Author Archives: Lars

Wer oder was treibt die Kurse?

Was treibt die Kurse in immer neue Höhen? Gestern markierten die US Indizes mal wieder neue Jahreshochs und das trotz einer katastrophalen Handelsbilanz die ein Defizit von 32 Milliarden Dollar monatlich ausweist. Der am Mittwoch veröffentlichte Konjunkturbericht der US-Notenbank, das „Beige Book“, zeigt stagnierende Einzelhandelsumsätze, eine schwache Nachfrage nach Gewerbeimmobilien und eine noch immer zurückgehende Bautätigkeit. Der Baltic Dry Index, ein Indikator für das weltweite Handelsvolumen, fiel seit Juni um 42 Prozent. Die Arbeitslosenquote in den USA dürfte im letzten Quartal 2009 die zehn Prozent Marke überschreiten und Experten schätzen das die US Immobilienpreise um weitere 25% einbrechen werden. Dies sind nur einige Zahlen der traurigen Realität!

Grund für die weiteren Kursanstiege ist nach wie vor wohl die Überschussliquidität, also das zum Kauf von Finanzanlagen verfügbare Geld, sich in den letzten Monaten schneller erhöhte als zu irgendeinem Zeitpunkt in den letzten zwei Jahrzehnten. Dieses billige, nach Anlagezielen suchende Geld erklärt den Kursanstieg und Renditerückgang bei Staatsanleihen. Es hilft auch beim Verständnis steigender Goldpreise, der Einengung von Risikoaufschlägen und der Stabilität des Ölpreises trotz wachsender Lagerbestände.

Jede Rally, die mehr mit reinen Geldflüssen als mit vorausahnenden Investoren zu tun hat, steht auf wackligen Füßen. Würde das Geld knapper oder Bares in großem Stil gehortet, könnte sie zu Ende sein. Solange das Finanzsystem Geld nicht auf normalem Wege und ohne riesige Unterstützung der Regierungen verteilen kann, wird auch die wirtschaftliche Erholung äußerst zerbrechlich bleiben. Bislang dürfte wohl auch nur eine Branche von dieser laxen Geldvergabe profitiert haben…die Banken, die die Chance des Jahrhunderts genutzt haben aus einer selbst verursachten Krise mit geliehenem Geld Milliardengewinne zu erzielen. Und es werden genau diese Banken sein die Ihre Aktien dann zu Höchstkursen wieder an die Kleinanleger verkaufen und wieder short gehen um ein ordentliches Stück vom großen Kuchen ab zu bekommen.

JP Morgan sieht schwere Zeiten für die Deutsche Bank

Die Deutsche Bank dürfte einer Studie zufolge zufolge am stärksten von den weltweiten regulativen Eingriffen in das Investment Banking getroffen werden. Die Bankanalysten von J.P Morgan (JPM) rechnen damit, dass die Rendite auf das Eigenkapital (RoE) der Deutschen Bank bis 2011 um 23% einbrechen wird. Damit läge die Deutsche Bank deutlich über dem Durchschnittsminus, das die Analysten Kian Abouhossein, Delphine Lee und Cormac Leech auf 18% beziffern.

Derzeit beläuft sich der RoE der Deutschen Bank den Angaben zufolge auf 10%. Vor allem regulatorische Eingriffe dürften sie jedoch bis 2011 um 3,3 Prozentpunkte auf 6,7% drücken. „Das ist zwar weniger als die 4,4 Prozentpunkte, welche die Konkurrenten im Schnitt verlieren, aber angesichts des niedrigen Ausgangswerts (von 10%) ist der Rückgang beträchtlich“, kommentieren die Analysten in der mehr als 100-seitigen Studie.

Die Einnahmen der Deutschen Bank im Investment Banking dürften demnach im genannten Zeitraum um 15% zurückgehen. Noch stärker aber leide die Rendite unter einer Neubewertung der Risiken der Vermögensanlagen (Risk-Weighted Assets, RWA): Die als risikoreich bewerteten Anlagen der Bank dürften um 25% auf 67 Mrd EUR steigen. Damit einher gehe ein Rückgang der Eigenkapitalquote auf Konzernebene auf 7,2% von derzeit 8,7%.

„Striktere Anforderungen an die Bewertung von Marktrisiken dürften sich am stärksten auf die Einnahmen der Investmentbanken auswirken“, prognostiziert J.P. Morgan in einer weiteren Studie, welche eher auf die Folgen der regulativen Eingriffe in das Bankengeschäft abstellt. Die Geldhäuser dürften demnach künftig stärker als früher gehalten sein, Anlagen nach möglichen Risiken zu bewerten.

Das allein dürfte den Berechnungen von J.P. Morgan zufolge in den kommenden zwei Jahren die Eigenkapitalrendite der Banken im Schnitt um 2,7 Prozentpunkte schmälern. Hinzu kommen neue rechtliche Anforderungen an die Transparenz im Geschäft mit nicht börsengehandelten Derivaten. Diese dürften weitere 0,8 Prozentpunkte der Eigenkapitalrendite „abrasieren“.

Der Zwang, Versicherungen gegen Kreditausfälle (Credit Default Swaps, CDS) künftig über Börsen zu handeln, koste die Rendite weitere 0,8 Prozentpunkte. „Der Wechsel vom Over-the-Counter-Handel (OTC) hin zu Börsen und alternativen Plattformen könnte sogar noch stärker belasten, weil wir Zins- und Währungseinflüsse zum jetztigen Zeitpunkt noch gar nicht berücksichtigt haben“, schreibt J.P. Morgan.

Die Deutsche Bank sei von den Anforderungen an die Transparenz und vom Wechsel vom weitgehend unregulierten OTC-Handel mit CDS-Produkten an regulierte Börsenplätze besonders betroffen. J.P. Morgan schätzt, dass allein diese beiden Aspekte den Gewinn der Deutschen Bank um 8% schmälern. Ohnehin hänge das Frankfurter Bankhaus am stärksten am Investment-Banking: Auf Konzerneben trage dieses 55% zum Gewinn bei.

Und schließlich minderten Einschränkungen im spekulativen Handel mit Rohstoffen die Rendite um weitere 0,5 Prozentpunkte, schätzt J.P. Morgan. Die Deutsche Bank hat erst vor einer Woche im Fahrwasser rigiderer Anforderungen in den USA an spekulative Positionen im Geschäft mit Ölderivaten ein Ölzertifikat aufgelöst, eine sogenannte Exchange Traded Note.

Hier stellt sich den Analysten zufolge die Frage, wie die Banken auf diese Belastungen reagieren. „Eine Steigerung der Margen ist unwahrscheinlich in diesem stark umkämpften Geschäft.“ Wahrscheinlicher sei der Versuch, die Kosten weiter zu drücken. Um nach den vielfältigen regulatorischen Eingriffen im Jahr 2011 eine Eigenkapitalrendite von 15% zu erreichen, müsste die Investment-Banken die Kosten pro Beschäftigten um 15% auf dann 543.000 USD senken.

Die Deutsche Bank müsste laut J.P. Morgan die Kosten pro Mitarbeiter von 2009 bis 2011 sogar um 21% auf 434.000 USD verringern. Das Szenario sieht jedoch anders aus: Derzeit rechnet J.P. Morgan damit, dass die Kosten pro Mitarbeiter bei der Deutschen Bank um 3% auf 568.000 USD steigen werden.

Doppeltop oder Ausbruch?

Die Euphorie scheint heute mal wieder keine Grenzen zu kennen. Wenn man sich so manche Kursentwicklung der letzten beiden Handelstage anschaut kann einem schon wieder etwas schwindelig werden. Bilfinger Berger habe ich gestern nach dem Rücksetzer gekauft und bin schon wieder raus, mit fast 20% Gewinn. Bei Continental hat der Wahnsinn sozusagen einen Namen. Die Meldung das der ehemalige Linde Chef Reitzle nun das Ruder im Aufsichtsrat übernehmen soll verleiht der Aktie Flügel. Bei der Heidelbergcement AG benötigen die Aktionäre offensichtlich keinerlei Meldung um den Kurs in ungeahnte Höhen zu treiben. Hier habe ich mich ebenfalls gestern aus charttechnischen Gesichtspunkten engagiert.. Grundsätzlich ist dies aber nur ein Zock, denn..

Wir befinden uns an entscheidenden charttechnischen Marken in fast allen Indizes und die Möglichkeit das die Kurse hier erneut abprallen werden ist relativ groß. Das wäre dann ein Doppel-Top und sollte, falls es so eintritt, dann auch erst einmal die Kurse wieder auf ein vernünftiges Niveau eindampfen. Soeben wurde im S&P 500 diese Marke wieder getestet und der Index ist darauf hin scharf abgetaucht. Es ist also nach wie vor ratsam bei aller neu gewonnenen Begeisterung für die Börse vorsichtig zu agieren und nicht zu giereig zu werden. Der heutige US Handel dürfte sehr spannend werden. Es stehen mal wieder die neuesten Daten vom US Arbeitsmarkt an und die waren ja bekanntlich in der letzten Zeit nicht so toll…Ich tippe mal auf Doppeltop!

Die Pleitewelle rollt weiter

Die Zahl der Unternehmens- und Privatinsolvenzen nimmt weiter dramatisch zu. Alleine im Juni erhöhte sich die Zahl der Firmenpleiten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,9 Prozent auf 2788, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Bei den Verbrauchern ergab sich ein etwas geringerer Anstieg um 4,1 Prozent auf 8434. Insgesamt erhöhte sich die Zahl der Insolvenzen auf 13 655 ( plus 7,0 Prozent).

Für das erste Halbjahr insgesamt ergibt sich ein ähnliches Bild: In diesem Zeitraum wurden 16 142 Insolvenzen von Unternehmen (plus 14,8 Prozent) sowie 48 284 Insolvenzen von Verbrauchern (minus 2,6 Prozent) gemeldet. Insgesamt registrierten die Gerichte 78 846 Insolvenzen (plus 0,9 Prozent). Die offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte auf 24,4 (Vorjahreszeitraum 14,7) Mrd. Euro. Für den Vergleich wurden die Daten aus 15 Bundesländern ausgewertet, da es in Nordrhein-Westfalen 2008 Probleme mit der Datenerhebung gab.

Der Insolvenzverwalterverband VID erwartet, dass die Zahl der Unternehmensinsolvenzen auch in den kommenden Monaten weiter deutlich steigen wird. Er warnte davor, von 0,3 Prozent Wirtschaftswachstum auf eine nachhaltige Erholung zu schließen. Erstens gehe die Erholung von einem historischen Tief aus. Zweitens seien hier vermutlich Einmaleffekte am Werk, die durch staatliche Hilfen ausgelöst worden seien.

Und drittens stehe bei wichtigen Schlüsselbranchen eine nachhaltige Erholung noch ein weiter Ferne, darunter in Automotive, Maschinenbau und Möbelindustrie. „Von einem Rückgang der Insolvenzanmeldungen bei Unternehmen ist deshalb vermutlich erst Ende 2010 auszugehen“, sagte der VID-Vorsitzende Siegfried Beck. Das deckt sich ebenfalls mit den Prognosen anderer Wirtschaftsgrößen dieses Landes und und ich fürchte auch diese Schätzung könnte noch etwas zu optimistisch sein..

Wieder da! ..und nichts verpasst

Hallo erst einmal an alle die während meiner Abwesenheit doch ab und zu hier vorbei geschaut haben. Ich war wie geschrieben mal ein paar Tage im Urlaub und extrem schreibfaul. Umso mehr möchte ich mich hier für die Lesertreue bei Euch bedanken.Nun geht es also wieder los auf Investors Inside und ich habe mir großes vorgenommen.Nicht nur inhaltlich und vor allem performance-technisch sondern auch eine Überarbeitung der Seite in den kommenden Wochen. Seit nunmehr 2 Jahren sieht die Seite annähernd unverändert aus und es ist wohl an der Zeit das ganze hier wegen der großen Nachfrage noch etwas weiter auszubauen und optisch auf zu peppen.Was so ein Urlaub hier und da doch so alles bewirken kann… 🙂

Die beiden letzten Handeswochen waren wie erwartet eher unspektakulär und die kleine Korrektur die wir gesehen haben wurde leider schon wieder viel zu schnell gekauft. Dennoch ist die zunehmende Schwäche des Marktes zu erkennen und sollte noch einmal in tiefere Regionen führen. Dazu dürfte auch der allgemein schwächere Börsenmonat September wohl der richtige Zeitpunkt sein. Ich warte also immer noch auf meine Wunsch-Kurse und werde mir die Zeit bis dahin mit ein paar Daytrades etwas versüßen. Jetzt muss ich micherst einmal wieder etwas orientieren, denn zwei Wochen ohne Börse sind eine lange Zeit und die Informationen müssen erst einmal wieder aufgenommen und verarbeitet werden.

Eine Entwicklung die man in jedem Falle weiter beobachten muss ist aber wohl die Entwicklung der US Verbraucherkredite. Die Kredite an US-Konsumenten fallen nämlich im Rekordtempo: Im Juli sei die Zahl der Verbraucherkredite um 21,6 Milliarden Dollar zurückgegangen und damit so stark wie noch nie, teilte die US-Notenbank am Dienstagabend in Washington mit. Volkswirte hatten hingegen nur mit einem Rückgang um rund 4,5 Milliarden gerechnet.

Insgesamt standen mit 2,47 Billionen Dollar aufs Jahr hochgerechnet 10,4 Prozent weniger Kredite offen, deutlich weniger als von Analysten erwartet. Der Juli war bereits der sechste Monat mit rückläufigen Verbraucherkrediten. Die US-Notenbank korrigierte auch den Vormonatswert deutlich nach unten: Statt um 10,3 Milliarden Dollar waren die Verbraucherkredite im Juni um 15,4 Milliarden Dollar zurückgegangen.

Diese Entwicklung spricht eine ganz eindeutige Sprache und neben den rekordverdächtigen Arbeitslosenquoten wird auch diese Realität die Börsen irgendwann wieder einholen. Das kann dann auch durchaus kurz und heftig passieren. Es ist also weiter ratsam sich etwas zurück zu halten. Die Indizes sind im erste Anlauf alle an entscheidenden Marken gescheitert und könnten nach einem weiteren vergeblichen Versuch erst einmal wieder deutlich abtauchen. Wie auch immer ich freue mich nun erst einmal daruf Euch wieder täglich mit aktuellen News und Kommentaren zum Börsengeschehen zu versorgen!

Wer mag schon Charttechnik?

Nach wie vor ist gibt es bei der derzeitigen Rally ein paar Auffälligkeiten die man nicht außer Acht lassen sollte. Zum einen sind die Kursanstiege bei den bis vor kurzem noch als „Junk“ bezeichneten Werten wie AIG, Fannie und Freddie nur getragen durch verhältnismäßig dünne Umsätze und treiben damit aber die Indizes weiter an und zum anderen ist die charttechnische Situation immer noch extrem spannend. Das die Kursansteige mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingen nicht ganz so synchron laufen hatte ich ja bereits mehrfach erwähnt. Zwar gibt es zarte Anzeichen dafür das das Schlimmste überstande ist, Grund zur Euphorie besteht allerdings noch lange nicht.

Von Seiten der Regierung wird versucht uns zu vermitteln das die Rezession nun vorbei ist, dennoch dürfte auch ein Rückschlag in Form eines weiteren Abtauchens der Konjunkturdaten noch lange nicht ausgeschlossen werden. Viele mögliche Szenarien geistern im Moment durch die Medien. Angefangen von der Inflation bis hin zur Deflation oder gar Währungsreform wird alles durchgespielt. Doch so genau weiß das wohl niemand im Moment…

Doch nun kurz zur Charttechnik: Am Donnerstag bildete sich nun schon die dritte Tageskerze in Folge, die als Umkehrkerze gewertet werden kann. Das geht nun schon in die Richtung einer extrem seltenen Formation, der bearischen Tri-Stars (negative drei Sterne). Diese hat eine sehr hohe Prognosequalität als Umkehrformation, wenn sie regelgerecht gebildet wird. Allerdings hätte sich dazu ein Gap von der ersten zur mittleren Kerze hin ausbilden müssen, dem ein Gap von der mittleren Kerze zur letzten Kerze folgt. Mit anderen Worten, die mittlere der drei Kerzen müsste eine Art Island Reversal ausbilden, also deutlich höher als die anderen notieren.

Sollten wir also heute am Montag oder vielleicht am Dienstag eine lange rote Kerze sehen könnte das den schon lange überfälligen Umkehrschwung einleiten. Wie weit dieser dann gehen kann hängt aber weiter von der Lernresistenz der Marktteilnehmer ab die offensichtlich derzeit größere Angst haben was zu verpassen als ihr sauer verdientes Geld zu verlieren. Noch immer ist die aktuelle Bewegung extrem liquiditätsgetrieben und eine objektive Beurteilung der Lage daher nur schwer möglich. Man sollte aber bei einer Gegenbewegung aufpassen das die Dynamik einen dann nicht überrollt.

Natürlich sind solche Prognosen extrem unpopulär wenn alle sich weiter steigende Kurse wünschen, aber man sollte zumindest mal darüber nachdenken..

Nur noch steigende Kurse?

Die positiven Nachrichten von der Konjunkturseite mehren sich. So sind die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter in den USA im Juli um 4,9 % angestiegen. Analysten hatte hingegen mit einem Plus im Bereich von 2,8 bis 3,2 % gerechnet, nach einem Minus von 1,3 % zuvor. Auch die Zahl der Verkäufe neuer Häuser ist in den USA im Juli auf 433.000 angestiegen. Analysten hatten hier lediglich mit einem Anstieg zwischen 308.000 und 390.000 Hausverkäufen gerechnet, nach 395.000 Hausverkäufen zuvor.

Wir sehen hier also seit einiger Zeit doch wieder eine deutliche Verbesserung bei den US-Konjunkturdaten, mit dem verbesserten Verbrauchervertrauen sogar auf dem Gebiet der konsumrelevanten Daten. Es kann also gut sein, dass sich hier jetzt die Auswirkungen der US-Konjunkturprogramme und der niedrigen Zinsen zeigen (letzteres besonders im Häusermarkt). Die entscheidende Frage ist nur, werden diese Effekte die Auswirkungen der hohen Arbeitslosigkeit überkompensieren?

Sollte das der Fall sein, dann kann sich tatsächlich ein durch Konjunkturprogramme verursachter Wirtschaftsaufschwung entwickeln, ähnlich wie nach dem New Deal. Aufgrund der Tatsache, dass die ungesicherten Schulden der Kreditblase noch nicht verarbeitet, sondern nur verlagert wurden, und es sich derzeit um gewisse „Einmaleffekte“ handeln dürfte fürchte ich jedoch, dass sobald der staatliche Stimulus aufhört, ein Rückfall in eine Depression zu erwarten ist, der sogenannte Double Dip.

Wie auch immer derzeit wird seitens der Medien und auch der Regierungen ein Bild vermittelt das so eigentlich nicht stimmen kann. Wir werden wohl weiter abwarten müssen ob und wann endlich eine zumindest verhältnismäßig kleine Korrektur kommt. Denn die derzeitige Entwicklung wäre selbst unter „normalen“ Börsenbedingungen nicht gesund. In diesem Sinne. Ich befinde mich derzeit mal wieder im Urlaub und werde nicht ganz so häufig schreiben können…ist aus meiner Sicht eh gerade nicht sooo spannend bis die Börsen eine Entscheidung getroffen haben.

Spar Dir die Abgeltungssteuer!

Als einziger Broker am Markt werden bei Lynxnroker die Kapitalertragsteuern erst zum Jahresende fällig. Somit bleibt eine Menge Zeit aus dem sonst schon bei Zwischenverkäufen fälligen und abgebuchten Beträgen für das Finanzamt weiteres Kapital zu generieren. Eine Jahresendabrechnung hat wohl auch den weiteren großen Vorteil das man sich nicht Mühsam durch die Trades der letzten 12 Monate arbeiten muss um seine Einkommensteuererklärung abgeben zu können. Wer also schon länger auf der suche nach dem ultimativen Broker ist, der sollte sich unbedingt das Lynx Infopaket anfordern. Besser gehts nicht! Ihr könnt hier einfach, kostenlos und unkompliziert das Lynx Infopaket anfordern..

Die Vorteile von Lynxbroker sind aber noch etwas vielfältiger! Die Gebühren sind sensationell günstig. Mit 6,00 Euro pro Trade schlägt Lynxbroker selbst noch flatex. Verglichen mit den anderen Anbietern wie Comdirect, CortalConsors, DAB Bank oder S-Broker ist der Preisvorteil noch deutlicher. Bei Optionen und Futures ist der Unterschied noch wesentlich deutlicher. Man kann also davon ausgehen das man sich derzeit mindestens 50% bis 70% seiner Brokergebühren durch einen Wechsel zu Lynx sparen kann. Was wohl bei jedem aktiven Trader jährlich einen ordentlichen Betrag ausmacht. Hier eine kurze Übersicht der deutlichen Preisvorteile:

 

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Ein weiterer, ganz entscheidender Unterschied zu den anderen Brokern am Markt ist auch, das mit ein und dem selben Konto sämtliche Märkte getradet werden können. Bei Lynx erhält man einen direkten Zugang zu 60 Börsenplätzen weltweit in 16 Ländern. Neben Aktien können also ganz bequem Optionen, Forex, ETFs, Anleihen und Futures gehandelt werden. Bei anderen Brokern muss man sich diese Bereiche immer extra beantragen und freischalten lassen. Auch das Thema versteckte Kosten kann man bei Lynx getrost vergessen. Beim neuen Onlinebroker gibt es keine Kontoführungskosten, keine Kosten bei Dividendenzahlungen, keine aministrativen Kosten, keine weiteren Kosten bei Orderstreichungen, – änderungen oder Teilausführungen! Also einfach das kostenlose und unverbindliche Infopaket anfordern und zukünftig deutlich günstiger Traden!

Paukenschlag in der Solarbranche

Goldman Sachs hat sich den Solarsektor mal wieder etwas genauer angeschaut und mit den neuesten Einschätzungen ordentlich Bewegung in den Markt gebracht. Die Schwäche der deutschen Solartitel Q-Cells und Solarworld dürfte laut den Goldmännern noch länger anhalten. So wurde  Solarworld von „Neutral“ auf „Sell“ heruntergestuft und das Kursziel von 25,00 auf 12,00 Euro gesenkt. Chinesische Solarfirmen könnten im Vergleich zur europäischen Konkurrenz 30 Prozent günstiger produzieren, schrieb Analyst Mariano Alarco in einer Branchenstudie am Donnerstag. Letztere seien daher gezwungen, weiter zu expandieren und die Produktion in Niedriglohnländer zu verlagern. Solarworld habe die Absatzkrise bislang zwar gut gemeistert, für die kommenden Jahre rechne er aber mit rückläufigen Margen.

Noch härter fiel das Urteil für Branchenkollegen Q-Cells aus.  Q-Cells wurde von „Neutral“ auf „Sell“ heruntergestuft und das Kursziel von 14,00 auf 9,00 Euro gesenkt. Außerdem habe er die Aktie in die „Conviction Sell List“ aufgenommen. Dank Goldman Sachs bekommt die Centrotherm-Aktie gerade noch die Kurve. Beflügelt von einem Upgrade der Analysten legt der Kurs heute deutlich zu. Damit hat die charttechnische horizontale Unterstützung im Bereich von 28,50 Euro zum wiederholten Male als stabil erwiesen. Die gute Stimmung für den Solarmaschinenbauer dürfte den Kurs kurzfristig bis 36 Euro treiben. Goldman Sachs hob das Kursziel für die Aktien von Roth&Rau von 34,00 auf 40,00 Euro an und die Einstufung auf „Buy“ belassen. Ebenfalls wurde das Kursziel von manz Automationen auf stolze 80,- Euro heraufgesetzt.

Ich persönlich halte die genannten Kursziele für Solarworld und Q-Cells kurzfristig für erreichbar die anderen eher für etwas zu optimistisch. Was Golman sachs nicht genannt hat ist der zeitraum in dem diese Ziele erreicht werden könnten. Einem vermeindlichen Rücksetzter der Weltbörsen können sich dann sicherlich die Aktien von Roth & Rau sowie Centrotherm und Manz ebenfalls nicht entziehen. Wie man dies ja auch schon sehr deutlich in den vergangenen Tagen sehen konnte! Bei aller Euphorie sollte dies der besonnene Anleger immer im Auge behalten. Die drei empfohlenen Aktien gehören ebenfalls zu meinen Favoriten, ich warte aber noch auf bessere Kurse für einen Einstieg…

Porsche hatte sich um 23 Milliarden Euro verzockt!

Bei Porsche addierten sich vor dem Verkauf an VW die Verpflichtungen aus den Optionsgeschäften auf 23 Mrd. Euro. Eine Summe die eigentlich alle Porsche Aktionäre schockieren sollte! Nach jüngsten Berichten hat der Sportwagenhersteller nicht nur Optionen auf rund 20 Prozent der VW-Stammaktien gehalten, sondern darüber hinaus auch noch Optionen auf 50 Prozent der stimmrechtslosen Vorzugsaktien von Europas größtem Autobauer besessen. Das macht in der Logik des ursprünglichen Plans der Stuttgarter, 75 Prozent von VW zu übernehmen, auch Sinn.

Beim Überschreiten der 75-Prozent-Marke hätte Porsche den Vorzugsaktionären von VW ein Übernahmeangebot machen müssen. Damit dies nicht zu teuer werden würde, hatte sich Porsche früh mit den Optionsgeschäften auf die Vorzüge abgesichert. VW-Finanzchef Hans Dieter Pötsch hatte erst am Montag davon gesprochen, dass „die erheblichen Risiken“ aus Optionsgeschäften bei Porsche nun „weitestgehend beseitigt“ seien. Das legt den Schluss nahe, dass der Investor Katar vergangenen Freitag nicht nur das Optionspaket auf die stimmberechtigten Stammaktien übernommen hat, sondern auch die Vorzugsoptionen, wie das „Manager Magazin“ berichtete.

Ein Porsche-Sprecher wollte sich nicht zu diesem Thema äußern. Finanzkreise bestätigten indes, dass die Katarer tatsächlich beide Pakete übernommen haben. Die Vorzüge sollen den Kreisen zufolge eine Art finanzieller Ausgleich für die vergleichsweise teuren Stämme sein, für die die Araber einen fairen Wert von rund 80 Euro ermittelt hätten. Der aktuelle Kurs liegt mit 141 Euro aber deutlich darüber, wodurch das Geschäft für den neuen Investor viel teurer geworden ist. Diese Differenz versuche Katar nun über die Vorzüge auszugleichen. Für das Gesamtpaket zahlt Katar jetzt gut sieben Milliarden Euro.

Weiter abwärts…

Immer noch drücken die Börsen in China auf die Stimmung. Mit einem erneuten Minus von 4 Prozent ging der Shanghai Composite heute aus dem Handel. Erneut belasten hier wohl die Sorge um die wirkliche Dynamik der wirtschaftlichen Entwicklung des landes. Schon seit längerer Zeit wird vermutet das die chinesischen Zahlen vielleicht von der Regierung etwas zu optimistisch dargestellt werden könnten. Andere Fachleute befürchten ein baldiges Platzen der Aktienblase in China, da die Börse sich in diesem Jahr bereits wieder verdoppelt hatte. Der S&P Future notiert ebenfalls wieder mit einem knappen Prozent im Minus.

Trotz des eigentlich gar nicht mal so schlechten Handels in den USA dürften die europäischen Aktienmärkte also weiter negativ tendieren. Schon seit einigen Tagen kann man das Abbröckeln der Kurse auf breiter Front beobachten und  auch Ausnahmen wie die Aktien von Conti und Porsche dürften sich bald wohl dem allgemeinen Trend ergeben. Ziel ist und bleibt für mich zunächst die 5000 Punkte Marke im Dax, später eventuell sogar noch einmal 4700 Punkte, sowie im S&P 500 die 930 Punkte. Ich habe am Freitag und Montag alle noch bestehenden Positionen wieder aufgelöst und bin nun erstmals seit langer Zeit wieder short.

Schaeffler erhält 12 Milliarden Kreditlinie

Der hoch verschuldete Autozulieferer Schaeffler hat sich mit den Banken auf ein Finanzierungskonzept über zwölf Milliarden Euro geeinigt. Damit sei die Finanzierung der Schaeffler-Gruppe für die nächsten Jahre gesichert, teilte das Unternehmen am Dienstag in Herzogenaurach mit. Schaeffler hatte sich mit der Übernahme von Continental verhoben. Die Conti-Aktie stieg nach der erlösenden Nachricht um zuletzt 10,11 Prozent auf 24,50 Euro.

Das Konzept sehe eine Umwandlung der Schaeffler-Gruppe in eine Kapitalmarkt-orientierte Struktur vor. Auf dieser Basis würden die bisherigen Kreditverbindlichkeiten in zwei Tranchen aufgeteilt: einen Kredit, der auf das operative Geschäft abgestellt werde, und einen Kredit, der auf der Holding-Ebene verbleibe. Die Laufzeit des ersten Kredits beträgt den Angaben zufolge bis zu viereinhalb Jahre, der des zweiten bis zu sechs Jahre.

„Wir haben mit der Einigung über das Finanzierungskonzept einen zentralen Meilenstein erreicht, um die Schaeffler-Gruppe in den nächsten Jahren erfolgreich weiterzuentwickeln“, sagte Finanzvorstand Klaus Rosenfeld. „Zugleich erfüllen wir mit dem Konzept eine weitere wichtige Voraussetzung für eine mögliche Zusammenführung der Schaeffler-Gruppe mit der Continental AG.

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