Porsche hatte sich um 23 Milliarden Euro verzockt!

Bei Porsche addierten sich vor dem Verkauf an VW die Verpflichtungen aus den Optionsgeschäften auf 23 Mrd. Euro. Eine Summe die eigentlich alle Porsche Aktionäre schockieren sollte! Nach jüngsten Berichten hat der Sportwagenhersteller nicht nur Optionen auf rund 20 Prozent der VW-Stammaktien gehalten, sondern darüber hinaus auch noch Optionen auf 50 Prozent der stimmrechtslosen Vorzugsaktien von Europas größtem Autobauer besessen. Das macht in der Logik des ursprünglichen Plans der Stuttgarter, 75 Prozent von VW zu übernehmen, auch Sinn.

Beim Überschreiten der 75-Prozent-Marke hätte Porsche den Vorzugsaktionären von VW ein Übernahmeangebot machen müssen. Damit dies nicht zu teuer werden würde, hatte sich Porsche früh mit den Optionsgeschäften auf die Vorzüge abgesichert. VW-Finanzchef Hans Dieter Pötsch hatte erst am Montag davon gesprochen, dass „die erheblichen Risiken“ aus Optionsgeschäften bei Porsche nun „weitestgehend beseitigt“ seien. Das legt den Schluss nahe, dass der Investor Katar vergangenen Freitag nicht nur das Optionspaket auf die stimmberechtigten Stammaktien übernommen hat, sondern auch die Vorzugsoptionen, wie das „Manager Magazin“ berichtete.

Ein Porsche-Sprecher wollte sich nicht zu diesem Thema äußern. Finanzkreise bestätigten indes, dass die Katarer tatsächlich beide Pakete übernommen haben. Die Vorzüge sollen den Kreisen zufolge eine Art finanzieller Ausgleich für die vergleichsweise teuren Stämme sein, für die die Araber einen fairen Wert von rund 80 Euro ermittelt hätten. Der aktuelle Kurs liegt mit 141 Euro aber deutlich darüber, wodurch das Geschäft für den neuen Investor viel teurer geworden ist. Diese Differenz versuche Katar nun über die Vorzüge auszugleichen. Für das Gesamtpaket zahlt Katar jetzt gut sieben Milliarden Euro.

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