Author Archives: Lars

Linde, Beiersdorf, Metro, Fresenius und BMW

Nun geht der Zahlenreigen im Dax so richtig los. Besonders erfreulich für die Anleger waren dabei die gestern vorgelegten Linde zahlen. Der Konzernumsatz in den ersten neun Monaten ging im Vergleich zum Rekordjahr 2008 um 11,5 Prozent auf 8,31 Mrd. Euro zurück. Das operative Konzernergebnis (EBITDA vor Sondereinflüssen und inkl. des anteiligen Jahresüberschusses aus assoziierten Unternehmen und Joint Ventures) lag mit 1,74 Mrd. Euro um 8,8 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Der Kosmetikkonzern Beiersdorf bleibt trotz Konsumflaute auf Wachstumskurs und blickt nach neun Monaten etwas optimistischer in die Zukunft als bislang. Im dritten Quartal sei der Unternehmensbereich Consumer organisch um 0,9 Prozent gewachsen und habe eine Ebit-Umsatzrendite von 11,1 Prozent verbucht, so Beiersdorf. Tesa habe den Umsatz um neun Prozent gegenüber dem des Vorquartals steigern können.

Die heute vorgelegten Ergebnisse des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care und dessen Mutterkonzern Fresenius sind auch weiterhin Wachstum geprägt. FMC hat im dritten Quartal sein Ebit um sieben Prozent auf 451 Millionen Dollar verbessert. Der Umsatz zog um sechs Prozent auf 2,89 Milliarden Dollar an. Außerdem hob der Konzern seinen Ausblick leicht Prozent. Die ebenfalls im Dax notierte Fresenius hat nach neun Monaten ein Ebit von 1,5 Milliarden Euro erreicht – 24 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz wuchs um 19 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro.

Deutschlands größter Handelskonzern Metro hat im dritten Quartal einen Umsatzrückgang um 4,6 Prozent auf 15,6 Milliarden Euro verbucht. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern erreichte mit 357 Millionen Euro zwar knapp das Vorjahresniveau. Der Gewinn brach aber von 183 auf 72 Millionen Euro ein.

Der Autobauer BMW hat im dritten Quartal einen überraschend großen Gewinneinbruch verbucht. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 78 Mio. Euro, wie der Konzern am Dienstag in München mitteilte. Das sind 73,8 Prozent weniger als vor einem Jahr, damals stand noch ein Überschuss von 298 Mio. Euro zu Buche. Analysten hatten dieses Mal im Schnitt mit einem Nettogewinn von 118 Mio. Euro gerechnet. Ganz im Gegensatz zu dem amerikanischen Mitbewerber Ford. Die Aktie notierte getsren mit einem Aufschlag von 9 Prozent. Der Automobilkonzern hat im dritten Quartal trotz der weltweiten Krise in der Automobilbranche einen deutlichen Gewinn einfahren können und die Erwartungen klar in den Schatten gestellt.

Commerzbank und UBS belasten Bankensektor

Die Erholung der Aktienkurse war der Haupttreiber für den gestern Ausgewiesenen Gewinn. Dabei halfen besonders die eigentlich als toxisch eingestuften Wertpapiere der Commerzbank wieder in die schwarzen Zahlen. Ob das die Anlegerherzen wirklich beruhigen sollte? Das operative Ergebnis betrug 120 Millionen Euro. Analysten zeigten sich überrascht. Sie hatten mit einem operativen Minus von 94 Millionen Euro gerechnet. Unterm Strich sieht die Bilaz der Commerzbank aber dann alles andere als gut aus. Inklusive aller Sondereffekte kam die Commerzbank auf einen Nettoverlust von 1,05 Milliarden Euro. Das sind 309 Millionen Euro mehr als von Experten prognostiziert worden waren. Ohne die Rallye an den Aktienmärkten würde dieses Ergebnis wohl noch um einiges schlecher ausfallen.

Zwar versucht man die Schuld derzeit auf die teure Integration der Dresdner Bank zu schieben, der wahre Grund dürft doch aber woanders zu finden sein. Abschreibungen auf den Unternehmenswert der Tochter Eurohypo. Der Immobilienfinanzierer, der in den nächsten fünf Jahren verkauft werden muss, leidet wegen der Immobilienkrise unter Kreditausfällen und Wertberichtigungen. Mit insgesamt 900 Millionen Euro bezifferte das zweitgrößte deutsche Kreditinstitut die Belastung der Bilanz durch die Integration der Dresdner. Insgesamt soll die Zusammenlegung beider Banken nochmal weiter 1,1 Milliarden Euro kosten. Beim Ausblick zeigte sich die Führungsriege der Commerzbank ebenfalls etwas bedeckt. Man werde dieses Jahr rote Zahlen schreiben und erst im Jahr 2011 wieder profitabel arbeiten hieß es.

Die Schweizer Großbank UBS hingegen kommt gerade wegen hoher Abschreibungen im Investmentbanking, anders als viele Konkurrenten nicht aus den roten Zahlen. Zwischen Juli und September häufte die Bank erneut ein Minus von einer halben Milliarde Franken an. Das operative Geschäft hat sich zwar etwas verbessert, nach vier Verlustquartalen in Folge bleibt UBS-Chef Oswald Grübel aber vorsichtig. Nach wie vor ziehen die Kunden der Schweizer Großbank massenhaft ihre Gelder ab. Wie ich bereits damals geschrieben hatte war die Herausgabe der Kundendaten, auch wenn es letztendlich nur ein paar waren, fast schon tödlich für das schweizer Bankhaus. Vielleicht hätte man sich eher noch aus dem US Geschäft zurückziehen sollen. der daraus resultierende Schaden kann sich noch jahrelang in den Bilanzen niederschlagen. Die Aktie, die sich zuletzt bereits deutlich schlechter entwickelte als der Branchenindex, gab vorbörslich deutlich nach.

Drehen jetzt die Märkte wieder nach oben?

Die Nachricht von der CIT Group Pleite wurde offensichtlich vom Markt erwartet und heute entsprechend verdaut. Ein Sell-Off ist ausgeblieben und so kann man sich wohl wieder etwas mehr auf die Charttechnik konzentrieren um die aktuelle Lage etwas besser einzuschätzen. Auffällig ist nach wie vor das die Indizes zwar etwas nachgegeben haben, aber bislang nicht übermäßig. Noch kann also die aktuelle Situation als Konsolidierung bewertet werden. Zwar befinden wir uns aktuell gefährlich nahe an den unteren Begrenzungen des Aufwärtstrends oder sogar leicht darunter, dennoch ist durch das Verteidigen der 1040 Punkte Marke im S&P 500 die Situation und der Verlauf in den kommenden Tagen noch offen.

Es ist also durchaus immer noch möglich das die Indizes wieder nah oben drehen werden. der Test der nächsten Pivotzone bei 1023 Punkten ist heute zunächst einmal ausgeblieben. Somit wurde eigentlich die Unterstützung bei 1040 Punkten heute bestätigt und 1060 Punkte sind nun das nächste Ziel.

Generell fällt aber auf das die Umsätze an den Börsen momentan extrem niedrig sind und einige Marktteilnehmer wohl wieder eine abwartende Haltung eingenommen haben. So ist es dann auch möglich gewesen das trotz der eigentlich geringen Kursverluste in den Indizes die Verluste in einzelnen Aktien teilweise dramatisch ausgefallen sind. Gerade bei verschiedenen US Titeln war es in den vergangenen Tagen nicht unüblich das diese nun 50 bis teilweise 70 Prozent unter Ihren kürzlich erreichten Höchstständen notieren. Nach wie vor ist also Vorsicht geboten! Der Markt ist extrem nervös und jeder kleine Rückgang wird für heftige Gewinnmitnahmen genutzt.

Royal Bank of Scotland, Lloyds und Northern Rock

Die britische Regierung scheint die Wurzel des Übels nicht nur erkannt zu haben, sondern geht auch aktiv gegen eine Wiederholung der Finanzkrise vor. Jetzt wollen die Briten aus den Trümmern der Royal Bank of Scotland, Lloyds und Northern Rock wieder drei neue Verbraucherbanken schaffen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die teil-verstaatlichten Banken Royal Bank of Scotland und Lloyds sowie die komplettverstaatlichte Hypothekenbank Northern Rock nach Staatsgusto aufgespalten, durchgemischt und neu zusammengesetzt. Die jeweils noch profitablen Geschäftszweige der RBS und Lloyds sollen in Kürze veräussert werden. Darunter fallen das Versicherungsgeschäft und das Filialgeschäft in England und Wales, der RBS sowie die schottischen Ableger der Lloyds.  Ziel sei eine stabilere Branche mit stärkerem Wettbewerb, und wieder das Vertrauen der Anleger in die britische Bankenszene zu schaffen. sagte Finanzminister Alistair Darling. Ihre genauen Pläne will die britische Regierung noch in dieser Woche bekannt geben. Fest steht aber schon jetzt das die Briten die Umstrukturierung des Bankenmarktes,  bis 2015 abgeschlossen haben wollen.

Ob diese Pläne allerdings Früchte tragen werden, und somit das Vertrauen der Anleger wieder zurückkehrt, bleibt erst einmal ungewiss. Wie auch hierzulande und gerade in den USA dürfte eigentlich nur dann wieder wirkliches Vertrauen einkehren, wenn man die Verantwortlichen, sprich die Vorstände und Führungskräfte, in Zukunft mehr in die Pflicht nimmt. Das würde bedeuten das Boni nur im Erfolgsfall und einer überschaubaren Größenordnung ausgezahlt werden. Was ja eigentlich auch selbstverständlich sein sollte! Weiter wäre eine persönliche Haftung über das Gehalt hinaus sicherlich ein probates Mittel, und eventuell eine Trennung des normalen Bankgeschäftes vom Investmentbanking wünschenswert. Nach wie vor werden aber von keiner Regierung wirkliche Anstrengungen dahingehend unternommen. Und so lange das so ist wird die Welt weiter der Gier und Willkür von Bankern ausgesetzt bleiben…Die Briten machen vielleicht gerade einen guten Anfang, die Amerikaner hingegen riskieren durch die zweitgrößte Bankenpleite einen erneuten Absturz der Wirtschaft…Aber so ist er halt, der Amerikaner!

Lynxbroker – Der Onlinebroker für Vieltrader!

Immer wieder unterziehen wir die gängigen Online Broker im deutschen Markt einem Brokervergleich. Seit knapp einem Jahr ist die Landschaft der Onlinebroker in Deutschland ist um einen sehr interessanten Player reicher! Und ich muss sagen, nachdem ich die Plattform getestet habe, die Vorteile von Lynxbroker sind so vielfältig das es schwer fällt dies alles in einen Artikel zu pressen. Dennoch hier ein kurzer Abriss. Die Gebühren sind sensationell günstig. Mit 6,00 Euro pro Trade schlägt Lynx selbst noch flatex. Verglichen mit den anderen Anbietern wie Comdirect, CortalConsors, DAB Bank oder S-Broker ist der Preisvorteil noch deutlicher. Bei Optionen und Futures ist der Unterschied noch wesentlich deutlicher. Man kann also davon ausgehen das man sich derzeit mindestens 50% bis 70% seiner Brokergebühren durch einen Wechsel zu Lynxbroker sparen kann. Was in meinem Fall jährlich einen ordentlichen Betrag ausmacht.

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Weiter geht es mit den Zinssätzen bei Lynx die zwar auf Guthabensbasis nicht berauschend sind, dagegen im Falle eines zusätzlichen Effektenkredites ebenfalls unschlagbar günstig sind. Mit derzeit 3,69% Sollzins ist das Angebot von Lyx hier ebenfalls das weitaus Beste am Markt. Auch das Thema versteckte Kosten kann man bei Lynx getrost vergessen. Beim neuen Onlinebroker gibt es keine Kontoführungskosten, keine Kosten bei Dividendenzahlungen!

Ein ganz entscheidender Unterschied zu den anderen Brokern am Markt ist auch, das mit ein und dem selben Konto sämtliche Märkte getradet werden können. Bei Lynx erhält man einen direkten Zugang zu 60 Börsenplätzen weltweit in 16 Ländern. Neben Aktien können also ganz bequem Optionen, Forex, ETFs, Anleihen und Futures gehandelt werden. Bei anderen Brokern muss man sich diese Bereiche immer extra beantragen und freischalten lassen.

Jetzt kommt aber der Hammer! Als einziger Broker am Markt werden bei Lynx die Kapitalertragsteuern erst zum Jahresende fällig. Somit bleibt eine Menge Zeit aus dem sonst schon bei Zwischenverkäufen fälligen und abgebuchten Beträgen für das Finanzamt weiteres Kapital zu generieren. Wer also schon länger auf der suche nach dem ultimativen Broker ist, der sollte sich unbedingt das Lynx Infopaket anfordern. Besser gehts nicht! Ihr könnt hier einfach, kostenlos und unkompliziert das Lynx Infopaket anfordern..

China zurück auf dem Wachstumspfad?

Die Stimmung unter den chinesischen Einkaufsmanagern ist im Oktober auf den höchsten Stand seit 18 Monaten geklettert. Der entsprechende Index kletterte von 55,0 auf 55,4 Punkte. Werte für 50 signalisieren einen Aufschwung. Der SSE in Shanghai gewann daraufhin 2,7 Prozent auf 3.077 Zähler. Gute Nachrichten von der aufstrebenden Volkswirtschaft in China geben dem Markt bisher aber noch keinen Halt. In den USA wurden in der vergangenen Woche ebenfalls sehr gute Nachrichten zum Einkaufsmanager Index veröffentlicht. Dennoch traten die Börsen Ihren Rückzug an. Die Indizes haben nun über Wochen diese Szenario gespielt. Jetzt da es sich wider Erwarten der meisten Marktteilnehmer bewahrheitet hat werden die guten Nachrichten abverkauft. Das ist zum einen mehr als natürlich und zum anderen durchaus gesund für die Börsen um das Fundament für einen weiteren Anstieg legen zu können. Wo dieses Fundament allerdings sein wird weiß wohl niemand derzeit so genau.

Auch die heutige Nachricht über die geordnete Insolvenz der CIT Group muss nicht unbedingt negativ für die Börsen sein. Zwar weiß man in den heutigen nervösen Märkten nie so genau welche Nachricht wie aufgenommen werden wird, dennoch ist auch hier denkbar das die Anleger ein Ende des bisherigen Kapitels erleichtert auf die endgültige Lösung des Problems reagieren. Das trifft natürlich nicht aus die Altaktionäre zu die wiedermal leer ausgehen werden. Auf der anderen Seite ist es sehr wahrscheinlich das hier sowieso überwiegend nur noch Zocker investiert waren die wussten worauf sie sich eingelassen haben. Den Angaben zufolge sind von dem Antrag auf Gläubigerschutz die Muttergesellschaft CIT Group Inc. sowie die CIT Group Funding Company of Delaware LLC betroffen. Indes bleiben sämtliche operativen Tochtergesellschaften, darunter auch die CIT Bank, von den jüngsten Maßnahmen unberührt. Daher werden voraussichtlich alle operativen Gesellschaften ihre normale Geschäftstätigkeit zunächst fortführen..

Die CIT Group ist pleite, TARP macht den ersten Verlust, Carl Icahn wittert seine Chance

Der US-Mittelstandsfinanzierer CIT meldet nach 100 jährigem Firmenbestehen Insolvenz an! Was lange befürchtet wurde ist am Wochenende eingetreten. Nach langem Hin und Her will sich das Unternehmen nun ähnlich wie Genereal Motors über den Gläubigerschutz sanieren. Dabei will das Institut einen Teil seiner Schulden loswerden und bis Ende des Jahres das geordnete Insolvenzverfahren wieder verlassen. Operative Töchter seien davon nicht betroffen und führten ihre Geschäfte weiter. Mit Schulden von knapp 65 Milliarden Dollar bei Vermögenswerten von gut 71 Milliarden Dollar ist es dennoch eine der größten Firmenpleiten in den USA überhaupt und die größte einer Bank seit dem Kollaps von Lehman Brothers im September des vergangenen Jahres.

Und gerade nach den weiteren Bankenpleiten am Wochenende könnte diese Nachricht auch in dieser Woche für etwas Unruhe auf dem Börsenparkett sorgen. Experten rechnen zwar nicht damit das die Pleite der CIT Group größere Schockwellen, wie damals die Lehman Brothers Pleite hinterlassen wird, dennoch wirft dies sicherlich einen Schatten auf den Gesamtszustand der US Wirtschaft. Der Kreditgeber von Tausenden US-Einzelhändlern und kleineren Firmen hatte vergeblich auf mehr Staatshilfe gehofft, weil der Mittelstand traditionell einer der größten Job-Motoren in den USA ist. Der Staat verweigerte aber zuletzt diese Hilfe.

Die Pleite der CIT Group wurde bereits seit Monaten erwartet, aber immer wieder in letzter Minute abgewendet. Jetzt da es nun endgültig nicht geklappt hat das Unternehmen zu sanieren dürfte auch der amerikanische Staat sich demnächst rechtfertigen müssen warum man zunächst die stolze Summe von 2,3 Milliarden Dollar aus dem staatlichen Rettungsfond in das Unternehmen gesteckt hat um es dann später wie eine heiße Kartoffel fallen zu lassen. Der Großteil dieses Geldes dürfte für die Steuerzahler verloren sein. Denn vorrangig werden die Gläubiger und Anleihen-Halter der Bank ausgezahlt. Damit ist es der erste Verlust für den Rettungstopf Tarp.

Unterdessen teilte die CIT am Freitag mit, dass eine Vereinbarung mit US-Investor Carl Icahn getroffen worden. Unternehmensangaben zufolge hat sich Icahn bereit erklärt, die Umstrukturierungspläne der CIT Group zu unterstützen und dem Konzern eine Kreditlinie in Höhe von 1 Mrd. Dollar zu gewähren. Manche Dinge bleiben eben immer gleich. Icahn hier als der weiße Ritter gefeiert wird einen sehr genauen Plan haben wie er mit dem Deal ein paar Milliarden verdienen kann…

Klöckner & Co plant größere Übernahme

Eine weitere hochinteressante Meldung aus der deutschen Stahlbranche. Wie bereits von einigen Analysten angenommen plante der Stahlhändler Klöckner & Co eine größere Übernahme noch in diesem Jahr.  „Wir arbeiten gerade sehr intensiv an Zukäufen, und wenn alles gut geht, werden wir noch in diesem Jahr so weit sein, spätestens Anfang des nächsten Jahres, Vollzug zu melden“, sagte der neue Vorstandsvorsitzende Gisbert Rühl der „Wirtschaftswoche“. Im Fokus hat der Manager größere Wettbewerber. „Wenn wir in der Vergangenheit eher kleinere Unternehmen erworben haben, so haben wir es jetzt auf mittlere und sogar größere Unternehmen mit einem Umsatz in Höhe von mehr als 500 Mill. Euro abgesehen.“ Dabei wolle sich Klöckner „dort weiter stärken, wo wir bereits gut vertreten sind, das heißt in Europa und Nordamerika“.

Keine Übernahmen plane Klöckner in China. „Ich will nicht ausschließen, dass wir das eines Tages auch machen, aber im Moment ist eine Expansion nach Asien nicht geplant.“ Der chinesische Markt sei für Stahlhändler, die zudem eine Bearbeitung des Stahls anbieten, noch nicht reif.

Rühl warnte die Stahlbranche vor zu großem Konjunkturoptimismus. Zwar würde derzeit deutlich mehr Stahl geordert, aber der Grund sei nicht ein rasanter Anstieg des Stahlverbrauchs. „Unsere Lager wie auch die der anderen Händler sind weitgehend abgebaut. Das heißt, wir müssen jetzt wieder zukaufen, was wir unsererseits absetzen wollen. Damit steigen die Bestellungen der Hersteller derzeit sprunghaft an“, sagte Rühl. „Das führt bei den Produzenten vielleicht zu verfrühtem Optimismus. Dabei wissen wir noch gar nicht, wie sich unser Endkunde weiter verhält. Das zeigt sich erst in einigen Wochen oder Monaten.“ Für eine zuverlässige Prognose sei es noch „zu früh“, die Konjunkturentwicklung insgesamt „noch sehr fragil“.

Was ist los bei ThyssenKrupp?

Nach den zuletzt eigentlich eher hoffnungsvollen Signalen aus der Stahlbranche kommen von ThyssenKrupp momentan eher wieder schlechte Nachrichten. Der größte deutsche Stahlkonzern will 20.000 Stellen abbauen, alleine 10.000 davon in Deutschland. Arcelor Mittal hatte kürzlich eigentlich trotz einem verhaltenen Ausblick Hoffnungen geschürt das die Talsohle in der Stahlindustrie überwunden sein könnte.

Wie die Presse unter Berufung auf interne Planungen zudem berichtete, will ThyssenKrupp die Zahl der Kurzarbeiter auf 20.000 von 49.000 verringern. Dazu wollte sich der Sprecher nicht äußern, sondern verwies auf die Bilanzpressekonferenz am 27. November. Die Auftragsflaute in der Stahlindustrie und bei den Werften hat ThyssenKrupp 2008/09 tief in die Verlustzone gedrückt.

Börsianer lenkte die Aufmerksamkeit auch auf die Charttechnik der Aktien, die angeschlagen sei. Jedoch rückten die ersten wichtigen Unterstützungen bei ThyssenKrupp und Salzgitter nach den jüngsten Kursverlusten in Reichweite. Dennoch sind auch die Aktien der US-Stahlkocher in der vergangenen Woche angesichts eines vorsichtigen Ausblicks von United States Steel unter Druck geraten.

So wie es scheint ist also die Absatzkrise der Stahlkocher alles andere als vorbei. Der weitere Verlauf der Aktie hängt also wohl auch schwer von der allgemeinen Entwicklung der Börsen in den kommenden Tagen ab. Schwergewichte wie Arcelor Mittal oder ThyssenKrupp werden sich aber bei einer Erholung wohl deutlich schlechter entwickeln als kleinere Stahlfirmen wie Salzgitter und reine Stahlhändler wie Klöckner & Co. Wer also in der Stahlbranche investiert sein will sollte den Kandidaten dafür sorgfältig auswählen..

Bankengruppe FBOP und California National Bank sind auch pleite!

Das Bankensterben in den USA geht weiter. An diesem Freitag erfasste die Pleitewelle neun Regionalbanken in den Bundesstaaten Arizona, Kalifornien, Illinois und Texas, teilte die staatliche Einlagensicherung FDIC (Federal Deposit Insurance Corporation) im Internet mit. Die Geschäfte werden von der U.S. Bank weitergeführt.

Das US-Kreditinstitut hat neun Banken übernommen. Die ehemals zur Bankengruppe FBOP gehörende Geldhäuser mit Vermögenswerten von insgesamt 18,4 Mrd. Dollar und Einlagen von 15,4 Mrd. Dollar waren im Zuge der Finanzkrise zusammengebrochen. Damit stieg die Zahl der Bankenpleiten in den USA seit Jahresbeginn auf 115.

Das größte der aufgekauften Geldhäuser war die California National Bank in Los Angeles, die viertgrößte der in diesem Jahr zusammengebrochenen US-Banken. Sie hatte nach Informationen der Zeitung „Los Angeles Times“ rund 500 Mio. Dollar mit Vorzugsaktien der Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac verloren. U.S. Bancorp (auch U.S. Bank) bezeichnete die Übernahmen als Schritt, der im Einklang mit der Wachstumsstrategie des Konzerns stehe, das eigene Geschäft unter anderem durch Zukäufe mit überschaubarem Risiko zu stärken. Dadurch gewinne das Institut in Kalifornien, Illinois und Arizona an Größe.

Im laufenden Jahr ist die Zahl der Bankenpleiten in Amerika so hoch wie seit 1992 nicht mehr, als zum Ende der schweren Krise der US-Sparkassen 181 Häuser in einem Jahr dichtmachen mussten. Während der gesamten jahrelangen Turbulenzen kamen damals Schätzungen zufolge sogar weit mehr als 2 000 Sparkassen und Banken unter die Räder. Handelsblatt

Die Bären wittern Morgenluft

Heute wurde der vielbeachtete Chicagoer Einkaufsmanagerindex wieder einmal veröffentlicht. Der Index kletterte nämlich erstmals seit über einem Jahr überraschend über die Expansionsschwelle von 50 Punkten auf exakt 54,2 Zähler. Volkswirte hatten lediglich einen Anstieg auf 49,0 Punkte erwartet. Eigentlich ein Grund zur Freude sollte man meinen. Denn der Einkaufmanager Index gilt als einer der bedeutendsten Frühindikatoren für die amerikanische Wirtschaft. Das US Verbrauchervertrauen fiel ebenfalls besser aus als erwartet. Laut der zweiten Schätzung im Oktober lag dies bei bei 70,6 Punkten und damit wurden die Erstschätzung von 69,4 Punkten nach oben revidiert. Statt mit weiter steigenden Börsen quittierend die Anleger dies mit deutlichen Gewinnmitnahmen. Wie kann das also sein?

Dies dürfte wohl in erster Linie an der charttechnischen Situation liegen. So ist die Ausbildung eines Doppel-Tops bei den Hochs von 5.885/5.888 Zählern im Dax kein wirklich gutes Zeichen. Der jüngst vollzogene Bruch der 38-Tage-Linie mahnt ebenfalls zur Vorsicht. Doch nicht nur das: Nun ist auch noch der seit dem März-Tief von 3.588 Punkten bestehende Aufwärtstrend in Gefahr. Zusammen mit der bei 5.575 Punkten verlaufenden alten Unterstützung, die nun als Widerstand fungiert, hat sich in diesem Bereich ein „wichtiges Widerstandskreuz“ etabliert. Inzwischen befinden wir uns aber deutlich unterhalb dieser Marke. Laut Definition ist also der Begriff eines sauberen Aufwärtstrend somit eindeutig gebrochen worden.

Es dürfte also in der kommenden Woche extrem wichtig sein das diese Marken wieder zurückerobert werden können. Denn dies wäre dann ein extrem bullishes Zeichen. Allerdings deutet heute noch nicht wirklich viel auf dieses mögliche Szenario hin. Alle Dax Werte befanden sich heute zum Handeslschluss im Minus, und die Wallstreet macht bis jetzt, eine halbe Stunde vor Schluss keinerlei Anstalten sich wieder in diese Richtung bewegen zu wollen. Inzwischen wurde der freie Fall zwar gestoppt, aber richtige Erholungstendenzen kann ich noch  nicht erkennen. Was mich am meisten beunruhigt ist das die zuletzt wirklich mal guten Nachrichten abverkauft worden sind…

Wer zahlt für ProSiebenSAT1 Media?

Ein Unternehmen das sich bereits seit längerem auch an mehr oder weniger viel versprechenden Online Projekten beteiligt oder diese gar selber ins Leben ruft ist die ProSiebenSAT1 Online AG….Das Zwischentief im Online Handel dürfte nur von kurzer Dauer sein, und der Online Versandhandel wird wahrscheinlich eine der ersten Branchen sein denen es wieder richtig gut geht wenn die Krise vorüber ist. Ganz im Gegensatz zum klassischen Werbemarkt. Die Druckindustrie steckt seit Jahren in der Krise und den deutschen werbe-finanzierten Fernsehsendern geht es auch schon lange nicht mehr gut. Sogar von Insolvenzen namhafter Privatsender war in diesem Jahr schon die Rede bevor deren Aktienkurs dann um 1000% zulegen konnte. Was ich im Übrigen gerne mitgespielt habe, aber insgeheim für maßlos übertrieben halte. Kurse um die 5,- Euro würde ich eher als realistisch erachten..

Die ProSiebenSat.1 Media AG will nun künftig neben Werbeeinnahmen auch auf die Einführung von Gebühren setzen. „Man muss über einen graduellen Wechsel nachdenken“, sagte Vorstandsvorsitzender Thomas Ebeling kürzlich am Rande der Branchenveranstaltung „Medientage München“. Dieser Wechsel könne mit einem Hybridmodell aus Werbung und Gebühren für die Privatsender möglich werden, erläuterte Ebeling. „In Dänemark praktizieren wir das bereits erfolgreich“, sagte der ProSiebenSat.1-CEO. Ebeling will dabei zunächst bei seinen Spartenkanälen ansetzen. Mit Sat.1 Comedy und Kabel 1 Classics betreibt der Medienkonzern mit Sitz in Unterföhring bei München bereits heute zwei Bezahlsender. Ein baldiges Abschalten der Hauptprogramme Sat.1 und ProSieben für zahlungsunwillige Zuschauer sei hingegen nicht geplant, wäre auch sicherlich tödlich für die Sendergruppe.

Ich glaube nach wie vor nicht daran das Pay TV in Deutschland funktionieren kann. Die Mentalität der Deutschen ist dafür einfach nicht geeignet. Ausser ein paar wenigen Technikfreaks wird die breite Maße nicht dazu bereit sein für Fernsehinhalte zu bezahlen, es sei den sie muss (siehe GEZ). Zusätzliche finanzielle Belastungen der Bundesbürger in diesen Zeiten werden nicht gut ankommen. Somit ist die Wahrscheinlichkeit das dieses geplante Geschäftsmodell der ProSieben Gruppe scheitern wird sehr hoch. Premiere hat es vorgemacht und trotz teilweise guter Inhalte niemals eine wirklich Akzeptanz im Markt erhalten. Die Chance das dieser Plan sehr viel Geld kosten wird und nichts bringt sind also sehr hoch…Ich wäre also in den kommenden Monaten eher sehr vorsichtig bei einem Investment in die deutsche Medienbranche und speziell in die ProSieben Aktie.

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