Author Archives: Lars

Jetzt wieder Gold kaufen?

Der Goldpreis markiert neue Höhen, aber umgerechnet in Euro sind die Wertsteigerungen bisher eher als moderat zu bezeichen. Anders gesagt ein Großteil des Kursanstieges ist dem Fall des Dollarkurses geschuldet. Dies könnte sich ändern sobald die Märkte die Richtung ändern werden. Die Notenbanken sind gezwungen die Zinsen irgendwann wieder anzuheben um eine Hyperinfaltion zu verhindern. Dann dürfte auch die Stunde des Goldes und anderer Edelmetalle wieder gekommen sein. Es ist also durchaus ratsam sich mit dem Thema Edelmetalle wieder etwas mehr zu beschäftigen.

Gold ist ist ein kostbares, und seltenes Gut heißt es, jedoch ist diese Aussage relativ. Die gesamten Goldreserven dieser Erde die bei diversen Bundesbanken lagern sind nicht gerade unerheblich. dennoch ist der frei verfügbare Anteil relativ gering und bestimmt somit auch den aktuellen Preis. Gold hat sich in Krisenzeiten immer hervorragend als sicherer Hafen erwiesen und das dürfte auch weiterhin so bleiben. Natürlich sind auch hier die Schwankungen teilweise enorm und wie bei einer Aktienanlage ist der richtige Zeitpunkt in physisches Gold zu investieren von entscheidender Bedeutung.

Beim Goldkauf sollte ebenfalls immer der Dollarkurs mit in die Überlegung einbezogen werden, sonst kann es schnell sein das ein Währungsverlust den Gewinn wieder deutlich schmälert oder gar komplett aufzehrt. Grundsätzlich ist es meistens nicht sehr ratsam Gold oder andere Edelmetalle bei der Hausbank zu erwerben, da die An- und Verkaufsgebühren meistens deutlich über denen liegen die man bei einem reinen Goldhändler zahlen muss.

Börsenprofis empfehlen zur Diversifizierung eines ausgewogenen Depots unbedingt auch einen Teil Gold in das Vermögen zu integrieren, der je nach Marktlage zwischen 5 Prozent und sogar 30 Prozent betragen sollte. Es ist also durchaus sinnvoll sich mit dem Thema Gold und Edelmetalle etwas näher zu befassen. Eine spannende Alternative kann z.B. auch Platin oder Silber sein deren Preis gerade jetzt sogar noch attraktiver erscheint. Die schwache Nachfrage aus der Computerindustrie die diese beiden Edelmetalle in Ihren Produkten verbauen hat zuletzt stark auf die Kurse gedrückt.

Ebenfalls sehr interessant besonders in Krisenzeiten ist der Erwerb ausgewählter Goldmünzen die dann meistens nur zum reinen Goldwert gehandelt werden und die zusätzliche Sammlerfaktor durch die Prägung vernachlässigt wird. Gut erhaltene Münzen können dann im erneuten Aufschwung nochmal mit einer satten Zusatzrendite wieder verkauft werden. Ausserdem haben Goldmünzen den Vorteil das die „Stückelung“ und der Wert etwas niedriger sind, und im Vergleich zu Goldbarren wieder flexibler eingetauscht werden können.

Gold kaufen online – schnell, sicher und günstig

Was eine gute Aktie ausmacht…

1. Einfache Produkte sind gute Produkte
„Kaufe nur, was Du verstehst“, sagt Warren Buffett. Der Rat des legendären US-Investors klingt banal. Anleger sollten sich trotzdem daran halten. Meiden Sie Aktien von Unternehmen, deren Produkte Sie nicht verstehen. Natürlich können auch die Papiere von Firmen, die hochkomplizierte Computerchips oder ähnliches herstellen, an der Börse kräftig zulegen. Für Anleger gilt jedoch: Je schwieriger es ist, zu begreifen, was ein Unternehmen so treibt, desto komplizierter ist es auch, die langfristigen Geschäftsaussichten einzuschätzen. Zur Jahrtausendwende hatten sich viele Anleger von den vermeintlich innovativen Geschäftsideen zahlreicher Technologiefirmen blenden lassen und viel Geld verloren.

2. Die kennt doch jedes Kind
Schauen sie besonders auf Aktien von Unternehmen, die weltweit bekannt sind und eine entsprechend starke Marktposition haben. In der Regel fällt es solchen Unternehmen wesentlich leichter, wirtschaftlich schwere Zeiten zu überstehen und ihre Position gegen aufstrebende Konkurrenten zu verteidigen. Coca-Cola oder McDonald’s etwa sind bekannte Beispiele.

3. Am Ende sollte schon was übrig bleiben
Allgemein gilt: Je höher die Dividendenrendite, desto rentabler ist eine Aktie. Allerdings lässt sich von der Dividendenrendite nicht auf die Kursentwicklung schließen. So kann es vorkommen, dass sich Aktien von Unternehmen, die verhältnismäßig hohe Dividenden ausschütten, eher schlecht entwickeln und umgekehrt. In Zeiten wie diesen gibt die Kennziffer aber einen recht guten Hinweis auf die Qualität einer Aktie.

4. Gewinn ist nicht immer gleich Gewinn
Viele Anleger schauen bei der Aktienauswahl auf das Verhältnis von Kurs und Gewinn (KGV). Je niedriger das KGV umso besser. Aber Vorsicht: Schauen Sie genau darauf, welchen Gewinn die Experten in ihre Berechnungen einfließen lassen. Den des abgelaufenen Jahres? Oder doch den erwarteten Gewinn für 2012? Gerade in guten Börsenphasen sind die Gewinnerwartungen der Analysten oft übertrieben. Ein niedriges KGV kann daher täuschen. Viel wichtiger für Anleger ist es zu prüfen, ob ein Unternehmen über viele Jahre bewiesen hat, dass es profitabel arbeitet.

5. Was ein Unternehmen tatsächlich wert ist
Eine wichtige Größe, um zu erkennen, ob ein Unternehmen an der Börse günstig bewertet ist oder nicht, ist das sogenannte Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV). Dabei werden die Vermögenswerte eines Unternehmens in Relation zum aktuellen Aktienkurs gesetzt. Die grobe Regel lautet: Je niedriger das KBV, desto größer sind die Chancen für Anleger – vorausgesetzt, dem Unternehmen drohen keine heftigen Abschreibungen oder gar die Pleite.

6. In Krisenzeiten gilt: Je mehr Liquidität umso besser
Weil die Banken derzeit mit Krediten knausern, könnten Unternehmen mit hohen kurzfristigen Schulden und wenig Cash schnell in Schwierigkeiten geraten. In Zeiten der Finanzkrise ist daher ein gutes Verhältnis von Cash und kurzfristigen Verbindlichkeiten besonders wichtig. Einen Anhaltspunkt gibt die sogenannte Barliquidität oder Cash-Ratio. Je nach Branche variieren die Anforderungen. In jedem Falle gilt aber: Je höher desto besser

7. Das Geld muss fließen
Der Cash-Flow ist eine der wichtigsten Kennzahlen, um die Ertragskraft eines Unternehmens zu beurteilen. Der Cash-Flow ist der Saldo aus Mittelzufluss und -abfluss. Im Verhältnis zum Aktienkurs zeigt der Cash-Flow an, mit welchem Faktor die Aktien eines Unternehmens an der Börse bewertet sind. Ein niedriges Kurs-Cash-Flow-Verhältnis (KCV) deutet darauf hin, dass der Kurs im Vergleich zur Ertragskraft günstig erscheint.

8. Eine Frage der Stabilität
Die Volatilität ist im engeren Sinne keine Kennziffer zur Unternehmensbewertung. Trotzdem kann sie bei der Aktienauswahl helfen. Die Volatilität zeigt an, wie stark der Kurs in einem bestimmten Zeitraum durchschnittlich geschwankt ist. Je größer die Kursschwankungen sind, desto größer ist auch die Volatilität der Aktie – und damit meist auch das Risiko. Umgekehrt zeugt eine geringe Schwankungsbreite von Stabilität.

9. Wer ist hier der Boss
Schauen Sie den Vorständen genau auf die Finger. Ist der Boss in der Vergangenheit mehrfach dadurch aufgefallen, dass er genau das Gegenteil von dem behauptet hat, was dann später eingetroffen ist – oder waren seinen Ansagen verlässlich? Und wie steht es mit den Zukunftsplänen: Erscheinen die Visionen des Chefs glaubwürdig, oder sind sie nichts als Hirngespinste? Maulhelden und Märchenerzähler an der Unternehmensspitze tun einer Aktie selten gut.

10. Schauen Sie auf Ihre Nachbarn
Achten Sie darauf, wer mit Ihnen zur Jahreshauptversammlung geht. Sind viele Finanzinvestoren dabei, die nur darauf aus sind, ihre Anteile möglichst schnell gewinnbringend zu verkaufen? Oder ist ein großer Teil der Aktien seit Jahren in Händen der Unternehmerfamilie beziehungsweise von langfristigen Kapitalgebern? Letzteres spricht in der Regel für die Aktie. Handelsblatt

Hexensabbat die Dritte

Nachdem wir ja bereits zweimal dieses Ereignis genießen durften, weil einfach nicht viel passiert ist, dürfte heute die spannende Frage sein ob und was heute denn passieren kann oder soll. Wahrscheinlich wird es genau so laufen wie die letzten Male. Der Hexensabbat ist irgendwie auch nicht mehr das was er einmal war. Früher zeichnete sich der große Verfallstag für Futures und Optionen wenigstens noch durch ordentliche Kursbewegungen in den einzelnen Aktien sowie den Indizes aus. Heute wird im Vorfeld ein wenig geplänkelt und am eigentlichen Verfallstag passiert nicht mehr viel. Irgendwie schon schade, auf nichts ist mehr Verlass..

Wenn also die Kurse heute auch schwächer erwartet werden heißt das noch lange nicht das die Börsen heute auch gen Süden drehen werden. Dennoch wurde gestern eine Sache ziemlich deutlich. Die US Indizes haben anfangs etwas geschwächelt und es sah so aus als ob der Markt nun drehen könnte. Alleine dies hat in einzelnenUS Aktien dafür gesorgt das die Differenz von Tageshöchstkurs und Schlusskurs über 10 Prozent ausmachte. Man kann sich also ungefähr vorstellen was bei diesem überhitzten Markt passieren wird wenn DowJones und Co. an einem Tag mal ein Minus von 3 Prozent oder mehr produzieren würden.

Zur Mittagszeit um 12.00 Uhr, beim so genannten Fixing, verfallen also zunächst die Index-Optionen und -Futures von EuroSTOXX und STOXX an der Eurex. Um 13.00 Uhr verfallen dann in der Mittagsauktion die Futures und Optionen auf den DAX und den TecDAX und fünf Minuten später die auf den MDAX. Erst gegen Handelsschluss desselben Tages laufen dann die Optionen und Futures auf die einzelnen Aktien aus. Dies gilt zudem nicht nur für die deutsche Terminbörse Eurex, sondern für die meisten großen Börsen weltweit. Während etwa deutsche, französische, italienische und US-Aktien an der Eurex um 17.30 Uhr verfallen, laufen die der Schweizer Werte bereits um 17.20 Uhr aus. Also dann, auf gutes Trading!

The Next Great Bankruptcy

Die heutigen CNBC News haben es in sich. Der erste Beitrag unter dem Titel „The Next Great Bankruptcy“ behandelt die Einschätzung von Jack Zwingli von Audit Integrity zu diversen namhaften Firmen die als nächstes in Chapter 11 gehen könnten. Dieser Bericht dürfte dann auch heute an der Wallstreet für ziemliche Unruhe sorgen. Namen aus der US Medienbranche wie CBS Corporation, Liberty Media, Sirius XM Satellite Radio, Interpublic Group, aber natürlich auch diverse Firmen aus der Automobilindustrie wie Hertz Global Holdings, GoodYear, Federal Mogul und Oshkosh Corp. werden genannt.

Insgesamt stehen 20 ,teilweise namhafte Companys auf dieser Todesliste, und einige Namen dürften um so mehr für Verwunderung sorgen wie z.B. Las Vegas Sands deren Kurs sich in diesem Jahr seit den Tiefsständen bereits fast verzehnfacht hatte. Gestern dann drehte die Aktie gen Süden nachdem ein andere Analyst die beiden Aktien von MGM Mirage und Las Vegas Sands als die beste Short-Wette die es derzeit gibt bezeichnet hat. Wahrscheinlich sind die ausgegebenen Kursziele von 5 Dollar je Aktie gar nicht mal so unrealistisch. Rite Aid Cortporationund Marcy´s stehen ebenfalls auf der Liste. Arcandor lässt grüßen.

Im Technologiesektor denkt Herr Zwingli das es Anvanced Micro Devices erwischen könnte. Das dürfte dann auch den Technologiesektor mal so richtig durchrütteln. Neben AMD sieht man auch Amkor Technology als gefährdet an. Ebenfalls pessimistisch zeigte sich der Analyst für zwei Airlines. AMR und Continental Airlines stehen auf der Abschussliste. Die anderen namen auf der Todesliste seien der Vollständigkeit halber ebenfalls noch erwähnt. Redwood Trust, Mylan,Textron, Sprint Nextel und Apartment Investment and Management..

Die Börse ist doch eine Einbahnstrasse….oder?

Wie einige bereits gemerkt haben dürften hatte ich in den letzten 24 Stunden größere technische Probleme. Auf gut Deutsch – der Server war down! Nun bin ich also wieder online und hoffe mal das dieses Problem so schnell nicht wieder auftreten wird. Wie abhängig man von der Technik ist wird einem in solchen Momenten wieder grausam bewusst. Meine Informationsseite stockfeed.de war ebenfalls betroffen und so musste ich mir meine Informationen heute sehr mühsam zusammensuchen. Und das an einem solchen Tag! Naja, wie auch immer es läuft wieder alles und ich wollte die Gelegenheit nutzen hier noch ein paar Zeilen wenigstens abschließend zu den Geschehnissen des Tages zu schreiben.

Wie bereits gestern beim Bruch der 1050er Marke im S&P 500 zu „befürchten“ war ging es dann heute weiter aufwärts. Auffällig war die Breite des Anstiegs der sich zwar durch alle Branchen zog, einzelne Segmente konnten sich jedoch wiedermal hervorheben. Der Sektor alternative Energien war heute nicht ganz so stark wie die Tage zuvor (ich rede in erster Linie vom US Markt) Dafür konnte man heute sehr schön diverse Ausbrüche nach oben bei verschiedenen anderen Sektoren sehen. Allen voran die Containerschiffahrt sowie die Firmen aus dem US-Immobilien-Finanzierungs-Bereich. Neue Phantasie kommt auf! Während im deutschen Markt das Ende der Fahnenstange so langsam erreicht sein sollte gibt es bei den Amerikanern immer noch einige Werte die extrem gefallen sind und das Zeug zum Vervielfacher haben zu Schnäppchen-Preisen.

Ein weiterer Grund für die heutige Kursrally dürften wohl auch die Aussagen der Wallstreet Legende Warren Buffet gewesen sein. In den Chor derjenigen, die das Ende der Finanzkrise beschwören, stimmt nun auch der Großmeister mit ein. Laut dem Starinvestor hat die US-Wirtschaft das Gröbste überstanden und die Erholung kann jederzeit einsetzen. Buffett lobte die Maßnahmen der US-Regierung im Kampf gegen die Krise, besonders das Rettungspaket Tarp für die Finanzbranche.

Auch hierzulande übt man sich in Optimismus: Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg rechnet bereits im Herbst mit dem Abflauen der Finanzkrise. Nicht zuletzt wegen des Konjunkturpakets gehe er davon aus, dass die Wirtschaft wieder anspringt. Da tritt Bundeskanzlerin Angela Merkel aber noch deutlich auf die Bremse: „Die Indikatoren zeigen jetzt wieder Licht am Ende des Tunnels“, bestätigte CDU-Politikerin vorsichtig. Aber sie halte die Krise für noch nicht überstanden. Es ist also weiter Vorsicht angebracht. Ich bin nach wie vor überzeugt das wir uns nun in einer Übertreibungsphase nach oben befinden. Dennoch hatte ich keine Lust mehr den steigenden Kursen hinterher zu schauen und bin seit gestern wieder ordentlich dabei. Na dann auf die 10000 im DowJones, Prost!

Das Jahr nach Lehman – was wurde wirklich getan?

Inzwischen ist es bereits ein Jahr her und auch für mich war es ein echt schwarzer Tag. Ich erinnere mich ehrlich gesagt nicht gerne zurück, eigentlich war ich im Urlaub und wollte entspannt am Pool liegen und dann kam das…Am 15. September 2008 gingen bei der Investmentbank die Lichter aus. Seitdem hat die  Pleite der US Investmentbank die Welt verändert. Banken und Börsen wurden in Ihrer basis schwer erschüttert, ganze Industriebranchen gingen in die Knie, Millionen Menschen haben ihre Jobs und Ihre Häuser verloren, und ein Ende ist noch nicht wirklich abzusehen.

US-Präsident Barack Obama hat anlässlich des Jahrestages der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers eine entschlossene und zügige Reform der Finanzaufsicht gefordert. Obama kündigte in einer einer Grundsatzrede in New York an, die größten Wirtschaftsmächte der Welt in der kommenden Woche auf dem G-20-Gipfel in Pittsburgh zu einer Verschärfung der Kontrolle des Finanzsektors zu drängen. Zugleich rief er zu einer verstärkten internationalen Zusammenarbeit auf. Das gelte für bessere Kapitalstandards ebenso wie für „aggressive Reformen“ des Finanz-Kontrollsystems.

„Vor einem Jahr haben wir erlebt, wie sich Märkte täuschen können und wie der Mangel an allgemein-verbindlichen Regeln zu Maßlosigkeit und Missbrauch führen kann“, so Obama. Daher sei es zwingend notwendig, „dass wir Reformen in Kraft setzen, die uns für immer vor einer Wiederholung einer solchen Krise bewahren“. Mit wachsender Stabilisierung beginne die Rückkehr zur Normalität – aber Normalität dürfe nicht zu Selbstzufriedenheit führen, so Obama. Es gebe „manche“ in der Industrie, die bisher die Lehren aus der schweren Finanzkrise ignoriert hätten. „Wir werden nicht zu den Tagen rücksichtslosen Verhaltens und unkontrollierten Exzesses zurückkehren“ sagte der US-Präsident. Stattdessen müssten starke Regeln zum Schutz gegen die System-Risiken der Vergangenheit erlassen werden, erklärte Obama mit Blick auf die riskanten Kreditpraktiken von Finanzinstituten.

Bislang hat die Politik auch hierzulande allerdings komplett versagt was eine auch nur ansatzweise Regulierung des Finanzmarktes betrifft. Und damit dürfte auch die nächste Krise bereits vorprogrammiert sein. Diese wird dann wahrscheinlich noch viel heftiger als alles bisher da gewesene sein und vielleicht auch die Weltwirtschaft endgültig zum Absturz bringen, wenn nicht endlich entscheidend etwas unternommen wird. Es bleibt zu hoffen das die USA hier eine Vorreiterrolle übernehmen wird und auch die europäischen Regierungen somit zu etwas mehr Verantwortung zwingt. Die Tragweite einer Unterlassung solcher Maßnahmen dürfte inzwischen auch dem letzten Dorfpolitiker klar sein…

Sichere Anlagen in unsicheren Zeiten – Immobilien?

…gibt es diese Anlageform denn überhaupt noch? Eine der wohl derzeit interessantesten Anlageformen, auch unter Berücksichtigung einer drohenden Inflation oder gar Währungsreform könnte die Investition in eine Immobilie sein. Aber nicht jede Immobilie entwickelt sich über die Jahre wunschgemäß. Um so wichtiger ist es Steuern die ansonsten der Fiskus abgreifen würde teilweise in späteres vermögen umwandeln zu können. Wie wir alle wissen sind fast alle Steuersparmodelle von Staatsseite inzwischen als nichtig erklärt worden und die Möglichkeiten der Vermögensbildung somit extrem begrenzt.

Ein immer noch praktikables Mittel gegen eine zu hohe Steuerlast ist aber die Investition in eine denkmalgeschützte Immobilie. Ein Investment, das zu den sichersten Anlageformen zählt und jährliche Renditen bis zu 10 Prozent verspricht. Damit zählen Immobilien, die unter Denkmalschutz stehen, zu den lukrativsten Anlageformen, die es derzeit in Deutschland gibt. Mit keinem oder einem niedrigen Einsatz von Eigenkapital können Sie traumhafte Renditen erzielen. Lassen Sie sich einfach kostenlos und unverbindlich beraten und ein individuelles Steuermodell errechnen.

Deutschland setzt auf Windenergie

Kurz vor der Wahl macht die Große Koalition mit dem Ausbau der Windenergie Ernst: Die Bundesregierung plant nach Angaben von Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) den Bau von 40 Offshore-Windparks in Nordsee und Ostsee. Eine entsprechende Verordnung über die Windpark-Gebiete werde er am Mittwoch dem Bundeskabinett vorlegen, kündigte der SPD-Politiker im „Hamburger Abendblatt“ an. Die Regierung soll demnach zuerst die Gebiete in der Nordsee festlegen.

Der Bau von rund 2500 Windrädern auf See ist nach Angaben des Ministeriums bereits genehmigt oder beantragt. „Wir rechnen im Norden mit 30.000 neuen industriellen Arbeitsplätzen in der Offshore-Windindustrie in den kommenden Jahren“, sagte der Minister. Jetzt gehe es mit der Offshore-Windenergienutzung in Deutschland voran. „Die aktuelle Diskussion um das Atommülllager Gorleben zeigt uns wieder mal ganz deutlich, dass wir erneuerbare Energien weiter ausbauen müssen“, sagte der SPD-Politiker. Offshore-Windparks seien ein sinnvoller Beitrag zur umweltbewussten Energiegewinnung.

Nach Ministeriumsangaben sollen die Anlagen nach bisherigem Planungsstand in deutschen Gewässern jenseits der Zwölf-Meilen-Küstenlinie entstehen und zusammen mehr als 12.000 Megawatt Windenergie erzeugen – das würde, bei vollem Wind, der Leistung von zwölf mittelgroßen Atomkraftwerken entsprechen. Mit dieser Leistung könnten mehr als zwölf Millionen Haushalte mit Strom versorgt werden, heißt es im Verkehrsministerium. „Damit kommen wir unserem Ziel näher, bis zum Jahr 2030 bis zu 25.000 Megawatt über Offshore zu erbringen“, sagte Tiefensee.

Von den 40 Windparks sind 30 in der Nordsee und zehn in der Ostsee geplant und laut Ministerium bereits 22 genehmigt. Eine Fläche von insgesamt hundert Quadratkilometern soll für die Offshore-Parks bereitgestellt werden. Die meisten neuen Windparks werden in den sogenannten Vorranggebieten in der Nordsee entstehen. Geplant sind die Parks im Gebiet „Nördlich Borkum“ etwa 32 bis 50 Kilometer vor den Ostfriesischen Inseln, im Gebiet „Östlich Austerngrund“ rund 87 Kilometer nördlich von Borkum und im Gebiet „Südlich Amrumbank“ circa 40 Kilometer südwestlich von Amrum. Spiegel

Politik macht Kurse

In Asien geht es abwärts! Verschiedene Faktoren wie ein zu starker Yen und eine wieterhin schwacher Dollar führten heute in Tokio zu kräftigen Gewinnmitnahmen. Viele Anleger fürchten, dass einige Großkonzerne ihre Prognosen senken müssen, da sie mit einem günstigeren Yen-Dollar-Kurs kalkuliert haben. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss in Tokio 2,3 Prozent im Minus bei 10 202 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index fiel 1,7 Prozent auf 934 Punkte. Auch die Börsen in Hongkong, Taiwan, Singapur und Korea verbuchten Verluste, während der Aktienmarkt in Shanghai wegen ungebrochener Hoffnungen auf eine Konjunkturerholung in China höher tendierte.

Hierzulande tendieren vor allem heute wieder die Werte aus dem Bereich alternative Energien sehr schwach. Allen voran Centrotherm, Conergy, Q-Cells sowie Roth und Rauh und Solarworld. Dies dürfte wohl auch ein erster Vorbote des gestrigen Rededuells zwischen Herrns Steinmeier und Frau Merkel sein. Offensichtlich sehen viele unsere Bundeskanzlerin, und damit den weiteren Ausbau von Atomkraft in Deutschland als Gewinner dieses Events. Unabhängig von meiner persönlichen politischen Überzeugung habe ich das anders gesehen! Während Frau Merkel wie die liebe Mutti von nebenan wirkte konnte Ihre Vize durch klare, offensive Rhetorik und vor allem sachlich kompetent punkten. Etwas ähnlich verhielt es sich wenig später zwischen Herrn Westerwelle und Herrn Trittin…

Die Wahl zeigt also erste Spuren am Aktienmarkt. Weitere Nachrichten sorgen heute für Kursbewegung. So gab unter anderem Heidelbergcement heute eine satte Kapitalerhöhung bekannt die zunächst mit 7 Prozent minus auf den Kurs drückt. Ich würde mal behaupten das nach meinen überschlagsmäßigen Berechnungen ein Kurs von unter 37,- Euro erreicht werden sollte um diese Nachricht anständig zu „verarbeiten“. Bei Bauer sorgen neueste Analystenkommentare für etwas Verwirrung und K+S wird erneut, dieses mal von der Citigroup auf „sell“ herabgestuft. Die US Futures sind ebenfalls deutlich unter Druck und es verspricht heute mal wieder ein interessanter Tag zu werden,

Die wichtigsten Termine der kommenden Woche

Die kommende Woche wird wieder spannend. Diverse Termine stehen an, obwohl man sich langsam fragt ob überhaupt noch irgendwelche Nachrichten kursbeeinflussend sind. Wir haben in der abgelaufenen Woche mal wieder Höchststände in fast allen namhaften Indizes gesehen und es scheint so als ob diese Entwicklung noch ein wenig weiter laufen sollte. Im S&P 500 wurde fast die Marke von 1050 erreicht. das nächste Ziel bzw. der nächste Widerstand liegt bereits bei 1060 Punkten. Wie auch immer, man darf gespannt sein wie lange die überschüssige Liquidität die Kurse noch befeuern wird. Es bleibt einem fast nichts anderes übrig als diese Bewegung zumindest teilweise mit zu spielen, auch wenn man anderer Überzeugung ist!

Nun aber zu den Terminen der Woche: Allen voran ist mal wieder der Hexensabbat am Freitag das Datum der Woche. der große Verfallstag für Futures und Optionen sollte eigentlich für deutliche Ausschläge bei einzelnen Titeln sorgen. Mit großer Spannung werden wohl ebenfalls die US-Einzelhandelsumsätzefür den Monat August am Dienstag erwartet. Nach dem verbesserten Verbrauchervertrauen muss sich dies nun auch in den Verkaufszahlen niederschlagen. Ebenfalls am Dienstag stehen der ZEW Index sowie der Empire State Index auf der Agenda. Am Mittwoch werden dann die neuesten zahlen zur Industrieproduktion veröffentlicht. Am Donnerstag folgt der Philly-Fed-Index..

Von der Unternehmensseite sehen wir in der kommenden Woche die Zahlen von Oracle, Adobe, FedEx und SAP. Diese dürften insofern interessant sein als das die meisten Marktteilnehmer diese Unternehmensdaten als Vorboten für die kommende Q3- Berichtssaison sehen die demnächst startet. Es ist also genügend Zündstoff vorhanden um die Kurse sowohl noch einmal deutlich positiv als auch negativ zu bewegen…

Nach der Krise ist vor der Krise

Die Lehman Pleite ist nun bereits ein Jahr her und die Banken haben offensichtlich nicht viel dazu gelernt. Zurück in den alten Verhaltensmustern der spekulativen Geschäfte, hohen Renditen und überzogenen Boni kann man sagen das die Krise wohl nicht heftig genug ausgefallen ist und es den Bankhäusern in jedem Falle zu leicht gemacht wurde sicht davon wieder zu erholen. Die Lehman-Pleite und ihre Folgen haben das Vertrauen in die Banken erschüttert. Banker werden schon als „Bangster“ verhöhnt. Früher, weiß Andreas Treichl, Chef der Ersten Bank aus Österreich, sei Banker einer der angesehensten Berufe gewesen – heute liege der Ruf auf dem Niveau von Politikern. Deshalb forderte HSBC-Verwaltungsratschef Stephen Green in Frankfurt „eine neue Wertvorstellung“ der Banken. “ Sprich: eine neue Moral. „Moralisches Handeln in unserer Branche ist nicht nur möglich, sondern notwendig“, forderte Goldman-Sachs-Direktor Alexander Dibelius.

Denn die nächste Krisenwelle kommt bestimmt. Zwar meinte Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein auf der Banken-Konferenz in Frankfurt, „das Schlimmste in dieser Krise ist überstanden“. Doch die Krise könnte in den nächsten Monaten an anderer Stelle zuschlagen: im Kreditgeschäft. Viele Unternehmen und Privatleute werden bald ihre Kredite nicht mehr bedienen können. Deutschen Geldinstituten drohen Ausfälle von 120 Milliarden Euro bis 2011, prophezeien Experten. Dazu kommt dann automatisch auch noch eine weitere Korrektur der Immobilienpreise, zumindest in den USA. Dieser Coktail könnte dann noch einmal brandgefährlich werden. Das Gute an der Sache wäre dann aber vielleicht doch das die Politik sich etwas mehr um die Reglementierung der Finanzgeschäfte von Banken kümmern müsste…

Schließlich hat die Finanzkrise die Bankenlandschaft, insbesondere die Landschaft der Privatbanken gründlich umgekrempelt. Von den großen Playern sind inzwischen nur noch zwei übriggeblieben, die Deutsche Bank und die Commerzbank. Als neuer Mitspieler mischt der Staat mit – bei der Commerzbank ist der Bund zu einem Viertel beteiligt, bei der angeschlagenen Hypo Real Estate (HRE) gar zu 90 Prozent. In der Not ist der Staat als Retter eingesprungen. 480 Milliarden Euro stellte er für das Banken-Hilfspaket bereit.

„Wir sind eigentlich heute da, wo wir vor der Krise standen“, gab Deutschlands mächtigster Banker Ackermann auf der Banken-Tagung in Frankfurt zu. Das heißt: Nach der Krise ist vor der Krise. Deutlichere Worte findet Bankenexperte Hans-Peter Burghof von der Universität Hohenheim. „Wir haben unsere Hausaufgaben nicht gemacht“, kritisiert er. Bis heute gebe es weder eine effiziente Aufsicht noch die Konsolidierung bei den Landesbanken, die sich mit Schrottpapieren verspekulierten. Die Eitelkeiten von Landespolitikern und Verbandsfürsten haben Fusionen maroder Landesbanken verhindert.

911 – Was geschah wirklich?

Heute ist mal wieder der inzwischen achte Jahrestag der schrecklichen Anschläge am 11. September auf das World Trade Center in New York, und in den vergangenen Jahren war dies immer auch ein kritischer Zeitpunkt an den Börsen. Gestern abend habe ich damit verbracht einen sehr interessanten Bericht über die Geschehnisse damals auf VOX anzusehen und war mal wieder entsetzt darüber wie offensichtlich es eigentlich ist das hier nachgeholfen wurde. Von welcher Seite auch immer! Ich empfehle jedem der sich etwas kritischer mit seiner Umwelt befasst sich diesen Beitrag noch einmal anzusehen. Natürlich ist auch dieser Beitrag wieder mal ein gefundenes Fressen für alle Verschwörungstheorie-Fans..

Für mich ist dieser Tag aber immer noch ein Moment einmal inne zu halten, ein Tag an dem die Börse eine eher untergeordnete Rolle spielt. Wenn man sich das ganze Leid der betroffenen Menschen ansieht und dabei auch vorstellt das eventuell reine Profitgier dahinter stecken könnte bekommt man ein schlechtes Gewissen das man sich jeden Tag genau mit dieser Sache befasst. Es ist weder klar das die amerikanische Regierung unter George W. Bush aus Macht- und Profitgier oder irgendwelche Geheimdienste dahinter stecken könnten. Noch ist sicher das der New Yorker Hafenbetreiber dem dieses Gebäude schlichtweg ein Dorn im Auge gewesen sein muss vielleicht Hand angelegt hat. Eventuell stehen auch die ganz großen Finanzhäuser dieser Welt damit in Zusammenhang um ungeliebte Akten von Jahrzehnten auf einen Schlag vernichten zu können.

Vielleicht waren sie es auch alle zusammen, schließlich ging es um Geld, sehr viel Geld. Verwerflich ist in jedem Falle das man den Tod und das Leid von tausenden Menschen offensichtlich billigend in Kauf genommen hat, und ich hoffe inständig das die Wahrheit darüber eines ans Tageslicht kommen wird. Dennoch sollte man sich wohl nicht der Illusion hingeben das dies in nächster Zeit passieren wird. Viel eher wird es wohl so laufen wie bei den Attentaten auf John F. Kennedy wo bis heute noch niemand so genau weiß wer die Erschießung angeordnet hat.Und wenn doch werden die Verantwortlichen wohl bis dahin in Reichtum an Altersschwäche gestorben sein.

Wie auch immer der elfte September ist und bleibt ein Tag der Besinnung und für mich auch ein Tag für die Frage nach dem Sinn des Lebens. Vielleicht sollten alle hier anwesenden ihre Zeit heute mal wieder mehr mit Ihren Familien und Freunden verbringen und Börse heute mal Börse sein lassen.

Top