Ihrer Beteiligungen!

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